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Full text of "Geschichte der Atomistik vom Mittelalter bis Newton"

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GESCHICHTE 



DER 



ATOMISTIK. 



2-- 
ZWEITER BAND, 



SCIENCE DEFT. 



GESCHICHTE 



DER 



A TOMISTIK 



VOM MITTELALTEK BIS NEWTOK 



VON 



KURD LASSWITZ. 



ZWEITER BA^'D 

HÜHEPUSKT UND VERFÄLL DER KUUPÜSKULAItTHKOIUE 
DES SIEHZEHMEN JAHRHUNDERTS. 



HAMBURG UND LEIPZIG, 

VERLAG VüN LEOPOLD VOSS. 
J890. "\ 



. 2^föjL- 




All« Beohto vorbehalteo, 



t>niGlt 4er VariiftauUlt and Dnoktnl ActIeo-GeiaUithin 



Inhalt. 



wniden durch * uiigflifilckD«L) 
miien KubiTfliie gvben dJ« Eotumnentltol nnd du dem iwclten Bfpds lietgrfSAt^ 



Drittes Bach. 
Der philosopliisclLe Ausbau der KoTpuskularbheorie, 

Erster Äbsclmitt. Der neue Beffiiff der Bewegwig 3 

* 1. Die BevQgung ab intensive Realität im Zeitmnment ..-.,...,.. 3 

2. Leonardo da Vinoi --- 11 

3. Beaedetti 14 

8t«Tin u. a 

4. GaUleu Bewt^ngslehre 93 

* Zweiter Abschnitt. Galileis Atomistik 37 

Dritter Abechnitt. Descartes 55 

1. Seine Lehre 55 

2. Die GenenH der cartesiichen PlifBik Sl 

3. Kritik der cartenscben EgrpuaknlartheQdG - 97 

•*. Bedentdiig Descartes' Für den Fortschritt der KorpuakuUrtheorie . 110 

Vierter Abschnitt. Qassendt I2ß 

1. Die Knfartehung der Schriften 12G 

2. Der leere Banm 133 

3. GawcndiB Atomistik 140 

* 4. BearteüuDff der Atomistik Oawendis 167 

&. Abgriffto Morins 183 

Fünfter Abschnitt. Digby 188 



VI INHALT. 

Sem 

Sechster Abschnitt, Mobhes ß07 

1 , lUiim^ Kijrpßr, Beweifuag 207 

2, Der Conatua 2U 

3, Die FluJditätetheorif] der Uat«rie 224 

4, Die npezielle Phyeik bei Hobbea 22!t 

* 5, Beurteilung der HobbesiucbeD Tbeorie . 235 



yiert«a Buoh. 

Die naturwissenacbaftliche Vollendung der 
Korpuskularbbeorie. 

Erster Abschnitt- JoücJiim Jungius 245 

Zweiter Abschnitt. Üobert Boyle 261 

1. Bojlea Korpuskulartheorie , 261 

2. AuwenduDg und Begrüudung in der Chemie 275 

3. Die AggTQgatzuBt&ude 283 

Dritter Abschnitt. Otto von Guerkke 293 

Vierter Abschnitt. Giovanni Aljonso BoreUi 30(i 

1. Die Struktur der Korpuskeln 3CHI 

2, Die Bewegung der Materie ,--,,....-,,.,....,,.....,. 3iy 

• 3. Rechtfertigung und Kritik der Borellinchen Theorie 324 

Fünfter Abschnitt. Die Vibrationslheorien 32K 

Qooke. GrJmaldi Pardies. 

Sechster Abschnitt. Hu^gens 341 

J. Die Theorie des ÄthorB 311 

A. Die Gravitation 341 

B. Uta Lieht 35B 

C. Die Kohiision 360 

2. Die Einführung der Prinzipien der Mechanik 3€7 

* 3. Huygens als Höhepunkt der kinetiscben Atomistik ............. 376 

A. Die BegriinduDg der Wechsel wirk ang aub^lanzielEer Atome 
durch das Energiegeseti ..,,,......., 376 

B. Die moderne Energetik undjdie kinetische Atomistik ........ 3d4 



\ 



INHALT. ' Vn 

Siifi' 

Der Übergang zur dynamischeii Thöorie 
der Käterie. 

Erster Abschnitt. Die BealÜät der Wtchsehvirhmg w da- 
Umbüdung des Cartesianismu.': 401 

1. Auablick 401 

2. Carteaiaacr 404 

Regia«, Bobautt, Pardies» lUgiB^ CUuberg» Svicer n. &. 

3. Cordemoy , - . _ - - 4]5 

4. iWebniTiche 421 

& Job, Cri»t, Sturro 428 

6. Jwjob I- BenxouUi und HarUoelter 430 

Zw^ter Abschnitt. Spinojsa 435 

Dritter Abschnitt, Leibnijs 445 

1. Die Tboorie der koDkreten Bewegung ,,--,,.,.-.-,. 445 

2. Die Theorie der abstrakten Bewegung .,...,.. 46S 

• 3. Die SnbBlanziftliHenmg der Kraft 470 

Vierter Abachnitt. Der Verfaß, der Km^ptiskuUrthcorie 48ß 

1. VariDitteluDgen zwischen Scholastik und Atomistik 486 

Fabri' Descbales. De Lana, Caeati. Maiguan. Casimir 
TOD Toulouae- 

2. Woirerd Sengnord 495 

3. Weitere atomiHtiBche Hypotheaen 499 

Da Arnaga, HoIwHrda u, a, Nulandt, De Stair, Bemier. 

4. John Locken Begriff der Solidität 505 

b- Die natnrwlRenschaflliche Hypotbe^enbildung - ■ 508 

A. QraTitationBbrpotheeBn rrflft 

Bohanlt^ Gadrois. BSgis. Jacob I Bemnnlli. Varignon. 
De Doillier. Perranlt 

B. Die Mikroakopie 519 

Hooke^ Ualpighi- Swammerdam Stenone. Leeuweahoek. 

C. Änt« und Chemiter - , , ,....,, 515 

Blankaart Bontekoe a. a. St. Romain. 

D. Lehrbücher &lb 

Sperlette. H. Vay. 

E. DnflUiigkeit der Hypotheae and Abneigung gegpn dieselbe . . . . 532 

Job. 1^ Bemoulli, Uariotte u. a. 

Fänfter Absclmitt^- Beseelte Körper und ausgedehnte Geister.. B28 

Hard Ton Erontand. Cudworth. WJUis- Glisson. More. 



Vm INHALT, 

BtHe 

Sechster Abschnitt. Die AttraJUionshypöthesen r>37 

Oopperaikas. Glilbert. d^Kspa^et. Bacon. Kepler. Fermet. Puoal, 
Heraenne. Boberval. BoallieQ. Borelli. Wren, HaLley. Hooke. 

Siebenter Abschnitt. Neivton 555 

1. AbDeigung gegen die Hypothese .....,, 555 

2. Die Älhertheorie 559 

3. Die KerpuekuLartfaeorie und die Centrolkrafle- - - . 5G4 

■4. Die Centralkriifte ala metaphymHches Priozip 571 



ANHANG. 

I. VerzelchnjR der unter abgekürztea Titeln citieHen Werke 583 

II. Sachregister 588 

in, Hamen register .,.....,.. , 699 



Drittes Buch. 



Die Flülosophen der Eorpuskolartlieorie. 



IfKlnrib 11. 



Erster Abschnitt, 

Der neue Begriff der Bewegung- 

1, Die Bewegniig als mteuBiTe Realität. 

Die antike Atomistik hatte aas der Binulichen ErscheinuiLg 
den Begriff der unveränderlichen Atome als die beharrenden 
Substanzen gelöst; sie hatte in der räumlichen Ansammlung 
Tmd Scheidung derselben die kaueale Erklärung der Phänomene 
verBucht- Trotzdem war sie von der Theorie der substauzialen 
Formen besiegt und aus dem wissenschaftlichen BewuTstsein 
verdrängt worden. Wenn jetzt ihrerseits die korpuskulare 
Theorie der Materie sich anschicktei die Lehre von den sub- 
stanzialen Formen zu beseitigen und durch Besseres zu ersetzen, 
weim diee in der modernen Naturwissenschaft in der That ge- 
lang, so moTs es im Beginn der neuen Epoche des wissen- 
schaftUchen Denkens einen Faktor geben, welcher im Alter- 
tum fehlte. Eine neue That des Denkens^ zu welcher auch 
die gröfsten Geister des Altertums sich nicht aufzuschwingen 
vennochten, mofate geschehen, um das Werk Dehos&its zu 
voUoiden und über das des Aristotblbs zu erheben. Diese 
That war die Schöpfung einer neuen Wissenschaft, der Mecha- 
i^t, als der Wissenschaft von der Energie der Bewegung. 
Der Grund, weshalb die antike Atomistik unterlegen war, 
beruhte auf ihrer TTnfahigkelt, den kausalen Zusammenhang 
der Atome wiasenschaftlich darzustellen; und die Ursache hier- 
von war, dais sie den Begriff der Bewegung nicht zu bewäl- 

1* 



^ Moderner and antiker BewegaDgabegriff. Energie. 

tigen vermochte. Der Unterschied des modenien and des an- 
tiken Bewegungabegriffe läfst sich, soweit dies bei einem so 
vielfach verzweigten Voratellungakomplex überhaupt in einei 
abschliera enden Formel möglich ist, dahin präsiaierenT dafs dem 
Altertum der Energiebegriff fehlte- AVir verstehen untei 
Energie diejenige quantitativ ausdrückbare Eigenschaft det 
bewegten Körpers, vermöge deren er mit demjenigen Realitäts- 
gebiete zusammenhängt, das durch die sinnliche Empündong 
bezeichnet wird. Der moderne Ausdruck „Energie'', welchei 
mathematisch als das halbe Produkt aus der Masse und dem 
Quadrate der Geschwindigkeit definiert wird, ist nnr eine dei 
Formen, unter welchen das Intensive, das eigentlich Reale der 
Bewegung, sich begrifflich darstellen läfat. Da er in der 
gegenwärtigen Naturwissenschaft die hervorragendste Rolle spielt, 
so eignet er sich am besten, das Wesen der Bewegungsrealitat 
zu repräsentieren mid die phoronomische von der dynamischen 
Bewegung zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist das 
Merkmal der modernen Wissenschaft. Die gesamte Bewegungs- 
lehre des Altertums ist ihrem Wesen nach phoronomisch ; die 
räumliche Bewegung ist lediglich Orts Veränderung und hat 
keinen iutensiven Charakter. Allerdings sollen die Atome Dk- 
tfOKRiTs Wirkung ausüben, sie stofsen aufeinander und erzeugen 
dadurch die Wirbel der Weltentstehong. Aber diese Wirkung 
tritt aus dem Charakter des Phoronomischen nicht heraus, sie 
bleibt lediglich Ortsverändening der Substanzen in dem ideellen 
Anschanungsfelde eines stillschweigend hinzugedachten Zu- 
schauers. Die Realität wird gegründet auf die Substanzialität 
der unveränderlich gedachten Atome, nicht auf die Gesetz- 
lichkeit der Bewegung, Die Bewegung der Atome ist nur 
Verschiebung von Raumteilen; der Unterschied der erfüllten 
Raumteile vom Leeren liegt nicht darin, dafs erstere bewegt 
sind, sondern darin, dafs sie Substanz sind. Dafs der bewegte 
Körper sich von dem ruhenden noch durch etwas andres un- 
terscheidet, als durch den Wechsel der Lage, dafs in ihm jene 
intensive Realität steckt, welche in der Empfindung des An- 
drangs sinnlich wahrgenommen wird» scheint dem Altertum 
nicht zum wissenschaftlichen Bewulstsein gekommen zu sein. 
Auch bei AßiäToiBLES hat die Bewegung keine gröfsere 
Selbstständigkeit gewonnen. Sie bedeutet den Übergang von 




ttionifi^niji «n-l tHr^mik* 




fill Jlflgliahlcctt jtnr Wjrklkhk<'it- Ähfiv nicht in ibr lic^t die 
■iMgiiftg fJor Wirklkhk'it., äondom in d«m Zw«cke^ «^etcliCtr 
tk form Auftritt uttd Bdili^nt. vurloiht. IntoCtrm dU* Beweguni; 
rttmücb ifit, bln^ihc n« ftuch nnr Vur^chiebuog im Qe«icbts- 
ffJdft Ohne die beistimmende Form kommt ibr keino »olb<t- 
aladig^. Re&liUt Bch^ffende Bedentun^ sq. 

iio lang« dio Bovognng r«in phoronomifioli iM^ mui^ dlo 

AUtnkUon ron d^m Verlaufs» in d«r Z«it nnter d^m D«>tik- 

■itut dar SubaLanxialtlkt ilnu ßt^griff der B^w^gunj; aE^r^tonrn, 

Der Aic^dod« Ffeü ruht in judom PimklA s^in^r Bahn. IK« 

{luroftomiflch« B«v*ef;uDg b&d«tttU. AaU dto l*ago oumm Körpt^n, 

nbdv 207 Log« ftudr^r K«rp«r, im Vi*rlaiifo d<rr ^it «ich 

l|dfr<; BIO »chlie^i aUo don Zeitv^^tlauf Mlbirl oin. Indtm 

Z«itT^rlsaf aufhebt und «in^D bestimmten Zeitpunkt 

ttbt mui d^ Begriff der Bewegimf* sn^Ieich anfp Ks 

«ckttDt daher, oi« ««i dwm Abstraktion nicht vtaithafl, und 

dtuiKh iat üa ua vormeid lieh. Donn am vor^obiedone bowogte 

EOryirf die Atome ein«! ganson System«, gctgensnitig in Be- 

ätliqng sn setx^u und den ZuMond d«v Systems bogTiÜlieh an 

irfuna, mar« man aid in din und demaelben AugimbUok be- 

tnaklea. in diesem Angenbliek« aber ist die Ver&ndertichkafc 

Wschvonden, dos atarr« Sein der Buhe ist eingetreten, ven 

dv BAwcgnng iat niohlfi gebUebe». Im Zeitmoment onter- 

*tk«id»t ffich die phorc nomisch« Bow«f^ang durch nichte von 

dar fiabe, w<nn «k nicht gcilingt, dio Tendenz im Begriffe tu 

bewahren. N;jn gibt fMt aber einen Unterschied der im Zeit- 

nsoaaent effoletea bewegten Kfirpcx von den mhendea, eine 

fioaliilt der Bewefining. irelehe die Abotraktion von der Zeit 

aithl auiiuheben vermag. Diese Bealitüt i^t m der Phomne- 

nW nicht Yorhaoden ; sie be«tebt in der dynamisehtm Wirkimgs- 

der beW4^Un Körper Der bevregte Körper, in sei- 

egong im Homeot onfgehAlten, tinterscheidet sich «e- 

wfttBeh Tooi ruhenden Kipper; ober ailerdinga durch kein 

liimiUch-seitliLiibes Zeiehen, durofa keine uttenoivo Ciröllüe, vokhe 

*oa der Abstraktion vertilgt wird, sondern durch eine inteu- 

Qr^JjMp, deren Zeichen die Emp&ndimß seiaee Aitdranga ist. 

thauAchiiche Bew<^gang der Eor|>cr enthalt nicht Hob 

Eig«nj»ebal>, Lagäveränderang au «ein, so&dcni auch die- 

e* Wirkung auuuubeu; Äe enthüll in aich em intensives 




KoiDc&U welches ftte eino Thi^tAacJio Aor Walirn^ibmutg; 
wird. DifiM Tiukt^Okoho dor WnhniebmtuiR al« dno Tei 
mr Wirlniiig m iniiom B«fc^^^ "^ fuadameati^rcD, um ale dar 
Ktkcnntnuf sa tmtörwerfoD tmd m das Qebiet d«r otjektiven 
WtrklichkiÄt, d, li, doa ec«cCdiob Krk^nbaren oitummboQ, das 
war mo Aufgabe d«r neneii Wiaffenaohafl. Ji^trftdiboti wir «in 
rtoch rotLi^rettdofl VollrAd: wir Tenn^Sgoo, wona niobt &itf«or- 
lich« KiU^ der Bctobacbtong sn Hilfo komnioa, durob daii 
Auf^n^cbcin nicht ku iuit«Ftcboädca, ob e» sieb bowoj^b odor 
stüU^ht; donn bicr utt dM Zeioh^xi d«r pborDüODÜMhon B0- 
W4^;tmg, dio LsjcoveNLudoriuig. ftufgehobao; «rst w«aii vir 
ftorlro K^rpor mit ihm in BerttbnuiK bringen, werden wir dl» 
tinerfru; dor fiewegung konatAtieron. Ktwiu AhalichM, wie did 
ticUtion dofl f;l«icbraA&äg goetal beton K6rpore fftr aosw Aug^i 
l^isUt dio AbatrakUoti des Dcnkom; oio hobt dio Mcrkmdo 
der phorosomu»oUcti Bi^wogimg, die Lagovciäadora^ in dor 
Z«it, auf, und die Bowo|i;aiif; ist mobt mehr von dor Kuba »n 
untvrsohckloD. wenn nicht dae Bewufet^eiii dor xr der BcwetnuiK 
ateckondeii EQorgio vorhacdon isc< Dio«es aber bann bofflobuu 
bleiben* wonn auob dio Botraohtong dor Bowogtmg auf den 
Zoitmom^i&t rodaciort wird. Da« in die Auf bebang dor oloat4a«hoa 
Bowcgungsantinomio: Nobmt aJtcts fort, wo« dio Lagovortodonmi: 
dofiiuon; im bcwogtom Körpor bloibt noob oin Ktwas, oin« 
BoaUUt, dio von dor Zoit miabh&ngi^ ist: ätm Xntcanvo dor 
Bow«;^uißt wclubes oin bosünimtoa QceetK dt;r Wirkimgvf^big- 
kät enth&lt. Bowognng ia oino eolbecändigo Hoa- 
litftt. Sie i«i diojonigo Itöalitit, in wolcbor die £tDpfinditng 
mit don rotionolon Elcmonton dor KrlobniDg susunmenbünst. 
Sio tut dabcT dcrj^nigo wolcrcolioioroado yoktor, wolcber Don- 
kon nnd ^innliGbk<iit vorbindotf and doflson Katdockung go- 
Mmttot) die KmpEndüAif in d&« Oobiot dor wiasonscbaniicbdn 
Erkonnlni« einsnfOhroii. Dtooo oolbstindigo and incoasiTO Uo^ 
btit dor Bowogung anfxnapQron und bogriffbch sa crfOMOR, 
fobon wir nunmobr die Desiker im Bogmne dör Kntwiokolnng 
dor f<atnrwiM«Daobaft b<Tin>llt. Kb bandoll aich um dio Er- 
aoogong oineo nonon ll«&kiiüi4oU, wetcho« jono £Ha»img der 
Boolitüt dor Bowognng gooUttotT doo Doofcmiiiolo der Varta- 
bilit&t tvgL L & 370—279). 

Wie die wiBootxsobaftHcho Tbatoaobo dor antikoiL Gooswtri* 



ll*4<'iiiiiHf il^r Dfiunuk <3r da* K>nitf»iiilitop»li|w- 



vm W^ßkniittnl d^r KTkRtint-ni« tiberhaupt «Tird«L, weÄ] «ie 

? L4 iliiftlr ifftli, rl«rii i*in iibja<iitvitj: H(*gniT88V«t«iiii esd^tAertn 

■'Itt \iiti *vitw*-n[Hihaft.Hiih*t Th.iUftihn di^r inodvniQti Djiwi- 

aili der Acii»^ati|;s)itn»kt fUr eiUA IfeUtodu iIm Denk'^u«, dU- 

jvnigftt l*lr*' ' ' '"Ti d«ir Erkenntuts xa uiiit-rwifrfnr, vrftlche 

IL di'' 1 dfr SubstenaalttSi niclic f&äHi*n Urfsmi. 

tW^iTn dim inUinvivMi Charnki^r^ d»r B^vegong «nthüllt« 

(K* RraiV d'wjnnigon D'MikmittittK, wnlrH^iK dni« Konti^intfits- 

Ibm flbf^rtijuipi /Q linwAUi|^«iii Vffnnorhto. Diu Dytuunik 

nur tfiDtin *«]W£t4ilkm PaII dvn KutititiuiUiUipruMetiiH, Abnr 

ij^uignM, au wr-ltrliem dftaseSI>6 mit dt«r itmuTiclj«n Vdränderuiig 

lätjilbar zuftHminpnhAD|;t, Au«h dJi- reiite ^fftibemiLtikT mo- 

<|jf< I'horoDOLii^ tiAi>eii es mit nor Eiureihtin^ dm Konti* 

nDim» nntnr dxn (^tnfwti\M*griff xti timn; «vi der Dynamik 

•U Urtnftrktif ni»n jcTE^rst, ituf« di<» K(»b«mdiiing dM Kocnti- 

imfe riDtTti Bitgriö' vorUngit. wMi^hrr im Monifni' norh dii» 

TvikIhib dfr ForU^Uuiig tmüifllt; d*nn TiiAr w«liiM« T^adeiut 

M Jnin HiiiTLlicbt«!! Mvrkniftl di*r Wirktiit^ikliiG[keri( arkeüanbar. 

Utai hiiM* uiit^r A-tifiiEibuitg der l^xLension noch «me iuiien- 

flttf Onifwi stich «iiinlioh mch vorfand, zeigte tioh dar Wfig, 

in dnn imdi»m FfilUm d«M KontiiinuBna nach d«>rjeiiignn It^a- 

i i.Li ftinti^i-iif wrti^liiiiiUOiurtlj^itnrFortKntinng din B«dii-.gutig 

ExieUÄiiiu isL AI» Holulu^ fajid sicih »n drr Kurv» dit^ ßioliiung, 

ond wiedüT als Ifurkuial der Rictitaiigitändarung die Krflminnng; 

iacl^r|fhomur>Tm«c}i(in HevegungdieG^schwindigkait^oDd vriedar 

aU Uarkuinl i)*^r (^««cliurindigkmuAiid^ning die Brach lennignng. 

DbAHo B^gridn korminn al« CtröAiBn mir tWimivrt vr»nh<nT iudflm 

man tluroh dit^ 'DvtiknÜLUfl dar VnriabilitAt diui HInmtMil dtm 

KoiLÜuuuias &la «aiu» D«d>j£guu£ 6xi«rte. Km »okhoei ßleoioat 

iit «iß4> QitfUiUt; ^ GrAI^ aufgafarat ist «a kaino a&dlioha 

K>niitin] dnr BftgiiiD «ninfir stolchan tuid wird aU OreuK« 

Ordfa« odt?T abi un«ndhiüi klff^nn Grä&o bofoiohtialj ala 

Du l>ür<ereu£ial htt daa loathemAtüche Züobao 

Ar iljfl Aüfr&ajfuug ilea KoutinuuiDS ab GrO&e Tarmiltets de6 

S«akiuiU«Ia dar Vanabüität. Darum war dia Scböpfoug der 

di« Vorbedingung zur GHindnag dar Difforeiuiftl- 

tfi- 
Vttl t\in LOmug il«i EotitmiLitfttaprcbloiaa daran gi»biUHi«a 

., daiA im Klttment dM Koutiuutun» die reale Bedingoug 



[I»r (fnoutN-rnff iti>r Math^TKHk, KiPLvm. CiViiSKl. 



iTpil 'i'ii'sn OrdfMt tiir-ht wnwJf'r rimi rn<l!ii-lifj mmd^m 
unMifHioli kinitiit als &rifniciv«rt <W EnlentQOU ^«in inafKtta, 
Ikftiigt. «üt^ ||;es3iriie Frage dacIi fl^r ReRÜtfil <l^r V^Ande] 
uuci iji^r Mriglic'likait d^r NnturwiBHeiiEcboA Hufs engst« 
den FoHi^chritUtn zu^amnioci, w«1chfi äw BowAltigung de« 
griffn dnu TT^mrllü-hliTi^inrn niAclilr», Dftbnr hifTTHi^bt Hclinn 
Oi^^NL'S wie liui Bftr\o itiFUftr 7,u^, HAalitätcji ini ünfladlin] 
Ktj Huulinii, Dnd dafl geviaiut«? StreLbti uucU kor|m«ku1urer Auf* 
fiiuotig dtfr NaloT kaim betnichiät werdoD als iuneriicli beding 
dnfvh >^in ForM'lieri nach der R<ta1itAt iin nfinlkli rieht niphr 
WBhmpl'mharrn. AWr di^ lurlnpbywjicbftii Nrigimgcü iniifftiiij 
unfnichtltfr Neitirjs, wonn mriit ?hf»LlieuiatikH a]» dir Wl 
M^lmft der Ori>ff*e, xiif;|pieli dMt Be^rilT tl«» TTneodlithkli^in^rt- 
xugfrUgUobuiALhte uuii voui liadlvtBihlen der BcbotuäUk fiim 
nilemiDaleii a\« dem erzeugeudeu Uoment des Eontiuu'ijns Gi 
fhhite. Solchr< frriore Deh^^rrschung des Unendlich kleinen b 
nuin hei KsrLsa' und Imu Cavaijxhi ar>9i&— ie47>* Sm 
Wir bttlnin iii dorn Ab>iobniU älwr ArxniMEDE» («. I. 8. 179) 
einanderge4«C3&t, dafa r^ id<^i um «inen n^non Begridf der Ql^ü 
)iH^ b&u<M«<, iudviii div}(?mg<<<i GrOf^t^ji &Ih gti-itib x>m i-rvib' 
aiud, welche natli deinä«Ib«TU Gwivl.r.t? t-rwacbMeii, und daJH 
dic«P8 Grev^tx in den onendlieb kleinen ElemeDteu iguAutLlAÜY 
zu itnvümaivxi ist, KrplkH i^haltet bereits in einer Art intni- 
livoii Vcrfmumis mit dt'in TTnondlichk leinen als <>r<>n»wert; er 
fierlegt den Kr^a jji unmsdticKi viele; Dreivokc, die Kugel ia 
nnendhcb viele Pyrainidec, bpbftit i^ber d»bt-t im Angn, dafv 
diese Elemente ihren Buun nur bewahren, so laiigo man ne 
ab En^ngitn gerieten le der bestimmten Figur b«traclitei^ Aneb 
C^TALiEaiü Methode grändet sich anf dio syntheu«clie Enseih- 
gung der Fi^ur durch Bovcgung ilcü ludivimbUn, anf dtff 
Vomuoetxung, dftfs da^enige ala gleich xu brtrarhl^n mi, «^ 
»US gleiobea Elementen erw&chst," Dieae Anafduiunnga- 
war QiiT vOglieh, we&D d«r U«d&Dlee sn ünuide bg. dai» 

- 2Svm .Srmtmrtrv /JUu^mn t'«>wr»frMM. Lionl 161A. C^ od, 
IT |i »I C 

' ffwMWrat mtttiitihihibiu rvmfimaänv iMni fwulMi ntiütu 

■ Vrl OKMa«»T. Kutdtrh^. S }h-77. Coatn. fWenfi. 8 3t f. 




«Urrgmcfr rm it<r RfriMhmg tllf »«4b«felB?b««1 B«v«g«ny. 



5«ntiBiiiiiu mtie Bi*»liUit erhHit &rm ^ivr Ops^^trlirMceit «oin^r 



V 



ijktfriniia bJb erzeugend ei^ KlemenL« Hnnd in Hirail iniL 
!' tliing» doTs Alle Vt^rHiid^niiig auf eiiter ab T«']ii)«iii& 

Wir IihIiau bomil^i fHlbor gi-«rhrii. vrw mit Hern Eintreten 

':T[i?<r1iim Oi*fI^Dktnri>4hpn in Ain wirrlnr nuflnh^fnilo 

— ,.L.,: :^|»iiitf daa D<Tiikiiiitu-l ilirr V»ri»bjlitjlt 9>i<tli vurlifTrpi' 

Mb ;a. I. B l?<r4 fr.\, wie iLfibe^oMdere hvi NiroLArfiCcsANue dtt» 

VerdtiA chrr Dingen «iiialog iW 3«1hstbewe|^tig d^a Denkifns 

.1. -T- iBn0ri> ß4!«litJit g^^seUuiSrnger KDlwick^lufif^ errabt 

LS, 2Sr>f.)- TingniiK^n 16 JAbrlinndortlj«<rr9cbt, nnnient- 
bA uniar dtna Kinflttun d^iif Pakaoku'IJi, dipm VcimTH^IIting** 
•ww d«9 Naturgfsrhclfti«^ wMr^hfT jitii ßilibt dos Orgiininolivri, 
ttk Jm& UttfvuvwiiciiHnii lii'Ä KttiineH vrnlrfiüichl winl. Infulgt; 
ilivaa wird acu^h der B^^ilf d^r Bewegung in die8em Sinn« 

nnd floiii Cbar^kler des Intenuven geoJLbeTl. Daa Ge- 

L allgntDeiD, dafa Im W«sen dea bewegen Körpeni «in« 

ttlkiLÄiirligp ELfialii4t liegt, welch« d« flrwt* s*ciii«r B«w«giiög 
^ivünimL Abrir nni^b im miin nicht irmrMndn, in ü^r in«cba- 
BMJutn BffWpguiig BplbMt dirixn Triidnns^ attfiGiifiitilrr, Dia KrafV, 
velfjia alit BitivrgiiiigMinNU'hn mlrr kI» Bttwifgi in guttun drftiK an* 
nn^Mineti wAm, wird nicbt in der B«w«tgung aelbüi, aondem in 
«uia L«b4TDKg«I»U) g6«urbf, wi-lt^hf-r in <xlf>r Ewiv^lt^ti den Köt^ 
fwh wajtel Die ^tjz« Welt i^t bMeeU, und da« intensive und 
StIUtAiiflig« der Dewegnng wird «i&«r SmI« zagescbrieben. 
Di« ntiwrtrnj^ing die«nr in d^r TbatigkpiE einer immiUericillen, 
f«dtfnamg«in ^nbstanK begrilndet^n H«aIitÄr> »nf Pinn nifidiR* 
Wck wirkpüdo Kraft und damit dwr Übergang ron d«r urgs- 
m dar n^vbamarbrn AufTaHiiang der B«weguii^ tMt 

"r»ti» Vitirffl d« I7. Jahrboftd#rta. Dies« ümwandluDg 

it nick ziiiD Teil in der iDdividnelien Kiitwick«liang d«r 
«a dar vriftMnsohaf^ liehen Arbeit ber^tigt^^n Detikm' «plb«t. 
Bis klfln»ch«r Zmign daftlr tKt RirrLK»^ di^^Hc^n Dinkurl dtn 
Donrhwiiitg vtm der alii^n v:iir nnrw'U AnAViMLiiEg i}v.t Bi^wj-g^ting 
bhaadig voilzirbt, tittxt'Ji Werk« dio Doknnuvnte Ibr diineii 
üoKiwoiig *lnrbi**t4»ti. Wiu er ID «einer Frkl&riitjg der Pia- 
irt«nlAKt^en zunr^i f^tiii< rmEt ^t^omeirif'<'he Xon^tniktioß vrr- 



10 



Eiruui^ (TbflriEWi^ ^^n <l«r Bai e thiDg zur Knft- 



ttaoht und donüt uooh )*ftD2 uiitor ()<^m &ntikoii Ddnlnnitt^l der 
Subet&ru^isiUtät atebt, oochh^T aböT dioselbe durrb ncfioo b»- 
rüKmten Bowogungcgoftoteo eTs<rUtt wobei vr dio iMiini?t«a in 
6Üid timktionoJo Beziehung stollt, al^o untor dem Ponkmittcl 
der VAmttilitüt Arbeitet, — »o geht «r auch, der eigenen ^inne»* 
Änderung bewurat. von diwr Annaluuö. welolio di-i* Ursaclie der 
Bewegoug IQ der Belebung enoht. zur mochAnieohm AutYaR«img 
übor. In d^r ersten Äuegftbe do« Mi/.yfr.riH7n (!>jietnotfraphicMM 
(1&94>) niDimi <rr ncoh iu3, da& entvoder die bowngcndoii S^wlen 
der Planoten um ho eaohw^hor ftoin mÜMCtu, je weiter sie von 
der äonne outfr^nit sind, oder dal« e« eine bewegeude S^e 
der Sonne gobun moaae, welche die näkorQD K/>rper heftiger 
anregt** Auch in den J^arafiponfm^ ad VttHiümcm (1ÖÜ4] schroibt 
er dor Sonn« nooh eine Seele ssu.* in AfitrojifMiü nf>va^ <der 
äohnft über den Planotm Marv-, KiO^i öbnr bctitroit^t ot bereite, 
dala CS bowegondc Soclon der Planoti^n g&bu^ Kt ffxint nelne 
Gesetze) ni«ht als blob pKoronemmcho, «ondem ist In der 
ITiat der Ansiobit «ine Bbysik dös Himmele zu liöfem,' und 
denkt sich die Planeten unter der t^inwirkiing der Sonne. 
Wiederholt betont eri dafe os «ich um eine h^pothc^s ph^/skit 
und mufO'^ phyuicat. bandlo« Kr sucht die Ursache der lang- 
«amerf^T; Bewegung dc^ fomcron Pianoton in ihrer TrÄghoit 
tmd mauht in der Kvoitcn Au»gnbo dt^^ Mt/itcrium Coi^Hö^rrrtiKicum 
(1621)^ den Zuaata: „Wenn man fdr d na Wort ^Soele'* das 
Wort ,Kratt" einaol^t, so hat man cIäp eigentüchy l'rinzip, 
auf welchem die Phyaik des Himmela lu der Abbaudlimg Gbar 
deo Mar« begnindct und im 4. Buche der Epttomc Astrofwmiac 
ausgebaut ist. Khomals glaut>to ich, dafa die bo^egerdo Ur- 
sache d«r PJanntr^n durchaus cini> Socio sei, da ich n&mlioh 
voLlgeaogen war von den Lobren J> C, Scalioeas über dio be- 
wegenden Intolligenzeu. Aber als ich erwog, daTs dieee bewe- 
gende Ursache mit der Entfernung siok absohwäcbe, dat» auch 
dos Licht dor Sonne mit dor Entfernung von doreelben eiofc 

''Ctp. «d. FuJRon I p. 174. (a SO;, in d*tr zweiten Auagkbo (1G31) fdge 

» (^, !f p. 'jiit. -- ' ap iii p. na, ns, ■jdi, :ii:i ff. 

* ytkhtnM im fi- Bucli. Ahtcbn, über Jic AltmiU^nkhfpothoiNvn, Vgl, ftuAb. 



EntwiokeluDg des Bewegucgsbegriffs. 1 1 

Terringere, so schlorB ich daraus, dafs diese Kraft etwas Kör- 
perliches sei, wenn nicht im eigeütlioheu^ so doch wenigstens 
im übertragenen Sinne (aequivooe)-'^ 

Es ist nnniuehr zu erörtemj wodurch diese Umwandlung 
dee BewegangsbegrifFs zastande kam, welche die Einreihung 
dsr Bewegung als einer selbständigen Realität in die objektive 
Wirklichkeit gesetzmäfsigen Oeschehens gestattete. Eine ein- 
gehende Behandlung der Geschichte der Mechanik kann hier- 
bei nicht beabsichtigt werden und würde über den Rahmen 
der Entwickelnng der Korpuskulartheorie hinausgehen. Es 
wUen nur diejenigen Grundgedanken hervorgehoben werden, 
welche ftlr die atomistische Fassung des KÖrperbegrifTs mafs- 
gebend waren, indem sie die kausale Wechselwirkung der 
Korpuskeln und den Znsammenhang ihrer Bewegungen in feste 
Segrifie und gesetzliche Abhängigkeit zu bringen gestatteten. 
Dies wurde dadurch möglich, dafs zunächst das in der Be- 
wegaug liegende Intensive als eine auch noch im unendlich 
kleinen Zeitmoment wahrnehmbare und quantitativ darstellbare 
Eigenschaft der Bewegung erkannt wurde; und weiterhin, dafs 
der Zustand eines ganzen Bewegungssystems aufgefalst wurde 
alfl die Bedingung seiner gesetzlichen Veränderung im nächsten 
Zeitmament. Auf ereterem beruht der Begriff der Energie, 
Auf letzterem der ihrer geaetzmäfaigen Übertragung. 



2. Leonardo da Vinci. 

"Wenn man das Auftreten umformender Gedanken in den 
^nzehien denkenden Individuen und nicht in den objektiv 
erkennbaren Resultaten ihrer Kulturwirknng untersucht^ so 
beginnt die neue Mechanik und das moderne wisaenschafthche 
Denken überhaupt mit dem bewundernswerten Genius Leonardo 
»A Varel« (1452 — 1519),' welcher seiner Zeit in so unbegreiflicher 
Weise vorangeeilt war, „Es giebt keine GewiTsheit in den 
Wireenachaf ten , wo man nicht einige Teile der Mathematik 



* H^LLiB, GtBch. d. Phyt-t I S^ 222—248, gibt eine für unsere Zwecke 
Auivicfaende D&nteUang der phjriikalischen Verdienste Leu7<&kdos. Yg\. noch 
Inn, Hl p. 10 ff., BcHBiHo, Geadt. d. Mtvh. S. 12 ff. Woblwill, Beharrunffg- 
JcKb S. 16 ff. 



eoQTxn»« 



trthodüdbn 




^bhicjc^.' -Wir müBB^D dio Eifahnmf? be-mgea in der Ver- 
eohiedettbeit der FliU« und Um^Und«. bi« wir dfu-ftoi; oib« 
G^Bdralr^e) ziehen könneiiT di^ d^rin 0Dt1iALt4»n.* ^'^ii^^TVt 
Ft^illo icb boi dor I^haodlo&g i)»luTviM<*ii«^bafÜiohvr Probloio» 
ouiige KxporiTBonto an» woil DK^iuc AWicht ift. di« Aufgubft 
nach der ErTiLbmi]!;^ zu tcteJion und danu xu beweUen, woahftib 
dift Körper f^KWu&^^ii sintL, tn der f^eReigten ^eise va wixkeo. 
Da0 ist di{> U^tbode, wdcbe man b«i 4ll«& DnterBuchiuig^ii 
aber di« Phftnomon« d«r Natur beobachuu mur».*** Dto«or 
klaren EinBicht in das WMen d«ir «xp^riment«ll-intttbninatiM;hoii 
Uatbodo der Katurniff^ttidchafton <»ntfl(>richt da Visci* V«- 
fabroD tmd Erfolg. Ks gontigt bi^r^ auf »^ina Entd«ckaug d«t 
EügonacbafteR d«r Luft binsuv^cUon, von wolcb«r «r weil^ 
dal^ Bio kciu Elomont, sondcni ein zuäammMigee«ts1»r KOrpar 
tat, dafs de Elodtiatit und Oijwicht b«»iUt: femer aol' ««in» 
Tbi>on« von der KoDetrulction der Flamme und dem bierb« 
aaflret'^don Verbretmaiig9pn>sefa, wob«i aacb ibm ein Teil 
der Lnfl v«^2<rhji vrird und «<in Vakuum sich bilden mäMe, 
w«xui nicht «tot« neue Laft nach^trdn^t, S«in« Einsicht in di« 
Enut«huDg dfsr Wellen ist be«onder9 daram int^reaeant, vail 
RIO da« BovuJVtocin von der j^UAammoiueteai)^ oder d«ni 
gleichseitigen BcHtohcrn rcr^cbicdoncr Bowegungfimpulio voraoa- 
Mtst. El ist kein Zweifel, dafd LiM>SAaDO in dor AntTaanuo^ 
der Bewegung; über die l'horonomie de« Alterinaa bioa\w- 
gegangen bt und die Bewv^gungacLrMheinangen in einem tirfi>roa 
dynamiscbon Sinne erfaläl Lau Er aieht in dem bewegten 
K&rpcr nicht nxir dio ftttfeer« OrUvoc«obiebnng, welche daa 
Angc wahrnimmt, siondcm er erkennt in dcmHclbMi ein« 
Wirkungaintvnttität, cm« KraJt (foria), die ihn voi; dorn mhciidcn 
untereeheidet nn<l zu dickem binsntreton mnrvT wenn Bewegung 
erfolgen boII, die ihn aber auch in deir Bewegung erbalL Wccia 
diese Kraft als etwaa ä|)ihtuelled bezeichnet wird, so durflo 
dieser Ausdruck doeh nur als ein Notbehelf aufgofaikt werden» 
um daa InteoMv« der Bcwcgtmg von den alkin durch daa 
V«rhl]tnia von Kaum und l^it definierten phoronunuecbcn 
VerBobiebungcn an oDtenchcjdcn. E? wirc durchaus gegca 



Bu4.k». ä- 237. 



LBOK*mi>o DA Vinci: Die Bewegung. — Ubaldi. lg 

den Geist Leokardos, in seiner „Kraft^ den mystischen Lebens- 
geist suchen zu wollen, sondern er will eben" damit die der 
Bewegung eigentümlich zukommende Idealität bezeichnen. Ex 
sucht die Kraft als eine Gröfae darzustellen , indem er sie 
proportional der erzeugten Geschwindigkeit annimmt. Jede 
Bewegung dos Körpers enthält diese Kraft als eine Wirkungs- 
fibigkeit, er wuchtet (peao) in der Bichtung seiner Bewegung- 
DiB ist ganz das Charakteristikum der Bewegung , welches 
Gaulei später im Moment oder der Bewegnngsgröfse fixierte, 
Diher konnte Lbonardo den freien Fall bereits als eine be- 
«chleonigte Bewegung auffassen ^ deren Geschwindigkeit stetig 
lind durch alle Grade anwächst. Auch die Erscheinung des 
Stoiaes wufste er mit dieser stetigen Wirkungsart der bewegten 
E<)rper in Verbindung zu setzen, indem er den Stofs als eine 
in «hr kurzer Zeit ausgeübte Kraft dachte. Inwieweit dagegen 
der Gedanke, eine Bewegung dadurch darzustellen ^ dafs ihre 
Virkmigsweise in dem unendlich kleinen Zeitmoment konzentriert 
gedacht wird, so dafs der bewegte Körper zwar keinen exten- 
siven Weg zurücklegt, jedoch in seinem Bewegangs zustande 
VKplidte diese nächste Folge^ gewiss ermafsen potentiell^ enthält, 
inwiefern dieser Gedanke, in welchem der eigentliche Schlüssel 
der nenen Wissenschaft liegt, bei Leoxardo schon vorgebildet 
ist, sind wir nicht imstande festzustellen. Die Kenntnis des 
Prinzips der virtuellen Geschwindigkeiten würde jenen Gedanken 
voraussetzen, wenn dasselbe in einer so fertigen Form vorläge, 
wie wir es heute anszusprechen pflegen. Denn in diesem Falle 
«teilen wir unendlich kleine Verrückungen der Punkte des 
Systems und die hierbei ins Spiel tretenden Kräfte vor, was 
alles nur möglich wird, wenn der Begriff des l'nendliühkleinen 
in solcher Weise ausgebildet ist, wie er dem modernen Bewuiat- 
Bein im Differenzial vorliegt. Bei Leosabdo finden wir zwar 
ein Prinzip, welches sich zu dem der virtuellen Geschwindig- 
keiten entwickeln konnte , aber wir dürfen nicht behaupten, 
dais der Begriff der unendlich kleinen Verschiebung ihm 
geJünfig gewesen seL Aus demselben Grunde sind auch die 
statischen Untersuchungen des Guido Cbaldi , Marchese del 
Monte (1545 — 1607), welchem Lagrange die erste Äuwen- 
doDg jenes Prinzips zuschreibt, für die Entwickelung des 
dynamischen Krafbbegriffs nicht von der Wichtigkeit ^ die 



»itAftb« DA vtmiL 



iBimBtti. 



«i» fOr füo Förd«nin{^ fier mechuiiedien Stndion üborbaupt 
haben, 

Pio vorstehende korse Erwähnung Lsdka&do dx Voca» 
wurde der Bedeutung dicuos Geistes bei weitem moht Kenäjtcn, 
venn Sdine Arbeiten die Verbroimni* imd den EinfluJja §z^ 
vo&n<HL hAtton, der ihrom Werte entsprach. Dfts bekannte 
Schicksal der Loonardiacben Sianufikripto . wohl auch der zu 
kubBo Klne, mit wolc^henl er diob über das Zeitverstftndnia 
othob» bovirkton, dnOt dio Era&bmaang ]iisr>KAiU}e» a)« ein 
individocllcs Fhünomcn ab^ritn der t(t<ttigen hiiitoTi»übcn Ent- 
wiokelung Ue^. und wir un> begnügen müasen, ^nnfiero Bljitter 
mit seinem Kamen äu Biereu."^ I»io üeeobichle der MecbüniJi 
geht Lhr«n Sciintt ohne KßcUeicbt aul' LeoNj^bdob Entdeckungen^ 
wenij^tfrnB ohno dcLfs ein solcher l^inänla bis jetdtt morbliob 
naobznweUen "vrAre- 



3. Benedetti. 



I 



IDer erete Afecbänilier vor Galilki, bei welcbem sowoU 
d^r intensive Tu half, der Bpw*»gnng al« die BetrnchtiiDg d«T 
Bewegtirg im tinendiirh kleinen 7eitteilch«ti b^nlßksicbt.i^ 
■wird, ist, Giüv*NNii Bhi'-n?TA BicMKnKTTi* HöSt* — 151*0)- Hnrnd« 
b«l ihm UPst sich trrketiiieti, dafs Ms FrAgo iiarh detEi Ttii«nHivi«i 
der dynarom'hei] Bewegung ftafs engste znsanimeiLbdn^ mii 
dem Problem der intKndieHen Bewegung innerhalb des Plicro- 
nomisdieit. Diese*) aber setxt IGarheif voraus über den Begriff 
der Kontinuität^ indem die Fidie sU Grenefall der Bpwf^gnng, 
eine Bnwiigiing mit versteh winden der Geschwindigkeit H,ufgorftr)(t 
werdim miiTfi. 

Diti Vorstellimg von dor stetigen Veräiiderliclik»*tt der 
Gröi'Kei] lärMt, BenedETti eine groike Anzahl arbtotelifLcher Lehren 
van fast modernem ^tfindpunk^e aus bekämpfen nnd in der~ 
Bewegungslf'bre den Ünteracbipd itwisplipn "Ruhr und Bj.tw<*gnng 
aufbflliPTi, Kr t*»i>'tet damit anf streng mnUieTna tische in Wi'ge 
dfiH, wmt NifX}LAUFt Ci^^ANim mehr nngestrehj. aU erreicht lijiLt». 

^ So logt Ooirn» vciu Oaulej. MtUtr. t. F^^b. XV. S. Elfi- 
k<rinait hivr riAnitnillfrh di« ii«rt« Atjtv^lang Dttputationes dt quibv^dctn ptacU 



Bbkkdbtti: Die KonÜnmUt der Bewegung. 



15 



Ajustotblbb hatte gelelirt, dafa auf einer begrenzten ge- 
raden Linie eine kontinnierliche Bewegung unmögUch sei, 
weil der bewegte Punkt, wenn er am Ende anlangt und nun 
deDMlben Weg znrüekmacht, notwendig anhalten, also ein 
Augenblick der Kühe eintreten müsse. ^ Benedetti behauptet 
digflgen, daJfl eine kontiuiuerliche Bewegung auch auf der 
begrenzten Strecke in der That möglich sei und beweist died 
durch eine Betrachtung^ deren Methode von fnndamentaler 
Bedeutimg ist.* Er fingiert zu 
diwem Zwecke einen Kreis, auf 
Tfllchem ein Pnnkt Ä eich in 
kontinmerlicheni Umlanfe be- 
vc^(B-Fig.7) und nimmt anlser- 
lulb dieses Kreises einen festen 
fnnkt B an, den er mit dem 
ersten A dnrch einen am S 
drehbaren Strahl verbindet. Die 
beiden von B an den Kreis ge- 
togenen Tangenten BU und BN 
bezeichnen die beiden äofsersten 
IjLgen, welche der Strahl BÄ 
umehmen kann, während der 
Punkt A den Kreis (stets in dem- 
Bdben Drehnngssinne) durch- 
läuft. Es schneide nun eine be- 
Liebige Gerade den Strahl BV 
im Punkte C, B:S im Pnnkle B, 
80 wird der Strahl BA in jeder 
seiner Lagen auf der Strecke CI) einen Punkt T bestimmen' 
Geht der Pnnkt A auf der Kreisperipherie von U nach JV, ao 
bewegt üich Tmit veränderlicher Geschwindigkeit von C nach 
A and kehrt von D nEich C zurück, wenn A den Bogen von 
-Vnich f durchläuft^ Da nun der Punkt A sich ununterbrochen 
bevegt, so kann anch der Strahl BA und demnach der Pnnkt 
J U] keinem Punkte wirklich zur Hohe kommen- Die Bewe^ 
gmig des Punktes T entspricht, wie anch Besedetti andeutet^ 




FIff. 



< I h$p mta U m e ' i eta c. 23, p. 183. 




)flll 



der dchtsiubarra Beweguiig «iu«» tod d«r Erde iB) aus 
&«Leueu Plaueteu -l. 

E* ist offoül>ai". daia der riinkt T in der Lag* 6' od-sr D 
uur dann ah bewegt aage^eheu werden kanu. weuu man dift 
Bow^UDg Dioht als ciuo oxteiiitWo rirt^r^or, suTid^'m nU T(^Dd«nz 
£u «incr Aolchea aufVafvt. Denn ciii liiiinilicli üusgedclmtor 
Wog wird üi C od^r P mi;kt mehr xtiruc lege legt, Dimuoch 
tmter«cb*idot aich der Punkt T vou dem alß rulteiid deüuinriAD 
C iLod J); das, wodurch or sich antersch-üdet, i^t aber uor 
g^eboQ ah die ßoslimmUDg de? Punktes 2\ im uactt^ten 
Zi>itinomont emen riumlicb ujigcbbnrfln Weg s^urückxuJ^gen. 
Es htt ein durdiauti neucd und von der alten ffeünt^tmobva 
BetracbtungavreiBe alwticlieiide* Verfftlin?a des BewuJatMJn^ 
bfti dem Punkte T »war von der räumlichen Verdchi«bungt 
nicht abor von deujenigon ß^diu^Qgen zu abetrAhiorfiu, wölch« 
Jonen Punkt im Zusammenhange seinoE« gc5ot2lich4>u 
Verhalt onn deßni«ren, Dir^e bedingte AbätrahtionswciM 
h&ttcn wir dus Dcnkmittel df^v V Arri a biU tii t genannt. Bv 
»tihnint um von Wichtigkeit und der besonderen Belouung 
wert, dals Btinkdktti hier den Begriff eines konliniiier* 
liehen Gronaüborgange» anwendet, um den ücdankoa 
der Bewegung auch noch featzuha.Tt.eu, wo die Extcnvion der 
Bnhn aufhört. Wenn aber das Wesen der Beweguog, ih» 
innere Bedingung, noch denkbar, nnd Kvrar streng mathematidctl 
defininrbar iaL ala daa Qesctx d^r wtütt-reu Forteolzun^ d«f 
Bewegung, ^o muff« in ihr eine Realität Liegen, die sich nicb* 
verrät an dem sLirClckgelegten Wege und der dazu gebraucbt«0 
Zeit, sondom nur au der iuncrim Be^iehnng zwischfin beiden 
an der gi^gf^ns-i^iugni AbbftTigigk'^it von Weg und Z^il, welchtf 
auch dann noch heaf^ht, wenn beide extensiven Gri^isen 
Hobwindnud kitin K^wordon «ind, Gerade dit^ses Bei»piel 
<laher höchst instruktiv für die Eutstehmtg des Difi^erenzwl*- 
i^uotienben als einer gesetflichen Uesiehung zwischen extensiv«]L 
Qr^on, 'weJche auch beim Grensübergange, vro die Extcnnicu 
Tersohwindet, noch einen Wert behnlt BajfKPBTTifl Oo- 
dftnkengang liegt gtrnan anf dem Wi^e, welcher auf dec 
einen Seite snr wicia an ^rhafc^ liehen Begrüudung der Bewfi- 
gungalehre, auf der andren aiir Entdeckung der DÜfereuzialrech 
nuig mhrt. 



INf» i^rliefcenä« B^traohtunj;; imtorsocfat den Fall , m 
vikbem di^ O^Mliwindigkeit emee Punktes verMhviadet mtd 
diiucli di^ BowogQDgvUiiid«u bleibe; ^ ist fUr di^ toU- 
«iaiiig« It^grifllicha Änaly«^ ««niJi«b kompliziert, iber geiado 
tem gvii^güei, die Atifmorlcvamkoit 211 orwcokoQ. Der Ab* 
vnkfdfl der Bevegnn^, w^lcber bei d«r UmkftUr du Piirtktiw 
ftr lue AnBch&nntig eintnttT erl«ie!ii*rt die Erkf^natnift, d^Ctt 
btr «üi Q«g4n«ftts von ADf^^^chant^r B«wegiui|; und voo der 
m B«gTitTo ihre« (yt^atze» gndachten B^iwegnng vorlidf^. Ist 
dMcr tjnii>n#Glu«d zom BDwuftftff^m g^lcoram^nt to irt ^bunit 
«tuntf dalW uttoh un nn»olncii Momont« boi kontinuierlich er 
«mHictit-r Gttichvindi^kcit da« gicichu Vnfahr^m anw^^nHbor 
m. Dvnkvu wir an< «in^n gleicbin4&i|( b«w6f|t«ii Punkt in 
4B«k cinsttlnea UcmMntT so kann tina h3i?<rbei die Anachfintinii: 
i^ iBtfhr hdlfm, wi& boi jfinen Punkten d«r Umkehr der 
B«w<if;nDg, Ab^ ino dort im Augenblicke (1er Umkehr doch 
teücvocs d«r Port4t«itsciig der Botrogung im Bonkon feirtgehiLlten 
vtrd«, fto Icdnncn vir nun anch bei der Abstraktion vcn. «in^m 
iiiW«timmten&rome&tziirUckge]ef^«n endlichen W&ge gleichwohl 
nach daf Gesetz dee weiterhin in Ref^cbonor 2fdt zurück- 
t]ili^a.jf.n Weg««, d. h. d«n Grad dor Gesobwindigk^&it 
Ui Dcnkeo behal^n. Der fliej;eDde Pfeil, in ein^m PrmktQ 
Mbar Bahn gedacht, legt zwar ketoo mdliohe Stracka mehr 
nrtak, aber ei nnter^oboidot sioh vcn ainvm ruhendem Pfeil 
iutth clafl ihm «einom B^fgrifTo nach znkommtnde JUorkmol dor 
4l«adivindigktdL, das aZao auch noch bei unondlicb klein go- 
dacht«r Zeit tmd Su'ook« beefehön bleibt. 

Pen Zusammenhang der intensiven EigenaehafI mit dem 
Vnrvchwiniien der E^Oention entdeckt BfeffnninTi durch «m6 
ackarfeinniirc Methode dnr Projnktioii- Kr betrachtet die B»- 
Vf^img di>fi im Kreide amlaufendcTC Punkte« in loinor Projok- 
ütif (>tn«) ij<irude und wird »o %xi der Ein.'ticht gefflfart, 
Qrtaljiaten r[er urii)Tllngtiohen Figur auch in der Pro- 
tion erbaUon bleiben, obwohl gewisse Quautitfibea vcr- 
■L'bvind<»n. >lii: einem iDodemen Ansdniok würden wir ^gen: 
in*» Bahn dw Pni>kte« auf dvr Doppebtreoke CDC wird als 
•iaa tmendbob achmalo Kllipue unfgcfa^ Das Donkmittel der 
VarinlAtitüt bi hier in der Botrachtuns der OrensfUle wirkaam 
fpwcrrdtfti. Damit iü Mchon innerhalb der phoronomi^chen Be* 



18 



Rcvifrtm- Dn*a»dHc!bfl Bflvegu&f ond ßre^i«. 



traobliiuf: der ArlslotoIÄtnlio ITiit«r»ohied von gt^racUnilgfj' n 
krummliniger ßeweguDg ftufgebobeii. So «iniAcli uas gccoa- 
wfirtig BsMiliKriJs rrojektioQ er»:hcmt, «9 QtiiiMe «in CeiziM 
Oeist (iuco, uDi dicMo ßcwcgungun iintAr dnim gleichen O«- 
vicLtxpunkte sn selieQ und sogh^icli so gewahri^is, i^t^ uUjht 
dttr im Raum 1>e»ohn«Wa« W^, Aondem dio gMrijiltclm 
Art und Wt^ise, vi« der»eJW bt^cJiriebiui wird, daei UftG*- 
^Iwtidi? iitid Dt^iimmeDde iu d^r De«ri^iti]f^ IhL und tfs Auch 
d^iiß uocli bleibt^ wenn die UuLeraclilddo d«T Kxteuiuou var- 
Bchwindcn. Di^o llralingang (ür die Begrdciliuig olqm 
-wisMCUcli^fLlic^hrti Mirclianik /iifirnt matlirmAtixcti VUr «frlafiit 
EU faftbofli, m5<^Ltcn wir »U Verdimud ßs:ifii>scTTt» In Auspiiicli 
nehmen, 

BRtfKDBTTi wtTudeL djiiwjlbo ProjelcUonAmifthodtt aa, itv 
eboD&Ua im OegeiLa«(c na AtusroTCUBS »u x«ig«n, d&T« e« audi 
eine aneudliche koucinuierliche U^weguu^ auf «iiif*r eud- 
lichoD Onradmi geben hünn«. & denkt sich 211 dieMU 
Zwitckr di-n Ptitikt A (»- Fig, 8) nuf der tm* 
oudliolicii Ofinid^fi) i/^ bewegt und dMi 
StrftHl I7i4 dtirtih dnu rrciU>n Punkt 6* gelion. 
Ittt. HX iict\\rvi:hl ttuf BA und CX |)»rttJ1«I 
XU BA^ w) wird dtir Punkt. J^ vteXvihmx Atx 
Sirald C^ auf dor endliohea S4r«cke /fX be- 
stimmt., wenn A sich von TZ mich rscbta 
bewegt, sich dem Punkte Xohn» »u rubrtu ucn^iKgrtMi'jtt iiftbem, 
ihn Mber uiemal« «rreiolien. Wir hubnii hi«r ulTi^nbAT (?in ß«i 
npifd vuu ffiiiitfr inii ÜDtiudliche «bimluuend gedachten G^ 
Hrbwindigk*-itT subald mau üvu Putikt A mit gkichKnuiger 
Ufjichwiudigkeit bewegt denkt. Der Punki. X stellt tlnbel eöne 
Or^nxe dar. waleher sieh J ina beliebige nikbem kann und dia 
er, obwobV sie im EndUclten liegt, doch nifmaU au rrrrirlieis 
vermag. Dabei i^it diu Abnjihmn der GovchwiiidJgkait 
keine anb<;a*timnito und vrdlküriiclii-, sondern bei fi^gebonar 
Giwiihwindigki-ät toil A Hir j^«ii Punkt g«ouetnBcb d«fi* 
nieri^ 

Wiu DKNi&xm in seiner Untersuchung der pborononuscbnD 
Bewegung die tieue Epoclie der M<^cbniiik ipauguriert, indem 
er icur Dflra^hliuig di^r nt^wr^uiig im tijj<*i]d}iL'h klmriro Zuit- 
momeiit hmbiit^^t^ so erwoist er »ich auob in ni^icu^ auf den 




j 



GewalUame Bewegung. — Yü impreasa^ 19 

dynamisciien Teil seiner Bewegungslehre als ein iminittelbarer 
Vorgänger GtALILBIs.' 

Die Scheidung der Bewegungen in natürliche und gewalt- 
same durch Aribtotelbs bedingte die Frage, wodurch die ge- 
waltsame Bewegung sich zu erhalten vermöge. Sollte ein 
einheitlicher Bewegungsbegriff zustande kommen und jener 
Unterschied aufgehoben werden^ so mufste auch in der soge- 
nannten gewaltsamen Bewegung eine innere Bealität erkannt 
werden, welche die Erhaltung und Fortpflanzung derselben als 
eine derselben zukommende, charakterisierende Bestimmung, 
Jiicht als einen äufsem Zufall auffafste. 

Nach ÄBIBT0TELB8 kann eine nicht naturgemäfse Bewegung 
oicht länger bestehen, als ein Antrieb der Bewegung da ist; 
in jedem Augenblicke mula sie durch Berührung mit einem 
andren Bewegten unterhalten, d. h. neu erzeugt werden. Bei 
dem Fortachleudem eines Körpers kann die dauernde Geschwin- 
digkeit desselben nur dadurch erklärt werden, dafs man die 
Bolle des Bewegers, nachdem der erste Antrieb vorüber ist, 
dem Mittel zuerteilt, in welchem die Bewegung stattfindet. 
Loft und Wasser können dieser Ansicht nach die Bewegung 
eines geworfenen Körpers erhalten und fortpflanzen, weil ihre 
Teile nach und nach bewegt werden und daher imstande seien, 
den sie durchdringenden Körper von hinten fortzustofaen. Seit 
CusAHDS, insbesondere bei Cardano, tritt dann unter Beibehal- 
tang der aristotelischen Erklärung von der Erhaltong der ge^ 
waltsamen Bewegung durch das Mittel auch noch die Annahme, 
daJ^ es eine vis impresso gebe, welche beim Wurfe dem ge- 
schlenderten Körper mitgeteilt wird und über den Augen- 
blick des Anstofses hinaus einige Zeit dem geworfenen 
Körper innewohnt. Indem sie ihn weiter treibt, nimmt sie 
jedüch allmählich ab, ähnlich wie ein glühender Körper all- 
mählich erkaltet; je stärker derselbe erhitzt war, desto 
länger bleibt er warm; so wirkt auch die mitgeteilte Kraft 
um so länger, je heftiger der Antrieb war. AVenn die beim 
Anstofa eingeprägte Kraft sich verloren hat, fällt der Körper 



■ Di» hat In vorzüglichster Weise E. Woblwili. nacb^wieBeD, {Behar- 
mfftff. a. 25-31). 

2* 



20 BifyEDBTTi: Die ImpetuoEdtät der Sewegun^. 

ZU Boden- Auch Telesio und Beuno sind Anhänger dieser 
Theorie von der vis impresso}. 

Bewedetti gibt der Lehre von der eingeprägten Bewegung 
eine tiefere Bedeutung. Er beweist zunächst, dafa die aristo- 
teÜBChe Erklärung von der Fortpflanzung der Bewegung durch 
das Mittel nicht haltbar sei, da die verdrängten Teile der Lufb 
dem bewegten Körper keinen neuen Anstofs erteilen köunen. 
Vielmehr tritt hinter dem Körper eine Verdünnung der Luft 
ein, welche im Gegenteil ein Bückwärtaziehen des Körpers be* 
wirken mdTste.* Es hängt dies mit der klaren Einsicht zusammen, 
welche BENEnsTTi in Bezug auf den Widerstand des Mittels 
besafs; infolgedessen lehrte er im Oegensatz zu ABisroreLSS, 
dafs eine Bewegung durch das Leere in der That möglich sei,^ 
und wufste die bei der Verdünnung der Luft auftretenden Er- 
scheinungen — die er auf Wärmewirkungen zurückführte — 
zur Erklärung der Saugerscheinungen zu verwerten- 

Die Geschwindigkeit des bewegten Körpers^ nachdem der- 
selbe vom bewegenden getrennt ist^ fuhrt er zurück auf eine 
gewisse natürliche Impression infolge des von letzterem erhal- 
tenen Antriebs.* Unter diesem Antrieb aber versteht Bbnbdettt 
nichts wie seine Vorgänger, eine der Bewegung des Körpers 
"fremde Eigenschaft, sonderu jene Impetnosität ist recht eigent- 
lich das wahre Wesen der Bewegung^ ein innerer Trieb des 
bewegten Körpers, der allerdings von Körper zu Körper mit- 
geteilt wird, aber den Charakter der Selbständigkeit trägt. 
Die impeiiiositas der Bewegung vermag daher als ein fortwäh- 
render innerer Antrieb auf die Bewegung beschleunigend zu 
wirken. Je länger die Bewegung dauert, lim so heftiger wird 
dieser Antrieb, was insbesondere au der rotierenden Bewegung 
erläutert wird, wobei Benbüktti annimmt, dais der Antrieb 
mit der Zahl der Umläufe wächst, und richtig das Bestreben 



^ W0BX.WILL. fl. n. 0. S. 2i> 25. Vgl. auch Täschneb, Etn^es aus dfm 
Gebiete der Dynamik.^ Prog. d. Ojmn. z. St. Haris' Magdalena, Breslau 16T5. 
S. 5. Über Goiii^f:trs b. I S. 4&8. 

' Dispittaliones etc. c. 24. p. 184, 

* A. ft. 0. c- 9. 10. p. 174. c, la p. 179. 

* A. a 0. , . . velocitas oritur a qnadam natural] Jmpre&aiofie ex impeta- 
0«itAtfl recepta a dicto mobiEii quae impresno et impetaoaitaa in moÜbuA rectia 
naturnlibufl continuo cretdt, cam perpetuo in se causam moTcntem . . , habeat^ 



Bencdetti: Du Auwochaen d« nrneren Antriel«. 21 

des gescHldaderten Körpers erkennt, in der Richtung der 
Taogente fortzuiüegeo.' Auch beim uatürlichen Fall der Kör- 
per anoht Brnbdktti das Anwachsen der Geschwindigkeit in 
der blofsen Ändauer der BeweguagT wodurch der Antrieb 
selbst fortwährend zunimmt. Er bemerkt daher: „Abistotelb» 
hätt« {de coelo I, 8) nicht sagen sollen^ dafe der Körper um ao 
aclmeller sei, je näher er seinem Ziele kommt^ sondern vielmehr 
UQ 80 schneller, je weiter er sich vom Ausgangspunkte ent- 
fernt, weil die Impression immer in dem Verhältnis gröfser 
virdf je mehr der Körper sich naturgemäfs bewegt, und er 
bestlndig ueuen Antrieb empiUngt, da er in sich die Ursache 
der Bewegung enthält,"* 

Indem BsNEbsm sowohl in der sogenannten gewaltsamen 
Botationsbewegung ab in der sogenannten natürlichen Fall- 
bftveguDg eine Steigerung der Geschwindigkeit infolge des 
im Weaen der Bewegung selbst liegenden Antriebs annimmt, 
bat er streng genommen bereits den von Abistoteles zwischen 
beiden aufgerichteten Gegensatz aufgehoben. Jede Bewegung 
besitzt nach Bekkobtt^t eine innere Realität, nämlich die Ten- 
denE der Fortsetztingj welche wie ein fortdauernder Impuls 
Tirkt und eine Beschleunigung zur Folge hat. Hätte Bbkedbtti 
diesen Gedanken systematisch durchgeführt, so hätte er jede an- 
daaemde Bewegung für eine beschleunigte erachten müssen; wo 
eine Beschleunigung thatsächlich nicht auftritt, wäre dann diese 
Aufhebung des Anwachsens der Geschwindigkeit, nicht umge- 
kehrt ihre Erhaltung, zu erklären gewesen. In der That hält 
es Benbdetti für notwendig, einen Grund dafür anzugeben^ 
dafs die sogenannte gewaltsame Kreisbewegung, wenn sie ein- 
mal eingeleitet ist, nicht immer dauert, weil nämlich die Nei- 
gung der rotierenden Teile in gerader Linie fortzugehen die 
Rotation hemme- Es wäre nun freilich eine so vollständige 
Umkehmng aller historisch vermittelten Bewegungsbegriffe ge- 
wesen, die beschleunigte Bewegung als die natürliche Grund- 
form aller Bewegung anzusehen und aus ihr die abweichenden 
Fälle herzuleiten, dafs wir eine konsequente Durchführung dieses 
Gedankens nicht erwarten dürfen. Es ist daher nicht zu ver- 
wundern, dafs Bbnedetti in die Anschauungsweise zurückfällt^ 



* De wuduM. c. n. p. 160. — ' Di^ut p. Ift*. Wohlwill a. t. 0. S, 26. 



waicbe den niicg«toiIt«]i BovegungBimtncb aIs alimiUIich «b- 
D^hmcnd Wtracht^t.* Die» hindert jnJoch iiiobl, dio Bcdea- 
ttmg onxiUfrkuinfrQ» velcbo Bene^kt?! für di<i Ctngt^^Altang 
de« DeweKu»g«bi}griir« l>e«jtt£t. Oc?)f«*aDl>ftr den atitkroporaor* 
|i1ii»cben VorsU^llungea tmd Bildern, deren »ioh TAKTAiatu ntid 
TßLBsif* xur KrklJinmg der Bew^bleunigaug bwieuteu/ «leht 
BK^Kt)eT7lfa .\iiDnbni4^ eiva^v 8lcig«nt&g d(*r Ocachwiudigkait 
durch dio Audwicr de» inncm ßowcgnag»mpuUoe «In triii G«- 
duikc Tou vriRi^nncliitftliGheir, W^rt«? tind om wichtiger Port- 
ecbriU ili?r dj'iiamistcbi^n VondelliiugNu-cini-v Die ßpircgunK 
bvsibxt dAdurcb Diteusiviut Oti Cbarakler der Brwogiiiig im 
«ulzcbien UomoDt ivl nicbt mebr Uols abbfini^ijf vou der B&hu 
Atta beirogt«D Körper«» Mtnd<<rn von d<ir Art und AVeise, wie 
der B(*wegnngȣiutjmd des K^rpciD imgewnch^eti ifti; und die 
BcwegoDg ifh mohi mrbr blofe* da» Produkt rstimv^rvc bieben der 
Fakiren, sioiidoTii sie bat den Werl <iner £t<^1b»tAn<Jigeti Alt 
doH Smiutr eiun QualitäU eine iauere Geaetdicbkt^ii ibrf?n Ver- 
lanr«. 

Indi-m BsNSDicrn eomii »owobl die KontiimiUlt der verecbie- 
dmii-ii Btiveguiigwriwi gelehrt als auch i^e^eigi linUe, d&& Be- 
lEAbliTimigmig aU c^ine den Charakter der Bewegung ansBiaohende 
SigHUt<i:lan aufgefefs* werden kdnnc, hatte er dii^ Begriffe vor- 
bcinrjt^ Ci\r we!<-be (JALlLir die mintniinetiiiiahlirfnendo Fonnel 
fand. Wir dürfen ihn daher unler deuten nennen, welch« die 
•pffteren Forlj<cibritte drr kf>rpti!ikuUrtb»orrtinchen Pbyaik eir- 
tnAglichteii, wenn aui^b bei ibrxi aelbat eine atoroistb^cbe AnlTaa«- 
song der UaU^riu nirbt £U koufitalieren t^L Do<;b wirkt« er nicht 
nur in der Bewegangvlelu«, sondern »ach in der Physik eelbat, 
WIM Eura Teil ecbon angedeiitet wnrdo, a1« ein «charf«innig«r 
Kritiker de* ÄaifTeTKLia. AJw KinEi^beitf^n m^gnn in dicAfiT 
Hinsieht KrwAhnnng finden, dafit i*r daji Bifeablagmi der Oliver 
rieblig aU Kotidi-uMiliijiu nicht abt DurchvobwitfeiL df^WüABera 
anfTnrKt,' iUf' arifitol*li*<:hp Lehre vom (IravitiönTH drr Körper 
nbanxu wie die lluvertoderUchkeit dea HinuneU ond die Vik^ 
möglirbkidt luelirerer Welten auzweifelt.' die Bewegnng dea 
LiuliLet* durch da& Vacuum fflr mögbcb erklAtL und nachweaet. 



' A< a. 0. fL W. - * Woiavnx «. a. 0. 6. »7 — * Bin»'^ P 1^- 

• A. ». o. p. las, 1«, m 



[ 



Simon Stktjn. 23 

(ki^ Pyramiden nicht geei^et srnd^ den Kaum lückenloe z\x 
erföllen,* In letzterem Falle lielsen Pyrainiden — es sind 
offenbar reguläre Tetraeder gemeint — sogar mehr Vacuum 
üling, alfi sie Baum erfüllen; auch sei die Pyramide stabiler 
als der Würfel, wie überhaupt ein Körper um so stabiler sei, 
je weniger Flächen er habe; darum hätten die Alten uicht 
gut gethan, den Würfel als Gnmdgeatalt des Erdelements zu 
cfklären- 

Auch der wertvollen Arbeiten des Begründers der neuem 
Hydrostatik, Snios Steviüs (1548—1620) muis hier gedacht 
Verden, nicht nur, weil er im Anschluis an Aechihbdbs die 
Amtoteliflche Lehre aufhob, dafs das Wasser proprio loeo nicht 
gravitiere^ sondern auch, weil seine Bestimmnug des Seiten- 
dracks auf einer Anwendung der Grenzmethode beruht, und 
veil der Begriff des Drucks einer Flüssigkeit überhaupt den 
Gedanken einschliefst, dais es sich dabei um ein Streban 
nach Bewegung handelt, dafs also auch bei einer thaUachlichen 
Eemmung der ramnlichen Bewegung ein meisbarer dynamischer 
Effekt auftreten kann. Hierauf gründete sich die ^uchtbara 
Voi^ellung einer virtuellen Bewegung^ 

4_ Qalileii Bewegnngilehre. 

Die Motive im EntwickelungBgang der Hechanik und der 
innere Fortschritt in der Geistesarbeit Galileis gehören in die 
Geschichte der Bewegungslehre; wir haben uns darauf zu 
beschranken, ihre Ergebnisse zu benutzen und das Facit dessen 
n ziehen, was der Genius des groiseu Pisaners der mensch^ 
hchen Erkenntnis schenkt«. Und das ist nichts Genngeren als 
das Mtnel. Empfindung zu objektiviere ii. so dafs Natur- 
«issenschait möglich wnrde als Wissenschaft von der EmpfiDdubg,* 

Der B«tionalismas hatte keinen Platz tür die Empfindung 
unter den konstitutiven Faktoren der Wirklichkeit, uijd doch 
sah schon Azj.^'JIelr.- ein. daj£ die Wahrnehmung eine nj«;ht 
rc verleugnende H^alit^t besaise. Er ver^fuctw: ditselbe aTjf 
den Begriff des EUnzeldiiigeG za gründen, aber die ^ubstai-zialiUit 
haf;«t am Allgemeinem Nur die Beschäftigur^ iri*. den 



» 



Pbocmmifie «dd 



er&kntnictmäljngcn Vorfinderunguo <\vt Diugu koutiU; Sm 
BrQok« Kwis<>li6ii dur uuiüichiMt Wahniübumiig uuU dorn B«j:;T^<i 
schlagen. Von d^vii Vorinderung&ii der Piupfc* aber ist die 
rfeumlicbd B«vegcuifi diejenige, velcho mit dor Kosisti-iJrtion d«r 
Bi^ffa dttroh das rationale KUtment dm- Maihenutik mm 
aiobtUohwton antftunmanli&Dgt. S<t Ungo jr^illeh d»bci nur di« 
phorcndniitfobo Bewegung In Betracht kornntt d. b, dii^enigoii 
Ortav«rüaoi;rQi]geii, wolcbo licb lediglich im Gecüchtafoldo ab* 
dpielen, tritr. di>r EiapBiiduDfitBeharuktcr dor 3ewcf[une uicbt 
hervor. Die BaumvoT^Uunfi Jat mit dem GestehUaiun ^ eng 
vetluifbot, daTe i>lordd Lageverechiebuiifien u'Ie die FiK^ir>en d«r 
GeomeCric f^d&cht werden hinnen, ohne dalä die Bcteüiguue 
der sinnlichen Empfindung aufftUt. Ja, in deu Üobildon der 
rciDon Anffehntinng haben vir in der Thet ein von der nnn- 
Uehoii Empfindung gcl^tos Oobiot vor uns, in wokhein let^toro 
nur no«h lis eine 5>sfo ho logische Bodin^ug dt»* uruprüugUcbütt 
Entetdiung, nicht aber uU Faktor d<ir konstruier enden £o- 
handlang enLbaJti^n i«rt. DaLvr fTiUrt die Phoronomie eu keiner 
Objektivierung der Gc^ohtevtapliudimR. Nieiii die ^>ettelJ« 
Form, welche die Empfindunj^ im optischen Apparat dee Angoe 
errcicbt. aoadern die in der Hu^kdempfindung zum Ausdruck 
kcmmende eioaUche Thateaehe der Anetrengung oder Arbeit»- 
tektuDg wurde dosMitteJ, die begrifflich dantellbaron Bewegung«- 
Torg&bge mit der Empfindung in Bc-jäcbuog z\i «ctzon. 

Bbsibdctti hatte in der Hewc$:nng d^n d^iiainischen Clifr« 
rakter, dnei aber die Logcvrnfcbiebung Uin4uaf;ehendtv bereit« 
erkannt. Galilbi fu&t^ unmittelbar auf ihm, ab er denScliritti 
tbat, welcher ihn von dem Vorplatz in doA Thor dor neuen 
Wi«Mn«ohaft trag, indem er dic-^cd Inton?iive der Bewegung 
erkannte oinersoite aJ« mU der Sinnlichkeit susammonbAngcad 
durch die Andraugscmpändung, andrerseits aU durch matbft- 
matischo OrdCion bc^fflioh tu ßgticren im „Moment dot- 
Bewegung^/ 

* Ubvr «Ua Bf^rid^ doi Ucmmta ued dio BodoDtuog dtt «neDdli«a klnace 
Z«U«l4at«iji> Um Gaui^ ud belebniHl ood im Fatgt^dva ndirfM beniLlsL 
di» bc1r«tfHidwi äUUea bei Driiu^c, (Unh, 4. VmA. S. 17 E, b<M $ ^-31 
Oomam. Mmt, B. 4<— fil. Im Üliriirvc iil tu i«r|ci"ir1ifii NAti^u-, ÖittOtt uJi 
fAilo^ofA, Ja*^F. JTMaUlb/?« XVUl, S IW-ifiD, Wovi.wtu^ ^rA«rr«^ir«>*t^ 
Dte Werk« Oai^lou ««eilen dtkvt tmek dv AucüIjo Puloia IT44 



3 



r 



Oaulei: AuBgftDgHpuukt von der SinnLichkeit. H viomcHlo. 25 



DieWncbt dee fallenden Körpera, welche sich als d^Tiamieche 
Wirkimg bemerkbar macht, indem sie gröfseren oder geringereu 
Widerstand überwindet» erläutert Galtlei durch eine aus der 
Sümlichkeit entnommene Beschreibimg- Er gebraucht zur 
Bweichnnng dieser Eigenschaft, deren Ursache er dahingeatellt 
sein täfflt, das Wort Timpeto j entsprechend der impetuositas 
Bebedbttis- Dabei sucht er nach weiterer Verdeutlichung durch 
föne Häufung beschreibender Ausdrücke: die Eigenschaft (virtü) 
die Kraft (forza), die Wirksamkeit (efficacia), mit welcher der 
Motor bewegt, das Bewegte widersteht/ das Streben nach 
abvärts {la propensione di andare al basso),* der Antrieb nach 
unten (impeto di andare al basso), die Fähigkeit (il talento), 
die Energie (Fenergia).^ Diese Intensität der Bewegung ist in 
der sinnlichen Erfahrung gegeben. Sie ist eine Quahtät, eine 
Eigenschaft des Seienden, wodurch wir mit der Eörperwelt 
als sinnliche Wesen in Verbindung stehen. Von dieser 
empirischen Gegebenheit ging Galilei aus. Sein Ziel aber war, 
du, was die Erfahrung als eine nach Graden abschätzbare 
Empfindung, als eine intensive Gröfse darbot, aus dem sub^ 
jektiven Erlebnis herauszulösen und mit den mathamatbch aus- 
drückbaren Baum- und Zeitgröfsen in Verbindung zu setzen; 
d. b. er suchte und fand den begrifflichen Ausdruck für die 
objektive Kmpfindungf welche das psychologische Zeichen der 
Veränderungen in der Körper weit ist. Diesen mechanischen 
Begriff, welchen er entdeckte, nannte er das Moment der 
Bewegung,* Er erkannt© nämlich, dafs der Antrieb, welcher 
in der Ändrangsempfindung wahrgenommen wird, begrifflich 
infmlösen ist als eine Funktion verschiedener Gröfsen, dafs er 
nicht blofa abhängig ist von dem Gewicht, sondern von der 
ganzen Art und Weise, in welcher die Bewegung vor sich geht; 
er erkannte in dem Moment die charakteristische Realität der 
Bewegung, welche den bewegten Körper vom ruhenden unter- 
scheidet- Das Neue seiner Bewegungslehre bestand darin, dafs 
«r die Abhängigkeit des Moments von der Geschwindigkeit 
lufdeckte. 



" C*p- 1 P- 191- - ' Op. I, 565, - * Op. Hl, 103, 101. 
* A. •- O, : il momento o Ia propensione tl molo, ü momento dfll 
dBCcadcTC 



2^ Galilei : Die UeeBiing dea HomeitU. 

Ging auch seine ältere Definition von den Lagebeziehungen 

der Gewichte beim Hebel in ^Rücksicht anf den UnterstützungS' 
punkt aus, so galt ihm gleichwohl hier bereits das Moment als 
die Keigung zum Sinken; es lag also schon der Begriff der 
Geschwindigkeit, wenn auch im virtuellen Sinne, darin. ^ Und 
gerade diese AufTasaung führte ihn von der statischen zur 
dynamischen Bedeutung des Moments. „Moment bedeutet bei 
den Mechanikern jene Eigenschaft, jene Kraft, jene Wirksamkeit^ 
mit welcher der Motor bewegt und der bewegte Körper wider- 
steht, welche Kraft nicht allein von dem einfachen Gewicht 
abhängt, sondern von der verschiedenen Neigung der Bahn, 
auf welcher die Bewegung vor sich geht; denn ein Gewicht, 
daa auf einer sehr abschüssigen Fläche sich abwärts bewegt, 
bewirkt einen atärkeren Andrang, als auf einer weniger 
geneigten; und was schliefslich auch die Ursache jener Eigen- 
schaft sei, so behält sie auf alle Fälle die BezeichnuDg Moment, 
Auch scheint mir nicht, dafs dieser Sinn neu ist in unserer 
Sprache; denn wenn ich nicht irre, scheint es mir, dafs wir 
ziemlich häufig sagen: Das ist eine wichtige Sache, aber die 
andere ist von geringem Moment ^ , , -, eine Metaphorie, die 
ich als aus der Mechanik entlehnt erachte."' 

Die Vollendung seiner Entdeckung wurde nun dadurch 
vollzogen, dafs Gaulbi mathematische Beziehungen auffand 
zwischen dem, was er Moment nannte» und dem bekannten 
Begriff der Geschwindigkeit. 

Die beiden Prinzipe, durch welche er den BegriflF des Mo- 
ments der quantitativen Messung zugänglich machte, setzen fest; 

1. Gleiche absolute Gewichte haben bei gleicher Gescb windig - 

^ Op. 1 p. 055. „Momento ^ La propeutJoue di audare al bosau. cagiuData 
Don tanto dalU gravitä de! mobile^ quanto della disposizione, che abbiano tra 
di loro diversi corpi gravi, mediante U qcial momento si ved«rA molte votte ua 
corpo men grave contrappesare un altro di maggior graviti, conie nella atadara 
Bi vede un picciolo contrappeao alzare un altro peeo grandiBsimo» non per 
eccesao di gravitA, ma b^ne per 1b lontananza dal panto, dove vien sOBtenata 
la atadera^ 1^ qaale congiunta colla graviti del minor peso gU aggiunge 
momento, e impeto di undare al baaso^ col qnale puö eccedere il momento 
deU'allro maggior grave, t^ dunque tt momonto quell' impeto dt andare al 
liaaao, oomposto di grnritäf pmilionc, e altro, dal che poBsa eta^tv tal pro- 
pennone cagionata." 

' A, a. 0- I. p. 191. 



Gaulu: Homent and GeHchwindigheif, 27 

k»t gleiche Momente;' und 2,, bei nngleichen Geschwindigkeiten 
verluüt^n sich die Moment© gleicher Gewichte wie ihre Ge- 
schwindigkeiten. * 

Nennen wir K das Moment der Bewegung , v die Ge- 
schwindigkeit des Körpers, ao liefern diese Prinzipien die 
Glnchnug K ^ C . v, woiiei C eine Konstante bezeichnet, deren 
Bedeutung noch nicht aufgeklärt ist; sie enthält die Voraus- 
Mtmng» dafa für denselben Körper unter allen Umständen das 
Terbälttiis K : v eine konstante Qröfse (C) ist. Dadurch ist der 
Anfang gemacht, aus den verschiedenen Wirkungen , welche 
ein Edrper bei verschiedenen Geschwindigkeiten ausübt^ den- 
jemgen Faktor auszusondern und als eine Gröfse mit andern 
Grofsen in Beziehung zu setzen, der die dynamische Wirkung 
des Körpers neben der Geschwindigkeit charakterisiert. Die 
Geschwindigkeiten wechseln: damit wechseln auch die Wirkungen 
der Körper; aber es gelingt, die Anteile abzusondern, welche 
einerseits der Natur des Körpers, andrerseits der Natur der 
Bewegung zukommen. i)eT klare Begriff der Masse , den wir 
ils das konstante Verhältnis des Gewichts zur Beschleunigung 
'F:ff\ definieren, ist zwar noch nicht gewonnen, aber der Weg 
dazu ist eröffnet- Die subjektive Empfindnngsthatsache, dale 
derselbe Körper bei verschiedenen Geschwindigkeiten ver- 
schiedene Grade des Andrang;» besitzt, ist in die quantitative 
Beziehung aufgelöst, da& in der Wirkung eine physische 
Healität enthalten ist. welche sich zerlegen laf^t in die durch 
Baum und Zeit strecken definierte Geschwindigkeit und eine 
dem Körper als solchem zukommende Eigenschaft. 

Das bisher vom Moment Gesagte setzt den Begriff der 
Be«chleimigung nicht notwendig voraus, es gilt vielmehr auch 
von der gleichförmigen Bewegung mit konstanter Geschwindig- 
keit, wobei die konstante Geschwindigkeit definiert ist durch 
den Satz . dafa in beliebigen gleichen Zeiten gleiche Wege 
lorückgelegt werden,' Aber es liegt darin bereits die Erfassung 
der Bewegung im unendlich kleinen Zeitteilchen. Denn die 
Wirkungflgröfse wurde keine bestimmte sein, wenn eine endlicher 
und demnach noch besonders zu bestimmende Zeitdauer in 
ihrem Begriffe eingeschlossen wäre. Nur diese Beziehung auf 



» Op- I p. ISl — ' Op. I. p. 192 — = C5» IIL p- S^. 



■s» 



Oaliuti Die ßtvtrjfim; iiq imendüchklrlnen Zett(«iIdivQ- 



liftd uueadlicL kleine Zoitteilcleu «rmögUcht GalilbIp nein 
B&vegiiugsmomotit ^ allgemein «1? Mai« d<^r Wirkung auf- 

Ka Ut nänilicJi [kr Begriff ded Mumtutä ao d^üuiert, dals 
6r dowold für die Statik als fiir die D^iinimk geUt>n bftim; iq 
ereterom Falle bandelt es eich nur \ua dio Ncignng* da» Br* 
strobeu, die Tcndons binnbxug^ou; im swoiton FaUo um eine 
tliitt*üchlich ansgcführtc Büwegung, eine Wirkung d*?r Kmft: 
Ln ernten PuIIp ist die Güffcbwiudigkeit virtuell, im sxvuiteu 
aktuell« Das Komunt ist «die Kraft, mit welcher das 13ewegeodc 
bowogt, daa Bewegte widersteht." Dioae Art der Aufl'asauog 
ist der weseiitJLclic FortHSchritt, den (iALIle: von der tStatik aar 
X>yuaiiuk mtLcht. Er «(teilt das Moment ver als t^twoß, dus in 
der Bewegung wurzelt und suglelok Bewegung lii^rvorbnogan 
kajiD, zugleich aU IVndens und ftla Actus, aber nicht mehr in 
der unbestimmten Weiac dee AwaroiKLai ab emon Übergang 
von Dvnamia zu Energeia, sondern m emer Form, welche für 
d&,4 Mafi^ di.-r Bew<ign.ng ilensf^lbcn matheinatiächen Anadnick 
geetattct, gleichviel, ob aul' den bötra<3hteti-u Zeitpunkt rine 
Bevreguug erfolgt odor niobt Die motaphysiscUe ist duruh die 
QUtheniaUficb-mec-haniäcbe Vorstellungsweiae abgelöst und dae 
anatoteü«cbe Prinaip des Geachehona in der Wii'klichkeit orflet2i 
durch em ncTUo« Prinnp, wcnneb nlle Veränderung daräteUbai- 
wird €.]» rÄumliche Bewegung, die den im Moment mcLsbaron 
Charakter di\H Intcusivcn iriljzt. Dals aber Oalilet diei^en 
Schritt ihün konnte, liegt, wie bemerkt, in der Einfühnuig dfts 
unendlich kleinon Zeitmomentd; iu diesem kommt die Bewegung 
aoECflagan £um stehen, Statik und Dyn&mik grousen aneinander: 
die „mdgliobc'* Bcwognng verliert ibre Unbi^slimmtheit. 9i& ist 
jetst LD der virtuellen LreBchwindigkeit mathematisch definierte 
die ^aktuelle^ Bewegung verliert ihre Unert'ttl'üUebkelti si^ ist 
im BogriÖ' des Moments gebannt an t>inen bestimmten Zeit* 
punkt, «0 doTd Tersoliiodouo Bowcgungasustiindc für das^elbo 
Zcittoilebcn vcrgleiehbar werden- Dos ist die neue Form d« 
Abätraktion^ welche den BegriÜ' des Bewegungsmomante liefert; 
Die Extondon l^Ut fort, aber die Intenaiou bleibt beatchen; 
sie gewinnt ihren Sinn im ^eitelement. 

Bereit« in Galileis Deßnition der gleiehförmigeu Beweg;ui]g 
(mit koudtanter Geschwindigkeit) tritt seine Einriebt hervor, 



Gai,ii.mi: Die Bewegung im nneDdlichkleineti Zettteilcbeo, 29 

dftTe der Begriff der Bewegung nur mit Hilfe des tmendlich 
klein gedachteu Zeitteilcliens streng zu formnüereTi ist. Damm 
sagt er in der Ajunerkrmg dazu: ^Es schien notwendig, der 
alten Definition (welche die Bewegung einfach dann gleick- 
tonnig nennt, wenn in gleicKen Zeiten gleiche Hdnme zurück- 
gelegt werden) das Wort ,,m beliebigen^ (quibnscunque) 
binzuzuf^en. d. h, in allen (möglichen) Zeiten. Denn es kann 
imt^ Umständen ein bewegter Körper in gewissen gleichen 
Zeiten gleiche Bäume zurücklegen, wlbhrend trotzdem die in 
türteren Teilen jener Zeitabschnitte zurückgelegten Wege 
ungleich sind trotz der Gleichheit der Zeiten. '^^ 

Dieses ,.in beliebigeD"^ heüst nichts anderes als ^in beliebig 
kl«in gedachten Zeiten" , und das ^in allen Zeiten*^ nichts 
anderes als ^in jedem Zeitmoment". Im stetigen Zusammen- 
hange der Zeit ist eine för jede Zeit geltende Festsetzung nur 
zu machen f^ den einzelnen Zeitmomeut . wenn sie eine 
mögHche Terändernng im Verlaufe der Zeit ausschlieisen soll. 
Geschwindigkeit irt eine Eigenschaft des bewegten Körpers, 
die durch das Verhältnis des Baumes und der Zeit gemessen 
wild: soll sie aber unabhängig sein von der Dauer der in 
Betracht gezogenen Zeit, soll sie den Charakter der Bewegung 
bezeichnen, so muis sie auch noch bestehen bleiben und gerade 
dann et?t rem hervortreten, wenn die Extension der Zeit rer- 
fchwindet. wenn, um modern zu reden, nicht $ an /, sondern 
^ Ma dt gemessen wird. Ist die KoG?tai:z der Geschwindigkeit 
feststehend, so genügt die änisere. sinnliche Wahrnehmung 
Reicher Wege . die in gleichen Zeiten, z. B^ pro Sekunde 
■hrchlaofen werden: soll aber der Begriff der Geschwindigkeit 
in der Definition festgestellt werden, so tritt das rationale 
Qemei^t an Stelle des HnnücLen : i:;an kann nicht mehr 
konstaderen . ob nicht in kürzeren als d^n waLmehmbaren 
Zi^tabschnitcen sich im Besuliate ausgleichende Ge^chwindig- 
kets-Differetzen ereignet haben. Hier erforder: die MfSgli'jhkeit 
strenger Definition das HerausfrreifeE. d*^ Z^i-moment» : in 
;«eT- auch noch *o kleiner. Zei*. milf t-o-^L ^in Verhältnis des 
iTirückgelegten WegteHchens z^r Ze:: de:;kbar sein: di« 
VtualitÄi -Geschwindigkeit" wird ciit der -Q:ia::titä:* der Zeit 



' ^ a. «i. C^. HL p. ?e 



ftO 



ÜALiui: Dit bracUHjiift« Ekwctnuif. 




nicht «nfgohoboTi» FonHem bleibt &U diu dort Vrrlatif der B«- 
w4Tf^n£ Ciiur*lttcriEHcr(mdo boiitoliou^ DicuA t^rkoimUu« uu 
l^ewinntjn lif*i/«l mit <li>m OoukmiUiil der YanubüiUll arbciiloa, 
Pas ZorOckgoheD «uf da« uaeudlicb U«üio ü^itcoilchcn &t- 
mögjioht« GAUUfi dio bo^iiflioh« BrfAHUDg df« iDlons]\*x(ii in 
dor Bowognng nod die Übon^inciaitg de* doaUncbei; l^invorft 
gfigtu dio Uilglichkcic dor VciiuidcruDg; uuob no«h im Zclt- 
momcat bleibt dii> Tendoo«.' Dio voll« Oowoli dee Oddauk^na 
ftber ttitt erst zu Ta^« iu d«>r mtumobir mO^ltcb verdeodMi 
I>»rat«Uuog der beechUanigten Bewegnug, 

qGloicbmAfj^ig oder «id förmig bvschloutiigto ß«vogung 
nonnct iob diojiTni^, volclio, von <Iot Riib«» uuiigobeiid , in 
j^loicbon Zoltou gl«»i:)io Moment« der Gftfi^hwindigkeät Uumuf^kgt.'* 

D^r Dial4>g erklärt im A&»ohlQis fto diese Deäaiuon, da£a 
bierb« in k^iuer endhcli^a Zt>it, anch uicLt in derkldiust^n, 
d. b- nur is dv^ unendlich kleinnii Z<ittr-ilcb«& , di^ G«»- 
cell wind igkoit unvt»ind<rrt Uloibo. Sio wikuh«t kontiuui^rUoh 
dur«h a)lB m5g:lic1]on Grudo. Danu aWr gio1>t «« keinen 
oudlicIiaD Wb^, de^^än tbaUfiobUche Zurackl^^uDg in gegebener 
Zeit <ti& G«8chi»indigkm nk^^Been kOnDld^ fioaderti es tnnfa in 
Qeciank&Q, d h. im Begriffe, ein We;; ft6tf;e«^t<t werden, 
den dnr K6r]>er nater Vorftuivetsning weiterer gt^icbförmigor 
Bitvregnng m der ZviieinLeit voUondea wUrda. Ke wircl dvm- 
Q&ch eine Geaehwiudigkeit geNftUit und in Godaukoa feaU 
gehahen, velobe nur lu eineiD Zeitpuuktu b<«t«]iL. Daduroh 
i«t mit HiJf» des ÜD^ndiichkleüieii im Flusse des Kontinumna 
otn 1>iu£timmL4ir lubalt gevrouu^n. Die Kluft swisoben dem 
Niobt-Sein und dem Sein der Bifwegting i*t uberbEMckt. indem 
dle«e als wer den d^ aU auk utiojidlich kleinen Inki^meuten 
anwaclifieud gedacht wird. 

SAuatDO macht einen Einwand, welcher auc jauer Auf- 
fac«uDg des Kontinuuma herroongebtt die noch nicht unter dem 



' & iit ftfrichtJüh, «t« dioAc .^CfuHTiaa au dirjrn^' BoKiiini» von d«r 
Kaatiocilll drr BewnC°'>X Am Durcii^uig dank die fiahn «ikufipfL limLii 
li«l N^D ia ariawi &4bcvl«o MuiUlclipUe di9i 9^4*4 vcHvtdigl, iloCi e* im 
Pttaklc «Ur Ilt'flfiKm kdiie RuImt ifedc und «kL znni !!(>««>» U- tt ciiwr b^cM 
iottTMiarUu Ai^wiraduiiir tli« B^i.Tifl^ dvr KoUtiviUt irr tIfTW|pibK hvriiMA, 
dc& hter cft rr^trudiirnntu klirr tlnr Kun; Mit. H J'cuHri nrrUH in^'li t^ 
ß^iitkt d* A. FavaO'^. Konik ItUU, ^ Lli, U*, Mb t 



Galilii: Di« bescbleunigfe Bewefruagf. 3l 

Denkmittel der Variabilität steht, welches daa Wachsen erkennt 
ftb etwas InteosiTes, nicht als eine Anhäufung extensiver Nollenj 
die in ihrer Gesamtheit nichts Endliches geben können. £r 
meint, die Bewegung müsse, da sie von der Buhe ausgeht, im 
Anfaii g ao langsam sein, dafa überhaupt gar kein Fortschritt 
nutande kommt, und Siuplicio onterBtützt diesen Einwand, 
indem er bemerkt, dafs eine Unendlichkeit von verschiedenen 
Graden der G-esch windigkeit unmöglich durchlaufen werdenköune. 
Saltiati, oder vielmehr Galilbi, hat diese Auffassung des Kon- 
tinnums überwunden. Er beruft sich zunächst auf die fest- 
stehende Erfahrangathatsache ; der fallende Stein geht von der 
Euhe aufi und beschleunigt seine Bewegung, er durchläuft also 
alle möglichen Grade. Für diese uDumstöfeüche sinnliche That- 
sache ist eine derartige begrifTliche Fassung zu suchen, dafs 
me in das Gebiet der Erkenntnis eingereiht werden kann; 
folglich ist das Anwachsen der Geschwindigkeit in angemes- 
sener Weise zu denken mit Hilfe der Auflösung in unendlich 
viele Momente. Die Ruhe ist nichts andres als eine unendlich 
grofse Langsamkeit.^ Diese Anwendung dee Prinzips der Kon- 
tinuität ist unumgänglich, sie ist gefordert zur rationalen Be- 
herrschung der sinnlichen Erfahrung. Dieser Anforderung Ist 
der Begriff des Unendlichen anzupassen. In jeder endlichen 
Zeit, auch in der kleinsten, sind noch unendlichvielc Momente 
Anzunehmen, um den unendlich vielen Graden der Geschwin- 
digkeit zu entsprechen, * In jedem unendlichkleinen Zeitteilchen 
wächst die Geschwindigkeit um dieselbe unendlichkleiue Gröi^e. 
Aus dieser Annahme ergeben sich als Folgerungen der mathe- 
matischen Betrachtung die drei Grundgesetze des freien Falls 
der Körper: 1. die Zeit, in welcher ein gleichförmig von der 
Ruhe aus beschleunigter Körper einen gegebenen Kaum durch- 
läuft, ist gleich derjenigen, in welcher derselbe Raum bei gleich- 
förmiger Bewegung zurückgelegt worden wäre, wenn die Ge- 
schwindigkeit das arithmetische Mittel ist zwischen dem gröfs- 



■ Qp. TU. p. 93. . . . tarditji infinita (che tale e ta quiete) . . . \g\. 
<3p. IV. p. 33. 

■ A. ». 0. - . porohe in ognt terapo quanto^ ancorchö piccoliaaimo, aoDO 
iofioiti infttuiti, p«rä soii bastaoti a rispODdere agli iaficiti gradi dt velocilä 
diminEiita. 



SS 



ten und klcintft^n Grade dor Oee«1iwiiidigk«ic«D jtner ^Jekh* 

2. Die G6ficll^viadigk^it«D eind proporüonfti *\en Falls^it«»^ 
nnd 

3^ Dio FaUrünn« tn den cinx^ltion Zeiten wAcbwn wio dio 
ungorftdnn ZftliUn, d. h. di« Gf«tfmntfntlräuino «üid |>roport4C»uftJ 
doH QiaadmttiMi dor FftUseiUn. 

Dio Ko&fitänz der Besohl^imif^unf;, d. h. dl« AmiAhtna, dnft 
die <7«ficbwindißk«it b^im fr^iien Fall in jed^ir. Uoinst^ni ZtiU 
(«ilchcD um df*iiF«ILwa nnendlk-h kloüion Grad w^tchcl, »t b«i 
Qjit.aiti lediglich ein« Qualität ilsr B^vogniLg, d. h. 
Galilki Ixjgnogl aicK damit, zu kot:i1ati«T«u, Amt* m in der 
Natur ein^ brdfUlunnifft« Bovoßnnp: (de« Itvien Falls) gibt, 
der^a dnoUcli vahniebmbaroT Vorgang <lid angeg^b^n« mAth«»* 
iDatis<^9 Dari9t^lliing g««tatt«t unter d<rr Voran ^-^txiiDgf daüi 
m lA dor Natur der Bewegung lio^ gliücko (ic^chwuidigk^its* 
xtinabicet] in g)eic1>i>n Z«itou zu babi>n, Oboo- dl« TTrsaohe 
di«B«T Boeebldonigimg eins Erklärung zu gebou, lohnt «r ab. 
Ob dmelbe «twa auf ein^ Abnahme des urcrprUDglielidn Im- 
petus bomht, wird &iig«deutat, ab«r nicht weiter ^rOrt^rt.' Die Bo- 
8clil«nniguDg T^alisien; di« B^w^gung^ insof<»m j^le emdltoho 
0«gcbwi£digk«it entstanden gedacht wird als «rvaohsen aoa 
unendlichviolen Gesclii^indigkcrit^jadeu. Indam die Be^^kleu- 
nigong^n venebiodenor Bowegungoi daa V«rb&ltBia mag^biiif 
in vdobem di@ Zunahmen ihrer <xeeobviiidigkeit«n b«i gleicheai 
Zmien stehen, nieasen aie dio Betregung und geautKn du 
Vcrgleichung z, B. der Fallb^wegongea auf vetvohieden ga- 
n&igt^^n schiefen ££b9nen, wobei ine eich verhalten wie die 
Cluctionten am Hohe und LAng« der «chi^fen Rhi^c^ii (Sinus 
<ler Noiguiigdrn-inkel). Sie Itcfcm demnach KouMtanUn, wclcha 
dio betrell^Ddon B^eregnngen aJ« boMtJnuntA chnrakterisioreii. 
Eine »olche physikall sirhe KouaUnte, ^'ie dio Bc««h[«unjgunfi; 
dca Falle, iat aber eine Thatsache der aumliehon WahmehmuDg, 
eiuee in der Empändung (gegebenen; indem Oaulii dieselbe 
in ihror Abhängigkeit von HAum- nnd Z^itgrOfeen erkennen 
nnd durch beiÜmmte Zahlrn meifsen khrte. gevrann er «lae 
MilCel, diMe £mpfin<lung<that«acho in einem klaren Bogritf xa 



CJ^ III p. 9X 



Jorcb^. Bea«sini| 



■Mfi, tl, bi 61« m dkv Oi>^tKJioUl£oit dor Katar umamrdhon. 
:[iui 0^jt*ktivi^rQn^ der Emp^urjung tii^nnt; 

T,. ,. -i—ic^ adiQj^ Qaulbi <Tiaon neo^a Nftturbcgriff. 

ihU et iicb lnerb«i Mtf di« Tliauaohe der aktuolleti Bevef^ong 
riokt« and in km^ SpofcnlBtiOTWii ftbor die ürsaclie 
bfi& tiiuli«fj^ ist in eiodia vrcit^m Sinne ein& fiiiL4Git)|£- 
b>it> ibor gorftdc io dio4«r liegt <lic Uröfuc Galilkis. Der 
.'.r oia(*9 neuen NaturbcgriffjK durfte in dic«or Auülho^augs- 
r'goli^Q f> <*nt<lrckto dio Üosotxlicbkivit di>r B<t- 
'ikg, and die mathcmati^-tcho Form der Bc^vcgiwgvgo reise 
vir fdn marsgeboudo« lotoroMo. Oio VerfindcTang der Dts^ 
pk oi bi?:^ifrticli KU orfOMcnr nacbdem d&s Dcn]cEnitt<^I der 
KitwIftuKi&lcn Formen deo cmpimcbcn Inbftlt der neuen Zeit 
fiicEi Eaehr zu bewältigen Tftrmocht liatte» Fdr dieae Tfifftn* 
«iGTUtiiE fand Uaulsi iq den Bewegunfsgeeetsen die neue Perm 
il«r Dtratellung. Eh gibt wieder ean System von Begrifi't^ii, 
vodurch die WirkJicbkeil in die Fona der WiMonscball ge- 
hrftdii werden kauL Es ist du Syetem der mecbMÜflcben 
Bf^griffe. Alle Vorlsdening 10t nunmehr aU mecboniflcho B«* 
I wegung EU fAsacD. Dioac tnecbAnucbe Benegung tr&gt einen 
I gJkiiJEliLih andern Churakteor als dio Bewegung bei Am^totslu. 
■Ah otcbt <-i?t€iL« unter omUiematisch dorslellbaren Qr«ctxen; 
B^bor^b bU:)rt rfie rino objektive BrolitAt, einen urspränglichou, 
R mlilievtiaimeiiden ChAraku-i dn» Setti«. Denn die IVkeunbfti^ 
I k«it an VenttADdeabr-gTifr. drr gi?««tzlicbuT Zunttinuioniniig im 
I B«rwii£ilaeiQ, dos ist doj» Zeicbcn dt-i objektiven WiikÜchkcit 
I bficluleo OrftdeAf da« Zeicben, dafs wir ea mit NaLur im wiiunn- 
I ocisafUicLen Sinne so tbon Iiib^n. Zweitena aber iat erkannt, 

■ dafn die Bewegung i>inc& sinnlichen Faktor, ein Iot«naivi« der 
B Empfindung au)M.]i]ii;&t, wricbes in gewissen Formen der ßo* 

■ vertrag — ab Moment, aIh &eschl<Miaigting ■» moGibar ist.' 
Dmniil bt ilio Eciiiflcduug mit d^m Dr^Vm ta Bexiel-nng go- 
■•lot, denauolümus iu>d Ratiofialiomua vrirrinbar. 



> 



■Hhlvcki^ dffT KUfai«ntt£vlii Kiudratk für ili* VMMittBd4Ma ffenua 4v Bv* 
#> goa g >li <^ftUiMüil ilsr Bor(3fQA|C. »U Bneritie etc. Ll«itc|en ooe^ Qickl Lp- 

toL ,j Ka«viiat«*diUl der Kcucit vcrdsoht ihna Cnfoniec dock 

J«bkiii is«vfgvigBliegnff* Qauljc& 




« 



B« gibt v^nigrt^nff oino Au <t«r KmpfitiduDg, wclobi 
cmo matltt-miittäeho Oiu-vU^liung ziittifjrt, nAmlicIi den im Zkfutfkel 
gcfühl icmt^hcb vKlLrnohiabar4;n Andr&og. Wenn aticli dio 
vöMiK adäijuttU Form dünner DarütuUnnR Looh nicht itvfmidüii 
i>t> iK> itft ILO doch angebuhnt. Nutim4*hi* i^bl «e oin^^ii Übar- 
^Dg von dor SittnUchk«il 2ur rationalen Onmdlage deTPitig6; 
der Mensch dteht b d^ui Wt^cbsol der KrschoinuDgcn, tu d«n 
suuilicheu Andnng «kr KriLflo; ftbcr os ist möglicbi in die««» 
Spül d^T ürttfto cin<i gcsct^icho BosttminiiDg 2U finden, und 
dioflO geB04eLicho BcaEÜminung orm&gjichb xu crkoiua^n, wi4cbc 
6T<kdo dor EoftUtllt den Arten dor äinulKbköiL ztikotDiD^iL 
Soviel oiatlican&Udcli alcli fonnulit^ren und goeet^Uob xrf-]-l>Lüdctt 
lal^f, soviel «ubjeUtlT«« Sionenerlebnis wird als Katiir obj«lc- 
üvjert. Man begreift ontor dieeQm Ocaicbtepuokie, da£e Uauiü 
die sogenaiLUto T^ubjoktivitJlt dor Sinne^quaaUt^tn fHlhtoitig 
^rk*nnto. Nur diu» gcscUhch Uumtellbar« koxin »1a nbjektW 
besciohnct werden;' darum wini an den unnhoh wahrgf^uom 
uencTi VcrAndcrungen der Kürperwelt nur das alä ebj^tiv 
bencichnot^ was durch Begriffe m goaelsLiiohe Besiebnng 
bniLgen iM. Vaa war stm&cbet blofs die geomelnaohe Figuf, 
GrOfa«, Oewioht; <» tioten nun dio aas der Kmdcck^ng der 
Bewegungsge^eUe fileibeuden KealiUteu hinzu: und so g'^^iunb 
TOD der Me^Boik aus d«r vinnlicbo Vorgang :FeiDe roll» ll«a- 
litit, die rr scheinbar durch dio Abetraktiou von der eubjek- 
itven i^pfindtuig verlor, al:i objektiv«« Oc0cbobe& wieder» 

QxULRt liat Verundorung aU Bewegung objektivicirt oder 
wenigrttciuf doa Denknüttcl der VeriabilitÜi »owfit a£igowo«id«t, 
daij auf flcänen l^rinupien der MecJtanik die nene NaturwinMm* 
fiohafi eich aufbatien konnte. Bei diettcm Aufl^Au konnte vi» 
^eilich auch des DeokmittelB der Subsianjüahtäb uidit ent'- 
bebren. walchea Gaulii in einer begreiflichoD Kiuscibigk^t 
^Feines Genion auf^er acht lief«, so daJ^ »eine Physik mit strmer 
Mechanik nicht anf gleicher Höhe steht. Galt es ja doch au* 
uachtft die Substansiaiitäb der Dinge möglichst a^t?f dc^m fle- 
dAchinis m verdrinf^en, um du Denken daran sv gcwOhnen, 
die Wirklichkeit aln Bewegung, als Verindertmg» ^i ca der 



■ Vgl. NltOkp. rW «4]i tt. väf Bffniniiunf dir Brktnntnü iWst. 
Mtmaitk XXIII H- ST4, 



twiU wm lga u J^ Knft. 



96 



lMg^ «eiM ^M* G^Bchwiadigkeit, nach fonnuli^rbAren Gesetseji 

fonsjtdien, \}%tH sieb GAi-ii-Hr b«i der ünCersnohnng der 

Bfvrh^ftinigiitig Kaf [ü^iw inecbarLiKch^ Voret^llnagew^iqn b^ 

'..i% hftt thti vor Abv^gon l^wnhrij auf urdeJi? ««tu« 

^._^ ..1..: ä »Tv^dbiMi, »äiiu ni^Tfti*''bi* b<«n>blenmg«ii<l« 

KirnA nuiübi«b 

Di«« f^^cbaU dadtircb, dnCi num «icb uiolit wIa QiLiUEt 
rrt' *"- **■'*! Ti^taiiönmg b«gnüptr?, ee gibt in der Bewegung 
mi '-. dit* «ich 4il« Gescbwiadi^keit, als B^schleoniguugH 

il« Uoment — j«t lu^h d«a Umstftadon — Aufbort und fcr- 
mdlon^ UJHt, — vondam daf« mftn ili(i»on C^rakt«r d«r B«- 
Tii^img AiijKiirhAlb d«« bowogt^rn KJ^rp«n; «uchto, dnfjt man 
^abt«>, ihn viudoTuin «mom b^tiinml«ii Subj^kto du Eigen- 
Mkftil EUüchreiben au mücs^n, da^ uiolit da^ E<iw4Tg*o ftotbft 
«<L S41 worde durcb ein« f^laobe SubsCaimaltdoruiig der Be* 
griff der femvirkeudoii Krafi ers^ogt und da&iit eine !Relbe 
iixi]V>«bardr ProbleoK, ja eine verkehrte NfLtUTpiiiloüOpliie, unter 
denm Kinwirknng wir noch geg^nwunig stehen. Von die^tn 
kmAlhnicdBii BegrilT der befchlftuDigendeD KrjdV al« AuiMr«r 
nnmcfae der Bo«chteunigung üi: Galilei freisasprecheti. Die 
B^HihliriiiugTmg boim freien FaK leitete er nitihu wie mau 
bwotstatage gapeigt ist, an» nini»r Stimnvior» ng von tm- 
ptilian einer ftafcorn Kraft h^r, aondem er konstatiert 
nur di» Thataaohe der koustauten Oe»cliwindigkf'iUi:tinahin« ; 
lii« äummation üti eine innere Eigenachait d^r Bewegung, 
■iaht eine Wirkung änüEerer Kräfte. IMe Beechletmigimg de« 
freien FalU wird nicht etwa auf eine Anziehung der Krdo, 
«ne konstante Schwerkraft gegründete Vi>nderD aut^ d%ü Prinxip 
der KiutacUheit : die* Natnr bedient gieh ntotit der einfachsten 
Jüit«]; ^wenn wir ab«r aufinerkvam vasehen, ao werden wir 
küoab dniaoh«reu Zuwachs ß&dnn. ein den, weleh&r immer in 
glüobar Weüe hin^n tritt. * ^ Di« .,KTa1^** ist erst eine spätere 
U^Tpostasieruüg der Qeeehwindigketu&nderong. Bei Galilxi 
hefTt in der Bewegnng aalbet ihre Geeetsluihkeit; dieBaachlen- 
nigung ist das die He^wagüng CharakteTieterende. & bedarf 
kauier Grdichtimg lafeerer Krifte. Bewegung orwAchnt huu 



ij^. tlT r ^1 



5" 



dem inu«rn Gts^u«^ das st» d«fimert, wnA repr&8«nti«rt da»- 
adbo in jedem Uomente 

Den Begriff d&t Becirhl«Tini^n£ hat O/iltXT fcrtaiaU«rt| 
ohne dM Bob&mmgsgoMTtv^'fl su bcdürf&a. WoaLvnx fall 
Uftch^dwtcQOiit d*ri or da»(Jl>n nur förrlio Bpwt^grmg Qtif faori- 
«ontalcr £b«n«) annahm. £* erBclicinl lüerLei «Is eiue An* 
wondang doA KonUnmUtef^osetE««; die Beaohldomi^iLf- ninunt 
ab mit der I^eißanß der fiKihiefen Ebene; bt die N^ifpuq; 
jtlci<)h Hol], eo verechwindet attch di« Besc^^imigung, dt« Ge- 
0cli Winzigkeit behalt dttojenig^-n lco[i:<t&nUiD W«>rt, welchen «i« 
^nm&l bWtst. Der Körper i«t indilToreiit geg^n Bubu wie 

^^ir halten hier den Fortsohrilt h^rToreuhebeu» welchen 
die Rntwickeluu;; de? Denlonittel nberhaupt dem galileisehen 
Qeift.? verdankt. Der Wecli«et der Enohetütmiicen kanB nur 
«rk^nnc werden, insofern er iDatheoutieoh dai«tellbAr i^t Duruh 
mllo Arbeiten Galilki« geht dt« Beetrebon, die matLematbohnn 
VerhiLlLiüitain in den Dingen darsuh^ea, die QealiiJkUTn durch 
QvuuititiiCeii aii»2ndrückeD. Daher durAe er Mgi>Ut daÜ 
die Philosophie im Buche des Dnirertnutu gcctöhrieheu steh« 
in mathemftttHcher Spnobe, deren Zeichen Dr^fi^cke, Kreia« 
und andre f-eomctriache Fifptren eeien«^ Den Sehl&KMiI sodiera 
Sprache hatte er eedimdenf indem er den mathematiaehei 
Aasdracb Rir die Bewegung entdeckte. Bret von hier •' 
konnte die mochaniBche Xatiinaähtfvang DvxeKTtn« den r^itci 
äi<^ gewinnen; von der Bewegung ^Lbrio kein V«g aur Ei» 
pfindangf aber von der Empflndtinj; konntv man sur Bew» 
gunK Relangen. 

Em ist bekannt^ wieviel die Spesjalwissensohaft der Ueehantl 
GjUjlbi verdankt ond wie durch diese netten £rkemitium 
ftbor GenchwiDdigkeitf Behanen nnd S&tteamiaeneetanng dea 
Bewegung die aufl mecbaniochen Grtkcden herrOhrcDden Ein 
winde gegen das eoppßmikaQiNchi> WelUvyvtem nicht, wonig 
wideriefft wurden, wie durch Gaijlsib aatroncmtecho Eni 
deekungen die ahstoteliaehe Ver&wnng dca Kodimoe anJge 
hoben ward. Saefadem die VerAnderlichkeit de« Himmeb 
die Analogie der tibrigen PlaneUi. mit dem Sy«t«m der Brdi 



«iiew««««^ (V n ly &*:, 



i 



fl7 



dvrch dftir P«nirohr Qt«hg<iwie»on w&r, kocnto der üntorpchi^d 
«o& BOr-kiitisGlior Kvaä tmbliinaror Welt moiit mtHiv t,u(Tw>}[t er- 
kAtt^Ji Virelon. Dor notH^ B0w^'ji;ti&fc^bc-fcrür TDAobti^ iti gleicher 
Vr«bo di« ahiitotdiscsho D^uktion dar Klementfi lüoMlij;. Dio 
Uti« der Elomeuttf wareu diirch dio Vcrechiobcnß dor Erdo 
u» d«Jii W«Uc«iitnun einnlo» gotrordon, und dio neuo EineicJit 
a dio Natur dM FftU<i0 dor Körper liffs nicht en, dftb dio 
Otto wie wiiiii^de Kril^ aDgcfchcn witrdccr odor daf« der 
ritffTVcKKd Ton leidht'^n uud irohwcKn Elrrmcntou im arüto- 
utüobou Sitmo lirKiN^htn bliebe. All« Korji^ w^rca aobwor 
snd «][o fielc^u itidicil »oJua^U, w^iui di« FtiUseiten gleich w^reu. 
Die ^«lileischMi Kntdeckunj^on. vom gleichen mafebematiwhciL 
(!ci8l« ^trsgecD, ßrüToa inouuuder, etjtrkton »ch gegenseitig 
«od «tAnstcn tinn4tbibr da« Sy«^m der sabstanzioUoD Formen- 




f 



Zwcilrr Abfichnitt. 

tfulilL'js Atomistik, 



D^r Schöpfer der neacn KuturwlMeciMhttft iict fi^r die Bnt* 
«vJrrlnng drrr Korpu^knUrthtorie ci^ht nur diirob neincn tini- 
goiüütciiden tCm^uffi &uf dA$ «orcpüuche D^^ikett überhaupt 
rf>Q hervorrag ündor BcdeiitODg, soudorn zugleich ob Vertreter 
citifir fügoiitfsn^ heben Thecno der MAtorio eh nennen. Indem 
G-ALlun da« Ocnkmittf^l der Variabilität auch auf d^n Umgriff 
diwv KOrverw anwftndt<^, gfiJungtft er »war xu hi>ch*t ml«re!<- 
^ofc cn Folgerungen« konnbi! über an« Qränden« welche in der 
Katttr dex 8acbe tiefieoi und neoh weiter tu erörteni auid| 
nicht j«n«n Grt'olg errciohen, welcher in der Bewegnngslehrd 
uAgh<^h war. 

iSaulki vorv^rfi dtirchans die Lehre von dor mibftaDsiakii 
Verlndorongi dcmulVJge irgend rm SteET «o verwandelt würde, 
da£i er £ioiw<*ndig ol« günzU^ih KcrBtdrt zu b<^;teichnen wlre, 
«ft dftff nichts voB seiner vorherigen Eä&en« Kurdckgebliebeoa und 
tm von ihm ginslich ver9ühieden«r Körper «utflt«nden »ei. Kr 



S8 



16 yntnli- 



ninimb vinlinnlir an, tlhrfl dio Vorvctiinfl^^jlir'it» wriuli« mii KCr|i«r 
in twiurr Knti^hisiistmg tlftrbiei«!. duTcU blofse ümlagvraDg 
d«r Telln uliui* irgf*tid weivtte N^ti-l^iitAljeliiing odar Vemioli- 
tvmg «rz^ugL Verden könne.' Er setzt <Ub«i ToratiSf daf» die 
MAteria unvorfinderlich tiiid imm'ir di«»Bllit* wu, ro dsfs «to «ria» 
ewige luirl no^wenrÜg» Arl de» Sr^iiiH dant^lt, wttlcbo dftr 
TitAth«imAiif(r1tPti Bith^Tidlung vrogllngliiiH int.* r>nmiin(-Ji ■L4Üa 
Qami.ki gKTisr ttirf dmu BodöD t'iitnr niirchiuiiffnWii und surtf 
kiftriiwlinn AtoiiufittiV. Die Beweguu^ ist Hir ihu ȟue der 
Mat4Tn«i tir«tj>rÜDgIich0 Eigenicliaffc, und aus den Bevegungeti 
der XörperLMfclien siiKi die pliyHikalts^rheii Gnclieiiiangen IQ 
ärklären. Die EigeriBcbafVeDt welclie der Materie aln ihrem 
Begriffe nAch notwendig KiiÄu»pr«cH"n »ind^ l*eirt*li*iii ibiriit, 
iMr id» alit lc/>rperli<tH^ RnbftUmi bugmiiKt nnd gftttaltnt iwt 
oaflh tÜMiiTr üdar jener Figur, dajM Hi« ntlativ f^riSfii» hnntot, 
sit^li in ili[v<r<ni odur jMinm Ortii Itidindit, in dinamr oder jvnrir 
Z«itj i« Buw*^g1^)g «dar Buhii, ilalji ni« andm Körper berflhn 
oder nicht berUbrt und dn«^ urenig oder viel ist,^ Oieee Eig«a- 
aobaflcii nmd von ihrem BegrifTe mobt zu trennen. Dafti eio 
dftg«rg4}a ueifa oder totj bitter od^ aüia, tönend oder stomtn, 
wohl oder nbelriechead ist, kommt Utr nicht notwendig sn; £9 
BÜmttetien Eigenftolinften geboren ihr überknupt nicht an, son- 
dern sie haben ihren Sita nur in dem waUmehinetiden RCrpfir; 
lue sind btofne X&men fUr W'itku&geti, welche durch die vor- 
BchiedoDaitigen Berflhrnngen d^ bewegten MnTaHo mit onsttra 
Buuic»0Tgaii9n entstehen. So woatg der KitJv^l, welchen maa 
b^ Bert^hnmg do« Kdrpeiv an gowiatou Stellen empllndev 
dem berührenden Gogeottande zakoaimif in diesem seinen 3tcs 
hat oder ron ihm empfunden wird, ebensowenig sind Farlw, 

< II «myiitorr IT |\ -Ua Per laoto m di«o. olic b«i wnüi lirvmi dsUs 
Dceo^tä» mJtäUt cb« OKoipwiM tm* nuieri«« a »«usnwi corpore» eouccrpln 
lDAi«>to«^ rh'«lli * i«nnin«u e Asiir&u di qwei», db* quAllk Sfiirs, ch'cUa to 
reluiona *d dtre i s^iiide. n piof^l«, cb'elU * (n it««!«!)^ fk qD«l hioge, ie 
iie«eb>, e qnd («vpo, eh'«!!« d mooT*. o tu Avtel, f-_h'#nk (dccm, n nm locca 
ua eltni Mrpe, flh'alla A lut, pdt* o aaeJU; d4 p«r venu»» isuMgiauloee 
pcNMo i«pmls da ^«M« caadiTfoal- - - - f^ qa*>tt Mpori, odoh, «ilar^« an 
l<r U ptri« dd «ecs^tto^ ■«! qpial« ci per, ch« tiMagaae, aoa ä«ao ■Itro, cäii 
|kirh Euua», ma tangano «o'^moiit« tnr mnilm* ail coriKi Mdivtivo, «ictihA 
rimoHo r^aiiele. •i<*o krat«, <d avnidWlato leite qMtle qvifilL 



j 



LKi Di« KttnnU. Vi» Sinn^ 



80 



inid so weiter Etg^tlffi^haft«1ll ilie tm d^r Hat^m 
iiftiT-ji fliö wtlnipD tlWrhftapt Htifg^hoben iiml rj^rni^htet 
vfvilMi, unWId miu] dax Iirbrni}? Wi'^pri u-iOcrhwi »in WHlimimmi, 

Mit dieser AttäTa^aung. welcHo di« SmtiMtqualitdtAu fOr 
«ilrjekdr »rklftrl, ist die MOglicliVeJt gegeben. dii< deü««lb«n 
«itqir^cbetidCT] Vorgange in der Uaterie, cla >i» nunmabr 
MigUcb fttaf Bow^^gimg bAmh<«n. Tnv.hemftiiftch iTarsnsr^ilL^ti, 
Dm in (Üfi Anlgibo dm* inntbnmAtivhoti NKtnrwit4«n«cbAft, 
an dvrmi li^usig sii« »hI. Qalilici orbnitAt, Gr »vlbst ImMjt» 
dU ObJAkÜTinruug df>r AmtrangmiTnpfiiidniig nur}« Hurcb di« 
Eri&ndtmg HooiTbBtf^Mkopti, v:umTfli1 diojooiig« d&rT«iDpnratur- 
«Dpfindung. Iin ßbng4?i) gftb er tmr Aiid^utnug^tu dkrUber. 
wjm »twi die eim^tD^D Siime auf da^ Verhalt«!! dor kJ>rp€T- 
Heboii Salvtunicetr sorQclegeftohrt werden kr^tinten, da er nicht« 
ifikma vn'Jt«^, wum ^t nicht mach«inmüArh xu b^w^iKeii ver- 
iDoehU*.^ Kk ivt daWi b^bst iiit«roMant xu ««HoHt vi« auch 
Oj^ut-Kl nocb nuUfr <bir Kinnrtrknng di^r anvtotolincbini Bl»- 
mmtMilehr« «l^bt. indifin «^r Ta«!«:»»^ OfwcbinAok, Gonich und 
Qoliflr ftof dtut vonchiudfinn ViArbalum d^r vi«r Klem^Eit« b«* 
cu^C- Prdilicb aber «ind dio EUmonte nicht im aristotdischou 
Stan« aU f)natitaUv besUnunt atdgofa&ts sondern durchaui 
k(-r|FDs1nü&r gedacht und durch die QrCise und BowegtiDg iiirt>r 
Buteriolloii Teilohan t]titer9ohlftd«ii. Die gröberen Teilchen de« 
ICrdAl^inent« dUrftni; d^mnadi 6.h die Krre^^r der verschiedenen 
ThttAmpfitidntigen Wtrnclitoc werden. Die kleinsten und feinsten 
Ttdlchea aenk^^n «tch, loitcfem ide schwere sind al« die Lnf^ 
b^rab nnd unyg«», wenn ato die Znng« tr^fifän, dan Geschmack, 
«rich«r Je nach ihrer kleineren oder grölj»eren Meng« unil 
G«aehvmdigkeit angenehm oder unangenehm ist: diejenigen, 
wflch^ leichter als die Luft «ind, ateigen nach oben nnd ge- 
langen in die Nase^ <deren Öffnungen daher mit Vorteil naoh 
mtfln g^ichtet sind,) vo sie den Oerach errefcen. Kntem 
dOrAan iUm Ekmrat de« Fltviigen, I^txtere den Fenerteilchea 



Mit der VprlinilEiiit; rl^r OfUijD Lc^rr r«r^ail>« vv. crii<-aijt X^Tciir, wdober 
tat ilifv Si*\> i>« SofifiaToTf mifrdeikfaMn ti*chte CDK^^ariEi S. \^ ff.) nli 
U*dtl iltfa (iru»A ßr Äv IU*«oVrÄBkQA^H ««kt* 0«i.il*i «ich «ufcrlAfitc 



«ntoprooh«!!. Dio Loft ondlicb üt dto Trägonn d«s Soliolhs, 
wolchor sich nack aUoa Sioblttnf^Q In Form von LartwoUHi 
auvbroitot. 

Tu butimmtortf Ponn Ut die mt^chAuiacbd Thoori« dtt 
Wjlnnc iti&ägosj>roclietit welche Galuri dio Vf^rtnUasnoß su 
diea^m Exkurse Aber di* Sabj^ktivitdU der Sionotqualitaten 
gab, W&rme ftld Gefühl Ui lediglich odno WabmohatREig im 
«inpfiad«ndeu Subjobt. In d«n Dinj^eo cNdbtft ist Vdnae nur 
alfl Bew«i^]|]iB; von Kvrpcrtcilchon vorhActden, und sirar gotiQgt 
keia«ew<-g9 dii^ blof«« Auwctavubeit der FeacrtiuJolicai, noudcm 
dieaolbob müftsoi in aktnellor, lebhafter Bevej^iin^ bogrüfon 
s«iu.* Kin Körper hatut vi«l6 Fotiert«iIcben entbaJteci tind 
doch k&lt a«in; orsL w^dh dieBclben ^i worden, empfind«!! wir 
ihr £ündrmeon als Wfinne. Vormöge ihrer Fi^iuhoit aud grofseD 
Gctfchwindigkoit hob«D eiß den ZosammcnhAng dor Kürpcr* 
teücben Aof and scracör^u die K9rpor oder briug:«ii si«, u-i» 
di« M«Ia!Io, j»mi SchmelseD, vob«i z. B. ihre eigece Krall 
durch die Gewah dv« UlnAcbalgs versUirkt wcrdon kaoB. 1& 
einem Ötflck gcbraanten Kalke« sind die FeucrteilchoD in des 
Poren gebnndon ; bringt man daMelbe in Vftiaemr^ 30 werden lUe* 
«elbon frei and änfacni aioh aU ErhitEOng. 

Die Voriliidermig don Aggregat cai^endcfi .trtzt ninc Triui- 
nnng der Tailchcn voraus uTid loj{t daher din Frago nahe^ wie 
übf rhaupt der Zn«unmenhang deraeiben und ihre Verschieb* 
barkeit zu donkea aei. Wenn e» der leere Raum iat^ wrlohar 
die Korpuskob trennt, so kann man aioh hierbei helfen. Aber 
Gaulki woUt^ der anüken AiomiAÜk »ovüit m^iii folgen und 
dftf» Vacnom nicht sngobfrD. Er moÜEte einen andren Auave£ 
Tcrauoben. 

Daa Sohwieng« hierbei war, vit die BrKheinnngeo der 
auTaerord entlieh grofiMn Verdichtungen nnd Verdünn 11 n gen ro 
erkUret: aeieo, die man alltiglich beobachten kann. Wie unbo* 
£r«Lai ist die VerdOnoimg der klriuni (juatiUtAl Pulver m 
einom Geschult za der gewalti|a:en Feuemasae! Dnd vinvial 
grÖüeer iftt wieder noch die Ausdehnung Jea Ciiili'-ei», rlie man 
gcwiBnermaTsen unendlich n»u<ieTi m^chl«? WiestaTk mAf^tti« nair 
gebr^irt die Verdichtung ictri, wenn man jf*nes Feuer imd rlicaea 



OpJlp. S41. Mk. 



Galilzi: Terdiciituig oiid T^rdüiumn^r ' Festigkeit. 4L 

Licht wieder veremeti tonnte! Eine solche Verdichtung darf 
kebeswegs als anmöglich angesehen Verden, wenn wir Auch für 
gewöhnlich nnr Geleg^iheit haben^ die Verdununngen zu beob- 
ichten, weil wir die dichten Körper besser behandeln tmd anf- 
lösen können. So verwandeln ^idr zwar Holz in Fener und 
Licht, aber nicht umgekehrt können wir diese zu jenem ver- 
dichten. So eehnn wir zwar viele Körper sich in Gerüche auf- 
lösen, während wir die (remchs-Atome nicht in ihrer "Verdich- 
tong zn festen Körpern beobachten. Aber in Ermangelang 
der sinnlichen Wahrnehmung mols hier das Denken ergänzend 
eintreten, welches uns die Verdichtung als ebenso notwendig 
wie die Verdünnimg begreifen läfst. Wie sind nnn aber diese 
Erscheinungen zu erklären, wenn man weder eine Durch- 
dringung der Körper noch leere Z%^'ischenrännie zulassen 
wilJ? Die Gründe des AnigTOTELES gegen das Vacunm hält 
Oalubt zwar für widerlegbar: er hat sie, soweit sie sich auf 
die Bewegung gründen, bestimmt widerlegtr, indem er zeigte, 
dais die Geschwindigkeit fallender Körper keineswegs ihrem 
Gewichte entspricht. Er würde daher, wenn nur die Herren 
Peripatetiker jene Erklänmgsgründe zulassen wollten, sich gar 
nicht als ein so heftiger Gegner erweisen. Da nun aber ein- 
mal Durchdringung tmd Vacunm als Erklämngpu ausgeschlossen 
sein sollen, so hat er sich, ermüdet von der Beharrlichkeit der 
Aristoteliker, dazu verstanden, eine neue Art der Erklärnng 
auszudenlien. Es ist diejenige, welche auf der Annahme un- 
endlich vieler, aber unendlich kleiner Atome be- 
ruht.' 

Galilei benützt seine Hypothese zunächst znr Erklärung 
der Unterschiede zwischen dem festen und flüssigen Aggr^^gat- 
zustande. Er geht von der Thatsache der Kohärenz der Teile 
in den festen Körpern aus und sucht sich Kechenschaft darüber 
zn geben, wie dagegen die Konstitution der Flüssigkeiten zu 
denken sei. Die Kohäsion der festen Körper führt er auf den 
Widerstand zurück, welchen die Natur der Bildung eines Ya- 
canma entgegensetzt. Diesen Widerstand (la repugnanza al 
vBcuo) hält er für einen ausreichenden Leim, nm das Zusam- 
menhalten der Teilchen eines Körpers zn bewirken. Allerdings 



' Op. in p. 3e. 37. 



Iiat dif«i>r Wid^retaud k^qb da« Vtcunm soin? Gr«i;»«, ni« 
man daraus «clitt da/öWa*iwr aich nichl hirher «1« 18 Hmcoion 
h^ben Ukfet; dönn h^rt dor /f^rror t\)C«i anf, d, b c^r reicht nii:-bt 
mohr SQ, «nc* JAngoro Waffson^lnto 7U U«geD, 90 %vie oin Draht 
doch auch nur koid oigono« Gewicht bi« sri diiJ^r be^ünmatra 
Or«nxo trag«n kann tind ahr«ir«t, wenn durch «eine Lange 
dies« Qreuu Obdrsohritten wird. Aber dio aiiTäCrord^ntlich 
krJifti|:c Wirftunß dw horr&r ractti in vielen Köqwra erklärt 
eich damn^, dafs di« M^ge der kloinen Zwi<chenrftuma xm- 
i»:hon d^rn Toilon do« K6r|Hir9. durch doren Trennung looto 
ßAumo onUtohon wfirdom, uxiz&hlig jct, wodurc-h der Widor- 
Ktand gegen das Vacuiim uoRaUligo Mal« vArrialfilttgi wird. 
Denn Bi>hr kl «ine, ab4Tr sohr vtolo Mcmonio können die ge^al- 
tigel« WiriniDfi ansOben. "Wenn $öi}& an welchen die mach- 
ti^t^n I,a«1f<D h^lugen^ unter dorn EinfluT« der Luftfmichtigk«>Lt 
«ich vnrktkrz^iif so gdAckicht -üed doch nur durch d«« Ein- 
dhngon nniuhUger WA«8oratoino (innumdnibili atomi dt acqna '> 
x'nrütchan d\n FüJ«m der ScÜa; m4^g«n dicco auch nooh «o straff 
eng^ogßn ftciu. die Atome dringen tun und hoben, indem sie 
dnrch ihre uns&hlige Mcmgo das Seil verdicken und demzufolge 
enUprechend verkürsen. jene imnuAasen Lallen. 

Dm SchmeUc« der Kdrper könnt« vielleicht dadurch er- 
klär: vordeiL, dais die Feuerteilchen in die Per^n (velche zu 
eng »ind, nm die Teilchen der Lnit einzulaRnen) e:ndhngen 
und dip Kchr hkinon leeren Zwischcm räume erfüllten Dadurch 
wird der Zw^ng ftufgebobon, mit w<»lc1ieci diMo Vactia durch 
die vreokfteWitigc Anuchnng d;e Trc^nnung der Teile hindert<?nf 
die Teilchen kOnnen sich &ei bewegen und die Metalle iverden 
Unsflig^ sie bleiben es, eo lange die Fenerteileheoi awi«cben 
ihren Partikeln verweilen- Ke wird aUo hier die Wirining (lt& 
Veeoujn« als eine Spannung xwifohen den Partikeln der Köq>or 
TCrg««tel]l, welche nachJai«t und dnn Ti>iUn frei« Bewegung 
gftdtottet, sobald toicfatbowogli^he Teüchcn «rines andern Körpers 
anr Ausfüllung der Lfloken vorhanden sinä. 

Insoweit lieben die Belraehlnngen ÖALitioa über die Hv- 
potbasen der KorfiuakuJartlLeorien noch nicht hinaus. Er glaubte 
abiT nicht dabei eteheu bleiben su b^nneni wenn es sich darum 



Cp. T m p, I& 



Ilut.tr Ton«tft«iStti dirmidgMtw! 



« 



tuiilidDlt. cUs FlOfiäigkeit «ium KOrji^m auiLrttiiJtrad xu ijrklJlrnit. 
lor äOAsdgu Aggn."gatÄiöUnd ei"sv.Li?iiit GiLruii »Lk law».« vom 
r^flUm qiuiUt^tiv V^rsoLiiMioD««- Die blofsv Ann&liu^e fnutTt Vai<- 

'Lidcruug drr IJualitht vAns üUt (Ur G^MfiKi ki>iiio RrkEiruDg, 
lotidtfni niiifi m^Ktb^lio Ati^hilfiL Phir!«iknli»ch« ErklüriiEif; Blekt 
er nur in ilor Zurüokluliniiig tlar ClimWiHu^w naf (ixinnrAik^en, 
Wetui ULin <3ie V«rÄmierniig der ondlirlinu GrvifHcD nirht «iw- 
fcieht xur gcuügend^u B«grßudiuig dt^ Enirib«iuitiigf itn gi^ 
IaUhL ibiD 8«ioe ÄuflÄSsimg d^a TTut^udUt^likU-iiiL-ii ein« Er»iü- 

'teruug de§ OrörAeiib«£7iir»^f die ein bisher untugiriglicbeH Gclti^t 
für di« Anwendung fesU^r BegrilTe frei inacbt. 

Mnn mAg «tinrn f«sti*ii K&r]>PT Iti kleinere [md immer 
k]<Hn4irr Pnrtikciln tntlim, in dir frinKU^n i^tJliibi^bitu, der^n GrO&e 
l>RrfdtM vrit imU^r dnn GrifTur^rn d^r i<iiiiiHrih<Tn Wnhmehmurg 
bb4bt| '— KU UngB dinnr rdmrknupt noch mdlichf* Of^ßoe bi^ 
«itz«ii, Verden rdti »iii^li no(<h btTstimmlti 0«Hta)t bnl^nn rnid 
itAldliftr fteii!_ T>Aber «ber w«rd«ri aiö in ikrw AaKamitdtmg «ich 
immer qut wie ein Haiifeii Terhall«n; wetin da äind Ansb^hlang 
dAralellen^ wi^rden die Tt<ilc1ien Toin Rande tiieht nacL innen 
EQsammenlaulen, glei<^favie1 welche G^^uli sie haben, auch wenn 
tfia nmd räd. Weoii] si« lebhaft dorcbemandergdtrieben wer^ 
6enj werden «ie plfltKlich vnr Rnh« kommfin, cab«1d dio AuGier^ 
B«w«gin]giiarfJLcfae auflt^^rt. Rviim Wftvger vnrbiJt »ich dt«« 
jedoch gtuix andnrc; mi gloic^bt joH« llnnt>anh<tit .lofort ati« tuid 
bohdit, in ßowognng venwtKt] dtoa& aohr lang» bai. 

pHitirana tichfiint mir mit b«Ht«ru Qrmid« gtnohloflaeu war* 
dm aeu können, dib die kl^nsten Teilchen d«« ^Vaaaeri» in 
tvelehe anob inunt^r dasselbe ab geteilt angenomraan werdet 
(fla ea im Vercl^ich ^mm feinsten Staube eine kleinere^ vinl- 
mehr gar keine Festigkeit besitstj, ^^^ ^<*^ ftufeent kleinen 
und eßbaren OrOfMU durchanit nntcmchotdeii ; und ich kann den 
üntvmcbif^l in niohti: and^rüm findtm, al» d«i« diL^ecclb^n un* 
teilbar «ind.*^ ^ Dafür yprruch«» auob dio Durchuchugkeil dea 
Waner», während «on«! selbst der dnrohBtobugste Körper aeine 
DujchaieUtigkeii um »o mehr vertiere, je feiüOT man ibn Tet- 
reibi LtoM and Silber bleiben^ mit Hilfe des Scheidewa^aem 
in feinfiteTeile gelost, doch uocb ^taubfon&ig; fLUaaig werden 



* C^ III ^ 35, 



44 



OAuua'. Konttiume«) 4n FUMi%h«ti«3i|. 



svdf wtft iuli glitiil)«, iii ihre un<prÖrig]iu1ifiii unnnilluOiiui ntiH 
uuUdlljttrfh Bt*^l4f;(lu!jk* ftunrinnu.^ ^ 

OiLiun g^Ut <iabei von der AnsioUt aus^ <ls& das W&>iä«r 
mbfiolat dorobdriDgliBT aei, d. h. d&fB ^ der B^weguDg d«r 
Kftrp«r Clberhaapt Leineu Widei^taad entgegen AeteOf der aud 
dvnt ZlUHmmen hange fwinM- Tmlchen folg«; nnd die« konnte er 
nnr dwturr.h »inh hngmiflir-h mnrfifm, dnj^ «ir die F-itenitioD 
diM" WwwertniUliffti nli^irlmtipt vrn;iihwitidfin, Ihn» Mnvi;r' k1pin«r 
a!k jrdn tniTikÜch» ?kOufi«T wurdou liid». Br «clilivififi diiyo dai-now, 
d«& trilTiosc W^ituer sii^K lei LKnger«m Sttlnfu von Aolbvd. klArt. 
Der WidüratÄüd seiner TeilcUeo kduti tiiobt «inmal jeat uii- 
merkIkBten, tuifQhtharen i^t&ubatame Hufhftlten, di« w«gttn ibTH^r 
geringen Kraft sechs Tage brAucheii. am duicfa einen Eaum 
von einer halben Elle zn sinken/ Die hierbei anftretende 
T«n6gvntng i)rk Pulla rnbrt nicht von der Kohßrenz der 
Vi4m»rt«ilch>eii her; gäbe es oöna «olcho, so kflnntra grof^ 
Kdrpttr nicht durch riui» 5*0 vfOTwhirindnndo Kraft im WaK»<»r 
bttnr«^ wurden, "«ic att «^rfiilmingugiftnil/W dirr Pull litt, 

D«ii ÜbvTgang vom fwitü» xum flümgtsn Aggri^txuvtund 
cnehtOjiLii^i durch die lortgOtfetxleTcrilungsu verdeutlichen.* Er 



* C^. I p. t1&, SIS: pl^t bsrUa dob i^ur inr«! Artot der LutvbdrtafUBg 
der KDrptr: 4i« >ioe bei il#njiiii|feii, <ltrnii Td1r< koQliaiiif^ljvl hiihI imU tluLiv- 
T«9la»j|[ «rfioirdttni* ^ic andtnt boi Afirn^t^o voin naoht hoQtiaQjcrLictfs. kiü 
dam nur i^ lier4Kmi(I«u <^oariti^B^ Ttilou, wobei pio^Teilaii^ »udvrm uar 
B«wcpin|l noiTcoifji ul. JoUt bin idi iii«lit rccbt ikbor, ob du Wm«« 
oiid dir mdtTm FiaBi^keitm >li «ui koailauicrlicbcn oder ali t«d uuj l:uiill*- 
gucirli^dOA Tcilcft bottäbend «u dcikkto viad. Ich ßlÜD fni<4i wk^ ßvi^vis^ 
■i» IQr Aot kontigvtrläohaD TfBcm tMitdimd n talteu [ivedtt w tMlvht ai ilcr 
Nfttof ein« udr« Art d«« AgiS''f!^U gibt %h dio durc^ VirbinJnbf crdct tt«- 
Hihruag d«r OrviiMCi [erinfml]), lud dam w[m9t!> irJi gdniiK durcL den iprobttn 
VDUn^i«d, don >aMi vnbrmmvit ■«ritcbun d«s ßaod, da« dU T«Ältfb<n «ma« 
TMtim Ki'^tpfrni VBrbiad«ip and dfiir^*Dism. iIh diMrlhna TtllB diaiftB KArpcrv 
nrUadeU «chb or flOwg fCvurd«A. dean wenn (eh s, fi. ci»« UMia iüib«r 
ndtf cüia acidnin k«3Uft UitUUi nehmr. «cfde leb bdm TeiWci ia ivtrei Tt-Ui! 
aich; noF 4cd ^Vid<rvUiid f9hJc«i. don mut b«im «io&oh«n BwcgoD vikr 
■rfiiticm wDnSt^ »Jttdttrv nnivi ftni^ro^ ufiwrglfif^dlch n^^Cnn^, «bbiBfr<iid 

«pna wir di« hoiAm griiAtittUiat IVile nudi in tMtti mmlr« strlff^o «ulltoii uad 
M inmcrf^irt ia aadr« ond noofa «»dn; fottwibrt»d «Ürd«* wir ftbaliohim 



GiLiLEi: Ätmi noitquamit. 4& 

beabsicliti^ zu zeigen, dala dnrch die Zerlegung in indiviaible 
und nskch seiner späteren Anpassung in nnendlich kleine Teile 
eine yerändenmg der Eigenachaften des Körpers erzielt 
werde. Dies erklärt auch, wie bei ihm der Gedanke aofbauchen 
konnte, dafs Wärme in Licht durch Auflösung in wirklich un^ 
endlich kleine Atome ^ übergehen könne, indem er das Licht 
a}s die höchste Stufe der Expansion dachte. Da „Licht" selbst 
fbr ihn eine subjektive Eigenschafl bezeichnet, so entspricht 
also das Substrat desselben dem Lichtäther- Die Ausdehnung 
zu unendlichen Bäumen dachte er sich dabei instantan, wäh- 
rend er später eine iPortpflanziing des Lichtes in der Zeit an- 
nahm und auch eine Methode zur Messung derselben pro- 
ponierte. 

Wie aber ist es denkbar, dafs die Umwandlung der Natur 
der Körper, welche die Zerteilung innerhalb des Endlichen 
nicht leisten kann^ durch den Übergang zu unendlich vielen 
und unendlich kleinen Teilen, zu aiotni non quauti ermöglicht 
werde? Um das zu zeigen, weist Galtlst an mathematischen 
Beispielen nach, wie ein Übergang zum Unendlichen mit einer 
qualitativen Verwandlung einer Figur verbunden sein könne. 
So zeigt er am Beispiet des apollonischen Ereises^ dafs der- 
selbe in eine gerade Linie übergehe;' es ist dieser Kreis be- 
kanntlich der geometrische Ort fiir alle Punkte, deren Abstände 
von den Endpunkten einer festen Strecke ein gegebenes Ver- 
hältnis haben; nimmt dieses Verhältnis den Wert 1:1 an, so 



Widentand finden^ aber immer geriogereo, je kleiner die Teile dea zu teilenden 
Körpers sind; aber wean wir HchlieJÄlich mit AnwenduDg der feiiistea nitd 
Bchärfifteu Inatrameiite, wie sie die kleiaeD T«ite dea F«aen Bind, ihn vielleicht 
in die letxtea und kleineten Teilchen auftöaen. ao wird in ihnen der Wider- 
«tand gegen die Teilung nicht mehr bleiben, auch nicht die Fähigkeit, geteilt 
zu werden durch Tuitromente, die gröfaer nad als die Spitzen dea Feaen; 
Dud welche Sage oder welches Messer, das in das gut geschmolzene Het&ll 
getaucht ^rd^ wird etwas £a teilen finden, das bei der Teilung durch das 
Feuer übrig goblieben wäre? Gewifs nichts, weil entweder da» Oanze schoa 
auf die feinalen und letzten Teile gebracht ist, oder, wenn noch Teile geblieben 
BCtn sollten^ die noch weiterer Teilung fShig waren, wir dieselbe nicht auS" 
fähren könblen, es sei denn mit TeilungsiiutrnineDten, welche spitziger als du 
Peucr wären." 

^ Op. n p, 342. , , . altisdma risoluzione in atomi realmente indivisibili, 

< c^. m p. %, ae. 



46 GiLiLBi : Yerwaadlung v. Eigenachaften durch d. Übergang z. DoeDdlichen. 

wird der Ort die auf der Mitte der Strecke errichtete Senk- 
rechte, während der Mittelpunkt des Kreises ins Unendliche 
rückt; folghch ist diese G-erade der GrenzfalE des Kreises^ wenn 
sein Radius unendlich wird. 

Daraus schJielst Galilei, dafs in der That der Uhergang 
zum Unendlichen eine innere Wandlung der natürlichen Be- 
schaffenheit zu erklären geeignet sei. Ein anderes Paradoxon^ 
dafl Qalilbi schon früher vorgebracht,^ ™&g ^^ dieser Stelle 
erwähnt werden. Es dient dazu, ebenfalls zu zeigen, wie beim 
Grenzübergänge sich die Katur einer Figur verändere, während 
doch gewisse quantitative Beziehungen auch noch im Unend- 
lichen bestehen bleiben; dafs aber in diesem Fall dieselben 
nur einen Sinn behalten, wenn die Art und Weise, wie das 
Resultat des Grenzüberganges erzeugt wurde, festgehalten 
wird. Während oben das Verhältnis der Abstände von den 
Endpunkten der Strecke ein bestimmtes endliches bleibt, wenn 
auch der apollonische Kreis unendlich grofs wird, zeigt Galilei 
hier, dafa die Peripherie eines Kreises gleich seinem Mittel- 
punkte gesetzt werden könne, d. h. dafs die Beziehung der 
Gleichheit bestehen bleibt, aber, wenn sie nicht richtig ver- 
standen wird, auf einen Widersinn führt. Schneidet man aus 

einem Cylinder (s. Fig, 9) einen geraden 
Kegel heraus und schrei bt zugleich 
in jenen eine Halbkugel ein, deren 
Grundkreis durch die Kegel spitze 
geht, so trifft jeder zur Grundfläche 
parallel gelegte Schnitt die erste 
fÜc^9 Figur in einem Kreisriuge, welcher 

dem entsprechenden Parallelkr eis der 
Halbkugel flächengleich ist. Der Grenzfall des Ringes ist die 
zusammenfallende Gmndperipherie des Kegels und Cylinders, 
der Grenzfall des Kugelkreises ist der Berührungspunkt der 
Halbkugel, also der Mittelpunkt jenes Kreises. Wie man sieht, 
beruht die Aporie darauf, dafs Peripherie und Mittelpunkt als 
unendlich kleine Flächen auftreten. Der Übergang zur Grenze 
erzeugt eine Verändenmg der Qualität, welche aber quantitativ 



Op. III p. 18, 19. 



Qaui«: On DnutUtkr. 



47 



^^prficlEbsr wird, wenn rlftbei du» G^^t« dc^i EoMohotu di« 

Den EinvTAuil, dais ftua UutcUbaron kedne «adlic^Q Ür^lad 
csaldt«lieii kOau«, widerlegt Galilse AU&ich^t doidorck, dal« or 
Mgi, tioa ciliar ötidUchob AqmIiI von onetidücJi kJoinea Uu- 
leilbaren könittv cUicrdiaga knu i^oAutum e&t«toboD, wohl atw>r 
ADS tiinrr TiDcndlichcu. Dem entgegnet ärurucfOf dafs ftUdAun, 
w«nii z. B. die Gondc aun uncnillicb vielen PimkUn b«3t4iid^, 
bvi drir ZnaaiumenfTigucg svi-t^ior Gflr&d<:ii otno Unendtichkoit 
>«ns<ra^ würde, diu f;rOtii«r Aei oU «ine andere ünencUiobkett. 
[Juii hiier&n kj^ijpfi daaa öaltuti die treffetulo B^m^knng, 
dmSß d^s Cuendlidio Oberbaopt eiu lelattv^r Uefiriff sei, &uf 
vreIch«D dio Begrilfo grtj&cr. kleinor tmd gleich nicht olme 
iroit«re« angewendet word^ta könneop Die* erUntert *r durcb 
d«a gÜkUzeüAen Vergleiob Kwi^ghca d«r Ansahl «kr eirund* 
aUUvn und dor QQAdr&tnkblon. Solange man in dor Uciho der 
mdlkbeo Zuhlru bloibL, ul uLcJii uur diu AnxaUl der QuadiaU 
»iUen klvinrr als dir der GntttdcahlcD, 4(>n(lt?ni ex wird »Qgar 
dag Verliäluüs der Z^ilü der crfitcren zu dei der ktxt<iren imnit^ 
ungüD&tiger, ja vrailar man in der ZaldenrAthe liinaitrg^ht; 
uaiar den «mleik lOO Zablnm giU px 10, unter dt^\ erfreu 1000 
nur 31 Qufturatr.^tlikn ii.n. w. TroUdäiu i^L keiu Zw^eifel, Jafa 
jed» Zalü eiuä QuadraUahl bestimmt und dafä mau daher beim 
Fortgang ins Uiiaiidticbe auch unendlii^lt vield QuadintEalilctzi 
finden inuJV.' 

Wh die Dneiidliclikeit der Teile anbetriJllf so gibt GaulkI 
njcbu auf de» ariKtub'li^eWii TTntimrhied jcwiM^Wn Potenz und 
Aotu*, wjnac^i zwar ftotrslM tiuttwllUüi vi^^ln, -uJu ahfir nur 
«ndlidi viifle Teiln vurlmtidtüi xi^tiiri, indi-in p.r mniiit, dais der 
ÜLergatig vou der PotrUK ^uin AijUu diu Zahl dnr Teile uioht 
Fftndem könne- Das ist der Sinn der pat^^tiziellen üiivndhchkeiti 
-daJä mau im Ganscen soviel Teile anfniftf ab eine irgend an* 
gebbaro Zahl bmagt: iiutoferti entUäU eine Linie ancb uneDd-* 
liob viele t^unktp 

Niminnhr ontsc^fat nrrh die Schwim^keit, die* nnendliüli 
vwian funkln, widohe im Kotitiniiiiin vind^ dti^Mnnnd^rauIf^g^n^ 
ühati iloa Rimtintinm ^ti tT^i^n'nt, f'nd dioM huli Galili:! nicsbt 

^^ C^ in F «. 




48 UalilsI; Bota AristoUiü. 

mir niclit für immöglicb, soiidem nicht einmal fnr schwieriger 
alä die Teilung in endliche Teile, wenn man mir nicht ver- 
langt, dafs die Punkte Yoneinander getrennt und auf dem 
Papier distinkt and einzeln aufgezeigt werden.^ Zu diesem 
Zwecke macht er eine höchst geistvolle Anwendung Beiner 
Methode des kontinuierhchen Ühergangs vom Endlichen zum 
Unendlichen, um zu zeigen^ dafa eine Linie von gegebener 
Gröise sich zu beliebiger Länge aueziehenj resp. verkürzen 
lasse, ohne dafs das Kontinuum zerstört werde. Es entstehen 
dabei zwar unendlich viele Lücken, aber da in der Linie un- 
endHch viele Punkte sind, so sind diese Lücken keine end- 
lichen, sondern unendlich klein; der Übergang ist ein kon- 
tinuierlicher. Dm dies zu verdeutlichen und die Erklärung 




FJt. 10. 

der Verdünnung der Körper bei kontinuierlicher Baum er fullung 
daran zu knüpfen, benutzt Galilei die unter dem Namen Rota 
Aristoidis bekannte Aporie.* Dieselbe besteht in der Bemer- 
kung, dafs bei der Abwälzung eines Kreises auf einer Geraden 
die Peripherie jedes konzentrischen Kreises zu einer Qeraden 
von gleicher Länge ausgestreckt erscheint, mag nun sein Radius 
kleiner oder gröfser als der des ursprünglichen Kreises sein, 
Galilbi erläutert den Vorgang durch Betrachtung der Umwäl- 
zung eines regulären Polygons, und zwar wählt er ein Sechseck, 
(s. Fig, 10), Es zeigt sich dabei, dafs, wenn man die einzelnen 



' Op. in p. 29- 

» Op. T, m p. 14 f. p, 30 ff — AitjsTOT, Mtchanica o. 24, p. 8B5a, 
y%\. Pbosrloeb, Über AristoUlts* med\amscht Problffmf, za G, 26, Abb. d. mftth. 
Klasse der k. Akad. d. WioseiucfaafteD xa Berlin, 1829, SlaTvea, Gesch. <L 
Math TV, p. 8 f. 



^idui^- VelttlBVfHodaniDA diuv^ di« Afumi nnst ^uMiti. 



49 



I 

f 



P' ^ '" Gor&fle niuhL *<U?ti|j> »u»fQl)eii: htl tlns Itutizen- 

ti. !^ Ucfiu^' «b> da» lüUi^udä. äo vsitelebäu i^wj^chf^u 

tl*D flitudln«] äcrtten beim Abrollen Ltlckeii ; iflt <w grüfeerj so 
91 1 ^^rh di»:Vüc4>a dm^lwn l-'ilw^'ivr i^1inr«LD«ni)pr. Dmkt 

[;_.<__ .. TiEin di^ S<itli)m«]il iiw Uur-ndluh«* wacliMTn, «o wird 
dt» Z*b1 der nobnnnlniiiidAr ^la^rttfn mitfDdlieli klttiiinii BeitfEn 
tuul LQckr«» dwiifalU uamdlii^ti, wäbrend diö LSuge der vo« 
ikjifrti geliUdeit^u iieradt^u nteiit uuv^tfiuderi bleibt. Kfl debul 
^rb «Lku d&s ein« Alal der kJoinnri^ Kroifi aiis, dftA ^ndro MaI 
3Lj#*bt aicb der ^TdCmr^ «uxummpii, and dttcb bleibt d»« Eon- 
tiiiuiim iiDvrriinbrt- Drfnil du die fWIti^ti d<*r Pul^gono — deD 
KtfIa hU riMygon von oiteudHcb viduu tiiid uu^ndlicli klecti«n 
9*tiüui Aar/^t-fftAt — j«ui uu«udUv}i klein UDd d^ Vomt 
«n die:it-u l^unkceu im «rscbö]) flieh ist, «o bab«ii bei dem 
Umncmrii Krüt§o die frut^^ohoadoQ LUckcn kricr OröfAo nutlir 
— «io k^knnpii beli^diig kl«ia gviuAcht wvrdm — tind bd 
d^Ri giVkrHnrcn KrviM) f-Dt!<t«Kt keinn wirkliL-liti Durcbdrin- 
^iDg cKbrr Bt^wskvuif, wie b^i d«n S^itt^n eiuev ervdbchmi Pclj- 
gotu, will dw iiur-iKÜtcU klfrineii Seilen d^r Qnantitiü ermaogdbu 

Hüir mitjiii Gaulri uiu AdaIo^ou Kur Zasunmeiudebiuig 
und AuttdvliuuiM; der KVSriJer «utdeckl zu b&bert. Denn diosolbn 
B4HTtti:bLuog \»(U BicU »udi von FLficLen and KC>rpGrn nn- 
«taiteti, vrMin idui n« nn» nn^ndlicb virloii Atomen ohne md- 
tü'lie Orrifwi [d*Lufiu]ti AloiDi noti ipiAitti^ bnrtobeijd aiuücht. 
IViM wii )u rrjdlirhi< Teür t^iW . k:ujn phuo Dft£irisob«n- 
lagfTtmg ianvär Eäuni« oder andnäi' Uaterie mcht grO&vm 
tfinneliiu^n. Aber mit uiiendlicb lüeiuon PjiTtikolD kfinuen 

mil liilfti uQfrndlicb kleiner und tioIat let^rcn lUnne jndftii 
B^nm ABsfütlnn. 3o Ul4t vidi s. B. di<f AnKd^linniLg dedCioldea 
ofan^ Annnlim<^ riidHcIiiir ioorrr RUimit« crkl&rou, wt^du uiau imr 
sagibtt, dnÜn dckji Ould aaa iintuidUttb ^'ieltiu Unteilbaren zuMin- 
auxng^mKixi i-nt Ccoinjviiisto d'iitfiniti indimtbiU). 

Bai rUi«rtr Sttleganbäil «rhtbt der konBetf'aliTo Analo'.O' 
Dialog, HiHPUCio. warnend soinir Btimmt: }Xxai k6nnl« 
daJs dies geraden Wegrf anf dir xcrftronten leeren Zm- 
»aKenrftDme eni*r« gewiwen altern PbilotBO|dM:n bt9wu<komiu«u tiolle, 
*> ' I ' ; dftH fromme nnd »Ui^ugg laubig*? QemuL dnö Redeodeii 
o ^>% dafi« rrnicb frm von de!rj^ei€heu K«lE£reieii hiite. 



50 



G«i-iu]: |iM Itfnn«lve in K^smelommt 



Froblcm d«r voriLodcrUcK^n Dichtigkeit d^r ßAumcrft^UtiDg 
h«TftDtnct, ut far A<ime Dcnttvreiae sn^ 1>e£^chneodT wenn man 
die Uim suk^f^^ead« Daiikelb«it durch die Aualogio ddr gftlllei- 
»chen LQsimis des B^w^gungsproblema atifiEuhoUen nacht VIb 
zmifl «ich dabei, dafii Hu mAthematiache B<3W^el nur «rliutemd 
iml[t> nicht aber sn einer maihciiiati»cii«n Paamng de« BcgriCfo 
der Hatimcrfilllnng fnhrt, wie eine itolcbe dem ßewegQDgnbo' 
grifi* in so fruchtbarer Weiae durcli Qalil&i ertnUt vorden war. 
Dir Konä«qceus de« Ueduikoos ist nnbeetreitbar» Die Ver* 
inderuug de^ KürpcrrokiuoDs üt ztx erklären ohne Aufhebung 
tlea KoQtLDnanu; d. fa. da? Kontinnum der Materie selbst iat 
SU denken alü fähig oinor Ändemng der rdniDhchen £xtcDsioi). 
Nun i«t aber Änd«niii^ im Kontimium begrifflich nur fafabar 
doKh da« Denkinittel der Vambilität, indem jeder unendlich 
kleine Teil, da« Kaumeieinent> gedacht wird ala nocb den 
Charakter der Kdrpereiiaiens beeitsend. wenn anch 
«eine riinmhchc Aasdclinung Tor^chwnndf^n ist. Sowi« 
der Bewegong^begrilT entdeckt und damit da« Intomive der 
Empfindung objektiviert wurde, indem unter Abstraktion von 
der Zeitexten^ion dnn OeAcU der MAtt findenden Lagedodonrng, 
wie c:« die intrnnve Wirknng «iu«chlielVt, im unocdUch kleinen 
Zeitmoment vorgc^teUt wird^» ao <olI anch im Baumpunktc noch 
«in Geeetft der BanmerfQllung, eine intenaiTe Qrdiae^ ein Kdr- 
perelemeni oder djuamiscfaes Atom vorgestellt werden. Enfol^^ 
dcMcn löst fiob da« Konr^innum auf in eino Untndhebkeit int^n- 
nver Punkte, vdche in ihrer Gcwmtheii mat«hc]ie Extenaon 
VDtBt«ileti, wAhreTMl jader l'^aich keine beatimmt'i Ranmgr6Cvo, 
wohl aber eine beetimmte Pcsition 'ala materieUer Punkte vcf 
tritt; und da in jedem endlichen EanmteUa noch unendlich vid» 
Punkte sind, ao wird auch bei einer Volumen&adening dock 
kein endhcher Sprung eubstohen kfinnen. 

IJdtte Gai.ilri dvn Yoraach weitergeführt, am ebenso, wi« 
er da* Zeitelemcnt mit einer <|uantitativ mercfbaTt^n ßowegnn^e- 
intenait&t erfüllte, an^h der im Ranmelement vorgt>3tailt«n Hr*^ 
fUlun^mtenstUt i.)uanUt«tivou Wert tu verleihen, so väm er 
notwendig aui^ die Vontcllung ^on Kraftcentren gekommea. 
Denn da» Mafs der Uadurohdringlichk^it oder der Uatimer- 
ffilinng kann doch nur gegeben eein in der Or^f^io dea Wider- 



3 



tfrftik 'Inf .«tonüMQt Oitnnv. 



ÖL 



ytmitles. welib^T der DitriOKlnuguiifp gclri-ctHt wjrd. Kbrn tlittftfs 
UftfA hjiUe <iAI,JLit an (W Bewegung Fntdm:kt. Er liAtt« r« 
jeUiL im Kaumpu&kt h7po»tftaüer«n nud damit ji-iin Aufiotn^ TTr* 
«aohe etoi^r Rraili cmfObren mOssen, die er bei der Bewi^gntijf 
als i^*> i^Hahttm oeevUa nnx^ohlierwtn wollte. Rrst der DewU>ni* 
sdwRa Phjick war dintv^r F<*l]lgTifr vort^baUen, Rs kf§t ^ch 
lifctht laiiffii**iip daf» dien» TUinrifVgung doT Tnt^tntntAt «nf dm 
'BBUinpmilct einer der Wtp« int, den sii verfolg^^i lohtit, und 
ilftla er g«nise«u Teilea der recbtieriflchvru Pliyiük grufitr Vor*- 
teile gebmcfai hat Der Ge&ius nnea GAtiiLXi blieb frei von 
den in4tl«|ihy?iiiwfaon DeDttiiigeti der Bpigoiieii. trenn ancb 

iAUt.Ei tiiclit der VüH'iirhtmg widitr^obeQ konnte, in »btger 
:Umng wtoig»U:iis nnzndi-ui'cnf wii? xii wnpr Rewegungm* 
labre «iufl AnalogiK iti d<-r KürjitrlvlirM iiiöglick nvi. 

Man <-ikeiu:(t indes, daCa die Anwendung d«-x T)«iikmiMflM 
der Vanabjlitdt aaf das Bauraeletawib da» lücki It-inieii kann, 
vaK sie lei«4en moII; no bat ihre Kraft in der Piiierung der 
djTKMuniJBchrn Rrm^gimg im Z«:tc]«iii«iit, vprmng aVrr da.i Ranm- 
4t]«*n>cnt tiicJ^.L kot Mat<;n4> su madiao. Da? IntiMi^ivo dirr Bo- 
w«igKing ixt din riiivige Rralitals aki wdcbe die ^inpfiiidr^rg 
un RHiitn abj«ktiviitrL wird, Dtn Ttaiiiiif-rfüllnu^ Pf^llint ertVirdert 
ki^iip niTut- KvHlilÄt, wHidem i^t HtlbtiL auf Buwvguu^ cnrf^ak-* 
filhrbar.' Dab dm- Baura erfCÜlt Ut und dalä erfüllt« Bäqiub 
ihren Bewegungszustend abftndenif sind TbateBcheu der Er- 
weiche mit ihrem erkenn tu i«krit Ischen ürspmnge in 
. 1 F.iitriohtung de« BowufvUeitw «nirxi*ln. Um sie be- 

riiritch dan^afltidVfln, tx-darf iw nioht «Muer 4iid*?m tiit^niciveri 

fnlfwi*, lüs wir ^'w scbnii in der ßt^weßuug haben, üüudfTm nur 
Verbind (itLg derselben mit den GrundHfitxeu dvr Subitlauxia- 
liUt tmd Wech&elwirkutig. Will man ßannierl^ltnng imd De- 

r^ongsnrsHche im ChHrnkter jedes B«um[iunktes «ncheD^ vie 
die dyunmicche Alomi>ftik de« l^. Jahrhundert« tbnt. ^o 
tnab mao dm Ranmpunktf^n dici Kigeii«oli«ft«n der KxpnitMou 
tmd KontmkuAnj d. b, Ah9iti)rtfv?adrt und nnv^iehi^idn Kräflo bei- 
^Inf^nn. MiL ;ljtv4er Aimalinie kann man ab«!r ntir eiueii Teil 
'd«tr |ihvfiikAli«cb»i:t Prul-lE^iue bt^ntalti^eu; sie reicht aua xiir 
Darsteltnug der ßewegnngen innerhalb homogener Systeme. 



\lll m A»*. /»r *.Wr JhMMJ: V f. r. Ph 11 St. lÄT (f 

4* 



52 Kol 

Äli^r schon die Wcichsülwirlcmic: i^c^itr und ilib»Lg«r Körpar* 
der ÜboTgftng; der Agpvi£ttt£atft&u<Iet gtidcbweif^o di« obemificiien 
ErvciiCÜJim^Aii, «rforckiü di» Dttnt^lltmi: vod Bewegiiniciui 

dioMr luilividualisieiiuig der Uaoeri» tu abe««cUoaBaD«ri KOr- 
|i«cQ gib'- de TOQ d«- roüi djiiMiiiffc1i«n Theoiie Btu keiatm 
Übergang. Dia rh>*nik kann dwi Eorposkeln odor dtv ondtictL 
auegedchntcn Atom» nid-.i r^ntbchr^D, (ic^rt^n Bftp^ff Attf dam 
DcakmilLrl dax SubatanjcUlitiit beruht. Die Tbauacben des* 
Krfabnitig r«igi*n, dafn wir tait unaena Leibe mitt^ eviaobeiL 
dcD iM^wragleu Körpera sl^keij* no coigeu abo dio R<mitt«r- 
fulbiDg von Anfang an dUkoniiuoiarlich. Voa dioaeo darcli 
Ab» Ueukmitlol der SobataiizialiUlt ab ga&s«, endlich «oiga- 
dehnte Itaumtaik fisLiori^a Emhoit«n htii dia Botraofatusg eu^ 
flugalwii, w^nn ko ombptüicbe Subatrat« der ßewr^uug, fcala 
K^Tpanna^KiMi gcwiutiou wilL* DalÄ de&Aclben iutou^ivv .Raiim- 
criulliuig zukommt, isl d&im darauf surikckzuf^ran, doils aia 
bewegt aLid, wobei die Gr^r^e und GeflfeJt der bewegten T#ilo 
(Aloat«> boaUmmt wird uacb dem Dedaräii& der mathematucbou 
Natun&'iaaeDschaft, die Kinhoit (SubatansiaUtU) der bewegen 
Teile aber edue oi'kcDntuiskritiaclLo B<^inguog ift, Nicbt im 
Übarakier dar oiiiKclnfTti Rauniptinktc, nonderQ im CliArmktrr dar 
Bevrogung gaiiMr Bauistctlc ctinht daher d^ kiueci^^ho AiomiMtik 
div iir«iirüng1tcbr< Rt^aütat CfOwoid der ItaiitnrtfiiDang ala dar 
L«ga&iid«ruog der lUumteile, Das Prädikat ^<imi<in«amvr 
Bewegung der Teile eine« Hamnqnautuma k4Um nur durch daa 
DeukinUtel der SubsUnmUt&l ibm boigelegt wardeo. ao daCs 
ein otnhdtljchea MawentciJchcn cnt^l^ht i )f1--e die IU<^-egntiga- 
toadctut als Bxpaii>ivkraft im «inzclucn ILaumpuiikU-, ao w&ra 
aa uum^licb xn begTrlfen« wie einer öumtna irolcber Piinltia 
aiuheitlicbe Bevre^^uitg aokomme:! kSn&in. 0«r pbyM.if.bc K4r* 
|ier imttftBcIietdei eich vom goomeLriaeheD Haum dailun^j, dab 
ihm, reap. aeioen den Umatändea nach oaUpincbefid klein ul- 
genommenen Teilen (aW uieht PunkiHn], die iulmihiva GiQßte 
dar Bewegung anliAftet. Die Dfiwegung gebt im JCüntiniiom 
dea Ranmoa vor nicb und ihr Siibitrab iiud dia bügiilTlicL ala 
diakoDUuuierUcKa Einbr^itna fixi^rt^n Raamteil?. 



T^. iL AhMlia «b«r l^avo. 1 S »M- d»n 



und d T«rMtiIiiii r«r 

DaJ'ä OALtLsi dordi das D«nlaiiitt«l «Icdr Vfihabilität. tiucb 
'd^D Bef-nff der E6rp6r*tib0taii2 mi bewf&hipftm g^doolito^ lojc 
daran, dsf« f^r die Korp«r irmimlich and antfr ddjn naclunr- 
kcndcTB KtDllti»«<* dMi AniaTOTBLKü aJfi koDtinuiorlioh anlTafis^ii an 
i^sfivn gjfinbti}, i^th »ich hiiMin an Dxuocrit uiBiii«clili4)ff6n 
^mtid Atcia4i und V^cua von ondJicbifT Aii^^oliDQikg easuje^bcqi. 
K> VBrföbrte ihn dit^ OowaJt, wölrhe er äb(*r (km H<^fiTiti' de* 
ÜUQtidtiobklemoii orl&u^t h^xie. Et he^mR dabei, i:ur iii ont- 
[eup^eaet^u^r Kkbtiinf::, dens^ben Fehlc<r, me GioaoA?ro Bnrxo; 
loeer )mtt<> den Atombof^d', ilor ihiD als Mirnrnnm eo f^iso 
Ihanoto d<?r F^bonntnis grJoiKKrt, auf daa KontiDuam df« Raa- 
iiitd dor GitoxRotn« zu Unr^cUt äb<yrtrag«&; obenso AboTtntg 
^ALOBT za Unrecht d«t] B«g[rifi' dor nn^dJichen TnJbarkait 
auf dio Matciie. In den vtomi n^ qmmh witfdorbolto er mm 
tjihxk noch <>itun&l donsclbon Ab«traktionEspri>TorfT, der bei 
Bewegung daxu go<lioiiL hatte, das Inloneiv« von dür Ex- 
tdon d«r Zftii sn «ondom. Hicnu Uogt aber kein Bcxiürfiue 
Tor. Im KauiD« kann die^e äonderung mcht nooli einmal vol!- 
»geii W9rdi*n, Ha si« in dioeom bereit« dorch dit> rAmtiltclio 
pe^ung j:(:vrjLbrtoL8Utt iat. volche den bewegten TcücIk^d in- 
DVD Bonlität Trrloiht. Nnr an dor tfowoignng wird dio Km^ 
iflndnnK objoküvi«ri; im nnondlich klaincn Zoitmcmont kann 
in dio T(?;idens dcä Fortgango« als intctudvo Ur5JjtD foseetn. 
In RotiüuuiuD d«6 Raumea dag^«n ist ja der betraobteU 
ibyaikaLiscbe K^^rper nic^bi eine äieläcnde, sondern oin« be- 
ide £reGhoiii(mg: «Uoa VovfUid^liohc, alle dynamiache 
Wirkang haflci an der Zt^i^. Am Haome vcTlic»rt du Denk- 
Buttf-I dor Vnnabilität soinon Sinn a!» Erzcngungsmittel der 
i'byatik ; wohl können dio Tcdle und Uimoiuicncc des Kaaniotf 
ti» veründerijßh gedackt werden, abnr dodnreh «nt^tckt nor 
LGeomcthQ und PboTODomie ; wohl kann man die ^^xtondon 
inUieren. aber man behAh kaina physiaobe BealiUt übrig, 
^»aloke man bor^ifia beim Fixieren das ZaitraomenU von^eg- 
pfifiOtsmct) bat. Da« Intensive, welobo» man im Ztitmoment 
f-Biia drm Konuntium drr Ktnprindong \ütrU >^^ zwar Jedennai 
au i*mt:U beaUmmtcü Ort« lokaLsieit,^ abar man. kium es doch 



^ Tgl, tn4h Kcvrpm, KrK.tk Loff % H— d& g 135 iL m. Abb. Ober 



M 



:u md Uwciai 



nur ainmiil in dva Begriff uufnoliBi&u^ suints rAumltcIin Bi^ütiminnn^ 
tft von d«r £«ttUeh«n lucht zu troiuiecL Der trOgomoho äohvin, 
aIc bliobo «uoh im Rwuapunlct noch ein IntecaiviMf rülirt da- 
von b«r, daö »an iu der BAUinerfulluitf; uocb etwa« audre« 
s«heii vrill. ab die Tend^z «nr B«w«g:unga3kiid«ruti|;. do^^en 
B^f^idf man doch schon vorher vom Körper abgesondert hat. 
Innerhalb do« BaambagrifTe virkt dw* Donkmitt«! dar Substanz 
und entongt da^ «xtaunivg Atom; du dor VariabiUtat vArl^iht 
ihm in der Bovöguag don iatenflivon Charukter di>r Rauiii«r- 
fEUIung (all Energii») und oraongt iin Vereinte mit dtm d«>r 
KausaliLät <md Wech^elvrirkiuig di« Cr«««t£Uehkeit d^ koutl» 
nuierlichen Verlaufs d^v |ihyäiscb«t) HVelt. 

Galiu» war «^ mclit R«lung4D. mit dor GntDdlage» welch« 
or durch d:e Objektivierang der Bewfigang f^r dio Naturwiaeeu- 
acbai^ scbrf, acogMch auch d«m Begriff dtt K6rp«r« «inv ant- 
apRW^houdii Vollendung zu gob^i. Sain QonJua erforderte «ina 
Srg^ixuug duTöh eine audro Eiohltmg des D^nkena, tind di««d 
leistete PasoARTBas. Die Godonkenkreu« dieser beiden kon- 
genialen Mänuer, welche «ich ftür die Geachichte der Wifiaen- 
«ofaaften in der glaokltc^teu Weiae v^reitüfpoD, muTiiteti &ir 
ihre persönliche Anffat«uii|; auaeinatHlergehdnt so daß) dieiae 
DiTar^genfl bei dem jüngeren vcn ilmen, d@m Sy^ematiker Dw- 
OJms, fact al» »ine AbnAi^nug «am IiownlVt#«>in kam. Waa 
G ALILEf feklteT dio ^ureiclioudfi bf^ifTliche Fixii>ntng doa S u b - 
atirai« der Bewt^gung, dte Erfaatung dee phyiLAchen Kö 
durch dai Denkmitlei dt^r SubstanzUJitat. das eben be 
DKSCjLittEf, und 68 mag eein, dab gerade seine grüfs«>re, wenn 
auch ihm selbst nicht bewu^A AhhatigigkAit von ub^riniit alten 
Begriffit^yatemen ihn boi^higte, in icdinctui mechauiitcb«u Sjiitem 
den Begriff do« «nbrttanxiellnu Kor]>i;skeU aufrecht xu erhalten. 
Aber aur Vollvudiing der yaiurphüoaoj>hie mangelte ihm wieder 
derjenige Teil de« phjaikahschen Denken«, wHchen GAi.ii.m 
au8gt^bildet hat^, die Erkesmttüs des Int«nflivi>n ui der Bewe- 
gtiug aU der KealilAt des Körperlichen. Die Kondnuitai dar 
physikalischen Veränderungen vennochtn er daher nicht her* 
raatellen. Der physleche Körper iat auigedehnt« und bewegte 
Subeunn von intettnver Bealiut. DncARiEc gedachre den 
Begriff de»Helbi-n durch Ausdehnung, Subdtana 
nndBewvgung, QALaat durch Bewegung und inten- 



DKBCAETEa: Ifethodiacho DantelluDg- 55 

6ive Kealität ftllein fixieren zu könuen. Damit ist 
der Gegensatz dieser grofeen Denker, ihre Beachränkung und 
ihr Verdienst in Kürze zusammengefaist. Die Geschichte der 
Korpnsktdartheorie hat sich nicht f^ den einen oder den 
andern zu entscheiden, sondern ihren beiderseitigen Beitrag zur 
L6wmg des £örperprobtems festzustellen. 



Dritter Abschnitt. 

Descartes, 

1, Beine Lehre. 

Der methodische Gang des cartesischen Denkens verdeckt 
häufig den geschichtlichen Ursprung seines Materials^ Man 
findet in den Begtes pour Ja diyedion de fesprit und im Discours 
de ta meihode mit einer Klarheit, die nichts zu wünschen übrig 
lUst, den logischen Zwang entwickelt, durch welchen Debca&tes 
von den Prinzipien seiner analytischen Methode aus zur Be- 
handlungsart der einzelnen Wissenschaften, insbesondere zu 
seiner mechanisch-mathematischen NaturaufFassong geführt 
wurde. Aber indem DEecARTEe alle Gegenstände der Erkennt' 
nis unter diesen methodischen Gesichtspunkt stellt, unterhegeu 
dieselben einer Umformung, welche die Spuren der Wege ver- 
wischt, auf denen sie dem Geiste des Denkers zugeflossen siad- 
Sowohl der empirische Zusammenhang, in welchem Descartes 
bei seinen langjährigen^ sorgfaltigen Beobachtungen den reichen 
StofiT seiner Gedankenwelt gewann, als auch die Abhängigkeit 
desselben von der historischen Überlieferung und der zeitge- 
nössiachen wissenschaftlichen Arbeit ist im Interesse der syste- 
matiacheu Deduktion verdunkelt. Es erklärt sich daraus einer- 
seits, dafa man Dk^cartes häufig in einen nicht berechtigten 
Gegensatz zur empirischen Eichtung der Philosophie gebracht 
hat, andrerseits, daÜe man seine Gleichgiltigkeit gegen die 
JEntdeckungen andrer Forscher und seine mitunter schroffe 



^ DfiacARTEB: Zweifel. Cogiio. 

Ablehonug iremder Resultate auf persönliche Eitelkeit und 
Überhebung zurückgeführt hat, während sie nur in dem Ver- 
trauen auf seine Methode beruhte, die sich ihm in unbestreit- 
barer Weise bewährt hatte- 

Für die Geschichte der Korpuskulartheorie ist es von 
höchster Bedeutung, wie das physikalische System ihres eigent- 
lichen Begründers und bedeutendsten Vertreters sich im Geiste 
desselben entwickelt hat, weil nur durch die Erkenntnis dieser 
Entwickelung die Kontinuität im Fortschritt der Korpuskolar- 
physik deutlich werden kann. Es ergäbe sich sonst ein un- 
verständlicher Sprung über das zweite Viertel des 17, Jahr- 
hunderts, bis im Jahre 1644 Dkscabtes' Prinvipta als ein 
fertiges System auftreten. Gerade Dkbcartes hat, die Welt 
fliehend und seine Physik ihr absichtlich vorenthaltend, sein 
System völlig ausreifen lassen, und neben ihm finden wir in 
jenen Jahren keine bemerkenswerte Förderung der Korpua- 
tulartheorie in der Öffentlichkeit, soviel auch im privaten 
Verkehr der Gelehrten dieselbe diskutiert werden mochte. Be- 
vor wir jedoch die einzelnen Einflüsse auf die Genesis der 
cartesischen Korpuskularphysik aufsuchen und darzustellen 
vermögen, ist es notwendig, die voll endete Korposkulartheorie, 
wie sie mit den Pfmcipien in die Geschichte der Wissenschaft 
eintrat, ausführlich vor Äugen zu stellen und dabei diejenigen 
Punkte besonders zu berücksichtigen, welche für die Fixienmg 
des Körperbegriffa wesentlich sind. 

Die analytische Methode Dbscartbb^ beginnt bekanntlich 
nait dem Zweifel an allem und findet erst in der Selbstgewifs- 
heit des inneren Geschehens den Angelpunkt der Wirklichkeit, 
in der Klarheit imd Deutlichkeit der Vorstellung das Kriterium 
der Wahrheit. 

Es gibt keine Einsicht, an der wir nicht zweifeln könnten, 
ftnfser der einen, dafs wir sind, indem wir denken ; coffrto ergo 
snm. Selbst wenn wir über unsre eigene Existenz zweifehi, 
sind wir uns doch dieses Zweifels bewuTst und beweisen eben 
damit, dafs wir existieren. Nun aber flnden wir in uns die 
Idee Gottes als eines vollkommenen Wesens; da wir als end- 
liche, unvollkommene Wesen nicht diese Idee ans uns selbst 
haben können, so folgt, dafs aufser uns noch ein absolutes 
Wesen existiert, von welchem uns diese Idee gegeben j^t. Jsi 



Körper, 



hl 



Goct N>«]t3P.a vir «inn ootwcniiigo Bi»diDgciDf!f dor achcffan 
I'>boDikiT'.tii üls<*r)xAitf>r : e» vti ui^ht tndglieh, thttf Hoin^ toU- 
bomtitpfio WnKrL&fti^keit ilq« Uuaeb^n köiiitv in tlttja, w«a tiir 
ftU vftlir volbtdiidlg klar und deutlich drk^niMii. rhircli diows 
iwifttbeit fier klaren und fleucLiohen Krk^nntma wird an« die 
afteox zwei«! Substanzen verborgt. .Subiunz m aämlieti 
[enij-«, wftA zn Mineva Bc«telion beine« ftt]<trttii DiA)^;«« b6- 
d*mnAcb ii^t mnftclt«t Gott dio Aiuxig« Substanz; unter 
lUoi G«tiGhaff«ti«u nb«r gibt «t £n'«i Dingo, wdlcho xn 
DftMin kein«« &ndr«n bedQrfeu als GottM Bebtuid tmd 
wir klar und deutlich erk^iiD^a. ¥m sind die k6rp4)rlicbo 

iz und did dankende Sulwtanz.' 
Di^ Sattir der körperlichen Subfftfltxz wird nobildet doroh 
dio Anlehnung in dio I^ftnge, Breite und l^efe.' Dio Zeit, 
Ordnnnf; and dU ZaHI sind k^ino Snhetanzen, 4uch ß^ 
hr^u KLO ticht «nr körporlich^n J4ul«iftnSn «ondem scur den- 
k4i>df<n, Ton w<ilch'>r no Modi (ZnstÄnda) cind.^ Wir b^nmorkou 
L0r An den Kl>rp«m ^ino B^iho von EicenvchAftfrtj« wiv HArte, 
'iehl, Farbe u. d^V: Aber alle die«« sinnliebcn Eigenachafteu 
inn nieht snr Nfttvr des KorpOfB. sondern zum VTeaen 
mwrer Vorstell unfi:, Wir wftrdeu keine Hfirte fühleu, wenn 
bei der B^iv^unf; nn^^r Hände alle 7on ihnen b«>rUkrteQ 
JEOrper mit den^lben C*6flchwindigk«it xurückwichen, ohne dafs 
dftdnrch die AugwAichondon Körper ihre Körpematui verlören, 
pelbo gut vOD den andern Ei^iMtffchaAon der EGrper; wir 
len die««lbtin von dem Kürpi^r abmunen, eo dafs nichtt 
ftbriff bleibt als <hti ranmlieho Ausdehnun^^.* Dioac riiumliolie 
lehnung iirt Subetauz. ist das We^en dea Körpern. 
Hieraus orfroben nch sofort mehrwe wiohlifi;** Folgernn- 
gen tmd ein^ Frago, der^n Beontwonung für die carteeisoho 
rhiloeophie vorhAngnicvoU iet. 

Din Fulg^ruogen vtnd zunftohi^t diof^: 1} Es gibt keinen 
iMTcrD Kaoin; 2) die Köq>er (Matcrio) aind büt io» Unendliche 
tMlber; d) ee gibt nur eine, aber in« Unendliobo uu«j;edebnte 



T^ ka4 r«nvT«ri^, den UtctBi>d]Oh Tut uftoh Oftra oumia, IVft&cot ft. U. 
in:. XHo uSngA Werte t^h Ormm, p 7, Cuci», VnrU 1824. 



5» 



DucjUT>:>i Au»dt!ta<u^|?- Kein Vai,uaia. £«iii« AlvuKi 



Welt, in w^lch«r wu stcülichcr Umw^hiod von Jiitnmd and 
Ertj« in^feni uicht emtiort, nts ^ic Ldrpmhcho ^uk»Uni in 
alldfl Teilen dor Wolt ein und dicaelb« ut. 

Dtd Frage i«t dicso: Worin 1>ost(*<ht der Dntcrvcliibd 
swiwiion den ^vinielnen S&rpem und dorn Bamuo, d. U< wie 
diffbrensiert Moh di<^ aügemoiDb ki>rpt'rücUe Subetapz der A 11»- 
delinunj; jcu don eLQJ»^lalln sinnenf^Jligon KOrpoom? 

Ein Vdcnam iiu phiIoflOphi«ch«n SinnOi d, h, <iinryja Uaum, 
in wekJiein sieb keine ^ub«tiins befindet, kann m nuch Diß- 
OAftTBK nicht geben, da Au»ctchntin£ dcd Ruomo« und SnbtTtuDX 
id«iiu»Gii sind.^ Aucb der teere Rftam be«itxt Ausdobnunji und 
d«mnihcb ttnbat4iu£ir;lJcii lubftlt, d%a Wort leer hit aUo boi 
Dbscaetbs nur den relativen Sinn« iu wololiem man im RpwUhxk' 
liuti«n Leben von einem leoren Oeföfse, einem leeren i^chiffe 
und dgh äpricJit. indem man darunter em UeftC» oder ticliiff 
v«rsl«iit, in w<?lcbeiD sich nicht solche GegenatAndc befinden, 
wie- man sie erwartet. K^ ist dimit ab«r nicht ein ticlftfs eto. 
gemeint, in w<rbh<Mii nb^olnt iii^^hM i.-it, .-londcra nur ein gletcb* 
giltigcr Inluilt, wio hnlt, WaA-wr, BaUost etc. statt dus «r* 
wünschten und braacbbaren InbalL». Wtirden in einem Baumo 
niiht bli>& die vfthrnchm baren, aondcm abti^Iut all« Körper 
furtgenonuneu, M irfire die:» glocfabedouteikd mit i^cr Auf* 
bebosf; dioee« Kaume«, einem Ziigtm menatOraen der Orenacen 
desselben/ Die^ absolute £rHlUnng des Bamoee hludert jedoch 
uichlf wenn o« notig s«ld sollte, den ranmerfiUlfadeii SlolT 
siob so sa denken, dafs er die Bewegung der K^trpor wodor 
fordert noch hindert; diese Indüfer^njA dos Uanrnn in Bezitg 
auf die darin bewegten KöTpnr icit ja i^ffoubiaT da«, was man 
mit dem Begriffe eine« leeren Ranmc:« ausdrücken vilJ.' 

Die AufiaaMing den Baumes abi Sub^tana hebt aber nicht 
nur daa Vacttuui, aonderu auch die Möglichkeit des Atoms aa£ 
Denn da der Haum sweifellos Ina Unendliche teilbar ist, ao 
muf« ee in gleicher W^se der Stolfsein, welcher mit ihm identiaeh 
ist^ seixiQ Teile sind iu Oejanken t^üban und folglich nach 
d^MU Prinzip, dnfü das klar und deutlich firkennbarn wahr islt 
aneh in Wirklichkeit «Ja sdbat wenn wir annrhnten, Qofcb 
habe bewirken wolleu, daf^ ein gewi^^er Teil des Stoffe« nicht. 



A»i&n.1fi, /<#>>0>4r (h.\rpJ^t.-*Prm: II, 19, * ' Amt. Itl. 



WQiUr g«toilf vcrdtm konno, 00 wiirdo muxi dio«oti darorti 
tiirht üi^nüidi miU^Übaf utMitii^u dürtcu, D<^n wauu Octt 
bewirkt hittu, dalJi jtjjicr von koincm seiner Guoctöpfe 
wenleoi kfrnnte^ tra kotmt« 61* sioUerUcb doch üok 
die^o Macht, z» teilen, nickt nebmea. woil ee g&iis 
t^SgUch tdtf dafB or e«ino i>igODO Mftcht TonxuDd«re Al^ 
loibt, ftbsoltit go«procbon, der StoflT immer toilb^r, voll er 
ter Nator nucb rio b^obaflcm Mt>' Wir wcrdti«i indeAvcti 
td iH>keu, wio Dbbca&ts trots dieser <iiitö<]hied«ii«Ei Ver- 
fünft der Atom« uud ded leeren Benjna dieso BUU- 
niittel der pby^alMchon Anachfiuung sioh gleichwohl »u 
>V«hren w<>iljs. 

Wir hommon ntm su der Präge naoh der DifTarouEiorung 
dee Sto0e#- Dm C4 in der gunsen Welt nur ein und douHolben 
iUxS gif^bt, deinen oinsijcoft Erkennun^ttttoicbun die Atudekuunj^ 
'bt, so mEladen all«.' au ihm klar erkennbaren Ei^nsokalVan 
ödi daraoä betleiten laacieu. daffl er teilbar und in seinen 
Tauen bev<-f;lioh iaU* Ke gibL keine andre VerAnderung alA 
r&nmhch^ Jicwcf^img der verftchi(!tdeni>n ToUo d^^r aiuge- 
lian Substanz« und alle phystkAliBchen Krklimngeii müsson 
attf dieeo jEurCickgefUbfl werden. BewognLg aber ist auixu- 
als pGbernihrang eine« TeiUtf dnr Materie edi^ oinc« 
IQipon an» der Nachbornohait derjeiii^eii KOrper, wolohe ihn 
niunitt«lbar Ix^hren und als ruheud betrachtet werden, in 
die Nachbarftchati andrer K^n^^r.'' Woduroh aber, tragt man 
jettKy imterecbeidet eioh cön Teil dos Stoffes vom andren, waa 
bewirkt die Abgrenzung des Stoires in Teilo^ da doob in der 
blofseti rlkninliclien Ati9di?hnung kein Dntencbied einzelner 
Teile liegt? IJRdCAATfS aittwortet : »leb vcratehe hier 
antar eini^m Korper oder «inom Teile der Materie 
itllaa da», wa» auf einmal I (gleichzeitig) Qber geführt 
ird, wenn m aaoh seineracita au» fielen Teilen besteht, die 
tder vt-reohicNdene Bevegnugen haben; und ieb ße* 
farauobe d«n AuMlruch f^ßboriiihning'' und mekt „Kraft'' oder 
Aktien"» w«lcbc überfahrt. tm3 zu zeigc^r, daHt di«* Beveenng 
i^r ^.•r'\ Ifewogteu und muht dem Brwi.'j;eud«L an^eh<^f 






00 Dbscarte8 : Relativität der Bewegung:, 

eine UnteTscheidimg, die in der Begel nicht sorgfältig genug 
festgehalten wird.^' Ein Teil ist, weid nicht sich zu trennen in 
Aktion ist,* und die Trennung besteht in der Verachiedenheit 
der Bewegung.^ Man darf nicht glauben, dafa eine gröfaere 
Kraft dazu gehöre, einen ruhenden Körper zur Eewegung als 
einen bewegten zur Buhe zu bringen;^ doch handelt eB sich 
hier gar nicht um diese Frage, sondern nur um die Thatsach© 
einer relativen Verachiebung der Körper untereinander. 
Die Überführung der Körper, d. h^ die Thatsache, ob sie be- 
wegt Bind oder nicht, kann nur beurteilt werden in Bezag aof 
die benachbarten Körper, welche zu diesem Zwecke als ruhend 
betrachtet werden mtlaaen; es zeigt sich dabei, dafa ein Körper 
in demselben Zeitpunkte auch nur eine einzige Bewegung 
haben kann, weil sie nur nach den angrenzenden Körpern 
zu bemessen ist, die Ihrerseits für jeden Zeitpunkt bestimmt 
sind^^ Allerdings kann ein Körper gleichzeitig an verschiedenen 
Bewegungen teilnehmen, wie die Bewegung der Bäder einer 
Uhr teilnimmt an der Bewegung dea aie tragenden Menschen, 
des Schiffes, auf welchem sich dieser beendet, des Meerea nnd 
der Erde selbst — aber wenn man die Bewegung nicht auf 
einen absoluten Ort, sondern auf die benachbarten Körper be- 
zieht, so ist ea immer möglich, dieselbe eindeutig für einen 
bestimmten Teil der Materie zu definieren. Als ruhend ist ein 
Körper anzusehecj wenn er den angrenzenden Körpern gegen- 
über keine Verschiebung erleidet. Dabei kann die ganze Ober- 
fläche, welche den Körper begrenzt, in fortwährender Verän* 
derung sein, wenn nur der umgebene Körper seine Lage zxx 
den andern Körpern, die als unbewegt gelten, nicht ändert.* 

^ jFVinc. ITf 2h: Cbi per UTiiim corpua aive uiiam partem materiae intel- 
ligo id oinne, quoil siinul trHnafertur; utai ruraas hoc ipsuni conatare possit ex 
multie portibaH. quae alioa in se habeant motuB; Et dico esee trapaUtioncm, 
nou vim vcL actiooem, quae tranafert^ ut ostendam illaoi aemper esae in mobili, 
noD m movr^nte, quia haec duo noti satie accurate eolent diatingui. 

' Lt' utonde üe. IV, p. ^38 j« pren« poor une Beule partie .... tout CA 
qai est Joint enaemble. et qai n'eat pomt en actian pour ae teparer. 

' Lc mondf Oe. IV p. 249. — * Princ. II. 2G. 

" Ptiim: II> 27, 2Ö, 29. Vgl. zur Relativität de» Beweeungabepriffs bei 
DRaCA^HTES anch Lodwk» Lanoe« Die ge^^hiditUchc Enticickeluni/ d&i BanfgungS' 
begriff'^ ett. in Wubot, I^ospphi^ehe Studien. Leipzig 18SG, III S. 369 ff. 

• J'Hnt. II, 15. 



DiacAmT»: EÖq>ergTeiueD. KreUbewegnng. Eoaitanz der Bewegung. Q\ 

Diese Festsetzung ist für Descirths äufserst wichtig, denn nur 
dadurch ist er imstande, aus der allgemeinen, Aiefsenden Aus- 
dehnung za Körpern 2a kommen. Er sieht also von aUer 
dynamischen Wirkung der Körper ab und beschränkt sich 
allem anf die phoronomische Verschiebnng der BanmteÜe. 
In dieser findet er die Bestimmung über die Körpergrenzen. 
Das Substrat gleichzeitiger Yerschiebung bildet einen Körper; 
wo swei verschiedene Bewegaogen aneinander, oder, wie man es 
auch auffassen kann, wo Bewegtes an ßuhendes grenzt, da ist 
die Grenze des Körpers, da sind verschiedene Teile des Stoffes. 
Zwei gleichartig bewegte Kanmteile bilden einen einzigen; 
ruhende Teile des Stoffes sind nebeneinander nicht za unter- 
scheiden, müssen zusammenfliersen. linr die relative Bewe- 
gung ist dasjenige, was die allgemeine körperliche Substanz 
differenziert. 

Da der Raum vollständig erfüllt ist und wegen der 
Identität von Ausdehnung und Substanz keine Verringerung 
des Volumens der Stoffe in irgend einem Raumteile stattfinden 
kann, sondern dieselben Stoffe immer gleiches Volumen behal- 
ten, so ergibt sich, dafs der Grundcharaktper aller Bewegung 
ein kreisförmiges Strömen sein moTs^^ Es mufs nämlich jeder 
Körper behufs der Bewegung einen andern Körper aus seinem 
Orte verdrängen, dieser desgleichen, und so fort, dafs der letzte 
Körper wieder in den Ort des ersten eintritt. Sind die Quer- 
schnitte des so geschlossenen Ringes überall gleich, so hat 
die Bewegung keine Schwierigkeit; ist dies nicht der Fall, so 
mufs die Ungleichheit der Querschnitte sich dadurch ausgleichen, 
dafs au den verengten Stellen die Materie mit gröfserer 
Geschwindigkeit strömt, so dafs die durchpassierende Menge 
überall konstant bleibt: denn eine Verdichtung gibt es ja 
nicht. 

Die allgemeine Ursache aller Bewegung istGott^ welcher die 
Materie zugleich mit der ihr zukommenden Bewegung und Ruhe 
erschaffen hat. Obwohl die Bewegung nur ein Modus an der 
bewegten Substanz ist, so kommt ihr doch eine bestimmte 
Quantität zu, welche in der ganzen Welt stets die 



» JVmc. n. 33- 



62 



DimC4JUK«; lUb 4in Bcttcgu^v, 



glfticli« blC'ibt, wenn si« fielt Mob bet dftn einreJneii T^Umi 
vorÄndert,' 

üftd iklaTs dieser ßowcgung, vxxiorch sie sieb ftto uovor- 
ißderlich in tbrcr Öammc erwcivt, hängt «oirobl von Aov Q^ 
«obinntligkcit ola von döt bewäj^n Matcrio ab, ito dmfs ditt 
QnjU3tiUit dor ßt;w<.'gqnfE korudant bleibt, iiiileni htl ddr ßewo- 
gting tin^s grfiidem Teils der Jifatehe die Geacbw-indigkeit 
ent0pr«cbe»^ kleiuer igt, aad nmgökehrt. K» iat die Unv^r* 
inderlichkeit Uotles, vcicho die Ubvorttadcrbcbkeil der Bewo- 
gungflgri^fso land Aktion im Weltall verbürgt*' I>ie Bevegiiog 
der eincolneB K^^rper rcgeU «ich nn& darch dio OoAotx«, nach 
w^tchen die Beirc^Dg übrrtnig*ti wird. RitT gibt De^aatb» 
eiii6 klaro tind bündige Dar^t^lhmg do«t BckftrrangiigMretxc«-* 
Ein mhODder Körper bleibt in Buhe, ein bewegter tn Bewe- 
gung, so lange nicht fiaTecre ürMichen icaintae exteroae) den 
ilnstftnd ror&ndcm. Dio Bcbanung der Bewegang beeioht 
darin, d4l» jeder b«w«gt<^ Körpnr sick in gerader Linie fcrt- 
sdbowegcn «ncht; «s folgt damu«, daid ein im Rretve ge« 
sebvnngener K&r^r vcm Mittel|)unkte fortetrebt.* Wcno 
sirei KtSrper £usamm«nlro£fos, eo fintiert aick bei demjenigen 
Körper, welcher die geringere KraiY der geradlinigen Ki>nbewe' 
gung be»C£L nur dio Richtung der Bewegnng. wihrtnd die 
Bewegung «cJbst »ich anv^r&ndert erb&It. Daa ist der Fall bei 
harten KÖT3>eni. DnCABTSS meint hier, wie aus dem öpit^n 
hcrrorgehts mit jener ^Krat\* die Bcwegnng«gr«SCkf^ Hm Pro- 
dukt nufl ir&WH) tmd Gcackwindigkeit, ond nimmt an, daf« der 
Ziivaminen^tofe eines Körper« mit einem schwerer bcrweglichen 
eine blof^e Verinderung der Bii:htuiig zul'olge bat, welche anf 
die BewcgODgsgr^Ue ohne Kintluls m. Dieee Abtreurtmig der 
Uiohtnng vom Male« der Bewegung i»t der t^tadamentfilfebier 
in den Bewegangag«eMx4D Dsscabtwb^* Er lehrt weiten dafd 
ein Körper, do«»«a Krsft grAfoer i«t, den tLcbwAchem mit ^fich 
tortbewegt nnd dabei «oviel von meiner Bewegung verltertT al» 
i*r ilcm andern mitteUt Man »ieht hier den Ngenlüra- 
licken Wider^iimcb. in weichten Ds^JLitTKS geifti; denn db 
beim einsam mentftoia Kweier ungleicher Körper doch immer 






^ 



Db«caktbi: Slofsgeietze. HjpothMen. Q^ 

aof den schwächer beweglcn d&a erste Gesetz^ auf den star- 
kem das zweite Gesetz anzuwenden ist, so ergibt sich eine 
Terschiedenheit der Wirkung und der Gegenwirkung, Die Un- 
kenntnis des Gesetzes von der Gleichheit der Wirkung und 
Gegenwirkung hebt den Vorteil auf, welchen Dbsgabtbs mit 
der Erkenntnie der Beharrung der Bewegungsgröfee erreicht 
hatte, nnd I&fst es ongewifs, welche Bewegung thatsäcUich 
eintreten wird- Indessen verancht er aus seinen Annahmen über 
die Übertragung der Bewegung sämtliche Vorgänge in der 
Eörperwelt zn bestimmen.' — Es kommt nun darauf an, ge- 
nauer zu erkennen, worin die Einwirkung der Körper an ihrer 
Begrenzung besteht. Denn die allgemeinen Bewegnngsgesetze 
modifizieren sich nach der Natur der Körper, je nachdem die- 
selben weich oder hart, flüssig oder fest sind. Dkscartbb 
hat die Aufgabe, diese empirischen unterschiede ans der 
blofaeu Verschiedenheit der ursprünglichen Bewegung der 
Materie zn erklären, da es ja keine andern Qualitäten gibt» 
Wir betrachten daher die Hypothesen, welche er zu diesem 
Zwecke über die elementare Beschaffenheit des Stoffes auf- 
stellt. 

Wenn es auch unzweifelhaft ist, dais Gott die Welt von 
Anfang ab in aller Vollkommenheit geschaffen hat, so ist es 
doch für unsere Erkenntnis besser, dieselbe als das Besultat 
einer Entwickelung zu betrachten und zu nntersucbenT in wel- 
cher Weise das, was wir m der sichtbaren Welt antreffen, aus 
gewissen einfachen Prinzipien abgeleitet werden kaun.^ Es 
wurde bereits dargelegt, dafs eine beliebig teilbare und that- 
sächlich in zahllose Partikeln geteilte, in der ganzen Welt gleich- 
artige Materie besteht, deren Teile bei ihrer aufserst verschie- 
denartigen, aber in geschlossenen Bahnen vor sich gehenden 
Bewegung dem Gesetze von der Erhaltung der Bewegungs- 
gröfse unterworfen sind. Über die Gröfse der Teile und die 
Form der Bahnen läfst sich a priori nichts aussagen ; wir 
haben darüber freie Verfügung und müssen diese so treffen. 



' Er entwickelt Princ. II. 45—52 im Speziellen sieben GeMtse des 
Stobc», auf die vir hier nur verweisen. Dietetben t. bei BoBCVBEROEa U 
3. 102. Zum obigen vgl. auch Wohlwill, Behamtrtff*g<e. S, 1^ L 

' PrÜK, UI, 45. 



0^ DB§CAftTE9: Die Qrundhypotheaä. 

dafs die daraus za 2iehenden Folgerungen mit der Erfahnmg 
übereinstimmen, ^ 

Df&cartbs stellt folgende Hypothese auf: Der gesamte 
Stoff ist ursprünglich in möglichst gleich grofse Partikeln ge- 
teilt^ deren GrröfBe in der Mitte liegt zwischen der Gröfse der 
Teilohenj aus denen jetzt einerseits der Himmel, andrerseits die 
Gestirne bestehen.' Es ist dies eine äufserst m ini m ale Gröfse. 
Die Teilchen haben eine doppelte Bewegung. Sie rotieren 
jedes für sich um ihren eigenen Mittelpaukt, sind aber auiser- 
dem in kreisföTToiger Bewegtmg begriffen, und zwar bilden sie 
im ganzen so viel verschiedene Wirbel, als es G-estime gibt; 
jeder Fixstern und entsprechend jeder Planet bildet den Mittel- 
punkt eines gröfsem, resp. eines von diesem umfafaten kleineni 
Wirbels.' Aus diesen einfachen Voraussetzungen sollen sämt- 
liche physikalische Thatsachen hergeleitet werden. Es ist diese 
Annahme zwar nicht die einzige, welche die Erklärung der 
Naturerscheinungen zulälst, aber sie scheint Dbsgart£s die ein^ 
fachste zu sein, da sie mit Ausnahme der ungleichmäfsigen 
Yerteilung der Fixsterne keinerlei andre Ungleichheit in der 
Gröfse oder Bewegung der Teilchen voraussetzt/ 

Durch die Bewegung der Partikeln, welche anfänglich 
ofienbar nicht Kugelgestalt haben konnten, haben sich die- 
selben gegenseitig abgerieben^ bis sie rund wurden. Dadurch 
entstanden Teilchen andrer Art ; durch Zersplitterung äuiserat 
feine Teilchen, die sich mit ungeheurer Geschwindigkeit be- 
wegen; durch Zusammenballung gröbere Massen von lang- 
samerer Bewegung. Jene heifsen Teilchen der ersten, diese 
Teilchen der dritten Art der Materie, die durch Abreiben rund 
gewordenen Teilchen, die ursprünglichen Träger aller Bewe- 
gung, bilden die Materie zweiter Art- Die Reihenfolge ist 
dabei bestimmt nach der aufsteigenden Gröfse und der ab- 



^ iVimr. III 4G- Ea mag gleich hier bemertt werden, dab hIho Dbicartbs 
durchaoa üicht Bpekulative Physik treibt, eoadem genau wie die exact« Natur- 
fonchuzTg bei der HypotbefleabiJdang verfahrt und aich lediglich durch dia 
Erfordernine der Erfahrang leiten läfat. Nur eiebi er eich leider EU einer 
fortwährend wacheeaden Zahl ton Hypothesen gexwungen- 

* Über die Abweichung hierron in Le tiKmdff b. d. folg. Eapitcl- 

* iVwc. ni. 46. - ' PritK. lil, 47. 



Db-fCAftm» Vk ebriuaaic. 



66 



1. UaUm erci^f Art. <«nito» Klomealf F«a«rel«aL«iat, 

bogriffuD, dtih^r von kwier bu^t^inunt«!! Orör^i! und Figur^ 
»Oiwloni g^gnet, jeden Raum, jodtaWmk<*lc!aL'D sirmcbcb d<fn 
Korptuli^b d«T andern Klomen^ auAcunUlün. Di« Bowegimg 
ili^fUT Tf?3lrh«^n Ut frudcivt sclu^ell nBfi von vo gTot&^r HctfUgkeit^ 
dAftt diu T«ikhnfi dadurch in jcdor Form scrspUUeii und sum 
EindriDtJi^Q in jeden Zn-iaohonranic gc<>ignet werden, DiocKlem^MiL 
bÜdat dio f{>itifct« und dQrchdntigr'ntlM<^ Flü««iglfcit der Welt nod 
dcnjonigon S^totiTi au» irülcb<nn die ^jcnne iicd die Tixske/m^ 
b««^^bt*t^ 

2. Matorie swriter Art, z^cit^i Eiemout, Lüftelemi^Dt, 
HmuneUittoär. Kttuno Korpuskeln von Ku^lgcstalt, an Qröfse 
noch w<?tt unter der (Jronze dee sinnlich Wahmehmb&ren, mit 
großer 0«Hoh«indiglceit in weiten Wirbejn «ich bewogend. Bio 
erftUlou d«n Weltraam und v<^rmi(teln Kn-ittcbeii boime nod 

8. Materie drittor Art, drittes Klement, UrdeloDLent, 
PlanetenatoS*. (rr^ber« l'cilcLen von Tersohiddener Geetalty 
wonig zur Bewegung ge(?igno^, bilden die ima umgebende 
JUipervrelt, Krdo> PUmot^^ and Koin<?Ccn. Keine« der Teil- 
obetj beiNiixi irgend weloho QnaJitAton anJjMr Orcl«i^, Ueot-alt 
Oftd Biäwe^n^. 

In Bezu^ auf das VeriiäJüiid diecer drei Klemonto zq dm 
gewölinlich ab Feaer^ Walser. Luft und £rde bcxeicbneten 
K^rp««rD act vorlSnGg nur bemerkt, daJ^ da« Feuer in Form 
der Flamme oiitstebt. wenn Teilchen d<^s dritten Klementa 
(Erdst.oB'i von Toil^ben des erAten (Feuenrtoif] umgeben aind, 
Lufl dagegen, wenn Erd«4olfteücbon von Teikbon des xweitm 
Element« iLuf^iofT) eiuge«obloMen aiud» ao daia «io deren Bewo- 
gongen teicbt folgen ki>i;aen; daa IVasser enthalt neben 
Tettcbea dea zweiten namentlich biegsame Teitdien d^a dritten 
HIeinente. 

Da« swflite iüeuenb^ welobee mit seinen änJä«^ klecaen 
KflgcJchen den gan^n Weltraum erfüllt, ist von Anfang an 








66 



Dc4C4iiTBf: Wifbd. 



jit Rouition xim gftviMo Ctnlmu hcgrifffm. so dab m mWirbal 
von uugehooT^jr Aoadelmiutf; z^rfölU. Jedem f^xstem ent* 
iprkltc eia aolclLer Wirbel. Die »-Ate Materie, w«[<>hc^ ans den 
Splittern d^r zn Ktif^ln »bg^schlitT^DeD T^ilehen b««Ubt, hftt 
alle Zn'i«chenr«Tun«> swischeTi den KUgelchcrri nmrgflfQlU, and 
d«r ^nt*rtJiiidrmR Ob^rflnf« mmmcilt« Rieh im Cnntniin dvK Wir- 
bol*, von welchem dta abgoMchUßVmi^n Kägulchon wli dtircli 
<bc Centrifugalkraft entfurotifiii M> daf« »tob im Mittelpunkt 
dar Wirbel ätiJWrfft HcUtlge, au« d«m mit ungeheure Oe- 
tchwtcdif^keit bewegten ervten Element« bestehende Körper, 
die Sonne and die Fixet^me. bildeten. Die Axeti der an GrOfs^ 
sehr venckiedeseQ Wirbe] oder Welt^yneme haben s^hr t«--- 
aohied^ne RichtnogeSj «o dAfit im allgenunnen die Pole dea 
^in<»n WirbeU in d^r Nhhe der Ac^natoriAlen Tnile <\*>r b^oiach* 
barten Wü-bel liegen. Da nun dio CeniTifugalkraf^ an Jml 
A<|cuitorialen Teilen am at&rkcten lat, co irird in diesen Qegou 
den die feine erste Materie (der Feuerrtoff) an« dem einen 
Wirbd in die Polgegenden der benachbarten gedrftagt. eo dafii 
ein AiJ9tanJt<-h de« eretea Elements ewischen den Terxchi^enen 
WiH>e1n stattfindet. E^ besteht alea ein niuinfMrtiobe« HtrAmen 
pdee ereten Elementes ^on den Polen der Wirbel naeh dem 
Ittelpnnkte and Ton dieaoon noch dem Äquator^ hin, wo der 
Stotr in die Pole einei andi^ro Wirbel« ainintt. Die Kugeln 
de« zweiten Ele^mi^nt?. welche eine geringere Geachtrindiglceit 
bexitaren nnd durch ihre Gr{>fae weniger frei Hieb bewegen^ wie 
der alle Poren leicht darchdring^oide Feneratoff» werden t^ila^ 
duruh daaVordnngen dieae«, iiamontlieh aber durch dip g'igen- 
»eitig« BeachrAnknng dm- Wirbel «eJbet in d^rn Cir«maen da« 
eiganen Wlrbeb fMrtgehalten. DJo gagenneitigA £inwlrkiing 
der Teilchen de« ersten und zweiten Stoffe« filhrt dabei in 
idemLoh kompliÄerten Bewegungen innerhalb dea Wlrl 
deren Featsetsnng in ao allgenteinen Zügen, vie ee DstK^i 
ffantf' nicht ohne Willkflrlicbkeiten geaohehen kann» 



* DMOiKttA nennt dm XiHAtbr dei WJrMi ^Bkij^-A", «c^I ibc«*r ilU 
Sl«&v der EnlWikh enihlK G* iit >(loch Atr anwrc VArMtU&c^ h«qi 
«t'B A«*iiniob IftuUr sli (it^vnntj m Pol v« f^bniadii^, aap di« fk4j 
U|fi tu liverkkurti 

> JVih. III, iB-W. 




Dmcabto. Ocrtak 4tt KorpukoU, AfiKHAiF «frizJoe. 

[ ^ '' dos «reUn KJ«metit9, vrelcbea kut AtutttÜliuis 
niUt i.-.^v.... arfinoip awucheu deu acidcm KCrp«ni dienU be- 
wegt eich nicht gl«icbm&l«i£ in aeiucn Toil^n, aondern «9 I»«- 
tt^bm ofl in «mer klem«n AnsaLI doraoJboa ttneadlicb vtr- 
Mhir' ^' aJö der Of^ohwindigkcit. Di« «ÜQx^en Stückchen 

ab <lie E^kcn, aus deren Ab«toüuii^ «c »kb bUdHeo, odtr ab 
der ßauutf dMi dr«i dcb g^^f^itseitif b^röhrcndv KCtKolcheii in 
der Uilte frei Uelzen ^ JedenialU werdt^n dicd« Ti.*üchäii viele 
Kck«n Mitbaltoa tmd dah^r laicht aneiiumdcr bAagon bteibea, 
wob«) w ibr« U?vc£TiQg gT&IVt<inteiU an die klemteu Teil- 
eb4kii d«s Stode« übertragen ' Ks bildeoi «icb dadurch gr^iWe 
tttflnkcbtti xon Blateric, di« sieb verblJüiinDlUiRg buagaan tniker^ 
halb 4er emi*a Uaten« bcweg^D, tmd xwar hauptiichlicb in 
d<*r RkhUic^ drr Axe von den Polen nach dem Zf^atrtun luo, 
-wKii di^ laagfiamriT B^wcgvuag wcbl xn di^^^er K'^radbnigen 
Bahn aussticht, nichl abt;r zn den an den Cbrlgeti HimmeU* 
teilen aiatr^Ddenden Ein- und Her>U>£»eD der ParUkeln. Die 
^L'Sfei^Q Teiicken uan erhalten in der KefarzabJ eine besonder« 
Gestalt inFolge der bftafigen Durchging« durcb di« Zwiacben- 
rAume der Kugda des ninuueUatoff?^. Dieae ZwiAclienrätuue 
s^gen einou dreieckigen Qoeracbnift, niid indem die Teilcbon 
Pttrh birr hin durchwinden, bekommen sie seibat einen derartigoiL 
Quamclmitt, mj dafjtman »esii^habi kkinr SAulen von nicht njlher 
£11 IxMtiEumrjid^ir iJingi- vor^ti^lVri rnnH«. wi^lrhr nn ihrnrOber- 
üücbe drf>i vi^HirfV, na<:b Art dt- r Sdittrckir'nbiituirr gnvuiulvijai 
Binneu haben. Dir*>ii- Kauuelifruii|;«u können daWi weiutr 
'-"■ r auafalteu nod ancb inilgegoug«tteUti?u Drolinnga- 

tLL L- KI), jo tiach*)em die Teilchen vou Norden oder Süden 

Äoli durch die Ilinuiiebkfigelelieu liindurcligtf wunde» habvu. 
Pid« kaun«1iF>rten, gednlltftn, gerieflca] oder gefurchleoi TetJe 
(partioolar Jitriatan> «pi^Vn ^iae besondere BoUe biri der Er- 
kllrtmg de» Magneti'tnux, &o lang*' die gerieften Teilclien 
riiiga voll Htiniarbuloir iungv*bfTii iqiiiiI, hiibnn täo kninerlKi Iirt^ 
s It-Wirimjgi wmiD vii? aber in da» Keiitnim der WirbeT 

i _ . und mm bi d«a It-bbafl brwegteii BunutfuaEtxiff gr*- 

raten, «o k&nnen sie nebst andrvu eulügen Teilchen die reifttpndt- 

m»- ni ST - » Pir%^ ni m 



ÖS 



UMi-^nna [he WttUk^pCT. 



B«ir«^nfi dr*T klemsten Tcüe de« ereUm El^inAnt« aichl An- 
nehmen, 3r>ndeni tronnoti sich von diosDii nnd bUI^n «oh« 
da sie Ifucht AnciDAnrl«T hdn^n bJcib^n, so grofscn Afoaaao 
atufanLnion»' Dicso Mas^n bMledcon dann die ObcrflAchn d«« 
Controlk5rp«ra imd bilden an der äonno die Bonnen ttockoo. 
ijo liutg« <ü(i MosM der Flocken dt*r B6w«|fu&g dex emton 
EÜernftnCs g^^nüber mobt 2n grofa isb, wird ai« tob dar letc- 
beien wiHer zerrieben and die Flecken werden wieder aufg«l6ai. 
Hfiuren sieh abor die mMiu&engobaUton Teile dos dnUea 
Element« auf der Obor^lttebe de« ContralkÖrpora, m> kaan ea 
geschehen, dafs doiMf^lbir Ton einer mehr und mehr unvrachxen- 
den nndur«h^ohtigen KmMe amgeben wird nnd zn einer festes 
Eq^I trhUrtot, die nur noch innen eönen femiic -flüssigen Kern 
beaitxt, Uerii daa Zentrum eines Wirbeb in diesen Znntand. 
BO wird der Wirbel »elbet aUrnfthlidi von den Naohbu-prirbein 
nofgesehrt, indom die Teile deoniben in dioe« kiaeingenflaeo 
wcrdecu und achUe Jülich wird der allein übrig gebliebene 
Ooctnlkdrper in mnen beoochbanen Wirbnl^ der die andern aa 
Oröfte tlbeTthftt> hineingeccgen. Binkt er ~ und daa hangt 
TOD aeiner Dichtigkeit ob -- In dJC4on nii^t tief hinab, m> 
wird er bei der TTmdrehnng wieder von andern Wh"b<iln fori- 
gefHhrt, und ee entateht ein Komet, welcher die vttTachii^onen 
WirbcUyateme dnrchwanderb. Sinkt er tiefer htnftb. so wird 
er von dem Wirbel in TegehnMaiger Bahn herumgelnhrt, nnd 
ea enbatefat ein Planet. Auf dieae Weiee hat aich onaere Erde 
geUldet. Sie war ursprünglich otn aelbatKndiger Fixatem- 
virbel, der aich allmählich mit einer erhKrteten ICruate umgab 
und nun von der Soone in ihren Wirbel htneingeriaaen worde« 
Ztun Vent&ndnia der Eridaning der kckaaüachen fieve- 
gtmgen idt hier uaohsntragen, dala die Kfigelohen daa Himmel»* 
atoffee vom SSentntm au» an tirö&e ranehmeo bia bu ttinnr ge* 
wiaaen Gtense (die jedenfalla noch oberhalb dea äiiiaenteo 
Planeten liegt)» Ton welcher an aie gleiche Or6&e kabaiL' 
Bia zu dieaar Oroose nimmt die Geschwindigkeit des l7mUQh 
foTtwihremd ab, erreicht ein Minimont nnd nimmt dann wieder 
aa bia aur Grause des Wirbda, ao da& die Tdlohen dort etwa die* 
selbe CJeachwindigkeit haben wie die in der Nahe dnr ßouneo- 



' /Vinc ni, 93, M - < JV«c Hl. «*, 



1 



M 

olMrf&cbo und ilir«n ÜEoUnf in ireni^ HVooImh voU^nd«», 
wiKrt'Tt-l die Zone d«r mioimateu O^aohwiadigkeit dftsa vid- 
Ictnbt 30 tmd iD^hr Jahre £obrft.iic!it. Die Ursscho der gröJj^ 
ren Gmcbwindi^keit io der N&he dftr Botme ist die TriobkrAiV 
tdes Sofiiittfitftofif die Dn»che doTJenigen «a der Qrtmxo üit 
Cflatnfugalknd^. Die BüaineUkörper, velcbe die Souue 
u wcrdea dud durch die Wirbel mit demselbeu Scbwiui^ 
iMd prrsrrtr<%ndi m mo motu, Bevf^gun^s^groOte) am die Soime 
rf&iixt, welclteu die KOgelcliea des sweiten £lfiueQteii ui der 
<1>eiroffeade& Stelle bentsen; sie eiiid nichU audre« aU ie*le 
K0rper. welche in oiiier FlflMgkeib, dem Uimmeintoffe, »ehwim* 
>a. D^ber kfttm each Dk^akts engen, d4fs die Erde 
-rtibe, trotxdcm de ihre Bohu am die Senne b«chreibt; devm 
KT hftl die BewegTtng deSniert ela eine Tenchiebung dea KOr- 
gecenfibftr den beiuobkArten Körpern» ttud dj««^ findet 
i der £rde nioLt eLeit^ d» sie m d<-im Wirbel ruhend ron 
lern gCflunten Wirbel umberge^Ührt wird. Indem iiidcw uur 
die BewegQ&gsgtSlt&e de« Wirbeb der de« Flaneteo ^oieh ial, 
'i^bftD des Wirbel» Reibet «bor eich echnelW bovegen, 
ttiMn ae sugleieh die UotatioQ dee Plftueteai im Sinne 
BeroltilioO'* 
Wenn nun ein erslerrDer Wirbel in deu Lftof eines «Ikdtfn 
^j[ex«»gc:n wird, wJ fragt o« sich, wie weit derselbe «in^nki «ad 
lern Zetxxjnm äob nÄhert. Welche Kruft Ivestimmt die An- 
oder EnLfoniung Ton der Bonne? DtsCAltTKa hst 
Eckl&rung der QraritAlion nur die Oeathfug&lkrKfl und 
die VeiTclüedenbeil eeiu*?/ drvi Kleinetile tmt Vrrfl&^ung- Din 
rUiruüg der Oiavitalion ninunl dshrr vmva fthnlit^mi 
^«rUaf^ wit) diejenige dee AofHtagr-nH ilrr K5r|mr im WaK-ior, 
hEftdeh sich nicht um ein Herabfli^ken nach der Sonne Idn, 
eondem nm wne centrifugald Kntfemong dee Obrigen Hboffea, 
I drr EVfrper b^rebgedrftngi; wird. Diejenigen Kl^rp«r, 
V, _.._.. i::p gr^fHtn DicUrigkoil bnütxnn, nntfi^rtinn kEcIi 
utxi w^t«Btt-a von der Siuinit (inntfrhalb doi Btasirkjt de» Wir* 
bfd«, in wtili^hein die ü[ubuirge(i>ahwiDdigkeJt mit dnr BnUttruung 
«ImiBunt}, und xwar so weit, b» sie in Begioneü vo& f^leicher 
LÜ^eit and gleicher B«w«igimg«gtO^ kommeu. Dadnrcii 



< Trmt. m, lUL VfL äatJi 9t%iUt EUiten S. 119, 



70 



DKiciimT Tikl 



rsinifl Tf«Ac. 



wird die kümUtitt? Bahn de« PlfttioUnt um du- Soito« 1)i«1immi: 
Hi^iin litU ^ri^riiHrer AjinAliemDg ati die Soiihr g<RHIt ilur Pluioi 
untppr kli'ii^Hr« Hiinme]itkag«lctk«n> di* er mi CButrirugslkiufl 
übenrifl^; bei weiterer Eutfdmuiig kommt er niiter liuigmnere, 
die seine l^wegang mindern, und zugleich etWKs grOfflere, die 
deiifaAlb die Erafb Labeia, ihn nnok der Sonne bin mrQcksa- 

Kh i<rt «Inii wohl tni Ixuichti*'!]: wNhn^nd wir, »n Kkwthx« 
OrmTitalianngr^Delx gcfwöhni, bfii dnTgrArxrrviit BinbtigkiMt^ pum- 
tCffia pftribus, dia stärkere Öra^itation cmcb der SoDiie snn tir* 
wüten, n&laem sich bei 'Dmcibtes die am wenigsLeti dieiit«ji 
E^qier dem ^eninun am inei^Qo. Denn ee kommt darauf an, 
ob die Cent-rrfugwlknift dns Körpern gr<>Ii»er oder kleiner ist 
alti di« nninf>r IJmgebnng. TKt sie gr^r»^Ftr, so eaitf«nit ucb der 
KArpwr von dnr Sonn«. i«t «i« klnin«r, so wird er dnrch «n 
glnü'k gT4>|9ii^ VidtinH-n ih^ Himin»l«»H4]ff««t v^nlrAngt, weTch«r 
bei gli^iohem Vobinitfn ai^fino*' grArnftnui tMchtigWit vogan 
größieff« Gen tiiAigaJ kraft besittl, dalier von dnr Sonn« fort 
aufsteigt und den weniger didiien Körper nach '^r Sonne wi 
hmabdrftngt ond znm Sinken Ewingi. Unter Dichtigkeit 
(»olidiiM) ist dftbM die Menge (quantitas) dea dritten Elo- 
mencs xn verstehen, welche die einknlUnde Kntste d^ PUnetan 
bi1d«*t. in ihr^vm VerliEMni« zn sein^ GesamtgrOAe imol^f and 
ObArflA/'kcL* Die tranalatctriachn Kraft de« Wirbels oim- 
licb in tt«iinem TTmlaufn bAngt von dm* OrOfno der Oh»rfljLchp 
d^ EOrpcm ab; je gr^lWr diAfte, um ao mehr Stoff kann mxd 
ihn wirken. Die eentripetale Kraft, mit wacher dur Etir* 
per vom Wirbel nach dem Mittelpoukt hingeatofb«D wird, lül^ 
dagegen vi^n dnm Volnmeu demselben eb: denn dieses ist von 
dem HimineUnt^ifT, dflr den Kdrper Tordrflngtj au ereetx^n. Die 
behaTTonds Kigflnbewegnng de« Planeten, insoweit m von xm- 
nar Trigbe tt abhAngt, biMtimmt «ich wwleT n^irb OberflAob« 
noch nach Volumen, »ondom nnr nach d«mjenigiMi Taile da» 
Volnmena, welcher vom dritten £]em«nte eingenommoD wird. 
Penn der Stoff ersten land cw«it«n Elemenu^ welcher eich in 
den Poren dea Körpers befindet, d. h. die Zwischeniftnrae des 
dritten Klements auafnilt^ ist flu* die Erhaltung dar Eiganbo- 



iVuir. UI, tMa 



»iM-^.ui, m. 




E*i«nei' 



wvgoug indifr^mitt dA «r fortvihre&d v«cliNcJt und dem K5r- 
per biabt vpenfiicli und dacenxd «a|f«Wrt. 

DncAKfB kommt ähto huft zxt dorn B^Tifie «iD«r (jr&&c, 
w«t«htt f^ die EvIi^Uinjf (kr B«v«giuig emes KQrp«n chirdc- 
twtvtWli ist cnd d^Ler eiae irc««Qtlic£ie Eigemcb^ft de« K^r- 
|jcF9 bildet, und di«0e Qr6C»« enUprichi g»xu d«x&. wftn wir 
Qitt«!' UuM ventehcsi. Sie ist d^ Fsktor, welcher uebeu der 
4>e4i:^vii)digkeit in der Ikwf^ocgvgrdrM tämm KOrpers ftoftntt, 
w&lcbar bM citt and detnaelbec annlicKen KiSrpor etnea 
inA«it«D Von betilt, w&hr«cd die Gescbwindi^lnil vftdtMln 
lumo- 'WeKon dieaer Konstttiis fafiit qua di«eo Or^&e nb 
1. h» Sobstacs auf, &b die U^nge trftger Uftterie, 

icr KArper eulhllt^ gernde bo, wie om hier Dbscaktbb 
thui, und d^e Verb&luÜA dieser Men^e tr&^er Materie oder 
Mimrr so dem roa ihr cingcrtonunenea Votmaen heilst Diohti^ 
kdt und bedeatet dfljoelbe. w&5 Dse^ABT» söUäUuM nonnt. 
Aiich bei ihm üod Msaae and Volumen eines S^rpen ▼«>:- 
»cbiedene Be^fTiffcs weuigstena so Unge ea sich om die irdMcbeiti 
•US dem driuen Elcaaent bestehendea Körper himdelt, und ee 
ist USchH dAnkUnstisch Ar die ßiegnmkcit seiner Bypo- 
tbiwei düb er cu einer solchen ünteisobeidiuig gelangt, wihrend 
doch körperlich«^ Subfrlsnz und Volamen nnpronglieh 
hn ihm identisch sind. Aber dt^r ÜRtATschied zwischen Bobe 
and Bewegung, welcher ibn sunfiobsl m der üuteracheidong 
vi^n f«Kt und Ütbuig und dadurch xur Absondevnng der Jcota* 
driUen Mat<;rie von dem fusilen ersten und aweiten 
lenl fulirL, «rmögUubK ihm. jelxt dem dritten Elemente 
Silber den von IVUchen dee ersten und zvciton edullten 
«iu&cfa 4la leer zu behandeln und st> die trige Ilasee 
Eörptm von dnm Raum^, wrkhim der KOrper fftnntmmtt 
SB ontenohejden. 

Dadurch wird die IndtvidaaliKii-rung der sinnlich wahmehm* 
baren KijTptir m&gUcb and alle HilfsmittAl derAlomistik 
eind IrotK der plerotischen (Irnndlage derThcorie 
ur Kfirpereikl&rung gewourieii: beliebig kleine und be- 
ibäg gestalieteTeilcheDVcmversckiedenerOeschwindigkait, und 
Stctt, drr bald als Bewegung lirwirkmd, bald einfach als 
Banm erfmiend und di** Bei^egiing nJchL be e i nfl usae n d «ch 
LOtzen lißd. 'Ea tritt dabei eine viriraclie KompLikation der 




12 



\i na Um». 



EigmiAclaaftim dor «uuoüwu Klemante ein, und die Begriffe 
DicKtägkoit lud Mtite, welche flir dos dritte £leiDdat €inea 
UD* ledcht vertun dlich^n Sinn hah^u, behiüteD ^tpsv ^nfiu^hn 
Bedeutung niclit mehr^ «obiüd o« sich um 1£ig«HicJiAR«n ilc« 
erston und sw^iton Kl<^mAnU liaadeU. D^-nn dto««- ßtyli-atung 
hab«& si» nnr, in^oforn dr*r rotu tfir«t«Q uud xweitin; ßjorount 
prftiUto Rjium nlt le«r bMracht«! werdeoi koimce; wo diav 
nicttt mi»)ir dor Fall isu vo «« mdx um KrklSniDg^a aus d«ii 
Bewt^iuig4>n difri^r StoflV selbst handnltf miiTs man dif« V«^ 
Jicld4>1>ung d«T carto«isch<^n ßi^grilFn wohl un Augo b«hjilt»iu 
So ist nftm^ntlich «u biMcht«ii, dai« dio DichtigkAit du« Himin«»fe- 
stoffoe «in« Mhr viel grADinre bL «la di« 6tm dritteu EJankoots, 
iiid«DL jedAA RQgnlcheit Itir sieb eine abmluta SoUdtUt ImüUL, 
d. h, üem^n Eaum vollatdLndig aiixftÜlL^ Der «te^re", A. b. niclic 
von sinnlich wahm^hnibar^n Kfirperi] (»H^iIUa Ranm hnc eheu 
bei D>;«:^KTKH riiv g^nUlo Kig«aschaft, snglerch at? Vermittler 
aller B(niri.<^giij]g dureU di« MajuoiiwLrkiing «^iner kl«iiift«n 
Ti*ilchfin unfriiLn't4m- Wir kommoii nunini'Ur zar KHcliining 
dur pliyvikaliitoh^u und diemiüchiHi Kn*o)ii<iiringei] im S|iuxttllvn> 
Dar tWdamenUl« tTut«ni-lii«d bc d^r w:lii>a iu dirr KoimolvgM 
hervorgetretene des Peaten und FlOadgen^ nnd allü Eigon- 
eohaften dw Körper PTiUpringen aus der Veniüaciiuiig dar 
f««teTk Toilrl]''!] dri^i^n Elements mi^ Teilchen des ameiteu, 
resp. 9f^tUm, Dnr Untür«cfaif*d «wiooh^n fii«t nr.d dOs^g beetelU 
lediglich dann, dar>t dtis T^ikhMi dor fMten KOrper nntciTein- 
aiider ruhen« die der ÜUiorigon dageg^^n iii den ranehindaiui^n 
Bewegungen begriffeu sind. Die Buhe orschiA-ert (der Ttig« 
heit der IViU wt^gen) die Trenuiuig der Teile und man katm 
durchnn» kemtw Tfiitn (tax deuk^n, der die einzeUien Teilchen feel^-r 
mitvlnandnr vorbinden kötintu, d« oa ja nur eine Snbs^ant 
gibt. Die Teilchen dor Fltlvüigkoit^n dagagen kdnnPD sich 
vehr leicht gegenaeitig vi^mohiuban, da «i« thabilLuhlioh fort* 
wftbreud In den ver«:hii-deiDtt«n Richtiing4*n xir.h bifw<?gan.' 
Ein inderFKUsigkeitbedndlioherKOrpcrbofiudatwch ünOleieh- 
gewicht, weil der Siofs der Fltltddgk^ittteilühen von .^T ' -. ;-,-n 
and in ho machem Wechsel ertolgl, «taTs die einsei ' »e 

In ihrtiT Wirknng eich aufbeban. 



Pnne. fD. 123 <- • i^nnc. D. M, A ^ 



Di« «penfifchim Eig^tuKluJUii d«r ytnrJritffaptn Kdrp«r 
erklAroc »kb, «uTt^r dnvch Hie V«rmi»ohim(^ ihrer TcUch«Q 
drittfiti Cleintvitjf mit dexm Hiiiun«la»toä' unH Fouorstoff^ dnrch 
die flijteitt^mliobe GaataH der Pftrtikeln. 3£iui ktum die t*eLr 
rafttuiigrftltig«*n Gesuttea derselben in dm HaujiUrteti ujiter- 
Mbeiden.' Die eiuen b&bcc gleicbfAm ventcbiodeu^ Arme luid 
und Iwnmartig ver&«teU« so daüi r« sich toicht jimeittAiKier- 
hisxgtai. Die £voitim räd derber and gloicbeti ctckigea Brtich* 
«tflckexi TOD vemcluMlontter Form, toed Würfel bin zur KugrI. 
Oie p6iflerea von ihnen ainkeu dturoh di*; Scbwere tixitcr dio 
«nteren iMtihb, die kleineren rdQen dt« ton den exaten leer 
gelittenen Poren »ua. Die dritte Art ist l&nglicU und bat die 
GeetAlt glAru<r. nnversweigtcr ÖUbcheD. Die Lui't beflt«bc 
HIB einer Anb&nfnng Ton Toücben dritten Klements, die so 
f«ui nnd voneinfendor gotremit «tnd, dnls aio dJen Bewegnngon 
dei ^e nnijceb&tiden HinuDeUcü^lohon fol^it. Dftber iH die 
Ltifi ein 3«Kr rei-dOiuiler, flüssiger und dnrobaicbügrr Körper» 
des AUS kleinen SCGukcbeu jeder Qeetftli ftosammengeeetst ist; 
die Gestalt der Lnt'tteikhen (dntten Klemcnte) selbst i^ ohne 
Bedeutung, da alle Teih;h«n »elir ra^ub loiiereu und d&bei dvn 
Uomi orforderlicben kl^ien Kugelreum Toltständig aosfliUen, 
tn^Tn sie alle soid^rD Tvilcben aas demselben fortfilolMsn* Je 
«frlinnlter di« Teilchrn rotieren, am so mehr dehnen sie sich 
\i die CeitLrifngAlkrobfL ans, am »e &Jte biegsmm «ind wie 
irvicb« P«-dL-m oder dü&ue Pädim. Dudurcb brauchen sie einen 
»Vieren Kuj^lrAum tuit &>ttkiioi:^ und di(*e erklärt dio starke 
.ufldeUtiuitg der Ltifl durch diu W^xme. Dtxin Wirme ist 
nioKle andere» aU eine beechteunigte, Kälte eine 
! . TQoro Bewegung dieser Teilchen. Ebenso folgt 

ie ElaaticitiLt drr LufL, d» di« Tcikhon den su 
ihrrt Boteliou er ford erhöhen Raum zu erhniten rcsp. wieder 
2U gewinneo snclieu.' 

Das W»sser eutb&U surei ArtMi voti Teilclien driUan 

loien^a» welche von sotchem zweiten Klemente umgeben sind* 

«de Arif-n sind aus dvn iJLuglicbcn Teilchen M ritte Art 

Eleinenis; entetanden, indem die «tark^ren Teüoheu 



Prmi. [V, », 
• /W«r- rv <D, K 43- 



VKI. Mitritr. iir. V. f l«0 f, 1S2 f. 



etarr mtd st^tf gowordcD siod, dio cUfatnoron dftgcgon &nA«nt 
biognua. Diceo dUnnon, ttolilüpfrif^n, flutten» f&denförinigftn 
T^iQchon scKiiRgon «lob um cliü dieJcortia iuil) »Uüfün nti'i tübnm 
Kic <tttcitirch bei ihrtr solmullGren Bowi>£un(; nüt aioh.^ Tr«xineti 
ßiclt dio biegsamen Teöle von <i«Q GCeifon, ao bleiben dioec aU 
Sab: iQTüoJt, wfibreDd die «trsteroti fOr sich alleia a4U»ea Waeaer 
darBtelleu.' Auch sind €g nur dio bi^aftmon Tauchen, volob« bei 
etärkcTGT Beivcg:ung de« WaaBor» io dio Luft hineingotnebon 
verdcti, wo si« die WosMidünsto biJdon ; * dioao bofltehon lodig* 
Uch m Wfteecrtoilc-hep and kÖDiicxL wh dahor b«i AbD&bme 
der Wirmc wiodcr ru WaaMr verdiobtcn.* Die tfterkc Äiw- 
delintuig <i«« Wa88erd&mpffla bi>niht auf der Lobh^t^cn Bewc- 
gtuLg der fedduartigco Tcilobotüf wdohe sieb beitn Hoüeroa 
aoBSlreckea und dadorch m«hr itatim einiLehmeii.^ Ut die Be- 
vognng der JCügcIr^bco zweiten tllcmonta nicht stark gonug, die 
aaUrtigc« VVcusortctlchcti unboixjiaft&dor in Agitation su v^r 
aetson, ito hHiigim eno ifioh uieinao<lor und büdon einen fo«ten 
Kdrpcr; daa Wem«r entarrt sq Ei«. IVcLuor und Ei» nutes-* 
fiohoicicn aich nicht undertt wie ein Haufen kleiner Aalo» die in 
einem Kitfchkast<xi vom Waescr durcheinander getrieben wecdeHt 
und ein Hunftui eolcher kleiner Aale, die am Dfer trocken 
und erstarrt aufeinander lie^ea.^ 

überall swüehen den Teilchen dritten Clement« eisd nebea 
den SpUbbeni dee ereten die KUgelchen des jEweiten Eleoient» 
verteilt, welche ihre allgemeine Bewegung m<>glichjt beibe- 
halte«!. Dieee allgemeine Bewegung booitebt vornehmlich in 
der jährlichen Umdrehung xim die Sonne und der täglichen 
um die Erd<i Die Umdrehung um die Sonne bewirkt jene die 
Kügelch^n dea ganzen SysLem» b^berrachende Oentriiugalkraft, 
eineai forlvrohrenden Dnick vom Zentrum in geradeu Luiien 
nach anJaen, weichet durch die lebhafte Bewegung dee orvten 
filementfl in der Sonne weaenüich vewUrkt wird. Dieser Druck, 
der im klein&ten Zeitraum sich auf jede Kutiemung fortpüanst, 
kt die Adio, welche, wenn aie unaer Augo erreicht, Licht 
genannt wird.* Diejenigen Körper, in welchen der Druck dar 



* /V»c. ir, Ä - ' M4tc^. Cr V p. 1741 r ^ ' Ai-w t\\ 4B- 
■ JViiK IV, «t Xet^. rV T p lAT ff — * MiUcr. (V V. |>. 

* ÜMfor. Ofi V. ^. l&L Vgl. lii«n« nhw Bamo 1 8 4U. 
' /Vwt. Itl itS, M IT. 3». U J*ivptr^vf. Or. V p 10- 



Dmckamr UchL Bekvrra, 



TO 



la^ehiiulert foTtjil]jitizt:m kami, niiü! diitcliHit^htig. Dahnr «und 

ttfr r«<i]i^D FlüFHigk'*il«ii JuichjucliUg, vtV'l} «i^ »tci !u> fmniTii 

Tolcheii iJritl'-n Klement« best«beD, daik der UiuinK^lsätoiT aii^ 

□Ulf] aDfln ^cbtiingon frei um dioselbEirti bowogeoi kaniL Ein» 

Aunabmo biLlrt Oam Queckdlber» iiIohhod Toilchoii zu grab 

Äi^ uiD di» HiriimittHkng«lch<in Dbnrall dorirliznlKwiiiij wfthr^zbd 

todra uudiut-htficliLigii FltbscIgkfitUTfi^ wii- BTuI^ Tinr.i», Mttch «tc, 

ticbl. tviiiT tfoniiem mit virtimi SläaWli«it fr«tor Kärjwr Y**r- 

miaclit sind. Dio Uarieti Kürper sind dann ilurchaif btig, weiin 

M \m ihrer Bildung; aus d«m Flflaiigän durclisiclttig waren 

tnd eine soK'ibe Lage d&r Teilch&it beibetialteu Iiabeu, dafs fQr 

dfui urteil ruderten Diirchgang de» HiTninelKsitofTeft die erforder- 

lioLi-jt GAngo i^fT^n blipb*«, wUhrpnd bni upaknu K/Vrp«ni diese 

Gbig«T vrütnn auoh vorluittdoUi ko «Inc-h nir^ht unnnl'^rlinKTWfi 

utui &vi aind.' TTm zu Ark<<iiti«tn^ wik dit? ft<«ti*n Kftrper dr^mifxJi 

genOgeode Wege für den Durctig&ug d«ii voa alltiu Seitidi lier- 

kamnwnden Lichtes haben kfinuen, stecke maii Obst od«r 

andre genügeud grof^e iintl weioke Kugetn iu ein Tucb und 

smIk« di^ 90 eng zusammen, da& das Obst aneinander klebr 

tmd ^vichAsm nnr «inon einzigen Kcrper bttdoCv Kau mag 

rlani) dtRM»i) KArpp.r drnknn win mKU will, immnr vrnlon frttti* 

Scbrotkfirriclii^n^ u-vlcko man daritbur »chCittotj iDfolgi? tl*r Sckwcr« 

bjDflurckgleiuvu, ein B«wi^^ dal'K sieb in dem K^qier nach 

allen Biobtnugeu lün gäufigtmde Gäng^ ßnden. £n dieser Weise 

hat man sieb die festen^ dnrch&ichtkgen KOrper zu denken.* 

Der allseitige Stofs der HimmeUkngelchen ijst e« »uoh, 
welche die Abnmdung ein«>5 fri» in dnr Luft bidindlic^litTn 
Tropfeiia smr Rugelform bewirkt, und in Uhnlir)ii<r Wt^iK» KtöGit 
di« Goaaathedt d«3i HimmoU^to^A« ringii um di« Erde die Teile 
datwalban nach ddm MitUlpunkt4^* Di«» all^n erkJJLrt jedoch 
di« Schwvri' drr ROrpi>r norb nicht ausreichendi sondern 
man mufa dabol wivdar diu cf^ntrifugalti Tendensc der RAgabrli«n 
dt4 HimmalaMoff« iu Ervftgung ziehen. So kommt Dwu^aETitA 
ra ainor Ericlftnmg der Schwere, welch« derjenigen der Gravi* 



Pnme. FV. U 
* U iler Wi4«li^Df MoBiy» L'p*ft. ). 59 Or VU Iß^ ^fö« Wi*4«r^ 
LiU fVnf rV, IT. 

' JW>c IV. 19, «D. 




bbboti ToliHttodig aoiUog ist Wio di« Kdrpor an «> caahr 
TCn d<tr Soimo «cb cntfornoot je mehr sio Bi)vcgung«grdGH> 
bcaitzL*«, HO ontfemca itioh auch diojeoigon Köq>cT un tfUrluto» 
vob <l<^r Etdd. ir^lohcn di« gröist« Oc&lnfufiftlkroft i^kommt 
Dos «lind aber dicjeniffon, wolohfi den meiatcu HimBidaelofl' in 
ihn»! P^roii 6iiLhalt«n; ao ist st, B. die IaxÜ eöu ieichtor K6r- 
per, da de s&hr TieJ HisunelMtoff enth&lt iJio äcbworo erkU&ri 
sich somit viedor hydrodyuaiaiwli, iheJQ&igcD K^rpor, vokhe 
vidi Uimmeisfitoff nud dftbor viel Co&tnfbguLkrnfl cnthAtlen, 
steigen ibuf iukI drüngcn dicjenigea mit weniger UimaiolAtftotir 
herab; crsbci« LKiiTtfeii leicht, letztere »chwer. KeLa ftchw<,*r«r 
Körper sinkt herab, ohne dafd lüoht mgleieh ein «beoeo grofaer 
leiehterer Körper anidtiege, der ihn verd^Dfit. I>ie Taüdien 
des ersten ÜUemeDl« tuilerstütsse» dabei die Himmelak ügeichen 
in ilircr Icicbt-macboodcn Wirk»anikeit' 

J)io Wärme M die Uewoguig der Teilchen dritten El^ 
mente. iiuofon aie lebhaft genug ist UKid auf daa i^efdhl wirkt.' 
Hervorgerufen «'ird dio WArmo banptabhliGb durch daa Lichte 
Di« Teilohen dntt4*n Element« Jiogtn bei dem irdiAohco Körpern 
nnregrl£»ar«ig swisoheD den Kügvlchca dc4 Uimmehtatotrc« gir- 
bettet Den Licht beetehi lq denk sich geradiitiig t'i>rtpäan*- 
senden Drticke der Hiinniftbikügclch<Mi ; trifft nun diceer direlct 
dae »nde A eines Teilchen dritten Klement». irtfhrond danea 
anderes Ende B durch andere rorliegende Teilcliea geecbütst 
iHt, tt<i muTi die«ee Endo A dem Drucke folgen und Äch in der 
fiiohLung de« liichtr« bewegen. Da aber die Tedohen dritten 
EJementfl in fortwühn^ndcr Bewegung begnifen rand, so worden 
sie akh bald 90 rrTrAchobcn haben* dab den £iido A sich be- 
deckt nnd Ji von dem Druck df^r Strahleti Retrofren wird, worauf 
B sinkt nnd A sieb hebt. 80 enuteht ein wiederbolbefl Hin- 
nnd liorschunnget) der Teüchen, welches der Erbnltiing der 
Bewegung vagen auch noch nach Krlöscben (Ics Lichtdrooks 
andoneri,' Je otirker die Agitation dor ParUkuln, um «o höhar 
die W&nnc* Dir lebhaA«re Bewegung der Teilchen erfordert 

* FHiH. IV. 0. ai-W, - • JV«c rV, S9, - ' Prmr. IV, 28, MS. 

tUL CuKU. Ii«rmug«g«bca (Ockwu iaiäug Pada 1809. I |l T0^ \m U»C4Am 
■ae^ di< IV«g« bobkottolL die vrir b«i Bamq a. •. wvfihAlM' W«rum tat 4ur 
bei ^evcUoneDCD lögfca «alMUkka Aun kaltf Br utxsrWt «db ßuudpuaktB 



^^^H ijiHTurTM^ FUnm«, Tf^tT^ (ilüben. Ibnch- 77 

xQgtoicli «iaen gr6&oron Spielraum, und dahor dohnt die 
W&rTDC dir K5rp<^r «vw.^ D&bei wcrrdtiu auch diojeiü^«n 
Trilcbm vob ihren Nachb&m in Bewegung ^Mf^tzt, weloho 
vom I^chUt nicht direkt (^«IrotTeii verd«n, »o dais die V&mQ 
dmch die l^rreguBg tok Teücbeu su TutlcLeu fort jodeltet wird.' 

Für g«w$liiüicfa sind, ibUcJi im erwkrmteQ Ri>rperf di« Kor- 
pusketo drilt«n l^Iements von denen dos sweiten umg^beft; 
wird ■b«rr durch irgocd einen UmsUir.d drr DimmolMtoff aus 
den Poren vertrieben, so did> da« dritte; Element sich 1«fdigl»ch 
Ton Pm^k^lr. deei ersten Elemente nrogeben fuidfit, no tmUiit'ht 
die Ftainmr. daei Feuer. Die Flamme unterwhoidet nieh von 
der Luft dadurch, dafs die Korpuskehü <lniten Elemente vom 
oBten, »teil vom sweiteu oagebeD aind und daher mne nn«- 
gleich eUrker« Oevagung nnd OoBchwindigkeit erbAlteii. Jede 
TeraaUaffuug. wolctie die lümmelskagetchen väeder zorUckfUiTt, 
BO daT« vie die Erdteilchen umhilllen, macht dne Feuer erk^chm.^ 
R« mGflHen daher diu Enitoilchtru «le» br^niitnidnn Körpnn htn- 
tetohend «t«rk, «Jicht und bewegt affin, tihi, vom ontcn Elrment 
geoto&äii, den lilmraeJsstofT suriicksud ringen. Durch ^«wi 
StöfH ratUa die Lntt vom Ff^uer ahgekalutn verden, welche 
daa»albe Kornd. aualOticbt/ Heichi dt« Kraft dn» erstffn Ele* 
TOBüis nicht ana, den UimmeUaCofT aiia der ümgebunj^ zu ver- 
dMogen, eondem nur aua den Poren des Körpers »elhet,ao gl Qht 
diMAO' ohne Flunuiie.^ Dm immer Teile de« dritten f^ementfi 
all ItAueh fortxif^hen. M Lit ihu Kßrpcr notwendig, Wf>lcber steU 
utiw ParUkrIu dritten Elomüuüt liefert; ohtir tVirviti Nnbrnitg 
des Feu«ra würde daa «rat« Element tüt^hi länger vor dein 
Elndrtn^ea dea zweiten geachöUt weordeu. 

Daa Penerechlagen erklärt eii:h nunmehr dieaer Theorie ge- 
vaib, Die harten Partikeln des KieMls enthalten awiachen sich 
die EAgelclmn dea acweiteD Elements; der kräftige Schlag pref^t 



mo b<w«irt v «b* cnid iM Jkhtr unnn, mc rin pLarker Wbi «U« Aat« «Ur 

BMit«D^ ruOBTM ««baiet to& 4ic«cr WonkL'djCb Brkiiirunfl: iBctt«r kciecn 
fMrisDb B*tiiftdii «u kalMa, 

' /Vi«c nr. 31. ^ ' jkhc rv, 30. - ' jv«c. iv. st 

P-^W rV, KW, 101 - ' Prini' XX. 107 




78 DiMiBTtB: VcrWilbctt, So^i^lr^'- V'dUiniifva «ta 

«io jGUBftmmca iincl drbifift diwo Kügi Lchcu Iudau«, so ä&& aioh 
äie t«üvöiM Efimebenen K]6aeJparlihi>ln (jlötslich voo Tcilcbon 
enten ElemebU om^oben tmd agiU«<rt finden; diu ühw ebou 

Das Verliaiiott dor T0f«chiodoü«ti Körpor «um Feuer vird 
&rkUirt durcli dio Tiyr<cbiod«no Bo«cb«fr«ahoit ihrer Toikben- 
Üit iafecr^ dünnen TeÜtbon de« Alkohols haboD nvar Ver^ 
swetgu&gcn. aber nur ao kurso, doGi sie tich nicht anoiaandor 
h&sgen, und die Zw^utobonrliuiD« sind «o klftifi, dAC« nuir Teil- 
chen d«« nrstcn EliMnontfl durin PUts b&bcn; d&hor caiKQndet 
«ich der Wein£«Lät, während da^ WaH^er mit seinen diekeren, 
weicheren nnd klcbcrifren Ti»lehou cebat den dazwltchnn bo* 
llndliüfaeti LuftkGicelcben die Kntwkkelung d«a Feuer« Lindert. 
D& der Unterschied swischeQ featom und fiafl8;eom Ag^re^st^ 
Buetand nor in der Kuko. ro^p. Bewe^ng der Toilcbeu b^sfceht^ 
so «rklirt sich daraus dus ticIiincJzciip Sieden, Acurtvocltneiia 
Verhärten, Verdniiit«u, V«rkalken imd Vergingen. Trennen 
nich die Partikeln der fewten Körper gleich deicht voneinander, 
fo «cbmilx4 der K«Vpcr; int <lie Kraft d*sr TreDnnngt '^' h. dia 
neue Bewegung, v> beftigt <1(^^a ^^ E5rf>erteilcheu ganx von 
Teilchen d<^< ersten oder zweiten EleniriitA umhütlt Hind fFe^er» 
oder Luft bil düng} M) worden die Xür])er htiik und aiedend,' 
Feine, bicg«ianir tmd achlüpfrige Teile, welche fcotor ver«- 
knüpden onUrmiacht sind, werden ausgeeioiaea — das ist da» 
Veardun«ion; die T««tiorendien Teile hingen dann fester aa- 
aammen und der Körper trockoet nnd dorrt aus. Je nach der 
Natur der entweichenden Partikeln hildnn diese AiudehDnngen 
«ehr vcrsdiicdooer Art. £>rn mn^ntigc ErwAmnng der Obol^ 
flätibe der Kfiiper bewirkt ihrr Verkalkcmg fdie Verwandlung 
in fcanea Pulrerk' irird dia Obeaiflioba der resüeTeudeu Teil* 
chen durch die lebhafle Agitation des ereien und sweiten Ele- 
ments gt<g1&ttet, 80 dafs sieb die Partikeln nicht mehr blofa 
in Ponkten» sondern in FUchen berühren, so tritt GlA^bildang 
ain/ Sprödigkeit oder Biegriamkeit der Körper bAn^ daran 
ab, wie ihre Toilehen rcrbunden sind, ob nnr durch BtTflbrang 
0<1erdnrcb Vfi^itchlingnngderZweigo- In all dir.'^c-a FhII?» erkArt 






j 



^iWAimB obemüclio und phymlcAludki: Kig<Mi3tohAfl«n Her K^kper 
iti ßleiob^r V^^ise darcli wülküiiiche Atmahmoti über <li^ G«- 
«t«U dar TciJoheiif auk deaon ^ bestehen. Dt*r Hc^lf dor 
Molekrl, wio wir iKn b«i äcN^sm mad Basbo achou finden, üt 
bi^T nicht vorw^rtoU die TtHJcbeio der einfachifn Küq>er 8ii>d 
in den KU«ii]iiincDg««etstoii aar gomisclit, nicht abor ra eoJbtt- 
vtAndi^n Onipptta geordnet^ welche «b nono FArtikeLn auf- 
Intoo« ä«) f:ibt VT« QO«ki kGinva Catctvchicd cwisohcn llolokul«r- 
plijfnfe und MokkuJarohetnio. böide« ftief^ darohemftnder, und 
d«r Be^n^ff^w cbemiscb^n Kü»i4-nr bt boi DbscjIBT^ kautu 
«itirickiOtrÄWAr'mi feet©u%iidMfl»if:«i Zostonde blmben di© 
Korper identisch, nur durch die BeweRvng der TedJo unter- 
MdLwdoD' Dt«i VordAuipfuQß j^ooh i«t eigentlich ein« l^ea- 
mudianjE dtr Toilchi^n, wenn atich die Unvcriind<-rlichkeit dM 
ClljEmnd Hievenden K5rpf*ra initoforn bewahrt Lit, ob ^cinc Toil- 
chfMi erhalten blcibon ; ubor vi« werdca von ftndrüQ Partikeln 
umiccbotu Die drei £Jemente dor Chemiker, S^», Schwefel und 
Uorktjr imter»oh«idQii siob dnroh die Qestait ihrer Partikeln; 
die dofl fr^ftlMs amd »oh^rf und schneidig, die d«e Schwof«!« 
&iii«Arst weich imd bicji^uii, die do? QuM^ksitboqrs nind.< 

SoharfniiDig, intereaeant und wirklich koiu^acnt i0< di« 
fGiUirnng dor tllusticit&i, ^Sr wolcho U^BOKurm eine kiuotucbc 
Tb«oriA Btif^tcUt, KImjitisch sind diejenigen hArten Kdrper, 
dcvcD Teilchen dnrch nnoaittelbiuyr Bc^rühmtig, wir beim GIaso^ 
und nicht durch VcTwicknLting dor Kwoigo verbimdan sind, 
Ds Jiicb ir- ihiißn feine Uange befindent durch woLcbe der Stoff, 
dar dieso a^lbflc ^biJdet. sich bewegt, do k&nneii «o nicht ge- 
bogen word»>:i, ohne dftf« aich dadurch die (x^etAlt dioscr tiHnge 
Ändert«. Uarhirch wini der durchilierscndc ätolT in seiner Bc- 
w«tfTing g<»bindmt und strobt darch den Stofn g«gen die Wände 
der G&nf^ ihn^ fniht^n? Ge«tAlt wifrdor hennurtt.'Jlen. Daher die 
CUtttiottit dicTHür Kdq>^r.* 

Bfri dem Durohdrfingcn durch die KUf:eloben dee svoiLen 
d(^mont4I hatt-?D aict g^rtolte. echranbe^aartige Teilchen gfibildet, 
TOti denen m» rvehts- ond hnkagewnndeno gibt- in der Richtung 
d>T EHaxo sind nnn uih)r<^icho feine G&ng«» nn^gehöhlt, drr* 



(L IV, so ' «3. 
IV. 13:;. IW d>o SartioiUl 4«r Luft «< «bcn ü Jk n. 




m 



DKiCAnnt« Ua^otitniDih Simm 




gfistRitf ila/8 die H^hmnbenR^rtnigen Tpilcben, J9 nachdem si& 
DKcb der «<iiieii od^r andern Seit^ gev.nindeii Hind, nur tdd iW 
iKintfn odor »odArn Snitn (inrch «He Grdn liindiirchdntigvn kflnim, 
diri «'icnn nnr vom 841<)pol^ dio «nclBm vuni Nordpijl aq», 
Ar; dor HAcVIcUr durcli dciiaalban O414; sind «ib durch cUn 
widi*r])ak«fiftrU^ Umbi^uDg ilirar feinen Zw«if;6 verhiuderL 
DqtcU den uiuiliefsencIeD Ach^r werden daDii dl« durcli^^U»« 
genen Teölchen wieder nach de«n P0T9, vod welchem sie «inge« 
lTet«ii war^n. tun die T^rÜn hf^rnin «irTifAgoflihrt- Da« KiHen 
ist nnn derjenigi« K/trpnr. wrtli^liffr am mtunton iLlinlicIiA Gttngie 
vne din Rrdtt, und zutur IxTKorulHTv im mngntiUiicltcm Ziuttandv, 
hMitzi- Diuvt i!a^ EiudHiiyft« der Schratt heuUilohen in dioae 
GftugOf welchea nur «in odBaeätigefl^ ri>4ip. ^nc^gmigaüotsta» 
ftir di^ entge^en;;esAlst gewondeneD Teilchen sein b^tax, 
nnd die dadarch dem Khen r«9p. Uagnet »?ri«ilcBii Austobe 
ivrrden difi RigRnf^rhn^^m d«« Magneten erklärt: jeder Uagofit 
iiowi€i difl Krf3n bilihft um Hicli «in^j Art von Wirbol, da di» 
Seih raube npmrlik''ln nur xn di^m otm^ Pol «tn-, viim andarn ava- 
lrat«n nnJ auf dioat^ VveltM gexwuiigtiu »nd^ durcih dio Luft 
Kuin andtfrn Pol fEiirÜrkmlctihrAn. So «t^harDtim^ig hier di« Ter* 
wanduug dar portiaihe «Cnorae aaAritt, ist doch die TLeori« ao 
willkürlich und geswonfceji. dafg «ine weiter« Auafahnmi; über- 
flOesig ervch^int ' 

Atic dvr dargolegter. Minnigfakif^k^it d^ mat^ncllän Kor- 
puwkfl^Lti und ihr4>r Bflv.vg;it:goti erkl&r^n üich nunmohr die 
Wirkungen dar»Ih«f] auf nnaoro Binno- Dieiaalbon hlngon al> 
von d«r Natur ilieaer B^wogungon und von dar Katur dw 
N*rv«i, welche rom Gehirn aua ach wie FAden nach allm 
Teilen dei^ K&rpers eTitreckeii' Sie leiten die auf ihre Kndi* 
gtmgen tredenden Bewegung^^D der mit ilem Gehirn aufs ^galo 
veirbwkie&eii So«le sa und erwecken dort di^ KmpMndtmp^, 
Begahningan und Affekt« ' Hi«*r ^irtiiSi Dkm-ahtis dicht an 
die Xfohre von den ffp<iziftai:h(in Binnoaanergia^n und volleDclat 



' S. Prme. IV, 133— ItA AiadlhrUitk Kelli Stiutuw iIm Thront <lv, 
1 !^ TTS. Vgl niicb flu-t*!^. tl« H. *i$. Ui« nMric 4^ tUkinteheu Aa< 
ikbuhif (Primc. IT, 164 (A Wio Clbw Itftt daa cviMjvii« Olu hrt einem 
Poljt>v« il-olkk «rtehtibtai d«r iMiodattlg« KnjtMW («lim 4»« 1. Bl«ni«i»t} vOf^ 

■ Aim 1\\ 189, leO K 



aII«s ist üj eUn Gt^pustSmitii seibn!: jiur «in« vi-r^eliit^wifi 
DwpoftiUon in ihrer tiröfM, tifistAlt m\6 Bewegung, c-<ler kann 
renigatenfl nicht unlers von um arfafst werden.*'' 



3. Die OdSHif der caHeslsohen PhTrik. 

Haj* &uoli ftm 10. NoTombor X619 m der Eit^amlecii loinc« 
WiuU^rqiLaniera so NeubuTjf au der Donau dem duaals dni* 
uDdiwatiii^Lb-ihgCin DiJ^cxt^JüM dor Orandgeduikö seiner ui4- 
lytkdinrti Motbcdo wie ein« pl&Utltcho Krlouchtticg aufg«bbtsl 
Kzin. ao hat or doch ««in ganu*« Lcl>da guUfhucht, dou goge- 
Uncu \'cir* teil Uli g» verrät Mtner Zeit mit HÜfu »ldos neuen 
ErlLcnnimsmitttilit dem Vuratüniniäai^ 2Q unlervürfeD.' Keou 
Jfthfe vt.'rii;ingop Ktiuäcbat, aliuu dafä DESCJ^aiEt, uaeh seiner 
ttgvneu Angab«,' £u den ^hwil^rig&tt iäirottfragen der gelehrten 
Weit St^llui^* geuomzaen oad eich tUr ein b^Umrates pliilo- 
«ephitfohos Syal^m ectechioden oder mu nea<>s aufznatoilen ver- 
>tobt bätt«. i:;r8t als er ir^tfci nach Pan« zuriickkoiino. aoheiut 
der KntechiOlÄ zor Au^bildong eouicr Philo^optuo m ihm goreiü 
la eoiiit SU doaaen u&gi08t4^rt«r Aosiuiirung er \6:i^ nach Hol- 
Uüd über»f:dcito. Hier govannen dio GniQdgcdaiik<iQ seiner 
nentti l'h^aik fcctto Gcat&lt ; no wurden budiugi^ud für die 
EiiLvirtckölung Eiüni^r Phiio»opliie und 8oLllen vor allem eqbi 
PrOf^teia seiner Uothode dienen, äehen am S. Oktober itiW 
whred}! or aa MaiidUKVB, data or aicb über t'aat aiio ÜTUod- 
lagfin der Physik oiao bosUmmto Uoinang gobildot habe,* i^t 
1^'X» bi^achätttgto or oich lait der Aiuarbcitong seiner Physik,^ 
votchc »o gn; wie TOÜondut war, ahi dio Nachricht rou der 
Verurteil tiug UALU.&ia iiin vunudoiatef die VerütfcntJichuug isu 
nnterdrückun. Wir beaiuen dtedo ente Auaarbütung nicht 
m^hr, aoadcm aoü^er dem kunEcn Bericht iJiutciKrt»' im füui- 
Um Äberhuitt dee DiMottrs de k Hncfilrade nur dou aus DaaciATie* 

' rnnK, \\\ m. 

■ l^*%m RtpiU) tit wom gnilkvii T«tlt» Mkou irvröffistlkai ui V f~ ^ 
^ 04. l ^ lfi& « * Ctf VI r V> - • MJi«w UV, 7\ p 101. 




J 



82 Dbscarths^ l>lc aiialytificbe Methode. 

Nachlafsj von Cleröklier herausgegebenen AbriTs derselben: Die 
Welt oder AbJuindlung vom LicJit^ 

Die tiefe Abneigung, welche DescARTEa gegen alle Streitig- 
keiten hatte, veranlafste ihn hierin zu der Vorsicht, seine Be- 
schreibung nicht auf die wirkliche Welt direkt zu beziehen, 
sondern nur das zu besprechen, was in einer ganz neuen "Welt 
geschehen würde, wenn Gott an einem Orte im Weltraum ge- 
nügenden Stoff zu ihrer Gestaltung erschüfe und den ver- 
schiedenen Teilen dieses Stoffes gewisse Bewegungen erteilte. 
Der Grundgedanke dea Werkes war bereits, das neu entdeckte 
analytisch - mathematische Verfahren anzuwenden auf einen 
mechanischen Weltprozefs. Sein Ursprung war die Einsicht, 
dafs wir nur in der vollständigen Deutlichkeit und Klarheit 
unserer Vorstellxmgen ein Zeichen der Gewifsheit haben uns 
nicht zu täuschen, weil sich der Irrtum überall dort verbirgt, 
wo die klaren Beziehungen sich verlieren. Diese vollkommene 
Durchsichtigkeit der Beziehungen herrscht aber vor allem in 
der Mathematik^ in ihr gibt es ein sicheres Wissen, in ihr 
aber auch eine sichere Methode, Aufgaben zu lösen und neue 
Wahrheiten zu finden. Diese Methode besteht nicht in der 
Uberüeferten Weise^ die Sätze hinzustellen und alsdann künst- 
hch die Beweise aufzubauen. Die Alten, welche so reiche und 
tiefe mathematische Wahrheiten uns hinterlassen haben und 
für die Philosophie selbst mathematische Vorbildung forderten, 
müssen selbst eine lebendigere Methode gekannt haben, als sie 
in ihren Beweisen verrieten. Descartes glaubt diese Methode 
zu finden in der Zerghederung des Problems, indem die Be^ 
Ziehungen zwischen Bekanntem und Unbekanntem in ihre Be- 
standteile zerlegt, hin und her gewendet, umgeformt werden, 
bis das unbekannte durch das Bekannte ausgedrückt ist. Das 
gibt eine allgecneine analytische Methode, welche ebensowohl 
auf die Geometrie als auf die Algebra angewandt werden kann, 
Raumgröfsen und Zahlen lassen sich derselben Operation unter- 
worfen; diese Mathematik aber mufs noch weiter reichen, alles, 
wari überhaupt der Ordnung und dem Mafse imterliegt, das 



^ Lltotniiic de Ben^ DsscTÄitTEa et ta /ormatioH du f'wtus, k qaoy Ion 
u ajüute Le momle fm traiU dr In hnitiefc du inopTiif authour. 2. Eil. Paria 1677- 
Die cnto Au^gatje erac-hiea 1664. Oe. IV p. 213—332, 



IhtBCA&tEe: Uathematiache und physikalische AoregnugeD. g3 

muTs methodisch erkannt werden können^ und ee gibt daher 
eine universelle Mathematik^ welche alle MafsbeziehimgeD om^ 
faTst und erkennen lehrt. ^ Als nächste Anwendung dieser 
universellen Mathematik bietet sich die Körperwelt dar, welche 
den Baum erfüllt, "Was in dieser Sache des Mafaes ist, mTifs 
heraufigelöBt werden, dafi Mathematische, als das allein sicher 
Erkennbare, mufs getrennt werden von den nicht ebenso ge- 
wissen Zusätzen andrer Wissenschaften.* Jn der Physik ist dies 
am Körper nor die Ausdehnung in Länge, Breite und Tiefe, 
>ie ist das Quantitative, das wir allein klar einsehen, und sie 
ist daher als Grundlage der Physik zu nehmen.^ 

So entsteht bei D:escartes die Einsicht, dafs nur die ma- 
thematische Behandlung zur Erkenntnis der Natur führen kann, 
und wichtige Entdeckungen, welche ihm auf dem eingeschla- 
genen Wege glücken, ermutigen ihn zur Aufstellung einer all- 
gemeinen Physik - 

Durchaus mathematischer und physikalischer Art sind die 
Anregungen, von welchen die Erneuerung der Wissenschaften 
durch Dbscabtbs den Anstofs erhält. Schon sein erstes Werk, 
das Compendium niusicaej 1618 zunächst für Bbeehann privatim 
geschrieben, war eine Anwendung der Mathematik auf die 
Akustik. Eine weitere physikalische Benutzung der Mathematik 
fand in der Optik statt, welche daher schon irühzeitig Dks- 
CARTfis' Aufmerksamkeit erweckte, wie bereits in seinen Auf- 
zeichnungen aus dem Jahre 1619/20 deutlich hervortritt.* Die 
optischen Werke von de Dominis und Kbplbr waren 1611 er- 
schienen ; den EinüaTs des letzteren auf seine Bildung gesteht 
Descabtbs selbst brieflich ein.^ 

In seinen CogitaÜones vom Jahre 1619/20 sagt Descärtes, 
dafs die Erkenntnis der Natur nur durch den Vergleich mit 
den sinnlichen Eindrucken zu gewinnen sei." Von allen sinn- 
lichen Eindrücken aber ist Ausdehnung und Gestalt das den 



' Begkf pour la directkm de Fenprit 4. R^l Oe. XI p, ^23. 

* Discoüta dft la Mithod^t. Oe. l p. 154. 

> Begl Oe, XI p. 264. 295, m. 

* Oe. inid. p. FonCHBit ob CiaEij,, Paris 1859. I p. 46. 

> Otf, VII p. 161. Vgl Natobp, BcMQQTies », 128 f über Xbplebs Be- 
tonung der quantihLtiven BeEiehnngec ». I 3, 354 f. 

' Öt. inid, I p. 2. Vgl. Unna JVww, IV, 201. 



u 



Dkmtartu BrvcfUkf t\t ftII|[i:DPifir CTrauibe. * QjtavRT. 



9mii«n Zugfinglicliflt«.' 6%htT tmp&ehlt ea ekb. von aUem m 
ftbitrftbie*re<it ttoi^r von dieoen Kigeii«chflfteQ, und Aoob die 
Farb«&uDteTBohwde ala blofa« UDt«rächi«^e der GoeUll ani^- 
fftaaeu» L&Mäob doch ein mefebarer ^uAntiUtiT^r Unt4rscbi«d 
Dnr in d]««e& rSTonIicIiiMi Bonohong^n angoben-' A.tUmdeai 
ItAnn tnwi die AnnAhmo vet^cbiodccvr B^wognn^Q dor 
Körp^(«Üob«D bei d«r NatnrerklArung »o wie »o nicht am- 
gcb^n;* ea ist »Uo ein gTofwjr Vorteil, woon man ftnf die 
QTMlitAi^>n fibrrhaupt kein« Häckaaoht xu nehiaen bnocht und 
incb anf die Beiregung der Ki^rper abi Dr3tt«be allftf Nfttor- 
TOigänge allein beachrftüketi kann. OaCi Bewegung wieder 
Bewegung bervorbringt, ist b^groiflicb; «w l^Ui nch aber nicht 
einsehen, wie die mb^tonsi eilen Fonnen der Hcbolastik oder 
ibro verborgenen QualiUten dorob Bowegimg horvorgnTufea 
werden konnRii oder «elbvt wieder Bewegung 0TT<«ug«ii voUeQ. 
Hieraus eaUphngt difs Emsicb^. dafa nur diejenij^f^n Vorging 
ab objektiv erkennbar »iud, welche «icli im Baum uud in der 
Zeit aU Gr^fae dar«tel)eu Iftsaen. daf» demnacb daa Qoalit*- 
tive der Sinnlichkeit nur subjektive BedeuUing bean^ui^lieti 
kann. 

I>ie«iä Üb^ilegrmg lat daa nattirwissenschaftlicbti 
Motiv SU Dkscaktb«^ tuecbaniAcher Naturaufl^aaung. Qber wekJie 
er aich bereit« It)!^ oder IÖ29 klar geworden war. In diaselb« 
Zeit nß^t Alu da« Kracbean«n d«a Werkes Or maiu eordu vim 
ILiKVSV, in welchem die Entde^kTirg dp* Blnt^inilauf* v«r- 
<^ffeiitHulit ucd damit diu ÜiiartrAgimg derr En^cluuiiK'lu'n Attf- 
faesiuig auf die pb^aiologijtahvn Kncrhrintingen «-nnAglb^hi 
wird. DsscAaras Ic^rntu daj Werk anAbfb ttmt faiif Jabm imH 
seinein Greobeinen keunen, gerade wlbr«nd er mit der ToUbd- 
dong aaüier Pbynk aick besohfiAigt^.^ Jedocli war «t tAwr 
dcrn Inhalt dr^wilb^n von MlltaKKTnc schon vorher nTTt^mcht?4'^ und 
flie nuNflihTlioIifi Damt^tung daa Blutumlaufs im fHMVMrs, wo f>r 
auch Hartit, mit dem er nicht gan^t aber«iuatiuiint, citiart,* 
aelgi, wie wiubtig ihm dii*Hn Fintd«*ckt)ng fTlr din Dowltbniog 
aeinar ÖrundnoHobanungen war. TT^w^baupi lehren dia AuJki>- 



■ 0». JU, p 964 - ' A. a. u, p, »1. 

■ U Xtmde, (k IT p 89ü— VSd. 



1 



}VKAWfftf 



rQB£«o ÖD Disct^rs über ph^EukaLüche OogoasUiide, da& ge- 
rade aciuc matboDi&ünohec und tift^T.u-wLWcnechaflliclioti But- 
d«cktiDg«n \tiiMi detJco nur aq d^it Broohtm^gonol/ ' itftd di» 
ErU&nitig d«6 H^genbogeu«) für deu Aiubttu nüncn ByvteniM, 
ftowio Ar dia VerOiTeuUicliLmg d^sa^lben, snuiebst d«r jS^inuno, 
von guu l>eäOQd«rem Kiuiluaa» waren. 

Auch dio ELocbftULEciioii EDtd&ckuflgeu Dkucakiks^ reiubeu 
in dio firühMie Zoit nin4>s Philosopliiorons cnrück. Im Joiir« 
1690 «rfnlir «r gocprlLchsveuo vou tolgcitdor Aufgabo Ein 
Stiäiii tlUlt vou A nacli £ hin. vfird aber von d«r Erde stUi^ 
mit dfiTBrltien Kr&ll AUifecogon and verliert ntohto von der- 
jemgeii G«»oiiwiu<iigk«iU w^ho ilun durch dto voruigegangeno 
AnuehoDg mit^tfiüb ist. Uierbei wird nfimlicU angduommon, 
imb dftfljomg«. iras sicli im lo«reai R&iimo bewegt, «ich immer 
bew«gf- Ijü welcher Zeit wird die Strecke Alt durcUlBuTAJt?* 
OlocAiTBS lOttp schon d&maU dio Aufgabe in denelben Weise, 
wim er «i© lfl32 brirflitiL mittflilu,' w^ijmnii »> »icli erklArt> 
diUli ütu die ClALtLHttcJien GeaotKe dnr b^Hcbloitit igten Bewe* 
IfODg, ml> or tiit^ ap&ter kennun Wute, ehi uichU neues ot- 
Mahieiieii. In der Vurttuntetcuiig, ilaiV dit» Bcwt^guiif; beb&rrt 
und die neun Wirkuug der Svliwerkran zur irültexeu Itiiuni- 
koBoml, walcbe Dej^cauiu ausdröcktich iu oixiem Briefe an 
UlKUdi;«! vom lÖ Dexember ]$S9 hervorhebt^' liegt der De- 
wei«, dafe DsecAan» ebeofalla frOhxeibig und bevor er Öalilbub 
Werke kanntci, eich Über du l^Oiamingngesetx klar war, daa 
er in £r Mt>wh ronnnliorte,^ »l>«r atlording» <>rst in den Prin* 
cipifn vtrHifTnulUehte. ubrigena diu^ihKclimuUi Drsc&htkb dieji 
ömetc in «innni allgemein ertui Siuiier ab ua Oalilki gt-tha^i/ 
EirLMas EtufiufÄ auf OtsCAatBa dUrAe auch hier eich beiuerk- 

machen. Bei tMiLnen Bem&hungen, die unverftnderi aicli 



mi *m »tdhMusMiteMU ^ Lkkla. AtK §. QiJHK d. ilath.. 4. UK B. 283 ff. 
Affl F. JSnEffV. /: Molk u. Ftif». \XVU, I8$7>. TUt ßeRi<.*rlnir)g«t] toh 

* 0f- vt. p. -11^ (SapL ifiasx vtii, p. soa. 

« Ot VL p. T6, 7€. - * Ot IV, p. 9n ff 
' V|(l WoOLWiix, RtorrMi^iyCT, 3 l40 ff. 



J 



86 DtBPABTES: Trägheit- — Hydrostatik. 

erhaltende Umlaufs- und Kotationsbewegung der Planeten zu 
erklären, kam Sepler zur Annahme einer gewissen Trägheit 
der Materie^ eines Widerstandes^ welchen sie der Veränderung 
der Bewegung entgegensetzt- Aus dieser Trägheit glaubte er 
die Erhaltung der Lage der Erdachse erklären zu können, 
auch wies er darauf hin j dafs die !Rotation sich lun so 
länger in einem Kreisel erhalte^ je schwerer die Materie des- 
selben sei.^ 

Gleichzeitig mit der ersten Einsicht in die Natnr des Be- 
hammgagesetaea und der beschleunigten Bewegung» welche 
sich Descartbs infolge der Unterredung mit einem Unbekann- 
ten aufthat, erhielt er auch durch den Mathematiker Isaac 
Beekwans von Middelburg Veranlassung, sich über die Gesetze 
der Hydrostatik, die für sein späteres System grundlegend 
waren, ein klares Urteil zu bilden. Ibaac Middelbubqensis, 
wie Beekmann in der ersten Aufzeichnung Descabtbs' heifat, 
hatte ihm die aus dem Stevin entnommene Frage vorgelegt, 
warum der Druck des Wassers auf die Grundfläche eines 
Gef^fses von dessen Rauminhalt unabhängig seL* Descartes 
löst diese Frage selbständig» indem er antwortet» dafs das 
Wasser alle Teile ringsumher in gleicher Weise antreibe, und 
hervorhebt, dafs es nicht auf die Geschwindigkeit der Teile» 
sondern auf die ^tndwatio ad descensum in ultimo iristanti antr 
motum^ ankomme- Hiermit hatte er das hydrostatische 
Grundgesetz vom Drucke der Flüssigkeiten in seiner Bedeu- 
tung durchschaut. Erwägt man die Vervollkomnmung der 
Hydrostatik durch Stevin- (f 1620), so sieht man, wie Bbscartek 
für den Aufbau seines Systems überall passend bearbeitetes 
Material vorfand. 



' WooLwu-L, A' a. 0. S. 146 — 14&. Über Kbflers kosmoioguche Theori«* 
B. 5. Buch, 6, Abschnitt. 

* Dies echeinl mir wenigeteua dem Sidqc der Fragr am näübsten zn 
koDimeD^ doch ist der Ausdruck vn Dbscartes' Aarzeichaung ziemlich unklar. 
<Ih über die Verleb iedenhcil der QcHirfle oichta gesagt ist, und die Figur alles 
zu erklären bat; diese ^eigt ftber nicht, wie zu erwarten, die Gleichheit d^ 
fliveaus und der Bodenflächen. Sreviv hattp in fieinem Bucbe „De beifhin^lffii 
der Kfeghcortfitt Leyden 1586", das hydrostaCiBche Paradoxcu bereits gelost 
Über i'in ^'L'rBehen von Fouchbh »b Cabkil und Millet (Htst de D. l ^. 
107) a. öl. Abb, V. /: tr- Pft. X S, 179 Anm. 17. 



Deboartes : ÜLergang zur KorpuHkuUrtbeorie. 87 

Aber unter allen diesen Anregungen fehlt noch jede Spur 
des Bindegliedes, durch welches 3ie zu demjenigen Natursysteni 
sich zusammenschlössen^ das für Descarteg charakteristisch ist^ 
und welches erforderlich war, um von den mathematisch unter- 
such baren Bewegungen einer von sinnlichen Qualitäten frei 
gedachten Materie zur Erklärung der Naturerscheinungen selbst 
zu kommen. Es ist dies die korpuskulare Auffassung der 
^laterie. Descartes brauchte dieselbe nicht aus antiken Quellen 
au schöpfen, auch sie wurde ihm von seiner Zeit wohl vorbe- 
reitet entgegengebracht. 

Auf welchem Wege gelangte Descartes zu seiner Korpus- 
kulartheorie? In den wiederholt erwähnten Aufzeichnungen 
aus den Jahren 1619/20 ündet sich noch keine Spur seiner 
späteren korpuskularen Physik. Er spricht hier noch von 
Kaltem und Trockenem, dem er das Warme und Feuchte als 
das Aktive gegenüber stellt, und sagt z. B, : „Omnis forma 
corporea agit per harmoniam.**^ Auch bei speziellen Fragen, 
wie sie ihm durch Beekmank nahegelegt wurden, erwähnt er 
wohl die Erklärung, welche jener über die Ausdehnung des 
Wassere beim Gefrieren mit Hilfe der spiritits ignet gibt,' aber 
von einer Erklärung durch Au sein an der treten der Teilchen 
oder dergleichen ist nirgends die Bede. Da indessen 1629 die 
korpuskulare Theorie bei Descartes der Hauptsache nach 
fertig ist, so bleibt kein Zweifel, dafs er in der Zwischenzeit die 
ihm in Paris gewordenen Anregungen eifrig ergriffen hat. In 
den Jahren 1619 bis 1624 wurde die Korpuskulartheorie durch 
Sennert, Bacon, van G-oorle, Basson, d'Espaqnet, Gassendi und 
die Pariser Disputanten neu geschaffen:^ 1625 bis 1628 lebt 
Descarteb in Paris und gewinnt in dieser kurzen Zeit die 
gesamte Grundlage seiner physikalischen Theorie, indem er 
sich hauptsächlich mit physikalischen Fragen beschäftigt,* Es 
kann kein Zweifel sein, dafs Descartes seine korpuskular- 
theoretischen Grundlagen immittelbar aus der in Paris so leb- 
haft äiefsenden atomistiscben Quelle geschöpft hat, wenn uns 
auch die näheren "Umstände nicht bekannt sind. Dafs sich 
Descartes darüber nirgends ausspricht, erklärt sich zur Genüge 



' Oe. itttä. l. p. 14. — "^ A, ft. 0, p. 22. - " Vgl. I, 2. Bach. 
* Vgl, UiLLmT, De«caHa I, p. 142, 



88 



PKtCiBTM. lEiiiduGi VQU Bai>au- — Die fikavaic. 



ftud a^incr littet äbcHiiisbdutMi Scheu, ir^eut] clw&s jca Icbr^ltf 
wAfi Ihn m;t äufs^reQ Vi^rbot^a lu KoutUkt briii£«u k^nbo. Dto 
A;i>mUukr rch]>. dio IvorpUEkularjilulo^phie, war «ibfir dunilt 
rArl&mtriitAttiiicIiluJä vom 4. Sepl^mb«' l6Sf4^ in Paris b«i Todao- 
»irafts verboten woidea» S|i«ftiell dürfte die vou BaMo «ol- 
wtckeltfl Korpuakularphysik Dftk^AH'n-'^ viel t ach nn^ereg^ Imbeo. 
Daf« er dieeelbo keimte, ergibt sich &tia einem Briefo 
an BnKKUAEtK Tom 17. Oktober l^SO, m welobom er BnvKo 
und Ba£so nobea Tblkaio, Caui-axbli.a und Vae(£5i als Nauerer, 
welche venchiedeuartige Meii^angen aufaieltoa, Dcnnb.* 

In den Priiudpiett Iriti uua die AuuaLine seiner erst«n, 
»weiten und dritten Materie, von denen die Jelsiere durch Zu* 
aumDenbacken der Teilchen der enteren, die eraUre durch 
Abreiben der Teilchen der sveiten ooUt«adon #oi, ao («rtig 
«nbgcgcn, dab sich nicbb erkennen liLfat, wte DtäCiUiTSS an 
diesen scheinbar tiiivenmtii^lton Annaibmeu gekommen iit. 
Weim maii aber dun Entwurf aviuer Physik» soweit ef in 
Lt Mohde vorltcjicbr in Betracht, uehl, no tafst sich der Zu*- 
aammeahang Meiner KorpLiakularihcorie mit der Qberiiet'ertfiu 
RIenientanlehre deuUiiU] erkennen. 

DKfCAftrKS scIdiHfst sich insofern au die Scholastik an, dals 
«r ein Fener-dom«nU ein LuAcIemeot nnJ ein Erdeleiaani an- 
erkennt.* lu diesen dn^i Elomeoten Liegt der Ursprung «einer 
drei Matrrii;tt. Er sttmini darin der Schule bui* dafa iHcAe 
Eloineiito in den irc)iacheii Körpern mcbl ruiu vorkoouuen, son- 
dern Fnuer- und Luflt^cmtfiil immer veruiischl sind mit d&u 
TeiIch«TU d«a driticii StolTes aowio unl«relnand«r. Alle drei 
Elemente sind koipu^Kular gefaJibt, »e bestehen aus Teilchen, 
welche sich durch thie OuUüten onterscheidon. BU hierhin 
baite DtscAirrBH' Korpuskolarpbjrsik uiehU rot den Erneuerern 
dnr Atomistik vorsus. Nun aber wird die Abgr^^nzutig dir»tr 
tJnslAlten lediglich dnrab dif* Vomobiebung der HauinicJo 
gegen einander be^tiIUIQt. Mit diesem Gedanken, den er cur 
Kor[]uskulttrtbtfonä binatibrüigt, abersehreitet DKsukTia dio 
biaberigen Sehranken und legi den Grinid ui einer mccha* 
niscbea Ph>HÜ. Bewegung ist von jetit ab dio rinägo Be- 
dingung des tJntersoliiedoa der EOrper. Damit ist »in tünhntt* 



1 .^ 4M ^ * rv n p us^ - ■ 0« n', p. ssA-fiia 



Ute dnü JjUt«nia. 



W 






»r Unfpning dor R)«u]i«nti* gpwoniwn. Djis scheinhftr IVUl* 
kflrlich« im Ongt^YumiTn vriichw^iniM, Inrlntn Hio Gfrnesis dor 
KInmittiUi uuK it<T iintpri^iiglir.lkiiri, hIUk rrf!tlImK]oii M»t«n€i he- 
fftifMeh tinicbointj kob*1d mmii nur mnuhnmi^ daT» Gott dva 
«liLXi«lDttD T^Uen di«Kdr Materie baaondare BAW«guiigAii bai «ivr 
ädtfipfuüg miigotmlL li^bd. 

Ol« grumte köipdrlich« Äuadehnmig wird in Teik s«r- 
^'^S^ ^^^'^ di«se Tolle tind nicht mathomatisoh nbgcgi^uwt, 
«oad«ni phoTonomisch, inwf»ni m nch bAWdgon. Es fbllt 
k1#q dU) tx'd^tnklic^« und vifdfftcti erürtert« Frvg« fort, wi«i «üi» 
korptukiiliir abgi^tuÜE« UAt<im d(>n Kauhi «totig orl^DftD k^nnD; 
datxa WAun diä Ti?ilch«n lu Rubn tind und vun oinorliii An, 
ftO kfioneti ftla uur nol&b» G^xtttli UabiTii, dtfii ihr« Figureu deo 
Kaain gams aiuiflÜleiL B«i Pk^cartis aboi kommt o« anf dieae 
araptUDgliche Creslalt gar Dioht an Die Vorstellang eilt flb»r 
dteom Schdpfnngsaki hinweg und Hebtet sieb sofort auf dio 
anUr «inui[i«ir ticb Torvchiebftnden und reibenden Korpuskelti, 
vr^ch« boi diiMrr Bewegung ihr^^ Kcken und Kantdri nb- 
■«bteiren luiil 7.u glc]chinJir«ig gn^talttft^n Kügelch»!! worden.^ 
l>Ia Figur dar iibg««ohUtl«iiot] Stticko salbit bloibt wUlkOrtiob; 
DsscARTBS ugt darüber ub^icbtlich nichta B^stimmto», b«bt 
mhnohr bervor, Am^ dioAulbon UDgob«uor «cbivvU umhergd- 
trieben in je4äai AngenbUck ibr^ GvMtalt äudarn kfiiuien tmd 
dvdttrch geeignet werdea, die Zwiscb«uränm« swinben don 
Kflg4€b«n autfzxifüJleii.* Damit Ist eio StoäT geeohafi''On, doBAUi 
TttiJ« bai ftufserst^r Feinheit die «dm^Uat« Bowogimg babou 
tmd gocignot atud^ aU« Porvn sra dorchdringas, 

DieUntoiHcliiidung zv-ijtcb«& don Teilcbun «in«a ant«ai imd 
«[dm cwejieu Elemimui bat jvdocb Des(UB7E5 ^nt «p&tor oin- 
g«l>lbrc oder wenigstens erst apfit^r öffMitlicb von einer solebeJi 
Gebrauch gemacht. In der Ihoptrtk und m den J/«/ror»t 
iat nor xwiflcb^u den Panikeln der irdischen EOrper, wie 
WiAffor, Erde, Lutt, und denen der Lichtmaterie unt«rBcbieditn,' 
tdcbt abt^r iwiaclien dein ersten und xveiten Klement wie in 
tlan FriMfipien. Di««e beiden Klemeate sind in don Essais 



* 




* AnCftlli*nd iit hiev ii« Ähmliohkcil mit dtn «rsf^h &yxti d«i AtXL%- 
» Ü», IV B, 'im. ^ > Ot-V V. IW" 



90 DEsrARTE^: Etitwiokdung der drei llntorien. 

noch vereinigt^ als gebildet aus den kleinsten und raecbeaten 
Teilclien des Stoffs, und weisen ao deutlich auf ihren gemein- 
samen historischen Ursprung hin, den überlieferten Begriff des 
Feuer- und Ätheratoffs, als der aus den kleinsten Teilchen bö- 
stehenden Materie. Descartes glaubte wohl, diese Unterschei- 
dung hier noch nicht nötig zu haben, oder wollte nicht zuviel 
neue Hypothesen dem Publikum vorlegen, eh© er sie ausführ- 
lich begründen konnte. Er behielt daher die genauere Aus- 
einandersetzung für seine Physik vor, die er in Le Monde 
liefern wollte, aber schliefslich gänzlich unterdrückte, seitdem 
sie durch das Erscheinen der Fnncipia überflüssig geworden 
war. So schreibt er an Mersenke unterm 9, Januar !639: „Ich 
uuterliefs Ihnen mitzuteilen, was meiner Ansicht nach den 
leeren Raum zwischen den Teilchen der feinen Materie ver- 
hindert, weil ich dies nicht auseinandersetzen konnte, ohjie 
von einer andern sehr feinen Materie zu sprechen, deren 
ich in meinen Essais keine Erwähnung ihun wollte, um sie 
ganz für meinen Monde zu reservieren," ' Hierauf teilt er mit, 
dafs er sich vorstellej oder vielmehr durch Beweis finde, es 
existieren aufser der irdischen Materie noch jene beiden, uns 
unter dem Namen des ersten und zweiten Elements bekannten 
Materien. Hier also erwähnt Descartes zum erstenmale gegen 
irgend jemand seine vollständige Elem enten lehre - 

Er selbst aber hat noch später in diese Hypothesen einen 
einheitlicheren Gesichtapunkt gebracht. In Le Monde unter- 
scheidet er zwar das Feuer-, Himmels- und Erdelement als be- 
stehend aus den feinsten Splittern, den abgeschliffenen Kügel- 
chen und den groben Überresten einer ursprünglich un- 
geteilten Masse, aber diese Entstehung erscheint als eine mehr 
zufällige und willkürliche. Das dritte oder Erdelement, wel- 
ches aus den gröfseren, sich daher langsamer bewegenden 
Massen besteht, findet für seine Entstehung eine andre Be- 
gründung und Darstellung in den Vritidpicn als in Lc Monde. 
In der früheren Schrift geht Descartes nicht näher auf den 
Ursprung jener gröfseren Massen ein, sondern setzt voraus, 
dafd bei der ursprünglichen Teilung der Materie durch Gott 
auch solche gröfsere ungeteilte Stücke übriggeblieben seien,' 



' 0<. VTII p, 73. - ' Oe IV p, 2«, 



Descartes: GutatehuQ^ der dritten Uaterie. f^l 

die in ihrer Gröfse sich zn den Himmelskü gelchen ungefähr 
so verhalten wie letztere zu den Splitterchen des Feuerstoffg. 
Biese gröberen Massen bilden in ihrer Zusammenballung die 
Planeten, so dals also diese aus den bei der Zertrümmerung 
restierenden Stücken stammen.* In den Principien ist diese 
Theorie feiner ansgebildet. „Wenn auch vielleicht aus dem 
Chaos nach den Naturgesetzen dieselbe Ordnung der Dinge, 
wie sie jetzt besteht, abgeleitet werden könnte, und ich dies 
darzulegen früher unternommen hatte, so acheint doch eine 
solche Verwirrung mit Gottes, des "Weltachöp fers, höchster Voll- 
kommenheit weniger zu stimmen als Proportion und Ordnung 
(proportio vH t>r<io), and kann auch nicht so deutlich von uns 
erkannt werden. Kein Verhältnis und keine Ordnung aber 
sind einfacher und verständlicher als die, welche in völliger 
Oleichartigkeit bestehen. Daher nehme ich hier an, dafs alle 
Teilchen des Stoffes im Anfange sowohl nach GrÖfse als nach 
Bewegung einander gleich gewesen sind,' 

Es ist offenbar kein Grund einzusehen, warum solche 
gröfeere Stücke übriggeblieben sein sollten, und wenn dies, 
warum sie nicht nachträglich ebenfalls sollten zerrieben sein, 
Dbscaiitbs betrachtet daher jetzt den Prozefs der Zerreibung 
näher, er geht von gleichartigen und aniangUch gleich be- 
wegten Teilen aus und entdeckt dabei seine patticulae striatar^ 
von denen Le Mnnde noch nichts weife. Diese Schranben- 
teilchen hängen sich aneinander mit andern unregelmäfsig ge- 
formten Teilchen und bilden gröfsere Korpuskeln, welche dem 
Clement der Erde entsprechen. Jetzt ist also das dritte Ele- 
ment kein ursprüngliches mehr, sondern aus dem ersten ent- 
standen-^ Auch die Entstehung der Planeten wird nunmehr 
eine andere und eröffnet einen weiteren Gesichtskreis, indem sie 
die grofse Einheit im Werden und Vergehen der Welten in 
erhebender Weise vor Ängen führt. Die Planeten werden mit 
der Entstehung der Sonnen und Fixsterne in eine E^eihe ge- 



' Öe. IV, p. 272, 273, 

' Piinc. TU, 47, Vgl- hierzu HaDsaiAE, Haiionalismua. wo auf die vier- 
&ohe Oleichmalfli^lceil in Anordnung, Geichwindigkeit und Grofee im Qegen- 
SBtz tu Le Mondg vt^rmeten nird. 

■ Frinc. UI, 52, 



M 



iUUt, «0 >ind nur v«frkümffi4;rto So&non, wolcho, ^b^rdockt von 
dut PartÜuln dc< dnu^ai EIaduuiU, £hrtt& Vlrböl nicht molir 
•oLbotAndig erhaltoD konnteti, und infolged^snoi in ein ftndupos 
WolU^aUm hineiiipehse^n wurden.' Ee ist dioä einer d4>r ge- 
waliig^taD ZUge der curt^dchen N&turl&hre, wQrdi|; des gtoüieo 
Vorßftng«re Giohdako Bitrxo, toq welchem Db^i^aktcv den Gr«- 
dankon an di« Vielheit d^v Wollen iib«m&1uii. 

Wir Sähen comit, wi« DuciitTxs an dio Element^nJehre 
and did Korpiukularthtiorio ii«xD«r Vorgang«r mnJcnüpfi, and 
wi« or d&durch, d&r& or in dor B^iwo^ung ftlioin den Unter- 
schied der T«Uo erhliokt, über ü« hinftucg^tht. In der Bewef^unga- 
lohro üi Z«i JV0i*de allen kurz Torange^angoncoi EorpuikulAr- 
bheorivu veit ub^eften. Sehen hier und daa Boharronjcv^ie- 
»eU und da« GeeeU von der Erhaltung dor Bewef:unKSKr&l4o 
auflße8proch«n> Es ist daboi diee GeeeiK anoh bet^itd auf die 
Unvenuidarlichkeit Ucties sturuckf-efiihrt, ohne daifi jedoch so- 
viel Wert aaf dio«o AbleituDg gelegt v&re, wie in den 2V«»- 
äpiin- Ootg«D dio echota«tisch«n AuSoHun^eD dor Bewegung 
gibt lieh der gröJJtte Widerwille kund, dio »cholaMiiche Defi- 
nition der Bewegung h&lt Ds£€art£8 fdr «o unv^tnitaudlich und 
unklar, daftt aio Eiioh frauc^euiob f^r nicht wiodergcben laase-* 

Im BoBits detf S^tsea vom Gleichgewicht der flOsBi^lceittfa 
konnte PittCAarv nunmehr auch die VorhADdeoBein des Luft- 
dnioke »erkennen, indem er die Luft ttelbat aU üne Flüaeie- 
keit atifTaCito. Dahor dfkrfen wir uns nickt wimd^^m, dafa er 
nicht nur deu ToKniciLLi^hen Versuch divuuorU% condem auch 
ala dor ente die nchtige ErklSrtmg gab, woher ea kommet 
daJk doa Quock«iJbor aua einer U-fönnig gebogenen, auf der 
olKiren Seite vcr»chloo«onoQ, auf dor unteren offenen Aöhro 
nicht auafiie£»e. Ersohroibt b<^oita am 3. Juni ltl31 an BAnkru 
seinen ereten Schüler in Uoliand:' „Um ihre Schwierigkeiten 
En IfieoD, stellen Sie sieh die Luft wii> WoUe vor und de& 
ÄtJwr, welcher swisohen ihren Foren ist, wio Wmdwtrbel, die 
«ich hier und da in dieser Wolle bowe^eni ond b()doRken Sie, 
dafs diceer Wind, woloher von allon Seiten mit den kleinen 
FMen dieser Wolle spielt, «te daran verhindert, «ich ao Ntark 
gegeneüumder sa drilcken, aln sie «s ohnedem thun kannten» 



* IHie, nr H 14a, - ■ Or IV p, £65. ~ ' 6r^ VI. ^ M. 



Dtt«»tur IVr LnfldnMk. 



tl3 



Thmn «w m[1«i srnd ftchwAr itri) drAek^^ti uifemAnd«»^ so «tark, 
iÜm IUI rlü' B'iwugnng rlnrnli i)r4*Hi*i) Wind ihn^n ßes^Ait^D kuB, 
do dafii liie WoIIp, wifldin i)i?r F-nU- 3ciinil«h<t^ iKt, vnu der g^ 
«unt«D Aber üir bia über di« Wolk«n hin bvQniltich^n g^rOckt 
wtri). Di^fi macht eint^ bifddutenrle Schwer« 

Ke wOrd« dAh^r. am emeD TeD d&r- ^ 



Btl». 



^^S 






nr-ii- 



Ton 



JttnigoD Wolle» wolch« s. B* in ^ ist 
(b. Fig. 11), mtt ullfir liftrAhnr bi^ftniÜicHAn 
m btt1)»--n« «innr gr^fiartr Kr&ft iMtdürfnn. 
DiJWe SctiWffira wird indnt für gewJ>Hiiltc]i 
m der Lult iiioht liAmurkt, w<>tin Aie ntkA 
olveo ^^'.ri^^lteti wird ; darum. wi>i1. n^enn 
wir einen T^il flaroii h^b^ri^ z, F). den von 
£ iMir-b f bin, imgtMioh der in F l>ffArd1i<-hf) hr*i*fdmtig g^gen 
O ff I foTtnrlimilAfH tind tiiut]i P 7tirOrkk(>hrtf ffo düfp 9(«ine 
A^hwiTfl iiii'ht ln*iii*rkt wini, <d»iiriH]W(*nig win di» 8chwpre 
ttme» R»d«ia, cIha wir, wlhrAisd m «ich im vallkommvn«»!! (.^Idurh- 
gewicht nm «ti^ino Ax« bafindH, itmdr«h«ii. In dorn bAtg«- 
bncbtei) üeitpit^l^ der H/ihre dr. welche am Ende d geschloraen 
usd ftn dem Balken vlif l>efefltigt ist, kann das Quecksilber^ 
Jas Sia dftfin voraTW^elien, sein» Äbwfirtflb^w^gung nicht be- 
ginnen, wnnn nicht imgleirh die Wolle von r nach und di& 
Ton ^ n)U!h F imd rtüch q var<^hreit4tt nnd xwnr fx>. dara sie 
■13*1 WoUa, vctlf^lia nicli Auf der Linio Oi*q bniindAt und wk- 
raeng«fnommru i»hr «hw^-r i*t^ mit «trh yinht. Dnrin da 
i» Rührv? olsftti geichloswui Ut, knitri kdm* WoUb nintrcti^ii, 
wilL ttg^. kdine Luft lo den Hanm dec Quo^k^beri, bLt 
di9H9v benibgwüegen ist . . Aneh dürfen ^ie nicht irrtümlich 
gfanben, dnOc Aim^i Quecksilber von d^m Balken durch keinerlei 
KnUl g^tmnnt werden k/Vr.nte, »b^r es würde «^enig- 
at^na ain« «o grofso Kraft nötig seiQ, als xur 
Wfibung diir Lnft erfordurlich ttttf wAloho >iob von 
flort bis aber dia Wolkun uratmckt.^ 

Wie kiw dta Verbleiben dea Quecksitbers in dor ROkr«, 
•0 €rklftrt Driv Aftrfts anch das Anfiteigen der Fl0asigkeib«m in 
^I«n Pump«in aos dem LnfWracik Rr wendet säch dabei aua- 
drOckhiUi gegen die GAULKEaolM Erklärung durch den Abecheu 



4 



' * VI» p. a»4. 



^ DsscABTLs: Pascal. Morror vacai. 

vor dem Leeren und führt, neben einigen andren ürsacbeHr 
die er andeutet, als vermutlichen Hauptgrund dafür, dafs das 
Wasser nicht hoher als 18 Ellen der Pumpe folgt, den an, 
dafs die Schwere des WEbssers derjenigen der Lnft das G-leioh- 
ge wicht halte." 

Bei der vollkommen klaren Einsicht in den Zusammen- 
hang dieser Eracheinuugen mit dem Drucke der Luft, welche 
Descartes, wie seine Briefe zeigen^ schon längst besafs, dürfen 
wir auch nicht mehr zweifeln, dafs seine Behauptung ' auf 
Wahrheit beruhtT wonach er, nachdem der ToRBiCELLlsche Ver- 
such bekannt geworden, Pascal den Bat zur barometrischen 
Höhenmessung gegeben hat.* 

Die Stellung Dgbcarte^' zur Frage, ob es einen leeren 
Jitaum geben könne, ist darum von besonderem Interesse^ weil 
sich seine Ablehnung der ÖALiLBischen Fallgesetze ganz allein 
auf die Überzeugung gründet, dafs der leere Raum ein Unding 
sei. Diese Überzeugung aber war keine willkürliche spekula- 
tive Annahme, sondern In langjähriger Arbeit des Denkens 
unter voller Berücksichtigung der empirischen Daten errungen. 
Schon in Lc Motuie hatte er zwar die Möglichkeit des leeren 
Baumes bestritten» aber doch ist der Ausdruck hier viel hypo- 
thetischer gehalten als in den Ptiitcipictt. Vom Itorror vücui zu 
sprechen T sei nur im nneigentlichen Sinne möglich, da das 
Vacuum eben nur eine Chimäre ist. Trotzdem will er nicht 
behaupten, dafs es überhaupt keinen leeren Baum in der Welt 
gebe/ Eher könnte noch in den festen Körpern ein leerer 
Baum vorkommen, als in den flüssigeo» deren Teile sich viel 



^ Oe. VII, p. 43G. 437. (Oktober löSö.) 

* Bnefe nn Cabcavi v. II. Jani u. IT. Aug. 1649, Oe. X, p. 344, S&l. 

' Vgl. hierzQ Uillüt, Bescarfes, TL p. 216 ff., K. Fischer, Gtsch. d. n- 
J^üos.. I. 1. S. 539 und üiabeaoadere Adah, POMcat ft Deseartes. Les experieti' 
"es du vid€. Rcfue phüoHophüiue etc, T- 24, 1887. p, 61S ff. T- 25, 1888, p. 
tid S. Nach AuAu habe sich Pa&cal auf Tohi^icbllj »tatt auf DEflCÄHTSB bf- 
rufon» weil bei jenom die Erkläruiig nicht mit dem cartesiachea System ver- 
quiekt ^~ar und er nicht wufste, dafa DiacAKTEN' Erklärung die frühere »eL 
HbZRflBNNEH Tod am 1. Sept. 1648 mocihtfl die Uitteilung über den Erfolg d^i( 
Experiment« gestört habeu. Descirteb hätt« t\i dem Venuch in mehrereti 
verlorenen ßriefea gedrängt (13. Det, 1&47, 31. Jan., 7. Febr., 4, Apr. 1G48, 
Baillet II. p. 330, 333). 

* 0*. IV, 234, 



DilScartest Der leere Raum, £|g 

leichter verschieben und acpassen^^ aber die Äunahme eines 
leeren Baumes ist überhaupt gänzlich unnötig. Die Bewegung 
fiadet überall in geschlossenen Babnen statt, zu vergleichen 
derjenigea des Wassers und der darin schwimmenden Fische^ 
Die Kaume, die wir für leer halten, sind jedenfalls erfüDt, so 
die Poren zwischen den Teilchen der Körper von den noch 
viel feineren Teilchen des Feuerelements, Diese Teilchen 
dürfen aber nicht aufgefafst werden wie Atome, als ob sie 
irgend welche Härte besäfsen, sondern als eine aufs er ordentlich 
flüssige und feine Substanz. ' 

Whbwbll berichtet, man erzähle, dals Descaktes seine 
Physik anfänglich auf den leeren Baum gegründet und 
sein System erat umgearbeitet habe, nachdem Mek6BNKB ihn 
belehrt, dafs das Vacuum in Paris nicht mehr Mode sei.' Ein 
Beleg zu dieser Behauptung ist nicht angeführt und ich habe 
auch keinen aufßnden können. Die vorsichtige Ausdrucks weise 
Dksgartes' in Le Motive gibt doch nicht dasBecht zu schliefsen, 
dafa Dbscartbs sich der Annahme eines Vacuums zugeneigt 
habe; sie zeigt nur, wie weit er davon entfernt war^ Behaup- 
tungen ohne sorgfältigste Erwägung auszusprechen und wie 
sehr diejenigen Unrecht haben, welche DaecARTBa mit Vorliebe 
als einen Mann darstellen, der Naturgesetze a priori dekretiere. 
Allerdings mag Descartes die Frage nach dem Vacumn ein^ 
gehend mit sich diskutiert haben, ehe er sieb über die Grund- 
Prinzipien seiner Metaphysik klar geworden. Eine Vorhebe 
aber wird er für den leeren Baum kaum je besessen haben, 
und bei seinem Fortgange von Paris hatte er sich jedenfalls 
schon gegen denselben entschieden. Denn damals waren die 
Grundlagen seines Systems bereits festgestellt und diese schlössen 
den leeren Baum aus. Indem Descartes in der Ausdehnung 
das Wesen des Körpers sieht, verbietet es sich von selbst, dafs 
er leere Räume anerkennt. Zwar über seine Physik vor 1629 
wissen wir nichts Genaueres, ja es ist wohl sicher, dafs auch 
ie MondCy wie uns die Abhandlung gegenwärtig vorliegt, nach- 
träglich überarbeitet ist und den Charakter seiner ursprüng- 
lichen Physik nur zum Teil zeigt. Aber nach dem Anschlul^, 



' Oe. IV. 231, - ^ Oe.Vl, p. 104 

* Whbwkll, Gesch. d. indtikt Wia^mteh. U 8. 139. 



96 



Dcsi'jiBTiu»- Vtutimm *~ Er)|«f4h«hBng iein*r ij^tat. 



iläu I>Efl(TAKTSi Qbenü) «tt Vörgioger twaitsl. Ut «b viel wabr- 
scli^iulioWr, dftfs di« Allgemeine Anftichtt «B g&be ketofln 
leeren Bauiu. auf ibu mitbestimmend gewirkt bab«, als daT» ar 
ohßo Not davob abgegangen «m. Dafs der tonm ßnuni an 
Parts «Kode*^ gowesen, kaon vich wn}d ncir ar.r din Be«tna- 
liangMi von QjiflaisrDt besioliQD. Ailh oiiinm Bri^fcf DadCARTts' 
an HEB^KrvEti vom 15. k\yvW 1030 ergibt »ich klar, daJ» Da^ 
CAitiw datuab eclioti den leureji Raunt Itttigußt, obwohl er all«r* 
dingB dia Bache niclil aU ««IbAtv^^rbtAndlicb uiuimt; d«iin er 
»oliraibt; ^Wiviin Si« mir nno sogaban, dafs e« hoinen Ififtreo 
Havmi gibt, wir ich glmibM bf^wnÜH^i aen k^nm^ii, «» ^nd Sia 
g4>£wongcn, mir «Qcb KUJCiignbeM, dar» dioao Poran Um Qpld 
fx. et. w.^ voll iind von einer Matt^Ho, w«kbo aberall li^JohL 
darckdriugt'^ ' 

Aus der hier ^egäbeueu I>&rste]lmag, wie die Aoatcbwit 
BbcT die EonstJtation der Mftt^Tio sieb bai SKaciins ent- 
wickfrltirn, ist sa erkf^onen, t\^^n seine rhjsiV in st«tigam E^oit- 
»cbritlci mutrrlfte und alle sninc* I^breti «cli iD ims^mr 0!>ar- 
eiiULtimmiing uuHAinandi^r rrgnbrti. Die persöulii^ht? FIiavrickAiuug 
di?s Fortrbnnt rrglnxt dtn Fitlnlce, w«ilcH<^ aidh in dnr LitL^ratur 
dnr Korpiihkiilurtibrnrio m^igl.. Diff (|iiHntit4tlivr AnIFasauiig dar 
Nntur nml dnx 8trrilirin, t\\%\ Qiin)itäti*it \xx matbfniaiiHrii d«r- 
KtRlIburnn BiT^jcbuu^fAii xa objnWtivinr«-», aetgt iciali iiei RfiFLlftr 
Oalilki und DKrCARns in gtaiciiem Kalkei, wenn aoch iMfih 
V0rB<^hied6Dan RlebUmgen und tait verschiedenem Ki'Tolge- Oin 
Omndidee des Blecbankamus der Naiiir ist in der Zeit gi'gebflu 
lind das Material zur Atisfnbrnng wird T^KSMunrrm von lUhm 
Spitim pntgegengebracbt Mi^tbnmnllkj MiHrlinntk, Hy ilriuitjüikr 
AsiroTioDiiat, TkfetiM>rologi«i Madiun, Jillc WtivtrnKchjalU'u wirksn 
in glciobnm 3iniia^ So vorb«rmt«t fllr dia AuCiiabme einar 
moöhanbeoben TU«oH« der Materie erapf^gt der Oeiet eine« 
DnOARTis in der Schule der Pariier Atomisten den S«m«n, 
welobdn DnoKKLT ausgestreut halt«, die physikalischen Grand* 
gedankan der antiken Atombtik, welch« dnn^h di^ Arbnkacn 
der eben neu hervorgetretenen Korpittknlarphitosophon friKcdiw 
rj«tb«in and VaratAndlichkeit ffir d(e ZaitgnaoHsen gdwantien 
liatian. Dioa« Oadankan DirMoKaji« findun, insofarn as 



' Of. VJ p; 101 



i 



U»lil in di^ r%nroM4iim tUk*^ 



W 




sink um diu kürpuiikolftre Erklärtiu^ der PhiEio- 
n« UaadulL, in DBeCARTM <U« enic kou^vmuil«? Kr&fl. möU 
U0 ihr utuAi^blicbor Urheber d«r Uouodiliut biiitofluMQ. 
Dmijt jod<M^ Dkboajlt» den iimatHn OnmdfebUr d^ uitik«D 
AitttXitAÜk oichr EU lieb'-n vermocht«, Ug diu-PLU, daf« «ir noch 
m stark airj iihc^roiioiuiscbfto Bv^riff r]or ß«wogt»ig b«fUii 
bli^b um) xuni Wi-tuin der Dyuttiuik uioLi iftüift^^t-iid vontrang. 
Bier i^r.huf ^wh ftllmliikifs, daia <« tbm, il«r tlutwickelutig 
«mijvr uidividutilleii GtHtauketivelt o»cb. vers&gc blieb, den 
von Gaulei putdtfckt«u D^w«tgQitg8b«gnf1' zn verworttut^ Tu- 
dMUMn isfi BS ÜD» erklArtiche Ers^boinuug» dafs nicbi diu l^khii- 
bfvrba-nd<>i] Oeni«>7t »wlbcl, noudcm trrwt ihr«* ScbCili^r dio uau 
eneuftten ii«ihiiki>Dkrtit»^ su vcn^mgfiii vcruit>gcii. 

Wir labrrn tiiitun«iJir dtm Ny^U-titatiiicbeij uttd biaLorisolieii 
Wut dUr Aaf«t«l1migfTU Descabtbs' iti dwu t>b«n augiydoutet«!! 
Sbou ■& urOrterD- 



S. Kritik dtr carusltchen Korpnikolartbeorle, 

So boch dun Vnrdini|!<t D&WAKTfifi' nm dio P6rderting d«u- 
ÜwomliAcbfln Phyvik durc*b ranut^ Abriebt »Ufklt aII^Jh üi der 
B«w&gting nittivt I4UII111 uuU*T!«:bLnds1oH«ii StoiTi?!! dw OnttcJie 
KD ftlb'r Mumigfalü^ktiiL dvt Köiporwelt zu findou, abeusu 
iMidtuikliüli ist die Begräiidnug »einer ÄuisteUungoii im oin- 
SAlne». 

DvMiAirK» gUubi dsR Wry«u tic» Körptw m «rr^icfaeD, 
WSDii ftT von Mi-m «intdiobeii EtgiMkftcliaftfifi «ItKUuliierL, m> dal^ 
■Ufiin ili4\ AusdFibDiiiig ii&vli dr«i DiwBiisiuriPiT QbrigbttribL 
Ab«T dunit Ul die GreriKu der Pliyiiik »cboti übentcliritltfii und 
«fl AbslraoUuu en^iobu d^s ftllein der Uatlißinalik zukoauui. 
Zvi0ch«ij döuk LI lalli^Mu&ti sehen Evi^rper nnd dem phyäischen ist 
km Ddcjibttk» thal«AcL]idi ktäo Dabenwbied^ und es ist ihm 
daber nicht mehr möglich, vud Moia«ra KOrp<irbegriff obuo g«- 
WoltsuDO HjjKoitvi v>ar Phjrvik ):u k^imniuii; »r bleibt la der 
Phtfronomir! )tt»t«en- Snin Übergang zur Dynamik int mir ein 
««JlsiLAbanir imd wtnJ diidurcb «rtuGgUcbU da& er deu Bi^rliT 
der Undiirehdringliofakeit mitteb einer Ent^leichuDg 
einf&krt. Man erkeunt dies am besten aas seinem Brie fir och hi*! 
mit Hnair Murk, worin ej behauptet, imh die Aaifdehpmig 




Kritik I>K>ctiTvi>' ' AlntfmlctiOB töh dn 



bendU di« UudarchdrmgUclilc^it otxi9chbo£4o, indem dM b1olk# 
Daaem im B«am^ dio Rah«, wchon oin* Wirinug, oJLnüic^ 
ddu Wid«ivt«ad gapon dfts Dax^hi eino« a&dom Kdrper« mn 
d«aLsoJbon Ort«, bwUn^.' D«boab7V£ hilA. nch alsö duah, diifi 
er die Undurcbdrmj^licbkeit tU eino Eig«i3S4:1xaft der A-ue- 
delmnii^ Ausioht. £r gobr&nclit dafi Wort nAoadeluiun^^ niclii 
blof» im maUieinMücheii Sinne, «ondem im physikaliHche« 
der „BdumorfiiUoiiß*. Didee Annnhni« «t^ht im Wid«rvpruoli 
mit Boiner Herleitung d?« K6rp«rb«griff« durcb Abntrmkuoii 
von ftUen siiinUuhoii FJgnuachAfton. Gibt man dk^i? H^rt^itong 
gQ, BO igt di« UndorcbdringUt^bkeit mit Unrecht b«ib«lijdti>D ; 
to&t mftn diA TTudarehdnnf;Uobl:o)t mit DES<fiBTjts g^U«n, »a 
ijtt Bein^ Herleiiung d^ Körp^rbegriö« f&lMb. Sein tma» 
bescebt nämlich darin, dafg «r gkabt, von allen nnnlkb^n 
EigenflcbftA^n nb«trftbier4n zu könn«u, nncb von d^r dw 
Widerstand««. I>t« ist aber nicht möglich. Di« A.nno«nng 
do0 Eörpon m blofs« SnbtUuiK, Gr61»o und nTvic^«* AjsBoh&u- 
ung (im kuntiAoboci Siniio] lOBt die Pbyvik «i>lb«t mit »uf, 
wenn nicht bin di^tsr Analvie ein Begriff r*a«r\"i«rt bleibt, 
welcher die AnknQpfung au die 'VTeohselvirkaug gc-etettet. In 
der £rfahnu3g ist dieeee Element peycbologiBch ab Empfindung 
gegeben. Insofern gehört zum phyeiscben Körper ein Element 
der Empfindung eb^nitogu^T ^^^ ^^^ Kategori» der liealitiit 
dam gehJ>rt, die Empfind nng snm empirtficli-realen QegM- 
8ta.nd« lind Objfkt der Thnorio xn machen- Ohno dieRev Buui- 
bc^e Datnm bliübcn die BngrüTe Loer^ ob bleibt nur die gäna- 
höh nnbeetiauate Voretellnng oineo Ktwae. von dem man mttfatB 
andetee weiA, ale daiji es überiiaupt mdgliohe BedtömmongMi 
enthftlt, I>ieea Abetraktion von allem Sinnlichen, welche nur 
dem logificben BegriflT der Ausdebnung, d. h. der rAvunlichou 
Abhlngigkeit ihrer Teile roneinaoder tlbrig behilt, nuuM 
Drbojjitea' Kdr|>ercbou eboswo phyB»cb ansdttnglich, wie dia 
Honaden GioaPAXo BBtixo«. 

In den Gmndlagea der Natnrerklining mihiiiDU nebeo dc4i 
rationalMi ancb inu&er Empfindungselemente bleiben. Nur 
nllSMD diese Empfindnogselemente aoa der subjektiven Wahr- 



S Itt. 



Or. X p 1)6— 9»! D ■- TfL hAtmt N^ronr 8 ISl Jt S. n Bittei! 



ii«hmu&g xur Objektivität «Im ge«etiUobei3 Verlialuas durah 
ttiu b^grifi'licho Fut«aiig gebracht werden. Die» BcKnÜd- 
bdidang ü\ntr roicht nüt jonor auf dem Doukmittel der Sub- 
tft«iuMliliLt bcrnLuadüa Ab^fiC^alition Qicbt ntu^ ftoodcmi aie bfr- 
darf dutu oüie» twuuu DvukimttoU, der Vuiabilit&t I>or B^ 
S^ff der intouJiveu GröTso lau/a «1« Hrzmi^or oinor O0- 
«Qtalicldc^it der Emp&ndimf* in der KonfitlCuiiou dor Matcno 
««in« Stelle erhalteiL, w»! er swiadieb Si)b9t«iu und Weclwcl- 
«irkttng venuitteJt. De«bAlb hat Mork Becbt, wenn «r Dbs- 
caBtks cLCiwirft, dAJjt mmii wohl i^on^t vou ftlleo «mnlifibou 
Qnftlit&tui] diM &irporft kiL9(ir»himxiti könne, eine aber, und 
cwftr die Eigi-Jischaft^ Widerataud 211 Uiitton (Uudturebdiing- 
liolüceit), füi- die Koaetitution des Ki>rp«r begriff« zagrundo 
log«ii mu,£^; und Dkcakti» ii&t Unrecht^ woun er meint, bu«h 
die ^Bftrt»" der KcrpM' s» zu den aumüobeu EigoiktfcbafWOi 
der«a Abstraktion «r unittrebt, xn rechuenr vorauagi;ttetr.t> daXe 
man darunter nit^bU «udrvs vnr^t^hl, als die FäJiigkäit der 
i abaohittiu Bv^Uinx. "Wichen alle Körper vor de? Betükrung 
imsr«r H&ndt? jutrAck, d. h. hiUüu; wir nicht die «innliohe Er- 
fahranfc dm^ Widerstand«» uo bJbttoai wir anch luciit die una 
ob«n daduro^ ^t^gebene, zum Körpcrb<^gntf gobörige Anscbaa- 
ung. Die päycLoloKii»o!iü Analyao dari' dios nicht Aberseb^D, 
WMW äe die durch die Erkemitniskhtik zu loitftendo JCon- 
•tmktieQ doä K^rperbegritla vorbemitet» um dem Bogriff der 
Undurcbdrin^lit^keit eeine Stelle ansuwei&en. Man kann dtn 
£nipfindnng dos Widi^r^tauds nicht eJirainieron, ohne den Bo* 
griff di^r Undurobdnnghchkoit au&uheban. 

Sobcn wir non von dem Irrtum DascaktV^ ab, dafä mau 
die Kinpäi^duCif aas der Vonttülluttg de> Körper» fortschaffeu 
künne ^wodurcU eben bloltf Matbinnatik and Pboronomio übrig 
blt*ibon ond Physik uxunößlicJi worden würde), nelimtrn wir mit 
ihm eine abftolnt« iiaainerftl[lui]Kdi;rob «ineUaterte an, ««ilohe 
&Uer Kip^nBi; haften mit Auanakme der Bewegting und der Dn- 
darebdrmghebkott rntbr<brT» ^o ü-agt *« sieh jetKt w«it«r, wie 
man von die:iei' lagmi^chaft^loftuu Matoru^ ^um cineolnonXOrp^ 
koBuaau kann. Und hier ist die ^tcUo, wo die cortosiache wie 
Jed^» plerotiikiiü Th«orie der Katene Mhcit^uK. 

Das eaasige, wae bei DE^CAKTi» einen Tcul der Maboha 
vom andern antor^heide^ ist die rolative Bewcgxing dar 



I 

J 



m 



ItMTW 



Teil der Üttcri^, oder auch dtt«J6iUi£e, wah fttif eüunftl i^»imul) 
tnui«portKrt wiiti, Trcoficuig l>eetel)t In der VerMchWoobrnb 
«l«T Bovregitii|:«u, ZusuBmeDgebitriglieil in der Gkichlieil dar* 
Mlbon. Daraus foJgt daA m der Unke voo otocr VerschiRdcD- 
bait vob Teilen überhaupt nicht die R«do veiti kann. Tonicliao, 
die aab«iicijifinder rohon odrr ?nch gldck «ohnrll bowvgett, 
bildoQ Dur eiDCD cinxige» Teil- Gibt ea irgtndvo ~m der WdL 
«CDi> Stelle, TO die Koq>wkelii dea Uucabtbs nebendnaniler 
rolfteu oder steh gleich achnell bawegen, ao fallen die QreoE«:!! 
der KuTpuflkeln fori imd e« ente«ebl ein homogener E^rrpcr, 
Daher Ül^t DRäCAiiTut^ dio Korpuikoln «einer veracluedeu«!! 
MatehoA libcraU durchcitiaaderwirbalD, u&d txoifdaia bleibt ee 
Ottversl&QdUch, wi«; ihre FSguroa sich auf die Dauer erhaltoo 
vollen, 

Vomucht nuui die Greozen der bewejj^tei; Teilcheu, ivelfihe 
forivtthreDd uiflinaiidor veraohiA immeu, genauer eii verfolgeu, 
»o erkeimt mau, wie Dbscabtx» sich geawuugiTii nah. obwohl er 
räe den Baum atedig erfUlettdc Mabcri*) aunahm, zur korpus- 
kuUnw AufTttitfiaiig derselben zu vilneiUu, Iiideai aiuh die 
Vomldluug auf das Bubatrai der Bewegung richiet, fkmderi 
nie atia den^ Ko&tinnHtn eokho Teile aus, welche sieh daroh 
Ihre Oetchviiidigkoit von den bonachbarton tmtermlK^den. 
Dana ihI e» abvr >ohon nicht mehr loöglkhi den Bcf^riff iW 
Hateri« aln einor allgemeinen FLüaaigkeit von abnolutcr Flui* 
diUl fe0tou}ialiäu, aondem der Subatauxbegrifft wodurch jede 
Bevc^ung uiuem eiubeiLlichen Subjekte pridici&it werden 
unJV, erfordert Zerlegung [lieber Flüssigkeit in abgescbloeaeoe 
Partikebi. Man aiehü aich geawungen, den Begriff gauur, nr- 
QÜlter RAome an bilden, welchi* sieb gi^geoMeitig Tervdiiebeo. 
Auf kein« andre WeiMi lüfni sich eiu Trilclieti drr Uatorie mü 
flieh eelbfll idenUfizterüu uud in der Vont«Uting auf «einer 
Bahn vorfcilgen^ Selbst abgnmihaD davoit, daCn man auf joda 
Auachaiitioliktui vcrziuhieu mflfide, wenn die SvIbaÜLiMligkeit 
dea bewegten ltAUoit«iln fortfinlt-, iat ea eüw iiuuiuj^äufcU<:hD 
Bigenachalt dea Daukena, begrenate Einheiten ata Snhjekto der 
Bewegung aussusöndanL 



' s. It ß 6» 



JCtiiUi DMtfufi nnblltt ud Muit JUirpufccln. 




DiBSOARTtA* Uatori« iac otobt Mob uüb&r m beliebig!; klein« 
aijQt sio kai lüobt blofä dio £i(;«n8obaft d«r FloidiUii od«r 

tisiUL -^«Icbe dariu b«et«bt, dafe ete gMJgnet ist, j^^en 
Bftom flaszoftüloSf sondom g«mde dnrch das B««torobiiii, diom 
Ei^^eikAcliftft orkltkrhch sn TSAcb«a, «ioht DseoASTBB neh gfjvnng««)« 
•01110 Uftt9n4» vi« «ini^n tiprcidnti KOrf^or eo b«tr4cfat«n. Wu in 
Kuh« ist, »etat <lor Bowoguns WidMratttnd «tit^fegeu« d*h«r 
v«rb«JU& «iob dib quumIdhd VolomiDs «lüner Uat^m wi» h&m 
KArper, irolohe mtxtn Kob&eionswiderstenft be«it<w. Uoditroh- 
drtn^clicbkoii, Kob&fliou und Pefltäi^keit räd B^^itf^ v^lcho 
D«0A5ti«fi nteht Ircnuen kaun und diti in tmb<ietiiQiat«r V«r> 
•chak«l2img eomom Urstotfe Eokommoii» W^gon di««o« Widi^r- 
«iftadi^s, den dio Kahe der Bowegung l^istttt, üt 
UaeCAiiTu' Mnt<>ho otcbt dw, v« wir cmo Fläsuigk^ii notmea, 
in der wogen dor abctolutc« Verve hit-bbAfk^it d^r T«iloli«a 
j«d*r Bowegnafpiaatnub eiich n&«h ftli«D Richciuif;r<in fortpflfttuit. 
Obc!eJ«b die Teikli<m deu Rbom ^-ölUg erfaU«nd a&«uiatider 
beiC^n, bitbou wir «n doch lucfat mit eiuar homogeofiu Biftteno 
UiQiL. »ODdcni die Ore»s4ftcli«u dor Teildien haben ibrra 

MUn Lagen naoii oia<Tn Biuttols ftof die romltivrond«!» 
wegQag:^D» £fl koQUai hier biiUEa, dafs das (iMeis toih 
Zmunmon wirken ver^tuodener Bewe^puig^D nicht klar doreh- 
^efübrt urt Dod •omit völbg nDbootuoiat^» \'orfitollttngcii db«ir die 
Portpflancnng der KrifU in dem Gewirr der TeUohnii PUM 
greifen. Dbsoartwt mnfa «/lincm »tamMi Stoif<T die Bewegbdi' 
Irart durch di4* aktueUn Bf>wi^ang t«i«Llcu, d^ber ist «alb 
Moff von Anfaug »u aktuell geteilt in Partikeln verschiodMi- 
«ter Qeetait, er bMtebt atia »etbftJUidigeti f^tr«ntiton KArpeni, 
widubB nraprlUigliofa den Baum nt-^Ug durcb ihr^^ Aneinand«r- 
Ugf^mng aitffUUUio. Uiese Teil« aiod also nicht ÜQfiEig padaobt« 
ilir ['Urtiflitit outMrbt oT?t dorrh Ü*^ loicht« Zorrrubbarkeit 
aaU 'rrconbarkdl doi- Trilc« wrJcb'.' «n4> in d^n Staad i*et4ett 
jttd» b«tiobig<* Figur aufzubanftn Immer aber aJnd ea ftbgo- 
riatfeno Partikela tod b««tiinnitvr OA^tAlt, HpUtt^fr di^r Mat^^rie. 
Bo «iaht sieb DiiKAitTffi, n«ch dar ^aaRung d«s Körperb^ghlTa 
riagtMid, K^u* AnnaboH^ tcrtig^r Korpuskeln getrii^beo. Da» üvt 
nicbid andm#. aU der Anfang var Büdong dos Alaoibegrids. 
Tl» Bciatrebon aber, dir kon.**c(|ai?ntc AuftbiMung d«# Atom- 
tHc;;n1f4 BO unterdrücken and du- «teugo HanmerfHUiitig beÜRi' 





Itß 



KriiA Ikaic^rmi : fluidiüh ond cMiidli«k* TfqllwktiC 



bttbftitoiif ftihrt f^AEUf Antwe^^r ans et«? Qoftiidl^t dor HatATie 
sum Dnendlichkl^inen ^ch za t)iicht«&, od4»r die KrklärbarhctU 
dw PlftvtJcit^t^ dor T«iiiclitAhbark«it df>r T^« QlMirh»npt anf- 
«ag^b^n. Um din AnBchmift^^Ärkfiit tit*T Muten« m b«gr«ifeD, 
m1bR»»D tmmar klfänoro xtnd kUm^m Ti^älch*}» KRgnDommMi 
werden, nnd trotxdom inl 4m w«d«r dftr Aiinßbaoung mögUcb, 
dar Bowogung der CLhumaUUrn Splitter bis ld jJI« Ibrv Scblapf- 
winkol zw folgen, noch dem Denken, anf be^nifflicb flrierbnref 
imt flioh reibet identischB Einbeät^n als Subj^kt^ der prIld;oiA'rt«ii 
BttiragiiDg tn gelungen. Die Fnigd flElhrt xn ^in^tn ProgmlV 
htf Unetidliobe, d^iin «ie tritt in jod^m «ngf^tiommflnAii RorpnMk«^ 
ftuft neue niif; mi iM dif« Frtgi^, win üborhaupt Bi«gV4mk4>it 
der MutAm, wi« AbArbunpi Voix^hi^ibnng der kUinitt^H) Tnüo 
KnfiglioU Wfi DIoae Frag« Ut f\1r DiscABTEa Qnl6sb«r, «r flieht 
vor der Äntinoime der Bew«gung^ erkennt diesen Wideretwit 
von Denken und Anschannug. aber er ist niobt imstande, anders 
daraber forteukommen, rIs dorcli «ine Bemfüng aiif di» Dnbe- 
greiriiichkdit der Allmacht CTf>ttes. Und «ie kompti^iitrt mh 
mit der weitem Fruge, wjp ftberbanpt eine veni<liio'Unft (W 
Rcbwmdigkett von StciVtoilen nit^glich int. Denn ein« volcb« 
«eist doch die Beweglicblceit der T^ile vornnfi, dteitA aber «^ 
lordert eben jene Flaid£C4t oder PlaittixitAt dur Bfateric, welch« 
«rlclirt worden eoU. B«i der ab»oInUß Raumerffillung ütt Be- 
wegung nur mog^cb dnrcb ^lo Trnnnbarkeit in beliebig kleine 
Teilciien. die Teilcben aber eoUen sich dnrob Bewegung alteia 
unterscheiden- So dreht aieb der Gedanlie ebenvo im Kreioe 
wie die Mat^e> llilfe soll hier die Teilung der ACaterie iiu 
Unendliche bringen, ind^f^i^n wird dabei din Sache emt recht no- 
begreifUoh. Descartes fühlt da« solbetf wenn er «agt: „Man 



tDoTii übrigem gnetehoD, daft dch In di««er Bewegung et< 
findet, W4A der tJ^eivt Kwar aTe wahr in «loh auibimmi. aber 
W07on «r nicht begreiien kann^ in weleher AH ee ges^Thiebc^ 
ntaüicb die Teilung einiDelner Tellohen dta- Materie ins Unend* 
Kohe, oder wenigstens ins Ünbfietimnite (indefinttnm), und 
swar in eoriel Teile, dafs man sich in Gediknken keitieo m 
kleinen vorstellen kann, von welchem man nicht oins&be, daA 
er thate&ohticb noch in viel khttnero geteQt iitt/ * 



> JNHfi n. St 



KtilSk DiACAftTi» 1 TattLlKrUctikeil lUr D«v^us«. 




fiiorlxti JiAiidoU c«^ mch stw^r iiitikt um lii« gaiuu^ Matonc^ 
nontJcim onr um oinoB Teil ili>niclb<<n. w<jlcUftr jftni' Kigcnitobftft 
fa««iU«n moTs* ab«r dio S&Gh<* bleibt darniu uloLt wt^mgcr un- 
IwfETtiniah, BOinaJ Dk^Cakte^ selbet aowoiü ron einer tfaUeäoh* 
hoben Tt^auK ü^s UuendUebe tue von einer kleinen Entfer- 
nit&i; der Teilchen voneuunder apricbt/ voe doch imitbeolut 
«rfOnioii B*nm gon» tum&glich iM; nnd «o bltübb c6 dooD 
dftboi, d«Cs man jecio «-ndloito ToiLong wmr nicht begreifen, 
ftbar doob alu wahr hinnohmoii müsae.' 

Nun int c« allerdin^ nicht zu loa^eu, daCrt dio AsU- 
ooaüe der Beirefcun^;?, velehi^ Diwcahtis liier erkennt, bei jeder 
Theone der Uaione oder der Bevref^iiinft: an irfc^nd einer Stelle 
berrortnU. Ab-^r ee i^L niobt gestaltet, sich auf eine derartige 
Unbegreiflich kcit zu bemfon, HOiidom dieselbe muTa aofgelCfli 
«ivdiui darcb ome erkcnnb&iskn tische FnndierQng dc^ Pro- 
bloma, d. b- 4.« mn(a erkannt werdcci, dafs das in di^r Bewegung 
liegende (^e[U(^nt der Emptiodung durch einen nenen und 
ngeaen OmodiMtx, den dor intcnraven QrQüc, in die konsU> 
fcnirenden Faktoren der Ki-tabrung eineureihon lab iti. II S. 6)< 
Dbgahtw bat hier das Verdienst^ die Schwierigkeit der Fraj{e 
erkannt und für die Behandlung ejnen neucoi Weg versnohi 
zxt baben, aber Kellst bat vt sie iii<ib(. weil er über da« X)enk- 
mrUol der Subatansialitfii nicht Uinaujikam. 

Gegen Da^CAirriit^' ßrklftmiie, dalä ea eine Beschränkung 
dor Albnachl (joIMm «Ate. Tcun es uiat^riello Teilchen gäbe, 
die nicht weuigfteaia er noch weibc^r tci]f>n könne, wendet sich 
Uoks,* iudem er -nagt^ ebensogut kdnne man eM al^ «inen Mangel 
der AUmaobt (Boilca benticbnen, dafs n den Anfgang der 
Sonne am gettrigen Tage nicbt wieder kenne rückgängig 
■Dachen. Dbbcartb Yorteidigt sich: ^Vfir halten es nicht Ar 
«in Zeichen der Ohmnacht^ wenn jemand da^enige nicht machen 
kann, was wir als unmdglioh begreifen, aondem nur, venn 
er eifraa Hiebt Ihun kann^osMn Möglidikeit wir klar einnehen, 
Nnn begraifm wir aber, daJs die Teilung eiccj Atomis mfiglicb 



fkVlk^kMr qnc tnnt i¥ vcn iitninnmir. k m tnnta« tiliqituiliiluin retno^Bri« ot 
' fV™- n, » — • tt" X p IM 



L04 



Krlltt DiwcutTtsi : Bwi 




ist, wiril wir e« ftLt iiU4(g«d«hül beffretfenH^* JdufGB beruhigt -tioh 
dsb«i. fsdccviec kann mnn hier emwecideu, ijftf« der «rkonBliUfr* 
U»croti5chD Gesichtspunkt, welcher iu der klarea Beg7«iflii^ 
krit da« KritariuDi <]er Wahrheit aucht^ eeracJe stir Aiomiettk 
fiüir«!] mufd. Demi ea ist, £war begr«ifJich, d^s eiu ausg^debnt«« 
Koq>uakeI wieder teilbar ist, es ist aber darchaü« rtioht klar b«- 
gretflich. wte diese Teil bar koil sich iiu ünendJicbe lon^tctsen »»11. 
Im Gegenteil wird die Toilbarkeit d«rr Uatorie rrvt klar und 
doutUcli begreifbar, venn man aktuell getrennt« Ünteilbaroi d- h. 
Atome, vciratmM}tit, Dccanaeh »t die Gegnerschaft Dkcartk^' 
gegen din Atomistik hier ntoht hcsaer begrundetT al» e* djo- 
jenige dcA AarflroTBLXB war. Wie AKirrntHLKS den ph.vttaehen 
Körper mit dem koutituLieHicheoi Rftoin idecltficicrte, m> go- 
■ohiehl diee auch bei OsBCABru, indem er der Auad^hntinit 
BeautenE, d. h. r*umerfTUknde JErafl ausehreibt und sie zxar 
Sabstaiu des Körpers Quu:ht. 

Durch die febinrhafle Art utid Woise, wie m der cart^ 
aüthrn Thflotin drr Sfulfri** dir TTrtdurchdringliiibkpiil mit der 
Auadehnung dberliaupi ideiitifbücrl wurde, wiir eine HubntanK 
goacltafren, widchr aiK^li ohn^ Bnwegting dj'namiM'hr^ Urialttjit, 
nftmüoh diu Kraft *ltv< WidentUihW tjeetAfs, icdecn jde dt>n 
Bftuni «rfiUlie. diu Bewe^uu^ IraL jet^l nnrals fUfFurenxiertind 
hinzu. Dieee dyuaoüacbe Healit^t war jedoch nicht als Ho1oh<s 
ftl« Produkt eincw eigenartigen Verfahrt^nn <\w BewurBbteiniif 
anerkannt, M>ndeni dem SnbatanstWgriA' «ng^tr^ch rieben. Und 
nun kiimplixiorle «icJi der er»Ui Fehler mit einem neueü, wo- 
durch ein nnberiKThtigter Gngnnaatst von Rnhe nnd Bew4-fpm£, 
▼OQ Statik und Machanik gna^lialTen wunlfl, inderii da» PrcdnVt 
ADS Masse und Gust^h vk indigkeir nh diej»iuge dj^ua- 
piHche KeahtAi eingefblirl ward, welche dan Bteibeade in der 
Bewegung, die konstante <4iAffie in den veränderlichen Kr* 
lefaeintingen wi. Bei aller HberrTagODg der ßowagung aoDan 
Bwar Oescbwindfgk eilen verAudert nnd ausgetaaschl, M m b o p 
Konplifctt^rt und gadiAufV wfrrden k<)nneo, aber die Bew^gangK- 
gri^fae, diui PnHltikl aiia Majtxr und OeeebwindigkAit, dief<elbe 
bletbeu. DtHie QuauUtai dinr Brweguug wird aunh K r a f i 
genumt und zugleich ab Krattwirktmg, Aktion odvr J^arf 




1CfJn% tl»iDA4Tfe> : KiinHüPfr dPT H«v*fitniMi^^ 



10E> 



I 



tfgnf«fvit. hU diiajflnJgB, w«» rlrii EfTnkt hrr^itrhringi^ HW 
Iwrfthrt«- "ich Dimaiitiw ull^^rdings iiiit 0%Ln-Ei, «ln-r i** giOMng 
ilm Hiebt, jeüi* dyiiamÜMiUe Heilitdl wirklich «Ih d^h heratvc* 
■oatellMi, was sie wnr, und mal-lieimitisoh formiUterl«*. mit d^r 
Krffthmng nb«!ir6lnNt,iiniri»*nrl4>> Dewf!^iiDgsg«*eta(>< horiEuIeitett. 
AiKb hier wunlr nicht «^Tkniinl, flnCs «« sich nin f.'iD«n ne«u«ii 
Bogrifl* flnr ßi^wAgiing 1i]indiir4\ drr innMrlialb ditr Phtjry^nmnio 
nicht wi iirfiUKon war, 

Dur FfjrtMtliriit d^^r Mdcl^anik }mi gfsinigi, daf« dutJAnig«, 
wUi I>SiK^HTSH ttli« Kriflemaia aiLsali, j^ü» djimnuachfl ReadhUt, 
wdclift der Bewegung Eiignindt^ '»^ff'^ '*"'" ctanh eioem b^atiiURi- 
Uin Oesfc'liupQtikt litu mifst, uad dai« die ao g^meaoetie Grtfl^ 
iti dv'n BUipiriscfie» R^wegmigeD aich nicht in dem allgeuieittau 
Smoe ^hftHf wie DiTu^AHTMt gTanbtfi. So lang« m sich aia 
jnf ■ . ;tfniflp* 1inod<>1t^ bf^hUlt Dicucartk* ß«cht, nitd 

dl'- ' ''^ d^r virUi9lt4>n 4^Mii*hwindigk>nt«n der «iln- 

aiwln- im QUtchga wicht« hnhAiid»n Mawoii ninfulA DRSCABTsn 
in «i^TH>r Acflf^wnng bmUrk«Tu ^ Abar Indem fr tut nicht 
•Hk&ti), daß« nirht dt» absolute, «>Dd«rti die algal^raiftctia 
-Bümm« d«r B«w«gutigiegrürMii da^anig« »ei, was <icli bat der 
lira^nüsolien Mittoilong dor B«<ipegimg erbatt«. vnird« or xa 
tmHchug«n dcofi<gM«tc«n geführt. Indani er KtiglL^teb d«a 
«taatiacbe« Stoft mit seinem G^esotze von der Erbaltang dar 
B«wogtiQgBgrt>fBe in Einklang setzen wolU«/ vttrd» ar tn dor 
«goDlflnüiehfln Annabin« vArlAitot. dafn Richtang und Bow^ 
pingagrATan volbtAncüg vonAinandrrr unabhingig «Ai^nf so dab 
avsfa onti^ro andAm könn«^ wibrand daa R«a!« dar Bowogmig 
ntebt davon baaönfltiikt venia. Er nahia an, «in Körpir kÖntiA 
▼on »-iÄem andern mit gr^^lberÄr Bawegnng«gr^fte begabti^n 
snfftekpraUeu unter Beibehaltung seiner Bewegung (Gescbwia- 
ihgkait)» ab«r mit veränderter Richtnng. Per AVid<>rspracb, 
darin liegt» daTf atwoi gleichstark bi>wogt« Körper sich 
znriickwprf^n . aribrend oin «m noch «o wenig 
atark4>r bowogtar K^k-per nainA Richtung WibaliftU und di^ daa 
andam nmkabTti tritt dftudicb zn Tagi^ wann man ütA d«a 
üntarfchivd d«r Btiwagtmgen albnabUt^h bi^ xur Null abnebmend 
denkt, wobei dann eiD varachwiadauder Ualeraobiad in den 



VN p. 3t0 - ■ V«]. Wi>i>i.wiLL. tfHUrry. ä, 161, 




lUä 



Krilik UciCAaTKi': BMw m ikQ Itowpgttn g B K —^ljmiJ? 




Uriftchoii, nlimUch m <i«rt B«vi3|gaDg*gr^r#«n, sur Polga hJItt«, 
dod» m d^n Wirkungen ela plfiisUclior Sprang, ein Übergohsu 
voa d«r oinen Biohtwig in die ent^getigesetit« emtrite. Dis 
Aafd^kung di«««^ Fohleors bemitzt Lkermx ale ^in« der erfit^a 
Anwftndnr.gnn m^id^a Kontinmtäteprinzip«.^ 

Desc^htea küin üb^r di<>ii«]i Widpi^mch nicht fort. Er 
bff«ftfc du «ine Gmndprirmp dor Afwjluinik. dvi BohamiiLg«- 
gM>4tz, «r boMifii anoh in <lor ßowogangsgröfiw 4»in M^n tär 
di«* dich ftrbftlcend« B^weguDg, aber os fdhlt«ti ihm «U^i bitid^kD 
andern Prinzipien der 3I^)iAuik. der Sfttc von dor Glt^icliheit 
d^'r Wirkung anri GfliiTenwitkTiEp; und derjenige von d«P Unab- 
hängigkeit nebf^n^tiiBTirlor hn^tehoarl^r Kr&fto. D«liMr konnte 
«r «1^ kninnin prnktinchmi Erfolge seinor Voi^tu^etsenngeu 
komniou, und oa wurdfin to^>ri>hl nt^'iEv Stofflg999U« Msch iJb 
uich aeini* FaUg««eteo. £r war luvprüiiglich Abi>r diu FaUbe- 
•oUeimigung den«tbeQ Ansicht wIq Gaui^, Bb«r <*r ging in 
EQtii«c|iioi]£ »ein^B Systems davon i.hj du ihm di« Vomcu- 
»dtstuig ^inor konstAnten Kmf>, und eine« It^ur^D EAnin«« etvrfts 
DornJ^glioh^ er«clii«n. Da er die Schirei*« hydro«tAtiscb er- 
klärt«, so ma&to es ihm flts unsinnig erschmn^ikr im im leoren 
BAma voranesne^tspn. Wohl i$t «r «i<^h lib^r die Zusamu^n- 
mrttfuug d«r G«4chvindigk«it«it nach dfini BeharrucgDg««et«« 
klar, aber er glaubt nicht, d&f« dieaar thuontiach« Fall in dar 
Natnr vorkime, den er problematisch in seinen Aofoiiolaniingea 
und sehn Jahre «pftter im AuBchluf« daran* in d«n Crilher 
oitiarten Briefe nn MRit«Kyxir erürt^rt hat. Er ist der ^[einu&g, 
dafx nina konatante Kraft in d«r ICa.tnT nicht exiatier«, aia 
liega desji in dem bew«igt^n Kdrp^r «^1b«t.' nnd dafs dia 
Körper stich in B<»zug anf di** Aufnahme niner netmn Kraft 
ventohiodan vitrhiulten, ja naebtlexn aia heftig odor maJUg b^ 
«i%gi tfind.* Letztere« var alleTdings thataAchlieh faLach. antarw 
vtTkaujite cor dio eigene IkCainnog OittLHis. weicbein ebao* 
fall« die Annahme einer iafsereji konstanten Kraft ferageJegan 
faa*.te. Aber dieset^ Irrtom über dio Ableitnng der beaeiüen- 
nigten Bewegung durch Gaulbi t«tlt« Dtv^tiAHtt* mit F4inLlioh«i 



• fM« Sfkttiff. hu. T OaMAnav, IB B. U. 

' t*f, VI p SIC. 




Kritik Umcimiv' Dm KrilWtnjiJJu 



107 



»igonea d«B gror««! B*grüiid«ni dur M«diftnik, Scheu aqs 
Bftin^u fVfibeffteii AQfz«iohiiiuigoti iitt «imditlich, Harn ^v «ich 
il«r gmot^n H^äenkaiif^ d«r ni&t)iooiatüch«n B«hftudlaDg 6vr 
Bow^gTingnt^hrA^ dio ^r fluoh an Galilki nthmt^ bewiiiät war 
ond i)i<*h^ wiinig«T wia Galiuci iib^rs^ngt war, die F^isdamoctt« 

DiscAi^TVa war ^gar «olboit a«if doiD Weg«, wohd nicht 
(II0 Stofage^AU«, so doch das nohtigü Kräftomafs aafzafiikt«D- 
Er Ifthrte boT«iU, dai^ ea di^^elbe Kraft *(Ji, wüJch« «liD Go- 
vicht anf »ia« bestimmte Höh« h«b&, ale diej«n%e, welche 
eiB 2veimal kl^in^r^ auf «in« sweimal grO&er« H6h« hebe.* 
Damit kam or, wi«i schon Lkikkiz* b«markt hat, d^m wahvpn 
BagridV d^ Kraf%^ d. h, dam JjRmMiaoh^, nfth^ aU in dan 
Prm^pkn. Xahm DBSCAKTEa dan Produkt au« dor Maj£»A und 
dar ErhobuogfthOha mim UaTftc dur Kraft, «o hatt^r ttr daa, waa 
wir dia lobandig« Kraft nanoan; afa^r ar hemt^rkto tiicht den 
TTatarvchied Kwiaohea diaaom Kraflmaf« und dor Bowcgunf^a- 
grO&a. Und hi^r T^tht aioh iD eif;ent(imlich«r Wi^ied De^üAreTaii' 
Nkihtachrung der FaUgeMtte Galileis. Denn naob di»9?Tt vor- 
halten «ich die Hfib^ti, bis ro welchen empor^«]G<;hlmidnrt4 
Körpf^r aiLfsl«if;dn koimeii, wie die QtLadrate ihrer AnfaD^ga- 
achwiiidigk«it«n ; and darana ^hlofo apftter Lauitttat, daJjt daa 
pr<idakt an« Miu«f< nnd dam Quadrat d«iT Gonohwinctigkait ala 
Kraflmaf« 7u nahm an aei. Dioaar Kinakht varachlofa nah 

DBBCAttBE. 

1>as dynamisch Bo<ala, woduroh aioh der phyaische Körper 
vom mathematiBcli^a. das Baume rfOUendi.« vom Haume unter- 
aoheidet, nennen wir Enerf^ie. Sie iat daa nnmiti^elbar Ge- 
gabfin^, <Ua ompirUch Heal«i der Bewoj^n^. Di? Aufgabe hft* 
«Und darin, di««A Kmpfindun^that^achA al« Gr^fne dantu- 
atalloQt «in mathomatiachoa BUn tüir diasolbo xu findoa^ Hianni 
war atmftcbst dia Anffaaaong danolbon nU «üita int«n*ivc Baa- 
titii im Zoitmomunt ndUg, w«löbo aini^ gonot^ch b^ttammbaia 
Tocdenn rxir FortaatsnnK dar Bewo^n^ enthält. So weit war 
GALfLin nnter dam Denknüttcl der VariabiUt^ f^komm«n- 



' «Dl mUm Hii<i •CtfQliao faadiaeAta jaoiftA**. Oe. m^4- p^ IH. Vg\. Auch 
SditLUk. t 8. soft, 

* Oe. VU [> 3ia - - nUU. Sdtn/t. hg, v. Gaauaa« U ^. 9Q. 




Kfüäk Dftcrtvrai ÜMriffi», O«i<l«4bdi0kdt u^l lU»*. 




Aber <U« weiiM« Solkwiengk^it be«t4n(l dtriEv, 6^Cit dmt MSipt- 
riBcb^ Dutmn d«r Eo^rgi« di« b«gn01icb« Andyian in zw« 
ti«ne Eldoiönl« errorä«irtVT üi di^i GMcbwiiidigk*it und in di» 
Mik£S«> Dm «mpiruch K^nfacb^i der Cnor^n üt b^kgriiTiicb ointf 
FnnktioD «wiii^r izitcn>ivi>r Orufft^rrt. und anrt wenn <U4Hm uod 
ihn> gofznofutitigo Abbimgi^keit itrkauat Ist, vrird di« Objekti- 
vicnitt^ drrr B«w<-KUtii; vcilsUndip;. Die intenrnv« Gr<(&o der 
i>«eobmndy{k«it i^t dnicb die MCtetisiTon Gröfflen d«M Ranmot 
und der Z^it definierbar ; die Hms^ jedoch U£rt eich auf diAe» 
•Jlein niebl «unickfähr^n, «ondern erfordert di« Rintiibrtmg 
eincrr n$ti«>n Kinbiiit, uad «nrt wenu dio«« uui d^m uEmpiriaeh 
BAftl«n dor EofirgtA horau«g«lötft t»t, bevittt man d» tp«M>ak> 
Unfji für dou pby^cben Körper im Untorftobied vom geome- 
tnsobet). Jede Knerfi^efonD, d. h. i^^ umniitelbtr ge^^ebeDO 
BmpfindtuißvftDdemnfi-t i»i ftls Grote darftun^Uen, indem me 
IÜ9 Funktion aw^i^r andrer GrCllMn erkannt vird. Weil sie 
nftmücb aU mumlicher Vorgflug beetimmt werden mnik, i«t to 
ilir ein verindorhcbM und «in konsUhntee Ki«n>enc nn unter- 
«obeidei); oTitero« ubi Bedingung de« Wecbufil« der Empfin- 
duDgi UtiterAH nl* ßodingang der Boxifthnng des Denkene auf 
em kr>netante4i Substrat; co-Moreti eis Frednkt. der Varia- 
bilität, let^t^re8 der Subcttanftialitit. In der Energie der 
nteobaniachen Bevegun^ iat dae Terftndortiohe Elfiraent die 
Oeeobmodij^^t, dae konstante die Hane des bewegte» K&r- 
pere.^ Ecergio ak Ha& der Bc^regung iac die VcrrbedtOffUDiE 
der geaetflbcben Erkoimbiurkeit der Wechselwirkung, Bie be- 
stimmt das Verhalten oinec K'^rpera, »owcbl inBofam er Ted 
at&ee SyertcnM, aln nuch insofern er ein individneller Körper 
leder KOq>er«lemont^ iat. Wae den Köipor aIh IndiTiduum in 
mecbaniecben System cbarakteneiert, ut die Maaae. So lan^ 
aber die*e Besiebung swi^chen Maas« und Geaobwüuügkett 
nicJit genauer erkannt war, konnte auch daa Verbaimie der 
dynaou^ebcii] Kealitaten von BaumerflllJung nnd Weob«el«ir- 
kung nicht geklArt worden- Wir »eben daher bei DHOAnrM, 
dafa ar die Jklaaan doe Körpers auch nur eztetuiv tefirtt ab Aub- 
dabnong, und da ibm diese äubvtans istt m der SubvtannBlitftt 
dee KärpcdTA sogleich die raumerfaJltTode Krafl för gegeben 



* Tci 4, Bucb, 5. At»duk 3. Kh^. ^ 



lEHIfr Dni-iitl«' ^OiW« 4«* DMnUtUti Me 7iUFiAULIIU. 



lOT 



■inMzhüd, lUitmvtfiltlinig uh«r Ut pvn^ itit^Dsive fridt^ und 
dnr SubiitansElHi^ilT v^rltindfrL nur diuc Rjiiim<iTeni<*nt als Rin- 
baii nut d«<r Eavrf^e. Dti« Qr*'»f!«i-tibetfl4ra mutig 4i>r l»cxlnron 
WftT «nt &a;« ^ALiiHiH KQtc1«ckiitig«'n tu uuhji*htmia. 

So «eigt «icli QberBll, wi« <ü^ Bil&ngxl det euruMMehmn 
P^ ' ' 1i -Uraur KonloLfOlirtiii Un«Q, Oafa J)Bi«CAK'jiig noch 
ilii < r.Mtt^l fiitr VHriHbilitiU MJt«. Oip KonÜQukät d»r 
pbjrinkjtltHcbfm Vivf^rdcrnngeii v«>niLOchtP vr duhor nicht b«r- 
XQst^lUn- K« LXt tiinn Xmrbwirknr.g H^r SrhoInMik. weatk 
0E^Aitf£4 dM» üifWtiguDg noch als «tinrD Mü^ltj« ^nr SuhAftitx 
«afl«&L tuid diu Eohtt ftia dnr Bowugiing eutgvigongflHAtzt bi»- 
tmchi«t. Nur ilur^h diut DorddEitu*! der VariaÜlitili war die 
Baw«|^iitkfjt altt dine («if^^uti. niobl auf äubat-aiiaiiütlttl xu grüu- 
doüde R^alit^ zn ^rkcnceD und di^ Ruhe aU Grenzfall der 
B*wegang atn «HMea, K« war Dkacakt» nicht fVemd, dab 
daA Ri'dürfnift fllr ihn vorlag, dlp Ri^wngtiiig df^r ein3E«lnmi 
tDat«nvl1<'n Tinlchifc im «inzehion Augt-iiltlii-k alit aint* Timd^tix 
xnr &«wegau^ aafKufaaseti und die*« uit«Ddi<irte Wirkung aU 
töna mt^Mjam Qrß&e zu tttk^untirtj abvr iu welcher Wmx'a dies 
giMchoh<Jn konnte, dazu fi»hltti ihm dor Sohlüs»«]. 

Wann nun Dicbcabtes in dieser Hinaicht zweifellos hioter 
Uaulei znrQckstelit, ao vftTe aa dooh dnrchans ^inseiLig^ smna 
ftoijieroTd^ntUebau Vardienate um di« F^kd^mng der Physik 
so iiii«rafilut£ei]. Di«4elbea liegen nar aaf ^nem andrea Q«- 
biate, als dem «ben kmisierteo : sie liegen in der konsiK^uantni 
DvehAhraag seiner KorpatkuJartbeorie. Hier hat nr alles clae 
||«lei«teti was mit Hilfe dee DeckniitteU dur äubftauzialitAt m 
loiaten war, nm «in atif meohanisicbo Kan^alitAt 2a gründendes 
Ntttunyitem ku eno^^lichen. tind ee bli^b dar Zukunft nur 
Qb«rtaiiaen. durch die galüeieclia Auffasanng der Bewegnng als 
int4m«v« Bealitftt der meohaniacben Korpuskularphysik Dica- 
CAETics' wia^nachaft liehen Wert, d. h. mathematisch« Pnr- 
liellfinfia^hi^keit zu verleiben- Die EnCvickelung der modernen 
M Phjaik wire nicht mOp:lioh geweaen, wenn nicht Deb«n Gauum 
■ lleekJUÜk daa dvatem dar aubvtanzielJeu Korpuakeln 1>sscaara 
I vorgelagen h&tt«. 



4. Btidcutuitg Ooscart«' for den Fortschritl der 
Korpvikittuth^orie . 

Dm di« ITiawftlzuTigj Wtilohe di«t Naturorkl&ning darob 
DiGscARTi»' Physctk tiilitl, gpiiligniid xtt wilntigi*!^ brancht miLR 
nur AtU' diA ät^Uimg üicAn IMick zu werfbu, w^klie «r «leb 
Mtbot mit voUom B^wnf^^ zur Sdiolftvtik seiner Z^i ^^ 
geben h&t^ In d^n jlZ/V^v/r^u i«t er lEW&r, am eo mit 
^Pbüofiopheti" nicht zxx vordcrb^a, n<K!h so vorsichtig sa 
dafe er HuitIiauk ntehte« von deiD l«iugn«D wolle, waa aich die- 
Belbi^n wQMt noch in di^u Körpcn-a vonft^Jlen, vi« ihre snb- 
BUmieiolIcu Formen unct rvcllen QuftlitüteUf and dttf« or nnr 
gleobtj mit weniger aoakommen uu Icdimön,' eber in situnno 
Briefen »prioht giob überall eine eouverftne Yeracbtuug dar 
&>ho1&slik »US. Er batt« ^ich Ifinpjflt in einer fElr seine Zeit 
»lu^nen W^ise der Art de« sohoI«LStisoli«i] Denk^'n» eatwdbni 
und war SMne eigenen Bahnen gewandelt; der ScbnlaoMlrtick« 
enthielt er «ich, nm allgemein vrTHtikndltr^h sa Koin; deehalb 
eohneb «r auch mit Vortiobe fraa^OHisch, u&d wir haben oben 
gesehen^ daf« die Subwiorigkoit, die KcholaHtiiwhe Krldirung 
der Bowogung in aeine Matieraprocho zu Uboreeticeu, ihm für 
derun Unklarheit beweisend schien. Als ihm der SUrtiii niil 
den Jesuiten (1640) die Anveiaandersetzimg mit der Scholaetik 
nahelegt, gevteht er MKiuat^fKiE, d&f« er eett zwanxig Jahren 
keineo Scholastilcer gelegen habe, nnd die Omimhriimtcs sind 
der einzige Xamo, auf den vr sich alu den der Vvrfaaaer fliuM 
Lebrbuchoi« bu«inntin kann. Bei &CsitsEi?!<B erkundigt er incb 
nach einem neueren Werke derart und nach einem kurzge&fktvn 
Kompendium der aoholaatiieben Phüoiophie.' Er lernt niU' 



> Mith^. (V V p IC«, Wenn Fuiutmi^L (.Arrh f. Ottteh. d. /AiAi-, 
1 6: 114) danuf «itfanerluaiu »m^ 4ftf* dia»e Änficnu« »Doh moth JMU 
(Ot^ \m p EMOJ VMÖvWt wird, >o i« bq haMcticn. ikTi c« dcb ie dlMBie 
Bricit ftB IU«iv« uor «ro du (bcinoevosi u Scinu »d n«baniido' Tontdktl|[« 
V<rfkb«n DmuaTt«' hwuML «nm umm dtaodpoiiki in der dfuLliiikknii n 
twwUeMrm nai Mam Aii««efi* m om^ea DaaüAvm ^krtilH Bsutv». w«aB er 
■aeh ftrinem ftcwipi rtffihrstt irttiv. wenlra Mine SCtibfiner die «ubcuuisielki« Wot' 
■«n DMfci «Mrlc*«»«, wtd «r doch di« lli]4fU£«t >u^.i«r K<>tlflt«i v*rfni*c!«a lialMti. 

* Ot, VIII 11^ Me. 



TlMämv«! 



11 



mnhr KvnAcdri;a dk St, Paclo kenB«u, and d« Kompouäiuiu 
ein[)fi»lilt ihm Miik8il*«m; diu Ton Dx Bacoaü^^ Infolge »einer 
nUfai^rrn BcfKliAfuguDg mit dor Scbolnfitik grbt ^t jnh dor Ab- 
sicht tun, fifduc PhjrHtk Eugieicb loit d«r d<?:t ÜtFäTACHii'» iin«! lo 
Form von AimE??rkui)|<oii &u <leA»eu Brklünmgcn zu vnrölTent- 
Lkbei^ um «iiirüb diae« «tiUecbweigejidv Gegebdl)erst4Uuii{ die 
ÜbfvI^genko&inorBeitiigeu gläiiiead JEU bew«ificii und zugleich ihre 
EmfUinmg eu erleicblem.* Er hJilt oj iu<:]ii fllTAt^wieri^, die £^d- 
UBtikor Jcu wid^rlegeo, w«il die GnindJftgon, in dvnoti m üboreÖn- 
Btimnoih leicfat um^uworfrüi »eioiii womit ihm vpoaioll«) Streit- 
fngvn, in docno aio sich nctbst 1)i?k&mpfim. KinfUlig wnd«»!-* 
WiD widerwärtig tUm, dem allcd zuif die Sftchta ntlhtA ttnk&m, 
dift ■ch(i1«(t>iH^Uou WortkUubei-eien wa^ou^ umg man rttcht «^u« 
d«r iDühsiuit dorcL HüfUcblieit unterdrQukt^n Üng^dold tu- 
Iranaon, mit wekti^r ^r die »pitzfindig«a ll«a4:8|p«]t«reieft in 
dpn Eiowendungftu M<*i!rs widcHogt, Dieser eingebildet« B^ 
üktioiiHr drrr AHt-ronomie hi'^lt nizicu DE^Aama mit luigfttmigoa 
Vorwürfen »tif, dnßt er m&ttu und pr'Of}tnM ad nkjtmh ^cielnelste, 
da» Wörtf-Lüii ^«»mif«'" im fabclit?» Simie gobrancljt^, keine ge- 
n&gend« UfrtiJiiLiuu \oiii IJcbu- f^v^chru Labe*, u^ d^\. lutflir. 
Im Aufangci begnOgt »luli Dkscakie» in -leiueu Antworten mit 
cnner \eniUickttu und feinen Ironi^ indem t*T mh der -Jialek- 
tiw^eu Au^drOckti d«r Sebulo bedient^ wie diftitiffwi, ttqfo eonjifv 
tfttaitwm u. «. w-: bei dun wiederholten äpitsfindigkeiten aber 
rffirftt ihm M^hlierc^icb ditr Oitduld, 3*0 il^tn rs £- B. entgegnet, 
IffiiUlc biidv: Bo hui origk eile a in don Wort«a, wo gar kcdue nnd, 
odWf din nuÜHUmuaJfl FurtD di^r Suaiie. jnüufeni üin «ii^h von 
d«rc*n KigeuBM! haften unternchtüdei, tnn ilnu «in plülocKi^ihimliiW 
Ding, da» l'i nicht keinit.* Vom Lichte hah» vt allerdingu 
kinne »chnlger^cbte Deüiiition gegeben, per ^mtLs et tiifffmMtim, 
aber er habe auch keine geben wollen, tun ßbuiüßM^iige Scbwierig- 
keilen xn verineidc-n. 

Uau kann aus diwiim BripfwitchxoL vom Jnhri? I1>jf8 dmit- 
üch entfheu, wt« ttiob Dbwartr^ in niDor ganz nen«n und eigHii'» 



■ Hr VIH |v 407. «JK [h«H«» »trttk-b WbHtf tfAl-r I^lauk («f*« l»c«- 
cajenv n OiLtthUh Kavtnvi an dam RaaAdj-nobra LckrLm«Lr au. 

- Ol vm p. »Ba, :)^ - ' Ot.\a p-iesx 



112 

< 

ftnigoüi AuO'ftS£Suiig der Ding« fählu». Wenn kt dab«j Mlbtt 
«tÄrkor, alä ihia bewo&t var. unt«r dem Emfiosa« Hob die gp&BMt^ 
Zeubildang b«berrs<!lieude«E Syeteioa atand, so Icum die« der 
TL&U4cb« doch keüieji Abbruch tbun, dkJi sein guiz^ Strab«! 
auf diß Cberwiddoni; jener Henminn^ fr^ipr KrL'«!iutme ge^ 
ricLt^t wer. Während Mokix sich iiigcüij;l4 nn Worto und un^ 
anrfticbende D^ltnitiotien kLummert^ i«t DcöCAxrES die Lebendige 
Aiu^chiiutmg der SK^hu )teLb«t Aofgogangunf und er giafst eeiite 
kJere Anffusung der Dingo in die durch kemv treditiODiiUeQ 
T^nniui gefeatelieti FonneD einer moderubn S|>rAobo. 

Von seinem ganjs neuoi Standpoakt and ging er mutig *a 
die Aufstellung einer nnafueeodea W^elterkUriuig, die in 
dieser vi^]lencler'«ii Weie« som ersten U^le vor die Auj;eo der 
nntennten Welt trAt, Und mit welch auAwrordentlichem Go- 
echiok wiifjrte er »lies sa bonulzon, vec die Wifwonxcheft bis 
vu ^ner Zeit ihm mn neinwn Zwecke derbioten konnte! Vir 
beben geeehen. wie er durch die Annehme, dft& die blofM 
Ausdehnung, uxiL in der Rulii>, Widerstand bed^uto, jcur Kor- 
puskulartheorie und damit xu einer der Atovms:ik verwandton 
Theoriu ilor Materiü godrlüii^c wurde» Aber damit gewann 
«r ftugleioh den wiohtij^en Vorteil, die Hilfamittel der 
Atomütik :Bur Erkllrun^ der ICdrperereoheuiungeii anwendett 
sa k^^naeu und docli die gef^eu den leeren Raum ausge«proclM- 
neu ß^enkeui eowie di^enigen gegen die Unteilbarkeit der 
letxton Teile der Mati>n« eu umgeben. Wihrend er fiich daher 
theoretiseh in Gegensatz sur Atomistik etellt, steht er pruktisoh 
ganx aof dem Staudpunkte dtrr En^eueror der KorpoxkulftT' 
pLyfiik und Ut rKilbftt einer der cönäulereicltften Bef&rdörcr der 
phyükaliachen Atomiatik.' Dadurch, dab er auch dio sur Er* 
klAmng der Körpcrwell angenommenen Toüoben eelbsl wieder 
ala e7entnell teiibar auffaJet, bringt er ein neues Grklirangs- 



* Wena r A. L&i-u« iG^td^ 4 Jf«l»r L S. 90U) t«e DctCAirti M«i ,Kr 
t«Ut ui d» Sülle ii«T AWtttt kkiu«, niado KAdTcndicu, dk ID d«r Tbtt ebouit 
enterttodtn Unbeu, al« die A^ne," «o itx cJm tratedcn eacM f««M I>cbb 
Ucäa«, rmad« Kfiqkerobea liod btii D^cabtk» out die T««lobaa ilv iwoiten 
nanaolt» 4tff «uJVtm fWftWw, odU ketk dkfli* aod «nt dvnib Abf«ib«B 
ifUrieih gevDvda^, Di« Tolobcn dtf inÜKliM Körv«r lU^ecva, wtM* 4« 
Aloaivp i[«p nijn^ «süfireekra, blMlüa k«iiMea>«f|t i»T«riaid«rt. »ie iüul ai4^ 



mitW Wi and l«Ärüinlrt die relative AtomiBtik. Bvino 
Koqjaiftkiflii «mCf Allcrdinotf 7um TkH onf Koston dor Begrfvif' 
tioltk«it, flowobl M^f^äara tdA toilbar^ Ti»d divsti Gcachntoidiglwil 
verleiht iliD^ii ^ino ruLche Anwendbarkeit, ab<Tr «ic «rdBiiQt 
freüich «uch dw Willfctlr Thür und TUor. Uau darf hier esn«a 
t^üvoim^n Ruckf&ll DsäCAiiTK^' ans s«iiic>iiL Str^b^n nac» r«tio- 
iiulor FoMiuif; dos Kürpcrbcji^fFji in dio ainnlichon D«nUing»- 
w«it«a 8«iiier korpaäkiÜArtlicor<'tiff€lic4t VorgAngc^r ooiicbmeu. 

Was in der antiken Atomistik äo« VoUo vom Locren 
materaohifid, niml^cU die UndurolidnneliQbkeit und die Bove 
gimg, da« bobiLlt DRiacAier^ aU Choraktomticum der uuge- 
deli&ton Subivtanx boi; aU^r er Jifflt dir dritte Eig^nicbalt der 
Atome, ihre anveTinderliebe Geitolt, Tallen, und gibt dem Ge- 
mmtinbaLte der uuendlichcu, riumlioben AuMlohnnng j«ne 
«nten beidöo Eigo-nscUafieu fies antiken ^ Vollen** oder ^Seienden.* 

3dit der Verwerfung d«>r Unteilbarkeit der Atcme und de« 
leeren Raum» glaubt Djcwart£^ einem -veireatiichon Schritt Über 
DlMeKRIT hiuauc gethui zu haben. Einen w<iiteron unterschied 
teiner Lohro go^en die demokTitl»ehe tdahi er darin, dtt{g 
DEueEitrr den Atomen Schwere beilegte, «die ich in keinem 
Körper f^lr ui^h anerkenne, eondem nur, soweit er von der L«ge 
Dnd Bewegung andrer KCrper abh^gt und darauf belogen 
wird-*^ Hierin hat nun DiKCAftTKü nicht Recht, denn abgesehen 
dav<m, dofs nicht OvuoKRrr, Hondem Epiku» den Atonwa 
dcHwere beilegt, co will doch uitch dies nichts andres ugea, 
tta daf« dieselben >?ine antangslose Bewegung besitzen,' nur 
daJs letztere bei EriKru ursprtijigUcb in einer bestimraten 
Bichttmg — daher Am ffFallen** der Atome — statthat, wahrend 
PiDKAtTW jedwu TAtJe d«ir Afat«rii> von Gott ebenfalls nr- 
flprtlnglicL irgend eine Bewegung einprägen UJ^t, gerade wie 
äe die Atome DaueKnoa tirsprUnglioh beaitsen. Sehr übel 
nimmt c« DseeABTEs, dafs gewisse Gegner aeine Pbyaik ein 
snsajninengestopi>olte99 Klickwerk »ivc Dkmokut (nutattM Dk- 
lf0OillTr> genannt hatten, und or woint imi Selbiibewufsldein 
Aof die grofio RuÜie von KatarerHcheinungen bin, di«> er durch 



' Vrt n i\ tiKj-«iM«, <\in MftAamtk der Ijcißkipp'DewiaäriMiat Atamr, 

Boiiii \v^ 5, &:i L, 1^ r. 




i 



114 



Dsioun««] Dh 8abttVDu«niDf d«r SbUri«. 



Bein« ÄikiiftbmeTi ff«lba4JlTi(lig cirklttrt h^tt^/ und auf die t^her^ 
«inwttniTnnng, ir WüJclit^r mIIii difVMt Anb&tiiiim imtamiiudidifr 
Ktelifn-' 

Tu der That war din V^rwandtAdiafl mit d^r antiken Abv 
rrustib titner (1«r wichtigsten Z(fgA bei Dkhtarte^, dann das 
We^euiUi^be, niD daa es sich bei der Aufstellung einer meobA- 
ii»*dien Physik im Oftg^mat« sn den 9Tibsl«iiKi^l1«n Formm 
H»Qt1<4h«, war doch njlrh«b rlpti Pniizipi<«Ti ilnr Mflrimntk di« 
Snbi;lii&xii nrnng <1fir Tkftil«r»'. Kifim^ ilrr KrtHTvii^n^r ilftr Ato* 
miffülc huttL^ iUi<Bvf mit uuirreü^hundtir KrufV dtirchgtrfilliri, wvdiir 
Bunrn. noüh 3bk:*eet, noch Baoox oder Badho. Krsrt. Dkbcartw 
belVeit sich wieder von den Qualitäten iind dirigierendeD Poiv 
men in den Korpnskolii uni:l fietzt die ITiuhtrcLilringliolikcrili 
tmd din Bewegung di>r mAtpriflllitn Trilrhfrn aI*^ d i « vi m - 
xigru RnnltLäten di*r KArp-irwidt in ibrrt R4icht«i. Wir 
haLUiii geviuhttg« Bodbukitn gi^nn din Art dtr Smfnhrmig 
ttfiiner Bt<griffe, g^g^n s^iae Ableitung des Knri>erbegriflW, ja 
gegi*LL seine AutTaAflnng der Ausdehnung als Stibstans xu er- 
heben, und di&iß Itedenhen bleiben vollstfindig beeteheu; aio 
«eigen die Scbvttoben in der Begrtindung seines äj^tema &uf^ 
v^-lche in der Folge immer deutlicher hwvonreteo werden. 
Aber di^M hindt^ nicht, d«X9 dits ßoindtüfi, xn wnh'hem Dlot- 
CAKTM« kun, Vau daitnmdf^in Wertit {\\r difi Gr-ju^biohf^i dfV 
Physik ist und bleiben wird, inwofom ca die b«i1»^hmDde Vnt- 
dentlichutig d^^ ibiu vorschtvehnnden vrissensoharrjTi^^hefi Tde&ls 
ist, Seine Ffdder v^rhinderlt-n ihit^ die Individu^lL^^ierung der 
Mulerie ^u vollsdeh^oi, Absr wohl vermocht« er die^lbe muso- 
babnnn dnn*h dio IwgrilTürh*? Fixt«nmg d»»« Stilr^lmtH d^r Ht^ 
wt'gnng in 6v.ia Hulvitanxiidlnn KorpUAkid. F.s kam di^ranf an, 
diQ Teil» dra urfQlH»» B^tninaw votmiiiHiHlnr %m nulvriwlMÜdwi 
durch begTifTliche ML'Tkjnal«^ welche eine ([uarititatiTO Owr- 
«t^Llang uulieJi^enf und hierzu machte Demtiktk« einen verdienst- 
liehen Versuch, indem er in die BevegungsgrMse das rnür phjt~ 
moim MetarüL, wodurch ein Teil der kOrperticbAn SnbHüau: vom 
Andern v^^rvrhieden int Ks k>>nin^t hi^^r ni^ht daranf an. daf« 
Dn^Aan^ dif' tiofom Hi^d'^uning dtns«*ir Ri-n1iUU, mrlrhn in dßr In- 
tensiven QnalitAt di^r Bowrgtrog wnnse!t, vi'rkaiinte, »ondem 



(k VIII PL SÄ - ' J^-»/ IV Jitt 



115 



R^bf dio Kdrporv«lt auf ein derartiges r^k phffdioum m 
dieren, welches an Stelle des Vaitd^ls siunliolMr QuaUtäUn 
L ratiobalen BeghflT d»T Bewvgn&gi^^fM 94tKt Di^ Er- 
lern* <i^T KorpiuknlAfthitorifi Wgnflgt^n «ich mit dm mm- 
ioQ Vemrucliftiilichuiig dor in dpuii Korpcjil:itln iitnttk,it>o]ideB 
lAadarcuigeii. DfiscutTKs «ooht skli von dieaem «üiuUchon 
ndpnnkt« frei 20 machen nnd das Korpuakel snim G«gon- 
ule d«fi bogntnichan Denkeua zu erEi^hen. Wäbrend daa 
lüffiflurl, fÜfi Bawg^tig' nbjvktiviitrt nn bnb^n, Oai-h-ki £u- 
nnit, tbftt DsscAftiiv oiuea Kwmten Itlr diu» BogrtbidiiTig dor 
yatk notwendigen S^tiritt, indem 6r dä4 <jtiautit.aüv» Charak- 
istieuni der Itewegnnj^ ilen eutxelnan Teileir der Mat«rie als 
an arapranglichnn liwtily ziiü-rtMit«*. Er objektiT]>rt6 dio 
alittt. dfc KftrjHtr in dnr Tl»w#»gimg:<grArj=fl ihrer pin/eln^n 
[tibiln. AllrnlingH nvicTbl ilin xttr TuTiividnnliwJrnmg litir 
lari« nocb rnobl ann; ea gehßrb^ 'Jaun nocli d«r AtoBibi>j;nflr; 
sr «9 war nütig zur Tormittluug fwisoben Gapl^^tixdi und 
^Ul, aus welcher fliG Physik von HuvitKx» liervoTging. 
^PfLo Bnwi-gnng dtto ltanmt«!W Ihnf int^OBive Realität 
1^b*>it -«oU, iMt ditmn Rnwognng vrllwt nur drnkbar nnt^r 
' VuraiiKM^txong Mich bcnri^grrfdi^r RAiimUrili^ nln niiilinii- 
ibar Oan£«u, d. b. aln MibtiUiuxivlW KojjjuHkt^ln. 80I] 
I Eunrgie der Bewegung — BO mflaaan wir im modamcio 
UM «tau der cBjl«ai«cben Bewegungsgr^fad sagen — snr 
SWemcieinmg tU^t Materie, d- b. znr ErklAntng der verecbi^de- 
1 Wirkung dor KOrjx^ c)iifti«n, m> mafn län dvn «tinxieUi«>n 
ib-n di*t»eibnn xnkomiurti. tVinut^ Tribt »biT mft.-cwn diibm piii- 
jÜii^M* Subjekte tlvT Bnwtfffiitig ntxm^ Da» iht der Giundg»- 
hkttp w«!cbcr Dkscirtks* mecbuniächcf Kalnrauffitttsaiig htt- 
facht: die IndividuulisieTung der Bau in teil« 3»i 

^1^011 Kdrpem dureb qnaniitativ beF^timmbare ünt«r- 
ir Bewegung« Dime Gnmdideo de:s c«Ttc«i»cbe& By* 
individuMln Ktirpiukftln mit quiLutitAtiv ungifblitiTciD 
mgQDg«g«ftbtcin — iHt drr micbUgi- FortJit'iLritt. ikn Des* 
Ihm Bh»r di« «ntika AtuminUk binait» liüstt^u wülllti, itWr 
irdiikg» dir Hieb allein uiobt au l«iiiCen vermochte. Dennoch 
diiHM Iden ilaä PriiiEJ|i der ino-:Tenieyi Pby?iik selbfit und 
^una gebührt dnM Verfüeiia^ sie xuvrrrit zu klarem Bewii^^t- 



DiKiiflii 8r«Mlv- BikUnii 



HMti g^braclit and eia^n Ver*ncli der DnrohfClhniiig imt^moimn^ii 
3CU babeu. Dabm macht es v«^ThjElfjii<iTii{sr4iß vi^tni; &Tm, ilftr» 
aeme- Anf(ii«'Uii!if^ii iiLhn1t1ir:l< frtlarh sind, *<*in Upgrirt'doAwn, 
WAS «r aU rntfi* jaAynn'jn ^m Gmndo }«gti«, niclii inLrftffftnd, dor 
iDath«iiia(i«chr Atiiiclninl; ur.m'httg und faitt alb* »viiit* Ad«* 
nthrutigun vt-rfoKlt »imi- Deiiu all^ die*»? Feller loäst^u *icb 
vorbdaaem und sind iu der Folge durch di« fort»ohreit«ade 
Phyiik verbe^a^rt worden: ^ler Gnuidg^ank^ d^r rart^t^isoh«!! 
Absicht bipibt r)»von iinhprflhrt, nmi nlir>F ihn wtre Hi»» Mecba- 
ttik niclit var Bdhomti^hang ilr^r Rörpurwult «In niiior Wult 
bowi^gtt^ Ma^tü^ntiüIdiA^n getätigt, 

Wa-4 imu die ErktUrmig <l<*r Xa tiir ererb »»in tmgon im pjrispinffu 
anbetrifTt, m> bab^ui nir hcIioh ^Jh}i^eul<^t, dai.4 i»*« DE»cAKnt!i 
gelangt trotK «eia^r &b?alnt«n HnTTinPrtVlllufig ^a gflti2 dc^nw^lliva 
CrUlHnmgvmittj^ln m g**lÄTifif»n. wi*» hip di<» Atomi^ik im Vnlleti 
imrl Li-KrrTi tidrir diit Knrp^i^lcnlitrph^'iijL in dt^n KnrpnnkfJn 
nni dtnu Ätber od«r Spiritus 1>eAaJk. IVr «cbAHVinnig« Kntisi* 
griflT Ug in t\vr KoiiMtrakfiou ^iner dr^i Mafftrit-u, von di*n«n 
IfaiD die erslc and tweil.e m>woUI den Dieimt des leeraii Rau- 
mes leisteten, niiiüicb &*w Bewegung stu sebaffm, snigleäcfa 
ab^r an eh aU kraftlief er od e« und kraflGbeftragendes Mittel 
dienten. So ist pü ihm müglicb^ durch die verechi«»dene Za- 
SAmmeiLsetcnng d^r Kj^rper ans dem dritten nnd den lieiden 
erftAD Stoflen zum HegHA' der Dichtigkeit eu koDtflMOy 
welche dfcH VerlilUrti« do« QeKaltit mne« Kßrpent an dritter 
Materie »u aemem OeHaaiirolitmen biHlinit.pt. Dpt gt-hmgionn 
Yerstieh, dü verscbiedeoen Stoffe anf einai einiigeii Qrund- 
i^lriir xnrtlcksrufttbTen. gnb^rt xu den greJ^änigeD Gedanken 
in der Ö*»Äpbicbte der Theorien der Materie. Von nichv gi^ 
ringvmmi Bcbarf«nn, wi« di«i irivchani«rbe FrlcUmng d«r Dirbtig- 
keii, i«t DiL^ciXTK«* m^chtnürhA KrkUnuig iW KlaKttcitlt, 
wodurcli or die fesitgi^wrinrelte und belifbli» tpmhiaa oernitn, 
welche mau FlaxtidUt u^nnt, und di6 nm-b bettte so viti Ver* 
wimmg anrieht««, auf dl« Bewegung der materiellen Teilcbea 
xnrTlrk führte nnd ict^igt^. dafs f^ie ElasticifAt erklärbar aei ohn« 
Ziih:lf'*nnbnin ><ljiNfiiu<hnr KrAft"^ Seine mechaniacb« WfirtDO* 
fcbeorie entbAlL den Gnindgi^danken der moderueu L<*hre. Nicht 
minder ^ui»l sünd iltp hydrom*H'hauii*<'bft FrklArnngdi^pSrbwPT«'» 
dir lliPorie dfw Magueti^niLia und vtnle uudn« Eiuxelb^oc^iL 



tVM&aerm'- WlUkQrticho UjpolbftMi. 



117 



Vau inußc in ili^ TliHt dUiunrD übor ditiibis KrfirMltuigsIcran, 
mit «rf*lcbitr BB^r^itTEe tltd iniuiiu^riilli;^U?iL Knti lioiiiuugt>ji uiit 

Soluld nr froilioli von deo a]l^«imc>meii Kig^ii^^haften <Jar 
Kflri^or Wir RrLiArMng Uirvr nji^sielle» UnUrschied«* hb^rgebt» 
ilft b^ginal dvr np^J>^^k*li'^<^l>^ Roiukil",^ da Lriir, rini^ dernrligo 
Wnilcär dtir HyixilliiMKn anff tiafic wirfw Aiifgnbfrii mUsisiuK ilim 
iu <i«bifT TÜTdtcThLuDKnn vu folgm. Bis iliiliin JmIocIi suid irriitie 
Iljr|iuÜita«ii gerecblferli^l, er nuHh t^'w. nur auf, um s'm au dtfU 
Kn»ch^iiuiigi^] Sil iirüfeu imd verl^lirL In dieutir IlinsicfaL nocb 
der Wn*cbtigl«ri Melhod« der iDatbeinftüsch^n Natarwi«!^ci&- 
sdiftfU Nur 1ii.«r» t>r v'mh durch dii^ Ani^ahme, dafs dii» Natur 
AUf diua riulHcbsi'Tii AV«fg<i vehahren f\azu vprWiit^u, nun attch 
itia irmfachiftitii Krtdäningniir vrnl<thii ku'\i dtithinUm^ nlm« Wiü* 
i«re«i Hilitm lUr Otn wahrrti zu halU'U.* Wrnu i^ ihm nicht 
otuio AViUkuiL^UUniLiMi u-eiu'r i-oriuti:l]n'iteii {^aijg, so tuüsMrii 
vir viu dagegen erinnern, daJa anob heute nocb die Biatb&< 
isAÜaohe Tliccric dei' KoDstiUkUoii iJi.'i' Kt^rpc^r ic den eisten 
Anlkiigi^^n Ur-gi-, <UlV aber zu Dcm^aktk»' Zeiten ganiifjil danui 
m dniiknti war, irgf-nri jnmand IiJUte »twa-t liruHnui lflis1«n 
kflnnvn.' ^^T]t■wmcrwei«<| bar> »icb ntcscjucriM mni- H^']iQtbe0e 
nütgrtbvn laicM'i), whIoJk« wrr Iiai »i^nrn Zf^itgimiiH^inn tiiideu, 
luuuliuL dir> inolr^kulitrr Kori^if.iiliiin iIit ^ratrrje. Kr gibt deu 
füQZ<^lüHu Ktir))v>ak«Ui dici v»rzwickt4>«tuT: GeftUÜLen, aber «r 
uut^riin<L v^. KUHdien Kor|>i tüfteln ver^^biedener Ordnung vn 
iU)ter«ch«ideD, in denen üicli IVilcbt^n von bnatimmter Qc^dt 
ra nmti-Ei Rcir]uiKk<*]n mit nenBT l!igeiiscb>Lft«n itttmminffnKKtxctti 

D(^ Mangel il(?r xjiRxiellflri |»1iyiakAlii(i*-b«u Tht^orii^u Dsd- 
flAKnv' li^gt baQjiüittcliUcli im VHrlavMm «uiuen etgvuüu Prinsipfl* 
woiu er iDIolg?:- de* iiiia i'ebJemlen DenkmittelF« der Variabilit'fit 
Obd der noch nicht vorbandeuetE matbecoauscJ^i^n B^lLetrschimg 
^ ß<«w«igniigKgeäetze gezwungen war. Dk^^autes Ist dar 



Ikwtf <1* rritf ■&« jittiä^cio täuU rjubvolU, aa pa la tri«!- a:L«illtur*s nl 
fH vp ft»i Uitup? fU( kv lob ila iDouii;iu«a;» U a du »oäoa 4o*if)f qu'Ü 
4f«ait / fa aroif*" Vgl BouoiiKa 1 (^^ Slb- 



118 



DKVitm: HuigeJ dar MMÜMiDUiMk«« Tlieort«. 



ApOBtel des matbematischcD T]tcori<^ dt;r lUtone, ishtv mir itr 
d«r Optilf bat er es wirklich su rajUhf^matiachffQ Erkidnmgeu 
und damit ftuch zur ÄufstcUimg dauernder <iM«t2e ^ebracbu 
Ili^r, wo et» «ir-b nur um g«radUiiig< FortpfluixaDf Jor Bftwe- 
gtittg haudölb, reiclitcD a«ine üditl«! Aau; ld der EompltlaitioiL 
der wirbelnden T^iicben versag« ihm die FtmktioD de« Kalküls. 
Wir ireS^ in seiner J?hyidk niobi vinuial den Verbuch aa* so 
mathematincli aiisdr^kbaron O^velxca eu gelangeo, wc^be 
dorcli ^leMonf: in der KrfiibmDg zu präfcc gewesen wÜnsO- 
Nirg«ndA finden aicb ZahleDAng&bcii und brrstiinrote GröÜMQ- 
ermittelungeEi. eondeni nur aLlgemeiue Erw&gungen, dber darcn 
Oboranstimmnng mit der Erfahrung «ick nickte Siolierea aus- 
machen Lef«. Hier kuidert« ikp der g^ensedtage Draiig aeiner 
TatmiAiuf Oll enden Uaterien sar Abatraklioii einer reinen nnd 
einfacben B^^w^gung su kommen. So verwarf er Gaulki^« Fall- 
geeotze. weil rr wnfebo, dafe uo in der Nfttur, wo ea krin Li^nia 
gibt, nioht rein xur Gi*]tuii{f kommen kOnnen. Dadurch wanlr er 
rerbindefftt »einen Grundsatz von der W^rheit ^\p>^ klar uud dent* 
lieh Erkennbaren in der Pbjaik durchsurdhreu. Oeiiu kier M 
klar und deutUob erkennbar nur dai^enige^ vra^ sich ttuwieB 
labt, bei DicscARTKa aber waren allein die QrundlsKeu der 
Theorie derartige, d. h. mathcmatuc-bo ; in eilen Au wt-udungen 
fehlt die Bereohnung, febU diia numeri^clie UeaulUt, und die 
vage Vermutung Uitt an «eine Htelle. Er konnte hier xn keiiMO 
genägeuden Krg4;bmjiüf?n kommc^n, witil bereit« «mne B^^Wi^giuige- 
gefletae ialücb wbrcn. Die ErkcinutniM dvr Dynanuk wnr ilm 
roreago. Seine onglückUc^e Lehre vom Sio(t§j woIm?] vt mia 
Mangel fia Kennt^nis des PrinKtpü d«^ gli^l^^liHu Wirkung nnd 
Gegenwirkung die Iticktaug ob unabbiüigig von d&r Ot^M^hwin* 
digkeil nod bewegenden Krafc ansah, war die Ursache, weleha 
alle Aeind BemClinngen um dauernde Kmnltalci vernichtete. 

WAhrand rei in der Molekularphysik mii genügend fest^^ 
■teilten That«a<;lM^n sur Prüfung der cart«fli8chen ITearie fehlte, 
waren in der Astronomie aolehti Th»l»iHehon dureh KicrLKH vor- 
]iaudeu. Dab eu Dhsca&tcs niidit gidiuig, diiuie Bewngunga- 
gooetse der Planeten jnatlirTtnaLiä<.di abxnlmtun, war dait Hutpt- 
bodeuken, velcLee die Astronomen gegen ikn einnahm- Tondteaer 
Soitci wnideii daher seoner Theorie die gewichtigatou Einwnji- 
dungen gemacht. 



Allerditjga mala icftn auch hier bd der B^^ortr-ilttog Sj^cakti^' 
1,^., .-L_:„i *:^ —Ti, düCs r^ wifsrr der ;mliAltt>nTen Bph^ireutlioOTio don 
A iicr flieh &uf die gttoc^ntnnchc AiLiTaxtun^ besog, 

keiutt phyaiflcbo Erklünmg d«r B«v«guuf der Plaiietdti gab, 
j« dttis e9 tuch jttK4 noch keine oteckuiiacL« Erkl&nmg d^r 
PlAnotftobflve^og gibt, wenn mao dATucter eise solche ver- 
ficht» wdchc d» fcrnwirkondctk Co&tralkrift'? auuchliel»t. Wetm 
h'Alsubsbt (/>»(K0vra prHiminairc f/r T Ei\tifdopfdk) va\% B^cht 
bMouL dald «^ eöu vid gicJifcror Fürt«>cbn(t Yi>a ilca «ubst«njci< 
ellvn Forineu am den Wirtwln gi*wra«ii ^^, als von doa Wirbolp 
air Graviuüon, »o diilrfeu vrir likizufugtiu, itaftf der l«Ut«jre 
Schritt nur mathemaliAch eiu ForUchriii war, ÜKscAaTAK' Vor- 
«chlag ab«r der bedeutocd^te [nechaiuflch«^ d«r in der aatipuo- 
aüffchfm WelterkUroQg Cbev-hau|)t g«machi wurde» Versuche, 
auf Unrnd der cartosüchcB Primüpioa die Bahnen der Plauctea 
•bsuleikn, sind «rsb npAter aufg«tiommc& worden, und dirao 
Labtru zum Teil zu aeueai Bjpcth^Seu aber die Wirbel gi^führt, 
aclüielÄIkh aber^ da 9ir ateU imvollkosiiueu blicbeo iiud durch 
Newton verdritigt wurdeu, Eugleich zur Auflüsuug der carle- 
nachan Physik mit b«ig«lrag:eii.^ 

Qei die^r Uelegt-nheit uaOge die Stelliiug Oe^asiie' Kar 
Lehre vou der Bewegung der Erde Erwähnung findeu. Er 
hatte, uachdcQi es Oalil^j rearboten vr^dea war, die Erdbe- 
wegung aoch nur al« Hypoth»c 2a vertreteo, vrine Pli>^ 
^I53S) unlordrüukt. Vi^riiidcrL aber bat rr dit^aclbe ui^rbt, eon* 
dem nur dii- Itf^lativiLüt der Bewc^uug t-twiuf lutrbr l>«;tont, lun 
aem«» Kui:»tgnlT aiiveudeu ku köti&eu, wodurch er wenif^Utua 
c]exD Wortlaut uaeh voit einer Buhe der Erde »[jrm<hen kouuLt?» 
Die Erde iet niiuUch rnohl bewegt, weil Bewegung bloia in der 
nlativeu VeracL>ebuiig, d, h. ijL der Forlfabrung aus der Xachbar- 
«cbail anrtrvr K>'»r]k«r b«et<^ht, die umgebenden Teilr ahi-r be- 
g!f*[tvu diu Erdo, wolcbe rait drm gaiiK^u Wirbn^ h er unigc fuhrt 
wii^l und dcn^nach kein«- eigcrnr ßtiwcgucg beeätxt. Streng 
getujmiueu verfi?hlt auch diExwi Wiiikolxitg i4i<iu<<u Zweck, denn 
dir Teilchen des Wirbels babeu mit der EIrde ^ur nicht die*f 
■nlbe GeschB'iudigkeil, hDudt^rn nur dieselbe Bewegung^giOrse 
und bowegen «kh thai^Acfalioh ge«cfawiader als die Erde, Aber 



dftHhrr lifv UoATürr.A ft p Slß f» p ^^ f 




m 



AiffcUldie Oiwrbibtef. 



di«fte« Zurückbleiben der Erde wird iO anrgefaAl. dftTa di« 
Teilchen ^icb von ihr »nr-fernf-n und sie «eihsi in Ruhe bleibe 

Man liftt. irKhww>nrf(»rn von äeitPfi der Physiker Iikm;akti» 
d«iu Vonvurf gifmaditj d^Ta ar in HAlbvtxufriiK'tttuAr Überh^biiag 
difl» gl.i(i*h/*'itiyft Fürs(?liUTi|^ v^rÄobict «nd sieb iiIi*pr<»<'b«Tul 
gt^«a die £]iLdi-{^kuiigeu di*r grofüeii ZtiigenuMstn Vbrlialten 
hab«. Aus seinen SoKrl/ten lassen sich sowohl Stellen uiitlbrenf 
in denen ««r die hypotheuKche Geltung seiner pby«i katischen 
KTklAntog^n bittitint^' nU miirh solche, aus d^^ien dit^ volle Ob«r- 
«ViOgniig von dor AllBibgilttgk*Lt 8«<inf« SyMtom»* sprkh^ abüT 
man wini uichi irren, wRnti man aniiiiiimtf ilaOi or in rW Thafe 
davou TibttrKöiigt, war, di» allmn HÜr^hbahi^L^ "WaI turklÄrung 
uiimltJieh und meihudiäch g^ge^b^u f:ii hab^o. Wie abdr soll 
in die«?r Ob^raceagungatreue eine Schwäcbe liegen 1' Ist «■ 
docb goradii dio ftlörkp eines Forwh"*rj. daft er Bein*» Meihndo 
ni)d Hniiiii niiK liirm rhHrakt-^ristiNch^n W'esea s^ine^ Denken* 
hcrvorgcigangrriLA WnltHnffa^srnng sar voll«n ti^Jtnng bringt, 
«obald i>r Hitib von drr PmchtbarkAit dnnMilHmi l^bi^rmigt bot. 

äfan V(-rk<innt duii Kiutand drr Wi«3ii«nMobaf^«]i in diT M^ittA 
dm 17. Jabrhnnd«ru, w^-iin maji btfbavptvt, Descakije^ hab« 
mit tinerträgüehein Hochmut gohandölt^ indem er die 3lL*ehanik 
Galiuus >Dm<?kvroiiAi und aehrtdbt, er habe in d^fu Bfiehem 
deaaelben nicbu gefunden^ was er beneide, nod fast nlcbcs, 
waa ar als das Seiniga anerkeniLen döcbte. üna, die wir wisaen, 
dals Gali^kk Kntd<^ckung d«r Bewagungsgeaotso die Möglich- 
keit der N;tti]rwi#*Mia<]hftft iikwrhAupt ^ret «riengte, mols ttln« 
eolch« An&orii&g freilich anmaiseml genug klingen. Aber 
Dbscav:tes war nicht In dieser Lage. Djub Gcsots der btut^hlau» 
nigteu Bevegnug hatte ei- aetbat unter der VoratiwetiEung dar 
Exiataiut elnaa leeren Ramnea und einer konatantan Kraft lur» 
geleitet. Die Frage war jet^t nur notih, ob die«er Fail in der 
Natur realisiert sei; dies aber m entHobcideUt ist, wie DiofcanTBH 
wiederholt bntont, lediglich t^ehe der Erff^hrung. GALitJn 
wies Dach, dafe die Körper naoh diesem Gesatve fallen, Dn^ 
CARTF^ Achien das Eicperimeut nicht beweiMmd, er konnte sich 
nKht tdierx«Dg»nf <lars iw einen leeren Uawn und uine kon* 



■ Z, B i-nrnr 111. 47. IV. &H 

* 2. B. iJktmrw, ür. 1. p. IGS, IIV, LHtf^, ißt. Vin, p. 'J». 



3 



«tADU» Kr&ii ^Ve- DaLdr mu/ece er 6auleis Kotd^ktiiiA aI>- 
wetaeii. S^in^ ICrilib G^^LiLxrs dumoi ^h^ckst komiach^' tn 
b«im«ii, iBi jedoch oben^o unmotiviMt, wio d«r Vorwurf ^eiuor 
«trMliclimi OborMhiit^ong dor Sichorhoit eeiDw (Egonen Den- 
kMu**.* W<iDik mftn don viAlciti^rrt^n Briof nn Mkr^b^vr äbor 
OALfLW« M^cbaoik, der su dt^u übUoh«u V^^rdammuiLf^nirleüm 
fibcr DBä*-^MtTt:e Vriranlavaunc fiOjCL^ben hat> iuibefau£«u duroli- 
hmt,^ BO p«^eunt mau volü, dufs di» ii|>6i«rc Eatwiokeluug 
lUr Physik O.iLtbist iii vicleaa Beeilt g«fE«»boa hat, mcbt aber 
dai3 D&^vAurBi: skli der Bl^l«hm11K «uies Bee8Gar«n hartnackig 
T«Er8clüo«c«ii bab^. Stellt ina& aioh vi«tm«lir auf d«ik Sund- 
fionkt der Physik j^ac^r ZciU ao kann mau kOobfitOüB «agon, 
dafa DiCWAHtW imd Gaulkis Ansichloß oiiuuid^r gloÄohwoTtig 
gc£oiiDbcnit4indon' Bowiooon war wodor fitr die «ino mo<3h 
fi&r dir nndrr M^^ntinf: ctwoM Ectychradcndos. Do^^ogna balle 
DtC<'AHT£ä' «y^t'-'uuiLitfob-'ini^GhaniBokt^ ^atur«Tklarui]^ alle Vor- 
teil« der tmiuittvlbareu Auschaolichkeit und der tTnchtbaren 
Amretidtmg 1^ sich und vurdo durch dio Krfolj^ f^f^stAUtt, 
wekb» aouie Heihode tbatsdohtich durch gotrichtigo Knt- 
dackvncoti ernrngen batt«. DjcsH'AHitit verschliefet sich darch- 
am niüht dem Vordieoatcu Oalilkis, mit woJckom er sich viol- 
lach auf gtoichcon Wcgö GÜiiit und •rkcnnt sie bomitwilLig aUf 
•owait er c« rcnuag. ohno «oaaoxL eigonea bcwihrben Prinadpicn 
KV wi4knprr:cliea- Aber ihm war die m«ohauLaobe£rklüruiiK 
der Schwere di<> Haupiea<The; und die«4T war er, daia mü>4aeu 
wir heat<? su^beu, ohne den VerdieiiÄten G^LiLste Abbruch 
an thnn, em^t^J^icdon nAher gekommen^ als Galilkl Will mau 



' V^tmaa. f.it»^ d, Mfth. 3. 10«. 
■ BMBaMaiAvil. iTurA^ it p/kj«. n, & HC 
* lUn fc«iH:!ii ! ^ CV[f. p. -W), in TrpicUer DitäCäKna u]r1. ()a& 

■r wob tiur BiB» I i< ? Bäi-kuc^bi «ul Mkki^k?!»^^ <u •«in«n knliMlwu 

U»u«v A rvprvudr* Iai fitm«» il'mt uutr«, utr il n'y & rUti d* plu» aonlnir« b 
■Hill l^aibtut, ei i!u iDodiiit li je l'ttvoi« (Ut. J'iartii» M )i1u« «laot ^^ l^outer 

v*BU* bv » iMMeaC imftginer quo jcaa»« jug4 aftiu iu*uu-~ Ma<i iu«I» «bau. 
«m IlM-TAiTU gVTMhl n twoTUUf«, bvüaokcii, daü JCmui»<i out dar Kni- 
Milniic und BcpDAdan« lU* evlviiwbcb Flyalk lertnul «v ond dikici- 
«afaltf, «l&r» dl« roD OAlOMt iwhifarCv« Pnri i ii— ■üb ron Vntox^VM» g«- 
■toiftl»*fl dvrdiicvikckt vntrpti. 





12S 



DBUuami SkÜiuff m CUur.BL 




aolüie&«D, da& e« im abcolut l^wren Baum h^ine äcku-^re gibt, 
und darum dürft« DsscAnriSM «ag«ii, dnl» GAUtKt mit mun 
Aimflihmen ohno Fundament gobaut habe. Wonn or foiv 
ftbrt: nU«tui er hAtU ttuvor bcftimmän miiu«», vtüm di» 
Scbwcro u»t, and wonn ^r dariu diu Kichtig« gt^fucdciUr to bfttt^i, 
«r gowufsti dATü sie im l^orai Baum gsr nicht üt*, ao ist diese 
BoatimmaDjEi; d«r Scbvere durdiaua als eino m&ohaxütoh-plij- 
aikftEäioho j;edadit. Ea bandelte sich uicht üanimr wie DOBafSQ 
fiiiaoJilicli moint,^ das Wefl«ti der Schwere ld eiaeo Begriff so 
&efi«iii^ auiB welobeiD ekh aLloa übrigo Wifie«ii9wi>rt*> eutmcluln 
laasan mOaee, ac^Ddern e« handciit« sich darum, dia phfsikaliaohoa 
Bedtogongan fiir di« Iiäcbworo aa&uflUlloiif am damu» sa «r- 
katuitn, invnawait cmo Absin^aktion von donaKlbca behnft; Auf- 
at«UiU]g allgtiiuoiiitf Oc«cUi* fl&at:baft i«t. Die btofji mathaEOA' 
tidobu Ablaitung dcir bgodhi^unti^teii Bovr o^tiughatta ja DB^jJtTBe 
Uugat gofimd<tn; er mulat^ aich weiter frafcon. wie m Kockaioht 
auf die Geaamtordninig dar Na^iir der Kall der KOrper aicb ge- 
aulee uüd oridäien Usae. Ia dle«or Hindoht bleibt DicacAKti» 
nicht hinter U&ulbi zurack, soudora er ecbraitet aber ihn fori* 
Erst die «j^tare Gtuwickeluiig der Wia&üDachait bat goseigl, 
dai« dio BMchaiuecha Krkläniiig dor Schwöre oöac Aufgabe iai) 
wolchc di« Kr4tflo der Deohor noch faoata übcntcigit und daXa 
wir uns zunAchst mit mathcmati^bcn Abetraktionen bcguö^cn 
müfiaan, wit^ in-ir «io tiAULBl verd&uk«Q. 

Aueh je&e iicna Denkart Gaulsih, die wir ala Denkmittel 
d<]r Variabilil&t beixekhneien and daren Yarbaunung für Den- 
0AB7£} verhänfiiuiavoU war, könnt« erst in der liVilge in ihrer 
Badontung merkbar werden. Uogea dioaen Mangel bei Uaa- 
CAKTi^ kann man nicht bhod sota; man mufa ihn bedaaom. 
Aber dagegen Ut zn protestieren, da& DRacARn», wenn er bai 
d«r inncm Eonseqneni: und VcJIcndutig, welche tueip Öjatom 
bereite gewonnen hatte, »icb die GAULBi^^be Auflaanmg dar 
l>ynamik nicht au «igen macht«! oine B^abriässigkeit an^ Kigeoi. 
ainn und Oberhabnng begangen habe. Damals könnt« noch 
keiner der A&eitgenoeeen sagen, ob Osbcabtw oder (talilui in 
Besug anf dia raachera FArdening der Krkenntnis vor der 



a& iw- 



^ 



IlMCyum«> B«M«UlfDa; HUit 



12Ä 



Kft4)hw«1t Recht b^halidn vCirde. Wer mdoht« es da DKSCtBm 
^vacmrgen, daik er d^ Konsequenz seines «igeueB Denkens am 
»eietAn vortnkuu«? Kr trifft vollständig hfm Verh^ltni« scn 
Oalilki, wenn vr itim vorvirft> Galilki oxpliöere mir vae 
iMJ, und nicht, warnm i-k utti,^ DafM dios^'M „Wm^ ^rimftcket 
das Wirb ^i^Ktb war, t^t freilich riobti^^ nber iw i^ mvtliodiaoti 
dnrchaQs b«reo)icig4, nacli dem ^Wanua" xu frag4>n und dam 
ialg««ets did aUgemaind Anwendung «a geben, dnrch voLcho 
leitliche Erkeiuiinis «nc^tehc. In di^er Hinsicht hatt^ e« 
TiKTin viel weü^ gebracht aJ« Gaulsi nnd er diirfba eich 
dabor BLÜ voUom Bachto d^n Besitz d^ tiaferen Wahrlkeit scn- 
^•ohraban. Drhoaiitk« vrav nicht ^»h a^t ^ttnmiti^w uutt thriff^,' 
idcm in dar ayabonuitWhan ßr^aaamng dai NatQrganscon batt« 
«r gerade die Bicbtung gotrofran^ welche notWMkdig war, um 
dieWiBsenschafV aiia dem iywt^matiachen Banna de* AaistorBUta 
ao Xömn, nnd nor das befreiende Mittel verfehlt. 

Wir dtirfen Leistungen nnd li&nn^r nur beurteilen nach 
dam Vprhalcnia, in welchem «ie zu ihrer Zeit tmd dem ihnen 
g«gabvnua Standpunkt der For»ichung «t»hen. Btollt man stich 
BQf dia»an Stiuidponkt, «o versteht man, warum Dsücaihkk vo» 
dar OALrtEuchon EinKtkltomcknug nicbta wiaaen vollt«, und 
^^ürird aainu Ahwabang nicht für biiut Üharbabung dos Philo- 
'pben ansehen^ «ondem für die KouJoc)Qens der Met^hodfr^ 
velohe die TTraa^hen. der einzahlen Eraoheinnng in den Ge- 
ktbedingnJigait de« W^ltg^scLebens zii erfasa^iL strebt. Dkk- 
iTKflt hatte dae BehaTTODgflgeseiK und d^u^ B«n'3guiig«gesetae 
gofiadoQf er wnfota aich im B^iuc matbamatt^chor M^thodon, 
wiJcfae nllom biiihor gekannten w>»if Ub<»rUgen war^^a, ar beaab 
ph3'«il:a]iNoh<i Einsiclitan in di^ Dioptrik und M^ttforologiap 
die däejecigen aainar Zoötgenottccoi übarragtan, ihm achien aioh 
das Wehrdtael gatöit sn haben, iudesn er dau Haehauismu« dea 
KaturgeBchehentt erlcannte. wie von den Bewegungen unmeöbar 
famer Weltki^rp^r bis siim dorn Zucken der Muäk&lu und Pulse 
lei Werden und Vergehen den einheitlioheu G^aetaan der 
'apmg gahorcht — «o stand er in einer der Zeit hoch 
llMrlag«n«n Waltuuchaunug uud glaubt« auf die Bemühungan 
dar noch Im Dnnkcl, da» ihm gaUchtot war, umhonmchiwclaii 



I 



» 0*, Vin, p, 15, - ' MoBiTO.. U. p S0&. 



DMCAsmi Lütf Bwiäbnitif vU mdr«} ronchtfrn. 



b^uuKiirorscber herabblioken za dorfen. Ein BowufMs^in, 
ülivs der Scholnslih gpgf-nilbi^r grtr>7. mn Plutwi war, i^lM^irug 
Uicht auch Ulf ^JB Relkandlnrj^ wiKSi-nKrimfllit^liatr FmgtiL da 
ttiidr» G«UKr&o, <tia Ar nicht ttiif uttitiüm ttigiium: muÜiorliHi^li 
StATiftpnnk:« faiiü, imfl dtmru Eutdeckuugeii Uiui diUjer i 
tovAiib i^n^clui^iiiai. AuL-U vr n&r üi il^a Eliijx«*hie eiugt-tining 
hftUv «x|K*TuiMiitierv di« Nfttur stadlwt und Entd^^ckti 
^eninahl, nhet er halt* au\v hin mir syetemalischeTi Hol** pt. 
hob«n. Nnn fnnd ^ ?uihJnii4',h» Wandnmi- nnf Meinem W<>gtk, 
div deUBolhon kn^uxü^n, und Huf «.ngn« Wvi»« xti gUiohett Hn- 
«nltütwi goUiigi vrarirn. So ging eet ihm mit t-iolati aedaukeii 
KbPLRitiri^ MO [Dil eiux^lnen vou Galileis n>u«hwii»c)i4*ti Kui- 
de<<kiiu^eiir HO mit dem Brßehuugsg^aeUE des Sükllius, mit 
Scijkip(i:k8 V^THaoh tan OoHAtt&aage, mit Hahvk^^ l'heone «Im 
nhitnmlauff^, mit DitiintsHiTi« und lUi.iNfi« Virfheit H^r WirhM 
nini d(»r WMUti, ciir. T^ktihEi klui« tihH Pahc-m^ VormicheiJ \ 
Lit^druck mid An<lrnJi wüwtiiHchaftlicIicii FortKclirittoii, wd 
in diiucr »urii«njrilnnUioh Tctguamon %«it gL^mat-*ht wur<1«<n 
Lhti«ii nrnfst^ij dii? F(iTWTUt>r «ich b«ge^üt], vou &lhMi ä«i 
wurdd glifichjfitdtig nach dvuselbfiiL Zielen gearbeitet. DßttCAUTm 
Fvareo alle di«?^ Ding« Wk&nut, teils aU Ide«ik. die ihm aiifg«- 
[taucht wareu, obwohl er sie noch nicht rolhrtAndig dnirhge- 
rbei&ei hatie, leils als ferxig vorüegeoide Hesnltatdr die er boi 
don ntidi-ni waiijg«r klar und gut antrat'- Da könnt« «r fWi- 
lich kclnii Lma VArHptlr^n, den Hntdoik^^rnihni andrer bwaondoM 
horvortulißbuu ; dmin rr war wich %'ollkoum«!i bttwtiAtr dafa 
ibiD dieselben Gedanken rigcn £Ugoh43rt«n. Woa ihm l^^tgegen* 
ibr&oht wurde, das wirkt« xwur lebhaft anregeud auf soiuiii 
Eonstruierendd Phant«si«, aber er wui^l« wohl, wieviel Eigen«« 
jar ÜMi j^er Frage hiusoftlgto und was der charakteriatiHcbu 
t1iitaraclü«d »einer Opanken von denen andrer war,' und p» 
hitto sadne «igonartiga Cntwiokvhitig gpxt^rt, w«nn «r 
durch d«n Oadank^ngnog andarer Imttr abhinkvn lawioiv; 
ar do«h nchor, dafi auf mina Waiaa alta Jen« Entdeck 
sick in ein graTae» System amf^gtan, d«aaen innoren Zngamme 
liang er dtuehaohante ; und in dieaam System hatten alle j 



1 



IT, t>%U IS^, iM VI p, IM ft. v^w Vit p. 3»n, 




RctctAclcongon ilir«n Piatx, ä«a er ihnen RcLbot U3gcvi«0cn 
Statte; der fl>-:tt<>inatiicchi3 Wort all«r Ginacolbcn ErkeunUü«M 
wftr xw«ifeUo^ d^ajouif^ef was «r allt^m ibiioB i^rtoiho und vo* 
donrh aid im phito^ophUclion Siimo «ret bodeuHmesvolI wurden. 
So erklAit noh dn« ^ig^ntümLich« Vr>rli«lti>n D):Mr4HTE>' z^\ 
(J(TEt ßtitdocL'DngüD dor ZoitgiM>oFr;on, nud eo vidorlef^ »ich 
irr V^irwtirf, <\mü or »ich TQir«cüii)itig vorfaAlteii, ja (i&r* er nolbnt 
freind«a Eiffe&toia vifierroühtlioh »ick aof^eiiGüiot bab«. W^im 
wir tme baetrob^n, dio carbeaiacAien Le]ir«u in ibri^r ffi^^f^hicht- 
Mchf-n Abhäneißkeil von der wiasenBobafUichon Arbeil< seiner 
j^citf^enossen xn r^retehoa und eio mit derdolb^n in (»ntinnir- 
«n Zuffammonbuip; brinf^ntif eo dUrfc^ wir dio ir4>«ti|zb«>it 
üeb«rx<»dj[tinj]; ikri>m Urltobiir nicht al>t hartikÜGlci^ HAcbt- 
haberoi aiiAl<>gidD, weil wir bont« bef^ifen, djL<-t dio £utwick<- 
Inni* der Physik eun&ohet auf «iiivm aitdorott F«Mn Ug. 

Die Verdieuat« d«r ein£o]u«ii Eutd^okor am wdrdiijnGiif in 
dif> boT^whtigt» Auf|E*bQ dcir G^cJiichte der liVjadnnstrboft^n; 
ftb*>r »icht p;<TingCT «rflcheint dann da* Vordionöt ^itiee UR^i-AiiTW ; 
d<-nn immor ut b«i ihm dio oiQsorln<> AViibrbrit Qoch etwji»r li^do^<^« 
al» dos Resultat »spätre tigt 41 T ForMohu»^, «io ist «ugli^icli <iiii 
Triumph der Uot-hodo nnd hat ihren z^tADOrdacton Pbtz 
«U Baustein in dem fsroftirn Tempel der Erkenninin, i^elub^n 
fj»tr Philosoph dem tu)err<^ichlioben Vorbilde de« Wt'llÄthöpferft 
folgend aufrichtete. Dieser ßrcföe Gnmdjc^aoke einboit- 
lich^r WellerklArnni*. durch^^fflhrt in «o geniaLor Wcido, 
WIM Ok^cjiat^ es tbat, i^Ft ^ino imutorblicho Thfti, ein Mn^ior 
imd Typus ftr alle ZeiWti. Er ^ab den Bewcitt« dafs der Ua- 
cLaniamtia ioiataDda war. oißboitticbc? WclI^rlElAning zu «chafien, 
WAS bis dahin nur die suIxituu&ioUen Formel j^Hcäfttab hatten, 
iro^nuhor dem acholAfitisohea Naturvyätem atand do^jenif:» 
DvoAunK' nnvcvrgleiohlich höher, nicht nur was die Sicberhdit 
d«r Grundlagen, «onderr; auch wa« dio Fmchtbarkoit fär di» 
EihiieUV^nohang anbetraf, die in demsolbeu denHinwei« «n ihr»r 
eyfftematisoben VollDudutüß fond. Gegenüber Oaulsi fehlte ihm 
d]<^rding« di^ eine B^dinfi^anc; dee modernen jdiyeikaliaeheii Den- 
kenni ub^r die vorbtüdhchp Krof^ sein«« m^ebanieohoii Kalar- 
«>'ftema wox darum nicht w^nigftr wirksam ond bet gerade 
in der Physik mne uuentbihrlichi* £rgüazung. 

Wonn auch der Poruchiitt der WUsenschaften dvn grolfH-n 




126 ^^^^^^ a*mmAL 

Aufbau DcwAH'ncK* sertrtlinin«Tt«, es btieb d^r Plan des GsTtsen, 
luid diö BnichsMlrk^ if<»Ib«i prhinltwn si<^h nnil vordHn in der 
<TP9^chirhtt* dnr Phu^k dHX Matnri»] v^ur Krrirhtting n^Ufir G«- 
bloda^ g^grOndot anf vollkominen^re Rrfalimng äli dftAJtmigo 
Dkscartbs*, und auf die aus der neu«» Dankart ÖAi-iLiiii 



Vierter Äbsthnilt. 




1. Did EnUt€kimg der Schriften. 

Die Kinetik Ds^AErimi' hatte da« Kdrperpmblem sn tJ(MD 
vereucht, ohne emen andern Unteracliied in dm- Maieirie &a 
Hilfe zu nehiaeti aU di« Bewegnog Da fvr aber die rAumliobe 
Attsdehunng nU identUdi mit der k^rpin^lirbea dnbfltaD« ansah 
nnd Atirb di-m nih«inilitii KArpfrr etnrti Wnlnndand g«geo die 
Hndriiig^tsido ß^wiigting xns4!liriiTl>, mh it m<üi iu dj«i Tj«gn wr- 
Hi'lvt, Bauiu fUr diu Bniri^gung dadurch m ROhaffaD, dafo «r 
einam Teil der Ual«rie den bö«b«t«u (Irad der Bewegung ku- 
Hcbrieb. Walirend auf der einen SeiLe da^, vrat* den pbyfiLsoheu 
Körper vom g«>onietnAchen nutenfcbektat, aaine WiHcnngKf^big- 
kmt, nur vnn drir BpwfigTitif; abblng«ti knnntiTf mlUi* gerade 
Hin Strigunmg di<f4i>r ß<^Wf>gtmg drEij«mgc?n RiTekt Ui-TvorbTiiignn, 
wnlirber iKtusri di?r Murtfuii gHumetnaoben GrMU^okung des leerco 
Baume« mikommt, dte DiuvbllHSigkeit, i\kT bevegi« Körper» it» 
dem fUe lebkafce Agitauon der llatdne ibr^ Zanplitteming und 
Klnidicill zu bewirken bat-'^e. Oegenüber dieeer äofavierigkeit 
mulfete der, Ausweg, welohon bereits dia ah« AtomiNtik in der 
UntAmcbeidung von Vollem nnd fj^ar^m geafcbafTitu, ab nin- 
iarbi-T nmcbnininij tind pm kam tmr damnf vi dmi Mnt an 
€a«äen, wetcber daxu gebflrte, «iti« von dam veraohtaUn Epiaua 
verteidigte Lebre Kti vertruteti nml zu rcliftbilitter^u. JCa gn« 
li^rt« daacij h» TÜKnu^ iler ebens>.» gnluillkli)' KfitiituiAfle in dttr 






PmWftÄWL^^^^^" IST 

m«^ «nut«hdDd«n Wiaaeßecbaft 5er Physik ftia iß den Ül>er- 
Uofemngfin d^s AJtortnm« bo^nriB, d«r mit grofs^im tiuerariechem 
Cr^flchick ^ie GMclmoidigkoit dost WAltcamixc«, ein liebeiuwllr- 
digM, v«riE6hfi1iG^M Tftmpommont nnd ein fciuos Qcföhl fOr 
dfttf verband, was der Kirche olme Gfifahr »oh hiot^^n lioljf, 
dcv^n Aomle Stetlon^ ondiicli ihm f^estattet«, frei vom V^r- 
i^a^lite der Härene •«ind Meinotiß su fto&ern. Ein solcher 

Er wnrd^ in d^xa Flecken Cbanteivier bei Dign<> in der 

Provenoe tan 22. Januftr 1Ö02 gehervn und orhielt i«»uic-h bftld 

berrortretenden Talent et wegen eine gelehrte Erxiehimg. 

Boh>ite mit Mchsehn Jahren vnrde er nftch Di^i- berufen, 

den als Doktor Rhetorik tu lehren, und mit neimzeUn 

Jahren finden mr ihn ftk Profeseor ^ohne Bort^ in Aix 

Philosophie dmoren. Die frdimittige Entschied enheit^ mit 

veloher ot min kritificbee XVeri^ gogeu die Antoritttt de« 

Amrro'ntES voTbor^t<rt, g««iimt ihm einflnftfreiehe GOtiner, 

nnloT ihncii^ namentlich PxtBtEScrra. tr^lche Ihn boHtimmcn, die 

Weihen ku nehmen nnd in dou UirtoriteucrdtMi zxt treten, nm 

ftLr »dne vtaeensch&fllicbe Thätif^Uai freiß Zeit und eina ^e- 

oeherte K^^^U^haftUche Sbellnng zu gewinnen. Ihre Fürsot^ge 

Teraehafi^ ihm ein Kancnikat, und »eine Doktorwürde bewirkt 

iMn« baldige Bm^nnnng stim Probflt von Digne. äo gelangt 

tr ia jnngen Jahren in eine autoritative Position, welche ihm 

^eFVeiheit miabhimgigenPhilo«opkiereiuinm«o leichter gewührtt 

•la tr tich, ein ireoer Sohn der Ktrohe, aufterlich allen hie- 

Ttrehisohen Fcrdenmgen ansnbeqnemen Tervteht. 

Das erst« Auftreten t^rAi^yrvrie fgltt it die Zeit, in welcher 
iho t>öreit9 stark ertrcbuttert« Herrsch att der ariatot^lUchen 
Fhilosopbio durcb din Emeii^rung dor Kdrpngkularthocrio heftig 
bfdiüngt vrird, einen AngnfF, der giuh zwoar atif dorn be^chrOnkt^roD 
llehioUa der Theorie dur Katerie abepielt, abor gerade dadurch die 
Volialtbarkeic des ganzen SyaUm» gegenüber dcu Port«ohiitteii 
«1« jnngen Natnrwissensohaft aufä DeutUchste an den Tag 
1^ Seine Exrrhtati^tnrx g^gen Äiti^ToTiLKN sind E«hon bei 
Odeganbeit jenn' atomistiHch^n Regung in Parie erwähnt 
Verden.' 

vai, r s. «ae 




taa 



(l4«8ft3(M ^--hnr^lJ-llimidW. Thlticfaclt, 



Oio l>f rziriieiingi dar» (Uc Th^^one der äfaU>rio auf der 
Gmji<JJ»iG^c dor Atomistik nrriclit«t wer<leii mllM&, wkr ihm «iehior 
damals b«ri>iu ßof^c^^K^tK^^- S^er NcignDjc ^ ^^ hi^toräohe 
Bocnlndunji- entd]>roclieDd be^bmohtifft er dtr AntoritAt dm 
ABisTOTBLKä eine mohi mindervertigo Antoriiit outgogenvQ- 
sUdUn und widmet uunmobr did iltttiptarl>«it ecinud L«ibr-iut dn- 
ff«reinift«u Wied^^rhoi^cUiing der Lohre Kriitcnis; fUr tmti^r« 
Zwecke kommt di<«otbo jnvbo^ondQro in Botraoht, insoweit] Äfr 
in der Fbynk A«h auf die Atomutik Dbmokbiti» stttit. Dw 
Verbot, dio Atomistik öJfanUi<ib cu lohren, hielt cQcnbftr üxboh 
QA$8an>\M aebriAataUeriadif^ ThfiU^kdt iiM*h diecwr Seite hin 
euTfick» Um so mehr ?f>rt4$t\e «r 8i?<tn reiche« Wi^on »owohl 
durch liiatorificho Korechung^n aU durch die regste Aatciluahra« 
ftn der Kntvirkclung drr Physik and durch An^MlInne eigener 
Vcn*nch'^ 

Zur ErJiuterunj; dcti &]lin&hiiohe& Fortvehritte^ »eine« Schof- 
tenn mögen ^ni^ Stellen aus »einem Brie/veeltBo] hier «nge^ 
nUuri werdoii. Während (^accündi im Frtibj&lir )'^1 mit 
B«d&ktion eeiner für^äocn bM«häftigt i^, führt er den hv 
uateT den SchrifMoltem an« der^n LektÜr* er gerade betreibt.^ 
Im Mdrz i&Ji^ aiüd soine Skidien an Epikuk bereits bo bekannt* 
dnk ^r von seinen Freunden xnr Uerauognbc gnilr&agt wird; 
«r klo^ über die häufig Unterbrechung EMincr Stiidion durch die 
verechiodonorti^tcn Arbeiten und »einen hj&u%en Ortüwrcha«), 
hofti indeeeen auf b&Idijpe Bc^orun^ in dieser HinouchL' In 
demeelbcn Jahre macht or auch eine Anwendung der Korjtos- 
knlartheorie - wie » scheint, »iMue erste Wontliebe — mr 
Krkl&ning der em ^). M&rs IG'29 su Rem beobachteten Mebeo- 
«onncn, itidon «r dio Ervcheinunj^ auf diu Rofl««üon de« LichUe 






■ (^ VI pl <e ft, l> |it« mit Ofi. 1>«Hiohn«c*n CiUt« b»bj| n« «ich ud 
61* &DVfabc Oprf^^ <Mm m »rj. Aiif«m dirrtMi nr. Kic ArRKivio. PlorvatiBA 
1T7T, tfia fnüt «4it« miirliii'^t'n auf di« 3 fil. <W ^jnHkAtrrifrviAnM vn rfm«iiMB 

tft^ü ««c S. IT It. f. 1. UMt, I 3. »3 £i P. ja^TOnr, Jlil XamU. 
lH8d. XVUI S. ty72 & 

* <V VI |i, 13 b- llft. T«iis ft UMDonn vi b>«« «aÜifiuHani «otinonM^ 
qiaa *op«n«iil, Anä'Arirtot^liäi ntrdtatlooib«« CftivurM^i, «U <pitnu ■<v1p>l. 
ooaiiDCDbfr «ubiida«^ 



^ 



0«M«3niiL Bri«N9obwL Dm Pttvuoar«cW Problem- 




en Korpaulceln d^ DutieiU*«! von ^ans t>nt(tirunit^Tr (JoHUlt il<fr 
Obortl&ubaa ziirücl:»itiibrciu »ucihtJ Im Aofn^At Iti^l b^nchtot 

di&t^* and echreibt ba d^^DMlb^vn im Anfanf^ Mäm Jti,H2: , Unser 
Rrticva 9chmiot immer iq gr^fMor LAnge^mkcit, nftmliob in 
hoh»t JAhroQ fort imd hAt nocb rieht d<«n Lftnf d<ir goa^mun 
Pbyvik durobmuracti.'* ^ Iia M«i dioMi« Jahre« bi^uuidott er 
gOTvlo di» Fm^«?. ob diit Qliuder dor Tiom «am O«brvioh^ 
gdtnftobi oder ilorcli ZufaU ^titätandcn »cion,* Dw Vorgehen 
der Kiirifl Reß^n Qaulst nimmt aein bCobstoe iiiC«r«ese in Ad- 
üpmch: €T hitnn nicht glauben, dats jen^r schaldig a«i.^ 

Iia Jiüirt» ItiB^ hAtt« Baptt^tb PoT^Haif du la Btirsnii, 
Co^attor et ProonrAtor in Angern, den Oolohrten die Frago 
vorg(jlogt ; TtTtmin ^it aUi^ua demonstratio perfeote logioa, per- 
feote metbem^licft, p^rfaote »enabilie, qmt probetnr dari m^gni' 
lodiaem Ijiutndinü non expertem, qua« ali')U&ndo et alioubi 
«dt in ponntn vor» mathemntioo, et enJTW panoti nullne eint 
p«rt<H>, el Umon in eodem ip«a hftboftt port«« oxtn parteit.* 
I>u Pftn^xon^ wie &iue ft&dienhufte Grö£>ß ueb auf eineu 
malheautiMhen Paakt sniKammanzieben tmd in dkeem dodi 
no<?h TtiUe lKllJl^roinetldo^ hAben könne, reist« M&tiner wie 
CAMV\tiEU.A, Mes^KifffB and Gambsoi nebtt vieUa anderen, sioh 
^amii aeu besohAftigen, In d«^ That gebort die Frage in den 



* ry lU r, »3. Bpi»L «I Beneriw. JuK 1€». 

* C^. V] p 4i)a. AViTO edkf^o in PbjnJcii^ oet^tM «udeo mihi iS» mea 
ttel« p»l|j<«ri, «t >oiJU> «tniiDo« haue ptrtom dofiaint > - . bans Umpori« 

lUcta* ^Ei* nar«v>l . . . £» »b^tuli M^r«djflr blMtiA po*Uiriar«Ri p&rlcOi d« 
ioblUkn, quie uila i-ul^m |ihl[oiü|ibjuiliani nfpolltre /»ntepa >olet. oani 
■ufia proprio r«<critnu diccnuitur /'«mpinfl. 
■ f^. VI p. 41b. 

* Op. VI p. 4&B. 

* Oj» TJ p. fiOh. ^ UbL Nlhi^rea Aa- Mia Terh»ll«n in fliLit» ia d. 

* ErtiAT <!ii«t yr«rn V|L uU BH»fn (l^uvapu ui UüiuJtüaaL \«iii Anfang 
NoToaibcr muJ B*de I>G<cfub«r 163h tCtp. VI f. TO— 79), na Himiitb« hn 
Hamvitii. Euila IdM aad Anlftng läSii, van PoratoK ui Gausvol v, l'i. J>a. 
IKU ffV' VI ^ 39tf--30«) aad vimi GiitvEKM on l'oTtuo*, Kii4« FibrutT l«3tf, 
(npL VI 1^ TAb. Ttftl Pivafv Oi»»ix. riiu AirnciV p, 19Ö (Ü|d. V p. :2A3fb> 
««4 Uc>«ut?, .WronoMM Otfüm U>ff' ^m. ItMU p. lUS. 




i 



ISO 



Oi.iwDti Dm t^Tt»on»elLti PnjUc«. 




Kr^ dea KontincuUtflproblUD«, dM äALiLit von 3«<it*ii d> 
M^cb&nik uig«gTitf«n h^ius und d«m Lsibvfk itpAtor im B«j 
dM Diff»r«iisriftlH die maüi^m&tisob &&bur« CSoitaU gab. Wi« 
1otztorMabi>rlii«rge#i«UtwarTvermoobtd««eeindrünl>o<timmtbeU 
wegtn SU nicbt mehr als einem getfitreichea SptöU des Soharf- 
aibne« zu fübren. Gasaindi boachTAnkt «äch (ionii auch anf «»i o p 
Kritik dor Frag99t<tllati^ aad dia £rva^Dg voracKi^kdvnar 
M^lickk^ci>n, wob«i ur unU^r anderm auch an dio ponktoAUa 
Rxiatanz dw L^iibe« CbrUti in der Hosti« deakt, oino X,ö9iuig^ 
dio ar Jadocb aU in dae GebiM des Glaabf^ns g^h&r^nd in diewn 
Falla aoBticbliaJjfft. UnwucvK g^b ala L'.'isiing den Brecnponkt 
ein«» paraboliaobon Spiagels; d^nn alL» T^il^^b^n d«a Licht«, 
woJch« von dar Flilcha d«« 3piag«b ratWtt«rt w^rdmi und 
na«hbar voUat&adige Bilder ga^n^ müfwan dem Brvnnpnnkt 
paniert lutd don also in oinam Puukta imri doch iiab«ooiEandar 
aiOBtiert habati; a« vird geiriaBemiaAwi dir gansa durch di« 
der Ajte parallel einf&llondon 3ti<ahlen etloimhtete Flicfaa durch 
daA Br^nnpimki: der FarabAl hindurohgatra^n Bouellaü hatt« 
oine ähnliche LO^ang mit Baxag maf di« Refraktion dar Scrahleti 
an «tnar hyp^irbolLSoh^^n Plicha gageben. Dia Ldunng durch 
dtm BrannpuDkt dar Parabol xiahta anoh filoanr fiir nah ia Aa- 
apneb (a. a. OO, abor Qasüsmm^ ond MsRflnrNB* «praohan nur 
von dar Ldaung die«oa latttaraJ GAaBEErnt wandata dagagm «n^ 
daJa der 3r«QDpunkt kaiii oiatbaitiatiacher, aondem ein phyai- 
«ohar Poitki 3&L und dai^ «s aich, abgoa^hen davon, ds/s nie- 
mand ajnan vollkommen paraboliscban Spi^gal od«? aii^A hypnr* 
boliacha I>in^ darstalUn könnOi b«) dem ^u^mmantr^^fTou dar 
Liohutrablan gar lüoht um oinan Punkt, cODdam immer um 
ainen aahr Idaiiwn Baum (apaüotum) hondla, der abar noch 
Änfldehnnng beaitc«. Denn das Lioht aei «elbat etvae Kfirper- 
hch«0 nnd die Korpuflk^ln, wenn ai« anoh noch so klein se>ien, 
kJVnnaD doch niamalff aich in einen mathemalisabaii Pni^kt rer* 
ftinan. Oaü&KXDt «t«bt tum bar^lu ToUatAndig tu den klar«Q 



< Qp. VI p. TSfa. — * 0)». TJ p. sola .SIV3 taaa p^nho^tn' 
' Wie KD»r«rLtuifr U^iuv iM, v\gl Mk wmrih dinu, cla/i tft hf^HUipttU 
foiitct bal« Irina Lökbue fär iBe vUcitt rkbti^ uurkuiiitv «fikranü BltK*a«ini 
Ml Gawivvi tohrtühC Por>«oii h«b« a<wgl. Mie« (^^«mIImi; Lömus »ai aar 
bIb dtMU*"^ (V'piV'i) Jv* wahrMi l^ütuaf, mich« dlfemaiaip nl. Vm tbk 
l*anM» dabai ^Kkl», hat iLC&n ««iuna Itii«mMw Vgl. dia o1>hi «ilitftva Bri«lk 



Q^MKni^ flMrWifauiff Knsmu. 



tftl 



iuntng«n Min«f pbyaikalischAn AtoraisUk, tmd dta ist dco* 
irnmd, wedialb wir dieeev Prap;@ ki^r Ervähbtuif: thftun, 

Du Drfinßea d«r Freand^ mir HeraoBj^b« »einor epikorot- 
MJtMi Stndieu wird imm^r IpbhfttW; u& m^isteQ intereesiect 
mh KfimyTdii far Qaa^ndim AtomUtik, Kr b<rfTa|:t iUn Ub^r 
ain« BtomistiAch«^ KrkUniDg der EliuintciUlt, wolcho nof dffT 
WioderbcrAtcllan^ d«r Eunduni; der Poren durcb citidringt^ndo 
Atome bembdti stAU nod tr&c:t ihm sein« Zweifel darabi^r vcr> 
lIohorbAii|>t KÜt ^ ^ &Aaesi?Di deJbflt wie in d^m Kn^d, 
dMMD Mitulpnnkt AtBSnmcB« Bri«fw«ch»«>] bildet, 91b sMb^t- 
v«r«tADd]icb^ dnlft «r «icor durohaa* tt^miotiiicbeD Pbymk 
ftuhJLtigt QDd dio«olbo za b<!grüi3don imd aQjizub»ii«n bo- 
rtzvbt üt, m dan«lb«ii Zelt, in vreichar aueb DRSOAftTK 
ftttnn KorputkoJurpbytik vollendet bftt. £ij] öffentUobce Uqt- 
Torcret^u verbinden iiid««9«n dit^ D<Hjh immor Qbfif der AtomivUk 
tutocde V'«rbot .Nichts kann icU ub«r Atom« I«9dn, ohna Bein^ 
md DeÖD^ PMlo«<iplii4> sa donkan," 90 ichroibt M8R«c:0Nff am 
1, Jttiiiftr 1&'(& mt GAfumcEit, imi ilm auf zwei Briofo dos Au- 
o w rty pg gogon dio Aiittko Atomi^k aulmt<rkitam «q macbcn.' 

Elpomt wird immer wieder vorftoDonuaML Im Supii»mb<Fr 
1639s(3br«ib% (^AfiaBKUi an BfiSKHAKK: .Habebo breriprao moni- 
bti« meam Kj^imiriim; oumplacita Vin r«t«9cai)Q, ^fctste aggrediar 
uwuB d« ali<|iübii0.*' EodHoh gebt er an me sur Veröffbat- 
Udiiuig boarümmt« Bcarboitung, und scwar iroll ztiorgt. am Slün- 
nniBC f^ den V«irionmdeten su nnu^hun, omfi Apolof^ie KriKcas 
«CBcboia«iif dann über t^m Leb«n and »«icoSitCi'nt solötzt erst 
fiboT «eiR« Lokrun jo^ohandclt worden. Jn Briefen an doit Prinxen 
Louis rox VALore* f^ebt Qasbwxüi einen AbriT« Minfr Studien 
aber Erii^cn, indem irr i.vom Oktober lb41 bis in den J^iiiur 
1649} doa Leben tind den Cbarakler EriKon« schildert und ihn 
von den veonschiedenea La^t^rn, die ibm vorgeworfen worden 
waren, mroinigonTorraobtv Die Briefe tibftr Pbilo«opbie worden 
aD4anji in aUgr^mAinerem Sinne fertgciofttxt, um seu <dner Sckü- 



* 6üo A<Ik-« iMitol iimA GuvtKM Qp yt p. ]&0h (St^L 1M8); A 





las 



GUMRntr Bri«CwiK^«d. fieT««gftW <Ur SobnAio. 




<^«nitig dor Lfikren Kfikcik dberznfnhven Im Mai liU2 beriohlot 
Oji6sfB5Dt Ub«r di«* Qn^llftn zu KriHties Philosophie,' sodann 
setflt er den f,kiiiioniach«n*' TnO, dt« Flrk^mitnuithMorüi dvr 
ejukurenohon Pbilc«ophi>o, aonoinAncl^r und beginnt End« 80p- 
tflcnb^r ]fU2 mil> drr D^Hngung dur Phj'nV.* Im Novnin1>ar 
1642 b*t in- t)ri d«r Atoml^ik angelangt ; bier fftbrt er als andrv 
VttftT0t4U von Atomeu aufn^r dtMu fabeJLaft^ti Moflciitnian Lbckipp. 
Dbmokrit, McTKfMiCArpi, dec Pythagor^er Ekfu Arcrfv«. EMPKi>c«Kt.n( 
(wegen der Oqaioftata tXt»x»^fra). HitK«xi.lT(>H {^^^ypirta ^In'pffia), 
aelbM Platvik, XitJcnKiuTm, dann Asklkvuijkh, diw^um ^^xm mit 
poul^rirfof CibAT««txt waHaii« HkrjUCLIDK», OiMioKuit. AarmaiaEBff, 

Im OJctol>er 1640 hatte ttr fl«ma Vemttcbe über da* Fallen 
di-i- Körper auf einem in Fabrt begrirT^inen Schifft an gecit^iUt,* 
Im folgeuden Jahre apine Kritik Dkm^axik:«' Du*h dem ihm vor- 
liegenden Mannnkripi verfal^t,^ und da« Lebten diw Pkikjviric» 
drnckfin !u(h»u. Au« ditiim'JWi bi^idi^n Jnbron «lutumun di» nvtr 
Brii^i^ Vft fipfiarmtfr Maf^nii'4iiine Soiix humitiv t^ MfUimis, in dcrm 
rii-rtam Jaiutar lö4l) ai> Capki-hndh «r dia Frag** von der Sub- 
jwItTittti der Sin neaquali täten behandelt.^ 

Erst mit dem Jahre l^Al^ naohdem G^ffiE^rDi (1ß4C) ala 
königlicher Professor der Katb^matlk naeh Paiia gekommen 
und oinrn grofjiiin, ?!nm TVil glftnxenden Kr«is Ton ZnhV^mrn 
um <U'k g<f)tamnir<h hatte, beginnt di« VeW^lfnrtli.'hung «rnntfir 
Sobrifu-n ßber T->ikdr. Da« rrwUi aoinifr Wf-rk4f i^ulhilt n<»üh 
nichts voi) d«n Lohnen dMa«lban» aoi>d«rn aoUt« sun&ehat den 
HaiiD »elbst rechtfertigen and vt>rbereiteiid v/irken-* Die voll- 
xtAndigff und aua^hriiche Darlegnng des epikureischen Sy^tj^mfl 
firwOii-ini «rxt 1649, und «war in der Kotm einre KoramentÄm 
sum 10. ßtMTht« dvt« DKxiKNRa LAXKTiirs,* Fj* giebt in dpmxwMH^ 
d«« V4*rbeiiinvrU*n Toxt ni'b«t ein^r Ubei»»tÄug dott btitri^fTniidMi 
AberEPiKia haudvLiidt-ii Wurke-i di^ LAUtfitfr^ und ««hl ieJ^t daran 

* Op vi |> m. - * 4V Tf p. iMb, - ' 0^ VI p. Ul. 

• f)p. in p «R - ' i>p, VI p, 50. 96 - ' Vp in i' 4» ft 

mor^b^ fijQbUfqM ffptoirx Au/ 4eftt TucL Griuvu £lU^c* Bx CUdoL CL 
Vtri tCaaot, linBAin. LB^dttn^ upitd Ocm^tLw^n ßAaaraft. T.rpogr, H^, latSl 
Fol. I7«3 9»tie& üa4 «vTiffaKklM« loirft Dvr UlmJl iil ijAter mvI «oriliob 
in du %nA^na ^JUbM^AaCwi vflt«Tl>«U«l. S Ed. U^. Kllft. 



fMusm' 



ini|pHO. 



rGvbtt AntnHMirfrstorus, m irolch^n or niclit nui die uitiko 
Atomistik ftuf» gotum^ttte n&eh ftllftn ihm sagflngHchon Qnf^Ilcn 
<l&t«t«Ul, »ondom di(^««]b« %xxch mib Hinaichi auf <üc^ Et^ilg^"- 
tiOMiAcbe l*b,v^ik verteidigt« stkgloicfa »ber Enxuii in üou dem 
obräüiahon Dogin» cntgvgcost^h enden Lehren auBdriicklich ea- 
rfickwcut. l>iü Widmung <tc« in dn:i Folio-Bfttideii mit fortlAu- 
faDdorPagiiiicrungWr4rh«Qdeii Werken »n FiuxciftOis DARA^rcrUS 
iit bereits TOm 3L August 1646 datiert. AIa Anhang bringt w 
ein ä^mtejpNa t^^tofiophiae EpicMri um dfts «pikumdcli6 Byirt«in 
m ilb«f«ichUicb«r imd coDcinner Weise darsost^Ueo, wob« am 
b>chla& der £«pit<l »uf di^j^xiigen St^sUtct deor J^itJUoic/rrrtfMno 
Yerwio«aQ i*'» in welchen ErtKun b<-lcHinpf^ wird. Diese Abwri- 
cbongcni bctrrd^L^u jodcch^ von Religion und Ethik nbgcvoboD, 
ID d«r Physik gnmds&ixiicb nur folgende Punkt«: I>i»Soh5pliQig 
und deu Uiit«rgftug dirr Welt^ re8|>. die £wigk<?it der Atom« 
tmd der Weit, deren Ursache Oott iat, die nnendtiche VielhMt 
der Wollen, die bÜndo Notwendigkeit tiftiiun et camu), dmi 
Gebnuich der TeiJe in don lobenden Weson und die Hfttorii* 
liiftt und au>niijtti3icho Koiurtitntion der Seele Im g&nson 
8cUier>t «ich GAv^KTfpr so eng ad die antike Atomutik «n, dab 
dio Anim<xdtKrsioM* d« die TollittKndige Erneuerung dcfvolbeoi 
ancuwhen aind. Da« djft^a^m^ cr«chif>n vp&ter anob separat.' 
Dm eigentlkh», aelbatiikdlge Ödstem OASaiTinid, denen fort- 
g o oa i o r Durch arbeituug er die übrige Zeit aeinee Ijoboiu 
widmet«, kam eret nach eeiuem ftcn V4. Oktober I&&& erfolgten 
Tode im Jahr« 1650 heran» ;' seilte Lehre abor war iwhon lange 
vorbor bdmmt and glcichecitig neben der carte«i«chen wirksam. 



2. Der Udre Raom. 

Ea war ein ««eentUcbee Umbräche idungexeiehen der 
At<imifitik CTAfitfiivDis von a]l«n biJtherigen Ernntierung^n von 
Korposknlorth^orien, dai£ «>r die ExitfUnz «tno« leorvn Raum«! 
vofAiivu^Ao. Dftber ut «« oin intereBaant«! Zusanunentrotf«n, 
d*pr glvitihs^itig mit dem Eindnngun dun ga«tiaakdtachitti Systam« 



i,} II lAfiAv H«g«v f^m. lA5!k u «. — O^wru Tom. III. 
' Sifmi^f/^M fkiUtuphiic^m^ nUtftlt«n in Üpcra (Hnma ia VI Tono« tbvia« 



lA weiter« KreiAD oudi dio Vcnticfao bi>kaiint wnrdüxi, dxath 

Wir iiabcc Ixfroiifi ärolior f^odcfaea, d&ta dio BewoM dM 
Aaibtotslbb geg«n did M6f;Ufihk4*it oinee locron KoamM von 
oinzeJneja solbac&odigeo Deok^ra ange^w^ifolt wnrdon. Dod- 
tuxh wohnte üuw ao viol iiui«ro &Ttd\ nobon dor äiiraore& 
Aoton^t bei, dofi» Mlb«t rin Galilei dch lucJtt «ni- 
•dUi^fjMD kooEito, toüi4? Thoorio dor UMi^h« Auf dw L^orvn 
Baum SU j|:rücd4Mi, tfo&dem soipe Zuducht lüber »ttr AnnAbm« 
aktuell im^udlif^k klf^inor int^ndiver Funkto nvJua, Do-^t^geu 
gehl die osporimentelle ÜftrsteUtuig d«e Vftooums tumüttolbor 
Mif Galilki sun^, obwohl «i« ibia aoibet nioht golatig. Dv 
Bdobochttmg, dafs Wojwor dnrcb Stogpump«!) nur bis m dnor 
boAtimmtao H$ho fcc^obcu wcidon könne, hatt« Gaulbi dtutvig 
darübor goouKjht, daf« dor Adnt>r (MOin bestimmt« Gröiuen haben 
Boll^ und «r vaniaoLt« daher, di« Gro&e di^see frvrr^ eje|i«n* 
laoQt^ll ^ be«timmui. Kino solche Beatimmung mu&t« fUr 
iho om so grft&ex« Bod^utong b&ben, a|j er di^KobAeion auf 
dio B^ieiat^nz d«6 Vaounms xunickfilhrt«. 

Dai's dio Loft Gewicht bo^oXH^ stand beroito fo»t and 
Gaulbi bc«tdtigto dio« «albst durob. Vonnch^; um nun dmi 
Videntaad giJgc« d^a Vaouiim bu moasen, vor»iKhto er ei&an 
Kolbon au« einem Hohlcytinilcr, in welchen or genau pabbo, 
durch AuhAngfin von Govrichten her6usauii«h4»i< Der Voiwiob 
leittet zwar nioht, was or eoll, ftihrto jwlooh aein^n Sobüler 
ToftEtCKLLi suf den GddankoB» den Kolben durch einen aiehar 
luftdicht anschliciscodoc (^linder von Queokaüboa* so eraotoon, 
indem er hierbei aclion vormuteto, dai< nicht cm AorroraMu^ 
sondern der Druck der Lut^ dae Queoksilbor in der B^hre hielt«. 
Dafs nämlich FlQsaigkeit^n in oben geocUeaaeoen GafUWoa ohna 
atu^utheJaen behairen kennen, «ar ja l&ngst bekannt; nur ob 
dies boi beliebig langen Bahren der Fall aein wttrdc, war di« 
Frage, velohe oret durch beeonders zu kouatmiarende Apparata 
m antaohecdi'n war. Daftf Qucok^ber in cinor oben geaehloa^eaon 
Bdhra durch den Lurtdmck featgohatten wird, und duT« dintor 
eine bcatünmte Greni^c haben rnüaftc« haLto bereit« PtecAAzna 
am 2. Juni 1631 an UcNicai geeobrieben. t3> II S. 9^ f.> 

Toasicujj gab die uUb^ro Kiurichtunt; de^ anaueMlendesi 
V«r«uchae an, und Vivmni fuhrtf" denaalben znertt aus. Djea 



immt 



IS««cba}i li>4^ KU Fk>n)n£. TOftUauxi hatt« dftbci zcuifcchst nur 
Auge, dvo Lii/t^rut:Jc su moMon. Dor Vcnuoh ttcJb«t wurden 

and 3Chr vereohio<lc& beurt^üi. Mseaskjcs, w«lcJier dea irüMti- 
»ohftiUjolion V^rkohr in J-'mnkr^ieli vormitt^lto, hacU den Var- 
ftuch duroL Üiücr erfohnD' und ans llom, wo sr IÖ46 war, «in 
g««ehhDboni» Ucnnoir« tnit^obracbt, dos er, nach Pi^h« surQ^sk- 
g«kohri« Chasot mitteilte. Sic brMhtcii dio V<rr5urJ;o nicht 
sut&ndo und wandten .klcK dahor an Psnr, wolcbor ihb^ die 
in Rotten ang^Ullten Exporimcnto an MfiB6BiiiH& b«ncbl«te 

Im ftUgemeuien war man d«r Ansicht dafb d» Szistois 
IM abtnlnten Vacuume nit dem l\>uiiiotLUaohaD V«rtitahe 
kcinn««cgo orwi««^ soi. AlenftBVKB sleUtc Tonchiodeno Kxp«- 
^^lont4^ An und uchtog noch mehr vor, um zu konatatiaron, ob 
dur Baum über dorn yuccbä^t>or wirULicb kor sei; er möobto 
klttut» Thiere darin cinncbhcfBon and FaJlvonnchc unaJuhron;' 
ich meiste er, die KOUr« würde vieltoiclit nicht durchsichtig sein, 
raon no gonx leer wäre, ao da£s vonnutlich einige feine und 
mtoilbaro PartifaoJn der LufV oder der aus ä«m i^ueoksUber anf- 
«iHgendou spiriiMS jenen. Kaum ertmien und den Zutritt des 

Pvnr cuHi Paboal orvcitcrtcn die Vcrvuobe und dobntou 
sia auf Wa-uier und li:>tvrein nn«, worüber A&arsN lLntx>v7 an 
tAiWBM>: adirieb. Am ontachcidcndatcn für die £rk]ärun|; de» 
»tt&teigGna aJs eine Petge de« Luftdrucks war jcdoob der auf 
Aarataa Dfi^Atm' und im Auürago Pa^cali« von desBeii 
Schw&ger PfthTEK am li*. September 1649 auf dem Puy da 

ffSfncomai^. T' Ul. i'aha J0*7): Ccrtum wl primo, vacuuin op« totd vitreJ 
prrt» in lt«}ia, ^v%m in Otllis öl««rr«tnni- idi^ritf jmti», at ilhittri OMtaMn 
Sv4iMiai.iiT4 Tu>KK2tuo, ituj tubiun obvtmiLürluni tnihj «aoo }t\i wtc^dit 
tb tuBj^ da:^ Strahki prrfjuli* admSruidiL D* cuju« ol«*mtfoEJ4t aod Mtlam 
|iiiiu »uuur«t illim iiai^uUrl* ftjitJvu» XicatR^ Aacimu:! lUcciuv BomAc» tA 
lotivf .ic»iffiiiUia U«CBwtnaii d^cm «lunium; cnjua «pistoln dccobftt . , aUs, 
Zvr On^^diic der Tcnvi^c 3t«r tluH V»cau]ti v|;L tiubcvQDdfre den Brief 
«vii Paic4L t« DK UiBCTKi v. 12- JoU iGQl iPitCit, Otuvta, A Im noyt' 
1TT9. IV p. 196 0.} uttd du: n 3. 04. Aoin. 3 dlicrt« AkdumiUüOV toa A»^. 

* J^on Obmv j^yv-molA. T, UJ. p, W, 197. 

< A ■. 0. ^ SÜT- 




i 



m 



i: VALteto Uxwi. HoviT« Oampoh. 



Döma angeateilca V«rsach. welcher d^n ikioflrig«r«ii SuDri dd» 
Barometers in de^n h^hBroii LurMrhirht^'n nnchwinq ' 

Im Jahr^ li^T demoßvmoTin dnr KHpii7:in<ir V^lj^kikk Mauhi 
fVALKKU>VL'i< Mjioyi:^] öffoQtlich vot dtna Ki\njg und Sar Röttigin 
von Polen diM Vaonnm und g*1i, vrönu ftticb oltne Erfolg, d«n 
V«rAfue1i mht stfin« «igene Ermüdung aus, woAbalb Pascak, im 
Oktober 1647 tu seiner ^taUd Vcoröffentlichnng scliriu. Uoeix 
erkl&rt« d«D Baum Hir nicht l<t«ir. \r9il d«« Quecksilber falle, 
weain man den oberen IVtl «rwftrmn, was P, VJlt.itKll{^ gaoE 
richtig daraus «rkUrti«, daf» vortontlich boj nnv^^mcbUgem 
K3Cp«rin)onÜ«ri0a «twa« Luft xnrUckbloilw,* Morf<v towobl wi« 
iiamonüich Oa^far .ScniyrT' uitd iindri> AmiotelikcfT w^mn 3i«hr 
vrgrimnit g^nu diu Folgi^ruugiu:, weicht» ei lüg« ^Snftfrid pküti- 
9cpkeufiri'^ auji dem ToRKicejuLtBclie» Vakuum sieben woUton, da 
di«ive1bec niclit nur auf AbauidiUiteD in der PhiloaopM«^, ioi>- 
d«n] auch auf C^^tahr^n für den Glauben fahrten, als da sind; 
locua sine looato, acictdenda sin« snbjecto, «orpue vocoemve 
motom ia vacoo et?. 

Oap^kxiji widm^Ui d^in nouen l^xporiiaentd etn«n betoii* 
deren Ese^v- Ln Heiram llaup'.w^rrk« aogt or, sein« Bem^r- 
kangen dbw daa Vaconin, iiubocoiidtra d«a ont^rmUcht« oder 
awitrauCtf, «eüm bareiu abgofafat und cum T«il d^m Dnick 
abargab^n gew««Mi, ala ar g«b«t«Q word«D «ci, ««iiw U«inang 
über da» neu« Experimont, mit Bilfe doa Quvckaübwa ata 
tQtuum <cßf^rraHtm herrtwtelJaDt absngeban, Er bab« deshalb 
«ina beeondare kldina Abhandlung darüber aainen Anmiuhm'gitma 
m X Hbnan Dkff, Laertii ^ngef^Lgt.* Noob ainam CbarbUok 
ulwr dl« ÖMcKiohte dea Vem^ha beepricht Gaukkuj foLg«nda 
Kragon; 

1. lat dar Huum oberbalb J«a Quackailbara ftir vollatäudig 
lear xu erachten? 2. Wia lat e« mdglioh, d^T« die K&lur. weloha 
aonM. TOT dem Learen einen Ab»oheu aria Ivaböu aabeint, läar 



* AroV J' i> ^rnmdr cipcnn« «k^ ^^fiiiA'Are J«> it^twM. P^u^t^ OfBW», 
IT p a40 0, 

« 4Mh^. G^i p. J30. 

* CV- L P- J^ DM^Iki U« «((«h drr l>Muu Mt •\nu ^aixwhAwmm« 
«wler nbffvdrwkL In d«r jltufibe iW iMiCtr«* ron IB4» lidttHlift «r ikb 
T. I ^ m-U4 



^ 



MO Vftouma, wio sacb imi&or «>i bosohftHon boi, zuJaaee? 8. lJur«:b 
wclcii« Krari wird Aas <jao<;knlbcr ztuaiDmongobaltftD und am 
gäuzJicliou Au«d(ilJi verhmdort, und zwar «o, (iuin 08 imiaoT 
citir be^^Ujnmte H6h<y boibebili? 4. Wohi^ stunnit der Antrieb, 
mit wdchviD d«jt Qqccknttber nmch Öffnung der H$hro in du 
OttfUc» bujüiKJEiturel't^ 

I& Beztkgi ftuf die ur^e FratifO vfUl G^asssvdj nicbl behaupten, 
dftik d«r Raum flbor d«m Quecksilber i^iuElioh l«er eei itonn 
tfo gebo mcL^ uur da« Liobt, wclcboe dicher etwas K&rperiicbee 
«ei, bindurcii, sou<lcrn aucb dio Korpaakelii dor Wärme und 
dot Kllto, sovri« dicjonig«o, woJob« dto mtgnctwoho Wirko&g 
Tcmaitlebt; aber allü dio«ö Körprrcbi^n »üid fo kloin, doläi sif, 
«rnno mau sio sich vcsTcint and Luicsnandn^ck^ rorotcUt, 
doch nur eäittti unm^klicU kleinen Haum einuehmen, w«<tfhalb 
jener Baum für le«r ani balUfO »eiu dürfte. Wenn ncm bier 
ein le«r«r Uauni Torluuidfiu iat, eo ba& man stell betroös der 
svcircn Präge gm Sacbe eo vor^u^eUeiif dals die lt«deneart 
Tom Atm'w «UCK« nur bjldlicb zu nehmen m. Die Nfttur vor* 
Kbeobeut dai Leere läicbt an aich^ iondorti nur intolg« der Um- 
stAude, insofem im allgemeiCLen die leicht«» Vor»obiebbedrkett 
dw Teile der Luft diu Auftreten cäuce Vacuuina verlunderi. 
Bi i«b aber nicht aU0g?»cb1o94en, daf!« nicht 4jbnrKalb der 
Atmonpbärc, iti wenigen Mr-ilon H^b« bis zu den btenrnn ein 
B*ttm exijLÜijrt, der bi« anf diu biiidurcb^ehtaiden LichtAtrahleü 
leer au nennen iet. 

Die Kf«n. durch welche das Qaeckailber in der H^hre 
gehsiten wird, bat ihre UrBachi? iu deca Widerstände der Lufi, 
wetobe lucht au «ich leicht ist, soudeni, wie {osi &teh^ Schwer« 
bontst, bontfae nun dieselbe auf einer inneren £raft ihrer 
TeSclieUt oder^ wir wahrTtchr-ialiirlu^ iait^ nnf der Anziehnng 
der Krdi% infolge derrn die ToÜcltm aiiuit^auder und luich nnteu 
ICedrückt werdeu. Diester I>ruck auf dan ziirück^bliebene 
Quifckhilbcr bt. es^ welcher daa QuockHÜlHjr in dvr BOlire au 
AJUBi1ua»e TerhiuderU Dafs aWr die flöhe der Sftiale immer 
3 FaJs und 3Vt Zoll betrage, kann seinen Orund eben nur in 
d«r Boachaffcnheit der widerstehenden Lafo haben, deren Kor- 
puskel» und leeren Kwtnchetiriunie in viiiuni Molchen Terhftli' 
nijwe V4;rt<?tlt mud, dafe sie nur bi« xu dintcr bestimmten Orei»:« 
WicWrHtand leorlen können, einrm vLirkeren Dmok aber nach- 




136 



||^b«n mÜHon. Daf« niolat ui dor Nutur dov QniKikifilboTK, scondoni 
in dotD LuilwidftTvtaDdo dio Unaohd dtr konsunUn Hölia Uc^^ 
folge auch darati», daf« die St^glidben des WasBörs und dva 
Queokölben aioh genau umgekehn wia ihr» B(>eziäscli»n Gevichte 
verhallen, voraoa sich ^gibu dafa nur diu f^nx bdvtiiiuiitM Ge- 
wicht. gtdLchj;iltig welchen StoffM^ voa d^ Lufl gietngea w«rd»n 
küuno. Di^ Tiert« Frage «rkdigt sich von salbet atu der Bor- 
Bt«iIlQtig d«» Glciehgewicbt«« imeli Aut'bobmjg d«« atnaeitigen 
Luftw idvnt andoa. 

Wahrend K&hahstnb 2u«nt g«B«igt war, den Vamoh aaa 
der AtiKiehvuig d^r Teilchen des Queoksübere, die jedoeh mar 
eia b«gre&siea Gewicht za tiegeo vermCg«, tu erklären^' und 
auch Pascal fluiltnglicb itoch dem Wror rami ftohüifi, aehon wir 
Qabbkkdi in Cbereinntiiamting mit ÜESCARTEä und ToRaiCKU.1 
die wahre Uraach^j im VarhalCen dtir Ltü\ auffiadeu. j4>doch 
war Dbscabtss' vor EcuDtiüft dttd Toiuucsujacheu Vetvuch» 
abgegobeuo ErkJimng oÄne tiefer blickende, indem er aot'on 
daa Gewicht der Luflsdule bU au die Grenzen der Atmoephara 
ala Uraacbe dea Drackea natmtef während GA6$bxi>i an i^ineti 
BUS dOT BtoiniBtiecliea Konstitution dor Luft sich «rg^benden 
Wideretand denkt, alao mebrin der Elaatieitat al« im Drude 
der l-uft die Ureoehe der koostanteD QueckaüberlK^be aucht. 
Ent »eibdeiu die Versuche iLber die AbhJUigigketC des Baro- 
swceatandeH veu der Ueereehöhe vorlogen, mocUßiEivrte Gasboh 
eeine Erlüänmg mit Bücluiicht auf da« Gewicht der Luft. £r 
nimmt auch jetat noch an, dafii daj QueckÄlbei deahalb niehi 
ausfliefaeT weil ee die Luftkorpuskeln nicht weiter in die teeren 
ZwütcheniAume der Luft hineintreiben, al&o die Lut> nicht 
weiter komprimieren ki^nne, aber er raachi nunmetu- die Zu- 
eamraendr&ckbarkeit der Luft abhajigig von der H(>he *der 
Über ihr iaetendoc LufUaulc Er aUUb Stob vor, dar» iufolge 
dea von oben nach unten drOokeadeiiQewiohte der Lnflteilohen 
such die Poren der LuA immer enger werden, wie daaje auch 
der atomietiechen KrkUrung dct Dichtigkeit cntepriobt^ und 
daia daher, um die Lullteüchon icurOoksadjinf^en und eelbet 
wom Atksflub sni gelangen, f)ir dae Quecksilber eine um ao 
höhere Säule nfttig wi, je grober da* Gewicht der Jai^ hI. 



BfAu. phß^.'mttiK p. a*. 



V Du TouttetLUMh« Twocra und üi* AtomtüUV. Igfl 

AI» ntu^b h'itiT wtfict diu (4iiwtnht di«r I*nf^ mi in xvmc«r 

dic«b verUinderL ibruui Qrulo niiob ilun AiL-itlaC« 'h^s Qm*ck- 
«Ubers.' fJiiWEVDi» KrklAnii^^ is* Aomk üiebl rein by^lroütatWh, 
aoüdflrß Iwrulit &af der gi^fsäron od»r geringeveo ZuNamm«!!'- 
drflckthftrk^Jt dar Luft ; «i^ i«t korjiuaWular. 

Von ■<! ntirMir<]rdi*iitl]rlk''T Wirlitigk^ril dif> KlKnCkclning d«ft 
Ijiaß^dmckK ddrck d&x IWomptir fAr cüa Physik isc, «o wtlrde 
Enttti docb trrmi, wt^on mnn difr FTnr^^llDng diw Vn^-mimK d'-irrh 
ToRElcBLLl eilte diireh.«cklAgiHtdä Bi^tinuLung tlQr dif Eutwicko' 
long der AUmÜMiik, maofi^m mn Limta KAume TOfiii]«ft«lKtf bAi- 
legen woUu^ E» aceigie sic-li, d«Jk man durchaus nicht geewnngen 
iafc, im ToiiKiciBLUBch«n Baam ein a1»oluU^ Vacuimi acu:u«r' 
kflnnea, tind aach nach der ßrfinfJnng der Luftpumpe durch 
OoaRicm trat ain solcher Erfolg nicht ain. Die Wirhangeii, 
w«]<;}hi in dam fivnrniArtftit RAutD(?iii vor dich gingen, vieoen 
darauf liin, daüa hii-r ntich irgend witlcbn Sub«tatu(on vorhaatleD 
seien, aod im Ühngnn «tand j4^dflm tV«i, «ich 4>tD« bfHebig 
fmnB Materie in dMifti^llM^n an d«nkon. AlUrdiiigH wnrdif di«> 
HartUUung aino« Va<TUUinK ali «rin bundgrüifUeh«r Boweüi gogvn 
AamoTiELn» ausgespielt. Es konnUu aber docb jomt V«rtacb* 
(tr die C?at«endisLen, welche «in Vacunm annahmen, nur txi 
«irnw mehr oberäOchlicben und popiülkxen ExompliflasieruiLg aU 
zn mnAm rnftf^gebendiiQ Ikw^iso dienen. Oag^g^n war^D sie 
daditrcb theoretisch von Wichtigkeit, dafs sie die HersteUnng 
von Verdfl&nungen in hOchntf^tn Maft« anfsieigien : denn je 
j^fser die ünturtcbiMiLt in ilau DichtigkAiUtn dor Körper er- 
fahningfoUfkig wurden, am »o Nchwiong«r vrar ea, diasolb«! 
(Aue Zuhilfenahme tau leeren ZwL#elienriumeu seu nrkkren.' 

Die Annahme leerer Poreu aber var^ wie auch Gi«&a!mxe 
JtialWningen^ zeigen, nsabhangig von dem T<iKJ<tcin.j.isGhen 
Vannche aitv der antiken Physik Uberkoicimeu, nnd zwar var 
e« niiJit DudOKRiT oder Kiikuk, sondern dcrr Mf>chaD>kor Hkxon 
Tcnr Alexjikdiuss {S- l S. 214 f.\ irvokber di^t Vennittlerrolk 
apielu. Diiuer hatto dii« Cxitftcnx uine« racuHm coac^rfrattttM^ 
«isea LoereD VOd grörner^r Aiudohnung, ola gugeii die NaLur 
arUtrt, dagegen das recMUM ti*tmni^titm, die Kereireucen Poren 



< n^ ) p. 147. \8b. - ■ Vgl, u s. im, - ■ Or 1 p. iai> 




inrirv. 

■ngoDomniaa. Orrodc* di^v vrmr oe» wo« dio KorpoakalonbvonA 
bfvuotit« and WM ftucb Q:iiigcrmAß»ca mib AHi^roTKLiss xn vor- 
iiiitt«tit war, d& »ioli bri dor Trcimimg der K5rpcr mcmaatui 
(»uUt«- Lotkde, woim ftuch »ogleit-h aich wieder lullende leere 
Zwiachejurfionie Hlx die Vor^t^eliung Dicht gut venueideti UeDfeu. 
0&ber selieu wir den Anachluis ui lls&o.'f mebrt'acL auftreten, 
ium«niüch bei Fitixci.^ Bac^vn, «beano bei OA»t*i;M-i mid bei 
IdiftSSEiXB« Lotstcrer wa^t KwarselW keine ßatttcteidmig Qber 
die ihtt lebhafb bcttoluUligeade Frage der Vcrdicbttuig and Ver*- 
dflniiiitig Kti gebea, aber er sieht doch dio i^eitofn HsnoNä in 
BeLraobt. D^n^ dafs ee die Nattir der ChrGfae oder der Körj^cr 
aei, unier gr^fderer oder kleinerer Au^delinung xvt stekeu, et^ 
klirt er fSr keine genügende Angebe, dft wir eben die Art uod 
Weieo sucbcc, wie ein 00 grofsea Naturwunder mögbch »eL 
Die Por«ti ÜKao^ti würden ikinnirEdcUnuig geeignet «rflobeinea, 
weim niokt bei vUrkcu Verdünninagcn gar ata groJt« leere 
BiuiUc angonommcu wcrdrti murrten.* AucIj bUvbe Lmmnr 
iH>ck die KLaaiiüiti&t zu erklirren, ob nun dnrcb Auuahuie viuer 
fi^äufSTGU Materie ab die Luft, ob duTx:li iuii^ro B'^w^i^utig der 
Triltdiifu. Mkraekxb iaCnt lieber lUr St»:hti auf »'-b Iwrulien: 
^Vidnniit, ijui aibi saUHfairere voluni!** 

Beheü wir nun, wie Oasbc!<i>] die Tbeoriti der Materie auf 
Qnuid dtw lei^rnui Eaumea und der Aiouia anfbavt 



3. ChuaencUi Atomlftüc- 

.Out denkcAi iet nickte andree, als £0 Dinge v&kr and 
richtig (lu^itiise) oder wie sie in dck §indf so im Geiste i^^nimo} 
gegeDwärUg EU haben und an wiederholen (revolvere)."* DU 
ereto Bedingnng doe riohtigou Denkens eind klare und doutliobe 
Vorstellungen (imagioe«, ideae^ als Bilder der Dinge, die 
dieeen konform and. Jede Vorstellong aber, die im Danken 
<mente) ontkalt'^u ist, Ieit4*; ihroa Ursprung von den Sinnen 
her; sie geht cntwodcs' aelbei durch diu äinno in daui Denken 
i&ber, oder sir wird oua iolchoo, die durch die Sinne Qb«rg^ 
gangen »ind, gobüdel, wüeLalb wir aoch Vorstellungen von 

■ UiMSj», ßfinmäot. loa. p, ttt. - " A. •- 0. t^ l4», 



OftPiMWi ErIe«nntaAlüwon<. Wolteel«. 



iii 



€zi£tt«rr^ndj>n Dinj-^n hab^D kteii«m>^ Dio durch die 

«bv bt u, dor kojv dan dhnlichon Eitizolv€T)^t4iHtinf2;eiL 9io# 
• M g fl m « j n n maoht^ und diono Vf^rallKoiuoinoruag naoMr 
weiUr forUoUt.' Die Eins^lvomoUnng itt tun «o voUkommiinor, 
j« in»br Teü>^ des Dinf^ bia repTftsoDtiert, die ftllgemoino, j<t 
voILfUndi^er a&d reitifir aift ans dea einzelnen G«meiii«aino ent- 
bUt.* Da? Zr-ichon dor Wahrheit <*itio3 Urt/*ilB iet dio Ob«r- 
mutumoang mit dem SeicfHioD/ Von d&n «llgf^m?i!ii:n fvriind- 
iftts^Q, iroloh« Höh nrgrtb«nf in5gMi hier nur folgöodo hffrvor- 
goboben w«avlea: Keine Zahl ist fio erofa, daia nicht noch ein» 
p^bere vifEejc^boo werden k^xiutc* Weder Natur noch Konet 
kiOtuifln etvr&B aus nicht? machen, (rott and die Nibtnr wirken 
cicbts vergeblich. Ein vergebliohea Wirken tritt ein, wenn 
etwas Htireh ^röüonnx Aufwand geschieht, vwf mit geringerem 
«booao leicht gceohehen konnte. 

(i^AflSBKDl geht demnach toh einem degmatwchen 8«nmBr 
lifftnon h-w, Kh existiert ein Sein der Ihnge tclr dch, das wir 
ilnrch die Sinne in QbercijuÜniineDdor Weiae ao^unehicen nnd 
dorch das Denken ta wiederholen vermögen. Daher ist 
ftttAgedelinte Erfahrung pine Vorbediognng der Hrktuintnia, 

Die Wdt isft ein g«ordnotee Uanses, doMen erete ür«*oho 
G«U x$^- i}ott ist zugleich die einsige ank6rpcrJiche UrMche 
div Welt, and in«ofem er de als aUgegeDwftrüg leitet und 
regiert, könnte man ihn auch die Weltseeie nennen, bi einem 
aaJdreD Sinnr aber (terf man von einer ^^'eJtaeelc alB einem die 
Welt bdebenden» geistigen Principe (auTser Gott) Eiichi aprecheo. 
Will man noch eine besondere W^ltseele annehme«!, «o mufSi 
diooelbe jodenfalla eine körperliche Subetans «ein. In 
dieaer Hinncbt atoht nicht« d^r Bohauptani; eotgogen, dalÄt om 
m der We3t eine gcwiwt« Lchrn^w&rme gibt, die gleiehaam 
fftr ihre in aUen ihren Teilen verbreitete Seele gehalten werden 
knnnte; jedenfaÜä aber kann eöe nicht unkörpertich aein, da 
e« nur körperliche Wirknugen gibt.^ 

tiaiim und Zeit werden gewJ^hnbch für Acoidenticn der 




^ A. a. 0. ^ Sih. - < A. a. 0, p. 84, — * A. a. iV II. «6. 
*C§>.lf- 399a. VgL die Liäcralar au QMaaiai. U S. 186 Auu- I. 



i4S 



Qimmwmt Bamq a«id Ztit. Vt^aam. 



Sabstaiuc g«h«keii. Dm beiUettot Gassccbi, SMxxm vjxd Zm 
siod nicht A<»ddentienj vreder eiuer kOrpeiliclieD ttocfa Mii«r 
DnkArppriichen SabvtaiuE. »ber «ie vind auch Diclit Snbstanzan, 
»osdfrm vroder d«s ^in«« nocb das ftndr«: sie «ind n^beu Sitb- 
■lUmx nnd Accidone als besonder« ArUn d^ S^Ids anfenfkavoo. 
&\*i wflrcUn auch «xntiarpn, w«nn kaino K'^rpnr nxistäoctaD. 
Die* Zvit und dar nach dr«! Dinkomtionon Biisgfldfflinta B«aiD 
sind also urül^ Wa«eii; der Banm hat nur dk Kiguaachafl, 
andrm, oarulioh dia KOrper, durch «i«b hiiiiiuFüluuüaaian odar 
atü'minehmöD : msofeni ist er QTtAatitdt und Auadahi^uDg; fiber 
ftatne DimeiiBioncn aind uiikoq>erlicb. und insofeni m er laCer* 
vall odor onkörperUcbe Quaptit^t.' 

Ell gibt pönan laaran Kaum, tmd swar £anAob«t oitiatt 
leeren Eaiun Kur^^rhalb df»r W^lt, du* ««g^cannta VaatHw aepo- 
rEXfuw. X>io]t«r Baum Ut oiu ftinaigytr tmd cinwidlicltftr, kn 
wichen Gott TÜe Wdt gcai<-hafr<TD hat, und W4ilch«r auch ba* 
9t«hfra bl«ib«a würde, wann Gott dia W*lt vcwnichtaa wollt«. 
Aqh dieser £xiataiuc das Baiunea für aic^h ohn« Ki^rp«r folgt. 
«choQ, daj^ 0fl eln^n leeren Baum gibt: eti fo1f;t diaa ab«r auch 
rJarmna, daTs ohne dia ün«ndli«hk«it daa Uerea Räume« dia 
Allmaabt GpttCft in der T«ricr6rwrtm(s der Weh beeohiuikt 
wOre. Di4ffi^ Baom selb§t ist nnbewegUob und in ihm flnd«t 
die Bawogiitig dar K<)rpar statt. 

Ei tritt namJich da« Loera auch tnnorbalb dvr Welt auf, 
oad Kvar «owohl ab Vaevifm dijuttvhhotitm wi« aU Vooiwit ah- 
fsairvatum. 

Dae VQ€*ttim fiUsmiinatinn odr«' der untormiaohta leere 
Baum bealaht in sahUoaan, ant«rhalb der eiDiütcheu Wahr- 
t>abmiuig liei^eDden, auÜMTordanthch kleinen Zwi^hearanmeti, 
UHngan odar Poren in den Körpern.' Hbbob; hat danaalLtau 
durah das ßaispiol des Sandaa angesagt, aber er kann noch 
«iiuiflüliger mit den UohlrttnmaD xwüchnn den Köm«m einaa 
Woizenhaofcns verglichen werden. AhnUoh tnura man üch die 
fia»ig«n Körper konittitu^^H dcaikan, indem ihre Teilcbou aiüh 
aieht dur ganxen Ohoritnchc nach bcrohren dOrfteiL Der zmn- 
gendfite Bewoid för die htreu Zwiachenriume liegt in der B<>- 
wogung, die ohne dieaetb^D nicht mdglich wara. Dann wenn 



• (3p. I F, 1I& - • De> IHreeds Op^ 1 p. ITl-UI. 



rtuuvvm- KdCwcftdlglwfll b«nr 3Cwi«<lt«iirt4im4. 



143 



BHUi ««Ibol auutflimea wollte, da£< jettt^i' Kursier t-intoi antlrvui 
AOft aoiatiiii Uaiuu» erst veTiiriu^t^ ao w^n» iloeli imiutir uJrlit 
ica begT^ifi^« wiTj die Ik^^egung dWrhaupL aufaitf^im aolle, 
Dvr Ri&vrnnd, <Ufx tVw ilOHKigon Körper incfa in Wirbelart be- 
wogen UunWii], i»t nicht ttlirbbAltig. Wetin mmn sHgt, um 
«UMn E£irp«ri der jt, B. dunTb 'li<} Liiii fticli bnwigt, HictfvQ <Ii') 
LttIV luvuin, w> daf» diti vorn vurdr^igin Ijiift binutr Hnm 
Knryet aliAiJüM', »o vergUst in»ti, dafw iIkt Köq>er «icb iiicbi 
b«wege<a kuui, elie die Ltift vom verdi&tij^t biL, dafn aber, eb« 
fli« Bewogmtg ADf^gts anrb uocb kvin Bauih biuter doDi 
Eörper fl^r if-^n AbHurp fr^i i«t, 

Abrr «ocb ni:iii grt^r«'^ R/rib«* ein^olnnr physitc»)t0cher ThM- 
n^cliitn fnacbea die Aiinnbinr liwror BAumr in tio^ib «indring- 
Itcbnrar Wktiw nulvrenilig, riir all«u) dir ViTdlobiimg und Vat* 
ilüofiuiig iler Sör|*r. Die bi^kaiiiiien Krscheittiinf^iiit der Zu- 
«Mnmenclrückuitg uud Aii»lt^biiUiig dt-r Luft waren «bnn Por«u, 
Wflicbfl ein ZuHamnwnrUckeD und Atisein&ndertreien der Teilchen 
l^cfftotUiTi, nicbt Tn'lglirb, d» mHii »onst boi dor VerdicbUmg 
«iBo DorcbdringUDg d<*r Tf^Üvr »naohmAn, aUo dtm 8*1^ Auf- 
gtbnti müfiUrv didk j«fd<*r Kfirper jf^lcrn juiiTn^i von dem Hauhm 
>i— mblltffiti, ili-n itr nrftlllt^ 

NcHib tön andrer Venucb. linn «r uij^t'eltL babe, bavreiHe 
uicfat Dur diu Wren Iiilervttlle, MiiiJtfrn auub die iü^60Arti|{«i 
aod v«»L>bi«dene (fe^talt derselben. Cr babe bereits ^wulWt^ 
<1a/h Wasser f^teinsaJK nur in begrerEl«r Menf^e bm sitr SAttignng 
Biifnohmt^, und die Sat.'h«' daduioli nrkljVrU «l^tf» durcb da;« Salx 
ilifl PoTvn Kwim^vn dnn ^iiwcrLttiltdn^n bU]£gi*fT]1H wflTthm; 1>ai 
<n?]tMn<ir RrwJlgnng 1ib1h< nr aiinh gnfnifft, ob njrbt nnHrKr dvn 
kobbicbeii Htdil räumen, wi-ldiu den Partikt^In den 8alj^i<^ enU 
apivcbeii. «lau Wafim? aucib uocb and^ra g«Htidlel« Pore» habt% 
wo dafft mit Surin^K ge«iU£ig;tfla Wasser docb novh Teikben 
■adrer KCrp^r auraunebnieD imstande wl Zu »«iner Üb^ir- 
rasohong babf* der Varsiich dies bestfitigt; Wasser, das mebrom 
Tag« mit ätmnsHix imprAgninTt; wnr^ habo dann n<K?b Ataiui 
abmtso anfgfil'iA^, a)a «■ntbiidtn «m b*in Sake, 

WritjtT'n FUwi*iH<t lidtg.-ji in dftm T>iinJigiuign d«H LtcdiUfa 
ftorob diu K'Vrpar, in dom v«rflc;biedenen apexiSiuiben GAwicbt 
t\mr Stoffi* nnd in d^r Kiuvrirleung von WÄrine und Kalte. 

1^11 In/ittr ffntmim&Cftlttm sfu c^Mxtrnituw gibt e« zwar nicbt 




144 



OihlunM; D^ fwimiA vskr^ Fona. 



von K*tar, «bor «« Ic^nn künstUch crKcug:t wordon. Üb^^r tUom* 
Art dor Anhdntiing oinc« ^6CjKfrrm l»orfm H&ume« ütt barait« 
bctfonderji gohandolt werden. {Vgl U S. 137 ff.) 

Altf mmtericUe« IVi&xip od«r ftU «»utia Materie ist d&^jvmg« 
BU totr&chttMi. vaa aicb nif^lit wcribor in audro^ aufl&son t&iäc. 
Wenn man & B. rom Meoaobeu ib^x3ß:ohl<, so hommt maa durch 
Zerlegung zu b^qq titiedom, femor su Toilon donetbMi wie 
Kl^iL&ch, Kii(KL4>n n. e. w., «ndlicfa so den SiftGoi, aus dienen 
di<!«o bost€lLC&; abct mich <1>C4« nnd niobt« Einfnobtt«, «oudonk 
foLroo ftof dio Nahrung, durch dio sio fccrbiidot WArd«a, and dm- 
dnn^h su dea KIcisoDtoQ Erde. WtMer cto., ni&& kimn LndMieo 
ftuob di«M. wie die Cbcmilcer vrolJon. in dio Gntndb«8ta]idt«ih) 
mE, nurcvrüff, i^^At/r aufl6aen; «adücb aber kann aDgenominm 
v^rd«<n, dafa dioso FnozipieD ibrcrscita noch m Atomo aoflO«- 
tar Kind, nnd orst boi doD Atomen isi man bei dem letfftoa 
Eqtebni« der Zcrlr^gnng, demnach bo der prtma iwit^na an- 
ßelangl/ 

l^io eratu Mat^rri«^ int k<^rporlich und cxi^ücrt ia oinar bo- 
atüimion Fairu, «roduroh »io uatarlichi^r Körper Ü4. Wmw 
man sa^ die Haterio »ei der unbcetüumbef ii(Kh formloae 
K&rp^r. ao iai dtea nur ho su TetatoheD, daij aie wobl dioae 
oder JD&e Form babeu kaue, imxaer hat Bio abor doch irgend 
BÜeForm. Uio^e Form ist 00, woLcbe sie atun naoQrlichoa. 
phy^itfchon Ki^rper macht, indem mic dai^ Prioatp ood der 
tjrujid i^ dc«i Körper, dem täc rukoxuiut, xu unterfcheideD 
von alko andern Körpern und zum bcuUinmten HinsfJkörper 
cu machoiL' Insofern aber jedem Korper Qri>r«e u&d Atta* 
dekuiuig flukonuut, kaui der idatbematiker not aufdie^ Kij^ti- 
«chaff'en rotiektieren und dahor in der AbelrakUon den sm>- 
EncfrLSc'bi'u vtitn physiiieheii Körper nntorsohetd«»» Dafaor 
exi^tiefC fluch Punkte Linie ti. 9. vr. nur in der Abstraktion, 
v^reud der inateriello Kdrpcr uicraab audera oltf in i-ndlithor 
AuadehnuDg naeh drei Dimraffionea (partea extra partea) en- 
Miert. Da nun die Formen daa UntorscheideQde an den naiflr^ 
liehen Dingen eind und nur an der ikUt«Tie exiaiieren k^nnecL, 
00 (T^bt sich netwoudig, dafe u nur die Uaterio odor der 



tßp. i p !M)9t 
* A. L 0. p. 904U ^, 



tt i|at at ia)e lil 



■JtgenifElur K^rjm «nin Icitnn, welcher du alten Fonn«n dor 
W«Ii gfocftmimiim BubHtnit büdfit, Mhf.priA i^t aber Auob dinuQ 
iio(««tidi^. wbÜ *» ühnci dtiwvllft: ni^ihu gilb»', dts berUlu^ii 
und bcBüiirt werden, Wirkutig nb«n oder er)4äd*a könnt«; 
domi dmmit dies mügtich Ftei, fuuts jede« oatfirlich« Ding eins 
pswMR) Mieee (Molo«, Mognilndo igu&utitAdvej bmiuEon., Dwm 
1Ias0 »ben, welch« ßvirQlimng und Wirkung erttJ^gllobt, ist 
di*» Hftimc ; im Wrrdmi ui»d VörgiOnm w«ichF«1n di^ Formen^ 
lUtf äUtt^fie ahm Ulaibl dtm TT:i«Trx<tugl)ttrrt nnd Unnenrdrlwre, 
da« lTcive]4nder]|ehfl tod Aii/bug uj. DuW int dii* Gf^lW 
nit der Mateorie w» tou gleicher Dftiier» da& «i«! f^beufilbt nn- 
Tt«iUid«rlidi itii bei oIIcd Veräiidi^Lu^geti bleibt ite mit der 
U&li:npt Kagli^lch immi*T Irgendwo «.irkalten, vor, mit und nsch 
allen Foraieu, hu daJk dnr On>nd«mtK gilt: An* nicliis kann 
miohla geeohaifeii wenimi uttd ntdjiat k«tm in nirtblit v^rnaTidrU 
verdcD** Mar i^t ca unslatllian, daii Sat^ dälijn Ai;>x[i:li^h;]irii, 
dmi^ nncdi von (Tott nichtH aus dem nichts erschafi'eQ werden 
kfintnk< 

Es ivt Bon dif» Fntgo, in welcber WiM«e mui dire«e unTor^ 
änd«rlii'ba, ntalrf'nWlo Pnna:i|i nAhrrr xn b^tiiuttim kalM^^ um 
tlifi Unit uig^)t4A{k «fit dur Kör|i''rwtüt ilftraiM »lib-ilrn xu kOiitiRn. 
Harh eüif:r uiafaiif^reiübba Diirrbmtudiiru&g dar vermdiii^di^nim 
TkeuhtUi dbf M^Nt^na vuiu Alttarlum bin DiäcARTBa und Diobi 
ffotodioid^-h nch (iASSKNDi fttr cUe Atome. 

TJic Materie mafH obn« QuaUt4ten, unvcri&nJerlich und 
«infBcbi d, h> nicla weiter zerlegbar sctti, Nun zeigt aber dio 
Kaior Ukaladkrhlicli ninvt Z«Hi^1iark«t1 in iielir klKdiM^ Twla. 
Dil- anVorftnditrlicliK Matiirie miifnalHii ivlb^t huh nuch klBiiinreD 
Teütuk be^ttikeu, als d'ttt B'mna wabnurliiutiti kOtmöu, und diew 
kl«inäl«D Teile inftHttea] oaierlegbar eeiu, Atome. Denn wiren 
ne-selbai wieder zerlegbar, no würde inan ni<-ijiaU an fän Kndfr dtf 
Auni^amg i^laogeii^ Da nun ab«r div Kaiiiir da^t Etwa» uicht 
in nicbu anfanl^aoo vorniag, no mnf« r« notwendig eiwas uiüfai 
wkHat AttfxuK^indDM gv-ben, ans dimuip<ib Mnl«rie und ron bü- 
atimjuinr tirörso ikL, ai>d daa nud dii« Aiouie.^ 



' i- L 0. P, SUfc. W&* - ' A L 0. pl «Ma. 

* A ft, CX p- GS8. IK« Tvrvsldcdcftf« KuMa tVt di« AtcvQ« l p. SSBb, -* 
(Jfi<9» 1 p tOi> 

Uaate IL 10 




148 



ßAwvKM' Vftihonuttttdbt Ptnkt« nM Aiav. 



I^n Fmwniifluuß«u g«geii die lt6gEiclikv<it vou Alömeu 
w«rd«i] wiüerkgt. Wemi mui moint» 6k* Matm?» »i in* ün- 
«udlicL^r teÜW', 90 i«i di«5 alkrdingA im mathernfttücheti Sinne 
riiJilig; ißAii I^sad diu T<t:tring iu» ünendlicb«; fiirt^i!<»44£t 
denken. Aber la&theniatiHcliT! Te'diiug tuut phjnioclie Tretmutig 
Ut €tvD4 gADx Voi9ohiRd«iiAA, Dl« j^byaiAche Tr^imuug ka&u 
«war btA oi>t«r die Grtukxen dm amnlich Wahni«limbftr«a 
reicft«fit aber sie maTs notwendig ein Ende besitzen, tmd zv&r 
mflf««n die leUUrn Tcilo nocL ebensogut OröGi^, d. h. Ai»- 
deKnimg naob nUrai drrd Dlmi^njäon'm br^itaen, wie djfi xicht- 
bttrva Körper. Kim- wirklicbe AtinüHuiig hitt in« Unendlicb« 
wfinio «-itir uuendlicbo Zitit «rfortb^ni und »nfseffdeiD die £m- 
vjt&de ZxK08 imwiderleglicb machen» 

Die 80gdna&Qt«D matbemibti«oben Bew^i^e gegeoi di« Auh 
miMik b«i Skxtl's EürrHirc? und den Nca«ron, wonacb ko&< 
xwDtripcbo Krri»i* glrjch grof« snixt taÜMti>n n. a. w.,^ «md 
letobt zu widerirgciu, <!& si« neb nur waf die tiuitbäi:iflti»cbe 
Teilaiif^ bejut^heti, mit, der pliyHistcht^ti ab^r gv lachte ^it tUfiu 
hAben. In dur Gi-om«tn« kann man iumi«r belidliig viAv Te\l<a 
und Punkt«> annehmen, flc hCktat« sieh «ich CmuluhJ wohl 
davor, in »einur Gtf/ntftria irnlirmbilitimi eine begr^uxle Anxahl 
unteilbarer Punkte anznuehiüen, frondem er forderte nur, d^£* 
08 im Eontinnnm keinen Ponkt gcbo, dmr nicht zn. einer Linie 
vvrrlfciigort, keinu Linie, dii« mclit zn cinrr FlAcbc ftrwntsri- 
weodvn kJ5nn«. Dia Atome de« PLv.iiktfni ülirr sud k(^ine 
matbomatiscbeu Punkte, sie enthalte» vielnu^hr ab 
an&orai kleine K&qi^ im mAthctaattbichen Siuub noch beliebig 
Tisla Punkte. Oie phjuikaliitohe Tcilmig findet iinioäi- swucben 
den Atonwn sitAtt W«Qn oo eich dabei danun handle, einttn 
Körper in zwei genzu gleiche H&lfWa zu zert<>g«n, tto «m diA« 
nicht eine abstrakt« Teilung wie in der Mzthrmatik, rtoud^^m 
die beiden Hilf^eii werden immer uoch. äo norgßdiig aacb di« 
Uaihicmng auageführt werdeoi mag, und obwohl «i« fOr die 
8innc eine vellkotnmoDe i«l, vou den w&hreu matbernfttiarhen 
HäU^en um Uyriaden von Atomen »ich anterflcheideD, Auch 
daa feäuvto Umvot wird niemab «in einxelnea Atcmi Mudem 
Bteto einen groisru Haaren d*rwdb«n IrwÖen, den es obnv Zer- 
aohneidimg eiufv Atonu zorl rennen kzpn.* 



' Vit 1 S. US^ tX> f^ 409. - * 6^^, y. »33. 




Die Atome «nd ^u absolut VqUo, dor TJrstofT. oud (ill<* 
Tolanjc imd Twauunc wt mir duroh den kerwi ßatim idJSr- 
lieb. yfü£ ftti d^Q Kürpem j:«CT&nEx werden soll, dfts muia 
oehot) urapa'tliiglioh die getr^tuit^n T<ril« «fitb^tön. Die nn- 
tiTODbArdo ToUa b^UMn Ätomo, nicht wc^il n« Miiuma. ntid, 
0Ciid«ni Ro könnea <Io«rbalb ni^bt gourilt wordon, ««il ai<» aU 
nrvpnlnj^Licb^ Matfirif« dorn EÜKlrinK^n anstiAilnKli'^b täud und 
k«ineti le^j-cu Sauio melir eutli^teitT indem «e db«a ilu^ra 
Bi^icnff« DAob abtiolnt^ SolidiUlc booitseti.' Dsiier sind n« di'> 
ersten. nraprUnglicUoD, cinto^hon und ummaonuDongeeetzteu 
Eörpor, nnverttDd<Trlieh and unzm^törhUT, Mhd knnn «ie auch 
(naob CiciKO) c^MTw^otls &«mi«n; donn der Aiudohmnig und 
Oröfie nocli sind M E^rper* wennitleich di« IdemNton, di«* 

Die Atom« tmd der leetre RAnm and die einzij^D Prii^zi- 
pie& der Natur, und neben den enteren, aU dem absolut 
VoUon und dftm «bvolnt Looron, wt QborHiLUpt nicht« Drittes 

In Bi^^up; anf die Solidit&t siod alle Atome gleich, indem 
üo wUn ein und diesolbc Snbfuuu* bc«it2en; sie imierseliridi^ii 
noli dttjrof^ti voneinander duroh ikreGr&f«e 'niaj^itndo)^ ütre 
Gestalt ffi};^ire'i und Ihro Schwere tpondus). Dies Bind aoer 
sngleich di» <-iT;xi;;eii Eig^nachaften, die ihnen zukommen ; man 
kann sie rieUoicht im Zupammonhung mit ihrer Gee-,alt rauh 
odor glatt ntpi>n«n, ahor nicht c^tva warm oder kn)t> farbig 
«dar dftrgleichun : daraitig« Qualitäten hoaitXAn «» uiuht. 

Der Gr^fee nach sind ne sehr klein, eelbat dos gi^&le Atom 
iav noch uiuiehtbaTf aber aie rä&d, wie ^hon gesagt, keines- 
wegs punktnell« Anoh darf man sie nicht etwa mit Hau 
Sonnen^tauhohom vorw «Kauteln. Ijetxtere haben die Behrift^toILer 
nur als roheti Vergimob berutitct, wahrend ein Sonneustiuboben 
noch unzfkhlif-e Uyriaden von Atomea enthalten mag. Diese 
Subiilittt der Natur muTste 111 iVuheren Zeiten ganx nubegreif- 
liob «rvcheinen; seit der Ertodung <\tm Hngynkopt. wolchc« anit 
ganx nvUQ unsichtbare W»lt«n «richlDs«en hat. ki^&ncn wir 
rottccInKi, nnir olna Yoratellung daT«n am niaoh«n. Diea 
inten G^ssEjen an eini>r Reihe von Beiepielen. auch en dem 



II* 



I 




> Ja I ^ a?l^ - > ,U. ÜJ p. SU, 



148 



QtttanrM* QvliJl dtr Al«M- 



viel erwälmt«D Aoints, Aber jeict mit IWng ttiaf mikroakoikbcl 
Entd«(^iiiig«ct. f«nm^ mn (kr foiiicoi Zortoilaug von Paibttoff« 
verbreDnonfJcii Eörp«m a. &. cd-' Dftia dl« Atotue verschiodeu» 
Orölsr livwUcn, ia( luoht nur ^rahrttcbointicii» Miideni muJ^ 
«BgeDonaian werdcu, um die Erscbeinutigeii der K^rporveli 
m erklären. 

Da di« Atome AnMlehaang bc«it3C4Ei, inftcMn sie auob 
Vägnrt d. h. ein« brntinuat« OberMcbougnow und -gioiMlt 
habflu, und o* ut uitucohmen, d&Jji dieeelbe «in« tmftb«mhbar 
mAnni^altigo tsk Hohon da« 31ikro«ia>p sei«! uns üntor»obiede 
in der Oeatelt der K»)rper, velche d*a bJol«e Auge nicht tu 
efkeiuten YonM^;. in d«n Atomen mala die Zshl der vcncbe^ 
flenen Aitcix von (^eatdlcn ol# unonneiälicb an^eteben werden, 
tun die mwrmefjaUoh« Jlanuigfnlttgkeit der Körper za erU&r^n, tiud 
ven jeder Art wird ea wieditr uncni>e£aliob i'ieie Individuen 
gebcm. Hier wiMchl Oan^ckdi auHdrucktit^b von cien AJtop ab. 
aiit KPiKtift, Aber gcgoo PicNosaiTf erklärt er, da& es xwar ^n- 
falid>»rt unbe^tinunbarH ab«r k^ioeswega wirklich uncndliob 
viole Artun von A^mgoafalien glbe. I*]in€ begrcuKU« Anaahl 
rcdobt «udf die VemchicdenheKt der Köq^er dnrch ikro ver^cbi«* 
dene Oruppiftrattc xxi «rklJUm« ww» durch Ha* Beijciiifi dnr 
Buobataben iii ihrer Zuuuaiueitsetxiin^ «u Wortim <:Trtäutmx 
^rird. (^egeD KriKVa, vrekher lehrte» doX» ee von jeder tiestalt 
einfach imoDdlich vielo Atomo gebe, erklärt tiAMufiyDt, da& die 
A üaa h l fler Atoino nar unbcgn>LfUch groia ««i. Deiui oine on- 
«;ndUche Zahl der Atome wtkrdi' die Unendlichkeit dor WeJt 
bedingen.' 

VaSa bei der manm£tacben Ueetalt der Atome viele von 
ihnen uut Uäkohcn und Uorvonagnngcn verse^eD sind, d^rt' 
nieht an dem Eiavandn dM LACTAS^tnm fUhn^n, dala dieselben 
abbrechen könnu^n und dio Atoino «omit teilbar »etea; denn 
die abeolnUf Fesfiijckeit der Atome, woJche auf dem AncschJnlJ 
doa LL*«roti begrubt« iat selbaiYor«Undlich nuabhJinging vcn der 
GeeUlL' 

Die dritte EigenachaA der Atome ist ihr Qeirichc odor 
ifaie Sübwor«; dic«e aber besUbt in nioble andrem ala in der 



* An. 1 p, lad «^ I fflB^ JM. 



^1 ügiT'l- A^fcward drr ^lOfM Onacbr dtw fifTvagniif. 



149 



itllrliijlif«! und izmereu Fätiif;k«U cder Kralt, vermiige iemaa 
»m dnrob mdx eelbflt äioh bovrcgen kflun. In iler tiTHprttas- 
Üdkon. &Dg«:Bclia9Mio]i und aiiv«rb«rlMr^a Ncigmig sar Dev«- 
gmt^ d«n Antrieli und A'M**»g tdh uuieu bcr' Dim^ B*- 
wogvisj^ ist durcli Gott, aIh rr di« Atomtf «raduif — doas «ir 
•nd koiQMwec» Awijf, wie Epjkde memte — sugleioh den 
Alouum ml» eine iail«re Eigcnscli&tl iiiit^;«g«beii anid gtt«abafl^ 
ordern ErixcJi irrto« wenn et lehrit*, dsf» die Bdivoro d«r 
ktomo d*nu bo«Uud. dAÜs nit? in g«r»drr Linie DAcb oben odor 
nnlcn und auendlicb naob Bttom und Zvit »di bewrgten nod von 
dieifldr BeiregtmjE ftbg«wicken «eiBii. Di^ Scbw«re d&t Atome 
ist TtebDebr die ibnob von Uoti mitf£egebene Kraft, föcb 
tmabUmg sn bev«g«n und in «llim BäobtoogCD toAunmeQ- 

Dioie Bevref-nni: d«r Atome ist die eüuifc« und jülftjnige 
frracli«. Tou wekbcr alle i>kUnuigeu in d^r Pbjsik 4tiSEQ- 
Uabf^-D' in einem Mkcren Sinne iai sie beiUcii eiiue 
'•ftlnmd&ro Urvacbe. Donn die «ivte and einsig^ UrMcke aller 
Dinge Öberbftapt ist Gott. Weil in den* Welt Urdnnng erkenu<> 
Imt idt, mnf« w auch ein« ordacndc Vcmnnft gtfbcn: dieec 
«ob&pferi«cbe Ür**cb« der Welt int Oott; er ist cagleicb die 
loilAnd*' Uraftcbe der Wdt oiid lenkt mit beranderer Fiiraäobt 
4ia Ueu»:beQge60hk<lLt.' Innerhalb der »eknndAreu UrttacbMi 
«ber knnn dut innerste nnd erste Prinzip nur «in körperlicboe 
««in, und din aind, wie echoe geMgt. die b«wegteD Atomo. 
S0 btndclt Jticb debci nicht om die moiraUscLe oder nwU- 
phoruuibe Ursache, aoudem imnirr onr am die pkyeiftclte; •« 
£ngi rieb Dicht, wae die Bewc^img sei. durch welche im bikl- 
]icli«n 8inno der Apfel don Knaben anlockt, sondern \<tT ailom, 
waf die pbytwebo oder notttrbcho Kxaü im Knaben oeibtt «ei, 
dnrcb wdcbe «r nach dem ApfcJ hin gerichtet und getncb«D 
wird. Uieae BewcgungaorEfache findet die Physik in den 
Aioraen^* 

AII0 Bowognng ist nnr Ortaver&ndcraQg. l>ic Bcwaiaa 
Zkho ic«g«ii die ßew^ja^nng bedürfen koincr Wideriegim^ 
in man mit. BriKVn nicht pvuktneUe, noudvm pby«ikaLuoko 
Ltome «nnitamt. Eine Schwiengtceit eoheint Site der renobie- 



' O^ ^ «ik - ' (V 1 p, äM, '"(VI 



p. 2^ 



16Q Oabhkvih' £hiawotimititil*rB«««paff. KMMUt iM faTf«ni& 



denen Ge^ahwimlig^nit dir Bciwcigijngcii xu iriiistU'hnti, tls, 
wUhniri] tiin KJirpnr dan<k iln-4 iilj^ysikuÜHrli TTiEUritbaTr bi ^moin 

bare durcJiUufäEt mflaaa' Man k&iut Ab«r clieaar Scliwierigkeib 
vielleicLt iladarck «DlgeheiiT ddF» mau die Bcwegim^ als di»- 
kuntinuierlich aoffBJst und das Lniagmneio uU ^in« BmnusobuBg; 
Tun Ruh^t mr ßowi^^ing E-rklArt. Fflr diA 3iiiutt wflnlo ili» 
ßnwrgittig iimiii^rhiti kirnunuit*riicb »riu, Biogi küuu lud. cltfr 
Bnwrgitng nbi^DH>gtJt #tHi.UIn<biii, wi» Liubt iu Dtinkifl, Weüv 
in SiiKwartj Wurm tu Kult, durch uiizäbli^v<t, uuiuwHdieb« 
ZwUcbanstufeu ftberrgeben. äo Kebeu wir^ wenn €eiti Funken 
ini Kn<iäe gft&ohwtuigeu wird, eiiieu £usiuntneDlifiTigGrDd4<Q Kreis, 
obgleich dach iiuuirr mir 4!jn Punkt in jf^li^m Mumenti^ Inachbst* 
Aucfb diLN bfikiuiiitfl Proljlnui der liatu Aniflotrivi wird nudi 
dtt^mr Aijiiuhme /ti «rklnri-ii (je.HuctiL 

Wülauud der RuLh vcrM^Uwmdvi dit» truibeud« Krall der 
Atome nickU sonderu »ie lat nur geboHimt, W«mi die Bflwft- 
gUDg beginot, ao iM« di« blofs •cheiDbar, thaUlUTblich wird sie 
idsdum nur Ttcj. Dalivr kann iDansago4i,djU«derBnwogu&gs* 
tr!ob tinipolaji) luimer konstant in di^iL Dingv^Ei bo- 
hj«rr«r in dprunlbnii OrüTfin, wtn >ir von Anfnug ao 
gflwniii;ti tut-' Di« tiugebmiru On»obwimligk<ut iW Atoiutf 
wird tlurcb die wiedt^rholtBu Sulfiu» verbuigT^uiti, wllirand die 
C£rper im Leereu gleioii «chiieU falleiL Aber di» Beweiguug 
guht beim StofM nicht %'VTloreD. Das Abspringeo der Atomo 
voDoitutodi^ ust <bibn kdigüch dir* Folge der absolaton TJndtirob- 
driugliühkciil dnr Aixmuo. 

Auch in dnn Krir|ii?rn, wolchn mdieinbaT in Ru]:e ati»], be* 
finden aicli diu Atunio in uuaua^eaeUler inueier Bewegung. 
Die 3onn«nsl4abcheii ^ sowie die D&rapfe dm SalpHOfH, (jim^k- 
ölboSt Zi&u« bei der BubbniaLiou aind ßcUpivle, bei dvHB 
dajt Aiigo dio Qn«uni<^r!iGh4> Bowoguog kJcinrr Trilriitai wmbf^ 
nimmt, wäbrciüd diia ßi>wpguflg«n der Au»mt3 nuber den (jtciuxml 
4ler Sinuti blttiheu. G» wärv olictr diis TboLaacbt-, dafc Körficr 
c«gar b«üu Abbcktu£i eiiLsr ia&eren Ui^acbe sicli veriindvni und 
Terdarben kthman, nicbi corklftfliobi wenn nicht auch in dou 



* \j[i Ajuir. de itmmu p. «Ht. 3 



C^ I p. 301, ^. I p. Hl. 



OAMWur HUMltt^ der »«wcgiuis. QntvitallM. 



IM 



diüktMi^ti K«VTp<ni I«ei^ ZwJHobc&raunic und B«w^guneeii ii«r 
kl^inst^D Tcilcben vorkandfMi vrireu. 

D«r CDtCTSchied zwiAchen natflrlichor imd gowftltaamor 
Snw«igna^ r«duckrt sich bd Giitawi»! auf omcn atolchi^ »n-idcbco 
nngitftfin^r uutl dorch lliDdcniir^M^ verAndertcr Bewegung. Im 
OruudG üt aüo Bcv^goiig m&türlkliT und das Zoiohca doraalben 
at ihr« GleicbiDlCaigk«!!!, All«in di« ünuUadt b^wük«& «ino 
Bog]"' ' 'je« B«vegiuig, wclcho mi>n daher «mo gowAltauno 

AJlv OborLragong von ßcircgnng kaxm nur eÖDO dUÜaere 
'WWUf Aio XDuT« aJ^o «otiredor lUif Zut; odor »uf Stofe bo- 
ntlieQ. Nun i*t «s Ew«r in vltjUn F&Uon zfrockcnfilsigt diosou 
L lii^recKiöd u&d <U6 Besoichnuug n'^i^e" b<»i3nib«balt<iD, ftbtr 
UD Orande wird jedai «cbouib«rc Zug «uf <^raDn StoCa xiuitok* 
fHlirbftr mid; d«tui tllc Bcwogtiiifc «tftmmt TOn doa d.iooiO]l 
hcT, iu>d ewi^obcn den Atomen gibt v» kvüio amlre Mitteilung 
d«r Bewegung aU durch d«a Stofa.* 

Am aekwiongdten »t ee, den FtJJ dfir K6rpor g(^«n dt« 
Enle aof oinw eolchon Stofs dor Toilchvn xuriicksiLrübraiL 
In des Bntüa X^ mofn mpn»fO a fifWorv friVrt«£irf4> battd Gas^ek&i 
rcr^ochtf dio Boecblounigiukg dcii tnllc^ auH doia Stoise der 
xti orkläros, welche, vom fAÜcndct. K5rper jEarfiokapringond, 
iselbft» von hinten fttfi&t. v£hrecd Ihn gloichiseitig dio Erdo 
lorcb Venotttdujig aa^CAtofdeuer Ki^rp^rrclieu an sicjh zitrht 
Iwi&r ftwt* Teil der KrkiäriiDg war jedoch nicht aufracht za 
baltiMi, weil aisdonn dttt Stein attch noch obonhiu kcsohleuiiig:t 
werden müfMo; er hat dahor^diooKt Anseht in den Briefen l^ 
ton^, qua früviu itfadfMSta ^ccderanltif aurQokgenomm^n 
td sich atif dio Attraktion aJji oinKige Ursaohe der B^chlouni« 
bWMhiinkt' Ww aber ist die Attraktion sn «rkliren? 
8t«bt jodonfatb fe«4f emo innoro QniUiUt, wodurch der 
>rper ohne äu^re Vormittolong luuth der Erdu getnebon 
«erde^ kann dj« Gravitation nicht «ein ; u muT« jedanfiiUe etwa« 
der Erde bq dem Kurpcr hinjcclangvri, :xm ihn zur Biiw^ 
lg EU refaulosaen. Dietw Kommumkaltoti ist vennotlich 
»enao £u arklkren, vie die Atxziehnnß dee Magnet« aof das 
Eü»en, wie sio abor m ein^elcen su deokoD «ei, bleibt unbo- 



* 0^ [ p. aOAk - • Qp. I IV SCd, 30t 



162 



Queom: M«ehmiMte UkMdfl 4Ar OnrÜtliMi 




stinuni. DL-nkt tobxi n«h di« V^rmitu-Tnng ehircb lutki^nAfti^ 
Toüohcn and den ^ngezogeiiw Körper mit imijjprochoadon 
Öden vonelieik, »a uUUmd doch dio)«i Ti^ütihAii odor di« von 
ihsM; gobüdotcn Kelten mit dtm tuunuhondou Körper xuMouftWi- 
hw^n: dann ubor voi& tnAu nicbt, woher eiu Zag enbrt^^ittii 
ftoll, Sui ti«, dftjji di« aosgeäjutdtea Korpiuikelii gleichsam Stnhltti 
od«r ItuloD lÄldon, welohe, bei ihr^r Vereinigiing sich nmbi«- 
gaod, d«rti Körp«r gowismrcamXeoQ gog^a dio Kid« drlkckon, mn 
«s. daJjB di« f)Uienii«ti Hörpov' zirUchon dio Korpti«kidu «Intir 
ftin«! SnbeUinz ointiiach«), di« iliror Sphitnoit&t w^gon »bgloiton 
nnd Kich gegOD don An2ioh6iid«a Körper svirdoltweiid«». ähuUoh 
in« die- Korptttkeük die Bed^bung itwisohon dea Siur.^u crad 
d6D Sollen Objekian vermitteln mög&n ~ in jedem Fall« 
wird hei der Erde wie b^im Magnet «ngfroomir^u werd«a 
BiftHOH, dA& von ihneu KorpitskeLn gleichkam hLi ikTuiebende 
Orguia fttugeben.' 

Die mittler« der hier angedeuteten Hypocheven, welche 
GiesZND] m Dp motu impretto ei€. Daher Kusftlhri,* verdient ei&d 
etwte «ogehendere Darstellung, woal »in eionnwib* die Schwio- 
rtgki?aten beleuchtet, welche dvr korpiMlndurwu RrkUlnitig der 
Schwerkraft innowohneit. aadrermte dm aoAerordeatUcben 
SoharJuniv bcwoüt, den &A9«B9n>! anfVendete^ nm mit Hufe 
seiner Atomistik geradpgame Beof-hupgeo swtachen verwhbeda* 
ne» OebdeteD der PhyBÜt hümut^Uen. Er vermuter] folgende», 
Dti> anaiehendAn Körper dendem wie von «üi^m Mittelponkte 
Strahlen von KoTpnHkeln ane, welche wegen der kontinnierlichon 
Enüvion Siarrhett bwit£«u, Ähnlich wie Buten od«r gi*4|>aunM 
Seh«n; obgleich sie ana Partikeln beotebani dt^ sich nnr be- 
rühmn, an «tollen sie» doch wegm der Stetigkeit der AuHiendong 
nipd Li?hhaftigkiut dar Bew^igiing ntwM KontinuieHirh»« dax^ 
wie nun m hH dQnnun WaJMonrtjahlea bnnarict. Ähitliohaa 
wird be< den Li<fhb<i.rahlen der Fall «ein. Vie nnn dii* Lieht* 
stnIUen hvim Eindringen in ein nfines ICedinm dnrdi die Poren 
davMiben gebrochen «-«»rden^ 00 dafk dut der senkreoht auf- 
Mlnndii Strahl gpoivln hindi;rrhgpht, din QhrigvtQ Ihm aiigc»- 
bi'Ovheu wtmJrd, irc wird die» aoch bei dmi MagiiniMtTalilAa 



■ ^t. I, lA. dp Ul p 44». 



Pili: Gr«i 



169 



ioAmr d«ii TOD d«r Erdci anKgohoDdcm GnkvitftticnsAtrkhlmi 
«iBiTtttim. Dor dnrob dio Schwer^KO gokend« StmtJ wird tiloht 
^broeh^u, die «idern u^«n sioL ihm im, Di« M«gii«t«Urfthl«ia 
drUck«[i non viel heftiger als die lächUcrfthlcu deu Ki>rpBr ^i^ff^n 
diM<«o Hict«l8tr&1il auuuiUDeo, «io iw«l ß««pAitnta Saiten oder 
Subey odor in* Armo» donm mb<^«n »m Scb^itvl dw Jirechaogc* 
wnik^ li«goD. Eb«uo wird om« Kagd dacIi dar Wand g«- 
sog«n, wtffnn tnui von «inem Pimict aua durcli Kwoi r«rftclü«d«fi« 
ÖflkumgMi Seil« dvirob aie bind urrh fahrt niici die^^ alsdaim an- 
jqNumt. Dt« UtunOgUclkkeit d«r Krkl&rung hegt auf der HaDd, 
w«ih«]h vohJ tfijch ßAstiiriVDi npAr^trhin kein«n W«rt mehr auf 
dÜBBHlbti l«gt«, ab«ir «je inL imiuHHÜD intenunmnt aIm aini^r d«r 
uUrttkLou Tenuoh^ oeckftntwbft Erklärungen dnr Grftviution 
«mradeiücen. 

Di^ ß«*chleanignng d»r KArpfT erklflrf GAKFiCKM aus der 
■t^ten Ermiitiimtig dr»r AnP4U>fiict, w<>lchn lirb mir. Heu fniheren, 
di* tich orhaUon^ leinrnnif rvn ; nr MrUt aluo hi«ih«ii du B«- 
liVTü]ig«g<Mietc Toniuir, wie i^ di^ bi^reitst ]ti40 in dar Abhund- 
hing Ör «Mn/if m^h'(m»> guOiau.^ Spfttärhui w«rdfiu kierauH 
Gauudb Fallg«0otE& abgeleitet.* 

Zabtreiche Vermcbe bflb«D g^oeigt, djtf« verschiedene Be- 
w«gailg«t] sich amammeiiRflütfln nnd d«fM dip Tpüo nin«w bn- 
wflgt*in Körpern ^i« Bnwngnng dKH-irJlu-n bfdhuluütnn, Knlbut 
naiäidiiiD aio sieh von d«ni»«tbeti atgAl&it liabmi. So ftUlt divr 
«mkittcbt cmporgAiA'cirfeu«* Riirp«*r aiiL-b dttm sobn^Uaiea B«it6r 
winlar in die Haud sorflok. Wcnik ein Steiu fortgfv«>rf«i& wird, 
»o bat er kurze ^ett hindurch die Ben-pgting äpt llftnd mit- 
gfMitnrht, T:nd ilit^' l^wogriiig b^hfllt nr Imi, wniin diti HnnH 
snrückgMiogrii winL Rs l>odarr dalmr bi^i d<-in Wurfr drrKörprr 
knn«r «iigKntlic'lu*n Cbvrtraguiig odet Einprügung titwt Kral% 
W«tcbe nuumt^hr den Körper salbet weiter firesba. «oudem waa 



Li bai <JiaB«r Gvlt^^^anbuit dio ron Bmii>ctti Bn|t«rlciili<lr< Krklünttig (l«r 

4ir Anxichni^^ikrkfl 6rt Erd«, ^ in jt^«vi der »ufi^jDiknil^r TAlirflnd'ik ««trr 
ilriTL-ni Zdil«tlv dam faDefiden Konvr wxi^a ßvwiruaf«*niti>ri rtnprsfi tuid 
julrmb (Ja dia früluran laiffuuni liAhftrrttii, du> foTtvikhrotidfl ^uiialnna äoT 

• Ol. I I 30« f 




\öi 



(iiMificMr Ziiritek*(M%DK«B d^ ESrpor 



oiiLgeL&ilt wird, ut die Bewegung d^ b^wegmdoii Körp«n 
»«Ibst, dÜ! in dojn bow«^«Ei vfirluurrt; Hio B^vregojig dc4 lote* 
t4rrMi vrird nicbi &i5 Kraft «ingoprägt, tioiult^D nur anf^eregt 
(excttatiA).' Eft gibt überhaupt keine Erregung von Bewegung 
ml» durob amlre, bereiU bewegte Körper, ou ileTen Uewegtuig 
dfts neu Bewegt« eine ZeitUng teilgenommen hat. Auch bfum 
Stoiäe inaoheu der bewegte und der bewegende Körper einea 
Homent Uiug «^incn Ediper an»- Do« Zurückspringen eüm 
K&rpenL bat abdann aeine tJmaohe ebenfalls in dem Beibebalteoi 
der gciiiein«atneu Bewegung, nur kann dieeelbe des änieeren 
WiderstAndes wegen lucltt mehr in derselben Bicbiiuig vor 
noh geben. Das Zu/dckpralleu ein«« Körpers von einer i'e>st«n 
Wand ateUt iri^h OifiasNDi Ähnlich dem Gleiton an einor kon- 
kaven FlJU;he vor; die« ervcheint kontinuieTbcb, lal aber that- 
nicbUoh ein fortwähieodea Ahephugen von Punkt su Punkt, 
wobei die Seimen des Bogena dureblaufen werden. Auf diooe 
Weise wird die Uichtong der Bcwegimg geftndert^ indem jede 
diTT kleinen SchDen eine andre Biobtnng bat nnd im gansea 
ein Begtn dinx:klaufeR wird; die Bewegung aber hat dabei 
ihre Ürvacho lediglich in dem bewegten Körper, der nur auf 
die angv^geben« W«<i»e ^eine Richtung veränderL Man sieht 
dies deutlich, wenn man «ich den KOrper Evnächet an oiner 
Ebene binbewogt donktr, wobei doch oiTcnbai' seine Bewegung 
koncinmerUob bleibt, und dann die Ebene allmählich in eiito 
{konkav) gekrümmt« FIQche übcr^hon \A{^^ wobei durch wieder- 
holtes, sehr ilachee Abbringen e'tnv immer atörkt^rta Uichtnuga- 
ftndertmg eintreteo wird, je stftrker die Krümmung der Fl&elus 
anafilllt. UAivsM>r macht hier eine Anwendung des Prinsipe 
der KontiDuit&t, imlcm vr, um einen modernen AuMÜuck au 
gebrauchten, da« Umwimdcn bei der Hedcxion gewueormafKeD 
als das Durehlaufeu der Sehnen eine« Bogena von unendlich 
kleinem Krämmungamditu an:fleht.' 

Wenn Körper ins Wasser achrfig gesohleudert werden, so 
weiebou «le nach oben von der Bicbtong der Wnrtlinie in der 
Lull ab, MO heben ucb im Wasser, andere wie die LichLvtrahlwi, 
welche nach aut^c abw<-icben und im Waucr etcb Braikeiu 
GA£i«s?inr h&lb daher dji»e Erscheinung nkhb iDr analog mit 



' ita Möi mjif. Qp. III I», 4W. - • Op. l p. 



31^. 



1Ö6 

Aer Brf^liiing, ftoiidj^i viiUmohr mit d«ir Bt^DoxioD; di« in« 
Wuüer 4*iudjriDgeiid«n KOrp«r iv«rden auch T^fiokUorl, köntivn 
fticL aber nklit mehr bi« ftber di^ Obeillseh« erliöben, «ooderu er- 
baJt«ti nur mitxv Abwekliucg nncli oben>' 

Di" Orttviiatioi», i\. li. diö AtirnktJon <\*^r Erde nimint ver- 
cntilÜL'li mit iti^r l!luttVrtLtutg von d«tr Krdi« 4b. Dccu di<t ^tmbl(<o, 
welch» di« von ftU&u Punkten d«r Erde aiisetrOmetidLi: KOTper- 
cheu bildon, mfliu^n ädcb iiuiwr mehruach obeu bin verdfinnon 
und daher den Kall der Körper in fernen ^|;ionen tr^g& 
m»chA'ti, dn in di? CSegeud d^a Mondes nur wenii^, bb tq don 
Fix«t4-ni4Tu kaum omor g^lfwgi^n dürft«, lat aber dioso Annulima 
niiiJit ridiUg, iioiirleru wirkt di« Amiehiuig in j<*ii'fEi FAnieu 

'' vi^? bier Auf der EnJ<ibf.-Hlili;Iu?, >rc «rgeb^n sich Ati{)(»rKt j^of^e 

Octtcbwlndigkeiien für die von dort b«rftbCilleaideii Körper.' 

'iidemrg i*t ßur der Gröfa^ lind dem Grade naeb von 

tli o^H"g VPF^chiedpn- Aller Wecbsei in den t'ißi»n5cbttft"n 

■ dvr EOrpiT Mt ob^nfaUs auf die Bewegung der Atomo zorlick* 
xoTäbrea. Km troCen Dliulich xn don drei KigwnitcbAfti^n der 
AUJitifs: GrOffte, Qe«uh und t^vhwi^ro, noch zw^ri anrire in G^ 
3Ug auf ihr ZuvaniiueniMnn: Ordnung und Lttge. Wie di« 
Bnchaiaben dio E]em«Die dor Sobrift «ind und wie ans ihnen 
rrsi SiJbi^n, daon "Wöner, Sditxe, Baden nnd Bflcher besudufji, 
fio sind dtn Atome die Elemente der Dmge< und «ie Vf^rknttpLrn 
idcb zttnntL zw den feinsten und kl4»Lnsc«n Konkrotioncin (ccn* 
eretiuncnlao) odirr lkff>]<<k«]n (tDolecula«\ and nlAclnnn zu imtiiMr 
gröberen und grClM^rm K6q>eni, bü xu d«n atKirgnlfuten. und 
wie die verscbiwiene Geatält der Buchstaben ». B. J «nd-0 
ftr Anblick, Aussprache and KJang sich anders verhalten, wi 
-wi^lfin di«i Atome, je naohdem sie spit^, rund <k1i?t von «ndrrr 
O^üdt viitd, und j** tui<ihdom vi« Gvwicht, GobGr, Gvmi-h oder 
aiKlrd Öinnet«>rgHni* tn^ffen, v"r*cbw*d«n<» Btldt^ erzeugen, d, h, 
ro« versihivdi-nuii EigiTiist^baftöu umcheinen. Wie derselbe 
Buchstabe je n^oh seiner Sieliuii^ (Wr Qesicht und Gehür Ver- 
»chtiftnnn« U>detitet, ola jYnvdZ, / and i, 6nnd iJ^jinnd?, ho aiYi- 
liart »nch '*iii and dasselbe Atom in verschied put Lügr^W Sinn 
in wi^cUindvutrr Wtiiis«» «rnnti mt «, ß. pyrnmidi^nju^tig grvtxJtt^i 
101 ond «unnal mit dur SpitJ^^i^ einmal mit der Ba«t« unflriflt. 



* Q^ 1 r, 3lTb. — ' (jj». 1 p, 3i0». 




150 



G4MU»i: <^m11I 



Wir tndholi oino Orupp«! ebi^ndereelbea Ba<ili«Uboii, je Qaohci«in 
«ac in v-e«solii«di>n^ OrdnauR ftufti^too, g»Qs VvrftchMdooa« 
bedcvaut {2. 6. et, td; mos, 8tun;<Bom«if Amor; ümuH, miu&i»; 
Jauros, Urdulit t^tc-U 9o können dü*«tflbcD Atom« dnroh vtr-* 
8ch]od«iao lltnlngoningcin z«lillcMe 5iimeiH|UiliUt«n dArbi«t«Q.i 
DvXf nn* dorn blofiicQ Laftowoobs«! der Atome (^nz n^ue Qssli* 
Uten cuttftohen kdnneii, wird erwiesen dtirofa Bei^iele aus d«r 
dtemie. vo FärbQng«ii nnd W&rmv durch SÜHcbong von Flünig- 
keiceo erzeugt vordem, dia dieiw EigonMohaibui Tir mch uUAü 
bauen.' 

Wa« doo Sinnen jEUglüffUcK bt, Ueifat QuAlität, und 
nor Qoalititeu bOiuien von den Sinnea wahrgeDommen werden. 
Weim «a rrar eine einjuge Qualität in d^r WpU gfliba» %> B- die 
Färb«, «o likge kctin Gmnd vor, waram der Vorstand die Firbe 
TOB dem OofirbUin nnt«noheidttn solltu ; weil ab«r dawalb«, «raa 
d«m Aug^ farbig «riebet, aocb von der Hand «Ja bart und 
widerstrebend wabrgenonunea wird, bo taufe ee ein gemeioBamee 
Subjekt geben, an welcb^tn di» B]gen»chalten der Färb« nnd 
d«r Harte haften- Di««e« Sabjokt o<W di« Sab^taivi aolbut bleibt 
inde« tmmoT ir«r9cbl«^iert nnd llfNt aiob niebt nndifm df^kiMi 
und angaben ak dart:fa diu unnlioben Qualitäten. Da nun di^i 
Atönte dl« ganxa Materie oder kjhperliche Sab«tana sind, ao 
folgte daila, wenn wir noch irgend etwa» anderes an den 
Xdrpem aelbet wahmelimen, dies nicht SnbBtanz Lat, eonden 
irgand ein Modo» der Substanx, d. b. ejne gewisae VerknQpfti^gi 
ZnajuniniioftLguiig und Verbin^nng d<«T materiellen PrincipieiL.* 
DenuiuchkaundurKOrpcr nuf svciorloi Weiae batraohi^t vr«rdan, 
erstens, iDBofeni er KOrper i^t, und awaiteoa, inwfem er e<in 
an bt^schaffener KOrper ist; dieaee BeechaiTensein d» Kür< 
p»n, (Un Qtialittttf iat niobta andre« als die Art, wie Her K^biper 
aieb nMch »«iner Struktur verhalt-* 

GAa!^R?fDi vnrxucht nanntehr in ansfbhrlicbnter W«ise die 
vamohiedenen QualitAt^n tlor Krirpor aoe daa At4>m»ii Tti>rxuliHL«u 
und na, inuner iint«r BerllcV^iehtigang aller wiaaenaehaiUlGban 
Erfiftbnmg«!, «ine spezielle Atomidtiacbe Phyvik auiknbaneQ. 

Dt& geringere oder grAfWre Dichtigkeit (laritaa et deositaa) 



» fi»-l p 3371 



* Op.1 f. 8a?a. 



ttc- 



I 



<niM Körp<Trs liAcgi nur von dorn Vorliftlfatüa doa in i}Mii vcrhAD* 
rlcmvn VolJbn »um L'Tormi ab. Unter dorn Volmnec u*p&^it&») 
d*m KOrpmrbi hAt mnn dsbci den gv^aamton l{«nm zn veraUlitn, 
d^r TOB uinor OborilÄ<:h«^ tamvcklDiv^n wird ; ein Körper ist datui 
um AO weoißi^r diokU je m«hr Poren vt «nthAlU D«« o&lier« 
Aa^iAAnderTflckm d*r Atx>iite bewirkt dlt* VenlKlitaDiG:. 

I>i0 Uurchitichtigkcit der Körper bomht cbrafAlb daranf, 
dA£i die Poren dAnDlbcc den Korpn^koln des LiehboH freies 
Dorebftviff £«aUttAn. D««hftlb aind die dftziDonfii Körpor hn 
tfIe«m«tn«Q düKtbttcbtJfc&r altf dt*? dioht«reiL Wenn aooh 
cUditoi« ECrpar, vin Woasor and Glas, durcksicbtii; aütd, ho ist 
di4» «IM der rQgfthnlL£rig«n Attordnung dor Ctini^ imd Por«D 
JCTI oHcUmi, aowi« msa dfirch d>n P:&g(>T der Itand oder durch 
fDtfbrw« Siebe kiodurohs^«n bum, w«tui «i« to g«U;gt worden, 
cUJ« die Offbiuißfiii eberttmaader kommen. DftT« ». B, SaIi, 
in Wu0«r eeM«tf di^ee« uiclic uodurcbBtckti^ nackt. vJÜaroDd 
«D« BtfännMbaDg von wenig &de di««lhuCT l&lfltdantiif schliofscA, 
dkA die Kvkr kloinfin Korpuikeba de« Sals«0 «ich denen doe 
Wmicn» mnreib«n» okne di« ntgeJmiieige Ordnunf^.der GAngo 
va vtAruu, wÄkruid üio Erde «ich nur in dicken« KiVmcbeo 

Dü GrdfAe dor Körper blnfrt von der Uen^e der Atoma 
ftb, dto OeetaJt, welche nichta andree ist als die än&ere Ober- 
Öioho d&s Kdrper«, von der GrßfM nnd G««ta]t der Atome, 
nnd zwur b^din^ die Gr^^Die der Atome die Feinheit oder 
Grobheit innbuluo», hub«tQdo>, d.h. die gröbv« oder g^-tingere 
FÄfainkvit, den Kdrpur sn darchdrinf^eo, div G^^etalt der Atome 
cUf{<4reQ dio GUtt« oder Banhigkeit «kevor, s^perite^^' 

Die li^irlnmi^iähigk^t der Körper liefi:t einzig in der Be- 
wegnug ihrer Atome. Seihst die M>g«buint«n paseiven Tebig- 
bwtea, wie dor g^leiMote Widervund, sind im Ontnd<» «ktir und 
hotiun ^ ~ InrcH Bf^wirf^ttQg ziuti3>de. Anch di« *<!beinb«r 

ffohim.i ht stnd» wU «ohon geMgt, imierhoh bewegt, tmd 

Di4Ln kann dl« Rafa<» &le eine Art Spennunj^axc^tand auflaasen, 
in wAi<Th«ni lii« &e«efi;nngen sich auflgteiehen. 

Die FAhigketten der KOrper bmneheo jedoeh nicht der 
gfttwen Stibtftaiax der^ben onzngehörenf welohe betteboci btcibtn 



1 ^ 3S3. - ' 0^. 1 r 337. 



IM 



O^Mtmi: FiUgkviimilirEfirp«ir. 0*didilMi S<4itr«t* 



kann, wiinn aiinH cniua^lnf* FAUigkm(«^D lävh veiiiivn*n, Nond^m 
«*i hAn^^n von ilrn ^iriins ahj il. )^ von «lern freimt^n. firin^ljin 
qtitl wirksuu^iAivjj Ttali> üvr Prinzipien, vieluietr, M(> hinit mnht!« 
u»1tw ala di^fie Spinios sHIml. KAcche Fähigkeiten kommen 
nur von aof^en liazii« wie dl» wArRier<l>^ FAhigk'^ii '\**>i fliaens 
duTch i\%9 Feueir. ab«r äw «ineni riingc Hgienttlinlicben Fftliig- 
lc«it«n mnd mit ihm vniglfiick ontjrüuifi^n. Tn di^n orgAuiiu'hi^ti 
KörpM^ 5mrl lUn FAltigk^^tti^ii ItD Kriiiih imthalt'^ iiud nnU 
wickeln Kicli mit dv-m«di1»iui. T>w Wjederliolutig «iuer br-_siimuit«n 
Weist- dtir Dewe^tiiig, die üe^biiiig, InJirt zur Fv^riigkr^its wa» 
bfieondeTTB b^i den Sinnpcurgaafrn WrvortritT.. AJle Teile dea 
Orgaikiiontw «ind iii fort w Ah reu der Emeaening bi3gnfri*o. Die 
DHtnrlichr W&nan rnrKohrt stfts <?twB« »tu aIImi Toikm. vrlfa- 
nuid di« Ntthnirig Immcir nriin Pnrtikttla xtifökrt. Div Bii»gHui>* 
keit d«r T«ile du« Orgaun rnufH datier diirck fort^atec&ti* Ulmng 
immer «ieder bfirg«8t4-}jL werxleii. ^diut« w«lclie es un(aii|^toh 
wird, {^t^t es nicht wahrHcbemlichf dftTtf hionn auch der tTnmd 
dre Ver^omimH liegt, indem da» OehirD, oder wv sonti der 
VorTAb HD Bildern sei, vermöge deron wir un« mmiomt dorcli 
di« Bndhmng sqch verändert?"* 

fTAKMKXDf Imirat^lirei hII*" Körper itlti ochwirr LrirliLigknii 
ivl km:ip s^MbartJlmlijCTi Kig<*nKrhft1^T Kowli^m nur f-twa» RiiJniiva«, 
nllmlicb ju;«rii4^re Schwen;. Sin liernlit juif der g«ring«irHti 
Henge dm Vollen im Verhillnii wi dem vom Körper eing^ 
nommeneu Räume. tnfol^dee^Heo der Kürper von der Rrde weniger 
ango^ogen und durch die schwerereiii Küqfer in die Höhe ge^ 
dringt wird. Die Schwere i«t jc*doch eine doppelir, diu «flnfitrhi* 
nml diu }iic/«Lr*ttj^iif» fiiimpl^tx aT. ndjrvtilirt). I>in crstriw In** 
uXxi j«dT*r KiirpEir^ anrU dnr ndirndn; nuin fDhlt vi«* bt-im Auf* 
heban mit der Haud und hotttimmt nn durch die W&ge: dl» 
zweite kommt beim Falle der Körjier biii^u, wuchst durch ße- 
achJotuügnng tind renchwindet, sobald der Fat] uuflifht; die 
«raten» hKngt nnr von der Menge der Uaterift, dir iMztvre nttr 
▼on dar (^«Ncbviiidigknit: nh, indi^m alk* RJtrper glnich irohnidl 
fallen.* Dir- Gt-KLalt ilrr Kftrprr hat auf die G>^Hidiwmdigkeit 
dfia FaUens hullgUch iunurHrn EiuHnfH. aU aje bewLrkK daJä 
dft Körper die Luft ^ggMPme nha lt oder aanschliefst nnd dalier 



D> I p Müll ^ * n^. 1 p .MSt. b 



itkm, Vfi 



tu i^r ZiuR dvQ ECi>rp«r xchnoll^r odn 1aogfiatn«r sich b«w«g^ti 

Wie i)ie Tfii^e ct^r £rdp scliver «iud, uigof^m «ie, von ihr 
«Dtfißnitf ivi^der D«oh ibr hinstrwbou, ho tauik mui aueki di« 
T«^n(^ der Sotinef dee >Iond«fi und der UbrißtMi iHiii]inelitkJ>rp<'r 
fhr schwer halten, indetn sie, j^ier naoh dem Hinimelsk&rperT 
m wfilRbMn «r gehört, hmgezogen werden; 6ie Himmelektkrper 
TvrlLalt«Q nc\i jndfir wio ein gToHfior Ikfagn^t in Besnig nof ihre 
Teil«, von douen J6di>r naoh dorn Zentrum «einott tiigencit Htmmelif. 
karp«rSf aiobt nacli d«m Zeuirom der Erdi» graviiioTt.' 

Von 4leu e|>eitieUereD Eigenschaften d«r Körper bebandeli 
6AffNnr]>i ]n;er<t flie sogen, olem^^ntkren, Wärmen Eä1t(^ Fench- 
tjglnät. Trcckfohtit» wohw b«T'>its di# Verbindung mehrerer 
£igea»ckafU»t] dor Atomcf in Bt^trocht kömmt- Di« ui«toteli- 
»cbnt GUmente gelten ilim uatürücU nicht ab PrinxtpinCr bo- 
ftehe« vielmehr leltHt aojt Atomen, ab«r «io könc«n in Bcseng 
auf did Ziisamm^ndebning d^ Welt aU reUiivo Element« bo- 
tnclitef werden, mar dnd i]ire Eigen^Laften atomi^iscb au 
«riUmn. 

Oio WArin« ia^ xtmAohst al« sLnnliohe l^mpfindiuig bekannt, 
ab ttino Wirkung auf di^ Haut od^r mn andr«« borährondc« 
Organ/ Al>(*r cUm Ut nur aiu irpftiielUr ££r«kt, darvonointtm 
allgemoinor^n abhängt. Dias«! allg^moincrc ^oaen gilt aa 
mi «rlceniien. indem deraelbd Vorgang, w^lch&r auf un« alo 
G«flllil d«r Wfinne wirkt, auob Virkongon auf andre Körp^ 
hBTWorrati. 

Dia Wirkung d^ Wirme bembt auf dar haftig«<n Bove- 
gnng ««lir kloönor, nmdar Atom«;. BIftKCN und natürlich nicht 
anJbdrt wann, aondeom sie be^rirkiim da«, wa« wir Warme nennen, 
iDdatn Bit^ aua den Köipem her^oripriDg^u und unsere Haut 
tfBff«nif oder in andom Körpern Wirkungen ersceng^n. Ififlo- 
fetn ein K(Vrper Warmeatotoe oder richtiger warm maclinnda 
(caloriticA^) Atom« enuandat ist «r in WiTl:!i<!hkoit warm 
[ftfitu odar formaliter], incofon: ar dagegen die Wärmeaiome 
io «uluen Poren eiuge«ch]o«eD enthalt, hat er die F&higbeit, 
unter TJmftt&ndon wann sn werden. Da« Herrortreten der 



' Vtfi f^lffviid« Qp. 1 p. S4f!, S47. 



1Ü0 



QiMKmi Wlnw. Titrf wi t M g, KOt«. 



'Wiiiü«tUMB«t d^ h d&s rnkta^n? Crwftrm^ti, kum ^rvtciift g»- 
■olwliflii darcb dAs Kindnngifrci nbnlii^ber Atom«< ■ " -^n her, 

wvlch» di>ii mnen« WArmAAt^imi'n di^ Wfg iu. Pcirpii 

wrOffavti ; w «rklAri neb ^ Dbermgnng d«r V^nn» ifoa «o^ 

i)t0 Erbitnmg tlorch dui F«iier. Zw«il«iiB kuin «s lEeachnhctt 
durch Bewegu&g oJ^ Slol^; ^m «, d&A eine mn@rp Bewegung 
der Atome ünuiu, woM n&c^b windnrbolU>n Utnwtlxtingfin di« 
«jtd«r»artig9n Molnk^ln, von denen di« Wftrmi>fl«imn aiaitch]D«)fvii 
nad, «Ati^mt wordcm, uni 4vt« daTji dar ganzn Kfirptir «tc3) b<H^ 
W9gL Erpt'.4ifx« iat d^fr Fidl bei der Erv&rmung itifolga mn'Tvr 
Vorgtng«, win Fflulni« n. dg)., lecjU4ir«a n. «_ bei der B^^ibtm^. 
tJbrigetw gUubt ÖAssETuni, iWm Waioer dnr^ BeiboDg nicht 
enrimt Werden kOnne. Diejenigen KürpeTf we3clio »qk fettem 
oder tiUtem Stoff be^Teben, können die nind^n, kluinnti, leiobt- 
bewegliohen AVftrm<<iiionip am hiwtecn nDHrhliivrMm, wi^alb der» 
ertig» Körper di« uignntlk'boTi 'Wfliiin««nteciger sind. 

Dio Verdanntung «irkUrt neb danuur <k& die ViruA- 
ttome faniin HcininKcpnngeii »ugleirb feine Weseerieilcben mift 
flid) rvilWo ui;d jqo dun Diunpf oder Dua^L (vapor, forniui er- 
leQgen, -WAlcher nkhfe andre« ist al« v»mlannte« nnd nach 
«ben ser^tjwnteä Wm&BOF. Dii^ Aniidfibnttng und VrirrlCnnnng 
der KJ^rp6^ aoll ebea&lb anf dem Hr<rttuii|kHngnii dt^rWftnuA- 
atoiae bernhrSi indeni dieNxlbftn di» ÜiBftu eutg^gAmlebtftiilun 
Xfirper dnivb ihr Eindringr^n z0nito&«D. Hierb^^i nebeiiii jv^fliioh 
QuOKlil»! wimrititUc-li nur ah du Sieden umi Verdttm|>fi*u ge- 
dacht xn hflbeu, Äbnlieh weT^en fipedellere Crscheinnngen, 
iri« t- B. da« Lütohen den Knlhe«, erkllrt. 

Da diA Kftlte g«nsc eiitgngengt?«ri«i«i Wirhnngnn herror- 
bringt «i« dut Wlnse, nuni'itiUii:ib diu Köq>«r Miaammen yi ebt 
nnd vvrdicblet^ »ü nimmt Gabsekih ftlr sie aneh baicuiid«s 
Atome ffrigorificQi-i an, nnd tcbmbl ihnen nh:be Qeetalten xa, 
weicht? gemgnvt aind, lUa beobachceten BrschcÄnnBgeu zu er< 
MQgeiL Er meint, da& die KjJteatome pyramidiü, etwa tetra* 
edrbch geilaltet seöeti nnd gra&^r als die Wftrnii>a.Mmi«. 

Du aoboB nehrfaeh erwftbnte Problpm *%- 1 H. 471, IT S. Td^ 
weMhalb der Atem bei offenem Unnde die Hand erwilnnis bei giH 
«abloaiMiiAiE: iibWthln, wird «tirb ronnA^x^ii»! bnHonrlM* "Ermeii 
die ausgeltauchu Lut'C b»?:<tehA grCiktenteU« ftii't \\'tlrtr.H»iciiEi4 






^rAr«h^^J F|[i^iUr. t*f*«JirketE TndiliftitvU lA] 

lQU«n jedficili «Uüli t'iuif;:4> iKihwerbnvt eghchc KAIt^atome beiß«- 
lau^rht eui^n. Boi offoi^Qi» Mundo uttd breitem Aii«hMich ct- 
Boböpfeti sich die Vinnoatomo nicht ao leif^liL and die Hnnd 
9pUrt die W^tnoe, je näher sdo am Mundo i^t Bei fftrHcblonMv 
tMn Lippoti 'iir.d eDg«Dl Luftttrom sind dio WftnnoatoiDü blDnon 
korxofn ontWr^ und nur di« Klltoa;omo übrig ; die Hand äpürt 
dio KälUs moHDixiohr, jo wcit^:^ mo vom iinndi> oiittoni& iaU' 

Dl« FJutdiiat beruht darauf, da&di€ Atonw^, nun wt^lchetk 
dio flfia^f^ii KOrpor bcet«h«n, laote Zvisobcnräumo swi8oh<*n 
üeh «nthalUu nnd ao Ton«inandeT jt^t^^iuit sind, dal« jqo «ich 
gagfinBeiÜK lun die kleinen Oborfl^clien bew^^n kdnncn, an 
denen m« üich WrAhren. In ;>ir^berar Wdjse seif^ »ich da« 
bot denKtimem «tnc«Ootreidofa&tif&ti»: doch mufo man sich die 
Korpoftkcin d» Waaaor« tingJcidi ff>jni>r und Iciobtcr beweglich 
vcrAt4>nirii, MO diifit iioKShlif^ yoit ihnen orfordcrhcb Mi>d* tim nOT 
den kJi.-i:inU'n sichtbaren Tropfen aatt^uuiaohen. Daher cracheiDt 
nnch daa Wa»Mr ala Konünuuin. Per Dampf bveteht^ wie 
•chon ic^eai;:. aoB deoeolben Atomen wie die Flflaaifcki^itt uuu 
welcher er sich bildet. BeimSohmelxen worden die kletoenPanikub 
der MotaJJe, weklie noch eehr za^aminnigeeetct sind, durch 
d» Eindnu^u der Wänneatomc auigeJMt ea entstehen die 
kleinen Zwi»ch«u4Lame, welche die Flüesigkeit dos Gänsen be- 
dingen. Bei den feat^n Körpern hKngcn dio Au>mo ao fest 
«Mänandcr, dnD* f^ an den leerem ZwiftchoiiTftitmcn zur Bewe* 
gr^r- * f if tmd cic daher ihrer Trennung oinen bedeutenden 
\\ .1 i^rjtB'igciivcitst.^. Die Draache davon kann Ücgon 

ofsiena in der Geetnlt der Atomen die mit Häkchen versehen 
nud fbamnli uncinnlire), sveiteDs in der J^ini'flhning und B^ 
wegung itufe^rer Teilchen, velehc di^ KorptiskeJn preeeen, 
nuneDtliob mit entgegongeaetcten oboncn ilUdcheu <vne s. B. 
dio Kttlt^atome im WAseer f, dritten? in dem AusechtnJ« bowi*^* 
lieberer xmd mhc^ronder imndcr, glatter) Teilcfacn- 

FoDohtigkoit nnd Trocki'nbc-'it sind nur beaondere 

rn der Plüani^kcib und F«(ttif;krit. Erslere beniht anf dem 

der Teilchen einer FliL9tai;;kvi£ an festen Kfirpem tind dem 

Eändringen in died»>> Der itumor kann ein doppelter eein, nMorr 

atu «fwTM und ^rttrnis ^tu 4tteo$M.' 




i-AawM it, tt 



J 



162 



Oummt WcbUieiL £U>UdllL 



Di« W^icKheit und die vo& ihr dbhJlugifi^ Bigtsa-> 
si^uWn d«r Bi«gFiamkei^ DehnbArkmt etCn, cbenao die Uftrte 
osd ^tAirkfit. ferner SpaJtb&rkeit, ^er^clmeidbikrkoilr Brecb- 
bftrkeäfi Mc^ wer<l«D eboninUa auf dio gr^raere oder geringen 
Bevdglicbkcii der Korpuskeln zuiitckgcfQlkrt, suin Tt^tl in £ioin- 
lioh obertliiehlichar Wci«o. DJn l>»ctiiit«t, die neb z, ß. boi 
dor tVinon Verteilung dttt IJolde« seigt, e»eU1 «ehr kloino oud 
hAkcaueieke Atome vor«u^. Beim HUrten d«s Ei^im durch 
EintAuchen dcö erlütsten in Wasser ert'tLüen die Waaaerteilcb^n 
die Aonttt leeren Poren. Übrigens kann vmai, venn die Kälte- 
atont« ieu^aedriache aind, den WaMeratcman paaaeud oktac^nsche 
üeotalt fuaclireiben. 

Die KrUäiiing der KlaaticitAt, warum biegsame K^rpor 
nach Aufboren dea Drucks in ikro Anfangslage zurückspringoii, 
ij»1 nicbl obne Bcliwiorigketten. Sic geht, xurück auf die Do- 
trachtung, wciclie doxu föbrte, die HeHesüoa aLi im «tctigen 
Zimniniuenli&iiK i>^t der direkten Bewegung aut£ulafl6«n. Wenn 
mnn e^nen SUb auf* eine Unterlage Leg:^ und aul'daa freie Kud<» 
ainauSchlagfÜhrtfao dient die Unterlage al« Unterstütiungapunkl 
und daa andre Knde de« Stabes f&brt, wegen der Foatigkeib 
ileM Rlabea, iu die Uohe; bior ist es der äclilag selbst, welcber 
das eÖne Ende lemb- und dadorck das andre Gnde hinngf drückt. 
Begegnet nun dieses hiQaufgcdrtlckte Ende einccn nrcai^n 
Widoffvtatide, 90 wird oa duhiroh biD&bgedriloki urid da« enrto 
wicMltrr liinauf Die.i ftber i»L der Fall bei allen elantutobnii 
Kurpc<m» divt an dem t^inen Ende faeCgehalteit und gebügou 
werden. Es tbut nichts i;ar Sache, daJa der 8to& hjkI Gegen* 
BioCi nicht auf einmal erfolgt, aondem durch oin«n kontiauier- 
liehen Dmck. Denn diese aOmihlichc Biegung ist nickt« %U 
eine rlauomde Wiederholung foriw&hronder Stöba» wobai di«» 
Gavamtwirkuag er^tt. btiini letzten HtroHte, weim der Körper los- 
gelaxiu^D wild, frei wird.' 

Atieb die speetäschen 3inn4MH]uaht&tl^u, wie Geoobmack, 
Gerncb, Ton utid Lieht am:ht G.insEXm auf atoiatd(b<irhe Vor- 
gänge, diö jedoch zum Teil von den Organ«n seÜMt ahhftu^en, 
snrücksufUhreu.* Hier siebt er uch au noch grulüeireu WQU 

> cy 1 p. aas. 

* Über Guisnii« duQuoa tn dUvrr Fr«cr % N'«To«r. I^A SkmatA. 



G«utwii un<f Xtso dorck die besondere Qesult der A.tome ^i- 
reut.' Dfts pAse^nd^ V^rtLältni« swisohen dleeeit Atomen und 
der Stniktnr der OrgAae bMlingl du beim Sehmeoken und 
Kiftohcn nnlxrf^ti^ndo LiKt- oder UDlofl';^efühi- 

Dio Th<fOho da» Sohalluit biotbt aÜAmbch imbot^timmL* 
GAB8BXDI huldif^i diibei <^m<fr EmiAKioiu-ihypothotfo, tnd^m rr am- 
nimmt, diUii in boaUmmUtr Wvi^c Kwloltete T«ilchon vott dem 
oniiAltiAd C^nondeD Gepf^fcst^kikie »ehr BoHnelJ und in immrr 
gleicher Wöbe an das Uhr übertragen werden. Beim Sprechen 
trirtl der Ton, d, h. difl in bestimmter WeLee geetftlteton Kor- 
pnakelu. gecvi«^ermarA4fn naeh allea Seiten hin nnegORpritEpt, 
jedoch nicht die ganso Mome de« ansgdBtofäcD^n At^nia, äon* 
der nnr oin Teil, der BllcrfeinstOt welcher der O^^tftltnng 
Am l^ichUiflben fUitff ist. Xeohhall tmd Echo verdien riehtig 
vrklÄrl. deft^eiobenderTTmatand. dafe äaei Echo unv bei einer go- 
wiivftn Entfcmang des refiekticrendcm Körpers eustand« kcunmen 
kann. Anoh wcüs ÜAJaeBVi»!, dafa die Godch windigkeit de^ 
SehfiJJs, welche MiitfJtxxs za 230 Pariser Orgien beeUmcat 
habe, nicht Ton der Höhe und der Stärko dea Tonee abhikngi^ 
öt. Starke und schwache, tiefe und hoho Töne ptiansen sich 
mit gleicher Uenchwindigkoit fort. Dio Tonhf^he beruht aUo 
nicht aof der GnARbwindijs^kett, ^lendem auf der HAufigkoits in 
welcher die Auflm-'udungen toh dem tönenden KOrper herror- 
^hen. Hier wird darauf hingewiesen, dafs dioee Knchetnung 
TfOü dtn ötoikem richtig erklärt werde durch Vergleich mit 
^len Wa^onrelJon, wclcho sich gleich schneU fortptianzent eb 
sÜT dnreh daa Hincinworl'^n oineii kleinen odor grofeen titoijioa 
errogt worden. Trotx dicMc« Vcrrglckhes und der Eingeht, dals 
dc!r St^iaU durch eine Bewegung der LnfUoilchcn erzeugt wird, 
and cvp-at dorek eine Wiederbolung diHtitelboD Antrieb», von 
deeeen Jifttiättkeat die Tonhöhe »bhingig ist, koiomt Qabbesim 
dooh nicht auf di« Aimahme einer Wellenbewegung der Lnit. 
Obrigena achlioJei er at» den Tersnchcn MKiEücsJ^n», djüa die 
fichallgt<=ehwind(gkeit nnabhüngig von der Windrichtung aoi. 
Dn9 Licht kann nur nuter di*r Spesti» der Farbe sur 
Wahmahmung kommou. En beiteht in der Au8?H'udting sehr 



(^. I j. »ü E — * (V- l i» aeä ff- 



IJ 



i 



164 



Omianiii Du UAL 



feinca' Atome ftun d«ii knc^tit^iKt^n RWrp«im, wdehe mit ^leicHin', 
imgeheitnM* fti^schwitidigknit ninM;*!Fr iinAiif^^^^ folgenu' 
Kn^ solche Rj^ihc vim AT'omnn i>t *^ix\ I.icht»tmhtr nii<\ tust Ai^ 
a«lb«na Ntcb nmch und iuu*h jeortLnftuen nitbtven, ^«Igt dW Ab- 
niÜBiSA dos Liebt«« mit der Entfemimg. Di» ErkUrang Dv^ 
OAHTXfi' (Itirch ^xifün von <l«r Soima ans geabtan uud «ich fort- 
pflanzend«» Dnick wird ii1>g«lebnt, w»iJ msn nicbt begreü^a 
k^nue, U'iö, wenn du* Rnnur? b-'i c3nr blnfnnti Vr>rb«r«äton^ war 
Bewegung (wir>riii nAiutiiü; i1i?r Bnii-.k bnHt4»1)t) behftiTA und die 
Bewegung nidit Mtltnl erltitgt-^ wt« sna cIjidti die bmiKchbArteti 
K<lq>er xu drflckeii oder ihoen Bewegong zu oHeilen T^hrmag. 

Da^« duroL die Luft senlreute Licht i^t eigerjtlirUi tiichte 
ftltt dü^ feinste Feuer, wie sich ja auch bei der Saumilttng im 
Brennspiegel z*ngt- Dnnwngmi nrtid dirt Ltdit- imd die Feoor- 
kcrpnskeln iIcinilirTi, rjibirifk«) »Is irVntincb auraasben, abo 
ebeDfallfi aU 6p)iAnK<^h. Ihm aiifjimirdKtitlicb solinetle Bew». 
gang wird nur diiroh das fortwährenile NachclrAiig«in der fol* 
geaden, Tom li^icht^Midf^Q RArp»r auitgr«srdT<>ii Korpuek^hi 
iifiCerhali4<n, win man daraiui ^öbt, dafs divstAlbi» aufhört, no- 
b«ld man diu folgvndt-n Korpank«!!] abhHlt; dann tritt Dunkel- 
heit ein. Jedoch mOgoti «te mach eine gowi«««, ihnen eig«iw 
tdmlioho, nur W W4>item nicht ho grotie G^dchwindigkut 
bo^ilxeii, wie sich aus dem lAngeren Beharren dtt HVJUnw 
ergibt. 

Kiofat daa Licht neht man, ^oriHf^m deu buchtenden G^ 
gen^tandr von welcbcrm din Wirkung anseht. Ohne daa Ang« 
aind £war die Licht korpnikeln da, da* Lioht aber ist ueht 
voOatttndig; denn dasu gehört anob der ££r«kt, weUbar im 
Auge hervorgebracht wird. 

Die Reflexion üt in deraelben Weise m erklKroitp wie 
dafl Znrttrkspnttgeti ein^^ harten E&rpera von einer Wand. 
Trelfa^n j^Klorh die Lichtkorpniikeln schrAß: auf Poren — uttA 
daat «chrftg» AnT^riffTrin i«t dnbei oine n-£<seiit liehe Bedtngnnit — 
»0 findet Brechung ttaiu Gamsstpi vc«^noht die Brechnng 
in dichteren wie im donneren Medium naehamweMtB, inrlem er 
die Bahn eine« «inaolnen I^ehtkfigeleheiui vertotgt« h&lt «ich 
jedoch dabei in aehr aUgemeinen Erwägungen, Ancb eeiao 



't" I •> mi r 



rn»- 



10Ö 



Forbttuthccm dArft« für Tina w«niff Int«rMso haben: dk var- 
•cbitHUncn F*r1>eu ontatoKoa dnroh teilweis« V<urdaiikelu&s« 
wvicho iowolü durcii das ZwüchQntftteD «ineo Heditans aU 
<inreh vorscbiodend und wi^dorliolto Brwhunf erjtou^ vordem 
haiut. Sohwöme ist du FthLoQ do« Lichti^t». 

Dem EiMbeinungdTi, \reIoho durck dt« sog» ^aoJtfafot ooMritaf, 
MuamUkb die S;rii;ipathio tmd AttUp«tbie dor Ding« «rklArt sti 
VoHcn pdogcOi «tobt Uxä^BK&r in Bozug auf ibro Tbftt«*cbbcbkcii 
mit lüombcher Lciobtx^iubi^kcit g<Tf7onüber. Ihr« Erklmnuig 
jodocb wtU «r. wcim E^ic &ucb iH/cb nicht iimu«r gelingt, ]iTinaü(>kll 
l«digU<ih aul' mccbauitfotK) Cr soeben Eurtckgaftibri «i«Ma- 
«KeÄne Wirkung gevdüebt obue Urdachc; kein& Ursaohe vrirkt 
ohoe^ Bewegung: niebt« wirkt auf ein emfemt«« Ding, fllr 
weUbe« e« iiicbt gegeovSrtig iai, ontwodor fßr sieb salbet oder 
▼ennittelBt eines Organ«. <^eT dureb Verbindung oder Über- 
tragnng 1 trAnstniMtna) ; nichu bewogt atv^tt aadrcA als mitt<tLa 
Bflrtbnng dureb skb «elbst oder durcb ein Werkzeug, nnd 
swar ein körpcrtichetf.'^' 

Kaob dtir Auaeinandersetsnng der atomutiacben Pnnxtpien 
und den Anw«ndnngen deradbea aot' die VerftndemiLg der 
pbvukaliaoheu Kigeudcbal'ten der Körper können ntmmeUr die 
weitecbweifigeu Untersuchnngeu l>AA«Bif dis über daa £niabebea 
«ad Vorgeben der Körper in kerpuakuUrtbeoretiacber Hin- 
fticbt wenig Deoes bitteo. Knteteben und Vergebe der kCrper- 
licben Öub^tanx; gibt o« nicht: alloe Werden und Untergehen 
bertibt uaf dem Weckffdi welebotn die Lage und Ordnung der 
At^me unterliegt. Hierbei bann e« ^icb um eine blof^c Um- 
losenmg der Ato^ne h&ndeln (wie bei der Verdunstung d» 
~W«««en TL dgb), oder um ein Binnutrelen neuer Atome fwie 
beim Wacbsen der Lebeweeen), oder um ein Ausdcbmden [wie 
bei den WanueeracheiQimgen). 

Die Atome aind, wie »ebon geeagt, von Oott ei-sclaffen« 
vnd xwnr in aoleher ^enge und mit sotcber Kraft xtnd Anlage 
(-vm, Quergiaf indolea) »tob zu bewegeUf aU dies notwendig war, 
am die Welt tnr alle xnfcuuftögen Wirkungi^, wie %ip Qott 
vorberaab tind wollUr, aicbcr am otelltn. Die Scbüpfungsge* 
sobicbte wid<*nipncbt kriur.iweg» der Atomistik: umn kaun 



fV i< ^ aasb. 



166 



OiWKü»; Wclupftimi. Uttmm. 



sie würüicli irnnf^hmeu. ÄU«Tdmg9 lub m nticb mcLt« Wider- 
sprechoitdc^, d«& QoH lii« Atom« zQ«rvi «k ein Ct«)«, oiwr 
toit sotchca ur»pnhigliohea Ei^t^nctclu&iWi und B«w«gting«ii 
geach&fTcD IiäUr, tlafn lü« uuä bekuuit« Welt «IftrauM hrxvor- 
gdi»D jDQufst«. I>ieft bleibt jctdoch «lue bloJäo Aimahme, dl« 
Yemoiiil katm djuiib«r nicht« auaiuAGb«& tuid bat dmher küin 
]i«chi, von der OiTeulkaruDg &bzuw«ioben*' 

6a^i::cdi \si, «in Aiili&Qgor des co;] peroilimJacLea Wdt' 
syal^pis, :^r welches ihm d:o bc^Ua GrAiido 2U sprechea acbeU 
nee -, tkhfic ^x gesteht, dafd d^» tjrchoninrhn imsu&ohincn Kct, 
ttvil dA^ (:i)|ipemik&uLiicbe der hei]i|[6n SchrtA wi'Jt.-intreit«.' 
Ijhea- die Suh^tanft des lümmela and der Geatinso dürft« kaatft 
e&w«0 Sicherte anaiiumchec «edu. Am wahr»ch«;inIicIuU!U bt^ 
dais dio Sterne aicb im leeren Rftume bewegen. Die Bewe> 
gan^ derselben aber muiV rmf dem msprünglicbi-ii dorch Gott 
geeobiiTeQeD Antrieb «iob im EreiM bovregeoder Atcme beruliotu 
Man kann .*ücb die MügUohkvit die»or Bewegung nor naok 
Analirgio der Tierweele nud des OrgaiüiLmu« vorivtnUen, welobea 
tücMi? bewegt, d. b. mau ninfft eine innere Tezcor oder Form 
aht TTrAtti^he tW Sternbetri^nngea anDehinen. Eine Holobft 
kann bei Gabsescm auub nur au>uitatbch gedacht Vp-Hnleii und 
er ii|)nuht. daher im AüvchluTHif an Kbflbk von Fibern, deren 
Stniktüi die Erklärung der Kieisbeweguug auf nieckomscbera 
Wege enn5glickoD k>LI. Waa er jedoch darüber mgb» ist eo 
nnbesftiinmt gitlialloti. tlafüi «^ uU eine StOtx«* i\vt KorjitLsknlar" 
tbeorie jedcnfalb nicht Ix^riurkutr, vurdeu kAuti.^ 

Die ftufaerst uiufaiigrcfii-lien AuHflibrungeu (■AfiSfi^ou über 
die unter dem N&meu Meiotm ÄUfiammeugt'frtfsteii KntcUeiuon- 
geOi Ober die Jflide und diu Mliier&lieu. ^Xi^ PÜau^eu und Tiere 
bringen im gaasen nicht» n^uc« %nr Charakterisierntig aeinflC 
Korpmknlartbf.*orie hin^u und kdonen daher hier CiWrgacigaa 
werden. Di<^ BtibitDbiujg tixjt KrätnUi? fOhrt er ant' die Wb* 
kang einmt äUtiiivaiueutf xtLrück, wrlcljer ^eiclisun wie ttB 
(}3hru]igfanitt4d auf die uugeurtlnt-te Slanno wirkt und die glnieb- 
artigen Kurpuäkeln m4i inxliiel, dalÄ Hie nitTh loit ihren Flicken 
fett und regebuafbig miteinander legten/ Die Seelo Jt^r PAaszOb« 



* C^ U PL lOl. 



• rV< f p. 696a - ■ C^ I t> COe, U7. 



weloli» jedoob nor da« T&|f«t4btive Prmsip tat, «bcDso wie dio 

wait d^u fciDfltiiii xmd bewcglicbfltoD Aiomcn, w«Jclid in eigeu- 
ariigfir Di3|K>Attion dtm gftnawEt Körp<>r durchsetcfm imd am 
nAch«t<« den Fc^ioratomcn Jttirlirii, vio rio ja aach df^f l^rinsip 
dÄT LebciMwÄrmo bäJdcc»' AUej Lüboa^rc-gtingoi] boniKcn naf 
dem Kiftbon oder ätoften dieti«r Atcine. Wio freilich aiLt dicdcoi 
iD6oiiiuuachke]3 Bewe^ongen das Ejupändecde adlb«L berrorj^hen 
M>U, bleibt die i^rage, derü&flSBrrDi oAtAiüctL mtkx» gegeaaber- 
«t«bt, weuu er auch sn zeigen Teraucht, dai« in andem JTjUleu 
dem GaDEMi £ifi:eikschai'teii zakonmieci, inreiche die emseluen 
Ttüty Dicht bonUen. Km Eweitor Ausweg «cheint sich ihm durch 
die Annahme darzitbicftcn, dain ee toq Anfang an beeeolto oder 
weaugstcEt cla? Pnnxip der Bc^eeltin^ entliAltende Samcn-Uole* 
ktflD gegeben habe.' Dieae l^age jedoch gehört dem Materia- 
Hamiid an, nicht der Korpusktüartheotie, wo sie nur in der 
Fonn auftritt, wie überhau|ii zvnßch&a den Atcxncn ein Zu- 
«tminenbani;, ein Ganser möglich sei. Hier sind die GreuAea 
dar AtomJvUk erreicht und die Konaeqnena ist nicht vri^ter 
foTtouiilhreii. der Sprung in da« Gebiet de« Glanbena triU eiu. 
Die EmpSndang will Oisasrvni noch der macerieUen, aua Ato- 
men bestehenden Seole ztuchreiben, d«!< Denken jedoch nicht. 
Die Taiiona]p; Scnir brt immatcnolJ nud von Qott dem aingelncn 
MeOMTben anvVTchaiTen. Die*« rationale 8eo1e mtonchaidat 
Jon MeuMbnn, bi*i wiOcbem »u> mit der ^mutitiven, mautriellen 
cuvammcDtritL, vom TierCf und nie allein ist UDEtterblich^* 

A, B«nnoi]un|f der Atomiatik Oauendia. 

Das CUiiTiLktcnjfÜKclke der gasstendLtchen Atcmi.itik i^t dio 
im engidet] Annclilafa an die Ntnrnge Binfaclilieit der antiken 
Atomistik durch gofi^hrC«! Entgv^naetznng dea absolut Vollen 
■nd drw alHif>lut Tirwrnn. Ga bandelte siob um das Problem, 
wit) der i^VTcitutb«? Körpnr vom geontetriscben sich unt^rsclioido. 
Gaansui antwortet: durah »eine abftolnte Solidität Diese ab- 



- ^p. 11 ^ IIT 

* fV O ^ 299 E /»VI- «ect ITI, Ucnbram fei«omi. L VI o. S, 



\G6 



KMk Gj 



solute Sotiditdit od^r Undurchdringlidik^tt &«t ihtn dnjviiig« 
B^gnJGT, w^h«r dui Wm^h dor SuIuUiug utkunut^ht. Kr grüii<1«l 
gJ»o Hi0 R«al£ut dfi« S^Lfitiden auf die Subatan^itUUit iWKAllion, 
abor auf eine Subatuu, velobe memnlä audem aU riuitili<>li 
Qxisliett. Da nun die Körper tliaCsiloUicU tr^nut&r sind, iHr«u 
Itaum jedoch Tdnnöge ilirer absoluiou SolidilÄt beliaupt^u^ do 
mufä anfi^iiommda werden, dafa di^sd abeolute SolidiUt der 
lUaterie voD Tonih<rmn in^tividaalieiort 19«. Was is\ aber 
da« MiU^ die«^ IndividuatiKivruAgt (i- h. wodnrcL »cb^id^n «ich 
di««« abw>)nt flolid^u HaaoiindivIdnaD voiioiiiaDd«r, vodtiix^h Wf*r- 
don Nio vo&oinand^r gotrmiit, ao daT« aäo IMb^ll^mand4'^ bi*tttoh#D? 
QiSSSVDi antwortet mit DBUccatr: Durch doa Le^^r«. Der 
Imt« Baiua ist die BeditiK^mfc d^v DidividuaUai«rtmß der Raum- 
t«ile, indeia er die H^^Uohkeit von Ab^rMunuiß^ii von g»- 
flcbloaaeaen Oberflächen geslatiec, und 9t iet f^leicksteiÜR; die 
B*dingnBg der Veninderungen in der K<^rponr6Jt, iDdom er die 
Bewc^oog onniSgiicht. 

Ea irar diesMi: Rilok^lT auf diii antikn Atomistik, wenn 
er anch für di<* Geschichte dor Phil<wophio keuiou nntioii Cr«- 
danken enthUt, doch oine aohöpfori>icha Tbat in der 
Oeaohichto der Ph^Kik. Denn noeh hatte diu Kon>u«' 
kuJatthcono, we!oho TOtn phyiokaliacheu Intcreaa« f^t^^^itv-t war» 
e« niohi guwa^ den leor«n Banin offen unter ihi<^ Byi>oth«aeii 
nnf2iin'.'biae&, »o »ehr auoh viele ihrer Vertreter die« im Hiillon 
gvwlhueht heben möjten, jft in ihren St^hriften als den ein* 
iaehsten A^OBvre^ andeuteten. Joixt er^t war eine str^ngo und 
konsequente BcgrflnJung der Kcrpn^kularthoorif' auf l'nndpien 
mOgheh. 

Ibiitfrhalb d^jj dogmatoüchen Bc^UimnA, Hit welchen aine 
branaoendente Welt auUcrhaJb dm menaehliohen BevufdtMiiia 
reaUkr exiatiert und anf irgend eine Weia« erai In das erkao- 
neade Sabjekt lüneintritt, ist in der That dii> Hypo^Usiemo« 
des Raunea zum Vacuuni als dem aUgemcinmi I3ehAltiui dvr 
amnüch wahrnehmbaren WeJt ein korrekter und nolwendijter 
Oedonke.^ Dala ilieeer unendiche Uaun al« ein ab*ohitürand 
ruhender aufgefalat wird, ist obenfuU^ aiiie uotwendij^e Vor- 
aueeetxung. hs Uindon dabei nichta an der weiteren Verven- 



* VfL Zan, A> if r. T RaaaaAOd S «, (>&. BaDiun $. £7, 6H. 



lOBH, 



I 



lichti B«£iehtuiS59y-<^«m k«iab Fotitöetsunffeii ftcmAGbt werden. 
Kill ^»olcboä wird ätiüschwoigoiid imm«r vorAtugoa&bctt mdoni 
der AsflcbKnmgeTBOjm welclior die Fixätcme mii usupcliU^bl, 
DAoh f-uier Ewor wid»onA(^baf)lich nicht dcfimertc^Qr ^^' allge- 
nk«ji getimdcii OlKToiuiiimii al» ein fitstes BoddobtmgMysbdD 
g^dAcht ^rd.' Auch boim t)borg»ng vom dognimti«cb«>u cnro 
kritUcben St^ndpoiiktn rerliert die gaa^endisch« VornuüactxttDg 
dvd VAGUiim^ aIh CniiidlAgo der Atomintik tiiclib ihre Goltiui^* 
AUeniiti([a ist <irr Ir-frir IIhui:! kria Clcg^ntctond MnuHüliär Kr» 
fftbniQfl;. ab«r er bleibt eüie der VorftaAMtxtingon denolbtti, 
um dio rtttunlicb« Axiordnung der diakontinuierlich geg^beiwa 
B«gr«iuuQgen der Kaq>er muglich sn luachec. Er etiUtebt 
einptri«cb ab «in? Abstraktioii rom erfLlUten Baume, welcfa« 
ttotwMulsg \Mt znr bogniTlichen DcBnitioii der vaLrgeiioinmoiwii 
BflWQgun^^n.* TriJr di^« ltAitm<?n, von dontn kotuo lkwi>giiXLg 
— Auub nicht vinv ununElUch klmue — niutgmiigL wird, iintor* 
lügen nicht d«Tr ludividu&linitsTui^g durcb dvii Sulxtoitzlwgriff 
ttnd DJoht der lUrälinit^ruD^ durch dtru VariabitiiaUb<?griir; sit:» 
aiud doH, wan ivir iui jtlivsikalisi-bi^ii Simi« 1 1^ n r tintweii. Ui« 
Annahnki* des k-«reii Bauma« und ilt?r iDdividuvlW ALojtie b^ 
dingen «ich ge^gens^itig. 

D<e Volle ist d&H abAolul Volley Solide Untrennbar» Da 
dio Kürpirr aHabniüg^niArsig niid thBt»4chlicb t«tlbar sind, so 
jp Qwc n alln t»Cg1iclteii Toile von Anfang an al« aktnelio T«>ilo 

iben aeiu. Dn ab<«r andrem^it^ dit« «olide K^rpcrhuhdAnz 
irt, HD kütturm di» iiidividi;nlbni «kiiii-llKn Tojli- dm^fTlbam 
nicht nneudlirh khdti tmut. Wtn inftüw^niatinrlin Tnilitiig di^ 
BamUM kami lu» üuemllicTbf forLgraKtvl ginj^i^ht wordioi. Die 
plij^öache Tr^üDoiig niufii ibi« <iröuat*u baben^ wäU rtonflt die 
«ahvtanaiBlle Wesenheit dea Seieodeo sieh in niohta vertltteh- 
lijfRii irärdtr, » bandelt sich gar nicht mehr darum, die lui* 
«iulUidiri Ti^barkeil d^r TCOrper als uumOglich nacliauweben, 



■ 




' DU Ot^chkfaU dU^ PrvbHu betumMi L. I^^at, Öath^ KnM. d. 
fuid-b wir ilod kdiw VfvwklftHoi^ b« «iiinvr Att%il«, iiülior in «litveibon 
' TgL Siavvfa, ÜMt. Icfi. H. 176, 17>. 




170 



Krilik (jt>«>;vmi: bcliUnv «lul 90liditlL Krt«. 



die Unteilbar b«ii, iii> Sinn« r]^ pbysificHen TTDtr«Tin1>u'* 
iceit, ist Ytelmelir' T1h#r)imipt iW MrrVmKl c1t*r Si;bst»ii2i. 
Die lUkPtiHHnliii Trilhxrkftit i1n< IfHtimpM ivt nichCi m^hr auf die 
Matwn ültortTAgbiLr ; «ÜPH^r l^inwant] dtut AxiciTonELiH gog^n 
cU(i AtomiittTk \*i vfin vorulmroiii nioht ariKtt^rWrirLm, r^r «choitart 
mn d«r mufloncirtigi-n FaxHung de* SubutAnssbogrif^v, Gassk^tdi 
eri^tEt dio «nbstansieUen Kormea dds AiUCTCTiEiiia dloreb dio 
materiellen SabEtanxindividUBii.^ T>aa g»n2e De&koa. 
deiner Z«it stebt noch iitit«r dera iCinÜiifd d^e Begrifi^ der 
, Formen*'. &1b der individuatiid^r^nd^n ond die WirkLchkeit er- 
zea^uden Erft^. Gämkvdi i^hit mit einer eleganten W^idniig 
die , Formen" unter B^ibohiltnng do^ Wort^ in «ine ganz 
ftndaw Position- Auch er «Ägt> riio Form wt «w, wnlch^ KOrpeir 
V0& K<Srper iintorveholdet und scum Einxelkörpor maobtr aber 
die Form isfbei ibm niolit m«hr dt» xweckbuttimmende Weeaa, 
«ondero 1Ü0 g^omotrucliu Figur. Die Abge^irenzlbeit, d. Ii. <Ud 
B^^tmuntheit der Oberilfiehe, wetobe zngteioh die Qrjtrse Sxii^rt, 
die I>i«kotiUnuit&t im Gegensatz zmn B&ume. beeeiobiiet das 
snbetaiUEielle Sein als ein» j^tihett» ala das Atom. Diese in 
der Bej3T«njEtbeii bedingte enbstansielle Einheit heifst im Oegen* 
99AZ siun Baum Solidität, Dadurch ist der Betriff des Atoms 
ilff dee BUbaiAaüeUea RanmindlWdutunä vollzogen. Die Frage ist 
nun: Jriwieweit bat. hiermit (iA^r^xDi di^ VoreteUung do« 
iCorpni'ke]«, veldio ane dem BodArfhi« der «iunlicbcn Ansuban* 
Uobkeit hervorging, rlnrcb rai^ionalo £lcpwnte amtxt ond b** 
grifflich boNtitnint? 

Alle bceondereu 8)nni*a<|uahUiU!n, wie farbig u. dgt, sind 
von Yomltereiu an^GEeMhloewn ; nach dio AnjsdrAoke roah, ßlatt 
o. f, w. Bind in Übertragenem Sinne zu Terstoben nnd besteiohnaa 
nur geometrische Eigensehaften. Aber kt nicht der Begriff der 
abeolnten Ufirte notdi aue der Sinnlicbkeit der Wideretand»- 
empfindtmg ber^lbergenomaen? Allerdinge ^d üab Ifart^, dM 
Tangibk, das Undarchdringliohe ane der Smnhchk^it onÜehnM 
Atisdrücke, um das KatuDbcb&nptendc zq bezeichnen' Der 
Untersclüod der Physik von der (^eometrio, der Dynamik von 



' «ins AMib%wd« 
A. <7. «r JL TT a 4U € 



in IL, jUOi. Cbrr &<mtndiß Ai^älit, ÄrA 



3 



der Fborouomlts üt pttychfilogiacli in dtsr ciapin»cb«Tti Widnr- 
«t*&dMcn]k&idiLtij; ff«|^1>ML Ab«rwt&GiiiLBt die pFtychologi^lio 
AndnuigdoupfiudTuift änrch di^n Bet^l'S doa Mom^uU nl>jekti- 
vicrttf, so «ncht GAüäEVM im WegrüT der »b»olat«i öoUdiUt iiacii 
«d&er ntioii«2oa Pixt«rting de» ans der äuuJichkdi f^nbiommoueQ 
Rlom^nto«, wolcho« uxui &I3 d*9 Taügiblo, als Widecutondo- 
«cnpfinditDg go^ben i«t. Es ftugt ^Gh mir, ob <lor gftwo&di- 
«hv Be-griff ÄnffTciobt, j<*iie Objektivierang xu voIbcieh«Dr itfrtu 
die Physik für das Körptrj^robit'ir- bedurfte. 

Mau würde den Bcfj^üT der SolUlitfit uuztirdcheud ^f«da«D, 
wonn jotkjx darimtcr dio Ide&li&ierimg emor ünuliclioti Ei£«D- 
schafl, d«r Hirt^, verstckoD woU(e. VVeun d«n AU>m«n die 
BigODSohiftft dor Absoluten Ufate bctgclcgi wird, so ist di«« tiar 
oiDe snnnbildholio B^dewois«, und Our« Bor^cbugung beruht 
Dicht dftranf, d«!« muc h$chift« BWigerung der sinnlicfa^ii Eigon* 
sch&ft der nürie dankbar i.tt, krfttl deTt^n <Iie Atonif tm»er- 
liTecbUüb siuii. äüuderu die Solidität der Atome wurzelt bei 
QAfSS2(Di wie in der uitiken AtomisUk anf raliODatem, mcbt 
»uf Äimliclt«3i Grtmd«. äoliditüt ist der Aiiedmck fflr dio 
EigaoäcbalL der liaoiateile. duicb wokht> hlc laumbebauptoiide 
lodiTidiica sLDd. Nicbt, weil dio Atome hert sitid, kAnneit aio 
EwJit geliciint vcid«Ei, T4ondcru da^ Cntrcimbaror nbaolnl SoLido 
ist dio Bodiitgting dafür» dnOi m Körper giljt nnd rino sinn- 
licHn nigrtidchAft, dii; wir hart HKiitusn. Dii; BoliditiLt. m:^!) oiuü 
Bwlingurig d<Ki rc«lcQ Brinjt iibffrbAU|jt aoevpreoheu^ v«Lrbr an 
diii» Sal>?iLiv]t£ gJi^kiLiipft laL Kh ont^ttrlit aber die Sc;hwitfng)Euit, 
voa luur >iur VerHudönicg dv» Ki^rper» d. b. itur WoitbHtlwirktm^ 
der Au>m« ku gelaugeu. Erst in dei- Wecbtic^lwirkung bat »icb 
der Begriff der SoüditÄt zu bewahreo^ ob er »ur Objektivienrng 
der Iffftteri« BiiHrt>iL:bl. Dsst einzeti»? Atom ist eiiu^ w^rrtlo?» 
Abfftnhklioii : einn Bodmitmig fftr d«« Rrkeani^ii hnboii div Atome 
tmuirtr ntir in ibrrr niManitbeit. Dioo VitObnii mur-i stugltficit 
mit dem Bt^griiT dmAlomN geneLnt werdnu, w«il DbikonLiuuiiüt, 
die Titfuming lutd ludividunliaieniug durch dio EaumgreoseT 
nur in der VielbeiL muea Siiui bat. Die BAumbtibauiitoiig des 
AtoiEiH kmiitt uur b^ButeD, dafs vtwaa vorhAiideu iat, woran 
ni< ilirr rtt^AhUit t«rvr^st, d. k> dafs räum behau ptend<> lu- 
dividiten nütemander in KonknrrenJt um denwlbou RanmUiil 



IrcUuu 




172 



Kritik <iAHi'):itii|i : iko UcTffi 



Oift Atomo b^wftgou «toh iia ^hbütolutmi äaume. und dioM 
Bov«gU0g Üt lyüiD uus«rBUH:baro. Damit altid dW von Ctahh«npi 
ftufg»A«llt«KL Bedüigungen filr dds VorhaTideitaf^ui einer phj^- 
«icheu K&Tp«rwdh voUst&adig. Die Bewegung ist nur Oitt» 
vu^Jidenrng und ^itk? li^u Alom^n imnumence £igei>ncb«ft- 
Sie ist mit ihnen xnglvicb vom Schopfer erschatfru; jv^liM Aiora 
b««it3t ditM novorlit>rb^o Neigung, «u«a ino^ron. d. h. Lhm 
«igi.*titüialichuh Antm-li auir BoiMr^gimg. GABazKDi noiint diwe 
£igtru»cliftt^ dit? n3chwi>ro^ der AtomA, aber er \'bT^i«lit djunmter 
n£dii «Lntf Tendeux, in oüwr bosdmmicu Hlubttuig «ioh la b^ 
w«g«n, »ondem eine d«D Atomen zufiEebCiige O««oliwindigk^t| 
and 2war ist die uraprfmglioli« Geschvmdigkdi der Atome mn» 
auftero^lpndJch grofse; alle andeom OevcbwindägkviKii eot-- 
«t«b4>a orst iin« donelbeti durch UnterbriKhtuigeii, duroh do- 
swüicbt'Dtr^tendt« J£uh«pa»iu«&-' JPid unsnamohand^ Vor^toMung, 
tv<»lol>t* lüch OA»$KKm vom Zoit^nofacDt mscht, v«rieiUt Oui dftxo, 
vertchi^den groJjM Qo«ohwindigli«iti^u dadurch xa «rklircn, 
dftü eine imjir&nglicbe G««ch windig km t dtiroh iDt6rmiUi<»v&d« 
UoiDente dt^ Hohe für die ciunli«ho VoratttUting %*erLange«UDac 
wird. Aus dlcaor AuffioiMUDg erklärt lioh, warum OA&Mma 
Ekiobt von einer d«D Atomon üiini4n«nUn Goaohwindigfceit 
dpriobtr sondern d^n Atudrack nÄatrieb^ voniehL I>enti dm 
di<> dmpinacho Ooeohwindtf^t für ihn äo «umlieb«« Konti- 
nuum idt« im ßegrüfe aber in einen Wechsel von Uomonteo 
d«r Bewegung ttnd Rahe &afg«l&st wird, so mofn rr dio B^ 
irognng d«r Alomv mj fjusvn, dAlÄ a«> durch dio Bnhu nicht 
aufg«hi>b«n vird. Duhcr sogt er, daf^ vfihreud dor Rah« di« 
tr^ib^tido Kraft d«r Atome uar gehonunc w, aber nicht vmt*- 
echwindotf dafa vielmehr der anfftagliche Bewegungs- 
a&trieb siuh konstant crhatiL', J>ic Huhe gilt ihm ab 
ein« Art Spanniingsaustand. Dafs die einseben Atome ihrer 
Bewegung Bah«|Miisen in versohiedeciam VerhAltnisae boigemwohL 
habeUf kann donuwch bei OxtBMKtl keinen anderen äinn haboo, 
aJa daf« d«r Ztuammenatola mit andam Atomen dieaelbon ver- 
ntsaoht; denn ca iat di«« der msägo (imnd, vclober Hir ein» 
VerÄndernng dc^r ondUchca tiaachwindigk«it angegeben vrardan 
kann. 



i> II d. ua 




d«r SobOiifu&ft taitfce|tob«ii ist, (bw ut «iu lediglich iz» mul»- 

ketuiUiishhüsoheD tisd phj^sütaLiackon Werl di^ £AdHeßduoh«tL 
AniialiiU(>ti j^nz iirolova&t iat. Es kommt nur daniuf aD, daft 
dia Grüioe di<Mo& BcwogangdAiitricbo^ die Kraft odi>r B<»wo- 
gnngvBkliigkoit de« Atomi^i €itio individu^lk und niiv«>rADdtir]iolie 
Käg«ti9cliAl\ fiir jftdc« Atom wt, g<^rftd<>«o wto scone GrQfeo uod 
ssnc! Oortalt; dobu dio „äohwcn!*^ »tobt b«i ihni goDS id <^mcr 
Licuft laut d««i Abea gduannt<ui uod cli<tntkt<trisiiyrb jvomit diw ein- 
ffelo« Atom. 

Dm ELimf^. vas an «ÜK^m Atome vorindert wird, ist 
stäma Kichtang. Dio Veränderung der Uicbtun^ beruht 
eboiuovoh] wie di« VenKtgonrng aut' otidliobcr Wogetrecke auf 
dor nuinbohftuptiindon Kig<^ecbaft der Atxmi<T. Wo&n £woi 
Atotno fsufammcntTolTo», «o ttsdcm «ic im allgomcmcn ibr* 
BichtuQg, da ihrA Bcwognog bestcbcn bleiben muf« and dio 
Ourdidringang nicht möglich iit- Somit i«t der ßtoHi &uf dio 
Soliditiit £aTückf:4TlUlirt: von Elaaticät«t <Kior 90üfltig<-n einn- 
Udieik iCigonach&iVn lit nicht dio ßodo; dio Individualität dor 
Atome, «olche unYerlctdich ist sowohl an SAumcrlUlIiuiff vr\^ 
*n BevegUDg. orb&It die g^rtiamt« WoH in Akiiou, bewirkt 
die Vcr^derung dor Richtung und die VerzÖgeruBj; oder B^ 
•cUotuigofig dor Ucwogong durch grOfiMron oder goris- 
^•ron Anif^ntbalt ; mit «inom Worte, «ie bedingt «ngimch die 
Wachse Jwtrkung dor Atom«. 

Dan iat in der Tbat oini\ h^hvt konse^n^-ntn kinctJHoho 
Atmoiatik. Ka ifoheitit, als ob ihr. tun su einer w^a^foneohaA- 
fioheu Physik sn führen, nnr Eins — freilloh ein Unerlä/sJichee — 
ffthlte, Diulkh die mathemaUscho Beetüomung der Bowegnng 
der Atom«. Da beim S^u^ammentreffen swoier Atome ihre Gr&fM« 
titwtalt und absolute G«<KLn'iiidigkcit nnverbidort bkilx^n, ho 
^rtro ciuo Foatsfrtining darüber nötig, wio nch die Richtimg 
durch des Stob vorAndcrt, Denn nnr von dieaor b&ngt dio 
Andemng der Vr-rir-tlting dvr Atome im Uaume ab. Ea mftIVto 
»lao «ncögliobl werdiMi, wean dio Verleitung der nach Ur^se, 
GoaUlt nud lUwognnganchtung bestinunton Atome in oineok 
gegebooem ZeibBOineni bekannt ist, daraus die Vertciloug im 
folgond«! Zeitmoufini kq berochneu. Eine «okhe i<'oetaetcang 



. 



K4 



Kritik Üxuui>u» Moden« klmtt- Theork der <^w. 



war« «iw» dankbar fCtr lioo cmtacbstoD FaII gleich groCser 
kageU^nniger Atomo ; o« louchtcc nbor ein, dafs boi tion koa- 
plüiertcn Vorftajaobnmgea öa^bndi» höch^^t iiiajimjB:1altigor und 
tixkrogolmilVigor AtoiagC9talt«a tax eine nuitliiMii&tiHchc Thcon» 
überhaupt nicht ^edadit «erden kami. 

Unn. bat violfaoh »if die Verwandtdcliaft der (ifaweadiiiob^aa 
Atomi^k inil der moderaea kineÜeclieD Theorie der Gm« auf- 
m«r)»*Ta gemikcht, und bei obm^cblichor B«:raclitinig kfinnt« 
ee achelDeD. &ia feklc jener in dor Thot nur die FeataeUsung 
der ätoiegOBcizo dor Atomo. um in die moderne mnthematiaobe 
Theorie Qbei'icngekeu. Oubei übersieht mim jcdcck den fnndA^ 
menbftlen UnUTuchied zvitt^bcu beiden, den [Inter^chiud, veloher 
öbcffhaopt die moderne vou der antiken ÄtoEmaiik trtiimt und 
darin bestehe, dajj erstere aut' dem Begnlle der Knergto- 
yerteilUDß. letztere nur aut' dem der Sabstansrerteilung 
im üaomo beruht, oder, erkeDDtui«kritbck ausgedruckt, daCi 
erstere das Deakmittel der VariabiliUt, letztere nur das der 
SnbitansialiUt mr Verfflgimg hat. Um dieseoi UnUtrecbied 
und damit den StAndpunkt der gawendischcn Aoemistik klar va 
legeOi empfiehlt es sich, auf den Vergleich deraalben mit der 
kmetischcn Atonüstik der modemoo Physik einzugehen. Die 
kinotischo Thi^oric der Ohm IftM die Natur den einzelnem 
Atctii^ lU<»Iekebj nubcdtimmt und aetct nur feet, daf^ t>ei der 
Annähenmg sweier Molekeln bis auf eine gewiaae DtjilAnr 
(UAdioa der Wirkungaspb&re) eine Itichtunga- oud Geachwiudi^- 
keitadudero&g der Molekeln ataittindet, w&hreoad die Bahnen 
der leiKtem im dbhgen geradUnig Terlattfen- Der tJMterachied 
TOD der Atomlnbik Oabsksdis liegt nicht in der Festsetsoog 
fiber die Natur der Atome oder Molekeln; vn^s die sieh bewo* 
gendeu Korpuskeln boeohafFen aind, darauf' kommt es hier gar 
nicht ui; der Begriff der SolidiUt würde genügen, die Bevo* 
gungafinderang £Q erklären, falia mau aich die ^ Wirkungasphäre* 
durch ein kugeUonmgee Atom von abaoIaUrr Sohditttt eraetai 
denkt- Alles hängt davon ab, wie die Yeiändemikg der B^biL 
durch den Btof« erfolgt. Wenn wtr hier dem Ausdruck ^älofa' 
gehraochejt, ao gMcIüebt dies nur der Kürze wegen ; man hat 
aber dftbei nicht u eiuen caechanbohen &iots (wie bei (^&nLiscl»eti 
K^rf^rn» au deckeut sondern nur au die Thaiaacht?, daTs ein» 
Ann^lieruDg der Atome bia aui' eine beatimmie Grense 



iwi^mi Sv^vm« krut iMorift 



176 



gffMizUche BeweguDgsHudünmg zur Folge hat (v^. m. Abh. Zht 
V. "■' /. A-tnW.vl(4M>».V,f,w.Ph. IXS.IM). Di^ Foslsetaung 

). ' I ht nicht otws ans At^x^ -Ssofsgef^tzeu f^lr die &mn- 

liclien Körper «nÜHint scu ^«irlvn, «on<l«ni «« iat nur «rforde<r- 
liirh, eoLcbQ O^fflAtKi^ Anxnnf-hmi^s ilnfs KvHKch^n <l«n\ <76«cliwiiL- 
■iigkmtiTii nnd KiL-Utuitg<^[ dir Atonii* vor tind nAob dfiii Stofs^ 
910 viol GIuichuni^tfTi bi.4t«tL4füj alc domrtig« OTöfiKn Kti bo«t]inic«ii 
«ind. Hii^rau di<.<ni.'u diu I'rmEipidd der Mc<;htkuik. W4>Ich<i dio 
boiin Zu«aiiuii«aLraö«u sthti&ud^ttd^u Vurändeirungvu ^dudeutig 
7X1 dofliü»r«a hftben. Die« modei-ne Kinc-ük betraebt«t die Be- 
wegong eines Atome, das &fs kaf;elfOrmig wgo^lifln wird, tmd 
i)«<8«ii Lai:^ dorcL di« Kor>rdiii*t«pt] seinoe Miuelponkts Hlr 
«men gegäb^neo Zeitmoiij(«nt bf^kannt ivt, sda definiert durch 
««m9 M&««e nnd min« GMcbwindigk^tokompon^Dt^Of ntkd 
■nimmt an, daÜa cÜ9 Hiwwn d«r Atom« vor und nach df-m Stof«« 
nATQfftndtvt soion und dai"« die QA^cbwiudigk^riton und ihm 
lüchtQngcn b««itinunt wi^on durch den Satz von d^^r Erhaltung 
d«r Summe der nach dcti £oonüiiat«ii»xea projisiorteD Boiregunga* 
gt^fiieu und durch deti Satz von der Erhaltung der Energi«. 
IM« EQ eridfire&dcu sinulloh walimabmbarßn Thatsachen werden 
fton zurückgeführt auf die in Jedem gegebetieu FaUd im b^- 
»ffenden Raiimelement zur Wirkung kommetide Energie, 
fiee« Fotergie aber in »bhiinglg sowohl von der Alae^e als 
von di»r Genchvntidigkciit nnd Richtung der anlangenden Atom«, 
to »cvrohl von dof Vorto:Iung der Atom» im HAumo (der 
Lge^} aJft von der Vorti^'üung der G«Kchwtudigkciton- Kit 
•findet svpiedioai den Atonititi ein Anj^tausoh \-on Uodchtrindig- 
iteit«n und dadurch von Euiirgie statt. Hi<rb<ri haben wir^ 
ttm Koiuplikfitionen ^u vLM'meideD. immer nur den ein£achdteu 
Kali vor Au|>en und »eben abo s. B. von rou«>rbcbea oder 
iutramoloktiJAren Bewegungen aU Demnaoh v«rftlgt die Theorie 
Y '^ 'r'^rung der ampiri^ohQn Krechoinuügen äovoht flber 
\ Mingotj in dor Menge als in der Gceohvindigkdit der 

Atomo, odor, vnc man auoh Kagtn kann, die Wirkung hftngt 
Ab m>w(>hl von der Auxuhl alt von der iLton^ität d(<r in 
fler Z^üieinhcit erfolgenden Stöfde dm- ankommondcu Aloiß«> 

Legt man j«doch der Atomistik die Annahmen C>A^iiei»i« 
SU Grunde, so ergibt sich oln vöUig andrccs Bild, GiasBKnr 
nimmi eisen jedwedem Atom immanemeu und ihm unvcrändor- 




lieh £ugeb&ng«u „Impetus" an. Wodureli il«r««]be matbeiuaUAtrh 
dfifiDioii Ut. wird moht Angogobon. Mao könnte abcor Itiichi 
auf den Oedaaken kommen, di<«»ii Intpotu« durch den Begriff 
dpt En^gin za fTTnotsfitt, »Iso jodirm Atom eitiftti koiiHtiinUiQ 
Vorrat ^^oti Knin^i* juxinchrftibe», um d&doTvh dm ThMirte 
OjLSüBXtiU Uli mrjdfTrneti Süiiio lialtbar xu ntarhoiL Dm ivt 
wohl dit* Ktill null wf Ige udo AuuAÜiue, auf wdt^lia ucb di» An- 
Mieht ^ÖTnii^i, ilnlÄ di» gasäeudisL-li« AtuiiiLHtjJ; nrnh uiuuiMjnlbnr 
mit dtrr luiidertteu bcri^o. Nlmiui mau au, dtkCa j^v» AUrm 
für Hidi ein«! uiiTerli<TrbAr«ii (^norgiovoTrat beail^e^ »o wünlo 
ttch di«8 sUsnlitigH mit der VoiKtHAetauiig OAMK»»rM deekon. 
Donn da din Miuiw? — bffim Atdoi Hnd Urwo und erfQlltas 
ToltiiDr?!! BrgrifTc, dflrim Trcnmnig nicht criordrrlich tut — bei 
jndmn Atom kuusLaiil bimbL. %o iiiüfsitf! bvi korMtiaaUtr Rni-rgm 
aocli dio Geacbvmdi^l<eil dm ALohk sU«tn dimelbt« blnibim- 
Bei OiMSiviii wird dies lu d«^ TUal uuj^i^uoiiuuen ; ulk Atumn 
baWit eine ursprfln^iehe, ajcb gleäeh bleilieiid« QoMfawiudig* 
k«it. Offfiibfir ktiiinlje, ^o ^t, wift Vo1i]iii«iti und PiguTt auch 
die Gpschwindigk^it eine fUr die v^n^hWenon Arten i\&t 
AioruB verHohiodeQP »ein; diFw- Fefcts^EiiUDg wftre an sich vOUig 
b^Tf^bdgl rrAj^^Kxm hAlt jedoch diif^lr, dnf« alle Atome cÜ^ 
selb^ nbunbitn 1 vi*Krhwii>rligk<ot bWtgten, wnil nUo KArper im 
I^firnti gh'irh MThripll fallniL Sq trniiig diti.'tnr StüiluHi bogrAßdet 
\sif iKi kommt f^t doch hier nicht ilamnf an, HOndt^m nur aaf 
die ThaUHoh«, «Jafic die i*iii|iinTtoh wahrgenomnieDe Va^rsccbioddik- 
h€it der Geaobwiudigkeiteti H^r K>^r|>«r unr beruht uuf miauniOru 
liehen UnterbrechnDj;eti der ab^^lnten Bewegung d^r Atotue, 
Jedes Atom hat nach df*rn Abprall von einem andern wieder 
9eiiin nrnprüngliche Geschwii^igkeit ; d^mnacb mnfs Hein« 
Wirkung, inmiem de von irtdnur QvNchwindigkidt nUifiugt^ 
oSVnbar uuti*r allen Unwtflndm dic«ntb« «ain. \Vii« vifd Zn- 
MimniAnKtöriin mtd VnrxTtj^iimngen vin Atom Mnc'ii irrltttm liabo, 
wiL^ viul ^it en auch gubraucht habo. hin^u eüd]i<;bi^u W'»g 
smilckxnlegei], — an dem ^ele, an weltdiem «ein Dasein virk- 
eam wird, niuTs immer dieselbe lut^nsiut d&a Stoi^ auftretoi^ 
weil e« ja auf jedem kleinsten Teile »eines Weges, auf jeder 
freien Strecke, seine abaolot« tioechwindigkeit hat., also die 
KraA' Jbniiiru] AtipralU nicht von (b^i vdran^r^itigitripn Verx^V 
gomagen abhängig ifit Mit amleni Wörtern: Knorgie int 



3 



iüilii dudKMM*: SublAunrtcilDimf hl« nnaccB ErillnuigJvniuvI. |77 



Dicht Qbortt^vgb«r von «iutim A.toiik aui das ftiidre. 
Ds8 üt offenbar dae ^-enaae OeßenUdl der modvTruoa kmo- 
tiMbftU Th«)ri^, ducL «-«loker iiiJe Ver^mlerut}^ auf der ver- 
todi?rtmi VorUilunf; d^ Kuorgie bp^ruht. 

WBbvond iu d«r modonion Thoorio dio ompiri4wlio W'uko&g 
ftbbüi^ija; tjit vun d«r tiTöiBu und Anzahl dur Atotao in dor 
Bftuweittheit Qtid Toa Ihrer mltUeroQ Oevchvindigkait, fiLUt 
be« Oitf^SNt»! die«^r letKter« FAktor ^aos aus; bei ihm k«in 
di0 mitUeoiQ GuscbwiDdiffkeit g&r keiuen EmäuTa Auf di^ Grölho 
d«r äto/Kwirkimg beslueti, weil, vrie guAgti der Stoid im&Mr 
mit dur ubxo.QUn Qo«<;hwiiidigk«it Auegoübt wird- In oijt9aB 
gog^b^ni'n Zcilmomfint but oln Atom immer «qidd voUo An- 
fjfti4eig»chwiudif{kcit, oder ^r k^iuo Ocsohvviiidigküit. Ein« 
V6ri&derviiv& dur Goaohwindiftkdii gibt Od nur «li *m*mm, aof 
6Ddlkh«n Str^ükui, m^ofoni ßleiohe Strecken von verachi^encn 
Atomoa in T^rvcbiedeDeü Zeilen dnr^Uanfea werden^ je nach 
d«m V«rbiLlCnt0, in wekhota dio Uom^ntd dor Rah« m der 
I^it dor frtieu B^v^^ng «teben. Pur dieso UntArbriKfhun^eii 
dar B«wcijKiinfr boNtoht koino nndr« Gnttcho aU dia Hammun^ 
doroh «Di^efi^n tretende Atomo. £• miifj» dab«r offmbttr ui^** 
tuMnneQ worden, daiJ jffdtr Zus«mm«Dfitoi» dit sioh troff«ndcn 
At^Niie einen Moment «unimlt i2tar Ruhe brinn;!}, und Bodum 
die Bewohn;; wieder „frw* wird. Die DarohtichnittaKeschvin- 
iligkcit cioTe also Ueöier ««in als die abeoint« um eine GrülAe» 
«ralob» proportiofiftJ ist dor An>*bl d«r in dcf Zoit^inheit etatC- 
findnclfln ZnMunmenKtöfse. Die Jtlo^rgio »bor iiit nur von der 
nlMO}ut«n G<4cJivindt^kcit abhiuigig> Bio Ihmsbpchnittago* 
nbwindifikoit hnt (IiMnnooh einen £inflal» nur auf die litim- 
licbo Vertcüuni; der Atome, inAofem ibro HeT^bmind^nuij; den 
Darchi^Ang dnrch die RAumeinhm veroC^gert nnd d&dar«^b «ine 
Auhanfuii^ der Atotna bewirkt; dio empirisch« Wirkung iA 
nlAO kdigliob »bhAngig von d^r Zahl dor muf dttf Einhoit d«r 
Fl*cbe Im dar Z«it4tinhtdL MoJMndMi Atoma. Somit ergibt «ioh 
doe V^rhöluiüi du- vubtftonx:«!! br^üUton Bonmtoile m dem 
Volumu^n lie« ]oeren ßounuis als die einsiß« OrOAn, wokhe 
vorAndm-tich m und snr BrklinuiR der wahrf^eftoniaieaen Wir- 
kmiceii dienen kann. Hioriu liegt d^r tirand, woruiu rlie kino- 

\K KorpUbkuloitheorie EUr ErkUrung dor Enebotnui^gea 
du Aukohmo oinfocher AtomgoetoltMi nicht aiunudiea 

U 




\n 



Kfitik ti^Mvnm 




kDiuiu% aondera itim ZuäuuLi jkd den KouplikstioBm n^hpim 
mnüH«, welclie ilturli Eckm, Herronmgtaigeai and tllkdm 
den Atom«» die uOuge Uuiiiigfj^tigk^it g«b<in «oUt^u, di« n 
jrnpr Crklinmg ^rford^-rUcli ist. Jo mfllir abArdic) Hjpotkom 
fthsr dl« Atomgwuitan sieb hiofciii an to tnrlir Qfilfemt wb 
dia KorpQidciüvtlioom toq dar M6güctk>ät tmar niatfa^ai&üacdua 
BBgTüDdimg Diul nJÜiert Hieb d«m Verauditt matsr hiotk siim- 
ttibttn TemudnnlicUcmg der Voi;gi&ge- 

In der bogrifllicLen Begrtnduig d«r Phyailt ist MtBil 
O^anDt OlMf diA ftntik« Atomirtik nicliL hiaAit«g«lu>Biin«L 
Bi tjfi ilim tücht gcitingpn, di« W«cb««)wirktmg dor AUiio* 
gagutglich aeu faiidierva und ci&nüt die VefÄodttntDg in der 
K-'rperveli m resliaier^a; vielmehr Ueibi er bei deo U&Lec- 
«cbied des Voüeo und Leeren uuofero stehen, elfl der Weoh* 
«ei der Sabstaasvorteilaiig in lUome dw eüui^ 
Priniip dirr Naturerklinmg wird. Die enbrtepriaUe S«lb«U 
stiadigkeit der Atotao bei er dAboi widorsprvcbbifi^ ftttg^ 
■teilt; eber er «cbeitort acboD «n Begriff der Oreebwindigkeit. 
Die Beweg:tuig ela ein Kontiniivm zn f«Meu M ihm tm* 
nöglififa; und jk> tM. denn nui^b b«i ihm <itut Fehlen dee D^nk- 
■uUela der yftrisbüiidL der (Inmd, wealudb »Ile eetne Amt* 
Ifteeungea Ober die Bewegung unsureicbend bläben. Em jm^ 
«ich dies sogleicb bei den ersten Verwebe, dem Begriff euMT 
kcnlinttjvrlicbeo Geechwindigkeii sn erfueen. Obgleicli QuB 
Benin und Zttit ein Kontiaiis gelten und er ie dieeor Hinfär-hl 
die Küittürftr der ßWt^n npd Bkeptlker gegen die BewKgang 
surQükweisi, bleibt er doch »eltujtierwBiMi beini Bv^rÜT dm 
instctik pAysimn in der «1t«ii fVIin ierl^keit linngeu. Die Atome 
beeitien Anadehnong : Lroudem muunt er ftu, dafa das irnnd Oe 
^kf^natm in einen einu^n IfoiDtint« (unioc» inst^nli) dnndi- 
Inufen w«rd% d. h. idvo doch, dein dieserr f^itoioraeui mobt 
t4ttlbar int, and i» erecheinb ihm ondenkbnr, dnCs bei gröften«- 
Qetchwindi^koit ip dmem eineo Zmtnoment eioe Reihe tod 
pbyeiknliMdien ünLodban-n daTn^hUnfmi wenle. Rh tvt ihm elao 
der Zttituioitteat docb lücbtit eudrp« nS» der sdairv Zmljnuikt, 
und er vermag nicbt in demeelbfli) d«u Begriff der Verinderting 
fMUu}iA]t«n eis ein«« Ge««'.?^ weleboe euch luiter AbetTnküon 
von diT Riteosion die weitere Rntvrißkelcmg garantiert. OIk 
vohl er füblt, d«re eucb im Moment der Rnbe dwi Gf«etz d«c 



» 



B««tft^tig nicJit ftufg*g«b«a w«frdt?ii dAif nnd ihm diw<> daher als 
SpuiauoffasmttaTiO 6rEMh«mt. gdiitgt ea ihm nkht, dffit ftdliqaat«ii 
Aosilnick t^r die £i((entümtirrhk^it der boniinnivrÜolKKi GrOff^- 
SU fin<l«>DT welche darin beruht, da& in üirein B«grifiu in j«dcm 
unendlich kNn^n Tp'ü Um 0««f>T'X xhtffr Er:!<iugiJitg mitf^aclit 
wardvn loiiftt- Dn« ahnr int dor ffinzig» Wftg, dtirch welchen 
V»iitad«rting dunkbar und math^maüacti darvto!ll>«r wird. Da- 
har l>l«tbt mit d«m Go4«U der Verflnderaug auch drr kutiJtaU 
L Zosammenharjg der Atome und ihre Wechsel wirft wog von d^r 
m mathemai-ifich^D BegHindiiDg imd deianacb vonderObjelctivierimg 
I dtiTch ßfigriffe aasg»sch1o«»«n. £>ie rationale Begründung 
LM|Mii|at vom Bf^fTe dpr ranmerftllUndea Sobetauz vor hJH 
B^^^Bh Bf'gnff*?, dar« di(« indivi'iuellrn SubflCanseti «ine Ver- 
änderung in ihrar rfttimlichen Verteilung u-liMdorn. Von der 
andren SeJi«« itoKreitet die emj^insch« Physik dnreh Zerlegung 
tind AI>*traVüou in der Binnlichen Eörpenreli Tor bi* xii Kof- 
lAvkEelu, wetohe, versebieden nac^ Oröfbo imd Geatali, anaJof; 
d«an StofVe hnrter Körper «icb verdrängen und ihre Bawe- 
Songen beoinHuscon. Aber diMM VonttellnDg bleibt innerhalb 
d«r Or^n^en sinnlicheT Erfabnmi; und gründet steh auf Tbat- 
«adwD der £mp1indttng^ in^be^ondaro der Widentaudsempfm- 
dtng. Zwi3iK\iaxi dieiter Ainnlichett ThaUache und d*r ralionalmi 
il«r SaumertnlluDg fehlt bi»i CtasüKvi»! dio Brücke, es fehlt ^e 
pMteetxung darüber, me da« ifinnLche Zotohon dar wechttelndeu 
WidervtandfiempöiidungT'n durub «inon matbematiscbf^u BegrifT 
so einer objektiven B^alit^t von viaeenecbaftüoher Gehung 
genadit w^au kann. 

Derartiga Fe^zt^^tarunf^an eind dio Prinaipiait der Mechanik, 
ttnd ^a fahlon bei GAflas?jni in noch hüherom Grade ahi bi>i 
PtiCABm. Auf aaine ßeweg»ngiff;a«eULe nftbar eiujnigeheiiT iet 
dnhfir hier nicht nötige zumal dia Bewegungen der At<tme sich 
jttder matheina-ifieheti Darstellung antsiehen. Ein FtmdamenUJ- 
Milar li^gt darin, daik er wie Dk^cartb^ die Richtung alt eine 
von der Natur der Bewegung unabhängige FJgen«cJiaft Uiai. 
*o daJV w-tf direkte Umkehr der Kicht^mg ohne Sohädlgung 
der Geschwindigkeit erfolgen kannj ganz unabhängig von der 
Orftb* de» geteiAteten Widerstände«. Wenn er die ainnliehe 
Wirkmif; der ani^ra]li*nden Atome mit der Grö&e ihr^ Ge- 
«oliwiadigkeii in Beziehung set^, ao iet dka doch nvr eine 

13» 



IbO 



dir Atflmiatilt UaMKBML 



VertlouLliohaDfC f^ ^^ An^chAuung, aber km^ Wgritfliolie 
Füdtiruüj; iia Smn^ «iii«r En^rg^tik, Dci&ii, wid eben dftrfce- 
legt, ibL di« j\nn»hiii9 «iuAr v»nH!hio<ionAo Q«<echwüdigk«ii der 
im dicT ÖmtifTKorgAno gotang^ndoii Atoma «ino Jlhuioa und im 
\?idont|)ruch mit dvan von OxiSfiBiDi vorauftg«uetzt«n Bov«- 
guDgtb^^Titfi;). Diu yerooku«denlH»t der Wirkucg kaiui vi«l* 
mehr uur auf eiaer vediaeladen Häufigkeit deor AtomstoJ^o, 
nicht aber auf einem Wechfi-dl ihrer InUndtät beraheo. Dio 
dynamische RealiUi der Materie reduziert i^icb b«i ihm durcU- 
aus aof di« Subutancmaiig«! ivelche «nau gegebenen Raani 
arfUUt. Dio Bewegung der Atoina bot^tinimt m^h( dio Wirkua^s- 
tlUiitfkeit, bond«m nur da« VerhAltni« dvd Voll<Tri zma Leoron. 
So bleibt die Solidität d«r eiimge Bogrid", welcher »ur Ob* 
jekUvierttn^ der Krapändiing dient. 

Wenngl«>ioh die Atomistik G^4isyi>ie die Aofgabe der 
Denan Nat-jrviafenschaft, die Verbindoug der EatualiUt toit 
der Subtftanx, durch eine Neugwtuütung do« Beirdgungdbegriffas 
nicht loa Iönoq vermochte, ao hatt« vr doch, gerade in der Ein- 
eettig^eit ^inoe SubetausbegTÜT« viuvu Vorteü vor DBäOA&Tn 
vorana. Dieser konnte die angestrebte Individualisierung dnr 
Malerio nicht kiaCeu, Gai;!^eni^i bogiunt damit: er Qbergibt 
der Phyaik in eeiuen Atomen änbstansieLid Individuen, weloho 
durch ihre Solidität das raumer^^llende Substrat der Bewegau|E 
bilden, und or liofert durch den leeren Kaum dar mathooB»- 
tiaühon Ueohanik etn freio« Feld, in wctcbem koino künKtltoheii 
Annahmen äbc^ die Mau*nu nötig aind. um ungehindert« Be- 
wegung ira enn^güehen. £t eondert den physi^oheft Korptf 
durch die Solidität vom geomeUriaobeD und von der blofav^n 
Anadahncuig des lUumee. Das ist edne Vorstelhtngw^ia«! 
welche dam Bedüiinis der empiriAchen Phyök antgagenkMa 
und deren praktittoha Verteile auch Db^caktrs auf Umwegen 
«ich au sichern suchte, während Oalilei anorkannte, daik ur 
Hie seiner Theorie der intvuaiven Funkt« voniehau würde, 
w«nji nicht aufserUohe Rocküohten ihn Linderten.' Insofern wt 
GiMKxnis Atomistik aU eine wichtige ätufe in der g^chicht- 
liehen Kutwiekalung der Lehre vom Korper aiisseu&vachneQ. 
Xicht die OriginaliUl des Gedanken« — die Amiich GaMJiXDf 



^ S- II & iL DifL iboT BBU«Aa» il I 4. 4»3^ 



i 



HMfiitiugc d'-r AlAniWk 9iAitf n>«. 



IBt 



Ort flrwirlTiofL Was «ter Q«miui Dvmokkith ^««cliftlTiPii, laß 
Mit sv«ii Jiilirfati9^iiden «lern vb^tmsohaftUchon Donkf^n b&r«iit, 
ohne i^ta der dftrjii verboT^^enc- Schafs hftn« g<>hi>bc<n werden 
k^Vnnen, Erst om 0«rniu« Galilki? Vonnie aioh die VAPloBubon» 
P»ck«i1 wiedw enuAnd^D, welcb« dom Fortschritt d^r Xatur- 
wWciMobaß di9 W«ige KU arI«ucbton b<wtimmt war. Ab^t die^ 
AtomfcfÜk v^ar dazit nOtig. Djo Kontmttitjkt <i«M phy^kaU«ch«ib 
Dankona Ikgt zu kUr zu Tagt-, al« dafs man dio Ervrx^kung 
d«r antiken Atomistik dop'jb Qa^^mii ah ein«n Zufall b«x«idi. 
tk«Q könnt« in em^m Augenblick, tn wMobem der «nropäiaoha 
OcUt flieh ftii«cbickt4, ^n«n n^n^n Nflti;rb^grifr xu producierea. 
K«bAn Galilei und Owcaiitsi tritt daJi^r (fAfüOctDi, QJoht 
v<trgli«irhbar an Originalität, aber an bi*tcmcb(»r Bedentnng 
■la bawofatdr Fördnrar aina« tmontbahrUehcn G^danlc^n». d^r 
i1i(* Gfiiatc«w«It döT beiden andern zu ergänz«» liiviifpn wmr, 
Zonftobst g^bt eeino Atomistik wie die cartesiBche Korpuaknlar' 
phynk nur ünAarlich n«b«n Sei K^t^hanik Q^MLaia her; die 
g»«g<iBN«rittgn BefVtjrhtung !ci:innt^ «ich ^r*t in dar Znknnft voll- 
aialMii. n(]TOSN»t wa/ ^ d^ durch ts^na Prinzipien d^r 3£f>clia- 
fUk dia Vorbindong di^r frob^tasaiellon AtomA OAaflK^tfniu mit 
O-AttLK» HnwikgnngvbagrifF arm<^1icbt«, 

QxssKVhiu L^jbtTLngon in <ii>r Erklftrung üpezicDer Natur- 
nraobflnimg^D mit Hilfe aeinvr SorpuaknUrtheorie bo««hrunka» 
noh aberali auf einoeitmliche Veranschanlichung der «mpiriackeu 
Tliat«achdn dnrch di^ B«w«gnng d«<r Korpnakeln, Da ««, «ria 
gwr^gtj biftrb^i za ^irmr nikatb«niaii»icbc>n Tbaoria nicht kommen 
konnt^ gnlingt «« Ihm auch nirgoaidH i«in<i Hypotkiwon al« 
itf]t«roüdigfl Annahmmi xn «rweisen^ sondern 4>t vtül gar niolita 
andre«, ala aio piautiit>^l maehim. Er will eine «twaij*^ ander« 
ErkläJiuigitart nicht auMobU«A«tu Trotadem mUsa^n wir anoli 
bi»4rin eine wesentliche Forderung der N'fltTir^rklilTiing «Ahfrn. 
Vit* ainAltob^n C^nalitflten werden auf dia r^in mnobaniaeba 
B«wcgnng dtrr Atom? radnciort. wodurch ain« «inhi-nUicIie ineehA* 
uadia KaturaufTaaiiting xwar noch nicht awlngand b«fwi«fen, aber 
dankbar g/^maoht wird. Dabei in sain Verfahren insofern ganic 
nodnror al« or sich cticht mit allgemeinan Aodentungen begnflgt, 
«ODd«ni aovia) wie tnüglich auf dl« Erkltmcg ie|>^e1]^r That- 
«anhAn eingobt. W'>nn «rr erkannt, da^ darvalbn Vorgang, 



( 




vekJidr auf unser G^fAhl als W^nne wirkt, auok WirkuLKcn 
auf aiK^T'^ Körper h^rvorraft, so liegt darin «an äcHrilt nxr 
Objekt ivi^^rung d«<r Ktnpöcdmig, dor eiii«r niatbenksüe<}ha]i 
Thoortt' jttdoafalls vorangolioii muCjita Auf oUie Bjxnuelkvt 
KrieiJk floiiKir HypoUici^n «in]cugt.Oii>n, dürfto j«dooh niclit otft- 
wo&dig Hciii, nacbdiua wir oane aojcf^ihrlixfho Dantcllung dor- 
tfelbuu j^gebon bftbecu Ab iPicbtiff and ein FortacUnii übor 
pEKCASTEfl Ut hervorzuheben, daTs (iassekhi den BcgrÜF d«r 
Koiekei einfiilirt, uidf^m dio Acomo sieb snerst m loner^rMft^ 
rvJla« oder W4tit€iticte soxmmmmu gnippieros, wdLobe üirorvieLl« 
«r^ dio «iDnlUbtta Körpor bilden. Dio »iLcbtbarkoat dar kor- 
poKkolaraa HypotluMU wird dadoncli w«ftoatUoH ark&bt imd ibi 
Gabraucb dorn Cbamtker als vort«ilbafV an^oz«!^. Auch di« 
KrkiMmtDiB, daie alie Atome in lutond^aMUtcr Bovrc^nng be- 
griffen ?ind« murs als aine vorurleüsloee Ansiofat im AnacblaJa 
an die antike Atocni^lik und ale notwendig ßlr ein« weiter* 
Anifbildung d<ir kinati»cboai Atomistik rühmend erul^hnt wordan- 
Dagtigon wird man di« Känirtbcbki>it noinor Atomgestalten und 
diu Ancabmo t>c«oDdor<r Kältoatoni« zu dtm ftcbwäckeran 
ätoll«n dor AtomUtik ÖAhSR3ri>itf roobnon. 

Für dr^a htütontfcbou Gang der K<iq)n»ki2iurtbo<wio düi£s& 
die äuliarliokon CmstAnda nioht unteracbätzt w(»rdan, dit in 
dflr EhrenrattODe Episub« durch «inan Mann via QAWsmn 
1*6601. Dnrob ihn wurde dio AU>n)iatik. ao eu aaicea, ealoufjüki^« 
Nunmohr Lonnte m nicht mehr g«n(i^ii. aaf den groulicJian 
liiuclou ßpiKCK a]» «LO itbechr&ukotidoa BaiapieJ tim«GWi<ase0, 
wonn man vor dor Atomiatik nanica wollt«. OASttaKDi hatte 
aeÄn AoMhen rehabilitiort und dii> Atonuat;k von dom Flaclw» 
do0 Athaiflmna g«l&rt. Dio Atome Tind ibrc Bcve^uaff'an 
waran OascbOpf« Oottoa, mtd dati fröuundta Gemat branohta 
vor ibror Annaboae nicht surAdantaübaad^rrn. D«r gewandt« 
WürdenUi^or dar Kirclie varbOrgl« luob fQr ibri^ Unsobold. 
Das Verbot der Atonütik wnrde, wenieebeoe im IntJHnaaao d«r 
Kircko. oicki mabr notwendig, und du Int^reaeo an Ambtotsiju 
begann damit von üoJbat su verbJaMon. So fivnrJ Gamcx&t 
gowia«4irDiajr«vn ainan tuadus vietyuii ftlr «K« HypoLbttfcrn dvr 
atoniiaücch«!! Pb>'Bik, wd«b«r ihn; Behandlung onui^glickUi, 
bis dK NaturwLA9«iidohaft «albat ao w^tt ifratarkt war. daXa n4) 
dan EinAuie dir Kirche nicht mehr xa nkrohlen baila. Dia 



188 

Atomistik wardo Modo, nad dio MhÖngQÜtig« Welt von Puru 
«pifllt» mit dMi Kor|>Uflkciln 0Af»R3[i>u wi« mit dfm Wirbnln 



6> As^iffe Uorins. 

tTnt^r üAüHcsüis Sch(Ü<Tm nmi Anh&ngcm iirt Feaitcoi» 
Doynft ikus Anjoii al» d«r eifrigste xu crtrihcen, wiJoli«r eines 
virJ geiMCDcn Abrir« neiner Philo^ophi« licT&iu^ftb' und aclton 
bei Qassbndi» Leb2«it«n &neritiscb ftlr seiuen »eund xmd Mei4i«r 
euitnU Ee handelte sich um dio g^münou Ao^nff«, v«lcIio 
MoKiK gogOD üAE<»cst>] richt«te. Allerdings wuren di««e «o 
Albom and iiichU«ftgetidr d&ü« sm «inen MAnn wie (rA-ftfSVTti 
k^om bf rühren konnten. Dennoch 1^ es für die Oc9cliiclit« 
d«r Korpuakulartheori'-' nkhl ohne Intereeae ru sehen, mit 
vrelohen Geyern sie tu jkq tbun b&tie. Mefior, den wir schon 
bei den Parisor DitipufftistdQ ^9. 1 & 1^4) nnd im Briet'wocbsel mit 
I>B»0AKti8 als dessen Feind konnoß gelernt; haben r». IIS. 11 1), n&iun 
imiQCirhin in Panfl einr» cinfluiHrciche Stelle ein nnd vermocbte, 
wenn nnch nicht dunifa GrQndi^, ^ dodi durch Booheli nnd Intrigue 
dem Fortdcbfitt freier viBsensohalUicber Lehre entgegeusti- 
wirken, irie er denn Qagbem»! bed Hofe und en der üniverüt&t 
lu jeder Weüe jsu schaden suchte. In »einen Sehtiflen seigt 
er sieh ebenso vorbohrt in «ein« sobolastischea Annobten und 
tmAhig sum Torsttndnis eäno« andren Oodankengangati als 
von Charakter geh&ssig, vorlenindcTi.tch. kleinlich, eit«l und 
nnffL^ble^en. 

Moaij; stellt die Sache so dar, ab habe er nicht mehr mit 
g:Qtem Gewissen den Skandal ansehen k5nnon< dsfs, nachdem 
Gai^senm in drei Folioblndon KpiKras Philosophie cmcnott 
hatte, eein Name ^ MAXiMiTi^ hitten ihn Meine Schüler genannt — 
soviel Gewicht erlangt, dald buinabe die Mehrzahl der Gebil- 
deten flieh hütte dhTOn bknden lassen und seine Philosophio 
an der Cniver^ltSt gelehrt worden w&re.* Deshalb habe er 
durch eine Schrift von nur vi*^r Bogen (32 Seiten« kühn jenw 






16U^Obcr4iü«pSi«rrAl'Hcidiua^lUasinnnuUA«»KAiiLLExBiiob.8lAbeo^ 

■ jLA^rttmm^ OuHiftt^ Uag. rv>» ]»>) 1 IX p l«l. 



iu 



MAU»: 4ia0 Uhnv i^ntt^ Üt »imit »f 



gri^pn, ThHütAohliirK liAttn wh Jndnct Uari» gi^krAnlcL giftAkfaU 
fhirrh fhn htiiilnfi ßriflCn Qakhkndi» aii PuTKANm vun 1040: 
iV jfic/» imprnijo a «Butorr fraiviibto, vrorin OiüBEsmi Vokik in 
hamiMAT Wfliae als Gegner fW Fnlb4^wffi;iiii|{ «rrwi^Imi Imti«,' 
Dasvegen im er im Jshre 1643 mit «riner befugen äolirift 
g«^^ die OopperDilEttnnr hervor, di^ d«tn ftcHOnitn Tibet fllhrtar 
Alnr iftliirin fri^ftnr. OaühknI)! scntxtn ninrt Oi-gnnHrhriA mnt^ «mIi 
jfidcrh von d«r THrnfTi^iilichuiig dnncellwn alu tun HtrAii sa 
vunanicinn. Dii»<t! AL'hrift uL (Iat dritte BrUrf der uutor oliiunm 
Tiud /V fMr/^« VmjiiYJfsiv fic bestellenden SAimnlung und wurd« 
](I4f* von NKUhAKtii« ohne Wisseu und WiIIm) UAHriKXDifi ver- 
öff^nUichf- nif^rmiif ernt' crrfolgC« der Wiitausbmc.h MuEiMti in 
jnniT obluinrvübntitn li!»inrii SohrifV, f%tT tut Akimr h»i/ kKon 
i^rrr.'^ Es ^lei^^t iln in diT Widmung : „Mi r.w«*!!"!« nicht, iimSM 
nijin Hinüi' sugf-ii wiril, dtmvr Pygmi^ tittt dbu IUi-tu-d UAXtim 
tTOi£ aeöner dreibändigen BewaiTimiig unier deineii faöchak 
gtUcklichen AitHpioien niederg^fftoUlagan,^' Der Rnmpf abrr ^ 
um »o notwendiger, als in den leisten h««1l8 Jahren nicht 
wenigf^r nU drvi Werke von berllhmtan fraiLit^scibeii ScbrilV 
Ktellfro pTflchinn'-ii «oien, von donen der kjkiltotiAirhnn T^ligion 
^rhJLdignng dröhn, nümlich di« Philf>«ipfii<^ D>^>*caktk»\ GiMr-JT» 
DiM hpikün^iHi^bn Lahm nnd rin«i frjin/iHtHt'hD iJbtirWfixtUiK dt?» 
LuKan. MoatN g«ht nnii äxn gtucAraidbcbe lliaorie diirofa und 
»ncht nacifa XU weise iif dars bowoh) die Hypothese von den Atom«n 
al» diejonige vom leeren Räume eintf b)oi'»e nnd nichtige Ein- 
bildung Htfii. VftrgAblicb über wird tnun unt^r H^innn ßinwRndnii 
und Wid*iH'tgiingÄ¥«rwnrhpn irg«Tnl pinvtn Owinnk^n von ßel&ng 
auclieu- Mom^ 3u*igL lüch dinrhain« mIh iiin Matin, drr »t^inim 
Oegner niubl venHobtriL will o<lar kann ; all» iHfine Kiilg»gntiiigi-a 
Mtden ünfAph das al^ nnwideHegbw bewiesen voraus, «raa eben 



^ OpXn^ 4Tlb. et |i. 478^ 

< Uvf Mtfübrlktu TiUI UiiUt: XKuvrlalm Jo. »Alt. Ho«m DmIoM 
»«dicii ci hm^ia lUgü lUtbMWttUQ ProtiManjb Dt «Ami« rl raeuM coafaa 
PvTPi GAiiir«3i pkildwpbisai Bpi«iuimii. Ad Mr«aiMi«ani l^incipcai flcpnim« 
Borb««i«ft lld(«aii«Di E|ä>Q»paK, B G«f««ai a prvüa Utbkl^n. et«. IViäia, 
Apnd AnOiorvn, fp SuttirlAo D. lUmUi, jttzia ««Ana Titnim DMtftPM 
lliriMiua« TuD «t-Bd 3lAC«««n> ßu«ilkll*^ ia Ci>5«io Bcflo. UDCL. 4. «8 9fi,\ 



Iwtm ffßftn iTii4ivti 



1«5 



GlBCiicKDt «cbArfürönig b^sireitotf ubä wolleti di» altua acliolft- 
«tiHrh/^n Itf'^iro Ninrttz«n, oiu di«" dJiSKe oinzusiofs^u. in deDen 
ilittfü iielbdt> Hcfaon iinfgi^hi^bfiti niTtd. DAfn rS.i»^-iKNt>i kt^ino snh- 
■t^nidencb Formen Kulan^r, rxKclii^mt Mobin »U i^n TTmipt- 
f«bl«r (p- 7% Din AriTEu^iTctr YDD Atomen »olicint Ihm tlhf*r- 
Ufi0«i£. da ^iP vier Ek'meui«) od^r dr^i chemisch«» Priiixi|nen 
ftlfl PrinjdpiiM^ der Äufli^ii&g gecQgen. wenn mau die mmim&Jon 
KUintinUrputikoln der Körper nl» yod <I«r Nntnr MLbo& nicht 
w»itnr Anflö«1)«r ftneii^ht- Anc^h vrti^n dio Atom« gm nichfr 
gleichArtig'. da dm khsiritdt-n TRijn dr^ Wwwen, rler li^rdr, dt^i: 
Gtftma «tc. wiederum W>i!at-r. Erde, (rl&ct b1i«f1>Au.' Kr bftgrniV. 
ftbo gar nickt. da& ts eben darauf ankommt, di« igualitattv« 
V«T9cliicdonbeit der Körper anf qniintitalive TIuLcntcbtedn «inrr 
«inbeilticbvn Materie sa bnngfin. Ebeneo stellt er dem B«- 
atreb«« (Iasakkuis di« QnatitJlt den Weichen auf die eine Kigrn- 
aoh*fl der BcJiditlt harter Atome zu begrtlndec, nur iici;|uali- 
fiaierbare RedeofLartcn ptii^i^gnu-' In dfsn x^crscbtndmraL Hn- 
atalten der Atome aiehL er ein«*« Widen<f>ni4^!i gegeu ihre Olekh* 
mrÜgbeiL' Die Aniuhme d^^ Vacumns xor Enitüftlichiinjt der 
Bewegung »ei nicht nflüg, da Treuuun^ und AunlVdlung gleicli- 
veilig, nicht nacheinander erfolgen. Bas Wort-spiel vom 
^««rooi* It«;iiQe finane) nnd ^leeren" Fi'ftgen und Uründen 
amh ihm hier aU JlBaptanitbel der Polemik dienen.' r><rr For- 
derung des leenm Ranmi^ zur ErktiLrnng der AnndeliDUiig 
tmixi er mir die alte BnkttupMing f*iitgegT;itf itaiW drr 
&*am sich Dach der Materie, die r^y crnthHlt, rloht« und mit 
ihr Eugl^icb eich atadehue. Wenn ein WaMorteilcheu Jn einem 
harmKiftcb verschlosit^Deu Gefiilse in Dampf verwaikdelt wml, 
MO Wfirdf* w^der diwi Oefltix erweitert, noch trete die Lufi attjt 
dmn Geiar:ip hrr^uH. nm Pla'.K fnr d«m Bnmpf zu !«clui^t?ii. 
aouditm der Baum, welcher der Drt für das Waaeor ttud die 
Ltti) war, bleibe ala adlqnater On. ftit den Dampf und die 
LnA. Auch nehme em Atom im Dampfe ja gar keinMi 
^rü&ereD Raum eiu als im Wasser.^ Nnn Obeiirftgt Moutk wieder 
MÜnr AiL^icht von der IHent iiüi- df« Räume« nnd der Materie auf 
Ojübodu Ph^k. um ohne Räcbuobt aof deaseu entgegen" 






- " A, •. a p. 




106 



roKiT fifl^m UiwKVDi V«Hc«Mnmg, 



gG»?t2t0 Annahmen ihn txt bfkftnpi'dii, wenn dieser dt» vefv 
«rhiMrEiiiiFt Dii^KU' (lf»r KArpnr luif Htn Bdimint^hnng Afr Wmi 
KJintni^ xiihli:kfti]irt ' OAH^KKbitG OLWihtii^lit- AiiKi<-hl»a von dor 
Loft müvn dAlt«iT NUu»n»m, daT« di«sar die Erdfwiwegnng an- 
uüaiDt AJa l>^oud«ri4- FaliW «rsch^mi m Homix, dafk nach 
ÜAi^sKKDis AnnaKmao dt« Laft eicht in Waw»r verwatwiftlbar 
9ei^ Gegen die gass^ndiache Theom der Anfl^nng uird ge* 
mgt, dafa das Wagner b«im Auflovpn lontn Voliimnn otit^recbend 
vorgrfVfsprf».' Fftr die bestimtaErf^n KiibKLanzl<»llen Können ais 
I'rin/ipifiD dor Dingte npi^cliu im QogvtuMtse xjti don Atot&OQ, 
d^ oa imrudr nur «um b^KclirOukta Auiubl Arten gnbe; wuma 
gebe ea k. B. blo& siebeti M&Lalle?* Und wenn das Waclla* 
Ulio duTcJi die Nahrung auf der A»rnahme Ton Ataiueii beruhe, 
wnmtn W4'rde dabei die Art boiWhalten? Ke venohiedene 
Ov^jeIhU. ditr Aukqii \M^i gbnrh'^r ^tnfTlirhkeit i9chlWKf> Qbrigeiis 
}«ch»ii «litii dufK dir Atunti? si-Jbut uuh Matori» tind Fonii be- 
stehen; abo setuu doch anch bei GAaajEüDi Uauitin oud Form 
die PriDaipi^ü der Dinge.* 

Pie«idn ülÄrliicblicLeii Wortklügöleiwi, welche eine Wid«**- 
Ivgiuig der AUimisük itarBtellen si>]l«ii, fCigt nun Koki» bo»- 
haAa denunziato Tische AngrifTe hiiURi. Er bMcholdigt GA«#i?di)i, 
falschB Lehren g«g«ii tiocc nivl die Kirche vorgebrsobi an 
haben.* 

dchcin in GjiGHUfbig L«hr$, Qott bah« dia Atom« gMoliaffMi, 
riiolii MimiN »ini'n Widi^nfpnwh gfigon die hoüige Schrift; dann 
riou Hihuf im Anfang Hinuu«1 und Grde, und nicht daa Chaoe.' 
Kine ofiTtnbare Ketxem ab«r wDl er daha önden, dafd Gaw^itkui 
dafi katholische Dogma von der Kor?ixisl«nc d^r Ktrigktoi 
mit dpT 7,4'ii b?«tmi«, GA^hxni behaupte, ein der 3;icc«iie]o& 
eotbdbr^ndor Moment kl)nno «Wüsowanig mit viuvm saca<iuiiv«ti 
l>ing** koMci«ti«rti4i, aU vw HtiHd«hnitiiga1o«er Punkt mit dor 
Lini*. Man wünl* dah^r ncrhtigvr «agün^ daf« ivir mit Gott 
kotixiKtinntn^ il, h- oin Tmlrhfrn dtT Dau'-'r habvn} iii wt-lcktfT 
Goti dauert. Di«a «ei aber kelEeniGh,* weil ai Gott aineia 

■ A. m. 0, |L 1& > * 4* a a p. 1». 

' k,m.0.p.}9 - • A- «, O- p. ÄK - • A . 0. p. M 

* A. t. O. p. 96. - ' A. «. O. p. & 

* VWt dlo IkeclogfMbfUk Ktiiflluda vi» mtuii liar Lehrv 4i>r üuehuitflk 




Ifrmtt flVfco QjatfBini maä DnraviYr 



107 



iW Denier xn) und wnil um (Isun «uiMr Ouit nui^L iwdr« ^wi^ 
Wcvtinn K^bv.' — Gp^t^u die Kirv^be &b«i feU« (x*GSEin>l du- 
dureli. lifllä «r die Afitn>logie l>esU'«*iio vmi no verbotflU wisn& 
^otl«, wfthn«Ml doch dm tridontmischo Ko&ti] di^ AivUiolugi» 
gefitjitA«u Obrigen« wordc Holnr [KohtN») .^jrfroJo^ GalticQ Ahn- 
lidiH DonkfilbBittTn (vin deji ün^Uubea &n difi AstruIof;i«J £«r* 
«mumti ngleirliiriti dl« Boutv, w'm idcli l]«r&usstell«-ii wird, lo- 
iinld Alt- wird ))0r«ui>gi?gpbtfii vri^rden aoiii.' * 

Aia Si-'kliiJ« «eiiiira Pam[itü<*la WMid«t »cli Koaiiv nocb 
l^egMD DucAJiTCis w«lohtir imr SoböpfaDg«grwc!ü<iliLo wid«i^ 
apnwi)«% dir ßi>w«gimg ^«r Rrdr Iphni und ucb aof Atome 
und ilaü Ti««ro sLAt^O] dji viiie Ab)ii)«< nidibi aadru MJeii, 
mU der rrinfi angiocliajreu« Imre ßaitiDt den er irotadem aoii 
■önjugnu PrinKt|i dt^ iilt^sÖHcbifD Diu^ maciae.* 

A!» rin Zeic-Uäu Uo>i3(»cli«r lubelli^oAs mag liier ans dem 
BrüfwMfaset mit DiEMABm aock na€lig«t7«geiD worden, daXn 
Ifofttir verlangt bst^ die Vatcri«, wdcbe die LiohtilbiTrtraguii^ 
««nuiUle, fiol]« vn1b«t durcli^ohtig t«!!!!* So wenig liaUo er 
«äwa BegnfT von mpf^haiiisiRhitr NftlimirklllniTig iiut) der Be» 
dMitoti^ drr QavitUl. X>tm Kmägn, w^jt er ri«Il«cbl mit Ite«lit 
gAgvm DwcAETls rtngewrDdH liAl, war, daDi er sagte, dieoer 
fcomm«» mit taäuvT AuAnilluug der Poren Üja üaendlichr. 

Den UnKi^Hcben Auaf^hningeD brauchen vir nichts hiDSO- 
siriHj^n ab den lipb^^nKKlHigen Zng Fwineit Charakttm, dab 
«r dem krtnklicbiin GA^f:ii>i ftU- Ei>do Jnli oder Aniang Aogost 
16&0 aiu witralagiMiluiii OribMleii d«m Tod vonumagteT odeTf 
wie nr tieliaupiab, mir, dalk sick jetter dann in Todesgefahr 
befinden w&nJn. 

DifiOebflftügkeiL des HuKmHheo AngriflSi erl»tt4rt£ BturoR 
*ü, daiji er iUr (^AmKxn in einer Sclirifi antwortfilA, di« allet^ 
din^ an ZartLeil d«s Toik^ •km O^gn^r nii^bt» nachgibt. Ea 
beiAl darin -. ^Sag an, □ DAmcm, wdcber Tcafal bai dich aiu 
dv HaIIp IftiigplajiMn, dafa da mit »olcber Wut gegen 



* JL a O. f.. 3L r^mKk dßinL UM f. t^. Ui. 
T Va r ttL M«r *m Sl JUr 1S& 




188 lio%ts gegen Bbkntbr. Diobt. 

einen so guten nnd frommen Mann" (wie G-ahbbndt) „so gotÜos^ 
so frevelhaft nnd boaliafb lostollst?"' 

MoRiN „bewaffnete^ darauf noch einmal „seine Maus vom 
Kopfe bis zum Schwänze" und maclite, wie er sagt, Bbbktkb 
ebenso lächerUch, wie G-aöbendib Philosophie jedes Christen- 
menachen unwürdig sei.* Es folgte noch von Bbrniee ©ine 
Entgegnung: FaviUa rtdicufi mwm, und von Morih nnter dem 
Namen Vincestiüs PANURars eine ^istola ad 3ionnum df tribus 
imposforibus (nämlich Gassendi, Berhibr und Neubaeüb)j womit 
denn, wie Morin behauptet^ Qassbndi gründlich unterlegen sei, 

Gassbni>i waren persönlich derartige litterarische Balgereien 
höchst unangenehm; seinem Ruhme und seiner Sache haben 
sie nicht geschadet. Der Name der Qassendisten trat mit 
gleicher Achtung neben denjenigen der Oartesianer und be- 
zeichnete eine der einflnfareichsten Richtungen der Natur- 
philosophie des 17. Jahrhunderts. 



Fünfter Abschnitt. 



Digby, 



In demselben Jahre wie Dsbgartbb^ Princtpia erschien in 
Paris ein enghsches Werk^ von Sir Ebnblic Diqby (1603 bis 
1665), welches ebenfalls eine Korpuskulartheorie vertritt. Es 
läfst sich dasselbe zwar weder mit DBecARTss' noch mit GAaaBNnis 
Arbeiten an innerem Werte und an äolaerer Wirkung ver- 



^ Anatomia ridicHU muris, h. e, Dissertatiimis J. B. Morim, Aatroloffi, 
adversuji cicpo^itom tt P. Ötwstfndo FhHoi^aphüim Epicuroim. Per Fkanc, Beb- 
«AHiüH AndegaTieasam. 

* AstT. Chlt. p. 161. 

" A treatise ttf Ihe nahtrt of b<tdieJi, Pana 1644- Uir Mcg^ die Ittdnucbe 
AuBgiabe voFj welche dea Titel fäbrt: Ikmrm^atio immGrialitaUs <miwwe 
rationaiiitj UTe tractataa dao pbiloMtpbid, in qaoniia priori natura et epermtionv 
ooTpomnif in poBteriori vero lUtim koinifte rational» ad eviboeadain lUxiU 
immortalitatem explicantnr. Autoni Ebnilxo E<|inTi BiosAfio, Gakolo Primo 



it: Dm F^trirm dar VtrdivtituE^, 



Itj» 



icl'iiclwn. Imin nb^ d<wh hier nicht mit Stilt4chwfiig«n Ub«r- 
^mn^^rn irrrilft). vcil DmnY intLummfji lunnn PJg^ntilnitu^liPlj Vor- 
xuuh Ti»rl<-!^ AKlhYtfTKLici null ilü: AtoinurJk zii v^trf^Jiyiitim, nii- 
dr^n>uiu von dini Zuitgiuioiai»i] in hoher Aobtting nobim 
0Aasi£(Pi und DiM'ARric» ^vuaiml «ninlo;^ nÜL tut£t.tfri>iu ntnud 
«r ftocb in pt^ntönlichem Verkehr. 

Dinn will sich mcht mit der Art nnd Weise emversUnden 
•rkUrmi, wie bei den Neueren d»^ Kcbwierige PrT>bl«ni gdlOvt 
wird, di» vpT>cTiif»^^mcn (.TruiJe d^r Dichtigkint d«r Kürpftr xit 
nrklama. Bi» ou^wtlllligwin EigfftmcbMft (ttETpotio) luiiiw K5r[)nr» 
in «ein« Qu^ntitAt, Kaiw» od^ OrnriH>, Bii^w aber i»t nur an- 
gebbftr duri^U UäKüutig, d. b^ dudurvbT d&ft« Kteinenw in i.^me:n 
Kür|ier etLihalUiD ist, sii' iHf^ bIüü ideuttstib iiÜLdtM- ATjadi^liuiiiig 
fmd mit der T^lbArkoii,* Di^ Teils kf^nnen indewsn iiioht 
«rftf im gvn»tn Hein, flonst mOrffto das Gsnite stw UnteiiUtfvn 
utMoravogvjwui HRin ; t^ kmmi dioNU almr wmjor kqh oinvir Ui* 
gnm^cten, noch »om «iner nnbvgr«nxt«n Aiue«liL Uiil4*il barer l>e> 
«Lebon^' Did Kürpör babrn vvrürbieden«? 0icbte und bind un- 
dnTchdnnglicb. im dieLufreti Medium mufA abouiubr KOqwr 
Min {coupr«49uiQ et coostipatum) abi im dOnnerao.* Wi« cUm 
mAglicb 9^1, Hii« ist di<9 PrAge^ wekha eH xq lösen gilt, 

Krnige, ntii^^r ibnen d^ mir. BAcht ho«hgftrQbnit» f)4ULitr, 
HAhm^n jui, ihkfn din DAntugkAii dvr K'Vrp^r blof« auf dtr Klnin* 
bMit ibrar T^Utt bbrub«, nod der Körper uni «o vrimigfir diohi 
■al, JB feiiivr die Tt-dt^ *tnd. GlUUD Bögt » p. &H) DkU- !dx ^oin) 
dnb d«r WiderKUtid «icivei Mitt«b geg«n di« Beiragmig uitiiw 
darin h^rabdakeaden K^Vrpers am w> grorser werde, je klpiiiifr 
düi Twin diveea K0r|>Ar9 mnd, und nchli^Ait daraoj, dafi djp 
J\r,rTv^T tjhi wi (ipezifiAcb) Hcbvarer und dichter aind, ^ grAGwr 



iu^u4 tir^UAtiiM K«fi a Secmüori Cottdavi M b MbM RMriliMii ltelaj*ciat«»e 
Frwnpaoeic &iAvflieo b ktipa« tc»« op«fl H iladia J. L Pncwiujiiii 
Mri U >vl. pn«tei* iHMf4ijMi wikar« ThoM4 Ami«, Frwi^nhrtl 
■ Uli Im Bns^kr TifftMMF 10B4. D«r W>dM»Mnfc'i«r u d^^a Mui M 
^iU*ft M« 31. Aiffvit lOU. Ab AnU^i l««Mbfww» /><r^Eii£ ^ « lat— 

* \>l «t«f«i3r>(. Cjy 1 P' :;]*. — UarcKKft. T, V p. flu f. — Bina, 

i>^ tl |; ^«-r - U^. r ^i fa^. rrbw «««ff 5y « | «. f^U«. 1M8 - 
L«»«r«. M -vM 'iE^i.M.itj VJ p. 47 & a. /« ***r. 

■ ntttf I iL r p. »L - ■ A- a, o F >i ^ ' 

• A, «. O. p. 1*1 




190 



DtikM4 iff^wM^kiHltn iW* rnflf1ain> dor Dichiit. 



doT K6rfi«r mvM dtsr grofflerOQ oder k]eäiii*r«Q AU^d^ ihrrr TciJr 
übtt-haupt «rktärt werdeo, so aaUi diw immör vorau», d^'s dir 
betToffondtfu Kärger aieli in «ti)«m l^iobttn^D Körper (als KiUM) 
bew«g«it WodiircU iat nun dieo^ leioht«rV Wono die "' ' 
d«a K^rp^rs dicht Anr^maGdcrgedrAngt «itut, so hilft c« m 
daJV si« kloän nnd; wtfun «bor nicht, vodarch »ollon div* dikDD 
aotwoodig Torhnmlon'm ^wiftcbt^nrätim« au.igrfullt nein? Bogt 
man. dnirh «incu l«icbtet«& Stoff, k, B. Lntt, 00 ^oht di« Frag« 
ins Unendliche wedier. Sind ab^r die Stotfe an ncli gleich 
dicht und blofe dnrch die Kleinbeit der TeiJc imtontchiedcu, 
90 vr&rde oin Urtetcr Hioü\ der koinc Ponm mehr hat. veü aU^ 
T«ilo doch gleich dii^ht anoiuandcrgodrlngt sind, so schwer wie 
dor dicbteaU »ein irtibMeD.* 

WUl man die Hypothese der Bi^imiscliinig de« Vacnniai^ 
galten la^itioDj 50 Lft f^n nicht nötig anJciin<^Hini^ti, dab «IId KCTp«*r 
Vacaum eathalteu, aoiidetn ets genügt zur Krkliirang dor grfSr^feren 
od«: gcnngM'en Dicht» dtr Körper dw Annalinie, dafa sie in 
ihren Poren mohr oder weniger Luft eothalteu. Nur für eiu^n 
Körper, den dünnst«'», al»o wnhl die LtilK inb ea ancrUfRliob. 
»eiiiö f^rfiJsere I^tii^hti^keit Jurrh das Vucuum jsn erhlftren. 
Aftti^TOTKLBa lehrf, xwai', dal» di« Dewegung im Vaounm onmÖg- 
licb sei. dagegen wandet» mau jedoch ein» dies gclu- nur Ton deni 
Tftcniiin im grof^en (ooaoenratain), tn dfm Körpi;m nimmt lasn 
da^egi*-Ti nur solche leare ZwRt^lii^nrAumi* [iti^ wfkhr kl^intfr 
alt* din Kvrpuskfiln aind, «0 daf> dinwe »ich itiimor L-uröhren.^ DraiT 
wUoachle !iß]ir, d^lit dirf«n Hyputhc^Bn atKcrdcbeT denn die aeinige 
M Tiel acbwtrer verbUiiidliuli, uad er m^bte docb görn, dftßi 
9m W«ik m^glichflt eben, Itricbt und von Sckulausdrflckeu frei 
aoi. Aber ihre Nachteile sind ea groCi« Nach Qai.ilki iat 
■WAf«i»r 400mat to schwer wio LniV, nach MAanrut* Or»tali>it« 
Oold ll»inal ao Hohwer wio Wawtttr, ahn OM IGOOmal an 
aobwer wie Luft. Deinnach mäfaten, wenn die Untersobiade 
dar Dk-hügkeiteu der StofT« uur iu der BeimiHt^lmug dvn Leervni 
besleben aoUea, die Teilcheu der LuA< «neu TOOOfaclt gTrifäeren 
Bamn eiunebmen ala die de» Ooldea; das aber wOide zur Folge 
haben, dafs die Teilchfiti sich nicht mehr bcrühnm kdnni^i], wall 



I 



A. i. Q. p. «>, ^, - « A. ■ o. ^ ^ - ' A. m. it r an 



1 



SqMwi ntf qoEttÜU. 



\m 



rGfl Porm xa grot^n werden; sie irflrd^B „fimti^Ten^ zumal w«dii 
D«! bertukmchtigif d«!^ doch im Gold« modi »obon Porai MO 

Dil» Bdrmchttmg DiauT« wt ipUrti it«t nowoh] wogesi dn* 
]k "^gi[iiaiiiitativ<^r 4>mp]rU«bArVtfrtiAlti]i)i«i, bUmm)!! 

rü. _..,; , tri« diu Kor[^u7Lkularth«ont* ilrr oTHCati HlJft« d«« 
17. J»hrliuud^ru an der Vorsi^Uung ÄnAtola Ejimmt, daß did 
Korptl3k«>ln frei durch^tmnder flnrcnifiren ; in d«' Th»c MhMat 
Qb^rall die AmiAhme, dafii din T«ilrliAn wh berühr«*!], stitt- 
•oliwoigpnd vxrrwng^oixt xit *nin; snlbitt Ojii^üiEitiii r^ruuiidvt 
«0, sich doatlich dArUb^r AUsziiicprfvbnn, 

DioBE ij'llut vurauotit da« Bttxol der Vfudiüblung damb 
NÜi«t DUkDiti^kiti der B«gnifa Quantität und SubalHDi xq l^teen. 
£« gibt nnr «ioe Snb^tAnc oder ein Weeeo eines Dinge«, mobt 
«bir soviel venchiAdt^ne wirkliche Xatttreti, sU wir an dea 
Dingen erbentipo: wohl »bpr gihc n rq vit»\ verschiedeDe 
formal» B^rifTo in nnttmr Sn«lo, «J» wir mit Hilfe der Sijtae 
in d«n Dingen uafTajiiPa, Dah meUpby«itu!h<* Ping ii4 daWr 
ehi rinv<?bi«tdvnuM^ indofem en tmUrr veracbied4<ntfn GcMichtK- 
pankcan •r«cb«iDt. imd hat dadurch dieFihigkeil mehrere» cu 
fthi* Dnrch daa Eintr«teii in dem Intöllekt bekommt dks Ding 
Mina Erätenz als Einzelding.* Daher aind die OrOfse nnd die 
mit ihr idenri^^h^ Teilbarkmt nicbc anveränderlich mit der 
SQb«uwx ibrom Weeeo njKih verbunden, «ondero mit deTM>lb«ai 
äab«tanz IctbQoen venohiadan« Oimde d»r QnnntitAt verbnoden 
«rarden- Dflnn ditÖtfifiM in T«ilbjvk«it bo«tdht »n folgt, fkrii 
das, was an ednem Dinge nioht 6r5&« ist^ auch nicht t«ilbar 
iat) nlao fQr moh betrachtet jeder Quantität i^Mg, aber g«geu 
j«deti Grttd demalben indifferent ist. Damit ist die Gnmdlage 
gBWDODiin amr Möglichkeit ein«« grOl^eren oder bleiceren V^- 
bAltntaae* zwUchun SnbKtanjR nnd Qu&ntitAt (Ansdehnnng).' 
Wann ein^m K&rjier die t>icfatigkf»it doM WamAra irakoTsnit, 
•o beatUt er ein kleinortA VerhlÜtnts der Qiuuiiitftt i Atiadnh- 
imng) fnr Snbetana, ala ein aoletkeff waleher di« Dichtigkeit der 
hnA hat, nnd «dn gröfteree ab ein Körper von der Dichtigkeit 



> A. 4. 0. p. w t * * A. •. o. p. 8, 

■ Trwot. n c- M a a (L 46M«r. Tat n 8. 9di 

' tV*HL I p. 30. 



iwi 



DmiiV: QunlltlL «iid SnktiMU. U^ümTiu, rmriiat. 



iim <h)\dm. Mau uiuT« uämlicfa cUW suut Vorgl^uli« da« Vor* 
tUtluiis tl«r j^tv^amieu Quaütität d«r Wek su eio«r gvwiMu>ii 
^letcL&rugeu t^ubfitAii2 zu Grunde i«g«]i.* 

Iflentus ftrgibt nicli die orat« T«Qutig dtn- Kiirper, ttelufa« 
darin bestfrbt, dmfk in ilmrD die? Qn^atilÄt mit dt?T 8ab«t«jis sor 
Eampocitioti di^r Kijr|Hsr suAftmiutuiriilt- Dcruu w«fun dar Kficpor 
defiiiüirt winl ab dti£i, wati »ua Tdileu btsAtoba, Quautiläi 
abnr äha mt, wuaTeile ertoiUf imd di« «rat« AJ7«kiJi>u di^r 
QuAiiUtäi m grÜAflor oder kloia«r zu aviu, so uiu& d«<r 
emtt» Uriterschiftd im ^Toil«) bnliviu* d(^r Mtiti, mehr odiM* w«uig«ir 
TWIp KU hab«!!-' ^^1 

OAfx dioMT VonttifRfoLfiuiig der Physik ttwlaphyniiiuhrr Ar^^ 
i«b, dürlu iiichL betVoiudeii ; d«im «iicL alle audum Tbeorieu ditr 
MaUirie, vcr alle» did Alomi&Uk, be<dürruü derartiger metA- 
pbysidcher GraudlageQ.' Eitie reale Teilung lutd TreonbaikeU 
(vera(T«ali«; divi»ibiiitMj zwüfcbcD QitaniitJil uod Snbataaz m^ 
abuf angt-nummvn Wftrdon, wcJl wirvotistucbt vemtehrnköaiitrii, 
vrinHo daH Vor)iJdtrti--i der QuaiilitAL gröfiicr jicä ab daa d 
Uubnlaiix liud timgtrkohrt.* 

JHkI laHsi^u »ich difi GmudnignnAebafteu der K^^er unter- 
•uuhifii.^ Dicht täüd di^rjnmgtn Kdrjitfr, iu deren Teiliuig 
ofTeubare ScUwierigkeil aiLftnU. d ü u u Jiejmiigeii, deren Wider- 
at^nd die ^iime nicht ituUn^Hchcidexi. Die Kadiif der Dichlig- 
kait (Vcirdtohtang, dathias) beateht darin, die Teile de« DiohtA) 
aich cu nJlh«rn, timam in ennud dicken und vu visreinen, die* 
jouige der Düunigkftit i Vi^rdünuniig, rvriW\ darin, die Dinge 
SU XM-KHlr»ueu und xur Teilung (Aiwlnlinuug} Jtu diäpouiereit 
Erster« herumt die Vemdütfbbarkvit der Teile, leUblero fördert 
sie. Die»« BegrilTe &itid Kehr wifii zu iaHaeu, ea bectehl 
PAbJgkeit %Q wwvidlic.hM- VarieUU in B«aQg a»f daa Hehr 
Mtndvir in demolben An. Uit den UrundeigenaohaAen 
DiehUgkoit iiDd Oannigkeit* kombiniert «ich din Scbwcre und 
erseu^b dadurob die Abrigeu EigeiLachalUa. Aiu Verdicbtung 
und StJiwvrB entflUrhi Plflaaigkeit (htnniditaa), Weiib die Schwer« 



' A. ■- U, p. 17. — * X ■- 0. p, üö. - ■ A- «t >J. 1» i*- 

* A. ■- O ^ ML — • Dl« KnlgvmU a. «, U- & 4 n, 0, p. 31 C 

* Wir tnfOea tintWehl it» Sitta 

and VtfdüetraaftkiBfL «preefata. 




:r, w«aB vir vou Vtfdkbtiuiic« 



wmi Tri>4kpa] 



• 



und dringt sie ia Ennann^ltiiiK «ino» Uindcmü^es bU ftc doe 
Zentnmu Dahor QoUuion dio Flüs^ifckuitou, nich solbst über- 
Iassaq, KogelßcaUüt an and bceitseoa di« Pühigticit, überftU 
«mradnoeoa« 

Tnxdcono Kbipor ontet^hon, wenn die VordOunung diö 
äcfaw<Lro Übcrtrifll' Jedoch könnon ftoch txooket« Körpc^r <;r* 
t«a^ werden, wenn dio Verdiohtnng gi^ieor als die Sehwere, 
«nd UftHiffc, wenn dio Sctiworo grösser als die VordÜnnung 
Wt. B«t den trookencn Kßrpcni bcftteht jeder Teil fQr äch, 
tmd trwar jeder der kleinet«u Teile, in woloho aic geteüt irorden 
köiuien, weil jik die Verdünnung fdaa Trennanpivennögenf die 
Seliw«n) übflrmegt: wenn di«€ Teile nnn mit KTorder Uc^veJt 
gcgon einen ffunammongoeoteten K5rp«r gelriebeD irerden, eo 
könnrn nr* leicht in die Poren eindringen nnd semit die Tren- 
nung dot Bcnt^ndtfiilo bewirken. IHe aber iat nioJite ander», 
aUv die an«to'.ohnohe Drfimtion der WArme. Die «ehr dünnen 
Kjörper sind dalier trocken and wann; ontaprecliend «rkl&it 
eicbi daf^ die diobten Körper kalt itind. und Ewar sollen die 
mUü£ dichten Körper die kältesten t^u, weil solche ihre 
feinervn Teile Idchter in alle Peren einen Körpen bincineenden 
und ihn dadurch iniaanuneniüehen kennen: der diehtoste Kftrper 
kftnn nicht der kUtevte sein, weil die K&lle eine gewiaae aktirn 
JSrait iaU und dasjenige eine grßieere WirkungsfUhigkeib ent^ 
faltet, wo« geringere E>icKfcjgkoii bentjrb. Daa sehr Dichte ist 
trockener als das «ehr Dfinney weil o« seine Figur besser bei- 
bcbill. 

Es hat kleinen Wert, die Verteilnng der Eigen^chafieQ an 
di« Elemente, wir- aie Ditisr Teranchtf o&ber zn verfolgen, da 
aeine unterscheid ung von Graden in den QuaUtütvu doch 
gftnabch relativ bleibt nnd ku keiner wirklichen HaTsbcstün- 
mtmg gelangt. Man kann seine Angaben etwa in folgendem 
Schema zur Ansehanung bnngan. 










L4Jktt«U II 




Lnfl: Bt«u iUdb, «tnv vsrta, «ekr SBvMg; durcbriobtig tuwch tbur. 
WAtteri Blva* dükt« lohr kftkt» etwa« Ateäg; rintvhivcklig^ctitbar 
Crdai Sefar di«k1> ctm« Ul» wkr iroaktra; tiiuIutchnohU|{-«clitb«r. 

Die hier als F^m^Tf Lnft, Wngs^r. Erde b«r3t«ii^)iii«Kai Körper 
■öUm iodesseti lucbt kI« )rgm;dwn in der K«tor m^l Yorhand^o 
betncbMt werd«m, raiulnm «iti xind Fiotionen, gewnsen&al^Mi 
di9 Idoon dirr RIcmiTnt«, 

R« folgt DttnEoelir die AblmUing d«r B«W4*gung ■<»( <Uii 
KigftzuM^UatXeiuderEleinADte. Dia erst« TbAUgkf<iiL di<ir Klomf^tilo 
brt ihr6 Teilung, woraus die OrtMverftQdening tintsiuht- Du« 
DüDU^ ist leichter teilb&r als das Dicht«, weil oa molir Quan- 
üUt, d. i. Teilbarkeit, «^ntb&lt ; eEi drin^ dalier tu da^ Dlctife 
em, and das ist der Ur^rorg d^r Bewegimg. OrrsbtiWdgtmg 
ist alfto nur Veilndemng der Relation, wdlcha dfta ßeweg-Hob« 
KU d^n übrigen Tf^Uen d«s ünivenramB baeitot, antstandm durch 
di« Teilung. Ort ]j>t die B^tgreosnog^fiAchd andrer KArpor; 
riutiiliohe Bowagring iift ilii>ji*iüg« Tvilong, dorrh wviobv der 
Körper den Ort varknd^rt. Um dan KArp«r mit awiem Ort« 
txx T^raüiigian, bedarf ob nioBt dor f,£z]titAt*'p Boodam dbi» Qhad* 
titttt allain reldic aus. Alle Wirkimgen der KArpar baataliaa 
nnn tu rkumliehar Bewegung eder «ind aoa ilir abseulciten. 

Das nirknngsc'oUsCe Element ist du Foai^T. voit aoina 
Toikliea am leichtesten in ceino Nahnmg eindringen. Denken 
wir uns ^en fetirigeoi kDg0lf4>nnige& Körper, eo eir&mc doa 
Feuer in allen füchtungan geradlinig vor. S^iue Wirkung 
hflngt davon ab, ob dftr KürpAir, in welchen &ß aindringt, Poren 
beaitxt oder, wie dir» Kleincnt«! ohne Poren isi^ Hat di^r KOrper 
Poren, «o treibt d&n Fener die in ihnen enlhaltonen Kcrpiukoln 
heran« und ßondeit die Bealirndtnile; hat er keine Poren, ao 
kcuiint na darauf an, ob dt^r Körper dünn oder dicht isc Ein 
dünner KOrpef wird durch den Andrang de« Feuere geteilt^ d. h* 
ansgedehm : '^in dichter KOrper. wie etwa irgend ein Erdatom^ 
wird awar iu<;ht sogleich geteilt, aber doch sohliefiilieh durch 
die Dauer der Wirkung beeiDHuIrt, ro <hU* nich Teil» von ihm 
abreiben kennen durch die Gewalt der wie ein Oier»hAnli auf 
ihn »tilrxor*dpii kfrincrt^n Toilohen dv» Feurra- nWenn wir aber 



Lidit 



Witt Atonu Knv5h&a&£ ihuDf so wird hoffentlich mcmMid 
glAulMD, da& vir mit dioa^r Booeii&iuig irgend 6twa« «l>»olut 
Uotoilbttro« htME/uchoeQ woIVea, aondoru nur di« kJeinat«n Kor- 
pntkttlD voD diM», WM ach m d«r Kfttur rorfiudet/' 

Durch dio AnfToMung ior Qti*ltUt<^D tds ExistcDK^n, welclM? 
nicht in d«n Körpern, «ondrru im wahrDohinciide& Subjekt 
ihren Sitz hnbeo, niAch<;n aich iiAcfa DiOBT dio noo^Ton Philo- 
i&ph«n tinii5tific H<ihwiori$kciit<rn infolge oruitiroiobeitdcr KlArboit 
ia doQ BegriHtin d«r SnbatAns, ExinteaiE und SnbautoiUp Die 
QnalitH«! ftind nicht« andres ala genriäHe EigenUkmlicbkeäUu 
und besondere Ketuueichen» wodurch ein Düng sich vom atid<»m 
mtvredieidet. Sie kommen in der That den Eörpera xn, 
vttrdoQ ftber nur vom Intellekt uoterAcIüeden.' Wm der 
laLdlekt W&nn« nennt, ist am Feaer «olbst tuchla ein äeine 
eig«t«j bifl zu oinom gowisson Ond« der Verdünnou^; gelangte 
Snhstanjc, dM kontiniucrlicbr^ Vont^rdmcn der Teile, die Ge- 
mntwirkiing di<^ matiiTirllfTii Bi^wngung^n,' 

Daa Lichi inl oin KCirper^ denn e« wird reflektiert und 
gebrocheoi, «a b^ wArm imd macht warm, m ist F<?u», d«9 
durch juiGMin>rdixnt1tc!l]r ViTrilAnnung Knmnti tTigc-ntüinliLheo 
ZoBtAnd vrluigt h&t/ Wt^un ni verliMrht, ko vermiacJit e» «iidi 
mit ondn^ii Bleitit^nl^u. gfhl Auch tvoM in solcht» Elbsr^ odcir 
wird Küi Erctiugun^ von Wärme uufguApMulieri,^ Seiu» B«v 
w«gQng ist nicht inäL&utan, HODdem nur sehr schnell/ 

Jcdii Bf^wcgoiig kann nur suco^nciT erfolgen, uiemahi mo- 
ment«n. Allrr Ülwrguig ist kontiiiuieHich; bei genAgpnder 
Ztvtt kunu MtlhuL d&N gr^fKti* Qnwicht durch <Un kleinT^t« Krufi 
hnwtf^ wonlnu, Rin Qttwi<Jit dnn:h »inp Rmrt howegeo, hecfxt, 
191 in liealimuit^ Zeit um eine bnstiinititii ^IrRcke bewegnn^ 
Je kleiner die Kraft Ist, um so grilfser wiri3 bei gleichem Wege 
die Zeit sein mflsseo. Auch die Geschwindigkeit erleidet V&r- 
AndemDgfm nnr in kontinuierlicher Weise. Oalilki, dem mma 

gri^r«t'4*?i Teil dnr RfTnntniH der Dfiwogiing vnrdAnkir/ hat 



> Thwrf. I p, 4«. - ' Vgl. u S- «Ol. - ' l>«t I p. *». 

' *, *- 0. p. 66. * • JL »- 0, p. w — • A. * u p. ea. 

' A, m. 0. pi SZ»: p. 97 hviftt r>« tod OaUlvi^ ri&Ui^EC«, prodlgivsi 
Ülnd aottri nm, onjot iiMrdilxU icuccuü pmpic*(il4ü sibil nft|usni iaf«iivtnibtJr 

19- 



^ 



^'96 DiOBT: BeBchletukigung. OnviUtion. 

erläntOTt, in welchem Verhältnis der Zuwachs der Geschwindig- 
keit geschehe und welcher Grad der Geschwindigkeit einem be- 
wegten Körper in bestimmtem Itaiunteile erteilt werde. Es 
gibt nur mechanische Bewegung von aufsen^ dnrch Ein- 
dringen in ein Mittel, welches dcidurch geteilt wird.^ Daher 
sind alle Bewegungen in dieser Weise beschleunigte Bewe- 
gungen^ Die Geschwindigkeit beruht nur auf der Wirkung 
des Kittelsj mit dem Wachsen der Geschwindigkeit wächst 
dann der Widerstand des Mittels, so dafs infolge der Natur 
des Mittels ein höchster Grad der Geschwindigkeit erreicht 
wirdr der nicht überschritten werden kann. Dieser Grad wird 
bei der Schwere derjenige sein, bei welchem {entsprechend der 
durchlaufenen Distanz) die fallenden Körper den gröfsten Stofs 
ausüben.^ 

Natürlich heifsen diejenigen Bewegungen, welche auf 
konstanten Ursachen und immer vorhandenen Bewegern 
beruhen. Eine solche bemerken wir im Fall der Körper. Es 
sind daher die Ursachen der konstanten Bewegung nach dem 
Zentnira der Erde und von diesem fort nach oben aufzusuchen. 
DiGBY entwickelt folgende Theorie der Gravitation. Die 
Strahlen der Sonne, d, h. die von ihr emittierten Atome, 
prallen von den Teilchen der Erde, die sie erwärmen, ab und 
reifsen Erdteilchen mit in die Höhe. Durch die Verbindung 
des Lichtes mit diesen kleinen Atomen entsteht nämlich Wärme. 
Die Verbindungen von Licht- und Erdatomen steigen in die 
Höhe, in gewisser Höhe trennt sich das Licht von den Atomen, 
die dadurch wieder verdichtet und von den leichteren überholt 
und herabgedrfingt werden. Alle herabsteigenden Atome sind 
also dichter als die aufsteigenden; die dichtesten fallen am 
schnellsten, obwohl nicht proportional der Dichtigkeit, Die 
herabsteigenden Atome sind darum zu ihrer Bewegung ge- 
zwungen, weil fortwährend Atome durch das Licht in die Höhe 
gerissen werden und der dadurch leer werdende Kaum ausge- 
füllt werden mufe. Ein dichterer Körper aber mufs zwischen 
den Strömen leichterer aufsteigender herabsteigen. Da nun 
die Keüexion der Lichtatome unter gleichem Winkel wie der 
Einfall geschieht, so bleibt die Jditte (das heifst die Bichtung 



' A. ■■ 0. p. M5- — ' A, a. 0. p. 89, 90. 



üniir: ."fchvMViA. BeUtliltat iki- &e»i^uBc. 



19: 



f 



ifa KinfoUalototf) aw m«d»t«Q frei, and dahor müasoa dio Teit- 
«faoi, wolch« di« n«oh obeu Kotn«b«ctea orsotson soUoo, por- 
pQtidLkallür xnr f)b«r&lche der Krdo lioTboiairömeti. Dio« go- 
MHühi stni)x Goob während der N&cht> m wotcber di« um Tage 
bliuufgceclileuderu)!! berabf&]l4»ii und die fTtiher hcrabgc- 
fjül'iuoD wieder vortretbeH'' 

Wdtorhin wendet äch Ui«8Y gctgen Oaulei, inddcn er bo- 
ItAupLei, dftf« <}iG «chwcreren Körper scbnoUor fallen mlLraieD 
4U dio leicht^rnsn, weil Urb&uHe and Effekt proportional 8«ui 
matriMp. Aach gegen ÜAtHiKia PendelerkJjtnmg «breitet er. 
ßei» Im um ente]kringt daraus, dafo er der Untcrechr^idung 
Gauuos fwiacben Schwere ak Gewicht mid ^hwere ab 
Schwerkntft nicht su folgen veiCB. 

Die gans fernen, flobwennachctideia Atome durchdringen 
alle KOqier, es gibt keinen Körper, der nicht flb: sie darcfa- 
dringlioh wAr«. Sie durchdringen jßdoch einen Körper nm #0 
weniger gut, je dichter or inb« und rlarnm treiben sir die dtoh- 
ifiTr^ KürpcT »clmiilU'r kut Erd». Von dum FirtLUü, dalrt die 
beiseite? gudrängteu Teilchcu des Mittels von hinten -ttolaen, 
irermag sich jedoch [>iciBr iiooh niclit frei xn machen.* 

Die Schwere kann nicht ahi Qualität Hur^ufaTst werden; 
d»nn was hei&t bei einer Bewej^uug, ni« gehe abwärt»? 
Di» Itichtung mlÜsb« aich doch auf ein>»u unbeweglichen Funkt 
dae Vorstellnngsramnes odor atif einen uubewegüoh&n, reep. 
bewi^lichen Punkt de» ITuivenium« beziehen. Der 5«gnff 
fiinM nicht Bei«nden kann jodoeh keino Wesenheit einer 
QonlilAt drr Katar geben, »inen ntibtTwnglitrhnn Pnnkr. gibt fw 
wabr&clicinlitih ftbt^rliAnpt nicht, Hiidi»rt>cb htt ilnr Miitri]|iunkt 
der Erdo kein Mjh^her; der Sehw«r]juukt alutr ist, auch uiebt 
feet, denn er iMt abltängig von der Verteiluug der Materie, 
ond auf «tWBS so Wechselnde» kenn aich di^ Wesenheit ^mer 

litfti nicht beziehen,* Dio äohwere i^t viehneLr nicht* 
als die KraL\ dnrch welche die KOrper nach ihrer 
Tervünignng im Znntnjni ntrohun, and NonüL di«i Yifrdiehlnnga* 
kraA (di^^KitaA) AftLlMt, iuMirerD nw aktir anf dip Teile de» 
Kßr|>Hni mtlhnt wirkt.* 



1 

j 



' A, a. 0, p. «-100 " • A. a. O. p. 101-nSL - * 1, •- a p 181 




198 



PvuNi : BehvrQ&f ^ XI«imIc KSrpor- 



In der Frag« aacli dar BöL&rrung dur Bewegung AÜiMt 
gowoHfln^ii KörpCTs ^r^t Dt*;Fr nocfc auf vorgalilei«^ 
StAnrlpnrikt« ; er glaubt dieselbe aud d«r Wirkung das 3G 
tbietbin 20 mflsoon und lult sich dnrcli die Experimeot« Mkb* 
4XNKiUf für b«r«K^tigt Ansun^moiiT HalV üalilvis Thwri« der 
JBrfftbning nioht «nt«p^^ctM^' 

Di« Wirkung d^r Kötp^r itt i>ino doppult«, «inunolu bq^ 
lUnandvT. flndnirfteit» Auf die Sinn«. Die AnzaU dor «xiutiorun- 
den Körpör iat ein« endliohe, w«U da« Universtun «vlb^t «od- 
Uoh LiL. Es muTs daher auoli irgend einäti kleinsten XOrper 
geben, oder beee^, bg«nd ein k:lein8t«s Mftfs der Körper, 
Die IdeuiBt^o T^iU kAnnMi aber niolic die der susanmaeng^ftetctn 
Körper (roixtA) i;«in, sondern a# mni <li«jeiiigöD df^r £J«>m»nt4, 
imd Ton riioson wieder beutst do« Fen«r di? ktninsten TfiiU 
cben, weil im im höohat«n Ondit t^iibftr L»t, .4fAi Ut jeduc 
Teüclioai detstlb^n ^inejt. pftfmHa aber win miflirtaGhoit, niLmlich 
teilbar, veiJ oa OrOfi« hat; ea k5nnen mohrei« daraus vred-deiL.' 
Die TeÜGh&n der übrigen Element« beeicx^n eine Eigenet^aft 
mehr, als diejenigen dei Feners, nimtioh Verdichtang. Wi« 
die Quantität bewirkt, daCs mAhreroTeiU ß«to Eina 
eiad, ao bewirkt die Verdiohtang, dftfa sie ausam- 
menbangen. Dafit sie der Trennung widerstehen, ist also 
nicht fiüit Folge der Quantität rdieae erzeugt nur Einhi>it», 
sondern der V«rdiohlung.^ 

Zw«i harte Körporteilohen könnon sich nicht phyvi»ch be- 
rilhron . von zwei ToiZohenT dicr eich in oini>r fl&che berOhroD 
aoUoD, muJii wonigetoaa einen rsinc btcgdamfi Oborfl&ohe boeitcoitS 
dann die Luft Kwischcn d^ru Begrcnaungsäich^n kann nicht 
auf oininat ontwcichenf was doob b«i der Berührunf; sEweier 
ausgcdehnt<fr starrer FU&chen notwondi^;; w&re. Nun erford^^rt „ 
ahor Biegsamkeit odt^ Wf^chheit einon gewiesen Urad von I 
FlOsaigkeit {humJditaa). Daher ist Fiaesigkeit eiua for dia Be- 1 
rGhrung notwendige Eigennohaft. Infolgcdeaaen können nioh 
dttasige K6rp«r eohr kicht, weniger leicht ein flilaaiger und ein 
feetor, sehr schwer aber nur swei feet« Körper mit «nander 
Tereinon«* 



• A, a. a p. Jil-im - < JL fc ft p- 141, - • A, a. a p- HH. 



\ 

I 

I 



AlU die v«r«ohi«ddu«& Arten, uria di« Eloment« MÖoh vr* 
bänden kflnnwi, nnd xurüekzuf^hrMi anf di« v«r«chi<>deiieaa 
Grade b df^r Grtllbe der Teil« d««J«iiJjf«D E]«niaDt«s, welch«« 
gvade dx^ Vorbindaag eing^hi^ and auf die Zahl denelb«E). 
Donn utdne [JiitBrechJ«dQ ktonmi äberlianpt gar nicht eloiDal 
■rdacht wurdun, o« tni rlvon atwa noch dtn Varsoht«d(mh9ibdar 
Gatftaltan. Alwr m tiit unmöglicb, d^f* Avu kWianXvn Tailan 
dar einz^^Inen Kiement« ei&« bt^timmt«» Figur znleJtma.' Dl» 
Qafttalt der Telklieii bt vi^möbr vat^Lig. I>ie Gr6f^ büdett 
thron weBentU^h^n Uni^T^hied. 

Waaaer und Erd« sind gl^ichaan did Baaie all^r danamdtn 
Veirbüidiitigen, der^n KiganacbalVen Rieb nach dam Vorhoomcb^D 
ailUEalner Elemeabfi xnodifixieT*D. Diuava Sp«kulntionan in diaaM* 
Hi&iicbt dürf^rn üb*rgangtin wordoti. E« gilt üb«rali aU Grund- 
•»tz, daft Könxrr nur bei BorührnngT nlamab in ffttf^n^ wirlciTn,' 
nnd dafu kamo andre Kr^ti aU Bewegung iu d«ii Natur* 
DrldArttng4>u b^rüoksiehtigt werden darf.* KigeDtömlich wegen 
ilirer taolekularen Weridaiig iat die ETklirong d^r LCaungeu 
in FlQaeigkeiten. Nach tiUifiY nimmt Am V^tkss&T nichts wi« 
GAEeBVl>J wollce, die äalxtdilcheii ld «eine ]?oren auf, tmd die 
Enebeinong, dafs geaAttigte Soklognngen n<H)h Sals^ andrör 
Art auäiohoien k^^nnen, iat nicht atm d^r Gestalt der Poren 
m erkULren. VUlm^hr macht ein Sala da« Waaeer mr Auf- 
nahme einiM and&rti fähig. Die Aufn&hniik goHohieht eo, daIJa 
jedea TeÜchen dea Salsea je einem Teilohen dea Waatera in* 
korpoiien wird. Wenn bei allen Waiaertetlehen die« geeohehen 
tat, kajm das Waeaer keine Teilchen deesedben S^lj^a mehr 
beüen, die Lüaung i£t daher g«iaattigC; wohl aber kann ein 
neues Sala von den Teilohen des vorhandenen Salsee geteilt 
und daher aufgenommen werden.* 

Wenn mau von einer Bewegung der Körper „xnr Var- 
meidung de« Vacuum»^ «prichtf m) ist der Sinn dieser Au^c^rnnka- 
weiae nur der, daiii ein Untor bleiben der ß4>wegun£; einen 
Widerepmch scur netwt^digen Folge hAben Trilrde. Ein Vacnum 
in der Nator iet nJUnlich ein Widerspruch; denn dafs ein Raum 
Irer bt, hiafift^ daia er eugleioh existiert und nicht exiaticrt, 




- «p a. 0. p JM. — ■ 
' A a. 0. fu l»-l». 



« A- ». 0. r- IIA- * * A a. 0. rt HM. 



tAM) 



bfiint Ufegiu^tiarru. — Krk>-EmUii»lbiH>nr 



w«il nKttttm „niolit«^ ist' Uaulsi irrvi, wenn er gUabe, «m 
InNlnun^nl atud«tik«ii m kOim«D, tun di« Orou» des kcrtür 

Die elekbrisL'tM' Anu^bung «ml dnroli Auivtrömiuigott. 
dl» neb wie>ier «irUcJixiph'7ii,* &u orklftrcQ gemtclit und Auch 
t^ine »ehr koinpli&inrti? Thoorit? d«« MagnetJAmiu dftr^cigb.' 
Ind«wiMfin dflrr<*n wir Kuf wie uühtTru Bettjintcbtictg cl«r äp«xdeU«ii 
Pkiywilc "DiOKTs v«ntioht«in- 

f^iitn HcliluHHo Mii uQcik ätvt EikeEmtDialbeorie Dl«irrs mit 
binigoii Woilou gtTilauliL. Ja ais da^^^i beiträgt, fteinen Au«gMig9- 
pQBkt von dem ZusHminetiseiD und der Trennbarkeit df>r Qnmd- 
«igoTLS^hfliWi Gr^rse und DicbUgkeil Mifzuklftnm« Di«» W^hr- 
nehmniig fjieii^tioi besteht m eltxer mechmtiMehüix KiDwirkiing 
dnr KöriKfr niif djM Ouhirn, woWi divi SiniiA9ior){iuiD aIk IiuiLni- 
mnriu* diniifn. Durch diiwe? gistaugAn fnat^^ncill« AuaairÖiauti^«n 
dnr IC^>r[>er durcli Veruüttttlung der äpinUiB ixt da» GeHni, 
Die Teilchen, w«lehe alft fe»te Kdrperchen su denken aiiid, 
bleibet! im Gehtm. wo sie sich in leeren Zellen einen PUls 
aichem und für gewöhnlich rnhen, aber, wenn 8ie durch ttulkere 
o<ler inner« VenudsHsimgen erregt werdeoi^ dio ihnen Qägentfljit<> 
lichflTi iirfiprUngtichen Bawegungeii wieder «nfnehmen.* Hi«* 
bririift Kti^h lHuKx anf i^AUun, welcher Antiehine, rinf« dt«» 
Kör|i«r ihm Kignnhnwegnng hebieLt«D, urecD sie ki-in^^n AnfB^rno 
Kin^n&xnn iuiti?irli«gMi.^ Em Et«ht diM tm W£d«nipnich kh Hai- 
nen Aiisfnhi-uTtf^ij in der Mechanik, ito or tVui ErhAlLung der 
fortsohreitäiiil^^L Bewegung auf tliu Hittet vunlukfti^rt : nlMir 
jilUrdingB b&ndelte es sieh dort uro eine in Dmavs f^nne »g^ 
wuliKAine', hier itm eine ^naUJrliehe*, dem Körp*<r eigentOmlich 
snkornrni^nde Hnwegiing. In jedem Falle b&Ue Di^^nr den 
eigenüitihen Sinn der gatilnivchnn Bewegungslehre nioht «^ 
r»r«i. Wit* mm »bor tum d«m £iiidringf'n der Körper in da« 
Gehirn daa Brgrelfon d«r»«1b»n im Qeürt« »nut4>ht, dtu bleibt 
eine nngel^Iste Frage. Die vahrganomni^n^n Dingt» «ind wirklich 
im Onüa^ abor anf nok&rperliohe Weif«. Wio und diurck 
wi^lrhAti Kiinatgriff der Natnr die Körper in (>«isi ab«rgeh*tit 
diui, goHütht tyusBX, krmne er nioht betriedigend orkUren; ei 

* A. ». ^ 908: — * A. >. a |K älH. ^ * .V M. (». p. :;24 1 
' A, a. (I p, H» ff - • 4 1, 0. p. »5, 



find« fb^u :«tatt. aber tlorcfa «iae geltom« und onbelcuwie 
Wtrk««mkeit <ior i^elc' 

Die besoufiortfiu Eigeiu*cli&A«D dtr Diagp äind sw&r in 
HüsAen gc^«bodf ihm B«u«huDg »nf oiiuadeir ftber, ihro Ver- 
■UicluLiig cuid ihr» Ibüstons g«wiiui«a ftic erst in d^r vereÖDeA- 
^^^KjTAft d«fl na^DacUicheD Oeutes. durch die AppreheDnon 
^^^■ui. Dei Begriff der ßzisienft isL dio oigontOmlichd 
AnSEnon d^s Ueosclicii« Er Uidcr Qnc*!! der cinfachoa Apprr- 
heiiiiou, au» irclchem allo Thütigkci^ dos Hcnschcti fliofst. Di« 
Kuiz«]ditigc existieren nur durch ihm lCinlAg<iriang in diosen 
Btwntii dcv Existenz ne!b«L. Drx Mvn«!!)] oder «eino 8eele im 
goviisonnArNvn eine kon]|Murftüv« Kraft, heiue beaonderen Be- 
griffe find «tUeiu die Beziehtmgen d«r einselnen Dinge aufein- 
«mler. Vita d«r Meoscb deukU veriiad«rt dadurch oiobt wiae 
eigeaie Natur: «» wird nur oüt jedem m den Intellekt «iDtrre- 
t«nd«ai Dingo die Exitlf^s vrrk&Ap:>, und ebon dadurch tritt 
«i in d«ED Entclleki ein. Din Riisumik bringi keine nc4Je Eigen* 
fechsA hinjcu, nbor du,^ H^^in der EinsieldingoT ihre Einheit unil 
Oninong besteht nirgendit in WirkUchkett (formaliter) ala im. 
n«nMiiUi:hfiti InU^tli^t.* 

Man wird vun divoMin AriHfi)hniiigeii DloBia, wehiha üfTenbar 
uuT nominidiMtiMihKn Aureguugen beruhi^n. nicht Kenntuia ueh- 
rueu, ohne uuwillkiirlich uu Kaki erinnert zq werdeiiT ja man 
«rird vielleit^t die Dunkelheit deriwkben für die tins gewohnte 
Deakweäm nicht Iwsmit anfklAren ki^nue» aU durch vino Doii- 



nu (ni}d* iitriatqq« fcvmhli« notio in hoc qui^d brt ««cc mera ^nnvlit) tit 
ttfoprii houitü* AR««t)0, Ret ^nun «lUMlibvt pirlioulioii in bonÜR« eräÜt per 
f|mMiUa) (tft iti ilJirftEn) tui iiuitionom in ipio 4ixuf/Ahd< liv«- ^«ifi« irufioo 
jtuiajl«« vx|>ciiiiiur nihil h uuli» loqtienilo va|inmi. <.vi rnO ipptfllüriODem 

— ft ff p> 467; Qti</d irn iuld]üi;Iitni li^iiruim» itijcr'^iliir prvpriu bdhuo Untl««, 
propriiU&qiM [Ulamni ttUo r«Uii*t. »oa oliit*aU Ulitii b4 «Jboraio tnmc ilatotn 
i|iU(»c- jou/ituf coim vuiiniti rei iIIul- luc^r^uli txifteMtixK cücu (ul >ii;>ni 
■nwj bihir tlUe ni«! b«Qcäcio tm^lmftar iiigrecliitar. Hic «rg«> quam 
•vpra düänw^ eKiftcntiae UiiDona propriuni cujmlibct adtvuL in ca imti 
■*Ufr«m fOff< et oon*«rrtl- BxMi>ntiM quifipr «lien «iJdiU bolioni auilnteaiu 
t«Ut, KiJ UiWt «^ «H <tuod erat, «un li nvbrfUr. oequaqnent d 




Dluv uk4 Kaki: Tbnofi« iltr KiUtk^ 



tung m dem gokUrUrNi Sinuc kAotinohcr Krko&ntnifEthoonv, 
ohco dftj^ man d<uluilb in die noch aii«iGb^cii Vocvacho DiaBY« 
B|V&toro Kiauobten liintdiisnlt-g^n br&ncht. Das Bcwurftt«otn dtA 
M«a9oho& bt oa, wclobca nadi Viqbt den I>ingon, diu al& Wahr' 
neliniuiigeii vom Bowulatoein »uf^EODOnuß^D werd«a, dorcli 6i^ 
hogriS^ £mheil, Ordnung nnd L>Aa«in vorloiht, Ki^t in der 
SynthoMfl de« B^ffTtfstaoioH goiangcn die Din^e cur KKialeKi£, 
indom aio uat«r iJogrißb gebracht und mit oiuaDd4>r, soiri« mit 
dem orkcnnoodon Urtvt in BoticbunKon gcs&Uit wdrden>^ 

l>idfiTH Thcorio dor Mjitonc McUt in ihren irmadUson oän 
lMr«o]itij2tcA Bt^ium der KntwicLelun^ d«r KoTpa-^ktUarthcorio 
dar. De^n «e v^^nucht in ernatLicl^cr Wddo oinc ObjektivioninA 
d«r ainnlichira Eij^ndohaft^n, welclio die BaumerltiUimg dar- 
biot«l, dorcb eino ZurQckführiini; derselben auf Begriffe. Aber 
trotz der Eineiobt in dou ZuBfUnnKinhang itt Bc^griffo in dor 
S>'nChotis den Bovnrsisoins komn.t UtosT üb<fr die Grenzen dos 
mtcU«tktueUon itAlionalistnus nicht huiAua. Untor «cinon B4- 
grifton geht ihm der Munliobc Inbolt ri>rloron, vcÜ tr d^n 
Hatun g&Qfi in den Bu^itf der Qnunlität Atiflöfien xu können 
glaubt. &^txl man den DuBT^chcn Begrifl' der Quantität 
oder Atisdchnnng durch den Raum alv sinnliche ÄnMhauaiiBa- 
foTTO, und dott, WM er Sul>5tans nennt, durch dio ranmerfullanda 
Materie, to ^«winnt uun cinf Paiallcin xtir kantischea Theori« 
der Uaterie, wekhe fdr den heutJgon Lever &ur KrUiiterang 
beitragen kann. Denn die veretihieden& Dichtigkeit der Blaterie 
iat orÜ&ri ata «in verschiedene« VerUftltni« d«r Snbstanx snr 
Ai^fpdehnung ; bei Kaut beruht die verschiedene DtcbUgkoil 
der Mat«rio aqf dem Teracbi«dea«a Verfalltciis der raameriull^*- 
den Haterio ra dorn vou ihr eingenommenen Bamntft d. h. i^ 
giobt bet Kaitt Tcruchiedonf* CSrad» In der Intennttlt der 
BaumarDÜInug, die ?cirli Mnntich ali raumerfiiUcnde Kmü dar- 
stcdlvn. Die« grwlurllc Abstufung in d«r Inteuaitäi der Baum- 
orAÜltmg ut nichts andrreM ab der B<^gTil^t nach welchem auch 
DroBT ringt und den «-r zu gewinnen sucht* Dafa dia änb- 



' A tdkrv «if^llf inht oi«* lUr itU Vorff^iadhlclilif int krilackttn PtilWofafa 
«ntvoll« Artvü. wuub läoh J^isaftd Sp UOe nKhoM, die Erhoaa la Jtk M riö 
Diora Batr&hrik^tr dKranUlM, ab «a Übt aaibahii kimnt«. «od am Im 
fiwaomnfitunfw 4«r ««ilc«a5«4*clm Phfloto^ie sotw in ihren «tw«giea Ei» 
ttaaftA ftaf d<« «a(ltse4* FUkieftik tn imt«nttr4iH». 



»mmlMto. 



203 



dXMXiX mir At;j«iahQnDg voiscfated«n« GiAdd üirefi Ycrbältiiiesed 
IxmH9c<«d iralL üt diu* nnsuTttichead« Anftdrncb f^ d«n Begriff 
d«r int9n«iv«u Gr^iTfO, wateh« dio i& H^r Kxt^TttioD gog«- 
beG«n «lificlioliOD Uotervolücdo dor ^s«liioii RaumUiLo aL« 
rmomerfllUebdti Krftilo objektivieroti soll. 

Auch noch ein weiterer S«bnt'. bei Diubv liJät sich durch 
dao T«>A:)9ioh mit Kant AufheUon, oataHich xuth biet nüt 
dvm fandatD^ntal^n Unterschied dds inte^lldktndll^n ß&tionalia- 
mos vom krititfvhon JdoftUsniii« Während Kavt dif> ThnUach« 
dor Bowcgang nus dor Kinnlic^hcn Krftkhrting otitnimmt, glanbt 
DtOkT auch dio Bewegung nttionml fthlejten zu könnoo. AImw 
w«iu) m^n dftvon itbsi^t, bo gcwinut da«, was DieBT ili rfM- 
#i)Civ and rürUas b^Miohnet, eio« ftuffalk^nd« Analop^e mit dar 
«AOELcbondOD^ und ^ubstofftoodoin'' Kr&fi dar Materiot vcloho 
die tlraache ftllor Bevegn&g b^i Kamt i^. Denn Dkibv stollt 
Aldi cmter V«rdiohtvmg and VerduimQng nicht emon Zustand, 
•DBd«m ein VormOgon, physiliiLlivcb ausgodrflokt olne Kraft. 
voTf ZaaamnionKiohaiig und Ervüitcrimg der M^türio, d, b. 
Vorgn)fo<?ruBg oder V^irlüoin^rnng dun VcrbUltuiMO« dor Sub- 
sUos znr Ätiadi;bAungf gnir^urn {>dor güringfrro Intenntüt dor 
BAumorfiltLung borvoreurufon. Nabtirhch durf miLii in diotcn 
VorgIcich«n nur «ovoit guhc<ii, aU kio Jaxu dienen künn«n, di« 
DiOBTttoben Vorvt«Uungvn durch uub get&ufijcere zu beleben, 
fluhr eoU damit ntebt gesagt dein. Bei Kant komint jedem 
TeO der Mnicrii? eino aosiehendo und eine abatofsendo Kraft 
an und er versnobt in diesen Bogtilfon die Grundlagen der 
Olli UEi -Newton «eben PhysilE zu ey^tomatiatoren, DifluT ver- 
wendet seine Begriffe der zUBarnnKru «sehenden und ansdehnonden 
Kraft ZQ einer mcchaniscbon und korpuskulurtheo- 
rot 1 sc hon Begründung der aristo to Uneben Klomec- 
t onlfthrc. Deswegen ist DraBrn Theorie «o böobnt interedaant, 
weil rne den gleicbz^itigen Bintiuis der alteb und der neuen 
Phynk zeige; die t/av<tito und raritaa kOnnen ihre Venrandt- 
iicbait mit den ^batanziellen Formen niobt Terleugnon. aber 
ttie dind doch bereite velletändig mocbani^cb g^Kcht, nicht 
mehr ab meUpbyei^cbe, sondern als mecbaniAobe Potenzen* 
Ks wird nicbt ein unklarer und scbvftcblicber £kleht:oinQn* 
Yermobti einige« ans Anif^reTKLC? zu r«tben, andres au» I>bh- 
CAVTfi) aud Oauuei nufKunebmcn, sondern Diabt bt ein klarier 





lk<U«uiig der Tliwrtft Ihmv«. 




Kopf, d<>r in <lor Thflt «lio BagritiTo dtr moohiuuiGh*u Korpnif- 
koiarthoorio nKrtAphjKÜdi uo so begründen gedenkt, dafa durch 
KiA di« im ZettbewufifUoiii nocb k> michllgfru itnstoteUaclieo 
tHrruidlAgeaa der Physik neues Liebt geviunea und verwendbar 
werden. Er Tenuobte einen von eoinen beriÜuDtea ^itgenofisea 
unaldiängigen Wef;« die Theorie der H^twe zu begrilndem und 
die sinnlichen Qu&liUten begriJflich uuszudrückttn, indera «r 
die Ersebeinangen der KArpervelt in den BogriHTen der Qaftn- 
liUt) Snbetanz, ViuxUchtung«- und VerdanntiPgHkrtift zu objelc- 
tivieren ?tr<*bM. Deswegen »t«ht or noben Galilei, Dks€abtbs. 
i^AfiNRKni und HofiBEi» in der Reibe derjenigen, wwlche den 
pbüoKopbischen Ausbau der Korpuakulftrtheorie vollsogen, 
und gehört niobt wie SisarKKT u, «. b1o& m den Krneuerer&f 
die sieb von den arivtctelteehen BegnSeo noch nicbt frei ge- 
meeht betten. Wenn bei ihm auch die mechaniscbe VorsttiUnngs- 
weiee noch unt«^ der Nachwirkung des Fonnbegrifib leidet, wo 
ist dies doeh nur uuvriUkürUcU der Fall, nnd whr tindvn die- 
f^lbe Sehvttche bei DKSCARTiia, GASSBNDt u. a. Seine Tendena 
ist ent«chieden ineebeniiicb, oder genftuor» sie neigt zur dynft- 
au»jlion Auffassung hin. Die tfubiULUzielten Permen «pieteu 
b« ihm Hiebt etwa eine Kolto neben den meohonisehen Krftflen, 
dOndüTu die Keturerschoiiiungon bemhen aof meehanischen 
Voi'f^ngen, und die Metaphysik bat nur don Beruf, diese 
aaecbani?ch(?u Begriffe aue der Natur des menschlicben B^wnlst,^ 
ewn^ in Verbindung mit den bcobeobtoteo Tbatea^tm abza- 
leiti'u. 

Diese I>ednktien geht von einer ihrem Ühniaktor nach in- 
tflOÄveii Gröfso, nämlioh dem Grade der KaumerfüUung 
aoBf den eüo au« dem Zusammentreten von Quautilüt und 8ub* 
■tanz herleitet» ein Gedanke, der offenbar die biaUio- vontuobten 
Theorien der Mat^j-rie in berechtigter Weise ergiinct. Die SuU- 
sUnz kann ihr V^irhAltnid zur Aoedehnimg wechseln, eie kann 
mehr oder «oKugor Kaum einnehmen. Aber die»e Auedraek»- 
wouo eoU nicht etwa, wie bei MAOHZliua, nur zur Veranscbau- 
Behung einrr siantichcn Thateacbe dienon, eie mU niebt die 
HinuUcbe Qualität der Ausdehnbarkeit und Zusanunendr&eklxi^ 
keit einfach auf die klcULSten Teile der Materie übertragen« 
aondem Fie »oÜ tht^'> sinnticbe Tfaateachc objektivierun, d. h. 
dvti Simieeoindruck «raetzeii durch Bc^ffc Und diea soll 



Pmvri Kor|Uilttiit11>wnB f?iM<M« ■uf 4i«nlA. 



90^ 



I 



niahi gevolwben In d^r "W^b de« Aiuctdtxlb, boi w&lohem 
dte Änd^rnng de« Grade« der lU^^im^rfUlIung ^d»cht üt al» 
tt» Ül>erg«ng von dei* Potene zoni Actus,' sondern mecha- 
tiiscUt durch Teilung dvr Materiw. "Dip UOgtichk^ii, j^dp 
BsgrifTn. QnantiULt cnd Sabntuim, zu V4TTL-mig«ii x»r RxüiUiiir 

lind üir^ VorbinduDg «r*t in dc*r Syuthüsis dö« m«'usühlich<*ti 

I»t w DtouT »o g«]m>geii» di« ^atf^'* dnroh grAdaelle 
Untprschiod« in der Intensität der RftumerttillQng zu d]ffer«ti- 
rjArt*n, Ko v^Tm%g t^ docb uioht. cHoe«« nett gewonn«nA djna- 
nvicch" Mrtm^iTit tu «iner Th«orift der Mat4»ri" in k-^s^jn^wtcr 
V«»ci Kti vorwArUiif noEid^m der BogrilTdo« Korpuuk^^lv grÜTidi't 
iricb hi^ ibm auf dia mochnniiEch« Toilung und VrrmUc-lmu^ 
dur Hab«rien vcnichiod«D«r Dichtigkeit. Dio vordicht nitd» und 
vetdOrmwd^ Krai^ treten nur auf meolaui^cltu Weiao iü W^eli- 
a«!virkimg. Es «nUiebt eine rog^lreobte kirnet Licche Koe- 
pDAknlartheorte, bei welcher die PÄrtikeln bis zu einem 
g^vtö^en kleituten Grade teilbar sind tuid die Verlinderungeu 
der Kürp^r durcli Bewe^tongeu der Sorpu^kela iü einem den 
Bmud wfollondeu Mitte? erklärt worden- Dia Kiemeute werden 
in der That korp'Jäknlar und mechftiii^ch. d. h. aaa der AVirkoiig 
iV- r- '' ■c-bon, erklurt, und dadurch die Kigeneohaften dnr 
t lt. und TrocL'enheit, Wirme und KälU> auf mechn- 

EÜvohe Vonütllungun gebracht. Sidt^am i»t dabf-i ^aa nnviM-- 
nüttelu* Eiutr<it>^ii der Sohwore, auf deren Vi^rhiUtuU xn den 
venüchtendeu oder verdünnendea Kr£ft4.'ii die Aggrc^tcir 
stt&de gefi^rimdct werden. Bieec S^wore aU allgenieiue Eigftn- 
«ohafl der KOrper wird nicht ab Qualität, sondern »I0 lunv 
invcbAaisobe B^wegiuig von Di«dy ai^gesehen. 

Sie wird «o]b«t auf die Dmsiti^-is zuuüoitgefUhrt unä ^11 
«ieb von di<^A^r, der ::TiA4kTnmi*n£ich^Ddon Krftt\, nur fo nnt^r- 
iobeidet), wie eine aktive von einer pftMivon KigcnAclinft- Bc- 
fcrtGhtof. man üinen Körper, inxorem seine Teile auf ^ieli *elb«t 
wirken nnd mg\i stiflftmmt^ucieheii, so int de»olbcf f^rbwor, diti 
wirkend» Ki^fl: hcÄTat die Schwere: iKfCrachtet man ihn da- 
EE^ec^i insofern er von den Teilen v'müä andern Körpers ^t- 



■ VfL I £. DO a. nt 





906 



PtuTT IMÜsr^Mi^ im Btgrii« 4m cmmBu- 



drtlckb wird, so beibfe di« wirkende Eraf^ dfir8«*lb«ii Dfnsüns ' 
Dl« Ableitung rUr AggrvguCtiiitJLnilA kiw dem Wettetreit der 
SchwCTP nnrl dFtr T«rdichtfltniim Kmf^ knmjnt also danuif hia- 
aiM, in wfilchom VürhAltma d'w iimitr« ^puinuiig <lor Taijltt eb 
ilpm tta&enm Dni^lcft tntfUi. Den^itas laH nflmlicb der Wid«r* 
KUnd d4ir ToUv* gi^i^n eine Tr«ontiiig, d. b. g«giui «ino Tet* 
schieboug abcrliaupt, und iiuofeni passiv: invofam er ab«r 
dl« Annäherung der Teile b«virkt, ut «r aktiv. V^o nun diete 
itkdve Kraft zur Wirkung komtn^ mdem aio den pa«siv«]| 
Widerstand gegen dia Verscbic^bniig Ubenrradet, d« shid die 
Körper ÜÜsrig. Bit bandelt sich hW om einn Vffiinüohtmg 
der BegriffOp wctlchn wir ala RoKlffton und QravitaLion unter< 
aditfiden. Diqbt atfdii Rieb dif* Sni-bo mo voTf ila& difrM»1b« 
EraA. welche die Trennnng der Teile Terhindert^ auch die 
Ann&herong derselben bewirkt. £>a aber eine sokli« An* 
nlheroDg doch &me Verschiebung dar Teüe errordert, ao inetni 
er, dafs bald der WiderctaiHl gegen die Verschieb nng^ bald 
die annfihemde Krafi eberwiegen k6nne nnd «eist somit jene 
Kraft in einen Widtnitruit niit sich «elbet. DtH6«s VerhAltoi« 
klarsnlegeD dtlrfte vohl veTgeblich^ Mühe e«iin, wenn maa 
nicht DienY mehr unterlggen will, al« er eeibet anatprieht; denn 
offenbar mttfirU' man ßrwarteiiT nicht dio Gr^rifo«, londom dia 
Rtrriias alx gvgeuwirki^ido Erat't xu findtsn. Diw «chetnt aber 
niobt BiGar» jjeinnng su aetn, nn<l e« iat ihm daher wohl nioht 
f^limgen, dnrc-b seint^ Erklärung, wie er beabüohtißi, ^den 
r>om an entfernen, welcher aul' dem langen Wege seiner Ab- 
handlang manchen arg gepeinigt haben mag/ ' Der Grand 
am dieeer Unklarheit durfl« darin hegen, dafe die mechaniache 
Wirkiainkpit der nI>ichtJgkeic^ nnd f,lXiniugke:t* doch noch 
dnreh ibr^ Abetammnng von den substanzialen Formen g^ 
trftbt WL 

AI» ein« annaeiebnonde Kigentümlichkolt dor DiOBTiehoa 
Idnetiacben Theorie der hfateriai iitt mm orwühneni dafn nnr die 
Or^fee und Aoiiahl, niebb aber die GoKtalt dor Kor- 
puskeln zur Erklärung; der Phämemcne liorbeigeeogon vird. 
Dadaroh nAliert sich dieaelbe den Flniditatetheonen, «riebe 



■ Thtft. I |k llft, 110. 

> nwi I ^ 110: 



tcn^ 



rlie Flttwisk«it o^er Plutidtüt einer koutinuierLcbeii Mat^i> 
mlp GnmdpbilnotaeB vontuseeuen, 

Wir worden b«i Hoube« ein« eolobe Tbeom kennen krndni 
in w«1cb«r die verecbi^deti^n Grade der Stairheic auf die ituoe- 
rr*n Fttmcgungou d^ HtiMrigon JklAtorie «nriickgefUhtt werden- 
Dia DsuBYvcli« Theorie l^iitot dagegen die Starrheit u&d 
Flü4«igkeit von den vordichtendoc nod verdfÄimeDden Grund- 
kiflften «b. In Kakt ftuidcn dieic Thoorien ihre Vereiaigang; 
bei Ihm Ut dto Matehe sowohl dat ßovegliohe im Baam ab 
die Di^Acbo der BaumerfOUong und Bewejtusg dnrob ihre an- 
mhenden nnd Koinckstofeeuden Kr2f^. 



ßedistcr Absrluiitt, 

UoMjos. 



t 



\ 



X. Ba«m, Körper, Bewegung. 

TiHHAfi II0BB88 (15Sd iffl9f* hat wie kein andrer Fhüo- 
eoph v&r Lcibvu xmd Kastt das P^bJom der Matorie in seinen 
erkenn in TäliriUechr^n Grnnd'agen crfafoL RrurweisLnch hif^rin 
ak der Scbiilor Galii^is und rnbrt, »war uL<:ht den Inhnit 
der pbyaikflhftcben Erkenntnis, aber die Begründunjt der Phyaik 
ab WiasenaohafY um einen weeentJicben SebriU weiter. 

^GalUiSI eröffnete one jmerst die Kingangspforte ftnr ge- 
damben Physik, das Wceon dor Bcwogung, ho dals über ihn hinone 
■las Zeitalter der Fhy^k. wie mir acheinl, gar nicht gerechnet 



I 8, eo ff. BirmxK, S. 237 F. Tö>»i». T /l «. J*, lll a IV, »AWif. 
i> M Ciir f «. ä. 189 If. RmiXTTiji^. lf[thba. SdiabouT^ ttnd Ujdöuii IBM. 
l^rtUr Tolvin-, fAtJ. JV.>«i4jA, ^Xlll i'. ^^ IT QvtwXy Chtr ^«äWi <vhir- 
MDVfvdW^Jl jMnah^ J. I> DmdMi 1886 Ko^iu, Kimn^ftM. 3. 1» r 

«fbM fMW tnim* «r^pnf «omhii, f^iid, It^. wlM mil fV> ^^ «^bn^ Wwt^ 



308 HobBtffl: Sicberheit d«r Erkebbtnia. 

werden kann." " Mit diesen Worten bezeicimet Hobb&g im Wid- 
mungBbriefe seines natnrphilosoplufloben Hauptwerkes zur Ge- 
ntige die Gtrnndrichtung seines Denkens : eine WissenBohaft 
der Physik ist nur mögtich, insofern es gelingt, den Begriff 
der Bewegung zu bewältigen. Und diese Frage steht im 
Mittelpunkt des philosophischen InteresBes, weil TOn ihr die 
Entscheidimg über die Mögliohkeit wissensohaftlicher Erkennt- 
nis überhaupt abhängt. 

Die Sicherheit des "Wissens beruht nach Hobbbs nicht auf 
dem Zeugnis der Sinne, sondern auf einem Verfahren des 
Denkens^ welches sich allerdings immer nur anf Erscheinungen 
bezieht. Aber von diesen Erscheinungen gewinnen wir Er- 
kenntniSj insofern wir Einblick gewinnen in ihre Ursachen 
und ihr Entstehen.' Ein Kreis ist von einer kreisartigen 
Figur sinnlich nicht zu unterscheiden; wenn wir aber die Er- 
zeugung der Figur kennen, so wissen wir dadurch gewiTs, ob 
wir einen Kreis vor uns haben. ^ "Wissen heifst erkennen^ 
welche Ursachen einem Dinge zukommen, was sie sind, worin 
sie haften, wozu sie führen und wie dies geschieht. Darum 
hängt die Möglichkeit der Wissenschaft und eines strengen 
Beweises ab von der Kenntnis der Ursachen. Diese ist aber 
nur möglich in solchen Disziplinen^ ^bei denen die Konstruktion 
ihres Gegenstandes in der Macht des Darstellers selbst liegt, 
welcher in seiner Demonstration lediglich die Konsequenzen 
aus seinen eigenen Operationen deduciert.''^ Nur insoweit wir 
die Gegenstände seibat auflösen und wieder zusammensetzen, 
erkennen wir dieselben mit Gewissheit; dieses Fortnehmen 
und HinKiifügen, Subtrahieren und Addieren, ist ein Rechnen, 
und in diesem Bechnen liegt das Wesen des Denkens. Was 
auf diese Weise, durch richtiges Denken, erkannt wird, das 
kann nicht falsch oder zweifelhaft sein.* 

Philosophie reicht somit nur soweit, als die Eigenschaften 
der Dinge aus ihrer Erzeugung zu begreifen sind- alles, was 
eine derartige Konstruktion nicht zulafst, ist von ihr anszu- 
schliefsen: dahin gehört die Theologie, die politische und 



* Kiem. pint. See«, I. De corjwrf Op. I. Epwt. dediwt- 

' pp. I p 2, 3 ' Op. I. p. 5. - ' E. W. Vn p. 183, 184- 

* ^. I p. 10. 



1 



BiHia»? B^erifaiawi^ d«? W^MOiiJdhftn. 



rBturgc«chicUt4), towio jedo fiüftclio od«r nicht gut tundidrt« 
Tbfecri«, z B. die Astrologie.^ Der Gegenvtand od«r di« Ma- 
JbHJä der Philoflophid ist daf;«f;m jeder KOrper, dar la Bc2Ug 
0«me Eneetigang fT^g^nstAnd der Betrieb tong w«rd6a 

^nn üt Ab«r Ovometrie fiut die einsig« genirae WiMenscbaft.' 
Auch diu PliyAik vardiuikt iKr ftlle ihr« Fortaicluitto.* DeJier wird 
«Ue WüteuäcliaJV atoU nur dann Erfolg v«r«pre«)xf>i; dilrfoit, 
wenn es ihr gelingt^ auf geometrische Prinzipiea bitgründet 
m werden. 

Ana di^i^r «rkenntniath^oreäifobeii ZuruckfUhnmg aller 
Er^^nnUii« dtv Dit)g? Muf 4\v GmndUgen d«r Geometm er- 
gibt nch, d*ftt dia B4iwAgi;ng der Körper im Rnnmo 
dm« QntpnlQglielie Phinomen «ein luui'fl. auf welches altu übrigen 
ÜncicboinuDgeD «ich reducieren Ifi^aeu mUBsen, fslhi aie der 
wbtenBehaÄÜoheD It^handlnng nnterliegen. Die streng kine- 
tieobe Theorie, welche HupiaTof aufstellt, findet demnach ihre 
Begrflnd tmg und KechttVmgung in d^m allein aeulUcdgen 
OeeicIiUpunkto der Möglichkeit di«r Wiwentchaft Abcrhai^t. 
Soll o £^k^nuLnur von Obj^fklirn gnt)eii, »o mUsiten sue he<griff- 
Heb kQDvtmierbu stein; KoUnri siio konA>1rui4<rbar »ctn^ ac rnüanL^n 
da auf goomAtrütchen PrinzipR-u beruhen ; wolW m^* aaf gvo- 
BBetTiachen Prinzipien beruh en^ so müaeen sie als bewegtö 
Körper im Batune darstellbar sein. Deswegen iat alJefi, was icii 
imMrer Erfahrung gehört, der Krkeniitiiis nar atugftnglich als 
neohaniseh bewagte KOrp^rwi^ltp; nnd äe^rvegen i#t auch allcji, 
wa« unser Bevp'TLTflUeui aht äinnoMwalireobmung enUiliJt, wiaven- 
ichai^^Üch nur varwertbaTf iQHofem es im Ranmi? sich als Be* 
v«gnng objektivioren UJVt. In diesem Gcgeosatie betten dift' 
SiBnesempÄndungen subjektiv, aus demselben tinmde, aus 
welchem aie Oiulki d^^ edckirt hatte In welcher We»e 
HOBBI» sein He«lreben gelingt, haben wir nun za betrachten- 

Ea mnis cunichst darauf ankommen, ein klare» und fest« 
Substrat dar Bewegung bi>gri£rii<:h feetsostelleDT ^^ b. den Be- 
griff des Körpers wissensebafUioh zu ftodieren. Wie bftngt 
der KOrper mit dem Baume Euäsjumen? 



' rtp I t>, :. - • f^ /Um 0|) ni p. s«. 

' Im ^t, £f. dvdic. Op li f^ 13T, IV ^ äSB. 
LAfHrUL tl 



It 





BtuB, ?MK T<tir«ric»Ll. 



Dnnkt tnim ^ch alt«) Güg^otcimdr und nUtw OoflOl 
aufgoholwa, MO bl«it>t nur noch die Vonrt^llnng ddrsolboti, H. K 
dt« EniinoRtng an GtöI^od, Bewegtmg^n, Fur1>au, T5tio ti. df^l, 
aovrib fto ihre Ordnung and Teile eutUcJe. B^flnlcti^rt man 
nun Dicht auf die B«0ohaär«&hc<it di^äer G«geu«t^ud«, ttoiid«» 
nur darauf^ daTs sie ^ch auA^rhath d«« Vomell^nden l>4^£tidati, 
00 behält man d«n Rauta nU mn» VorsteUniij; (spatiiua ittsi- 
gtnarinm, Koarvoi pkanta»ma>, Dim- Raain iflt dabcrr die Vor* 
«tallnng «üuu axbcieronden DlaguA in R£iokgtchi auf mdi 
UoIb» Dasein, d, h. nur betrachtet, inftofom ca atir«erhalb 
d«M Vorstellenden enohemt. Wie der ruhende K6rper vü<j 
sainer ÄUfidohnnng, ao lAJVt anch der bewegte KürpT ror 
Baiaer Bewegung ein«* Vorst«Unng in der Seele anrftok. DiiA« 
TorsteUuog, in Rüf^kjGicht auf das Fmb«)? oder Spdcer, 4. h- 
die Saccoetionr u-ulohc wir in der B^w^gang vore^eUeu, h^iiät 
Zeit, Die Teilung von Kaum und Zeit g^echiebt ebenfalU 
durch diu Vorstellung, ji> nachdem vir die Betrachtung a«/ 
die»odben. als wieder in Baum und Zeit enlhalteoi richten. 
Kontinuierlich heiTaeu Bäume niMl Zeiten, welche t^eu TeiL 
gdmeicsfim besitzen Was geteilt wird^ dafl wird in wiedi 
teilbare T<*ile geteilt; ein Hinimum der Teilbttikedt gibt 
nicht. ^ 

Um nun in dieuam Gebiete d«rr Vorstellungen objekl 
t'iaaohen dcnelben au konttituieren, nimmt UoBaB an, dab 
etwaa von unn-am Denken UnabhAngigun oxMtiert tmd all 
einem TeäJe de« vorgeetollten Baiune» euMami&vofUlU. Die« iai 
dec Körper. Der Körper hat demnaob einereeita Auadehni 
andrereeite i^ er an mh aub^ifitierend» und, weil anfaor 
tubeietieretidf besitst er K^tisteuz. Trota seiner ünabh&i 
keii; von unsrer Exi^tena ist er doch aU ranmerfillleud um 
D^^uknn Ki:j*inglich. Der Körper aolbet i«t unver>-än;;Itel 
Wa» an ihm «ich wandelt, sind seine Accidentien, d. h, 
.\rt und WaiaeT in welcher der Kftrper von uns Biif«efja 
wird.' 

Ein solchae AocideuB dee Körpers i«t »eine GrO&e» d. h. 
An^dehaung oder sein realer Bantn : Rrknfi<f a^rporin — 
hi4i> — ^peaium tr^^ eind gleich bedeutende ßegrlQV und gchdren 



op.ip.n\-^. * 0^ r ^ »■ 



lern K^vrp«r nnftblUngig vod ansrcr VoistcllaDg ucivoräniler- 
Ucb an. Dagogfn kann dcrmlbo Körper b«i anvcrindeTllcli^r 
Grdfkc xit v^rr^hicdf^iien Z^iUrn im wrAchiiMlciicn Orten sfün- 
Der On o«ler iau^iuiro R^um laL uur ein Äooidenn dn* vorge* 
stoUttn Körpers innerli&!b d«r S««le. Aaber^talb d«rSoolo )«i 
dim«r Ort nicUta, inuerhaltr iat die M^ttÜfw^ mclil«; wobl aber 
i«t di« GrG^ die Ursache DUsrer VorstoUnDg d&a vom EOrpur 
erfüllt <Tti I1uua«A. 

Die OrtEJW dfifl Rdrpei'fi ist das «i&^ige Aocidens, velchea 
nAverftndrrlicli and iinrerg Anglich at; «lln übrigen Kigon* 
schafleu der Dttigr «m-liiiRht gehen nuU*r nnd cmbteken Auf« 
DCtlo; mb »Lud Dtir dit« vi^Tücbicdeaon Artrn, unter denen die 
Köfper mis eracbeiuen künuen und cleronach veracbiedeite Be- 
oeiiDiuigeci earhatt«u. Die AcoidenÜen wandern dabei nicht 
von etn^m EOrpor xum andT<i&, «ondem yergeben sui deu 
eintm Ort und werd^^n nrii m\ einem andren. Die K4>rper rind 
Sachen, aber nicbl geworden: die Aeeideiitieii »lud geworden, 
aber nicht Sachen.' In der VerÄnderunß dtT Aocidftnüou Ktägeü 
sich die Wirkungen der XJ&rper. Verändenuig tritt aut^ woin 
rtvaa nnsem Binnen ander« erscheint ala vorher. Dieae Ver- 
Inderaugcu sind Wirkuiigen im empfindeüden Subjttkl, welcle 
üirr Cr»jLche &ufser iius haben, §ie künuen sie abo mii in den 
KStpem baben. Nun sind aber die Ver&uderungeu selir masnig- 
fdiigr w^jlhrnnil die K/^rper als Molobo unverAnderlich blaiban.* 
DamiUcb kilnnfm die?*«^ VerRnd^rungi*!! nich* van den Körpern 
b(*rTorf(ffbtair}it wcrdrn, inriofrm niv. KVirprr nind, ivondrm in«i>- 
r^rn ät* K5r|>er von bttstliuniter Art und Bewegung Hinc). 
BflrßokalchUgl u^aa hii^rhet, daf^ iiaoh Hohbk; wiHHeiitichartticho 
ErkennUiiA nur mu^Utth i^t, soweit Eoit»lrukUou nach geo- 
DMibiachen Bagriflou reicht, ao ergibt sich, dafa die Bewegung 
der K6rper al» «^insige?^ Erkllningsmitte! fOr die sinnli;:he]i 
Tor£iH]pmngrn ülirig hleiht* Ea lat aomit Ln der Snhntanxin- 
titAt dcü für »ich tinvert aderlich exUüerenden au»gedehlit>^^ 
Kdrtmr& wnrr GrundJage Hir die ol^tiklivK Ri^aliLät der Er- 
lebe tnnn gf^n gt'fnndeii; es gibt etwas im Raum« SubiiAtieroadeb. 
die M-ii/ tiitttfff/ lies Kiki^era, au wekhem da^ Atcidens der B*> 
Wegiing haften kann. Tndeaeen iat mit dieser Setoiuig dfr 

Of r n im 104 - wj)f t p 111, na. - * rgt Kiraar s. m^ 

14- 




SIS 



Bcmu»: D\t EonÜftöMt der ^^titguug. 




rftiim«rftlll«t)dfin SabstanK der Ü1>crfc>^tig nocli nicht g^fcmdm 
aur BÜiDliob«& '^Virbniif* fkrselbon. Der Betriff do« Körpers 
flCellc nur fe«t, d&ik ein geosaetnedi bosümmbore« RAiim«oliim«a 
eine Kiuheil bildot> velcho an vonchJedenei] Ort«tt Yorgi>sUlH 
v«rd«a k&nn. Wie aber hJ&ngt die ThMdaohd dor £mpöiidaug 
mit dwcom Körp^rb^griff zusfimmcoi? Du üt dae ProbJoa, 
wolohctf die Bowctgtmj^ehro sn Iömq h^t nod wolchoe 8Üb 
«lA&cltft in d^r FrA^e aueapholit; Wio kann dio Wirknng von 
E5rp«rD aufoinftndev in Besujc auf Äbinderung ihrtr Bov^ 
gunfc begriffticb dargestolh werden? 

Hiorbei maoht Hossbt vom Bc^ff der KoDtitiuit*t äuiiwiM 
fhichtbant An Wendung. Allfy Bow^igong i^ kontin ni er Uefa, 
sid b«^bt in dem kontinuirrlichon Obergang« vom Verlauca 
cineH Orte« sn der Erreichung einen Andrvm. Ko&üuuierlicli 
ist eäe darom, wi.«il der Kürper, ao klein er auch sei, niobb 
Eiif oiniua) k^jiz aus ««Inem ge«aint<3n frilJiorefi OrU* •& aoa- 
treten kann, da& niobi noch inuner ein Teil dce fiOrpere sich 
in demjeaig«!! JEUtrateqie bcfindo, woLcbcr beiden Orion, dtaa 
TerJasBenon nnd dem neu eini^enonun^'Lon, ßcin«inaun üti,^ 
Diea »eC£t nattkrlieb veraiUf daüe Bowcguni: nur in der Zoit 
gcMhiebt, welche ja niebts andres iFt^ «Is die VorsteUnng dtrr 
Bevogimg. Htiho tindet sUtu, «ebald ein Kt^rper irgend ein« 
^aliqaod) Zeit la»g tn ein und dommilben Urt^ sich befindet, 
£in bewegter Körper iat daher in keiner, anch Doch ao 
kuraen Zeit, an deidtfelbcn Orte; d. b. in jedem fiaiunl eile, 
in irelobem Bewegung stdttßndcit« ist die»dbc snigloich als ver^ 
gangen, als gegenwärtig und ab xukünAig auf&iifatttten- 

In diesen tidtzen drlckk eich das Bemühen auv. dt« Auf- 
fanaug der Bewegucg, tvelche dieselbe dnrcb da^ l^cnknittd 
der Subatann&LitAt im Zeitpunkte aofhebt, sn überwinden onit 
de«i Verlauf der Bewegung als eines lortgest^teten Qe- 
aiAehcuJ in jedem Zeitmcmcnt« im Oonken beisubchalteo. 
Dies L«t nichts andre», alji da^i auch von OAt.n.ii nngewendele 
Verfahren, welohe» wir ab Denkmitt«^ der Varinbilicilt bezeiob- 
neten. VorlAnlig aber lat nur von der Bewegung überbanpi 
aU OrUverändeniog die Hede: ee fragt aich« wi?; tn gelingt, 
disoelbe dnrcb mathematische Begriffe so sa definierest daiä 



■ f^ 1 p. 97 



OoUM Gi»a1kwtA4igl:«it' Beirtgwufp^Cs«. 



ais 



dioe^en anoli nooli für den Zeitpunkt s«lbfit Geltung b«hAlt«ii 
and ftir «in und dooisolbdu ZoitpuaLt TorgUtichb«T wcrd«!!!. 
Rnt darftat) k^nn «i^sh dor Obor^ang zur Dynamik «r^bon. 

üft«chwiii<1iglcoit ivolodtan) wird d^finion als Pot«n£ 
(potentiA), ittHof^rn diö Bewegung bem<}htet vird Id Büok- 
»loht darauf, dafk der tx^woßt« Körper in be^timutar Z«it ^a 
iKfftimmto Streck« surtioklef^da kaim. Sind digoo Sbrock^n in 
gleidian Zeiten gleich grofa, «o heiiWn dta r<jrgticli«D«n Bo- 
wo^lungaD gleich w:htiall.' 

AfiC diotKT U(i£iiiition der 0«sehvritidigkait wird b«T«iu dar 
B«giiir d4>i»6lbuQ von dam blole phov^noiniBoheD und «iunlichan 
Verlaofa g«l6?l. Gtascbwindi^keit Ut eine Qnalicflt der Bewe- 
gDAg, welche kemesivef^ r^n-schwindet, wenn die cba^ftohlieh« 
Bewegung, die Extension 4^ Btihn. im Zeitpunkte aufgafaoboo 
wird; denn «ie bazeichnH oiiMt RigeiiBcbaft deov bawagtan 
Korpan, ain^ gddachU ätrecka in gociachur Zait xunlekxu- 
l^;«i, »a t^Ut a]»o mcht fort init der AbsUaktion von dar 
ExtaoEbOB. 

Der Be^fT der Bewegung ist jedoch mit dem Veritmale 
der Ocfichwmdipfkdit keineswegs erschöpft. M€tu» bedautet 
uach HoBBK noch mehr. Ob ein oder swei Pferde vor dem 
Wagen geepanut sind, tn&cht für die Geaohwindigkeit uiobta 
ans, aber gibt doch eine ngj6t/ter^ Bawognng*^. Das Beispiel 
irita swar maohaniAoh nicht rat^ht xn» donn boi gleicher ßo< 
laitong iftird «ich dioGrd&a dar Bewegung allerdingsi in der Gr6f«4i 
der eTTeifhbaren G i- ach wind igkeit aussprecheu : abi^r HoBßi:^ 
will nnr damii erlAuiem, tlai'ä bei v^rechiedeaer Bola^tuag 
T«rachied^e Erttfie notwendig änd. um die gleiche Oeechwin- 
digk<«it zu arsaogen- Er denkt bereite an den dynamiechaa 
Wort einer Bewegung, wenn auch die^ bei Keiner geometriaohau 
FaaauDg lüchl deutlich hervortritt. Die GröTaa der So- 
weguQg bingi nach ihm nicht nur von der Qaaahwiiidig' 
Iceit, sondern auch von dar Gn^iee de« bewegten KdrpoTB ab. 
Dia Gaadiwindigkeit ist zn bestiehen auf jedes Teilchen 
d«a hewoigtan Korpen. Gleich grofo »ind daher Bew^>:nugeiL 
wenn dii^ Oo<ohwindigk«dt de« ainan bawogten S6rpera fhr 
die gauxv Groftte deaaolben gerecliuet gUich i«t dar obajofUI« 



(^ 1 V- toi», r l^& 



214 



HoMO' BekiTT«ii;> CmttHt. 



iltr die ganze QT6fy& des andren g«rieebtieteu Oeeoliwü^* 
digk^c^ 

An diesp DeJlDition^n «ohUefo HuMsm «ine Ableittuig de^ 
ß^hftTTnngsgvK^tz«« iind d» Sa»<vt, dafs lÄDe A1>Jüidening der 
BAWflgung nur duri^b dte Beiv«igiiiig «fiDe» angrviisreiid^Tii KOr- 
ptra TtttmuUrnt werden k^niw. Dieiw Ab)«iLnng darf man 
jddooh otir al« den Versnob «iner Erläuterung ansehen. Di« 
ä&Gce «elb«t sind Prinsdpien der Bewegungsldhre, weloh« in 
den erkenntniffthecreüscheo VoratL^^czungen de» FIohhk» liegen 
und »ich darauf «ttitsen, dal« nur Bewegung der K^rp«- wisseo- 
«chaftJicho Erkenn barkwt lieferte Alle Bewegung murii aUo 
in ihrem eiguuitn W^utco: ihre Qe^AtKlichkeit tragen niid ein 
vbjektivub Gebiut damtelltrn, in wiüchem kein andrer KLnflnJk 
gilt als dar von bewegten Kör[t«m auf bewegte KOrper. 
Dieee pnnupielle Vorauwetximg iat in jenen Stttxen ausge- 
aproche» nnd mit der SnbslanEialitftt der KArpergrar^d in Ba- 
riehon^ gebraeht 

Um indessen fiQr die Vergleichhark«it der verftchiedenen 
Bew«gcmg«D «in« Gmtidlago zu erhalt«», welche der «nbvtan* 
awllen Eonntana der Körper entoprioht, ohne doch daa Konti- 
nnnm der Veränderung Aufvnlkob^, werden nunmehr die feat- 
getlellten Bewegungedeßnitionen auf da« nnendllchkleine 
Zeitteilcben Qbertragen> Hiermit gewinnt HoaecK den 
ToUen begrifflichen Inhalt der galileUohen Mechanik. 

2, Der Cenatui. 

Wenn die Bewegung moht in ihrem endUolieu Verlaufe, 
sondern im unendHcbhleinen Raum* und ZeitteÜ be- 
trachtet wird, so nennt sie H^aES C&ntitwi Icndraeoar].* Er 
gebraucht mcht den Ansdmek ttim«ndK(^kI«iB'( aber der Sinn 
de« Kpatium H Umpus mintot quam quod datur ist genau donelba 
wie der de« Raum- und Zi^it^lnninitt« in der Differeniialrecb* 
nimg, dW und dt^ und wie Bknedetii und Haulki die Bewe*- 



■ A a O p. 1» 

* £>« «c*p. (4p« I p. 177. Prina. tkCiiMmai o»*el«m mut motui pm 
ipftüuEft IL iMopuft tttiitH quem i|Oud daler, Id «ei, M«naäaeiiir, tin expnUaM 



Hu«U£k' Sampoiikt ond ZvUpuukL 



216 



^Pim^t'' 3EU erlftnt«ni^ fügt er niDzit : Znm TaraUndnü dioMr 
D«vfimunii iDtifo mtk-n «icli darua «<riniiem, dftTs wir itDt«r Ptmkt 
aicbt durjonigo vin«i«hoti, was k«ii3(» Grüfw h»«, oder waä 
txif hoane Wo!«* gcru^ilt wifnii->n L'um ((lonii tlOTglAicben giM 
«s nicht in der N«ttir dor Dinge;, iioadem Aum, ä«won Or^Ae 
ntolit in Betreclit konunt, d. i. voa d«iii woder Boano 6r6lji» 
noch «^m^Teil« beim Beweis« in B«chnung gesogdn werden, «o 
diü>i der Panht nicht für otwts Unteilbarem, «ludem für etwu 
pDgttT^iltAM g«ltdn ftoU Duä^lb« gOt, wie far den Kaumpunkt, 
Mich für den Zintponki (instan«). Ui^rlwi kommt II<ia»K)G' L']«r« 
Hinsicht iti dir RtiUtivicttt aIIat OrAfMubflaäehiiDg^D und den 
Charakter <i«^i KoniinuninH zur voUen Oohting. £■ gibt kein 
Qrftl^tflfl und kein Kl<iiimei, londoni iib«r GroiV tind KJ*in 
Hitiwh«*«det die Art der jedesmaligen üntemehnng.' Wfta 

dHiR «tinen FaTI<> klein i«t, kann ID andrer Hinsicht als fi^rof« 
htc^t wiTtimi. Nicht die Aosd^hnting, sondern die Ein- 
beÄdtchbeit iitt 1>n)ttimme]id. D^rBanm- und Zeitpunkt soll nickt 
da« lüisoluL ünt4TiUjiHr4f l>Adetiteit, sondom din Einhnit d^r 
SetKting. welche notwendig i«t, nm ein Baum- od«r Zeh- 
iadividnani in der Exteiudon von R^nm xmd Zeit zn bcaeich* 
; aber ukh^ «>, daö da^s^lbe dadurch au« dem Zoaammen- 

ig«f d«v Koutjoniinu gehwen wird^ sondern cur so, d&& ea 
tiU Glied in der Enengong des Kontinutuna hervorgehoben 
wird. Dinao Haom- und Zeitelemento haben alleidingH kein 
Verhaltnifl zu den endlieben Ramn- nnd Zeitteilen, nnd in 
dteeer Hinsicht aand de unendlichklein ; aber nnt«reinander 
haben sie eehr wohl ein VerbiÜtain. AVeun er von einem Ver- 
lAltnifi der pun€ki teftk^cilia 2wei«ir WinV^d ?«pnohtT ^^ dürfte 
iim *o «11 verstoheo sein, dais das Verhältnis zweier gegen 
eine dritte Gerade geneigten Strecken 2U ihrer Prpjektion auf 
dieaa Gormfle atich dann noch beliehen bleibt, wenn die Strecken 
ala nnundliobkloin betrachtet werden. Es i«t die» dor Ge* 
dank», weicher in d«r Diffenmzial formet liiidjc '^= f»s a sieh 
aonpnobu 

In derselben Weise, in welcher nnendliobkleine llanm- 
nnd Zeitt&ile nnUreinander ein endliches VerhkHnis haben, 



* VfU U $, 'iia, Ann. tf, 




2Iß 



SaBV« I Vk «Mtt4S<4kf«fii« BMre^nig FCoiuhul 



kOtuiftn uon nach Homui» atwh nnendücliUeiDe Bewegoogfl 
verglkhoQ Wf^rddr, Vem^hietleiie Conacns Stehern i& eDdüofan 
V^rhftlüiiwen 20 «üintirler, wonogUich ms snim f<QclUcb«a Hotd 
IcMD Ang«bbftr89 VArhhUnic b4MutB*n Sovio Lmien- nnrl Zefl 
nJunifirti noch liLoi« und 2«it siod, nur olin« KxtflrnHion he- 
tndiut, «0 ist ftQ<?li der Oonmtwt no^li ß<-w«ig(iiig, Hl>«r ao, 
dalb V6d6r Weg noch Z«it derselben irgend einen Yergtetoh 
luben uiQ^halb de« BeweUM mit dem ßaam« o^Ier d«r Zeit, 
von welchen befugt« R«rnn- vind Z^^ttAl^menU ein Teäl sind. 
B«i in gkich^r Z^it vor stjoL goberdim B^wognng^n werctoi^ 
noh di4> ConatUH d«rMslWn ^b(^u«o VQr)iftlt«D, wi« di«! G«BchviM 

Indeueu ist der CodaIiu noch lüoht ein mulLumAtäwoll 
formuliener Begriff, sondern er dient nur zur ß«E«iohnQng 6j^ 
OeMAmtoluirAkters der Be«regtnigftenchf»innng im oncuidlicb- 
klMtn^n Zpitt^il. ii^owie imm von der Bftw*igiing in «odKcher 
Zuil AtpHcihtT 4>htip dumti iieitchwtndtgkeit and Bew^nngs- 
grdibo £11 Dnt<*rackMd4'n, indem nuin nur d«n Vorgang Qb^tV 
hftopt meint, %o «oll r^nAlttK dirxun Bi-wegimga vorging fls 
i^n Zttitmoinent b^roiülinciD. B«r Vorti>ü dioeea Tott^iu b#9 
nahe darin, doA J«tn von der Extension dee Bewegnngwor- 
gangee abstrahl«rt und doch die Qualität der Bewegung noch 
«rb&lten ^ird. Es kann demnach die virtuelle ß&vregnng oder 
die Terdenac sar Bewegung gan« ebeD«o behandelt xr«rd«n, 
wie die excenaiT in die Gr«cheinnng tr<etendn aktneU» BewM 
guug; HJfi \tii wirklich Bowegnng^ nicht Ruhr. Audi wenn maiP 
dio Auftd^himug fondnnkt, *o wird doch da« Prinidp d'ir Var- 
ttndenmg aieht ]niglmoh mit fortgedacht, «ond^m ale Oonatiu 
im Begriffe featgohaltw. Doffvegen können unnmehr auch 
verechiedetie Bewegungen auf d^naelban Raam- und Zeitpunkt 
belogen iwd daher rusammeng««eut werden. Du »t ein im- 
entbehHiche« Erfordernis d#>r Mechanik und dif> B^flingiii 
dar Kntwickelnng der inodemnu matbematiachon PhjBik. 
«onüt HoABSs klar arkannt hat.^ Freilich «rford«Tl der Be| 
des Conattw nnn eino mathomatiftche Fassung; die uneodlirh- 
kleine Bewegong mala als mathainatiaohe 6rOte daratttUI 



C 



* Xhmu Bcdeoto^r dM CcMtw M nrkuwl Imi B^riuaKt IS :^3 1. 



HflBAM Anal^«» iL>* D^UBtiu rmt^tua U« 



217 



wtfdon, am din lUgründung winw-nichoftliclwr Dynamik xu 
araOglLclien. In der AusAÜmmg di«s*r AbAicIit ü^ UouK« 
oiotit «o gtQcklich gewesen, wie in der Kl&rhöiU mit iv«lcLv 
«r 6ib Notwendigkeit einer ddnrti^ii begrifflichen F^retl^gung 
dar BowegotLg mit HUP» d«r Voret^Uimg d«s UaendLiohkleiiMD 
«inafth. Rr^t LtivKiz nnd Newtox ii)lirt«o mümh Oodinkon ans. 
ÜDt^r Ithpftut ^t|tuckii<w)t of motion) v«n[t«ht «r dio G«- 
•cliwindigk^it, betrachtet im Momuii d«t Dnrclig&tig«£ igtt 
b*wogt«n Ki^rpeni dnrch ddri b«trAclit«t«ii BMimpank:. Da 
OiMbTibdigkeit Gbarhanpi schon defiiüen war il& Pot«iu^ 
ainen beatiiiunteD V/Vg in begtinunr^r Zeit srnttokKalegen, so 
ist die AtiflZ9ichnuDg de« Impetus als der Geschwindigkeit im 
Zutptmkc asRUfifthon m!« d<^r Vergeh, di» veränderliche 
Geecbwindig keit sa doänii>ronf tiiutiLich di^k Qeoohwindig- 
keitf in»of*m uie s^iCht ffür «ine endliche Strocb«, i^ondAm ntir 
Bkr «in Püendbch kl eines Zeilteilelion ab konstant betrachtet 
werden kann- Glei^ibEeitig liegt aber ancb in der BM^iehnnng 
von pdöfüas lue jtoti^tia d^ Übergang tnr Auffaasong der 
Gew^windigk^it nU Wir UnngHfjihigkt^iti ein Mangpl in 
der Trennung der nia<hanLEchon £1<»gnde, der nnn im Qebraticli 
ilee Lnpi^tne borrertritt. Wenn Hoimirft hinToeeUt: ^lmp«tufi 
iet nicht« «udrea ab die Gr5iW oder Gevchwindigk^it de« 
Cooatiu aolbftt'^f 90 stimmt eigentlich nnr die Ict^Et« Bexeicb- 
nting mit seiner Iriiheren Atigabe. Denn er haue gleich ^hnelle 
ond gleioh groftfe Bewegungen ale Oesohvindigkeit und Be- 
vegongsgroi^ 8tr«ng geschieden ; beim Conatud, der im Uo- 
ment betrachteten Bew^nng^ netsct er aber GeHchunudigkeit 
und Quantität nebeneinander^ Er ▼orwendet numnehr d«w 
Aoadfuek Impetua ganjs tu dem Sinne, wie GALtt^BJ dau Bogriff 
doa Hcin«nt^. Mometäum neant ^r dagegen die Bewegung nur, 
meofem sie betrachtet wird in Bexug auf den thatfiacblicben 
Effekt, welchen der bewegende Körper auf den bewegten ana- 
abt, und zwar versteht er darunter den Übervchuf» der 
Bewegtmg d«?« bewegenden ttber den C^nato« dw widoratehvn- 
dev Kbrpirre. Imp^tu« wird dah«r von Hobbks ganae im dyna- 
miecbMi Sinne get>rancht, entli&lt jedoch nicht in ftich den 
BegniT der Gti>£i<* dos bewegten K6rp«rB^ sondern nur seine 
GeachwiiidigküL Insofern druckt er ällerdinge eine iDtenaitftt 
der Bewegung aus, aber dieselbe iflt nicht dyiumiisefa. aondeiu 




918 



BoMcti 



^fvPpn^k. Knft. WUmMi. 



nor pkoronomöclt AuuIimI. Hm* vifrwtJwliciB «ich üun ilia 
tirenxen von PiionMMUile aail Dynamik. Tn3peti:i>c ixt tliin iÖb« 
ilD«&illjQhk(eiD« B«w«^tm0, wololi« Wirinnji »iiüzuQlwa xtrr* 
«ug; trotoämi hingt- sie na r toü dw GtwJiwiti^ltgkvlt, nichi 
von dnr Mawa dn» B«vegt«n ab. Scholl hwnioivli und dl« 
üiuuitrigli<:liknit4Ui bodifigt, welcha Houas Tecfai^ ' in 

Bettir*r Slmluuiilt xu hftlibuim ßfHvtxno m gvliagi <<bl 

di^ Pruusip, die nutfutUidiVItiiiin Bi^wf^rtng xa Imtrtclitan, vcnt 
ihm richtig «rgn^eu v&r. Er tirksttnUi nicht, d^Ci di» Dj-ns* 
nik r-in«r tummu EiuLeit (der H»A«e) au£wr fUum tind Zrdl 
hmdürfc Soinn vrcättfreD Aosfühnifigen bewegen ajcb in Unl^r* 
vuchtuij^tm über diK Wirkung detn Conatiis cuid Impetus, ao dmA 
der dynAmifbcbt ChAmkUir^ Hfin er denselben zuBchrablr im 
Omod« nicht berechtigt btt, ckW w«nipitffn« diivrinathenifttJscbMi 
DtgifliiduBg tn(.b«!htt, weH riti ?bf>jH ttir dif< in B«*trmriit knin- 
Bende Miao" fehlt. Di» von ihm ttingnffthrL» ^OrOrj!« da- ßv 
wegong^ kommt beim Conato^ nicht xtt d^r tu erttart«nd«n 
Geltung. Wo dies geecheheB soll, 6w)ec «ich wieder eine 
Diik)«rfa«it in der Definition, indem er sagt: ^Kraft (via, 
forca) iat der Impetiw, mtütipliEidrt, «ä e« oüt licb, sei m mit 
dar Orfllan dm bewfignnden Korp^ia, vodoreb or mehr odar 
wemigi4' Auf dnn wirlAmt^^fai^ndcin Körper wirkt/' 

Von dirMu Ünklarhftic«n abgoseheUf ist ee ihm docb ga- 
lungen, eine Reibe von Betnichtangeo anzutitallen, die too 
tbr>orvti*fchrm Werte sükd, w«il in ihnen diu: Princip d^r Eon- 
tina;Ui, du im Denknüttel der Variablütfli Uegt, «ur Geltting 
kofnmt. Hii^r ivt ee ron gnmdlegander Wichtigkeit fOr den 
kinetiftclwn Obarakti>r A&r Pbynk, da& ihm Widerstand 
IreNÜtantta) Ktata ala ConattiRij d. h. also als wirkliche Bewe- 
gung gilt WideraUnd heifst d^rjenij^ Conatiu, welcher bei 
dar BurQhnjixg zw4*i(^ bewirgten Körper dem Conatos da« ao- 
daro antwader ganx odur tmlweiM «otgegangeaatxt i<t.' Hier- 
auf bambt der Drack der EOrper anfcinander. H* i^t alao 



d&fla ^ekt tbch 4rr |r«BM lUog«! miiv M«*kBuk »ui^ PQWU lua dtie 
frrviclMft ««oBttbl mit »eh «rfbM «Li mucb mit ibr GrdXie iic.', «o atn^ 

ftfvwJcn ftvvHa. 
* Vp. I p. IK 



tücfat diA r»^o AuKttthnung od^ Jfafjnitwh d«6 Körpers lUlein, 
wvicb« «iiCTüicht, Widersund xn t«isteti ntid den Ort int b«- 
h«i|>tflii, d. h- dt4i Ruho ^r sieh v^noag httno B^wegong aaf- 
iraliebtfu, ü«; gehört daeu «no ontgvgtDgatotxto BawogUDg. 
Allerdiugw eri^t der Körpt^r d«D lUtim doroh h«iuio b1of«9 
Gxtfitens, d. h. on kommt ibm «in imTer&udörlich<vt Voliunon 
kq; Ahtr diese blofae Exiäuais beftt^t aiebU Aber dou Wider* 
fftand, der EfVrper mnl« jeder andhii^Dden Beweicmiß naob- 
gttbvn, nobald er in KuKe ist, und InBofem hindere die Kr- 
ftLUung des H«uineq dnrch Ki)rp«r die Bewogimg nicht, wenn 
nnr die K^rp<rr rahtmdc* sind. £rfit die Bewegung dor- 
«dlbeu liefert ^jindemise« der Bewegung. Daher iift dio Thoorio 
der ^teiie bei Hc&Bi^a durobauu Kinetik. 

Die Bewejt:im£ nlluin nimmt nnd gibt Bcvregnng. Rnho 
bod^ntet fbr einen Körper vOUigo UnfUhigkeit eu jeder Wir- 
kung, eir kann weder eine Beve^onf hemmen» uoeh eine 
•oloh« hervorrufen, oder von aedb^b in Bewegung konuneiL 
Aber er rnnfo auch dnrob jeden an ihn benuitretenden be- 
w«^i>n Körpfir in Bewegung geeet«: trc^rden, fei <^h ganx oder 
in einzelnen Mtncr Teile, üad hierbei gestattet liouDB» uoin 
Kontinuitllapnniäp, bia auf nnendLichkleino Antriebe surädc- 
amgeben. Wenn ein bewegter Pnnkt mit nocb «o kkinem Int- 
pafcns mit einem ruhcndr-n l'unkte xnr ßerühung gebracht 
wird, 80 muiä di^aer d&dtircb bewegt wQnliM3> Denn e^ könnte 
flberkacpi keine eodbehe Bewegung durch Vervielf&ltigtiiig 
dm Impetofi eutetoten, wenn niebt auch der kleinste Impetoe 
doch aehon Bewegung zu enseugen vermocht«. iDg laichen 
mni* aolbst der hittaato K{>rper, taU« er ruht, dem gcringaten 
Anprall cino^ bewegten Punktes oiuigermnir<'n ttucbgeben. 
Ka gibt keine abftohtt harten Körper.' 

D& naeh dem Boharru&gsgc^etse eine Bewegung ao lange 
duMTt, bis K)o durch rine entgegongcaeiztc Bewegung ftufgi>- 
hoben wird, so folgt auch, dafa ein Körper, welcher von einem 
andren in Bewegung gesetzt worden iat^ keincewega aeine Be- 
wegung verliert, wenn die des bewegenden Korpcra aufhört- 
Ubeneowenig darf das Wegrä-amen einoa Bewegongahinder- 
lüssea ala Unache einer Bewegung angesehen werden. 



Jdder Uonfttes sobJioGit den Ei^griäT d«r Btcbttmp: «iti; ot 
bbB^w^tgoDg, und ioifofem kommi ihm die BiohUmji^ zu, welche 
der bewegU K&rpor in dam Augoubtioke bat, welcher gerade 
in Botraoht kommt. Indem man euüeu Punkt der Bowefcuuf; 
ab OoD&tuH fixiert, wird weder die Uichtong noch die Oe- 
flchvHndigkeU der Bewegung aufeekobeu, wohl aber die Be* 
zic^hung venichiede^er Cen«t«u auf dcDBolben Punkt möglich. 
Daher werden ConAtu« ebcitfo sttsommongeeetst wie endlicLr 
fiewegoniceri, tmd o« ut gerade, wie ncbon goeogt, der liiad«' 
men^Lo Fortschritt der hobb«ai»oheii Betraohtun^weüe , da& 
sie die Zti^ammeaaetttiug der Bewegungnutriebe f-estattet. 
AVirken swei ConatUH ztuamiaen und wird der eine aufgehoben, 
iO Imtimmt dur andra die Bewegung, aos wenn ein omg«- 
achwongeoer Körper in der Tangente des KrM«es Torttliegt. 
»obald die feste ^''o^bindung mit dem Mittolpnnkt aufhört,* 

Die Fortpfiauxnng otx^cs Conata^ findet, er mag utorl^ oder 
schwach aein, unter allen UmiitAndon bia in» Unendltohe atatt. 
Künmt man ein Vacunm an, in dem er sich fort)>Sanat. so ver- 
steht aiob dies von »olb«tt weil es daselbst keinen Widerstand 
der Bewegnng gibt; aber aiich im Vollen muTe diese Fort- 
pthuiJCURg inci DnendUcbe stattfinden, und kwöt mit onver&nder- 
Iioher Eichtung und G^j^cb windigkeit, indem xnn&ohst der be- 
nacbbarLfl Teil bewegt wird nnd dieeer den Conatna bia ins 
Dnendliche von Teil an Teil weitergiebt. Diese Portpflauxung 
geechiebt anf jede Eutfemung in einem Augenblick (instontaD), 
Dabei tJint m nichts sur Sache, dala der Coaat^ beim Vor- 
eohreibea immer achvftchirr wird , ao doCei er endlich unter die 
Grenxen de« Sinnlich wahrnehmbaren hinabemki. DeawegoD 
kann er doch noch Bt^wegung sein; ^wir aber bandeln hiur 
nicht von der «iuniicheu Krfahrong, sondern vou der rationalon 
Erkaantnia der Dingo* '^^ 

lu dieser Anwendung des Bcgrißä UonotD» eind ofTenbar 
verachiedone Bcdcukon anfzahelicn. Zimichat scheint nicht 
Idor, wo« ea bodeuten soll, der Couatna ptianie atch abgeltet 
Ton der alctttrllen Bewegung eine« K&rpere instanton itia Un- 
endliche fort. Denn Conatu« war doch nichts andrea aU 
Bewegung eines Körpers oder Punktes, inaofeni dieaelbe 



> C^. I p. ItlS - < Oji, I PL 1B3. 



HdMiw; Bodoakeci V«t«a di« F^fillumng de« CoiMtu*. S2I 

«itmotnont Uotrnthtot wird. Dom bovegten £örper kommt 
na« cndticho (ioarchwindigkoit sn, n&d d«r Wert dorselben, 
deo «ic tu einem bo«tiinKnt<;n i-^inkto hAito, hld« Impetus. 
8oU detm non die Bewegung wiodcr noch ^no Andre Dud 
rv&T imendltüte Geschwindigkeit haben, anfBer derjenigen do« 
bewegt«Q Hubäimts? Liegt Dickt hier eine i^üllftcbwt^igende 
Verechiebung dee ßegrifla vor? Der Coutttus wird jet^t ge- 
dacht als die im bewegten K^er liegende WirknugaiUbigkeit, 
inaot'em eio nieht als kinotiacbe Energie die aktuelle Bewegung 
des KGrpoTff selbst nnteritültf sondern insofern sie auf einen 
andr<rn, widrrrtohondßn Körper übertingcn wird- E» wird 
also lun ^^idcrutand roTuusgev^tzt , welebcx den Transport de« 
bewegten Kürpors faemmt, und ee wird angenommen, da& die 
Bewegung (der Conatos) sich in einem andren Snbotrate ferb- 
pflanst Wie «ber ist eine aolobe Fortpflänsuug durch den 
letrea Baom dcdjEb&r, boi weJobom doch koin WiderstAud vor- 
baad^i ietf also wedor eine Ursache der Hemmung des die 
Bewegung trngi>t)don Körpers, noch ciu änbatrat aki weiterer 
Trilger der üowcguug? 

Bei der Fortpflansung des Conabn« im <:rflillten Baom 
»i<;h zwar vcrvtehen. daf;« bri auftraten dtzn Wideretande 
CoQatiL5 allmählich geachwicht wiixl, hia unter die Grenaen 
des Wahrnehmbaren hinab. Aber dies eettt voraus, dal^ die 
eotgegenstelkenden K&rper bewegt sind, und den:nacfa den 
Oonatnc aUmAhlich «chwttohen' Denn ein rollender Körper 
kann keine Bewegung aafhalt«n, nnd in einem ruhenden Mittel 
mliAte dc-T Cou&tuff dcb somit nnge^chwächt fortpfluizen- t^iud 
aber die Tt^iln des Mittele bewegt, ao wird m&n geneigt sein 
zn erwidern, doTs dann eine FortpHansung des ConatuA bis auf 
jede Kntfemung keinen Siun bat, Denn Bowogacg k&nu durch 
gleich groiko und rntgcgcngeMtKte Uew^UBg aufgehoben 
werden. Ks mü£rte nUo auch mdgtieh eein, dafs der Conabu» 
aiif neiatm W«ge durch entg^^goietebe Bowegongen ssnuUiert 
und nicht blofa snoceMve geechw&oht wird. £h bcheint, als 
habe (rieh fQr UoiUKti die Geschwindigkeit im Momenty indem «r 
täa als Couatufl von dor Extension der Bewegung l&tfto, cuit«r 
dor Hand in der Thab in eine Art »clb^ftAndigea Wesen ver- 
wandelt, welches seinen Weg ven Teilchen zu Teilchen fort- 
•et£t. Sutt des bewegton KüT]>erB ptian^t uicb jbtxi die 



m, 




3)» 



HüttBiir BcrMhti^Bf dAit RofiifTi „Conitin". 






Tendenz &ur Bewegung: fort. Il:<»r 'is\ x,jx boacbtetiT 
Cooatdfi nicht blof« «^ine Tend^ut, sondora eine wirkllelje Be- 
wogDAg. «ber freilich kciar eDdl]ch^, »ondem «in« Df*wegung 
ini ZeitmomfiDt bedditeu m>IL die uur il&nuu „Strehiing'^ h^irst, 
w«i] ftie nir-bt »innlicb wabrnehmbar bi. FCir d«A Dr^tlcnn i^ 
«ie Bewegimg. Der Conatus soll ders<>Ib« eeiu. glakbvinl ob 
dam j^Lrcbendeii*^ «Ivrft^ viden^ht. odermcbt; d«Dii .Slrf-bfln'' 
(c<n»ah) ist euif*ch gl-^iclibcdoutcnd mit ^FortAcbreiU-n" iit' 
Wenn dem Co&atTUi «rin (<tit^g«Bg<i*eiEt«r Conaiiu widere 
00 beifff«« beide JHzua.* 

D&diir<ib wird der Begrifi' de« Con&tus erst rerütändlifl 
Bewegimgeu ki>iiueii sich gegenseitig beramen; bewegte Efirpf^r 
ktenen snr Buhe kommen durob WidersUnder decm Bewejtungnn 
fljkleu in der Zeit statt, and Rahe tritt ein, wenn iu einer 
endlichen Zci% kein Weg zurtickgelcgt wird» Aber wenn au<:]i 
die sich begegnenden E5rper aicb aoilulten, so werden die 
CoufittJ" dadurch nicht vemicbtet, M>nd<TTn nnr dir Bewegung 
als 4>Ldlichf*. D«r ConaLu« dagegen isi di«) &4iw«j-iing; anf nn- 
K Eid Hell kleinnr StmrJtr. Dic»o «obreitrt fort, und swar von 
Teil zu Teil, obne endliche Zeit, von weiter Ja abeitrshieft 
i*t. THn pSLrrtliunyflu** dun'ha«lx<*n «!b* K<V|wr, aiirb wahh an 
ihrrfu TruTcri knine aiimliche B^w^itng vbAhrTiirliinbtir iyt. Aber 
die Bewegtiug iW Teile boII darum nii^bt Aufgehtibeu »rün, vi« 
tst nur unendlichklciti geworden: sie ist nirbt mt*hr sinntieb, 
sondoni int^lligibt^t ; s\e ist uur ^ine Bewegung 1*01 das Denken, 
in Bagriffe. Oii> Abld>fting des blüCs Balionalen in der Be- 
wegung mls CoTuitiLN von rlpr ciiinlinh afUigndelmtpn ßpwfrgaiif; 
aU MoUix nrkUrt.^ wii* Hobhrh auf xiine Thfiorin vou dur «itlbsti- 
«tamügrn Fortpftanttitig dfw OonatuK kinniatni könnt««. Siv mdl 
den TMHfrgang erm^Vglicbeu von di-r AicIitbarMi Bi^wrgung, 
valehe ftlii Transport der 3Ca«»eii Lekannt isi, EiiderFortpfUnaung 
vou Wirkungen, welebe oluie siunlith wührnehmbare BeweffUlig 
«tattftndel. LicbL^ SoliaD und Druck sind solche sinnlkU g^ 
geben« Wirkungen, d«n>»n keine wtihmehnbanpi Beve^gang der 
Teilcben des Mitcels, ditrch welrbr ■li- «irli foTtpAniisMi ^ nnt- 
«pricbt. Auf Bewegtmgen aber mfUMdi sii* Aurfkkgrfllhrl wr!Td>i>n 
kJJnnm, das Ist eine Fordonmg dfir mPthodiaclien GnindUge 



Op. I p, STt SIS. 



Uif«ft»r D«r GMttiM «l> (ib}*^'l*i*'^<iit "^ Dniok^mpftinlKinif 





&tiirvrü#etisob&ft : folglioK Ut es Wre^^btigt iin<i ilnr'hnu 

Deuk^DS, wenn ili» Rntritgnngi^n . wiJrlit* ftlr iIah Dirnkfiu qciU 
w«ndigp tl^n Binni'Ti über oii^ht ^g^^ben iäwlj aU tiitftndlicli* 
klpin im B^griiTi- fimdii^l werden- 

And] HoBsi>^ nabln, wie Qaliusi, Hein«ti Äii^;angs)»aiikt 
nnd tttfiut? Terimiiolo|^<? von <)fir ftioiilLcb«ti Erfahrung der Au> 
dr»ii^9«mpfinrIiiDg, Di«i B«ivi»giu]g, welche niDnlich gehemmt 
wird, indsm wir A^m bt^wngttu: K-^rper ninnn Teil de« eigfn«» 
Kdrp^rs «ntgegpufrtumnmn, wml wuhr^genomra^m nU «in Stn^bAn^ 
«fn C4>iiatuiL Ditvirrr r(:iTiai.Ti3ir m\\t* Bvrm'isgiirtg «aio , dAnn nur 
Bewvgiing wi wirivam. Diin^b unarmi wi« diinfh »ruiri- 
KGrpnr |it!iut£t aicJi dt« Böwegutig fort m clor OiwUlt aiiifti 
Dmoices, Di««^< ForTpHAiiRen d^e Hnioke« ^e^ohieht TPfft4>nilni 
DAmtti eDUt.ebt die Vorgtellang, dafs der CooBtus aicrh im 
Ang^nbli^k forüpflanxt. Das sind die sinnlicheo Data, um sie 
m ifmvtme\'jki\\ic\i kii gp«ta]t4»ti, dient noji der Begriff der im im- 
ftndücKkl^intfii SWiU nnd Ranratnil tjetrAcht^ton Bviw^guhg. 
Waa bli-ibt übrig, vAnn man von \}t;in Fi^rUc^hroiton d^ RTöipart 
im Baom abstrahierte Biä Tendenz Um Fortjccliri^itoriii ^ »rm- 
Hch wahmehmbar aU Dniok; daht^r bt Druck bagritiTlIcli xu 
fjMfien ak Bewegong durcli ein« im^Ddlichkloiae Kxt4»iLticn, 
Daa Intensive ist auf «xt«naiv vergl«iclibare Orö^a mit HitiV 
d«KV LTn«ii<Iiich1cleui^n ziirückg^fohrt. Was aU Druckkraft atü- 
tritl^ wird begriffen als Wirkung d*r Bewegung vou Teilcban, 
w«lch9 jdd^fi Dur ein«» un^ndücbkleine Strecke durohtBQf<»u, 
d, h. IcAiiio oiidJich^ B»wi>gtmg haben und doch «ine «ndLiche Ge- 
schwindigkeit aitfoinand er kontinuierlich 3tii übertragen vermögen. 

Es ijtt da» dieaelbe Art und Weiv«, iu welehor man w\i 
die FoMi>dauxiuig de« Dmok^ :n FIQxaigkoiteu dcnkt^ oin not- 
wendiger Godanke fikr jed« matbamatuche Phyetk, ab«r fr«ilioh 
njchi auflreiobend fUr eine witteosohafUicbe Theorie dw Materi«. 
I>9T ConatQa tat der Veranch tur Objektivierung 
d«r Drnt;kemj>findunß- 

G*g«uUber dieser Fortpflanxung dw Bewegung doroh die 
Körper ehni' dchtbare Bewegung ihrer Teile «Übt nun die Be- 
wegung ganter K6rp<fr in «mdUcher Zeit. AU die GröfM« dt^r 
G^echwindigkcit, welch« ein in endlicher Zeit bewegter Ki^rper 
be«it2t, erkWt HoBB» die Summe der Impetu» alimtlieher Zeit- 




Bonxf 



PrvUetM «ter Knr|iaikukrUi«orii. 



roomeutc, in it«noii die Bev^gnng «tAtthatlo.* Ür repiiLBeDtiea 
(Ueselbeo gccmotmcb darob den Inhftli «mn» PAnülolognnusit 
wenn di« Ooscliwindigk^if koiuit«ni v&r, odor räio» DroiedLs, 
wodh die Bewegung mit glekJtmlfsi^x B^jtcbleiiiugmig voq 
der R4ihe uisging. Der bi«r volUogena VorgikOg dee Denk«» 
e&ia|»noht üuer luto^otioUf weldi« jedocb Euclit etwa eitw 
SummAÜoi) von BfWvgitngMiitrieben. sondern nur deu th&l- 
sftcklicli dtirchlauteueu Weg Ueferi* 



3. Die nnldlUtstliaorid der Materie. 



Es ti^gc in der Netiur der Anffftsauug. vou welcher Hol 
bei der ItBiimerftÜlung ausgeht, daf4 nicht in d«r Bewegnag 
der MAN«en aIb iiidividu«l)er S<>rperf «cndeni ia der FortpfUuKcmg 
der Bewegung in ifiuoin den Haam flietig «lufilll^nd^fn Mittel 
der äohwerptiukt M-tnor ßen-egUDgvIehre t\i inchcn üt. ]>ea- 
wegen moiWte er den Übergang der Bewegtmg«antriebe Ton 
Teil zu Teil im Konlinuuin begrifflich zu er fmec n streben, am 
denselben ebenfalls däii Bewegtttigegeeeuen unterwerfen zq 
ki^nnen. Gemitik da» bei ihm aberell h»rvortr6t.enden Kon- 
tinuitätfiprinaäps k&nnt er beim etatren Körper keine Atome, 
von denen er als Trager der Bewegung ansgeht. Alle Teüe 
der Kerper eind untereinander venchiebbar, aber «ie »hid nicbi, 
wie bei Dk^aetes, Splitter einer uraprüngticb atarrcu Materie, 
ftondem «le «teilen in ihrer Goiamtbeit oine Plossigbek dar. 
Deswegen kelirt eich bei ihm zum ersien Male dae Problera 
der KorpaskaUnbeorie uio in da« Problem d«r FlaiditAte- 
theorie. De^cartik und die Korpueknliirtheorie geht von der 
Exietetut fe^er ROrpercheu ans und hat aas ihneu lu «rUiraD, 
wie VorschiebbArkeit und FItUstgkeit der ACaterii.* m«^glioh let. 
HoSBEA sotat die Fhuditat und Venschiob barkeit der Teile diu 
materiell eriüUten Koutinunma aU ein Drphanomen vormus 
und haC nunmehr di^ AtUgkbe zu ld«on: Wie sind Starre 
K^er megtioh? Im Grunde genommen ist dies freilich nicht« 
andre« ale die VerziohtlejHtong auf eine einhnitUcbe Auf betliuiK 
dee K^rperproblem« überhaupt^ Ee i«t die t)b«r1a«tiin{f d«a 



^ Opl T p, IM. 



DoiikinitUU d«r VuiabüiUi. d- b. dATJenig^n Bewaftu^indftn, 
w«lclu» dtut Kontinuttm i^n^ugt; di*«o »oJJ nUan kut Gnmd- 
legimg dw Pbyaik «u^retolivu Dan abor i«t «b^Dso aiimo|i:]iob, 
wU^ cl«r V«rBnoh der individurUL^u AloanutÜc, uU^m mit Hilf«» 
des «l«rreri Sut)6t«Dziftli1dtsb«grifi dl« Pbynk xn tnndipr^a» 
Vou hierauB fWidec maii kein«!! fiber^aug vu dor W<ichN»1' 
Wirkung, voa dnrtane keinen mr B^b»rrUofa]teiit der EOq>i^r. 

Hontti« giiht »dtJ «tntfUJist you der sinnliclieD TUat^aoh« 
d«r h»rton QTid wplch4>ti Rörpar jt\i:e^ ind^iTi ct sie im kiiieüft«h«n 
Süinft nut Uilfo d«r B<>wf<giuig xti lietiniArcn HUcbt- Hart 
lieir«OD die Körper. T<m daß«i] k^in T«il «iD<*m bowog«»ck>n 
KOrjwr |p«g*iiüber ]«icJit ir«iclit, uiber iuit«r Bevo^img d» 
Ituno KOq>«r». W«dd dAfic^fcon di« K^rp^r %\» Kuis« unb#- 
w«f>;t bl^ib^ti r wahre&d ihiv Tdil« ^iiieni Anatofs» ]«ioht naeh- 
|i;«b^n, so beifnAn sio fluseig od«rr weioh. Hart, weich tatd 
flünng icind nicht. gQuomU, sondern nur grftdtt«ll verachi»- 
d^nn EtgoaMcbafv^tif zwwcliAn H^ncn ^ kontinni^rltcbe 
DiMrgitigo sibt.' 

ZwtselidJi den ßraden de» Hftrten und Wj^ic-b^n ct4>h4Tn 
die bie^Bamen oder »iUooi EöqH>r 'IcnUt. R« ^nd di^j^nlg«», 
w«l«hfl nch biegen laiB<Mi und dabo! gans bloibiMip J«^« BJ^gv^mkctt 
iMTuhi auf «in^ Aiuiäb«rung oder Knif^^rnung der ioberoa 
Funkte. Findet dioMtb« an einer Obertliicho ^lAtu »o dutetttbt 
Zonunmonsi^hnng, r«p, Anadehnonf^. Ausdehnung nnd Z«< 
nunm^^isUhnng. wio |^^ Klei^ion rlbeirbanpt, notson notwendig 
*kn HjiiBi]tJ«tecj dor iimer^u Te:Le dcw Köq)«n tn doa AufMor^Hi 
TOfttO^ rup. oin Zuriickwoiohon von «ißwEii' Nor uaf dioae 
W^ise kann oin«-' Erwcitonmg der OhifH^Büho, &bo eine Ana- 
iWinnng dea Köri>on ontAtelienJ Eine Ausdehnung »ach «r- 
Iblgter ZueammeiKlnioknniE miib auf einer den innere Teikn 
dfi0 K5rp«rs ertedteii und in diesen Eara<ikbtmboiid«n Bowe- 
gnng bomben- Jedooh muTd nrsprnnghch jodo Bowisgting von 
ftulkcnhar mttgoteih we^rd^n. von innen kann nio u^ <^in«m 
mcT>«r nicht 4Mkt>t«bcn* d« no immor von riini^ra b«Bac^btit«u 
b4r«Ggt'Cn Kdrpor auflgAhon mufM. 

Kino tfokhf? Mitteilung kann nur dun^ &tol> geachehen; 
M ü( dab«r anob jed«r Zug im Ortind« aar einen Stof« surAok- 



ua««a.n. 




ä3t» 



Uo9va. dbob. Dntjk^ 



saffiJmc. fliorb«! ist e* nicht notwendig, fUlV, vomi ouh liurUr 
KSrpftT von mtitnn andern harten mn oinor cin^olncu £:itpU» mc 
groHwr Kratc gff«t4>rMrn vrird. mllc Toilo dw gcätoiMoen &fr* 
poT« e^f^tch dcfanoJI sGorückirtüoliMi; aondoni da t,xkch hvi dflo 
Lu-Utn Körpc^r dii.' Ttnit immidhin iwch veTBOhicbbar blmbco. 
ao vi^ritii tlw stiui^cbat getroffenen acbnelJer Wf^iehen als di* 
biMittclibart«!!.' Die Gr^ia« der Wirksamkeit beun äiofev m 
Abhängig AOwoliJ von dor Geecbvtndi^koiJt ftb von der Ord&« 
dee beve^OD Körpor», weil beim KneuDmontreffon stioAehA 
nur die Bewegmagon der kioIi troBoTiden Teile «icb «OMgleiolteD, 
im grölMreu Koq>cr 41bo tun Übenwliiiik YerbLübt.' Uafe cb« 
Wirkung dea Stöbe« und diu dea Gewichte cinea ruhenden 
K^ri>er9 uiohL miteiuAuder verf-Uobou werden kdno^n, will 
HODKKit dftraul' saracktVibren, daf» die Uoochwmdigkeil, weJeho 
betOL 84oiao wirkt, durch eine Lim<? reprdLScnüeri wird, «bo 
eine Grd^ von oincr ]>u»onHidn ist, du Gowioht aber dorcb 
die drendimonvioiudc GröfifO d^sr Aii»d«hnQRg d« KAr|>oTi ge- 

üor Ihiiok der Körper, welcher immer FortpflnnsutiB 
der Be^vegung von Teil an Teil lai, bewirkt anoh nnmer 
eine ßffwcKimg dvr K^rporbcile. d. h. oino (WUdtAcdirruui: 
der Körper. Eine Vlüaaigkeit, welche auf eine Andre drückt 
tmd sich froi bewegen kann^ breitet sieh nach den Betleu aiu.* 
Ab«r auoh bei fo«teii KArp«ni mxxÜBy weun Hie aiieiiiAiidar g«- 
prelät worden, eine »oitlioho Dtrf'ormetion wiftreteD, ditr xwar 
oicJit immer wahrnehmbar, aber d^nknot wendig ist Wenn 
deeegen zwei Flüwigkritec in e;nom UeOlbe eJagoeohlowan 
sitid, flo dafe eie nicht jtritliob <-nlwpiohen kdunen, nnd anf- 
eiiLitader drftckeu, so durühdriugou aie sieb gogen* 
IT Ol t ig. Hiotxu ist nicht n^hg, dalj ü^ um tliro Luge ca 
wechselet «icli bis auf div« k^ui-iteit Teile mlioheu, nr^ndern ee 
genügt, dalJ^ dio icicbter teübftr« Awuchen ihren Toüpu Ofluan- 
gen ersclilielft, dorcfa welche die eudr« hindurchfliefatv^ Dieee 
Änaehauung hat Jlon&s^ dam gedient, don Tv^iLKicxLLiivilifln 
Ventich auf neinr Wv^i^e xu orklAnMi, indem er annuniul^ doJ« 
beim Umkehren der Bohr« di^ Luft du Qoeckmlbrr durch- 






* tV- l |i, l»a. - • 0^ I p, Äft. - - <J)>. I p. fT2. 



4rui|tt Uk<i doD obtfTon T^il dtir KdUre »rfOlh. Er hai Atif dio»« 
W«ü»» i^t«>t« di«k KxLet«»« ^iDew ViL<:un(]ia im Barom^fer beetritt^D. 

Klb"!! Jr^ron itanin kann Iloitriz« iinter koiuvu rinsl&Ddea 
»ugt'bcn. £&it«nmc;itcll siatiC et «ich d«raut*. ilab W^Mer 
ftUB lunfHti Qnt'iljir mit kj«itjvr lilVpimg uicbi mMfliefst. vrio ob 
dorh tiriiK^r Schinrt«re- iia4'li l]li]^^tr, wi^un mcliL liü^ LiifY dureli 
^ior ttiidro Uffniiu^ Zutril^ rrliJiJt; die Urnacbo könn« aIao pur 
darin li«|[eu, cUTa mn Vmuuiu aiclit «ulMishen k«[iuJ Forncir 
•iif dm V'DrsLiuh, dafft xwei poUeal^ «beu« FlaLUtu ilin-r Tieü- 
jiuufC wif einjiuü gTOI^oh WideraUuiJ ^ut^^egeutt&Ueti, wäüreud 
mr tiBcib und n&ch lf»chl dtir^'-Jt Wr»c1aobiiiig vono4ii8nd4*r ab- 
gHJiogra wrnb-j) kÖittuMi. T)f^r Oruitd kOiin^t »dch bi«r iiur dnriii 
UM|;i*)tt dd^« bi?; drr LonrnirE»tn>g Buf ttiumKl, W woJrbnr dir 
liUiX uicbl tttilui«!! a^^i"^ iui(]lL-(tröi:i<;ii kaim, vurübt-rgcliniid 
täa VACtiuin rtnt«tebt-i) uiiUi»U*,' Er ditiht mctb dtibrr f^eußtigL^ 
•uwoUl dftH Vacuuui im Üaromeißr &h uu lt«xi|HQiit«:t] dt-r 
Lurfjium|»c 2u bastreiian uad die V^^thihUh dm Pb>>4kt?r »uf 
andre Weifie &u erklären, IHC^ da« Quecksilber mcbi voll- 
■xAndig «u^HieTfilr. soudern iii be^timmccr llVVb^ Htehi^it b1(4bt, 
will ej^ J4irsuf snrlLckl'abrcu, d&l» 'tji d«r Durdidriugiiug duich 
4nt 4vTM] onUiii n«nb obi^n in dor ßrdirn T^brimAndnii^ T^nft i^iiieu 
gewiNNfTti Wid4*rvi»nd i^xi^-gpuM'iJtr^ BciWId du» Olt^ittb^Rwiobi 
jLwUidifin di^m OouiktoiK dr» QiimkHLlWm imHi ufili^u uud dam 
Widnntüiiidn detr biiutuf* uud liiiiduri^ulrAii^t^miiui LulV i^rreicUt 
iit, bloibL dftfl Qü^ok. Silber HT^en.' Aiiob die ExperiiCL eiste 
mit der LuO^jHUBpc erVlXrt IIüriHKN alle dadnrcb, dafk bt ah- 
tiiimnt, e« «ruMebcf im Kexipit^nt^ii lortnihreiLd ein »ehr 
befligor Wind dtirrh djut KindringiKU Auficnror l^ffc^ #!r miübc 
za ^Jti»igf'ii, wir »lurHcilrbi» bnftiirt^StiVlmiingdii' br*idHUibtnteii Kl- 
«cJi«uiirmg«rt], du» Stürben vuuTiiareii irdgL^ bt^rvorbnu^nu kOiitke>* 

Db» gbwöhulioliL' Koliv xiir Eiofilbrtiug de» Vauuuna, tm 
aJUnlicb dl« B^u-xguii;; xu ermAglicbeiif ihl fßr Hobkk» niobt 

V"'* ^"'T, du ndi»*ude Küqivr jedem B4fwegung«Btidr»ttge 

r^> die Bewe^Dg hIso uicLt aiifbalt>fui- Die Körper 

können einander HOttweicben, Kndlioli Bbi-rptbiUKt. nii^b ja der 
Riiw>>^uij|[siuitriipl>, wie obefi dargalogt, ancb dtin?b den irrfblltiui 

<i^ i |k »43, 3M, — * C^. IV p 33» r 



B^i^ 



2» 



Kanm fort. Diu ATf:aiD«n(e doer GrtRim för dia Vecnuu qaiI dn 
At<»iao QTklftrt «^r al« nicht »titshh&lti^ ' DaJ'i n< ^ch b<ri Hf^ Air- 
mistik Harinn bzuidolt^ dii» ätü^liclikeib der Trfinnnr.g tind Vk- 
fxrlt ir.M) AT Wt villi Kor |>«r teil AU überhaupt durch die Setjumß miMv 
QrHjiniiigliclien ZiuatumenliMißloaigh^it iind SelbsUüidiglceii drr- 
Hidkeu XU erklären, du i£l ein Godanke, ßke welchen HriiAB^ 
nicht £1 lg jii^ gl ich bt; die Fluiditttt der Mfiterie iM lilr iLm. mr 
goHBgi, kein Problem, somdem eÖDO nrnprünglicho Th>te«icLe. ,B> 
htl möglich, des Flämigr eiifKnfuii«» &b Meiner Nniur nach in 
gleicher Wfiiwr bom4>f{niiT wie «n lEft^i Atem öder d&et VaL:tmiu »rlW 
iflt."* AlW FlüM^e ütt immer teilbar in ebenso Plnunif;«. 
viiv Qtieiititftä iu Qu^iilitSteu und Weicliw von jedem Grad» 
in Weiches vou demseiboc Grade. Das Harte Ist nur dnn 
Gr&de Dach vom Flüfaigeu auterschieden, und dieaea m jedua 
seiner T^e »«ijier Natur nach von i^lfrictuirtiger Flftsnigkeir' 

Demnach sclan^ Ha^ihkh zxir Auf«t«^UniLg folgender Hy^ 
iheavii hnhiifsi KrklHruug dnr NAtiin^rwchritiimgnn, Er netet zunrri 
vorauK «linen nnrrmfridinhrD Raiun. wel<:hrii man die Vitk 
ni*niit grliilrlr-t lA^q^gntumy nu» Tk-cI^il unrl AiflitUiri^n KOrp^rai 
der Krr^r und tl'fu nAHtirnt<ii, wiwir* mtH un-^ifhlhan-ai, fturswrii 
klaiuim Alonimi, welahe durrh din Zviiu'brtarilitrae der Srdi^ 
und ßenrirue v<<nilri?ut »ind, und nidlirh aiw ein^m lifVchn 
tin«higen Äther, dur jt*d«n Ort im Umvemuiüä wrjühci irgend- 
wo nbrig isl^ *^t ftiuftlllt^ defs kein leerer Raum Bbrig liltüln 

Er nimmt foriier mit OorPKitsiai:« i^inp fiwie Ordnung iif>r 
Vlanetoii um die Bonw* su ; nicht nur der 8r>nnl^ fiund(>ni Anrki 
(W Krrlfi nnd ditn tibrignn PtAiiittitn kommt i-inn mninrbr» Krei^ 
Ikptwv^gung «n« von glnii-iinT DAurr wici ihr Weiien^ ITnter rlrn 
Aihi^ ^int\ tfiiiig» Krirpf-r gomiKtht. wehhi' nirht ll'liwr' ■ 

»b»ir *ö fclrin. dui* \U' n'u-Ut wfthrg4'm'muM?n iri-rdt-n k^n ■ 
MMch idi* brttitxen eine elnfftnhr Gigim1>«*w«gung mu) ^d von 
vpr«,h:ed»Mihr Rarfe tind Koiinii^teiu -Mit Kbplhr' nimmt er 
HU, dai^ der Abstand lier Erde von der Sonne ajcb xii der de* 
Mondt>9 von der Erde verhalle, wie der lotsten» smm Halb- 
me«er der Erd«*, In Rettng «tif die Abflt&ntte nnd Dmlaofa- 
mten der fCArper werde er Holchn Voran^idftsmngea marhen, 

< 0>i. I ]i. SM. 



DnMK»i [>ie lotaraiiUtiuu BtiaUriÜEl 4er Irr^u. 



xor i^rkiSnmg der Fbäooueue mm uugZichAi^ii cr?clieiu«ii 



II 



4, Die ipetielle Phy«lk bei Hobbys, 



"Wir kommwn Bim vn äan V^rAurhctn (1<m Hoftmc«^ in der 
«ztoll«n Pbynik »iuigt Krklämiig«: sn gebeti. Kt KAndelL 
tb bier danuHr solche VerftDci^raiigeD in der ECTp«rvett «oiu 
td% «u nuioh^ii, welche durcli ObKT^ragutkg ^uf untforon 
^eQ«n Körper imd die dsf^nrch entsteheade Bflckivirkuiig 
to VfinohJMlenhoit Hfir «innlich«i] EnapfindnngOD als henüiend 
If «inor V4*nichi«dftilinii Yon B«3w«gungvvorgAngcn aurxufnsaeoi 
«Utt^n. Ri^nii bedarf i»g d«r Annahm« d«r lot^rai- 
ilinti. 

DitfT [ntAradaUtui b^atehou f^ htfp^hesi in i^likjo iuJ>«rtt 
böigen Ätlier tind in EOrpem, der^n Teile räie g«wtfti((i Ko- 
^on barätzen. Von letzteren gibt ee hart^ and weich*- in 
leo Orftden and allen (irüfsen, die raeistea «ind )iid«t3se«i lui- 
isspreohltch klein. Da. di« <^rt>f^ Aurdh ivn Vervtand ohne 
nos^ii (»ilbar iM, «o win! anr-h ^mr alhnUrhtigp Si^h^pfer des 
BJTeroiBtt «tr/ii jeden denkbanm Teil abtrennen können. Um 
|l Kleinheit der Körjwr zu %'ArdvutlicJien. urinnart HoB&Ka ati 
kfl Tielg^braitohto Beispi.*! kleinster Organümen» deren Klein- 
lit durch div FoTtschniit* der Mikroskopie in iminfrr noch 
«Dd*rb«rereT Weite ettthoUl werden durftet Ebenno «tau* 
mtwert ist die Dnenuerslicbkeit der (^ri!V&e, welch« äob in 
HCntferuTiDg der Fixsterne oäTenbarl, Wae wir ftür grofs 
^Bdein erklären, ist darchaun relativ, nina Gr^nae i?t hier- 
ij nioht absiwehen. nAbor wie klv-i;i auch irgend Körper 
ra m*^g«nt wir werden LHiv GTöfsi* nicht geringer au^etaeu, 
b die HrAch^innngen «elbst erfordern. ** ^ Ebenso haben wir 
iiee Feld fuj- unsore Annahmen in Bezog auf die Bewe- 
ngen und Geschwindigkeiten, sewie die Mannigtaltigkeit 
Ir K^perfrafrtAltenf indem liierbei nur die Krk]ftrbarkeit der 
itarhohen Ursachen enteeheidend «Hn darf. In Beztig auf 
in reinen Älheri gleiohsam die prim^ fnaUria, nimmt Hobbks 
l, riafff ihm anfsAf der Bewegungi welche er von darin 

wv I p- 3*8 - • Vgl I ä. m. iS», 4I& U s. HÄ 




390 



ihrtKn KiwintknUrt^arjr. — f-ML Wimp 



scliiriiniDeDd«!! mcbl flOtfftißet) KArp^rD hftt, keine aitdra sb- 
komtai. 

Da iicb ftomit ilo^UKä ld itocb Jret^rer Wvw« ilI« OiMTAkTitf 

hftt, iio wird ißfta toh K-iuen Au£iteUiiiig«u in der i^KZielleti 
PbjrnJE fiäntai wüv^nschhfihchtn Qdwiau filr dio AnnHvUaog 
ile« ROqMriiroUeiiis Wuu «rw&neu dürfttu. Auiid« wiD rt 
ftwv nicht anerk«im(>n. Ab«r kleine KArperclieii g*bs«oülil kt 
uftch Belieben. Über ihre FigariML rerf^gt er vriUliArlitili, jt^ 
doch iuid «ie Aitch Tiaglfncb von jeder vAnschernnvertea lifirli^ 
oder Wnichbi'it. Pjiatn ktintmt no^b ein anbe^timinl geluB^Ber 
Ailier. Umi säi^t, d&& bi^ir di»t T*lTiidiUit«UiP<mn nichi ofaiui 
iMn Kgrpuskidartbeone auAkomiacii küiin, daf^i ^«mit die Priii* 
upittii eiuer nUioubllen Tbeoritt di*r Muterte DÜcb Mdlwt »af- 
g«1nrit. Wir kOmit^D uua ilab«r im Übri^u kurz rHMwn und 
bniui^lHru uur d&itjeiijg« bervonttb«beti. va» für ditt Auwt^adnDg 
der Bewegungslehre von Wichtigkeit ist. DeBD vemi eJunw] 
Fhliditfit ale UrphAnoinen vorauHgeseüct ivt, so muf« sirh duA 
Interesse der Physik darauf konacntfieren, kds dnn Brwe- 
gubgen der 710s»igkeU di« Fnvobemiingf^n der Ki^rper* 
wftlc ab«n1eit4in Insofpm iwgt^ »llonüngs die Pbj-nik dm 
Httitni» niw Hirbumg na. In weli^brr ■{lAtffrbiu din nmtbftnM- 
iiwrhff Phyi^ik mit »nTHnr^ni^ntlirlKtti Hrfolg« vtirging. 

Daii JAchi der Sonno AnUrLt<bi daditn^, d&IW dumb din 
Dnhiing denelben der Äther kutQ ckgeecblendert wird und dtTr 
firnok dnefllben siob bü xuin lunanft^D des St^bürgaiui fürt- 
pSftnzt. Von hier kehrt der Oo^atus nach der Tfetshaiit sa* 
rOck- niese« Strebnn rarh Runif>nhTn i*1 dawo^lb«-. «lu wir 
Licht oder din Vorstelltiiig tlt^ llftUen ii4-nneti : denn VitfuteUnng 
i«t m deawegoÜT wnti da«» Objgkc bell beifift^ Diu Sunnntilicbt 
wird von Wlirm(> begleitet. Dio Wtrmo kc\niii*n wir id nttf 
«elbM al« Empfitidmig, in nndeni Dingten h\wt erk«anai) wir 
ne durch ÜU^rh^ung. Warm toin imd urwArnieu eiml im 
nntaraobaid^. Da« Feaer erwirme, mhor es ist nicht wann, 
ebenso wie m Sohmerz verursacht, aber nirbt empfindet.' 

Wenn eön KOrper «ich in einer Flnsaigkeii mit «tinb^btTr 
Kreiabowognng liowegt, «o easrnselt er die h'>in(>g<eneti T«Ua 



« %l f^ »4,386. 




ili>*M» ftrjwaaUÜtXL WlmiewJrfcwLgvft, KUl«. 



23t 



■o MJker 8t«Uo, ^o botorogci>cD sf^rstr^nt «r und T«rs«i£l 06 
m nnftbliim^ iinrcWinond^^rtlnt^n'ie Bowegung. Dirao tort- 
wftliroudn OrMvortLmtcniag der Toilchon h^ifst Fermenta- 
tion.^ ßino (ioT»rtig1^ FcnQocitAtioD bnngt nnti die von d«r 
Drehung d«r Sonn^? Kns^ch«-niir Bftwftgqi^g in d<m Luflloüch«a 
bf^rvor. Dftdnrcb ündi^m lUa Jrt«trr<in ihr^ti <h^ rortwAhrMidi 
tmd diea f[«achi«ht auch &n d«r Oberfl&che der ntttn^chlichcu 
luid tiorboh^ii KOrfver Daher müflttemi tun xur Vermi^idunjc 
eiD«a Va^mumA di« durob die Ferm«iitMio& fiti weidtia^itn 
BUDen ansffufEUlöru fortw&hraid Teilclieu ans d«n K&rjHrrQ der 
Orgabünoo entw^icbeis imil "von innen b«r enHni werden, 
So cntfltobt «in Nacbaafs«DALreb(^ii d«T IVilo nod em Ab- 
«diwellon dva Körpers, w^^Icbea der l^nrftrmung dcirch die 
Sonno ont^priclit,* Dio Rn>choinun@ de« Feuert, bei waUhem 
xnfi^toiflh ilic yonftf^llnng d<-^ WanrK^n ^md d<^ I^nnfat^ndfra 
borvctr^Rmfri] wird. sBuwie? dir ^'frstohirdrinoii Arten d«r WÄrm^* 
eis«tijtUDg. irerdf»! immer zurückgeführt aul'iün tlervoTdriu^t^n 
und H-rauAtri<teu von Körp^n-Hikhoü nach aufaeu. abo auf 
eine ceutrifugaie B^wt^guug, wobei üobuks, wie z. B. bei der 
ErU&nuig der Pnlverwirknng,' rekhÜcb ron korpuftkolareD 
I1y|)oth«!»0u über die Gnsial^ ilvx Körper teilcben Gebrauch 
macht Das Licht untersobeiilei sich von der W&rme diularchf 
dafa daa entere in eioer ForCpIlauEui^g des CouatnA ohne laerk* 
Hclk* Bfiwegnng de« Mittels in geradin' Linie be»tnht, vrftbrend 
ilia W&nnfi auf di^r allMi^iligi-n OrUv^frAtidi^rtiiig ! F<friDt«ntation) 
dtfr Tctlobrti beruht. Fnrhi* ini Liclit^ tlaei vor riner gcelörtt^n 
Bawegnn^ i?n;ougt worden i«U' 

Wie die Wärme auf einer nach aii&eu j^erichielöu, so be- 
roht diti K&)te auf einer uaeb innen gerichcettfu Bewegung 
dar Teilchen. Ka exktftn dies die Zneamiaenxiebting durch 
die KftJtB. Auch die Kulte au den Polen dnr Rnfe «all da* 
durch rjltlArf. werdwi^ *^*f' '''^ ^^fi, w^rlchp untnr tlpm Eifj» 
fluAi der Hintun iu den Tropeo M<?b nach den Seitm aiLtdehntt 
lueh den PiAt^o vorrüekL tind nich dorL, jn klftiner die Pv^leN 
kra«e werden, umsomi^hr vaiHaminejtdräii^t.^ Frierfji heibi 
Obarbaufr bewirkt-n, daTii die ftiilstririi IVüe riuecc Körper» von 



' 44k I n- MS, Liei, a«i. 3Ö1 ^ ' o^j r p, atifi. - * «v i p. ara 




^Z2 



Eaiiisi hltm. ^htm. tlSi«». BieohMr Siiiinvrk«« 



wauiueu find kalbüu Ät.em lifWi «<icb iloubc« ebeoblls uit-^bt 
ensgeh«a. D«r Aum b«stut oAmlioii oÄiie direkto (fortficlim' 
teDfU-^ IVTW^guiig niirh fttiOinii uttci mur ütiirrr «infft^hn r4v*r 

T'*llv!u'i], wrlobn llfir WüuuwTXe^n^ cDlrtplicliL Bei uUiflstu 

AiuibAut^HMi mit oATeueon Munde wiegb die ]«t^«rt« vor, bm 
liftfU^reiu ßlüAeii mit ge«cIüo«et:i«m Mutidn dagisg^u dim 
«rBt«r«T, «blche «ü« Teüvlim <ier vorgcLalt*neii Uaud vor sich 
lieor. d. U. g^f^u das Inntro dor Hand hinUDibc, aociit eiiiit 
abkühteode Wirkung hervorbringt-* h 

WUbrvnd Hai« Bfihcitt auf dcir Furt [>iljin zun j; dvA Cf>Eint^| 
im Mittel — wubv'i DiiroliHtobti^kcitb dirt l[uniug<iDitäi ^^ 
Körper rorHuanetzt — oluu* m^rkiiclii* Bewegung drr T^| 
d«0Helb&u 1i«rtüii, iv&liri^nd al«o hier Hobou eiue B«weguFi}if' 
der Teilchwi deukl^ welcbe aUordings keine «uliwingeud« i^ 
«bor doch mit ihr du QomeinaMno hjbl, dftb die OeB^mtbe^f 
gung obn^ I.Agev*r&ndorarkg d«r Tnilo Ai^ts M<^']iiiiii!< Tort^t^hr^it^l 
grdndoC' C3T dttH HAreti nuf eine ßnweguag dt» ^bteb, vrelti^| 
Stof» irt^^ Atit:b hirr onuteiil die üubjektivo GcbdnHuApfiEidii^H 
d. h. di« VonUllung dect Ton«», von df?r Ue&ktiou dM C«utiifl 
organ« auf dvn dtiri^li du» Gnhftntrf^an Irin dabiti gi^tniti^wP 
Suifa. Jedodt VürgloicliL »r das yurt»«lireiL<^ii imd (ü'^Si-hnü^ibung 
d«fl i^k&lts Lu freier Luft mit dttr Auä1>r«]ltuig dcir Wclltruriiig» 
ii) «ijtlki'nd^'ii Wii5»»Tt \jt welches ein St«in f^rworleu wonb^n^ 
T)ftgt?grn lirtmbt uiicli Hoiuks iler Geruch wieder auf räioP 
Fortpflansung Anr Bewegung daroh da« MiUel olme fort- 
itubreil^nde Bt-w<?gnn^ tlor Triln; die TfUrbnn diw ri*wh(«cd^| 
KOrjierä haben «fine äiufbchc-, unsi<:Iitbnrii ßiivritgnug, w«ilolH 
eich dem Mittel miUeilt und bi-t «n datt Gt^mcbnurgan ilrin^^ 
«« findet keine AuHondung von Atomen oder von tiUMm 
feinrn Äther, knintirlri Acsflufs statt, w«lI dodurdi weder dU 
lange anhaltende Wirkung noch die Verscliivdeali«it und Fg|H 
|iilan£nng der Gerfiohe inch orkUfivn huve.* Der Ooochtnack 
endUch beruht auf uumillÄflbtunr Bflnltirung der Zunge nnd 
daa Oftumeai! dmch die K&r|>er, wob*-i die Vf-r?»du6dauUdL dm 
Oeachmacka vielleicht aui* die Mannigfalugkeit der Oeetalten 
und Bewegungen dar TmJchen ziiniokciiAihren Man dtkrft«.* ^M 

■ Of>- f p- 380. V«L r S, 471. It S. Jfi ä IBÜ r H 

3M, 307. - > rv I i>^ MW, 410, - * Gy^ I p, ill, ii^ ■ 



Vy. 



floDAM. TWlama, l&rle Jttu^mMtUti, Odtricmi. 



3.t» 



I)auE ürgatL du Ta^ULnuB int dio Hftuc. Üiirch di(Mk«n>« 
u^hmcti wir Warm» und KAlt<vi «uch sua der Kutt'ermmc, dat< 
Httrur. Wfticli^, U«uti« . Glatte abor nur durch uiiuim^lbar«' 
Bcr^hnuig irsbr- AU von gröberer oder gcntigon^r lUrt« 
wird dA« empmnd«*», wa:» i^mi>n [>ruck »nMlbt. Die Ktnpfiiiduu^ 
r)4Hi Rftabirn iai bicbt.i atidrtv oU £&IU1osa Kmpfindanj^en dcv 
HaTt«u, die skli in don kürEffbt«ii B^um* und Z&itinterraHi;ji 
lolffeii, Dah«r ^«hürt zur WAhmeiiuiuiif; den^lbflti. wie £a dtrr 
des ülatleu, d«r lirOfac und der Uc^^tai:« uiclit nur Berobning, 
«Mdem muoh Uedjkhmü*' Das Uart4? wer definiert word«» 
äis dasjenige, von welchem keiu TeiJ oboe Bewegung de» 
i-vAux^a l>owc«rt w<*rd«ti kann. Wir «rkcno^n dvher das f5r 
Kart, w<'Vi>n vir cinou l'eil för »ich bei der B<^nhhntng vor- 
gvtHkD' vu vcrntcbicben Hticbca. Wan weich oder tiöaaig tut, 
kum jwmit unr dAdcir<;h hart, werden, dafo ai^iiie Tc^ile eine 
B«wegwic beaitatiD. vnrmog« deren «le dii; Hew^rjcun;; e'mv^ bv 
Iwbigco eiuseluen Teil» dui'clt gemeüttouien Wideretanci ver- 
biitdero.' Bino denurtige Bewegung utl au denken al» eine hin- 
tmd borgeh«jide (redprocatdoi ut äubetst «ngem Raaui, aUo 
als mne ScbK-ingung. Je sehneUer dieae iimcrc Bewegung der 
Teücbcn tat und in je kflxuerer Bahn «ic stAttfindci, um m> 
bftrter Ut der Kt>rprr.'^ Dean mxi «o mehr Kraf^ gehört dasu, 
einem TdJ eine Bewegung zu erteilen, durch welche dieee 
utnere JebhalVe ßcTwegun^ üborwupiU?» wiirdi?- Die Hfirie-dcr 
v^rschiodeoen feeteu Kürper und ihn: verfrckiedeneu lirad«, 
d. h. dio innere Bewegung üirer Teilof kauu Ihrou Ur^pruug in 
sehr vi-rschi^enen L'raachen liab^u/ Immer wird damic^ aitt 
ZnaanuDendräitgen der Teile d« erstarteDden Körpers v-erbanden 
fdbi- &o aoO daa Gefrieren de» Wassers auf einer Oirgenwirkung 
von LnftatrömoiT wirlchi^ dait Wao-iper hebim, gngen daji Streliea 
doMelbeu nach dem ßrdjcnnlrum herrühren, wodurch i^lue Zu- 
Mumnenditickung der Waaaerieücheu luid muu Ziuammenballung 
EU Hanfeu enbitelie. Die dabei mit eiogeaohloeaenea LuA- 
imlchcn bewijr^eu, dafs daä Bia leiclilHriai als Wasser- Da die 
bin* und hergehende lunere ß«wegung der Teilchen ke;no rnd* 
linhe zu sein braucht« sondern in dem Uofsen ConftUia bcvtteht, 
ßo ergihi sich r44) sehr rekhrK Feld der Hypethef«. Bei deiu 



'^. r p, Ali. - * rv^ I p .taa — • fi*, u" iv SM ^ ' <^.. I P im ff 



j 



2H 



Iluuiw. KI«Jti«ilil- KiA«bicb« Tboor« iS*r K^^MOn. 



Stahl vird 7^ B^ }ener inii^r« Conatns dnrcL das HAmm^fri, 
wftbr^nd ^ glühend ist. hervorgebracbt Es erktürt »icU darftiu 
»tioh dift Elssiicitat dn* Kürpt^r indem dfir innvrre f^unatn« 0mi« 
nraprlUiglieho KichUing immw windw hurxtwt^lUn «ticht HoBW 
iDftcht voD die«^Ti Hvpoi;b<^<>n Ain« AnwMiitung Ktir ErklAmng 
d«9 S^prgtAub«rnit df*r OlMtthriliiim ^ d«r«a Z*ir<pfingm vr mit 
dorn Ztjfftokwprisge» «invs geepiuuit«ti Bogen« ^»^gleklit. wvtia 
die 8i>lm4> :u>nobtuU«ti wird.' 

Hier linb^n wir den V^irstich t^m^r kineti»ch»i^ l'heon« d«r 
Festigkeit der K5rper W^no mnn (wdnnkt^ djkP« damh «In« 
vollständig«! Dmk«hning dr« ubrrlipfnrtnn Probloins vorliegt, 
indem die F««tigk«it dur KArp«r nnf »in» idnnlir-h nicht vftbr- 
nehinhnra innnn« Bow«^:ung dor Teüchfln der unrprüngltch^n 
FltittigkeU znrückgel\lhn wird, »o wird num d«r hol)lMBiscb«n 
Theorie Geninlltfit nicht absprocheu köunui. Bei DiflOAitm 
wnr d^ nih«nde Körper and iirctd ring lieh, und je befUger vU« 
Teilchen der MAterie bewegt Bind, am so flileü^er und leiditer 
dtirchdringbnr wnrde di« Mat^«. B«i Hoonv >«t («s g^trade 
Qingvkj^hrt. Dift ruhendA Mftt«ri« icf^ »Iwolat flllnsig nnd dnrob- 
dringUch; jn hi^ftig«T ihro TaUchen innf*r)ich bewegt «ind, um 
«0 f^ter und bftrt«r wird dor K6rper. Aber •b«ntowenig wia 
Dbscaiitrs vfriTDAg Hchflfeis «oiiio Th««ri«i iuatlii>inAtuch so b«^ 
grftndm. Ton oiacr konsequenten Durohfalirang bb In« £in- 
xehie kann mcbt die Rede «eis. c« bandelt »ieb immer nur nm 
AndentuQgen. Wie die hypothetuclien inneren Strebongen oder 
Bewegungen su denken aindf wird nicht »nfgekUrt. Kann man 
mh auoh vorstellen, dAle eine hin- und hergehende Bevre^tmg 
der Teiloben einen von anfwm Audringeud^^n K6rp«r snrück- 
weüe, HO bleibt doch die Kobasion, die ßedingnng der Gleioh- 
gewichtvlagi» der schwingenden Teilchen, hcn Unklaren. Was 
HoBfliw vo^escbwobt hatf dürfli? raun vielleicht am DftcbitW 
treffen, voui man den festen K6rp4*r nufTaret alif in exnem 
Spann nngeaavt^nde be&ndUoh. der daditroh enUteht, dab die 
Teile der Fläaaigkeit eine Bcwegmigntetidenz (wfle^n) bei ihm 
als ConatQs zugleich Bewegung utt nach all^n Seiten bin beeitJMja 
tmd sich dadnroh an einer Terflehiebung im Riaselneii bemmeu. 

Dif^ gr^&ere oder goringere Dichtigkett hAlt Hr>iisn« ftr 



> f^. IV p, sn, 33ri Vtl. UiNMie, AL Srkt. (QmuiiMT) VI ^ tA, 



PiohtigML Kchnm* 



ffi*5 



liotn boeond^reK Problem. Da» Diobte «nchAli nicht mehr 
yntAri^ ir |tlp<i('lw*m Rnnmp nla div; [>ntine. BOnflfwti ntjr mehr 
vtm ■»ifiPin l'i-uiriniti'ij K*irj>*»r. Willkr<*iid fipr fihrige 'iVil thirch 
«4nf* Antlrii MaImtu», «twft Luft, auKgo^tltUl urt- Das Dichte wird 
dnlit-T unf fU)i, wiu mi>hr, H&si Dfknne unf ilib«, vm« wenigor 

Zum Sebluik ««i noch Hobbbs Tlioorie von d«sr Schwer« 
(^rwflhut. Schwer heiisen die Körper. w«tchi>, v«<dii <io uago* 
hiiutsTt emd. toviel ihäh wftbmehmeu k»iuk, nich döm Xßntruio 
dnr Er<:!e hin falten, Eini^fe erklären die Schwere als ein^ 
inneren Dr^ng^ ftodre als eine Aiuiehnug vonseiteii der Erde. 
EwvimTM tut, AiiiBer uidem GrOnden, »chon danini nicht mög- 
lich, w^il jt^dtt Bewegung von anfsen «tainjuen muffT; li>t«tr«e 
iHt xwar richtigr ob«r vrie m gimehiebt, i>it noch von niemand 
Aiiipintndivrg^soixt tvonli^n. Dia Krde bfwjt^ Aimr «rüifache 
ErobtbevegQUg ; dnrch diot« wird die Luft in die H6h€ ge- 
Bto&m and zvfBT ]ei<>bier al« die in deruelbem b«dindli«hen 
KCWper. Die Luftteilchen eilev aIso den Körpern voran, tmd 
da hein leerer Bsum eDUtehen ^9,Ti\ ?o miins^n die nsch r>ben 
drftnpenden Lnftteilcben ein<^ Teil der übrigen n&eh der Lrde 
anrOcksioraen ; die«e treffen auf die KArper und treibet) fde 
naeh der Erde hin. Da die St4>lÄe der Ltit^ teil eben kontinui^r- 
licb auftreBen, ko »lumitiieren eich ihra Imp^CrM und b^f^irk^n 
dadtur«h dip von GaULri fMtg<«t«Ut4» B««cliUTunigtmg der 
aokweröD Körper nach nnton.' Cbrigoua glaubt HuB&R^ aus 
«einer Theorie oinc Abnahmo der Schwere nach den Polen hin 
folgern sn müwen. 

5. Beurt«üang der hobbesischen Theorie. 

Oherbliekt man den OenjuntcharAkUr der Pbyicik deft Hobsis* 
«0 urt Ol r^i^ihl Irlüht, ihr diu riobtiffe Stelln in cier Geschiebte 
und Efjlwiekt^Iunf; der KorpntknJ&rtbeorien uiEUwei^en, Sie 
teill einers^'.ii mit der Korpueknlart Leone die Tendecs, eine 
dnrchnn? mechanische Theorie dar Uatehe an geben nnd Be- 
vt'guiig dor Körper im Rauntv ohr die einaige erkennbare 

• Dp, I p 415 




2M &**»»3j BqcräQdBuB lUr rijf^k «»f <lm» lUnliauiUUbvfrifll 




ollon ihr^ii NVillkärliohk^trü, niolit bloJe a& OiöCaa, G^nuiU ui 
Bowcgoag, sondern ftucb au i.foataitveriaderancou d«r Ti 
chon; andrenicite ab«r wtLI ai« dio tinutdjago ooner kottseqaenl 
KcrputfknlariiUilo^plüo, dio mdividaoUoo, tmv^rAjtdorlicheti. mi)>- 
»Unsidleti At«me imfhcbcti and die Physik «nf «ine «ndre 
UnindJago ateU^fn, sio wUl FlmditAtstboon« mn. 

])A0 IntorceM* dor hobboflifoben Physik mi dnrchaoa ei'- 
bonntivutkoorotiBcb. Nur Quantitäten kann man erki»in<TD, ttnd 
dio9C mir, insoweit nie a^ODac4ri0Dli ku koikiti-ubor«n find. l>n- 
hiM* innf« alloa auf BcwcftTUK voa K^rporu z-jrück^M^brt 
vrerdbu. Hier tritt nun als etva» ßaaz t^i£«narti£ea daci Bv- 
Mreb«D auf. aU aUoinigc« BrkoniitmsnuUel diejoui^ Art dt* 
BowuüitdeiDfl flu bentitx^h, voLcJic wir KoDtinuitit ncntitüi 
Dorcb Italilbi war di^ bcgrill'Jicbo FoMtuig doa Kontinnum^ 
sovy^it vorbereitet worden, daüf oa m^lich war, j«n«! Art der 
Abstraktion zn voUuohm, durob welohr drr P'lufa dar Kr- 
schncxtng üii KonUnnttin im ciiuolnon Baum- und ZditpuiikiM 
jiich tixioren liofA, ohne den koatinuiorliobeu Zu9Uniij«abang, 
ohne doa Qc«ats drn Werdeaa antsahriwii. Trotod«Dt war n» 
Oalilbi nicht gclun^eD, oino Th^orio d^ Üüuii^n Körper» zu 
begründen, wie ar eine liieoHa der Bewegung begTilnd«^ hattr. 
EhBCAKTO und ÜASSKafDi hatt«u dio» voa 96it«& dar Eorpas- 
kuUrtlieOTie auf Orund slarrer materioUer T«ilcti«a vcraticbt, 
oratar«r unter AoMcUluTa, letzterer mit Hilfe d«< Vaouuma. 
Wenn dia«a Tb^orien nicht genttgteait «o war dio Antgab« gv^* 
«u^Jt. da« Problem der Mfttcrin umxukf^hrrti und nicht vorn 
MtanvQ« «orLdcni rom flü»Mgcn Körpirr au^njcehon. Dieci v^tr^ 
aucbt« HoBfii» mit Hilfo da» Kontin nititapnnsii>ä. 

Dio WaUmoUmung der Ki^rper aeCct Torauii» doik sie ai 
iinaem eigenoD K6rpor wiikon. Wirkung erfolgt nur durch 
Bewegung; oJao sind aacb mir bewegt« Körpor wahrnehmbar. 
DiM«r Schliib beberrecht bei Uo&ORi^ di« Theorie dM Körpi 
Ein rollender Rf^rp^^r in\ rmpimch nicht vorhutiden, er kj 
keiner Bewegung WiderjiUtid Jeiaten und keine Bewegung 
seugcu. DoranN folgt, dofi er «ich den Hiuncru geganQber vi 
hält wio der leere Baum; daüa es einen soichen nicht gi 
«ondem data all«« von KGqioTu, euui mtndaatan von 



IVP BF^VnlBff, 



537 



nht^doii Flöuigkeit «^rAiUt 10t, da» ist für Hom« «in« tlenlGmit- 
wpndigf' Aonfthmvr cmr Setzoug cl«a Verat«i&do». DW ?wh1 
Ürnadln^n mnm- rchtm Kiii<^tik, dm'rn OhftrAkl«i* darin b«- 

baridnu ifit. 

Aber die EriAUriuig «^ig- uiw üSdmll Kßrprr. witlrfii* fhr 
ifi* snnliche Waliru^hmiiug k^iue Be^egiiug aurvr(<jnt<ii und doch 
v^ahr^iiommeoi «firdeo- Bn miUfl itiumi hI&o hihh B«iw«giitif( 
jongoschri^boti wrrrd<^. w<*Icho iho^u dii* Muultcbe UealitäL v^r- 
l«abt, ohoc vN «luhtbnrr B^^w^gimg uut'jtTiUvrt^^t, Die««e Bv- 
wu|cung uit dffrT CotiAtiifi, di^w-rn RrgrilT Wi HoBStH wir olmn 
öri&rten hAbeti. Wir battf<u dcrbKclbt-u htr^rirlumt aU ilii^ Ob- 
jafctjrt«niDK d«r I>ru^ken4ifindiiug. lu d^r TKat «ntbüU dir* 
aichi iuun«r K^nz kUi^ Bt^mfUiung HofiAis\ d»ee«ii äcliwii^rij^en 
Begriff KU eutwkkelti. iiit^lit» aud^rs aU dw ttiiig«a DOoh uiihsiu 
mM^hAtuscfaen Aiisciruck f^r da», wb# wir die iitbeuuTe OrfiJW 
ii«iuu*a. Df^r nihrrndn KV^rpro- f^r^illlt zwar ulis Qnavtlilüi ?triniML 
BaniD, abrr sh-iik^ Hf^itdt i>t damit nicht gr^brn, »ondem 
ttic erfordert uoeh niiir andrf* V(^raitff«i>txiitif£ , rmr ititr^nKivr 
QtuüiUL, waLdiA rrmpirivcli in d*v Hini]]irli<*n Wjrkting als r>n]i-k 
voo VBtv<!hjM|tTur>ii] OrafJ«. alx }iart udnr wnich, »bur ndpr 
Hfiräi); wakrgrttrmiTiit^n vrinl. Dt^ti^ Kigeiixidiaf^ i]iii&. iim vj«f 
iirim«ti>«kartLi.di t-rkftialiar au itiachrti. 111 hiuvci Begrißi* futi* 
dt«rt werd«u. AIk Hinuliube Wirkung bedmgeiad raiißf Tii« B«^ 
regriiig M^in, aber ein« andre» Art dfr Bewegung, als di^- 
ligp. wolcbe il^m nic-hthaTfri Transpcrl d*-r KiV|mr ento|>ri<?ht. 
Datii-r winl dur Bfi^rifT dnr Ri^wi-gung »rmgi-fbOitit imrl unb'r 
Ri?W4-){img milch niMdi IwgriBen din ThjtfiOKThn ninrr inii^n^VKii 
Wirkung ühnf* Ort»v»?rändrrnng des TrÄg**rf* der Bp' 
yt Dgniig^ tMf Vww:bieb«ng Lm ße^iff «Ifv Bev^^ng i»4i 
hfiob«! cbarakierUdiarh, Bi^wegiuig iFt nrsprflnglich nur pboTO- 
<i.-h. G*Lii.iti *intdp.k(- dafs ihr bi*griflni<dir» M'Trkmiv!. 
~ti.L«is «lA von doT 4>rliiviTrflndf*riing ln*t^ dir Wirktingstahifi;- 
k«tt i>t, die ancih im Zeitmommit aicib fntthaliv-n Ifi&L, wmk in* 
doch immi^ ahi ivniiirUi-htTu Vorgang «in« akturlk- Be- 
\g vnran«VTur. Er trrkLirL dadurch dett dynaauacliedi 
J£ir»kc, Hi-aa&i Abitrahierr ancb nocli von iler Vomm^tanag 
d«r Oruvirrt&nderung Oberhaupt; ancb deu bhits Kt»lMrhcn 
Rfiekt veiiiit »r nnr^ Bewegtjng, d\^ intmtmv^ Ornfm« dt-r 



0Mravi 



Wirkung wird dmtt e^umge M«rlnn&l ein^r ßdwpping. Akttj«iiU 
BtvreigUD|ptt kdnoen ntAi rinniuphr in DmckkrAfi?» Vf»ru'uiidi<'lii, 
and iiiiig«kelirt^ tw^ide st^bpn nntpr dMBsollit^o Hn^rirl lic^r 
Dntok ist die Bewegung im Zoitptmktr <1. Ii. im tui«'iidli(^hkli>LntNi 
Zeicteir Wonn man prwhgt> dfti» r|i»**4-i- f onatas m i*t, w«iIch*T 
die inteusivtt HntimvirfdUniig. dtP Ruunjlji'bKtiplnag drr Uaüinn 
ganiiili«>r»o i»oll, tind w«]o)i«r gieiolueiiig auf jede EDUoman^ 
sich fortpllftcmT so zeigt ^ich, d&fs der Begriff einer ntoiiMr- 
i)U1«Ukduai und einer femwiH4*>nden Kraft hier so gut wie fertig 
▼OT|i«blldet ist- K« bedarf nur emee Wortea, ilui zu h^^beu — 
aber freilich eme« neuen Begriff^p >ho frrichlb&r zn macheu, 
InteDsivib Wirkung olirt«» Ort^v^rfiniWting mn«« TiSgnre der 
Bewegung — l>ruuk üdi^r Zug - du« iil dtM" Gedanke, daa 
HoBavs xa gei»Ulleii tueht; bi«r im Conatu« Hegt die Qe- 
btirCBBtfltte der fer u w irkecden KrÄfie. Dio Kiucttik, 
welche von der Ftiüdiut dar Maurrii-' ausgebt und ForipfUuactog 
TOP Bewegnnf^n ebne Bewegung de« SÜtiels erkl&rb«j- n 
maebeu atreben iriufste, !eit<tte delbst zur Aufbebtmg der Kinetik 
nber, indem ne den Begriff der fern wir kf»r der, Kraft vcrbe* 
reitele- Solanf^ man freilieb au der KauiuerfuUun^ durob uü 
FLuidum fefiüüüt^ iai au<*b der Ferowirkunf; noch ibr meobani^obrir 
ilititergrund g««iel»rt. Sie läC ^ine tbateAeblicb sieb fort- 
ptlansende Bewegung, nur dsCs die Il«<wcgung d«e äubatreie 
uneadlictdckin , di« Qeeobwindigkeil uu^ndlteligrofH gedaobe 
«ftrd: e^ i»t die« mntt H«nutjning do^ IJni^ndlirhon kxit Objekte* 
Ttenmg intensiver Wirkuugon, wclcber ibre B«ruabUguug ntobt 
abgefpr&ohon «erdon k^tm. Jemebr abvr dna mumoHiilluidf* 
liittel eein«? Bedeutung als Trager der KraftfoHiidAnsuAg ver- 
liert , jfHnnbr von jenem abetrabiert, und nur tn die Wirkung 
eelb«t gedacbl wird, am 00 mehr niiherf man eicb dem Gedanken 
einer unvormttteJton Femwirkung. Man g^wöbnt eiob ah die 
VorütAHuniz, daf« w4 gar kAin«r aktor^llen ßowej^ng l>odariV otn 
Wirkuüg euKi^utiben . und gelangt von da ku i-mor Mntorio, 
welebe den Banm eHIlUt und in ibm wirkt, nicht durr-b dJe 
n»iv'Hftutig iliivr T^ilob^'u, tt-md^trii dnr^b l>i*TA"<^gi.'iJd« Knlft«' der 
ABzi*>bung und Abitofttung. Di/o Kiuetik Ul durob diu Dynuiiik 
«reetftt alle ftaiunerffillung in nur poteneioJle Bewegung nuf- 
gttlOiflt. l>kx 1^ dor Wog, welcker von Hi.>KUlcs ay Kaüt^ 
dynftmiMbvT Tbeorie fübrU Wie vielfacb llonftixit Mich mit df^u 




UKÜvklutt dtr l^lwdiUulhrcnv. 




r 



tcts^rn^trAail mH9 fh^.fit rtittdi/TgoAegt iiadf bt äborhunpt iiat- 
r&Untul. Dt» Üb<*r«Uu>titnmiitig ^Cmdei xit^li iimturgoi&&ik »tif 
4«ti AuigAu^siiiinbc Toti eüiBm Alli>«m^iü^u Fiuidura imö ftuf 
dlv g^mettixuii« A ofgab« , di^ Solidität lueruis au «rktfireo. 
Oi«s ({Mchitf'hr. durch di«» Annfthme von Vibrationen . w^loli« 
üen bcwtimmurn ItAtimt^ vor dorn t^indringnn andrar Materie 

t«>n oud dadurch als ctarron KüTpur Jko>i*tituMron DoiloQ. 

KiHr fltookt uub dii_* Th«^o^i<.^ inimw b«i dor Frug« nach 
dvin kuirn äubatmt einh^tlioher Btw^gnnf^. Vm» nntor* 
•eb<ficlot ein Teilchen vom aDdem in d«r Bowe^ting. wiku f^ht 
d^m b^wi^gc^n Ranmt^ile di^ Kinh^-iti' SoIIctl G «ach wind i|;k«it 
und BMcbl^unignng nahti ihr«iT Uichtong kcntinuleTlioh verr- 
&od*Hich ff«in und dai: RaninAlAm«int //f — dxd*f<ii atnr Fixiortmg 
£>«nQg9ti''' Duk iJcnknutt«) dur Vuriabihtat kann wohl in d«r 
Zail d<m Mon»-nt ht'rvnKhokeji luid iti thni dlo gcgab«iEi«» B^ 
-wtgitng diHikon. Ät>er im Nab9ne<iuaridor d«M tUnmea kann 
diM* 8i«Ciefide Abf^roiiiEnng nicht, ausreichen, hier er^Eeui^ der 
Gronibata der h^barHicheu Snb^tana das ki^rperHcbe Atom. 
Prailioh ist «neb da« Atom nur raumbeboaptetid , in^«ro «« 
bewegt ist nitd dadnrob intensive ClrOffli^ besitzt. Aber e« uium-- 
aobajddt eich vofi dam Voln menc lerne nt darin, dafs «'« Identiiatuit 
fliob ««>h>#i bwitsti nnd uin Bobarrliche« in dor V^ründ^ning <l«r 
B«wugtingav«rt4dlung im Ranmo uurvrojKt, ohn« v^Lchoi mlJ«> 
Abgrensnnf; e«riUaGit. Darum k^fhrt anc-K dio Fhüditütittheonfi 
imm^r cum Korpuskel ^tuntck, nur dafa si« %XMik dw Grandjiatrctf 
dttr Subetaui eine innere Vibration d<*r Tril« MCtKt, dkae ToÜ» 
aolbai ab^r niobt vu konstituier au vennag. Indem sie dio 
M»t«nt« nrapninglkh tluanig annimmt, Iö«t sie die Einheit wieder 
ftof, woloba «i«, um nbcrrbaupt 9in Sub«trac d«r 6«w*gtmg sn 
hftb«D> «Dtor d<un \imun dar ^r^l^äia'' füji zogMigDat hntto, 

Trotxdnr willkürlioh-'u Eüifübrang d«r Kor|n»k«lB cur Her- 
irorhobutig uinheiUiober K<)rp^rt«ile konnte Horaee nicht t^ber diu 
l'boronomie biiiauaj>«<lAnßenf weil ihm didAufsrellunj*f;enü^ndea' 
üMtJioinatiaohsT Bezit-Laagen swisob^n den Begriffen f^ehts^ 
ib^prf<tfiiiKl Vis niclit ^Ittckt^. Dadurch verfehlte or di« Orö£saD- 
baatiniinung jauor Qualität de« Korpora, woloha dan phy«i»cb«n 
vom gooDiotnAolfecn auMnohoidnt, nftmlioh d«s konctftnl« Vor- 



340 



H'tim- KriOk minar l^j^V nad UtA^mmni 



liJiKnia« %'fiiL KntTL kii Bfwhltiuitiguiig, Jaat vrir die Mas^ iipuaml 
Whi (liirrli für Flttklitütuilittoritf diu HrkbuntnixÜii-omLiaBclir , m 
war ihm durcli Ji^ii Maxif^^l jeu<?r Rektion ^wi^tctt^u Oniok ufe4 
ti^^hvindigk^itsaitJerung nach di« dyiiAmtscIie Lwlit^niDf; dv 
Teik d^r Msl^tri«- verschlnmeu , »o daiÄ di<- angpMFBbtJ* Ol»- 
jeküvii^ning der inUM>«iveTt Hnlfw« dw Tlniok«, Vf^loh« in dvr 
aiiAlj^ijivli^tt Tkliwhftiiik vtdlKugf^n wird^ nicht gf^lingAci konnt«^ 
1^#T tinf«rrt rtrmid binrillr H*^ m drr Bcwi-KrHtikitng drr hnhUn- 
)tifUTh«fti Mi^dtanik Atif |{njm»LriHrhi? AuHutiuuiuig iind dioi Ao)t- 
iKthltiiit der Hril.tiftielÜH.'1]nu irrüfsi^iimlftlioiivii , tlnr^b wideb« 
Mbwton uud h%i^\it. ihrett babnbreclietiilAQ Fortw^nU vol^ 
fcagivii. Wie klar HOBhiM iJeii Sinn d««t Ciiendtiolikleineu nr- 
fUstof seigt^ K»ch MovrohJ in der vchj iliin [fi>1i&ti bieuimen 
RnlHtivUAi dfw f^rAfiKvnhfignfrM, «J« vor lülfini in Minttni V&t- 
fiikclit?, ditt Bcwngtitig iti3 ZriintclinnnI m nxit-rvn. 11i«r war pf 
mir dffni diirK^baiu ririttif^nti W«gi-, i)in »t drr AiiMMiiuiug niclit 
mebr ladrkennbHr^, in tlirar Wirkoug aber Dfuib vorbandiT»^ IW- 
v-ifgnng abi eine uiieiidltf^bklviine Bewc<f;;utTg in» B^gritTr UttU 
xiikgaii iumI d«mit aiicb d«r int«ii»iv«n (rWVfse d«r Eniplludung 
in dwB ge«eCzliL-ben Zuit&xumeub&ag miib^matUclier Brk^nuinü 
ihre Stell« animweisen Ab^ di« niigln^kUf^he St^Unng. wv-lch^ 
,«r der Mftthem&rik u-ie der KxperinienrjilphvHik gej^nAb^r «m- 
nahm , ranbt^ ihm nllen KrMg: wn*- Remtthnng M*heit«tte 
dftrui. daf« m ihm viniagl war, Am ZniuuDnsAnhanx i^i^M^b^o 
d«r ?^b1* ntid d«r Ranmgrörji« ]eii f^rfawi^ri) T)idr*ni ««r dio Zn- 
lILuigkoil liHKtnu. die SUbl ak< Mt4?iigi- GräfnH AniKnraMO'ii, ver- 
«cbloJji er sich ileii Zugang zur An»Xym» den tTDendlieben und 
di« UOgliohkeil . fttr seinen BegriiT des ConatTn den maUi»- 
foitivdieii Aimlnirk sii linfifln. Di^ matbsBiaiiMche Phydk aber 
l0t aogawMc^n anf die Rw^hming. D^r AimcUtifif «b-n Unsudlieli- 
kleiii«>ii ann d^r AritbmctMk a*ar ^nglniob di« Vi^rbannung iIms 
hobb*c)iickii]i Oodanken* aii* der Pbyvik . und ii» tut nir^ht an 
vifrurvind«rii. daTii Hoan^* miTi^Inrktii Käui|i]'i^ g<^g»ii '^^ Anal^iuK 
von Walu» das Miatrauen d«r Hatbematiker arw^tTkieii ni»«! 
«eine Nautrphilo«op1iie nberbanpt in Miffkre^lit braohten 

Nicht weniger miil'^ren ihm in den Angeii rter FbyvikA' 
dia anhaltbaran Anarhl^o ««luidan, ««lebe er Ober di? Wirknugeu 
Hrr Liifi]Mttiipi> vt^rbrarhtf« und dw ihm vriTiMAit<nn BfiiLffs mu- 
M'hTi*'irlt<nib- Zur^tcbtwriifmigwn xtiKogt-n. Hg bi«tal LIubuvk Hii- 



fSt»r» TM>-iitnGir "t^ lESiiftafh. iMntn. 



541 



d«r Ovvehkhl« der Wi^oascliftl\ftD ukliL »«li^e Brselituuuug, 
ab vin im Onind« uotirr-ndigc^r und von d«r apHt^r^ii Eni- 

tibnr (ifi:4j(Rlbrii ipfitlgr cUirr iiAlilrlitili^n RitiMtitIgkrU ver- 
uidfri , diejoiii^ifn Katdrcktittgi^u hi ihrism walura Wort tn 
erktfuijftu. wdli-lie 211 »euii-r Zeil drii tb^uäi^hlidieu tiiid für 

Eiu wi.:'kMiiiif.T I^iiitlurs. we]cL«iu lloitnire* eig^uaitigir tt- 
^unt[iifitheor«TtiM:h'.- ß^^grüiidung dt^r Physik gowonacn lifttt«, 
liftrfW wh hiffUHiMcH nur in rlttr FurtbildTi&g il«i KontinuiUlt«- 
|irob)c[iiii rrwrüxm. Sichler tNt^ dafa Leiehiz uicht jillc^iu nii Mt^inoii 
Werken n-^^ea lti(«r«Mr^ ^nnommoii liat, sorideni auch im oi^miRn 
^«itaDkeii^rigB übi^ div Tli^orte der Matene fr^uigsttitifi aieil* 
veitig von iWni:» bi*aumjut werden ist: ja Jiiau darf gerade 
die Folgen welche LsiBMZ iloBvfi* xii ToiJitrn verbucht« > abf 
EiiniiU (hr wr^rtitlkk**!! Faktpirm br<iiniidiiini) , durnh w«Ichi> 
liKiVKr/ VFranlnTüt wtinlr, ?iniueu aiifangUdirii IiriiiDi jeu rt^ 
|t«»niirii mwl von rlfir PIion>i]«mir xnr Uytiamik fortxuBi-hrritm].' 
ftbn^ii iiididurii anizh die AnffiuduTif^eu , w^^IcUt- Hobbo^ 
Budeni GrÜtwIeD t-rlitt, ihn vifUkrh hmdeni, eitie ^rt^fvert» 
raleaiJing zu trlaugeii. Bei alledem kaiui e» keinem Zwi-ifel 
nUirLiegeii- dal'» HoniiiD«' ni^lersucLnngen fjbi>r daa Kürper- 
iroblem dt»r Thmirie iW Mat^ri« mtrr.vollo f^emont« siißllirt«a 
iQf) von »ufnrn>rd*'nüir-hi'r Wkbtigkrii blnihfti. An Schirfe 
iter arkraiil'r.tKtb<fOn?iiK(^hcn ß<?gnuiditag ilbortieffi^n nie die 
iiu^m?<i!boti . indftii ?<ie itwftr, wt« die««^ *^^ NutwtritrligkRit, 
lihy^ikaliache Hrkenutoia auf mechanische Priaidpiau au »(«Ib«], 
k1*r betonet], aber uatf>r vot1«iiii VentJindiiie f\ir dai« neue Deuk- 
l!iitC<*1 Halilki^ die OhjektiV'ii^niQg clex Knipfindung durch ein 
biigrilflichi« SywUTfln koDtinuirrüchf^r Vrrändvning xti rmtichen 
Micben ^ welchen fiich voti d«m Aiiagaiig3|iunklr df^r Korpii«- 
kularÜiiHirie. dnux anM^haidii^hen starren KoriKuk«!, gälünt but. 
Dwdi die Umkeknmg dee PfobliMsfl tmd die AufaMlluti^ eiuisr 
FlnidilAL^t-e^ne beseicbnen ?iie aber KUgloich eine Grevuse dei- 
iLurjiiLskutariheMrBfijfchfn Üntwickelutig. Von hier rmti gab e« 
nnr *ine ÜbaTwinduiig. keinen Aticibau der KorpiiAttlartheori«. 



' Vj(1. 5. B«<k, 3, ^liviruitt. 



Ljü*a«Vj lr. 



Ifi 



243 HoB«Efl: HinweiB ftuf die moderne Theorie. 

Diese Überwindung wurde versucht durch die Annahme fem- 
wirkender Kräfte, wie sie die mathematische Physik B^t 
Newton einführte; hierdurch verwandelte sich die Kinetik in 
Dynamik. Die strenge Fortsetzung der hobbesisohen Theorie 
unter Beibehaltung der kinetischen Grundprinzipien, aber 
Vollendung derselben durch die analytischen B^lationen von 
Eraft und Beschleunigung, kann man in der modernen mathe- 
matischen Physik sehen, welche auf Gtrund eines die Welt er- 
füllenden absolut üüssigen Äthers mit Hilfe der DifTerensial- 
reohnung zur Erklärung der Natur zu gelangen sacht und die 
beharrenden Teile der Materie etwa mit Hilfe der Helmholtz- 
TnousoKschen Wirbelringe für konstituiert hält. Indem jedoch 
der Charakter der kinetischen Atomistik als solcher sn 
gunsten einer kinetischen Fluiditätstheorie aufgehoben wird, 
geht die weitere Verfolgung der Entwickelung dieser Theorien 
über die Grenzen hinaus^ welche wir uns in dieser Arbeit über 
die Geschichte der Korpuskulartheorie zu setzen hatten. 



Viertes Buch. 



Die natnrwissenschaftliclLe Tollendnng 
der Korpuskulartheorie. 



IS* 






Di« Kni«ueruDg der Acomuiik mu» pUy«k*iucbeui tuten*««« 

WIringt« bereite hmrt die «rütot^lMche Phjnk luid nia<.4it« 

"«cb üi vieirBi^lirvt Di*putiit:«:iriJ wir nLoe hev^robügte Hypotlw»*« 

g«ll«ti(t' ula gegen diir UiUr de« niobfitsIiQUiii JittirhimdtTte din 

PhiliiHOpliir njTKlRiniUUoii für dtn Kar|iU)iktiljiHli«!riTiR nintml iiad 

groruTii D»i]ki?r dttr «i-Hl'f^ii HAlfUt di« Jnlirbuiultirlii ihm 

i]br«cbcfiidr WirkH&uikRii KiitlidlBi.«ii- ThnHH guJaiig ttt^ din 

KoipttttktilarplulciHCjpbitf xur bemrscbtiudeu Timurit- ku rrbebeu. 

äüe bftbeii dea Korpiukelji, welche die Phytrik in i^tren ernteai 

M^tuUiMigen Vcrraicheii iXs ein Miti^l der VeraDKch&ulit^tmiig 

aiin {J^r Antik^a QbeTliefening Ptcbdcblem euCnommen bAUE^ rW 

Bftr^ffrnwht im R'ii<d]«* di»r B^tgritf« nrhptit, Fflr dnn dmuttlig^n 

Zi»Uiiid dnr NMtDnjtiKivmiKihBrL und ViitlinuuiUk WKr in ditn 

fiy^(nfni>Ti DBSCART3t^' Ulld GAhfiSNlflS «ilUi: dU>tiei(:]liMldcf Hicl>eniiig 



1 So b«ffiobUl r 8 ViHEXT» C 7. AuKiMl IS44 aiiH KoDiifHlioriv. dila dft> 
«fIM 4ie Profn-vcn^n «I^r PhiTovopbjr »ucL ili«i «ruiio inedijtiriJnch^ PAkultÄl an 
aUv AtOKianUhr* foaÜiiiltAn Dr Ttictorii« iwvlHl in «qri<-r DiipBlfltLoii *\if 
frima wntttüi uml bill iIac^'I^^a ■)l<;\u>niv mUCIcnkoa^ dri uitCrlichnu Kurv 
tmU wnn vr aoob jipirifMU tUKfrrn matrnatm hlgt jlW dlO«4ii Woi1|ctiil 

AnvWa im hitfr gvnng^ d«iin wnnglvifih Sivi.^h imn A«i>rr<rrKi.i« iti vi«l('n 
^alrfm M|[c. »n iiebnw vr docli ftuob dir A<om« tu und Itidl« ia aE<iaQn Dir 
<]tn 8«ti fei«, dtJi m «v:^ ■" c^4i WordiQ u^ YmpfebMi g«b«. 



348 



»I 



4n 



JCTAlPt 9f*flllR|f 



f>hn« mit diMk Mtn'ngnri^n Foirlnrtingnn phi}tiaii|thiK<7h«r B«- 
grOiifliuig in Konflikt vti gnrAlirn. Im «rkRUULuiHthttorptixclii^ 
und metajiIiviuHchtTit lut«rvMM«i war inn gowiaui^^ Al>tfe}iUtfii vr- 
r<aicht: Att mufirt« njcK vroitarhin «r»t x^rig«!], ob dio I^Amii^g. 
velcliA diu KorpUNkttlartbvorie darbot, m d«n Fortätrhntu-D d«r 
^Tiik ihre BwUtigong erlüclt. ob sie ihre Bedeutung ali 
kinelitcbe Theorid d«r Uateri^ behalt«!) und de» «c«ig«Eid^G 
Fotdenmgen der Srkeimtiiia genügen koimC«, oder ob sich 
etwa ümformaDgen und NeugestaltTiBgea der«oib*>n notwendig 
ina«ht«&, w«>kh^ ihr den ChArakteT einOT' kinetidch^n Korpo«- 
knlarthi^ori« ^ntx^eiL 

Mir, iW siwdhcni HAlft^ d«« mb^fhoten JnhrhuudnrtM go* 
witmt nunninlir da« pbvKikaliMchf* InlflrAsifct wivdftr dio Ob«r* 
hand. Dil- ox|>unin«iitif«nmdo NatarwicMiuachaA b^dieiit aidl 
ilitt Korpuskulartbaorie al« Hypothis« uod begitint si« nach 
Ükreu B«dÜr£hiMWD xii gcMolten, ind«m nie :ciigleicb diu Blobug- 
k«it deTS^lben ans der Erfahrtmg su beel&cig«D b«Mrebc lai- 
In dJ€»OT Hi)uä<Tht wird ziinftch^i. eine Richtung der Natur* 
fOTaebnng tob be«M>ndar«r Wichtigkeit, iv«lohe <>bffa erst alt 
HolbittiDdigd H^iB^jiaichaft ihr Haupt sa arhoban beguuit, 
di« Chemie. 

Wie boreit« vor der Vor OiFoßt lieh ong dw HniiptwKrk^ vot» 
Di»>CAUTi:t« und GAtLiiKfiDi die Korpn«hulartheom nnt*r dor Hand, 
durch d<ia paraönlichon KinflafM dait L^hr^ra tmd iß Uoinami 
Publikationen, mohr und mähr Bodaa gawann, dufUr hab^n wir 
«ia anagc«eichnvt«if ßvinpiel in Deuttfchland au der Wirkaamknt 
von JoAcnni Jusoirs (1587 — IWi). Bb iat kein Zweifel, daTa 
JtiKtfttTft aelhvttodig. noch bevor erS^KEst und BxMt* kannto, 
aut^ a^ine korpmkolartheoretiwhen Ansichten gekommen i«i; 
insofern h$W> ihm auob ant«r den Km^nor«>rii der Korpna- 
koJartheor^o ein Fiats «ing^riumt Kordon köni3«Q. Hoitie An- 
sichten wcrd<<& jodoch ctac virkitam und gelangen aur Ver- 
brciit^tng, naobdem vrr nowohl SiswiAT al« Basso (-r^ndUoli 
ftudioft hatte, und 9mw- hier in Bctratiht kouun^odaEi Ter- 
i^ffontJicbangcn falion ao fpil (1642^ daTft wir vorai^h^n ihn 
ao der Hpitcc deo Obergauga xtu* , praklifloheu*' Korpn^kiiUr- 
iheorie au nennen, weil die gajiae Bichtimg «einer Arbeüeoi 
ihn ale unioittelbervn Voi-Uiafer BoTtn kennseichDc« onil ihn 



da» chfütnisckA InUrecMc vonvJe^rL' 

D\v Ann^iu^u, weldi« Jn<<irtJS auf di« Korpudkidftr- 
ihiiori«^ büime^tn. dürA«n gMuc ftfaulicbe wie bei 8E!<7cmtT g^ 
wmmi A4ÜI-' Bm ilcr woiten^n Aoabildimg Minor korpuskular- 
UivoreUacbcn AJisichtfiii, ili<^ jedoch »chon durch dk i&x^uKhcn 
vrBchirrioncu Wcrkci Tou SB?i»KicT» BaCOX und B^efo bfrindnM 
erin nvochtrn, wt^int Wcm^vriLL t^n» dou Manu«tkh|>i«u zwei ge- 
ändert« G«dAnk«Dfol|ECU nsch. dt« dc^&lb ron benondena 
|Bt*^ci*9^ 8Ük1. weiJ sie m d^r iDdiridui^ll^u Kntwkkdimg d«e 
7inniir»uh«n Denkojxa die Wirksamkeu denetbeu Anregungen 
£«ig«n, wekJie irir in d<>r r^rb ereilenden K|><whtr zur Kt- 
neneniog dor Korpttakularthoorie überhaupt hervoncoWbm 
Gelfrgeahcit hftUeu. I>ie eine beiueKt sich ftut dif« Polemik 
de4 OAr.EXQA gegen die Atomistik, die andre Ht<dit nnter dem 
Eiutiunjto der ncminAliä lisch en Lehre» Occ->viiit. la letetrer 
HinAJcLt gevritm'. JcNoit'0 die Eiti^ichtf dais ee nicbl ^igaug' 



Kt>rr«ik«l*rtlk^ne ircnUftken wir R. Woutviu, liamtü crtob^pf^nd» lla«r>^ 
^r>phU .JiiH^Hu it d i?nvurriiii<T nUm. LtArm rtr.' wir Ochen d*ti /Mrourvpid^ 
QHMTcr IHntelbrog, »)«dt lio livh leii^li«b «uf Jcvotrt ttvdoht, dnrob*!» n- 
icrwidr l#ffta D> Arbcdt von Wohlvlll l>«ndil nur mergrikiKlIicbeb Dunh' 
fbn^uDir ikv tAx^drchrifUichon UAlrrwl«, l^n»di b«|^iin1 Jr^i^ttir' BeAfebonp 
Atii SKtHtnx ItU^. BAKili vrvlhcit rr In r»it<r r>iH|ii)UliuTL virn 1634 ä»in* 
eiftMU karpuAolirli^orHiwlitfti AificMt^ii i>tii1 k'Ik^ii tl^^'J »iitKi^bildvt unO 

* WoiiMTiU' ctwJbni (S^ li t) KVti Wfirko, ilt-nn Studium im di4*ir- 
ttioftipht (Qr Jriiiici b Hauvcbt k^mmc. ilU lAllf urvihliTiipnfl .^Jir^ft inn 
Ji CiMtK Lao^i.U ^Dt pham^m^iä in ofU Ifuju* tJDd die IClt vcHiffaijt- 
Usbft» ,Jir*ifcii*tirJbf Sfti/Ä* von Sj»*iiii;nx in ?Hdüii. d'^in.-ß Zohflrnr JrTQui 
I« 4«i Jahna tGl^ ^ud 10 tf*r. In dim BucJil- i«oji Lit^AM^ ÜLd«t »ich eiue 
ri^«b»adv lsp«pr<'«lina(r it«r WKlLliildviLfr^riif^mr und drr ^(navilrn alomüti« 
all» Lekro Dorotim B<i SiNL-ritmi^" findet ricfaivnrknn direkter Anklnsir^ 
aa di* At<niLbtik, tb^r dh ftidiEani; winir JUlIxxk aHil «|]Ibnhnog«nd di« 
AmHc Torni*. diX» dk VorjptnjtC {m i^rjcndr« vic kmidicn |f«otcbeti noT 
nvf Uitcknn^ rdtI Kalntiirhvng kiirpprtj^^hpip S-^luunrrn Iri^rtihfn: dAiin ofen* 
tlieic Aanaboo hitU du B»1rrbf-ii di?» Sh^crri^iur'M k^-nb'n Stun, litr 9to|f1)<bdn 
ir«iinil«fiin^n ini Kfirp^r mit Apt Wngt xyrUi-^rn tu vuJJrn Dir l'bro T«n 
•19 oiiofftilkfaft) Amlüivtiuir bt^ififl oiTrabw d«* BoIitclcIha uD,s)cbifc4r 
kiWAT Söqi»rt^|jTho(i. In PAdca lenitr dnimiii «arb A*HiinhifrL4 tn» 
Unui^irj) beiii^tu, ilcaaoa Korptuiralartlitvn«, iri« wir wi nvkdtvr Stfdk n*r4)- 
«t««m^ für diu Erfl«««rBng «Unlilbtktfr AnodAtn »tnflirirvärb vnr- 




2i& 



ititittmi SiBdoC* lls Ntmiufiinii« 



bcU tat, dio aurm-ror<tcntljcfa grofs*^ Ansiibl der tliAtnickticb 
vorUaitdoncn Modifikuttonc^n der Mtit^tnü duroli muc oIm&X' 
groljK- Anxalil icubataiixii^JLor Formen crMirco 3Q wolloa; du 
QuAlitül^ti dürftMt nicht ^ 9elb«t&tidi|^ £eaen£«n b<;trftcliUl 
wuHen, Hüudcrn siit^l ol« Ä.ttribat« «uTsaf&aMti, w^kho Kich tU 
ijideruDiEen der KOrper mfolj^o versohiedenar Auordiiiin^ d«v 
Aiom4> d«r«tdl<^ik, IHe Utxcd Konsequciix wt jedoch ent n 
dpfttcren Äuis«nlng<^D ftosgodprocboji, sichüiclt aoUr dem Kis- 
äiwc V0& SKN>K»r. Wfibrodd «nnn^ieh^ dor nominal iiUHclif 
GrosdMUK, da£« nicht dnrcli Viele« go^hichCt w»* durch Wt^tugrai 
gcochrhcn ku&n, d«tf UaupLmotiv titr d^u Zwcift-l iit di>r Bi'^^i'i: 
kext der Ktklaruuiccu dur ^ohoia^ tischen Ph>Mk abgibt. :«< II , 
Juxaic^ ep4tctr im d«r poaitivon Au&1«Uud£ Ti»r, daU nur di^ 
KorpuAlculorthiN^rie un^taude ist, die MaiuügiaJügkeit dc^r 
«jiialitiucn ftiüTcichcnd aa «rklAfGii.* BevODden beMiobnttod 
fOüT d«u Zusammen bati^ «wioclian datn Nommalisnii;» and d«r 
atouuBtitidiLn I.ohrr von d<^n &inni:«<|u&lildtrn, imotVrn durch 
diwelbc dio ainttiicheii EigenüDhaftcn d(;r K5rp«Tr von der mh- 
flUnsi^^Uöh WctMiihi^it di>r««tb«ti i[eb«imt werden, ist ein Sa<«,* 



Xjü ICW ,l>i« m^ UUihi >ii* l^ujüitil«« rvrvifirii^ti^fii. mögt« ilin fat|:«nilen 
Qu*Lititni i& Ikinwbr jci*1»c<n ZeihrcchllrhktjiH I)<h(i1mrk«it. Pviniliai^it, 
Flbi|[k«it iIm ArMkiiafidariiafEvh«. j£t#lilij»rk«>t, Ki«.lirt|(kMi, tC^^rvitab^rl^t, 
SUbJchrit GivhwmrIifLi-Jts njr2*4xitki-lt« Sp«1tlMr)E»iU Schn*-i<!Wti#i|. Z»irnr4>* 
bobkvii, ZerfltDfibi'kkü'T (uic vt-nn PolMcho in dvr Litfl «c^n der •hMt#c%- 
liobou Fi-'uicbtigkcif KeiüivM) a <tg1 mcbr uDd ipU|fm tvrviL'JicQH üb «10 vn« 
hMtinm;« Z^hi doi^itigvr QuibtÄtcn auliUllou k^ndCiL. f^tl ob ä« aUv lAitm 

> lii ij«r Hapdodinfl Ad ^«Hrrli ^»r4ivmi <FoL 71) UiM •>! ■ ^DlV- 
jMitffo. «nlcbi' Jou^Qva, UaCt di« (^vlitÜ^B «ui AEnmun en'ttvben kAnopit 
mdgvn >Ai£«ii, wi# tinr /iitsmiEK'iibAEf , uv «r i|i »lil«**u. b^iB^u^Dt ^1 
FKdflii. W«tJtriniA'u, ilcn Fiileij dvi Siitaur» drT Haftptfii b 4. h >«r 1 ' 
«ifd, Tii« Jdu vi*r K^cinO'ktAii uillvi u«Ur HiiuuwikvkO d4>t tUi«* bijrkiniMkfii 
■oEL DiMtlU fflh «OH *t<T DnhdknrkrjL" 

■ IftKr df^f Üb«r««hnll ^hicht » viel WoieAhvil^u tk Atmfcnl»' amT 
diwn BUtl ri>m Juli tlKfö ,Dii]ii>kk;iT. »tt rr t^gtB, 4tfei Jjg IjiwUtltott fldhäfc 
•MivD, »oEIU lüplit "«gw» 'Iftf* '- B. 4m IUk* Hiebt htui vi. 4« h. bei Bl^ 
rilirunjf nidil \VL<Irr9l4ad lovle, mri Jarti n«^ diE^ K^*^ FiliuLtiL. b« BerChm^f 
ViiJ«ntiiiicI «u laittun^ niakt «iki« «i^nlüiubcbf W<««ibb<rit od^r «in HihRuktttti- 
UmdiIm ti. von d^iu Kf q^r utitii« tnrvc]ii«di*iv hi «ir hugIj a^Ha ■ii|ti«<^vrollir«>' 
BSiv fitr (ü« ^^anrinkmi'hvjvnr «beut» hurt «4«t M ß«n3ir«iifr wbknUfannk 



in «riilchftm DKMitKnn' gr«4l«t»i sAi Occamiht UrKtiioUiini wird. 
JüJHQiin* PUi^i Mtm rofomuitorucliiM] Anaiclit«ü blxir dio Physik 
in «itiL-m grü&eru Werke darziuteU^n* kam infoJg« nuumjg- 
ÜKiher 3L5rutigan nicht znr Dmvhflahruiig ; em mit 'tem J^hre 
l*ttf.>» &ls Rektor und Phy^ker »n dM akftd^muche Gytnn»sitim 
in Humbni^ twtnt^n, fAßd «r 0<iUg«nhpit^ Mimn Korptutknlu- 
Ui^ori« ciingHi«ri<i«r zn tM^ürb^TiU^i xitxd in V'»rl«vungi-n ttnd 
Dta|iuUüoiirn fßr Üirv V«rl>rvitmig mi wirkeu. Zwar UutU^ «r 
lina l><ktj(fU!ftp1&]i UAch dio arUtotelisohe Physik su lehren, 
aber ind^m ur seine Schüler mit derä«lb«ii bekaant uuchte, 
wuCu« er ungleich die UnhaltbArkcdt derselben klar Hftcbsra- 
vmen and ihr (^genflb^r 'Ite Korpuskuknhpiirio zn vart.<.>irlig0n, 
SU btfgrtodeD und 9iQxtuM;bluire& Unt4?r 'U*m Nftoien f^fiwuf^ 
jft4f.«ifivr Mind, han]>t«flohtich Atu diui jAhran t029-»3l, Diktutt^ 
xa Mwen Vorle^uigou erhalten/ welohe dos Hauptmaterial ri«*r 
aufl Jusöit'Ä* Nachkib ron Martik VfjüKL veröfTeiitUchceii P^jv^ 
tntpvtf fthysKfte mimoTf^ bilden * Wenn auch die VerJ^ffOTitlichnng 
der JiAOitiM^cheD Schriften so spät Btnttland, dni'« inxwjxcben 
di* Knrpti*kiilartbinjrip liingvt von d«r vorgpschriuoiiereiii WisKeu- 
•cIiaA aU hf^rmdinndp Uiirht aiiArkuitit wur, na hnt doch 
Jüxoivs auc;b «choa iWvh<tr mIh Iit^hrcir sehr ««»entlieh Kiir Ver- 
far*ituiig dor KorptinLaUrtiieono batgetrag^Qf M>wohl duroh d«n 
KinflufiE aaJ' ««iiiL- porvdDlichcD SchiÜcr, aU anoh durch eiiüg« 
Ijjflputaüoneii, welche durch den Dnick Verbreitung fan<ieu. 
Eine Bolohe vom 23. Jd^tz 1633 kdmpA gegen die subdtausieUen 
Formen, tmd in ein^r Disputation vom Jahre 1634 finden doh 
«in ige SAtx^ über die chemisch«D Elemencet velche wegen 
ihror V^rwancUchafi mit den «pftteren Annohten llottCi Ro- 
ttefatluag v6rdion«Q.' 



pi^fmM if6jv«cii|M 1& qua pn«dpuH C>piiiion« iii i^ysioa pMÜm reooptw 

It R U. iUmbuiTH IG«?, 

' aDi>£> »«aufwar 4ni (4; Klrmc^i^n ni>rh nfiiire Pritirijir'n <?«a Oemtsii^hr«« 
Xt4« und dofi ntia in iUt AniVmaig d>^ GQiiii«diUiD iiiulii iiuuier (mh iu 
d'S fnlCT ESemnnf«! gvluifl. JnHli tfünRHtt ulr dcen Aaifilhrunfcn 

^Fkbch bl dtfAftio«, v*|ehaa iMhftijptM la «rttehe .Stoffe ein jidev4iif' 
«vrd, daruH üt t» »9iih T*tt N'Mor ittauim«B|f«KUi . lebr wahr aber 




260 JrNGiuH: Seiinehts Einflurs. — Düpatationen. 

Wenti auch niclit mit allen Ansichten SfiNNBBTs einver- 
stauden^ EamentUch in der Verwerfung der Bubstanziellen 
Formen viel eutschiedener als der konziliatoriBoh gesinnte 
Sbi'nert, hat doch Ju??aiU8 ein ganz hervorragendes Terdienst 
in Bezug auf die Verbreitung S&NKBETscher Lehren, insofern 
sie für die Korpuskulartheorie voll und ganz eintreten. Er 
legte Sennbrts Bücher seinen Vorlesungen zu Grunde, so 1636 
die Epilomt Physicae, namentlich das 2. und 3. Buch über den 
Himxael und die Elemente, ^ und liefs ebenfalls als Grondlage 
für seine Vorlesungen eine Zasammenstellung der wichtigsten 
Lehren Skn^ehTs herstellen und drucken unter dem Titol: 
Au(Aarium Epitomoi Physicae darissimi aiqrte fxperientissimi viri 
Dr. Danidis Sennerii et aliis ejustieni lihrh excerptum (Hamburg 1635), 
in welchem besondere die Schrift J)c chymicorum etc. cottsensti 
av dissensti berücksichtigt ist.' 

Am ausführlichsten und positivsten treten die korpuskalar- 
theoretischen Lehren des Jungiits uDter den bei seinen Leb- 
zeiten veröffentlichten Schriften in den beiden Disputationen 
vom 30. März und 2. April 1642 auf, von denen Wohlwill 
eine nahezu vollständige Übersetzung gibt.^ Mögen dieselben 
auch nur wenig Verbreitung gefunden babeuT so sind sie doch 
gegenüber den erst 1662 erschienenen Boxoscopiae ein voll- 
gütiges litterariaches Dokument, um den Anspruch Jdnoiüs^ zu 
erweisen, unter den selbständigen Korpuskulartheoretikem und 
als Vorgänger von Botle genannt zu werden. 

Die von Juxoiufl vertretene Korpuskulartheorie ist in ihren 
Ürundzügen folgende. 



jBt diese?' Id weiche Stolle Pin jedes zuletzt aufgelnat wird, aus d^aen ist e£ 
auch zusammeDgeietzt.'' 

„Ed ist liisber weder ein einfaches aoch ein zuBammeDfaseeDd« Be- 
alinunungamerkmal nachgewiesen worden, durch welchea die Transmutmtion der 
für die Wahrnehmung gleichartigen Stoffe sich von der ZuatandBändemng 
unterscheiden Uefae« aufaer durch Zuaammenmisehuug und EatmJacfanng^" 
[Wnin,wiix, .Jtinif. S, 27.) 

' A. a. 0. S. G4. 

' Dafs das Aucfarinm, weichte sich in den Gcaanotauagaben der Optra 
iSknsehts findet, nicht von ihm, «ondern von Jivoi"-»* herrührt, hat \Yiiiti.«iLU 
nachgewie§en x, a. O. S- G3. 64, 

' A. a. 0, :^, 31 IT. Daielbat <. d. voUatandigen Titel. 



TiDMntji: Atoniallfdiv Z\tnanaott:»tUumt der r«»t«D Kür><r, :t^1 



t>ip ZtuMinmrntfrUnag ani» Atomen wird loit Sichorfaeit 
nitr für cUo foflUn K<>rpor b«luinptc4. Hior wird «ic dftrAuf 
,^Bgn1ndt-t, daJ^ (litf Tb&Ui^hQ di.*r Nicht- Homog<nitAt^ von 
*^örp'^*^-i solche ivir dio «irmlichp Wubnu-limitti^ homogen 
tin<l. «icb nur dtiroh ilio Atiiiahine von AtosKti crkliren lo«»«. 
U>nn oia honao^L^«r Köriier sicli in nioht homoppnor Woi**? 
Terääeadic«i] lA&i. wie x< B> Uold iti K^mgewo^tr, od^r Jd^ri^^mi;, 
cku «tu Metallon yod v^r^hiedooer BchmeJKbaTkcti beeteht, 
darch Konori so mnfii bei ci&cm »olohcii Körper Trcotmng in 
toLt kJnn4> Teile tint^r BmWImltting dor 8ul>«tAiut «tattfindou. 
d. h. <*ir miif« AUJi Atomen bi\iti?he&. Auch die ktoinvtcn Toilo 
d«^ Kudamm ongc^etxtcn Körper worden ab Atome bcoEcichnet 
und diMf^]1>Mi vou T«r8cliifd«ii«r Oröte und Oe«lftlt anf[e* 
nommtin: (?üi Kr>rjf^ iat der Snbstans nAcU grOber oder Feiner, 
j« nacbfleiii er iti gr^facro oder kleinere Atome teilbor i*t. 
I>io vereohirdrn letclile gegonaeitigo Ourchdringbarkcat der i 
K6rpf^^ ist auf dicaeji VeriiAHni« ihrer Atome nnd Pomn sq- 
rÜckxafiiKreii. Üb ea einen wahrhaft ÜibsigeD, d. b. kimtinnicr* 
liehen Körper gebe, bk^ibt dahingestellt.' Kine «ol<^he Flnftfigkeit 
TDÜfiile die (JewtdU und wedinoWitige I-»ge dor Trilo Ändern 
können, ohne dAbel je einen leeren ßaum zu laauen. Gibt e« 
kftine solche konunuierltche Materie, ao mufe nun, da die 
Hfiasigeii K4)q)er eine innere Bewegung zeigen, annehmeu, daJ)s 
aich zwischen ihren Teitch&n verteilte leere USume (vaeuum 
dispersum) befinden, Dom es gibt keine stereomotrijicbe (Hgur, 
bei welcher sich nickt dnrch eine Lage Veränderung der Atome 
Spftlten bilden mflTsten. Die leeren Toren &wi»c1ien den Ecr- 
pttakeln und geeignet, dnrcb ihre Vergr6r»erung und Ver- 
kleinemng die Veründornngen in der Ausdehnung der K6rper 
vnTwtJLmni(-h An niftchen. 

Di** Annahmir von Atouieu ticbeiut JcNGir«. «ie nihon 
vbe^i enrähut, natwe&dig, um die Mannigfaltigkeit der Bigen- 
flckaA«tii de<r Kf^r^^er zm erkläten. Uestehen abf^r riii^ Körper 
au« Korpii^vbf ao siiid alle Verttndcvnngen nn ihnen nur aiui 
«iueiu Hinzutreten, Fortgehen oder einer Umlugemng die^ter 
TullrhrK ■hniil'-it'r'n Piir dif^no Theorie <\tT Miachnng und 
RiitiiiNfViiiTig hat Ji:iviiii^ "in« bi-.tondrn- Terminologie au«ge- 



^jv«nkn1 




hilrUt und dadurch eiuo «chuf» Fassung der hier JB K^tnt^ 
konuQoud«!) Begriffe ennCglklic. Seine Kr^rjü.' 'h^tj 
wttrde a»oh demlbeo tb die Th^jn« von t^^r s \ . - — 
MeUaynkrUe 1i>^ostituclier Prwnpi«ti zn b«Mchc«[i Fvin. 

Hypostatifich beüleen diejenigen T«iU, vidt^«» a 
AtJlJMflialb de» Dingee, d««««» Tail« de Muä, miabliAngig 
stehen können^ ohne? Teil eine* Dingee ku »in; eo z. B. 
der Faden hy{>Dcff(«ü»chi>r Teil de« G^su^tihea, weil er olim- dan^ 
velbe xn «xiütiür^n vennag. Im Üegenaatc dam iMÜseu ayu. 
hypoatatiBoh di«j«ni^eu Teile, wekhe nur in Verbindmi^ 
mit ihren Nebenteilen und nicht selbstftadii; beet«ben kennen. 
So Uc die WärtJid ein sjnih3rpoBlaiieoher Teil des Waaeois, dn 
ihr B^^cand mch an demjenigen ^tnes Körpere knUpft, 
Eigeiwch^fl «in i«t. Dou hypostatincben und 0ynhypofiUti# 
Teilen enU[jr«chcu bypo«tatifche und «^-nbypoetati^cho Priii" 
zipien oder CrrandbeicnnduU«. Dia Aoflöinng der hypotlaÜMÜi 
znsamiaeiigeeoUteii Körper kann nur von den näheren Prin- 
iKipien za den entf^nteren tmd letsten Prinsipien geUngeu. 
Nach ARnmiraut^ kennen sich di« GrandbeTtandteile der K^rp«r 
iu^Tia&der vervrandeln, indem eio durch Cbergane von Potenz 
tum ActUK oder umg&kehrt ^nt^teheu oder vergeben; daher 
nagt Jrvoiu«^ rUf« di^ «actupotentiale* Verwandlung auf *y 
byf>oaiati^h«n Pnnxipioii bemhe^ Dio haltbare pbyikaltM; 
Theorie erfordert jedoch dii> auf hypojrtatiieben Priniipten 
ruhende syndiakritisohe Verwandlung. 

Syudiakritiaoh nftmlicbf odor dnroh S^^diakrifle «tati- 
Sndend, wird die Verwandlung genannt« wenn sie entweder 
durch Hntmifjohuiif; ^Diakrise) unwafamBbmbar kleiner Tcrilch^ii« 
oder durch Zosammennuxchung (Synkruej, oder durch beid^^J 
»igleiüh anatande konunt.^ Beüpiole dnd L4«nug von 9ftlf |^H 
Wawer, Pflaeter (TripharmaiTiim) üwt B1eig:IUt«f Eeug und rtl, " 
Logierung vonöold, Silber, Kupfer. Ht<u-boi findet die Hiachung 
statt ohne jede innere Änderung dar Teile der getBiMht«n 
K'>rper. abgeaohen davon, dab dieoe eolbet noch dabei unter 
UoutAnden serriuen und verkleinert wo^rden ki'^unea. Ifembt 
man mh jedoch anf diejenigen unwaliniehmbareu Teiloh 
welob«* die letaton sind, bi« anf welohe di^ an uiMihen 



Jier ■ 



f. yuuff.-^ l i bil, ^h^ WuBKnu. Jmtf S. W. 



L*mr f1|^pMlAb«(hr l^ntinj^ivo^ llvUi-ytikr»f<H 



25» 



Kflrfwr S0Tt«ilt «mt^lrn kfintirti, »o ündiit hm tW ByntlmkriM* 
utir ritifi Atiflitning hi B^^uig Auf B«nlhrijiig ni^il Ljig» Hii^M^r 
IVilclirn sitAlt, II tut nur ihii'rJt (lieur uiiti*rvtitTii)t-n t«ich ili« 
Ktiq>rr uiicli tmd vor d«r Miflcbtmg. -NlohU Iki IHa in« t^n* 
«nctlit'he in riiif^k^ickarti^e Teil»? t'^ilbar, ni&n mii& vi^liut^br 
«nl IVilp komiD^n, iftt d^r WsLnichiniing narh gj^ctiarüg 
uncl «ndlkh «af iwlcih«*, itin Al>fliil»t gleichartig r.exquHit«> simi- 
lanw) fiind,'* * ^Rr«t w"tio iiii«i] dtirrh «uflriHrtiili- RnobArhtnng 
SQ dnn nrstnn liyp<Mt£ti^Th«n PritixipitTii. <l, h, aImoIiU gtmcli- 
Art)g«<n. All* Atomöii ckrHelben Art. U^lebomli^ii Krtr|}nni ge- 
langt Mi^iii wirclf wird Rieh mit Siclit-rlieir crforvcItAji Umm^h, ob 
&M ftyii}iy|iDst«tihidiF* Pnnzipii^ii ^ibl." ' 

Ji'NAir>4 tfir j^Hi^ufalU der Ansiebt, daßt die Aiinftlime 
jtoU'h^T B3mh3^o4tati»^h«<n rvinxjpiAn nnr^ir ZitgnTndelegong i^r 
AtomifftitE F*kthflhHi*7h wprdpn wird. Um die VFriimndlrmg der 
Köqwr wie »o*» mcU rl<m .-^tnnpifi diLrbii*4«t, i-rklAmn sen knnr«in, 
Qbn9 d^Hh iron mnfiivnhor T^it« xa d«m KAr[>er bbizutn^n 
(Ktw ibn vrHÄKÄTn, ^B^iiiini rr siioK dfr ii» jmirr Zeit inrihrrnrli 
aol^rrtruden Mokkitlar-Ky|M>Lhtt!ic DiviM< imieren Äjidt^mngt^ii 
oliuA ZutriU »iKlerftutig^r Atome itemit nr M&tfttiy nkrlve 
odftr MetAScheTDaiiamds. Indem er sieb Auf Galbk und 
PheUj ilei) Ar^t <bei PLtiTAKcrt) bexiebT. vo auoh von UevA- 
poropoieeis oder Mela^cbenkATiarau« der Poren die Rede »ei.^ 
Kr h&lt e« 'labei noch nicht flür ah d«r Zeit sn ent0cb«id«n, 
"b KigensrhafV'»»» vrie di» Dirrhuii^htigt^it, Dif*htfl, Hkrtr *»tr. 
imr der AtH;r*iQtmg tUn Atomr »J3Eiwobr#*ib«u »i^ien, hi^nw^rkt 
jpdovb, d^K die Acomg««uIt«D boi kUt Xtetauyiikmo jitdouffilli 
wiwiratU'^b in B«trÄ<*bt kommeu.* Er «islbirt tti?h«!iiii die»elbeu 
jedoch nur dort aar ErkUning berangevogeti zu hftbeii. wo es 
4tcb danim bandelt, did ICnt^teliiuig oinee zTigammenhAngencteii 
fMt«n Ki^irper^ »n» ZH-ei dQRsigeu zu erkUr^n, deren Atom» 
gWoon miceinArdtrr geini^cht, «ich miteinandnr vnrci-hhnf^i^n 
nikl B^enAeitig tnnden, wAhrevid dte gteii^hnrtigi-u brid^T 
GfttUuigfn g^MonüArt luicht unsoinundoT Hiont^n.' * 

Di<- An<li*mng d» Abpuuideu dvr Aionid wird geleg^ntUeh 
«1h mrgbchi* Dr«a4?hi* der Wtinnen-irkung betMohu^t, aber aoflh 



W.Mli«liJ i 1 (I. & GsL 




254 JuKWii'H: Die PrinKipien der ChemikeT, 

vom Eindringen der Feueratome gesprocheiif ohne dafa es zu 
einer bestimmter auagebüdeten Wärmetheorie kommt, fibeneo 
läfst es JuNQTuB unentschieden, ob die Ausdehnung dee Wassers 
beim Gefrieren auf einer Beimischung von Luft oder lediglich 
auf einer Vergröfserung der leeren Zwischenräume beruhe,* 

Ausführlicher als diese unbestimmt gehaltenen positiven An- 
wendungen der Korpuskulartheorie hat JuNoios die Polemik 
gegen die bekannte Theorie der Chemiker von den Grand- 
substanzen gefuhrt. JrNOius erkennt an, dafs die Chemiker^ 
d. h. die sog, spagirischen oder hermetischen Philosophen, 
jjdie fast in Vergessenheit begrabene syndiakritieche Hypothese 
durch ihren Fleifs in neueren Zeiten wieder an das Licht ge- 
zogen*^ habeUt aber sie haben sie auch selbst wieder verdächtig 
gemacht^ indem sie in ihren Spekulationen über das hinaus- 
gingen» was die Erfahrung selbst zeigte.* So kann z. B. das 
Sfily welches sie als homogenen, festen, in Wasser löslichen 
Körper bezeichnen, nicht aus jedem homogenen Körper abge- 
schieden werden, z. B. nicht aus Korallen, Perlen, Metallen und 
Halbmetallen. Andre Körper, die sie als zusammengesetzt an- 
seheUf haben bis jetzt eine Entmischung nicht zugelassen 
(Gold. Silber, Talk, Quecksilber u. a,). Ihre Definition des 
Mtrfifriii.'i ist ganz unbestimmt- Vor allem aber widerspricht 
es dem Bestreben« die Zusammensetzung der Körper auf ein- 
fache Grundprinzipien zurückzuführen, dafs sie aus Absinth, 
Salvey^ Eschenholz, Blut u. s. w., aus jedem Körper ein andres 
und wieder ein andres Sal absondern^ und iu Bezug auf Sul/'nr 
und Mcc-itriJtfi zu ähnlichen Resultaten kommen. Dadurch wird 
nichts erreicht, als dafs man dreimal soviel Prinzipien erhält 
wie Stoffe, deren Grundbestandteile sie sein sollen. Das gleicht 
euier Hchreibekunst mit mehr Buchstaben^ als Worte zu bilden 
siud^ oder einer Geometrie mit neuen Postulaten für jede^ 
Problem, Was sollen auch solche Ausdrücke wie .Jtrra damntäo, 
raput worttium, plik^ma. fa^-cra" u. dgl, bedeuten? AVarum sollen 
diese Körper von der Zahl der Prinzipien ausgeschlossen 
bleiben ? 

Keineswegs darf man einen durch die A nalyse ausge- 
ffcliiedeuen homogenen Korper sofort als Prinzip des zerlegten 

' W11111.WILL, >. ». U, — ' Difrp. II 46. 47- Wom.wH.L» », n, ü. S. W, 



K5q«T^ gvserliwWgn denn lü« t^ntUui Priiikip »nunh^t».^ Doan 
liip }^t<rti<^iti|^ kHiiii, jr »iicli fW Arl' ili<?; YvrriihmnK, Mi*lir 

tbcliHuUcli i«L, (Eaf^ der K5rj>er von Natur aus ünm«! aus dAn- 
sel1j4«ii nfi«T}isl«='ti |i}'p*Ntali>^-|jmk PriiiKipiefl zuHAinmeiiipweuel idt. 
Ea iat kciiii^w^gs itLhtig, rlaJs tlii- Dinge aua dem zusammen- 
^«tf^Ut 9md, w«>rin >iii« aufgielöpii w^rd»i, wi« man »>hcn am 
litnipiid rliir QiinTfmt* mic^r Knbik«H}i1r-fi KithriT kMnn, orlrr hmm 
Zontiln^n rinrr MuiK^r^ dir duit'liaL&i nirlit wfrdi^r iu S^ingvfU 
«lAtnn lutd Kjük xf^riUlU- Man kuun dalu^r wakmi-lmnlit^ oJi 
l«ieblftr xu dan erstea alH zu de» njtcbHi^i UypOHtaÜAcben 
Priiiripten gelaiij^n. In Dezug auf die eraLen Prinzipien 
ali^r iMi zwviM\o6 das Axiom wahr: ^SVoriji eiii jwler Körper 
xal4>tzL autgidfiNl wird, daran)« «Ifl <*r«Um Rwwund teilen Ut *>r 
»nc-li /UHAiniiKtrgpWiilyf., und iniigiiki^br".," * W«lrhr »Wr diwi 
MTid, ilari'iWr kf^rm nur rurtgrHt^i^U* gi^wip(M<ithnAt- Bt^nlmiditnng 
AiUtkDiift gelten 

Ob t-a ftiiih bei dtrii uheinitaeheii Veri^ii(leruiig«»ti um Meta- 
Kynkrüte od4*r nm Syitdiakrise haudeli, wagt JDf(ifni> in den 
moüteu Fällen aus Maugel au ausreicbeiidfr KrfalinnLg noch 
tildtt «1 ent«fheideit. Bo kann nach ihm z. B. die Umva&dlung 
d^ \VH8«ers iu Dniiipr auf reiner MfTtH«yllk^4'^ vinlb^icUt ab^^r 
aacb mix Hynkm« di^r Krtirratiinin brnjbrn, Dit^ vi>ii Hki^ 
mourt (a. IS. 345) Hufgr-icüdlU' TPinuntN tUr Vt-rdunpfung dtirch 
rjirmrrrTMt ilvr Teile wäre uaob Jc'Hiiiü>4 TrnutiiJilu^iti i^int* Mtttji« 
«ynkrl-M XII uniiucii; *w kann tlbrigen^ Jusoiifi danialsj nuM 
kanin bekannt gew«wen 9^r\. Die VerwandluBg von Blei ncid 
Zinn in fVrifA>v) ;B1ei«'eir»i, Knpfer in Grünspan, ßiaeii in Rone 
amd nach Jumhin keine XeixecKimg^rozease (Diakrüen), rudern 
8yiiknii«a tnlvr M«taxynkrtMan. Kk igt natUrlieb^ daf» er anc^h 
nn<lr<> v;bfniii&<Thn Pruzenftc atif i;yndiakriti«<rh<»in Wege zii or- 
kllrim vefKiu-bl, indeni ur die niivi*rwandelburki*iL drr Orund-» 
aU)^^ bervorkebt. I>i<? Verwandlung von WasuM*r in lAifi lii** 
■treitet «r ali d«r Erfahrung wideraprechacd; doa Bei(*hlageu 
mtt Waaa«r tropf che« in der KAU« ^rveUt nicht die Ver» 
waodhing Vf>n Lnft in WaHSer. sondern nur die Kackveo-- 
wandbmg von I>ampf tn Waasar Kin andr«K vtelfacli von den 



* fh^ U wj ■ IM^^ U SJ 



^^f^ Jrsiiirs: Kupferritriol. — ErhaltDUfp des StofTes, 

Anhängern der Transmutation slehre angezogenes Experünent 
ist die scheinbare Verwandlnng von Eisen in Kupfer, venn 
man ersteres in eine Lösong von blauem Yitriol taacht. Troti- 
«lern die richtige Erklämug, dafs das Kupfer nicht ans dem 
Eisen entstehe, sondern aus dem Vitriol abgeschieden werde, 
schon von änoelo Sala in seiner zuerst 1613 erschienenen 
Anaiomiü vitrioli^ gelehrt worden, hatte doch selbst Senztrbt 
hierin noch eine Verwaudlungserscheinnng gesehen, während 
JuNniiTB eine permatatio, d. h. eine Ersetzung der Atome des 
EiseiiB durch diejenigen des Kupfers annimmt.* Den Beweis 
sucht er darin, dafs die Farbe des Wassers allmählich vom 
Blauen ins Grüne abweicht, tmd, sobald das Wasser ebenso- 
viel Kupfer als es enthalten hat, wieder abgegeben, 
dann keine weitere Verwandlung des Eisens eintritt.* 

Dieser Bemerkung wie der ganzen syndiakritischen Me- 
thode liegt der Grundsatz von der unveränderlichen Erhaltung 
des Stoffes zu Gnmde^ das erste Axiom aller Atomistik. Es 
ist daher die Beachtung der Gewichtsänderungen bei den 
chemischen Umwandlungen und der Gebrauch der Wage eines 
der verdienstvollen Kennzeichen der wissenschaftlichen Bichtung 
von Ju^jGTv^- Di«^ Erhaltung des Gewichts dient ihm als haupt- 
sächlicher Beweis für das Statthaben einer Metasynkrise. 
Der Mangel (quantitativer Bestimmungen^ ja die Unmöglichkeit 
derselben, ist ein Kaupteinwand gegen die aristotelische 
Elementen lehre. JUNdius verlangt, dafs die Auflösung eines 
Körpers in seine Elemente und seine Zusammensetzung aus 
denselben auch der Quantität nach iih er einstimmen müssen.* 

Überall zeigt sich somit Jdnoiüs auf dem Wege, welcher 
allein zur Begründung der Chemie ata Wissenschaft fTihren 
konnte^ der Erforschung des quantitativen Moments. Die grofse 
Schwierigkeit, an welcher die Chemie so lange scheiterte, die 



' Ojfcni mcäH-ii-diyiakti *ja*ir rManf omnia. FrancuC lti47, p. 363. 3G4- 
' DiAmtic. Pa. 2. 8«l. !. c 19, an. VI § 4. — ' A. a. O, % 7. 
' DiAFoitc. pH. 2. Sect. ]. c. 20. aas. 6. Ex iU, qui Hiatum SimiJbre in 
Kleiiienia, ei quidem per Putredmem resolvi, dicunl, jure qnaeritar, num eidein 
Pntportione UagDitodinia, mvo tTopifte. Elamenla ei Histo mr<ns prodeant, qoi 
ail ipsum coDititDendnm convenQre, — Reqmrit enim KeBOlütionift natqrB. ut 
(ul i>iifl<lern numeru «tiHm Termincia p^rvf^nialiir, e qoibuH compoiititm dicitur 
«HH« id, qiiod reHolvLtur. 



IHifTr^nt ünr XorimdKlü, 



25r 



i 



»ucli BoTUC vM FeUtcUQsBvu "brachto (f. 11 S. 2dl] iind 9Ts1 von 
l^vdlFiXR QbervQndeD wurde, war d^h^'k daa gmDg<>Govrichtd^ 
Om99, mfolgodffflnen die Atif^htne von «Stoffen ftuä der Luil boa 
dfc VOTbrentinng tind d^r «>gflniiiini«iii Vprk»lkiL(ig der HciaUi», 
langn imbt^irrlct 1>li»1j, l^Evi ErwAguDgenf wfdcho Jtxari'^ hin- 
<fii?liilirb dii^Hor Priignn »nittollt, zeigim ihn ^b^nfaUa ald 

Cber die Fr«g^ nach dem Znsammenhaiige der Korpuskoln 
finden sieb bei Jrx^fit's mir ^«T^treut« Bemerkungen, wt*lch« 
jrdcK'h «(qg«'n, dftfB aucb bm sein Denken darauf gericbut wttr, 
-''4m uiib<!i^ininiten VcjrsteUtuigAn i\\>vr verborgene QualitAtMi 
und iuTi^ro gol'AlÜAAbnlteb« B«zi«hungi^ii in den Steffen so bo* 
«timtuti^rAn inncbaniiocIiAn AuMchaiiung«in fortxujvib reiten. Efi ist 
di<* Fragn n>«ti d<»r Wi^cha«Iwirlinug der AUiuin, deren 
guute Scbwifirigkoit Jünanja niobt verborgen bleiben konntr, 
nnd der er noch ratlos gegönöberst^bt Daber beginnt <ir 
H'-ine Uutenucbungen tlber die PniiEipien der korpuäkularvn 
Vt'irkimf; tAifen^i >^ pfiws^rtim S/fndnmtifr a^mdi Priwipia) mit 
tlifin Oiwtandnis, daf« si(^erlicb die U«<stJilt und Im^^ der Poren 
nnd Atoin<f etwax zur Auf klftmng dieser Thi^crio b^^itrage, dftfa 
jedoc^b darin nocb niobt alle« sa liegvti «cfaeinu.* D«£, was 
ibm febk, ist ein Prinzip der Bfivognug, Tr^lcb^^a <li« Ordnung 
derAt'iiEiiT rogelt. Kr nimm^ daher mn« ZuÖUL'ht im Aujcdnirk 
hiiT t.ui] da noch »u dftm tilx^rüefiTi^n Mitt«<l der S^-mpatbio, 
«r apricbb von friner Pat^iUa oder cinea ApjKüUts, wodurcli 
>ia<t, wa.4 der An oder Gablung nac^b vervandt ist, «icb gogeu- 
i.«jtig erstrebt,' oder davon, dafa gewisM Kdrpeor für gewlas» 
Atom« ein angenehmerer oder beqnemorer Aufenthalt seien aU 
rudere. Di«»: ntnd Bomini^cenz^n an di^i ^t^Hidt/ oon^ta^j die 
f* zu übeT^ft-jnden Jttrobt, aber vorlAnfig nickt durch genügende 
L-.ochanisiche Gaaetso zu ervotien wmi^. Docb läfat stub denU 
Utk i/«4r«nneD, djüW ur nickt a^Lf dynami^he TorstdUonßen hin- 
ticltf fondeni dala er im Sinne der kinetisebem Korp^ifikdar- 
tbeorie naob einer ansohaolichen Geit«Itnng der Wechselwirkung 
Awitfoben dem Atomen strebt, na«h Vorstellungen iib<»r daif 



tc Borafattg «mf GAiti-Rf ^ü^Ütotv 



' Vfi. faftcraWr *nd d:W dio hitoi 
WiMi«»i, L «. O 6. SO. 

' J)«M^. Pi. IL ««L l <. 17, mi.h - " k.^ 0. M. 9, 
umn» lt. 



IT 



ZusuxuoeiLStrctwn und Z«i.fAiameiipaAf<Tti 6vr K5rp«r diirck eine 

Ial^chftni9cIl^r welche vou der Art der Alomfigtiri»ii 
und ihren Bewegungen abbttugig aind. Oi^r Dewei» daför 
dürft« in der Hebftpeinandefgtcümig der beiden denkbaren Er*- 
U&nuLSen, der korpuakplaren und dor durcb innere KrKlW, 
liegcoL So »agl er: Beim ZtmammeDgie&eii vou BW und 
Silber miachea «ie sich cmvedcr, woil i>me lebbaile Be- 
vogtiDg ^Ag]t»tio> entotobi, oder weil die Körper »icb gegaa- 
ioitig Gnrtr<rbflti (appctunt),' Flü.-ijtigr« und Trook^no« bAn^;«ii 
3ut^ftmmetJ, indem ttio sicli dnruh vüiie real« Aktion wechsal- 
wÄüg aitiiehejir feethallen iLud umfodscn, niAg die« nun dvr 
SympaUiie oder den QeeLalien derAtomc zuzuAcJimbau 
seiju/ In beiden F&Uep dOrile kein Zwrufel neiu, dnl» JuxamA 
mit MfLDer OberaMOgos^ «uf dler Sei^ derer sUi^d. welche jeor 
Virkangeti au« den OostaUen der Atome, iiicLt atu der S^m- 
patbie i^rklAreii wollton. int» «r ab«? allerdiag« fUUlc, «s «ei 
noch ein« Birdiii^iiig zu erfiäJlcn, waOchn dir iDiiigfixt Var- 
binduDg der Atome r^miGglickl. Wie dteoidbe zu denkini «ei, 
iat ÜUQ noch ukJit klar, der Weg aWr, auf welobmu ar mr 
auokt, ist der de» FurtKclirill» vou der uubtAtixuuiUfii Vor- 
atfidloiig einer Lriebartigeu VervraudUchaft oder S>ui|i4Uü*i d«r 
Atome zu ihrer fCtr die gegenseitige Anpa«anug geaigueien 
cu}chani«ch«^n BevchaOeulieit» Denn er erklärt ausdraiJcliobt 
dafit man kejno Altern dt^r BtTVi-gatig iin>^eiik4>n m>11iv so langt* 
die Kn«chmiuugrn duri'h <Ur Aunuhme drir TALiuOicheu B««- 
v^gnng alleiu cialviert w«rd«*n kAniien.^ 



< A ft O M«. 10 — * A. ■ O a» SO. 

!C, Uft)' „Hi^ »icM inidJftkriOaefa« lli»ehen|f T«H«idi|t«n knd janm TtTViTfliii 
Formeni küif&Cii], Uucn daluUi ntcbt >oli>rt hi Atr KebciiciBku4rrlaig«nn|f 
0KxlNpe4tli>), <id*r Dofch»wggpg die Mlidimg WAihcn: denn vi M «olhie- 
dfitt cöbtt FtUgkcit dM ZuiaimeahKiigMii r«oWMinti«) der fVtniMktce £Srp0 
vr«r4trbcfc. damit ato mooU Mekl «tt auch b^rtJuiiU^ (•( |irDai« tH «oMiealw) 
UMSunsiiUt^di ^ die cnnoi^ mo^iuhi *icb darcAi bräderici Ziuu>ttiBnh>ajE*'Blila' 
ktR kBi, 4i» Baden darck «ki« von btidta ArtM; äb^nliva iti «bii» gwi»# 
ÖloIcbailtifrVoit thr Ilurobabcliixv orlndorUcti.' D*oit dia Uacbunff n»* 
bmore Bw^nd^1i#--( bMMxt, fraafl ib« bloba AMttMpdptrlfcpurD nf näcbt; •• 
■att Aack <ia Zattium^nkanf nmcLco den Egrpu«^«lii jtwicbart Mia, ibt 
fS^mtehofl d»T t^ttirmi. wriklit JMben bedingt, a*miii Ji-ujir« rok^rmUm 



r. — 8«JB iBflvIk 



iWf 



Eine stBgebildete EorjiiiBkulArthdori^ ist. vrt« man «iolit. 
(mü JtiK4^ii« tiiebt zti finrlen, n-obl ftber eine Boilie kJarer Ge* 
dünken, wnlrli^ e>ii)er ^wichen vorArl^eiten Dati TveeODtlioh« 
Verdienst von Jvyiiiu^ in Hinuioht auf <lü> !Rntwick<$laDj; d«r 
iluth^jon« iitt rbibnr in diMD Kmtltiüuo m flucben, 
(7 für din AiiMbrmtDJi^ i-inur unbL^fungfm«!! korpu«- 
IclUartin Bo^radttungroreiit» d«r y«tiir auagettbt bftt, und zvr%r 
•P«n«ll in Bezuf^ aof die Chemie. C^ ist niclit der nwt€* 
pbyfische B^griÖ' des KOrp«^ den er erOrtoru will, sonddm 



VUm k^nc HUfr tuch ilcni gujja^n StAJtüc der liBniftlijjdi K<ir|:iu*kuUrÜteofi« onr 
itn» IM d«r ^l4«r der Atomg^aUlttn ba8rilfiii«to «ttu. ckLmb'jh ciii« tolcha Fig«r 
dtft Eiic|iiuk<lu, dtffe dioH luv ZaKinmsaluuigc gopignal läaj; ^tn« dv. 
VM Jfs«l«i ■« SuU« d*t Ürnpathi« tu t«lfrn fa«bl, ist Anaobauuug, dM*p 
aJMT kvju or «ir kcu »wliMiiiKiheii. ni^H <l5niinifc1i(<a VcnUlluas^ — dli- 
n44ib M fbm lipgun — fr*viiia«n, J)e< xcr W<--iii.«im. tos dem /t-sni-r^KJkOn 
MuMiknpt nulg«iifik'-fi i»ivn?«*mnt<n Kurrt^ktunm pn^frih«!! mir )r*^t iliai«- 
AQJh*4ijft|; £4 bMiÄliffiii Vt*t v«« noeb «nr Xplj0uoiDtndArlAif<rDa|f bei dor 
Xbr^np ^fntitkoniitwa «611, uciini JTKnio vii fortacbrei linder Vtirlo^jt-^nini- 
«ni /iKMtlhi^W j«irf mfjrmihu'^ daan t-cAaecr« pir^MJn, «adlioh ct>hattT*iUtM prr- 

t«l off^alitF *ui d^rMlittoii va douton »]# gDoitncI« 01>crllüchoiig««t4llaag der 
KorpoUipUi, vi-rmagc 4t>r«n vio nicht bitth dnc ATivumndtrli^erBng» krädnra 
CUM Tcvkbfpfnnft «der VrrficcLtung gevrirm^a, die 4Ar lÜMhung StabilitGl 
«icbert. Sd rrvclifrlnt der nräank«Dgau^ b«i Jnnr^nn uj ili-rThat alii i?in PaH- 
vdiriti von 4tir aiibMtinuultfa EjinpfttliM odtr VerH«ridtsiJh«f\ m ^J^r Iwdiicial«!! 
AiHUbidllohkcii t^\wt TPfcTibnituhen ZasaiiimonkuigK An« d«o 8rjir«nihrt«ii 
Or^odnn fcaiiB kti micb ntchi ««r b«B*tin)iniuag «idvdklioi^Ck, «ranc H'puj.itili, 
li#i Jc^i'ir ' lik'fvit« AJu Kiujfi-ii iMJi?i iUtii K mftbvgrifr und il*u OndHiilwt ui 
HolokqUfkrlU^ »ftbcii wJlJ- Al]«rdtn|;> i-ughl JimtU i tioc^ nocb «itivr Bn^io- 
fViK <^ Wcchulwlriiim;. ihrr nicht fm 5tnna rinn dymimlic^hnii flEiKtntmpa- 
hMiR*. «oodcrn Kui<i iknltob klingenden AuMolw dSHlcn nur ftD* di^r bylo^ 
MlitkcbQi Aflflkivang 4tt HUtsric (Uhmtommc^i «da, Idi hciniülite rirlinehr 
4k beUrHttuWn StoII«ii alt «non Vcnii^i», iine l\V-n AiUfaMuiig *u öber- 
■ind^Q nnd di>- mrHitnm.hi? Vi rbindiiiig d^r KurpndkHn &ju ibren (iesUlUii 
ht^rtiti^nm woKi.'n. v^fffr^och ili«: B^n^fanf^attf di«. vr«Ioh>* ««ino »TndLiiLntilohi- 
3litc4iiiiit( vHTl'vlixvii unt\ ji^iu' lerbonjfnviD Fonnon Ii<ii]fhitn' ipth'Jiftri ilOrftr 
Ha fUM Balarie^^uajf jco«t Z«il ^bt von J«r Auff*Mus(t dfu- Uftloric aU 
;b brf«PAHt-o lavteTiBl m der flfj^Abfn'n, >[rinlichi^n VrimifBaoff 
Wirknmk&it über, und k<^br1 mt, uohdcm i^* ««d^r pKüninTBi 
0»*Ty]H gvlnsj^tm, die Wpcht^lvirkung der ^änWanmi durrfc PrÜutpUa 
Mte^amik in fiindivrcn, wY<4i<r e« dv«juni»bcn WiHcnnfltn rarOök (rs^ 
S Biirh^ Jni6in>' D«ttk(-n gi^bAn aber äf^nlieh yfittr enien. aii6l»isftadn] 
Pfriodr «n 




260 JuNiiiud' Eiaäufa auf die Ausbreitung der Korpuskulartheori«. 

die einfachere und naturgemäfse Erklämng der Ersclieiiiaiigen, 
die sich namenthch bei der chemischen Veränderang der 
Körper darbieten. Deswegen gehört er in die Reihe derjenigen, 
welche aus praktischen Rücksichten für eine physikalisch» 
Korpuskulartheorie eintreten. 

Zwar hat er in der Zeit, in welcher die Korpuskular- 
theorie Kraft gewann^ nicht durch Druckschriften in weiteren 
Kreisen gewirkt; aber an dem Harn burgischen akademischen 
Gymnasium^ an welchem er 28 Jahre lang thätig war, kamen 
Studierende aus den verschiedensten Teilen Deutschlands zu- 
sammen, welche seine Diktate in Abschriften aufbewahrten 
und sicherlich in weiteren Kreisen zur Verbreitung bracbten- 
Hier aJso wurde, während sonst die aristotelische Physik auf 
den Schulen herrschte, schon seit 1630 Korpuskulartheorie 
unter dem Namen der syndiakritischen Lehre getrieben. Aach 
seine Disputationen wurden, wie aus den Briefen seiner Schüler 
hervorgeht,' auf den Universitäten gelesen and besprochen, 

Wichtig ist, dafa Schriften von Junoius, gedruckte wie 
ungedrucktCj seit 1638 durch Samuel Hartlib ihren Weg auch 
nach England fanden und namentlich I^obbrt Botlg bekannt 
geworden sind.' 

Langsamer als der Ruhm eines Descartes und G^assekdi 
verbreitete sich die Beachtung ihrer korpuskulartheoretischen 
Lehren in den Kreisen der Chemiker, welche vor allen ge- 
eignet gewesen wären, eine praktische Anwendung von der 
Korpuskulartheorie zu machen und ihre Bedeutung als physi- 
kalische Hypothese an der Erfahrung nachzuweisen. Sennkbt 
und JuNGii'f^ waren hier offenbar lebhafte Förderer und des- 
halb von grofser Bedeutung, weil sie selbst vom praktischen 
Gesichtspunkte ausgingen. 

Unter Sesserts Schülern war der eifrigste Bekeuner und 
Verbreiter seiner Korpuskulartheorie Johanses Sperling (1603 bis 
1658), seit 1634 Professor der Physik (resp. Medizin) zu Witten- 
berg, der in seineu Ltst/hdiones phi/sicai' den Atomen das 

* Xjidi W(»i[i.*iNL, a. a. 0. S. rJG, 

'' in BiiYi» Werken findet uich ein Brief ÜAHTMaM vom 15. Mai 1G&4, 
init welcbein er die Uliersendung ciopr» wie ea icheint, jetzt Tcrlorenen Schrift 
von Ji'm:ii's begleitet, deren schon in einem Briefa von Fi.cibias Cauj^TTS Von 
1. Sept. 16.t9 gedacht ist Nauh Wimi-wiLi^ a. a. 0. S. 30. 



JOH. SPCRi.lMi. — H. Bovi.v. 261 

2. Kapitel des fünften Baches widmete.' Die^^elben erschienen 
zuerst 1653 und erlebten viele Auflagen ; sie waren stark ver- 
breitet und wurden in den meisten Schulen Deutschlands den 
Torlescngen zu Grunde gelegt,* Wie es scheint, waren sie 
das erste Lehrbach ia Deutschland, in welchem die Korpus- 
kulartheorie behandelt wurde. Spbrlinas Gründe für die Korpus- 
kulartheorie bieten übrigens nichts Neues, sondern sind durch- 
weg aus Sbnnebt entlehnt.^ 

Mifstrauisch gegen die überlieferten Prinzipien der Chemiker 
und bekannt mit den auf Erneuerung gerichteten praktischen 
Bestrebungen eines SstfNBRT, Helmoxt und Jcngius. zugleich 
aber vertraut mit den Systemen Descartes' und Gabebndis, geht 
nnn Robert Botlk daran, die Chemie auf korpuskulartheoretische 
Hypothesen zu stützen, oder vielmehr die Korpuskulartheorie 
durch chemische Thatsachen zu beweisen. 



Zweiter Abschnitt. 

Robert Boyle, 



1. Bo^leB EorpoBkalartheorie. 

Vonseiten der Chemiker, die sich mit der Analyse der 
Körper und insbesondere mit den Versuchen der Metallver- 
edelung beschäftigten, war der ariatotelischen Lehre unter dem 
Namen der hennetischen Physik seit Pahäcelsüs eine aelb- 



> ImHtutiones phtfsicae. 6, AoH. Wittenberg 1672, p. 714 ff. 

* Chb. Vater, Pk^fsioi^ prooem. p. 3, angefahrt bei BRrrKKU, Hiitt. crif. 
jAil. Y, p. ei9. 

' Sperling hatte Senkeht in kräftigster Weise gegen Fbeitau verteidigt- 
Defauio Tractatus de oriffme forvvvm pro D. Sainerto et contra JoK lYeilaff. 
Wittenb' 1638^ Über d, Atome u p- 433. In eitier Bezension in den Acta 
EnuL 16W, p. 473, über Laurentii STAi-aaii, Med. D. hujusque et phyücae prof 
laagog^ Fhi^Usa, edit, IT, Ulmae 1684, faeifst es: „Saepe Spertingit apinioaee 
prae Feripatcticia plaoeDt^*" 



2öO JiNriifn' Einriuft auf ili»? .\ 



j.j^achen Forachung, 



rlie einfacliere nnd iiatiirti" 
diu sich namentlidi b'i 
Körper darbiöten. T>ef!Wf.- 
wplclie aus praktisclii. n 
Korpuskulartheorie f-in- ■ 

Zwar hat er iu 
Theorie Kraft gt-wj^n.. 
Kreisen gewirkt: aSv . 
(iyiiinasiunij au \v*^] 
Studiereud« ans - 
sammen, wcldir- ^ 

und sicherlich i- - 
liier also wurd 
deu Schuloii ' 
unter duiii Njvh 
seine Disjuiip'"' 



_:^t?genges teilt worden. Sie 

-./. die Annahme nnverwandel- 

^^::< durch ihren bylozoistischen 

Materie als innerlich beaeeli 

xrart nach dem Bilde der sich 

:'.-■ Natur verlegte. 

.'ivsikT sowohl der arietot elisehen 

': Formen, als derjenigen der 

\ rkuugsweise der Natur sich nach 

^ .or^teUten^ h-itt als gemeinsamer 

:. die mechanische NaturauffassnDg 

^■^ lud GAseENDi systematisiert hatten, 

wv praktischen Naturforscher seine 

i-.s ^l(;2t>/27— IHOl), der geradezu als 

t,-M Korschera der neuen Zeit bezeichiiPt 



hervorgrli!. 

Wi.'hTi 

ungctinii! ' 
nach Kuii. 
gewordT'^i 

vorhn-i" 

Tjehri^'i 

eign.'- 

Kor]- 

kali- 

und 

V 



-, [i im Ksperiment, in der Feststelluug 
•i- isr nidit so einseitig, in der blofsen 
^v'ljru Wisriens ciio Aufgabe der Wissen- 
\i'rlHU^t nai;h Theorie und erblickt in 
L^ .lUivhsidilageiide Mittel, die NotwenJig- 
j,, ;. und niechiuiisuhon Hypothese darzuthun. 
.xi »nige Begrenzung dieser physikalischen 
;;i>*'i klar: er will niidit weiterpchon, als es 
\.4 urorsidifinungen erfordert und Ifhut wieder- 
* .j..sorinu^en im i'inzclueu ab- Dennoch ist 
,...1 i>;**r und kouseqnenier Denker, als dafs er 
,, .jhMnisrhaf't eine andre Grundlage der Welt- 
s>.i.\iion uiiu'hte. als sie im sittlichen und reb- 
.ix^ivloir wird. Kv i&<t daher ein Uegner des 
VH't! ivbter Kröiuuiigkeit sowohl wie von atreng- 
i.^H^ij i"r(VdlT, sucht er nach einer Versöhnung. 
'!tMj hier willkommen eutge^en: und so bild'^t 

>■ .^.x^i Htt'.'i'''. Griu'v l^H"*?*. 1» 1*'. M- 
■V i^\ ff. S. ftuih y. .\, \.<\'-*\ ^■rv,■/^ lt. .V.ifa\ 1 :?. LVift ff. 



IT- Ikr IWeriir An «?rtw\ 



ich fttuf Dbcahtsb' Phyiük mcl ans OAseBüDi« Atol4ipbynk 
ma Art ekl^ktUoH^ Theori«, dw BGititm Gemüt« vit wnn^n 
iÜaipuiC^u A^ Ch^tnukor und Physiker gleich euUprfioh. 
Dennoch wollt« er ebeiuQWGniß «chl{>chtweg als AtomUl wi« 

Da0 Wovt T^Natitr" vird iii »ehr Tiolcn Bodoutongen g«- 
branclitf und o§ ^nUt^bcn dm-ftuft Obolxttodft, vcilcho vonnioden 
wftrden* wenn in«n diMi richtig« nnd h^teiohnende Wort d^ffir 
«iniotstc. BoTLfE koantatiert ein« B«iKe dietfer Zweideutig' 
k«itef3.' Wenu man von der Xatur als ooh*flender Krftfl 
«l^cht, so aoUbe man d*t^ L«ber direkt ^Uott" asgen. In 
andern FKllen b^eutrei Natiir da« We^en eines Ding« (e«seatia, 
qniddiias), oder diftUrsprüJighclioBe^chafi'onheittmd Konstitution; 
oder daA V/ors steht für eine scboinbikr spontane Bewegung, 
weloho ai» r^nem innerem I?nnsipo folgt. Wioder in eirem an- 
dern Sinne beiceichnfrt Natar den geordneten Zuiitand der kürpMT*' 
hchen Dinge; dann Mjllbn man lieber von dem festen Nuturlauf 
ipnscbtiD ; oder e» badentei die Öamme aller auf den Körper fna- 
meotUcli d«n lebenden^ akh beliebenden Einftflaac (Potenaea); 
das ist richtiger die Koinfdtntiou, Uceohaffenhoit oder der 
Hechamsmna oder der Komplex am den wcAentlicben £igen- 
«jian«n, BeüUngung. Textar« Öirnktar; im allgomeinoren Sinne: 
VoltgetriebOp äya^m des ünivcnums, koAini9cber ^fechaDismna; 
weh sagt man wohl »cbicchtweg Natnr sttatb Universum oder 
WoIl Durobat» xu vorwerirn aht^r iiiiid alle jrne Ue<le]iAarben, 
in denen die Xat.iir penvontßderL eriL:he:ut^. Hierhin gehören 
tfit^o wie: Kfl Natnr iat bächal weiac, ihi- W^rk ist daa Werk 
der JnteUigectx; aie UtuI nicht« vergeblich, verfehlt mcht ihr 
Z»el, bewirkt at«ta das Beate und auf dem kfirxefton Wege^ 
thn( nichts Überäflssigee nud IJiJst nicht« Notwendiges fehlen, 
iia erhalt «ich vc^IntHndig iw^lhnt: die Natur heilt Krankheiten, 
aorgt f^ die Rrhalf.iing dm Univt^rxtnn» und verabsdienb d«n 
laercn Raum- Botle uiitvinucbt auafilhrüch. in welchen Sinne 
tom Standpunkte der mechaniscben NatnronßMsnng obigen 
RevJnrisarteu e«ae Bedeutung £ukouunt 

Nach sejuer Anseht ui die Natnr lediglich ein Aggregat 







Ah& 



'J64 



Bufk4; Die VTett »b McdMiimM. 



vor- KOr|>enL: die tVrra der Wdl büdcti dicst K^ri>«r, 
ihr Äft^e^t ab d«8 Pria&ip betrachtet wird, kr«A 
fiie aufema&d<Tr dacIi UQwegangagc««ts«n eiowirlEem di« 
Sch6pfcr dor Nntiir gi^«bcn «ituL [>i« Natur irt d^htr 
Götfn:utvtrlning der WolUiUhl«Tio oder kürp^rliohiiii Wi^lteul 
iü Hiiidicbi ftnf ihre zur gcag^DWurtiguu Weltb:kimig gw^i^i 
G«AlAltiuig, dergemiJÄ die GeBUnlheit dear Körper hjkiIi fcften 
Bewe^ungaf(«a«t£^» in WecKd^lirirkunß begrifi«ii bt. 
IlaiQr ivl eiso koanüficher oder W Gitme<:iiaAi0maa. 
einem apesiellereii äinoe Ut aie iadividtieMer Körper- 
mechA«i«iiiu«, 4kb bc90ndero Netur dca EinxelkOqier»; tiAm- 
Ucb «m gowiMi!« ZoMUDninDtrcffGC mcchimbclicir Wirkangeb 
von UMae, Gevtelt, Ordnung, Lag«, üt^fugL-. (Mifbewe^mg 
waLmeluiib«r«r oder ouvaliriirbmbiarer Teile, durcli welche 
der lMlFetfeiidt\ Uaeo&dei% Kiärpcr nftcli Bige&Art und Beneoui 
beetmunt wird, in»ofera dod ZiiaanuuentrelTon oller dieser 
wirlcuugen als I^hnzip de» Kt>r|if;r\ erhol teaie betrftcblel virti' 

BovLK vergleicht wiederholt <<rmohl den OeeamiUiif 
pbjMischeo Well ab auch den eiiii:«lnea ÜTgaiuamufl und 
Körp<ir das Hensdieai mit einem Uhrwerk, in wolchem jeder 
Vorgang nach moi:h«nUcben G««Q(£en geregelt lob. Wenn mau 
auch noch lucht alles nach meiehanuichcn pTiniupien m 

i&ren Tcrsteht« «o duf nuai doch in keinem FalU zn di 
tmbeaümiuUsu Bf^gtiSV dor «KoUir" aU einer tml 
helfeudeii Macht Aeiuv ZuAuchl ntOimen. Nicht di« Annahme 
von Kngcin, welche die AVoltköq*er howegen, veiToag di(^ kom- 
plizierten ti&d doch Tegel wJ^faigen üewegungea der Öonoe und der 
'laneien zn erklJLrcn, wfthrend dieadbon jedem sogleich roll- 

lig klar werden, welcher mit der Ifatbemaiik genj 
roortraat iat.= 

Ebenüoweuig wie die gehoimuia rolle Krafi der «.n« 
«ind die ^flulutanxielJea Fovmen^ de« AAii3T<rt%.u& zur Erklinti 
der Natarerechaintingan gcfrLgnet. Eine Ucöbc von BevLB» 
^SolLnfton bMcb&ftigt sich domiU die ■nbdt&nziellen Formm 
ftuf Onmd der pb^kali^chen Erfahrung stirdckzuweiaea: 
Bind inabeaondere die cheau^cheu Verändcrangcn der K6i 
Ukd dia bydroautiacfaen und aAroetati^chen fcIr*cht^tjiiiugoUt 



■ ih 4.VK mi/. r*- ^1- - * i^ ^ >ir. p 9», p. ll»l. 



i*<ti» i^fHfldviig iWr 



965 



Avnnn gmeigt wird, äiä(k mit den sobfitauetelWu Form^D hd 
ilin<r KrlklJlning gur nicKtK aamraricbton iet. Mui wt-üji uiclkt 
viuiutü )^u Mig^tii, wjuG •*]gAiitlicli fijne sobsCAUEiell« Forui üc ; 
din Zurück f^hruiijf der nnbirVmnnUin Umche «»iner ElrftchtfinUDß 
Ulf di« HuhfftAft£it*llf> Tonil di^r^i^Ux-n htif^t tiuiv dtwiis Unb«^ 
kAUQtvs d'.irch ölwaa uoeh »«uigvr ßnkmmU-K «Tklftrvn.^ 

W»Ä tnan die enbatanzi^Ue Form eine« KCrp«r« tu)unt, iDnf» 
viffdruidir bütr^/^htot werd«o al» der besondere Zusuuid di^r 
IFautri» udi^r (lii?JAnige Modifikfttioni wodurch skli der Ef^rper 
vou ftudf-rii milfirKctipidot.' Jedo volclip Utiti^^ivchpidiiDg fib#r 
bmtehL nur in der bneondcmu ^lil, Ponn imd Ordnung dnr 
■»■^(«rielJen Te-ile. Aii!cg«QiM:kia«ii olk^itt wt dUfJ<'iiigi* Form, 
wrldjFf uiAu ditf r&tiiJtiute 8t-e]e iieiiut;' (Li4*HA Ul iimhl mtKihft'- 
niMib xn urkUrea. AUe nbri^eo Kigeiiscbtfteu mCtfisen jedecli 
mit Hiir«! ilwr Kf*TpTiekuTftrpKilo«iophie erklflin werden, «uoh die 
embonliuirtrtim Forme« Ton SKVMCnr nnd ZAHAUct-Li.' Hierbei 
viU «ich BorLR w'^dor an DeocjiRrKä noch an Ga^ickm ganx 
«pgpUie&Vin, wna dtii 6«*bAnc]1tmg dor Q^tnlitau^u liHüifV^, nn- 
äMnUloh \m i*r4t4>n-in hftngir diiu«? ßifUandhtng xii «ohr mit 
9«ine£n g&ii2«n pialoidO|ilLiju;lM>ii Syittoiii« xu»amin«u. For Boitlh 
kommt es nicht darauf au, ob dio KorpiL^elu une^üban Atome 
«nd oder noch weiter zerbrechlich, ob ihnen eine Bewegung 
urvprtlDglich zqgeh^rt, ob daa Weeen der Eorp^r in der Au^ 
diihnung tH'st«be, ob das Vftciium mun^^gücli sei, od«r ob «»^ 
toleh'* ft^ina Materie g^b«^, vd^ 81» von d^ii Cart^uanen 

ErkJärnDg der Xatureracheinungi'ii angewomStt wird. Dai» 
djafto nnd andra Begrifl'e ain£«fttbrt werdont Hält orfürebeuac 
abmird «Ik üb^rflaastg; er wiU dta Anhänger d^tr Korpiukular- 
thoorio (Corpufictilarios) im allgomeinon vertreten and in die 
Cioment« ihrer L4!hr«ii cinfahr^b^ hittr für keine ihrer Farteaeti 
aicb öreift^rn- Anoli die aus der Natur der belebten ^Voaec 
herf^enanimeneu Grunde u-ill er dalier anBächliefsen, und vbvnffo 
■Ite theologiäcben; er will unr ak Physiker anf\rcA«n, Doi^h 
will «r dabei dorchans nicht die anjtge^n>ichnot«n Autoren unt^r- 
flolkUa«!, vel<^ha barufamaCftig gogou AsiSTOTBUCß «traten 



' f*r> |. *». ' * 0^. Pr»er. p CS) - • Or. p. S6, 



Bofi.E: Materie nnd Bewegan^. 

(Ldkrez, YerulaUj BassOj Descartes imd seine ScLüler, Gasskxdi, 
die beiden Büot,^ Mägnewus, PembeliüS,* Hblmont), und er iit 
sich wohl bewnTst, wie viel er ihren Gedanken nnd Beweis- 
gründen verdankt^ namentlich aber dem SynUigma j^nUtsopkiae 
Epicuri des Gagsendi. Lieber jedoch will er Experiment« 
und Fragen vorbringen» als kühne Behauptungen nnd Lehr- 
ra einungen.' 

In seiner eigenen Korpuskulartheorie geht nun BOTLB von 
folgenden Voraussetzungen aus.* 

Es gibt eine einzige und allgemeine Materie, welche allen 
Körpern gemeinsam ist. Sie ist eine ausgedehnte, teilbare und 
undurchdringliche Substtinz. Bei der G-leichartigkeit und Ein- 
heit dieser ursprünglichen Materie kann die empirische Ver- 
schiedenheit der Körper nicht aus der Materie stammen, son- 
dern sie mufs auf Äccidentien der Körper beruhen, durch 
welche die Materie bestimmt wird. Als diese primäre Modi- 
fikation oder Affektion der Materie ist die Bewegung zu be- 
trachten, welche weder am "Wesen der Materie etwas ändert, 
noch selbst ihren Ursprung aus andern Modifikationen hat, 
sondern vielmehr selbst erst alle Veränderung hervorbringt. 
Der Ursprung der Bewegung selbst ist auf Gott zurücksu- 
tuhren, welcher ihr dieselbe in bestimmter Ordnung nach seiner 
Weisheit erteilt hat, so dafa nunmehr innerhalb der Welt nur 
die mechanischen Gesetze Geltung haben. Die allgemeine 
Materie ist also differenziert durch die räumliche Bewegung, 
indem durch letztere Teile in der ersteren unterschieden und 
getrennt werden. Jeder durch die Bewegung von einem an- 
dern unterschiedene Teil mufs als solcher endlich und aktuell 
bestehen und notwendig Gröfse und Gestalt besitzen. Unter 



' AusoLi» (1606-I>J50) und G*;kh.iki. (ltiW—1650) i.k Bi>ot, zwai BrOder. 
Irflzterer gab herauH Phiio^ihia tiaUiraHs refurmata^ Duiilin 1641. 

* WiMJAM Fkvbi.k, geb. zu Egertou in Kent 151f2, Bchrieb De /brmamm 
oriffint, 

* Or. DiacurHUB ppoDemialU. Vgl, auch «fie Vorrede der wtohtigeo Ab- 
hancIluTig über deu Salpeter; Sp^imen iintiin ntque alterum « quibus contUt, 
quantopere experimeDta cbymica phitoBophiae curpaacularie iLlmtrationi iiucr- 
viant, — iliem. icept. praef. iatrod. — Or. p. 4A. 

' Or. p 2 ffL p. 28. — Introductio ad htJitoriaw quaüfatuttt parfieulantim. 
tienevae 1680 p, 8 ff. — ttwm. f-cfpf. p. 13, 



BftTrCtf? "g f i fl ikftfti B>r K«rpwlid&- 6intaatsntjAaänii^^ 



2157 



icT ti rüfftQ (mu^ittulo) iad nicht blofs ilin QuAtitiUlt im «llgiv 
mäiuvn tu vifr^i^biui, aomlnra eiü^ b«*Cunmle, ^r iIi<ti bi>- 
LreffMHdfll T«i1 cJiaralitemliBuhe und unv^ir^iilru-liolie Oni&Mr, 
die jedoch im AllgBin4'ineii eine sehr geringe ist. Die £r* 
FKhrtmg, namenttich die rheiai»ch«, K^gt| dufe diese Teilung 
in so kl«tn4f KorpttskelD oder ParUIceln rrfolgt inr,, diilV dieselben 
untiir ditfi rSn-njU'n k\*^t «innlirht^a Wiihntrh mutig hh^Wn. 
Di-«fK>ch koinjnt KOwohl Abu feiii»Len Fra^imuibvi til>Hri&ogi;L 
wir* dmi grofMiL Maacn-ii d«r allgpuitii 11-11 Matttrin Onlfitt^ mul 
Ge«(ak XU. Da uAmliuh jinit^s von diEvt^n TedcLvu diu'cli seine 
besiiiiiiDUs Bewegung von den duidem getrennt ist, welche aioh 
(•benftillR 1ww<»gen oder von df^m^n «nch eiDige in Biihe blenben^ 
MJ ut [Ciii i\vt OWifin nuch t>itin giLn^c bi^immtn Gn«tnlt ßir 
jffde« TrilcIiiiTL gi'grbnn» und r< gibr. dr^miuicib im guurvin fltxfr* 
li&upt. nur drei OrundutgdUPMdiaf^iMi nlW HAtcritr, iiJUnliidi 
Orfiföe, (*t'staU ruid Bnwe^aaif (r«i|>, Itulie). 

Die«e CrrimdeigeuHrhaften reichen aus, das Verhalten der 
KArperwelt zu erklären und die sinnUi^hen Kigeij »«^haften hum 
ihll«D abxn leiten. 

Denkt TD&71 >^ich ibia gante TJniversam bis auf <fineu «in- 
laluMi Kj^ftT, ntwa «ti HtAck Mniall o<t«r pinan Stran, vnr^ 
uichti«!^ Kf> ])Kt nicht iihytiKphvTii, vrie in din&i-m ROrpi^r, f*r surt 
«rait nr wollig Ktwiu Anrlmc |>hy«itfcb b4f«tidii>u könuir, ilIh Ma- 
lerie mid dii> ohtg<>n AceidnntMOi ' Di^ aitmliehe Qualität 
kOTEiml der e in pätid enden Seeh^ zn ', denkt man dime fort, so 
bleiben nur Dts|>o«il tonen der Mati^rie flbrig. Wenn man nnen 
t«heudeii oder toten Menscher mit einer Nadpl in dftn F1ng«r 
tticht, »o ist d«T phjitische Vorgang in heid<>ii PäIIhci dur- 
iin; nbtr obwolil din TJiidt^l hf»iilit MkIi« gbiicb mrharf iittd 
Eiiidnugctn grnignet w, tritt tVtv ä<ihinenem|ißnJiing doch 
nnr bei di»m Labatidim, nic^it bei dem Tot^n mi, weil diwera 
die Seele nnd «oratt die jttcuU'n prrtafjitirst fehlt.* So wOvdf^n, 
wenn es keine sintdlch wahrnehmbaren KOrper gJibe, din Kiir- 
per^ welche jeuet Gegenstände unserer Sinne «ind, Tinr dar 
Anlag« nai^h Parb»^ Ir^icfrhmRrk n. n, w. b<>>iit3:4m, tuc^htudi^'U* 
wimtgitr ahpr thatscä^rhlich die altg^rmninmi Ht^HflialTenbeiteu 
d«r Gfittal^ nnd P^^wgiing dar TiTilchun. Atta ihnen sind die 

' *. f. l», - * Or. p 15 



i 



2(i8 BoYT^e : Lage und Ordnung der KorpiukelD- Textur. 

sinnlicheii Qualitäten verstand es gemäfs (mtpelligibiliter)^ abzii< 
leiten. Eigenschaften sind nichts andres als Korpuskeln, welohe 
Eigenschaften besitzen oder vielmehr geeignet sind, sie dort 
hervorzurufen, wo sie eindringen oder überströmen.' Um nun 
die aoiser ordentlich grofse Verschiedenheit der sinnlichen 
Eigenschaften aus der entsprechenden Verschiedenheit der 
Körper zu erklären^ hat man noch die sekundären Accidentien 
zu berücksichtigen, welche eine Folge der ursprünglichen 'Tei- 
lung der Materie in gesonderte Korpuskeln durch die Bewe- 
gung sind. 

Die Korpuskeln oder Partikeln, wie man diese TeiJe der 
Materie nennt^ haben näm)ich, und ^war die ganz kleinen 
ebenso wie die gröfseren Massen des Stoffes^ eine bestimmte 
örtliche Beziehung zu andern Körpern, infolge deren jedes 
dieser kleinen Bruchstücke erstens eine bestimmte Lage oder 
Stellung (Position) für sich besitzt^ nämlich lotrecht, schief 
oder horizontal, und zweitens im Verhältnis zu den andern 
eine bestimmte Ordnung oder Folge, wie die Buchstaben in 
einem Worte {von vorn, von hinten, seitlich) ; diese beiden 
Eigenschaften bedingen einen gewissen Modus der gemeinsamen 
Existenz, welcher die Textur des Körpers heifst#iuid mit 
einem umfassenderen Ausdruck Modifikation genannt wird. 
Je nachdem diese verschiedenen Modifikationen den mensch- 
liche Sinnesorganen entgegentreten, erregen sie in diesen Be* 
wegungen, welche als Wahrnehmungen empfunden und ihrer 
Verschiedenheit nach als Farbe, G^eruch u. s. w. benannt 
werden. 

Die Wechselwirkung der Korpuskeln gestaltet sich mm 
in ausser ordentlich mannigfaltiger Weise. Man hat hierbei 
Korpuskeln erster und zweiter Ordnung zu unterscheiden, 
ferner die von ihnen gebildeten Poren und die sie erfüllenden 
Effluvien zu beachten. 

Es gibt unzählige Korpuskeln, als einzelne sämtlich für 
die Sinne unwahmehmbar, von den verschiedenartigsten Ge- 
stalten, welche die kleinsten und ersten Naturkörper sind. 



' Vhtm. ifCfpl. p. 12H. 

* TractütvB in quiLua t-imtinentur SuJitAdutift- df Mentibu» tpiibiudam 
^aht. aeris elc. Gfiiev. 1G80 i'^ 1. 



19 v«m<U»d«n*r OHrai^. V«TtBwlBii& 



2m 



TormOgo ilimr mnnnigtaKigen Ufwtuttfln nnd st^ g^ignot, Btoh 
AnwajKndifT tm liAügiMi nnri Wfichwiliaür.Tg zn v(>rsehimgFn, so 
ÜAfsi Ktu diititrb^iJ^ <T uw] «chwi^r Kiülirlin (}ni|)p«<n hilHon, Kor- 
piuk«lti zvreii&t Ord&img, ««Icho nl« urstprflDglicho od^r 

sind die tfigvmüi(<heu Grandbe«i&iidtvile oder Elem^nbi* d*r 
IKngo, aus d^en die nmüiohon K&rp«r ^ch cusammeuietx««, 
wilhufi EiWr Doch diircban^ tiDC^rbaib der Gramen d^TÜnnlicheci 
Wabm^hmattg Man k&an niobt sagen, daJ^ sie absolot an- 
(«ilbar tv2ren^ nbfo- die prim]in>n Paruk^bi hängen m ihnen 9o 
gtmati nnd f^^goti^gt xn^tarnm^n, t^nr« 91« nur selten brechen 
and «irh vtrl:li(^h ai]fl/>««n, F(»ndf*r]i al« ßanze von vrrmchia* 
deRHF Fonn imd OphuU m dt^n Ki"jr|W!m vnrhanvn. 81« sind 
fllso g^witferuaTwn die unmittelbaren UreprOnge {»euama at 
imnifidiatA pnnt^ipia) der ver5«bied<inetl frattnngw der Nator-* 
kitqier iwie Krde, AV'lssi^, 8n1z ti 0, w.), einz«*1n genommen un< 
merkliehr aber in ihrer V^reinigiing die Sinne a^ci«r«nd. Sie 
wimbn3 au(;h l'lf^ine Miu;«i?£j Tminnta« mawub««}, Treaben 'rae^mi) 
'tdtx Aütcbrm I riiroiih) genannt,' 

Di««e Korpatik«1n ^^1 EleraenUi '««leite at«o «elbst Kchon 
xQismmr'ngi'ftOtxt (Molokclnj «ind) könnim »Ich nun ihrfTrseits 
wuder niuchim nnd bilden alftdann die «iaftmm<)nge««bcte]i 
ECfirper odi^r die Mtitchangän tmixUim, <>b4inittch^ Verbin- 
daiig)p Die« hn der Weg, aof welchem die ehemischen Ver* 
är * ' der Kl^rper vu9tftndek^>lnm«n, Die Mixlor unter- 

wi ' :I*jU von der TexTcr durch die Mannigfaltigkeit der 

BÜt^inander v^bnod^men Teilchen; in der Miitcbctng sind immer 
TiulcliAU r^r^bieden Artigor Rfirpor «ntlinlL^i?, iruhrend in dor 
Textur kf>inc heterogiui«Q TAÜcheu enthftltL-n :ni «eia brancben, 
«<iöderD dicüdbo auch von gl«iohartigen Korpuskeln gebildet 
»arden kann. Dii'ji-nlgen KAq>er» welche nun bei der ehe- 
mtflchen ZorlrgTitip erhillt. bnnoheu nicht mit den Omndb^ 
nandieikn idouuich 211 se'niy ondem bilden sich in vieleit 
Fttlkn et^t bei der Analyse ane den Rorpnakeln der in dan 
» ■ : ^rn onthaltenen Sto^a. In welcher Woiüo du* 

Vrteu der Körper auevinander an hallen aind, 
kein Physiker m gcmlgvndcr Klarheit dargelegt. 




Ji ' Mrod v *-^ 



fh4m. A^qrf p U. 






270 



ßtiii*^; ÄrUrtk d« ttAq-tr, K<vniiHehft OiOfriinj;^ 



gobolUsa, dmon man ver»cUiodcn« Ntiuer b^ij^le^ hal^ obwohl 
vifjo von difutcii sÄi;\i unt^r^Iuand^r wcui^r tuit^nchecdeD, iil> 
iolchoi wdcli« Enaa imler deDi^lbea KaiueD xti&aEjimeufftfKt. 
GahOrt x. Ü. Wuaar utid £ia zu dera^Ib^u Arl / Od«r Jkl<Mi 
Wein, Weiiig«i8t, Essig, Wcitateia und kAhiDigor W©in? Wii 
«t«b( OS mit Ki und KOchlcuiV Oder mit liols* Aacfac^ mi 
Viuta?^ Ef friblt nooh au vijictLi clittrAktrnoiücbeti Msrkintl 
ftU" dio Untor«;heiduiig dtr Arten der Kürp<r- 

Wio dio Bewegung ab urapriLDglicbe« Accid^u» d»r Mft- 
t^iri« Qcfiß«, G««Uh und hd^a der Teilcheu bedingt^ so erreugt 
910 ftucli die gegfudeitige W^chwlwirktmg der Korpaskcb. 
Daia eiu K^or, obwohl er ous Korpuskeln boBÜmmUr Art 
beatebt, doob 9o munügfikltigG Wirkungen Eeigcot kum. erklärt 
sich dAmo», claJs or nicht für steh isoliert i^rl, »ondMn unnitr 
ontor dem OcoamteinflusM? aller aitdcru ^t^it. Kein Ted der 
Halrri<7, welclier Ordnntig der Zll^euuupnMt2ung 6r auob an^e- 
lii^riv darf betiachtct wenleu ala im L(wr«D befindlkb, odeit 
aneb blofit in Br^ziühung 2u den beuacbbarten Körpern, flondem 
«rr bat Mi^nn Ht^ll^ im UniversuQit das in der OemeiABohaft 
rincir utixAliUgriD Miriige aiuirer K&r]>er b«grtLiidei ifit» wetobe 
ulln, :uib und fem, grol'h uud kkiu, iu allen iDOgiiobon ArMi 
wirk»!U und iloub alle gelenkt wbpJ^u von dem allgeipeinen 
Weltgetrieli« and von deu 0«flets«ai der Bevegungi wiii eie 
der Bcb^pfer dar Nutur in diesem Duivemiin gconUiet bat.' 
In dieeer »nrprllug beben Baftiinmung mnfs man dia Uriuicbv 
der Ordniiug iu der Welt uud dor Zvri^Tkaiiirpdgkeit der orgft- 
uiniiheii Wi?9mi :(i*birn. uiciUt miL tlvti al(eu AiuininUfit in etiuun 
büuddu Spivlit d«'!< ZiifMlU. Mau bat vieluu?br Qnind aumi* 
nebmeni dafa der a1iw«-B>e I^rbeLt>r der Naiur uiubl nw der 
Materip die B^wegnug gegeben bat., sondern, ale er die SobJ^p^ung 
der Well boschloIV, audi die Parukeln der Bllgemcint-n Hat«rte 
in gewi«M^r Onlunng mo gefill^rc kaU dnf« er ibre gröffterea 
SyMürmi* in du* vorgeKflinnbenen KU«»en brurbte, und dida «et 
E»j>erJe!t gewiscKi^ klniiie Purliru dinster Kat«rie MbsebiMi« ku keim* 
artig«:! AuiUugfiti Iwutiioinlr* und tu gtwiguetm B>*biklLtiiia«ci 
gleicbwie im UnUeir^horne auftiabm, andn^ alwr u\ deu Pflaiijsaii 




SrhiHariir 



rflrvfiff — 



TIdreA vertäute. Ktohd^m ab«r oimiiaL di« Wnit gwachnff^L, 

91« 4lt^ Plulo9opb alfl Uhrwerk za iHrtracbUu. Wm uuoh 
unmer fui Phjü&omdn^ aiob darbieUn, ttc aiud «ic doiob 

I, QrA&«T Verhältnis^ G^UlL, B^we^ung oder Bcwofcung»- 
ftutriob nnd Ruhe, gouaoo Ziisammooftiguiie und die and«ni 
ii3«chAiiiiich«iti AlfpkUonoiidor EI«sticitJii, lUdcheo. ScIirAtibclicu, 
und üiroT B<tNUndt<iiUi zu «rkliroti»' W^&u maii, wie doch die 
moüt«» nKattin»t«n** tbtiii, mil DKHCAjiTiat dio Krhaltung dor 
BewL'f^n^ uu<l Masse ^gibt^ »o Ut d«BLtt AiugotohloMcm, dftTi; 
die Natur ueu« E<?w«gunja^ tou selbst kdrc-orbonn^. W4r<< 
diM m^gLiob, so maJ^te die QuantU&t dor B^we^uiie im Uoi- 
Teretija in oinigon unsond Jahren uotveudiß v^rmeiirc won1«ii 
und immor mcbr auaohinen. Dies wLtrde die fcc^iaiatf^ B^wd- 
put^-LliiKkrib vorwirron and sur KrIdAnuig der KArperphilno- 
mono uliXAn^\^i;h oiiu^hcii.' Mi;n mnie sich ivl«> auf da« f^rtigc 
W«l^(«t^vt>e bt!«ohT&nl£Ou. 

Kab braocbt niobt sa boffirübtcc, in Betracht der nnübcr- 
«>«hbar«n Hanuii^alÜKkeit der KrMheiuun^en mit der Korpnt»- 
kolarihcoii^ in Verle^^nbeiC eu kommen; die Ge«Ublteu und 
dio Bewegungen der Korpodheln bio4en «ine aii«reitih«tkd& Aue- 
irab) voTftdüod lauster Kormfin dar. Abgoe«heti vcn der Gr6&e 
dtfT Korpuskeln, wcIcIh) man beliebig ktoiu auneluneD kann, 
stobt die ungeheure Anzahl der rog^fan^aigcQ oad unregcl- 
m&fttgcn tttor'foiuetxutch'^ik Figur<:n xnr V>rflLgutig. Die Alannig- 
falhskcifc died<;r C'!:<taItc*D mit ibroa Za<7kcn, Haken und Ävt* 
oh«n üft fto fTOf^' daf» jede AnfKdlihjng and Bciurnnung tiu- 
mOglicb tat. Jlau denko nur au die FigurciiT wcldio ein ge- 
aebickter Arbeiter den Broohatdcken de« Eiflena zu gebeu vftr* 
mag, und von deoeu Dur einige genannt werden m^^gen, ald 
da «ind. Bahren, ^.ijtbolu. Soliwerter, Hakan, Ambolä, Ümmer, 
Frdcnt Scbabcipen« MoÜi^ol, Schrauben, Winden, ä&gen, Bohrer 
o. a, w. In glctcb^r Wetvc können die Bewegungen der Kor« 
poflkeln veraohiedeu itein. Sie kennen Mch geradlinig itaeh 
den ver«ebiedenaten Biehtnngen« oder kminmlintg in deoi vet- 
ffohiede;)£tün Kurven bewegen, fertachreitend, roUtoriBch oder 
ondolatoriscb. aU Uanaes oder in ihren eiucclnen Teilen.* Zu 






272 ■ Bovi.E: Poren uad BflfluTien- 

den Bewegungen, welche die Teile eines Körpers för sich besitBoni 
kommen nun aber noch die Emwirknngen, welche die Körper 
gegenseitig aufeinander ausüben. Hier spielen die Poren nud 
die Effluvien eine mafagebende Äolle. 

In einer besonderen Schrift' weist Boyle ans zahlreichen 
physikaliachen and chemischen Versuchen nach, dafs alle Kör- 
per, auch die festen, zahlreiche Poren von verschiedener Ore^ 
etalt besitzen, in welche die Effluvien andrer Körper einzn^ 
dringen vermögen- Diese aus sehr kleinen Teilchen beetehen- 
<len Ausdünstungen bilden die Vermittler der Körperwelt, 
Auch harte und feste Körper senden Efftuvien aus und bilden 
dadurch um sich eine Atmosphäre. Dies läfst sich sowohl aus 
den atomistischen wie aus cartesischen Hjrpothesen ableiten 
imd ergibt sich sogar aus den Annahmen des Aristoteles. ■ 

Der empirische Beweis hierfür wird gefuhrt 1. aus der 
wunderbaren Ausdehnbarkeit gewisser Körper, die, wie z. B. Gold, 
in aufseror deutlich feine Teile geformt werden können, welche 
dennoch den Tastsinn a£6.zieren; 2. aus der Menge der sicht- 
baren Korpuskeln, welche auch von einer ganz geringen Menge 
von Materie noch dargeboten werden können; 3. aus der Klein- 
heit der Poren, in welche die Effluvien einiger Körper einzu^ 
dringen vermögen; 4. aus der geringen Abnahme an Masse 
und Gewicht, die ein Körper erleidet, trotz der Anssendung 
einer grofsen Menge voo Effluvien; 5. aus der grofsen Raum- 
ausdehnung, welche eine kleine Menge von Materie bei ihrer 
Verdünnung oder Zerstreuung noch sinnlich wahrnehmbar er- 
füllen kann.^ Alles dies wird durch viele Erfahrungsthatsaehen 
belegt, deren Aufzählung hier zu weit fähren würde. Es sei 
nur aufser der Ausdehnung von Gold und Silber (ad 1) noch 
die Ausspinnung des Seidencocons erwähnt, femer (ad 2) die 
Beobachtung, dafs Kupfer einer ammoniakati sehen Lösung, in 
welcher nur der 28Ö34. Teil des Gewichtes enthalten ist, noch 
ei]ie merklich blaue Färbung erteilt, was in Bezug auf das 



' Tcntnnieu />ori/lofficum aive ftd porOBitateai oorporum tum aTumoliam tarn 
solidorum cletcj^ndam. Genev, 1686, 

' Exercifntiotie^ de atfuosphaerk corpontm cotiäuitentium etc. Genev. 
ItiBO. p. 2. 

' De atn. coTji. cunsUi.; ExerdtatiQ de mira SuhtiUtate effiwjiorum p, 2. 



BaxU: Faron mU Rf&ivfoa. 



^TS 






TottUDtUi AO}{&r Dur äeu ^f€80Ö. T«*-!] aitsmaiahL^ Aach «Um 
KloinlK^ii rier unier ilem MütroHkoji urwIibiiiTtude» Organe rlf-« 
Acams aisfarias vlnl hier b&igrKOg^u.* Tu Bt!/ug H»f dln 
FMnlwit dw Poren wird an dto KiA£^eii§cheD Bfiluvibn Hr* 
iBDsrt und durch eluen V«tnitich mittelri eines iii einer G!a3* 
rfllirD «IngwcliloSBouen Kisenä^abe« nachgewiecsen, daHi die mag- 
[i«tbcli4it] Kfiain'iviQ dorKrdo itf^lbst dftsGtas dnrcbdnng^n nrd 
dem Slftb, nir<'fibiu' dnrrtb rtin Kliiwtrtning drut F^ImugTintunina, 
miiglirfliiciomM, 40 ilhf« rr (winlnr dtirrh rlus OUk birdtin-K) 
dlo HttgnctiiiKlM iibTiTiikt.* Mi*hr n\s btindr^ OrAri Artibra^ 
Wi^cbt) wif «iner empfindtich^a Wag* iquUnmert waren und 
«jnen grüfaeu Hautu diircliditl^ei^n, mgti>u n&frli drei and eJn- 
halb Tay^n noch Vemü Ab&Ajime an Gewicht <W4). wäbretid 
lUe feine WUterruig der Hrnide und die langindMieniile Wlr- 
^ng vnn AlTektionsstoffpQ u. s, Beispiele f-w* Ti) vr^n dpr nnrfler- 
nnttii'ib'in rÜnmUcbeD Krstmckiiug dt^r E'i^hivipn dntbinten.* 
Di» staononvvrerl« Wirks«mkeit der Kfflnvion iKt SQ «r- 
<n 1. Auu di^ grofitoTi Zahl d^r ntnittiiiTti*n Korptiiknlitj 
2, aan flw dnnrhdringendiTn Nntnr dnrKrllji^Uj Ci, aus iürer öe- 
ftobwindigkoii und uudivu Modifikationen ihrvr Bvwvgting, 
4, ans dfrr Über^in^immnufr oder Niobtfib«rotu«tinunitng ihrer 
ÖrOfiM und GevtJiltiing mitTlui^ K<>r;iom, ftuf welche sie wtrkeEi 
iiolltta, &. auH der g^gcn^ieitig^n Bw^gung der Teile, wetcbe 
dm in dem Kdrpor mach Maftgabo souier Stmktur erregen, 
endUch 6. ftas der Kraft, veloh« et m^gTich mdobt, dar? die 
aUgemeineo Agentjen de« UmverTOma sie uBt^rstütxen,^ 

Befor wir von d&a aUgemeinen Voranssetsungen ßr>rLKs 
tu d«r KorptulnüartbeonA xn «ein^D Anweadnngen in der 
tfp«z3«lIon Chomin nml PhyMk Abnrg^ben, üqI noch «ine« Ein- 
wand«« griffen dio Ivürptuckulunhoorio godaclit, wt^lchen Bovlk 
Aiuf)kbrU<Th s^irilekweisan cu mtissea glaubt. IMeeer Einwand 
bvauht in folgender Üborlvgnng. Wenn zwei Körper in einer 
EigetiacfiaA Qbereiiutunmett, und diese, nach Ansicb^ der Kor- 
pnakuIanheorelÜEOT, nur von der Struktur der Körper abhängen 



0. p,T ^ ' A. «. 0, p. U, l^. 
* A L p- 10. — Introil. id hlil '^aal.: StupickmfM axai^ax p. I ft 




274 



Bovuc fflgwAfcftcD lutii korpttikokr« StrukUtf- 




80Üt fio qluJa dcmii&ck dio StmL'tur dar b^iddii Eorp«r dit- 
Belbn Hoia; dum abor muiätoii dii^ Körpiur, vcü von gloicliar 
btraktUTt in »ütu Et|;cueobaA«ii Ubereui^tiitunea, w«nti die» 
aDocQ di« £i|:«i]sclMftdiL bestimmt.^ Wonii a. B. dio weib« 
Farl>c des Schaumce vod der Aleage imd ^härischon Figv 
dor -rcrcmigteu Blaaeu ftblUAgt, mülst^a nicht alld weiXecSk 
Körper ao konBtnüen 8«i&, u&d wie können ir^UJso KCrptir 
aoiut 80 sohr Torsdiicdon« KtgonsoUaflcn zeigen? 

Auf dieMC nJoht gons leicht bu widcrlegondon Einwtad 
ial Vcrechicdonoe sm bemerken- Zunftchst ist denkbar, daJ^ in 
den Poren der äiolitb&roi: Körper unAclibbare KorpUdkdLn xat" 
fangen «nd) wekhts niokt cigeutücli £ar SlrukttLr deo KOrpecB 
selbst gelidren imd aldo £u doii aus der Stmktor sieh ergeben* 
den £icoii0ohaften andre hinsutUgeu kftnneu, wie die« na- 
mentlich bc) niaticiben GorQckea dor Fall eein dürfte. Vor aUoin 
abar ist zu crwiigon, daCs ihrem Woscd nach sehr ver^hiedo&a 
Korpmkoln durch »ngemesseiie Lagenuig J^Iigexuchaiteii hei^ 
Tonstibhngon Termögen, welche aU gleichartig orxGbräuo, 
d&Ti Also dieselbe E^nsdiaft in veiKchiedenea Körpern ver- 
0chiodcno Dntaohen babeoi kann» wltbrond andrerseita bot im 
gaoaon gleichbleibender Btn^kt^ir durch innere AbfinderangeOt 
welch« die ötruktnr nicht vesentüch beeinünsseu, nemo Eig«ii« 
schafVen anftreteH' Denn «iue Änderung der Gestalt, der 
Oburdäche oder Laj;« der Koipuskeln kann neue B]geDftohMft«a 
erseugeut ohne die orsprüngUclteji des iUrpers aufuihebeo. 
indixm das Wesentliche der Textur sich erh&U. t^o bebalt z. B* 
das Eisen, wenn es gehümmen wird, süae tStrokinr in^ofem, 
ala es oocli alle wesentlichen Bigensohaften des lüisens xwgt, 
gewinnt doch Aber neue, namontlidi die starke Erhitsang, 
Die Bftoheit der Kurper z. &. hängt von dem Hervorragen 
viti&c sjiLLxeu Toildheii au der ObcrdUche ab, und kann daheVr 
ebenso wie die tilättr, an Körpern her^'orgebracht wordon, die 
im ObrigeUf wie Eisen, Silbeor, Helx, sehr verschiedene Stniktiir 
beaätsen. Zu aolchen „aniserttoaeulliehnu'^ EigDiixtiliafXen der 
E4hp«r gehört auch die 'W&rme, Z^u- Hervorbniigung der 
weL&eo Ferbv Ist nichts weiL«ür erforderlii^ nlet diüV <lsa Licht 
von deo Korpuskeln r«>iohlich und ungetrQbt mrCckgeworfen 



hürod. aä Mit fml c tV p, liL 



v(rr<l«, (lAli«r kann SM b«i d«it Tei«chiod<t&ct«t) Kür|>oni tmb^ 
Bckiilet ihror oi^on^u Struktur aufu^teii. Auch hünj2;t ja. wk> 
sohcu jjn«r ^rwftbn^ die £rzcup:anA der QualiUMD uiclit von 
d<Mn beir^iTeiicIen Kf^rper ^iUm, WDdom von eeiuei- La^o ei» 
T^il dea UEiversama überbaapr: ab, ICe &u<ben aUo der Kor- 
paakuUitL9on<^ g^^nügMid« Mittol su Gobot«) nie «owobl den 
WoGh«oJ dor B:g(u;^chafl«a an d^nuolboii K<^rpor «1< d^s Auf- 
mttoa döroclbon Eiguii:;cliaA«ia aa vcncbiodonon Körpera ft^u- 
niebosd xn tTklüriMi. 



I 



2. AnwenduDf: und BogrUndun^ in der Cbenüe» 

Die aUgemeincD Grundlngea der atMg0prigten mecbani sehen 
uui] korpiiTtkuWen Tlioorio ihr IkfaUTno bei ßovLR irord^Q von 
ihm dnrch i'im- nlH-Tr«ii:1]i» Fnlle vvei ßoLnpiLOrti ilhuLnnrt iittil 
mnf iii«t sp<';Eu:llf?i] Tt^ilr dw KaCurwiMri)m:lmfL iit Cbtmir, 
Phy^ ttjul Ihfeduun augövreudet. Vor aUtmi lii^t Ikui dit? 
wixH-nscb&rtUcIi^ B^^ruiiduiif^ di*r ChemLe am H^rxei], dpreii 
MögUokkeiL ihm alkin durdicii^KorpuskulaiUieorie^walirleihtel 
ncheini^ vie ihm andrerti^itfi die Chemie die sichenlen Beweise 
ihr die-Notvendigkait dar kcrpusknlaren Uypotkese darbot- 
Ottlier ist «ein Hauptb^^treben (darauf g^nohtet, die Korpits- 
knlartheorie dem CWnikfir aQtii*litnbar ni macheo» tmd di« 
gsiiKO Art «iti»nr Darnti^ltting »t Hlr {lau Tnteroei^n dn» prak- 
tüclu>n Ch^mikrtT« und Pby*jl<f^Ts eitig^riehUft, dem er die 
HypiAhtsen der PuilOii*op]ieii, okii« üch au eiue äelitite cii 
biiuIffD, Engftpglich maclieu wiU, Er glaubt daltfv, dafa di^ 
Meiniin^eii, In w^lcl^eti Dk^cahtka upd Gai^bkdi vou eiuaiider 
ftbwv^ich^ti, nich% verhindern, dafs man ihre Lehrmi ihrem 
gr^rxien Tftilp oach ab in Üh<tnijtwtimmnng betmcht*», und 
dn^ fQr dir ßegr^t^diitig rW Chtimie auf din KorptuiktduHktHinr 
die Bcmfimg auf da« hinrincho. w«s sio gnmeinHam haben^ 
Er hoiTt, dälV dui Cfattmio mii Ablegmig der Vonmi^ile und 
Azuna&ungOQ der harmetUoheu Ktinst chitui neu&n AuiWiwung 
gewinnen werd^ nnd, wenn auch nicht «ur ÄnftinduTig dev 
Cliur, m doch zur F^rdernng der HerrsiAafi tuul NaUn^er- 
k«natnn dee MenschengMchlech» viel beitragen wonri^.' Kickt 

* Sptc iwutti aifU4 0it PtmC — [q da? Vorrodo tum CA^vtvia «nplmif 
kiNiiUtlvrt Bovu« ÜaÄ atob ich«A tin« gTC&«n; Adhlnaf vor der CheiiiM lu 



*t 



«70 



l<rrui?1flhlat 



Prüdvirte dv elttui 



dio MnUlIvpredliitLg odfr ilin HifTStttllun^ von HriliniUnln tett 
diiif Aufj^abv der Olivmio HeEiu, ttoudiini ^im i^otl lifdigltoh zt&c 
Zwec^lti der Erkeitutui« ak ttolbülüiidi^ Wl^Heuw-hviV getnelro 
werden. 

BoTLn Vordi^nsbe um die experimenüerondii Chemie gt* 
hGren iq die Gescljichte di««wr Wi«fe]t8^Ii&fi und (cAnnen kicr 
nicht Hufj^i^7JÜjlt wnHitii, Yun Wichtigkfiit fctr diit T«^liro na 
don Oiiit»dbp9^iindünlRn wtinln dm FßnWiiTig, w^lch« <& 
MJLlnl dnr AtialyHr- dtiriTh Bovlkh amf&ngivtiihn Tlini.igV 
hialteü. Er erweitert« werten (lieh die Xeiuitttitt derR*m^ii-^: 
und li»Urto iliren ftvatamatläabeu Gebrauch ketuien, und «r l>v* 
lonte n&ineutüüh die VorLeile, welche der ^»geDaniit« ti&^ 
Weg diiroh Stturen und Lösiingumittel vor dem trockeneti dun^^ 
FeiiM* besitze. Die Änalvse anf tjt)cknem Wege hatte Ü* 
Chemiker scar Atif^tnllang der OnLndtnibstauseii Snt^ Sulfid 
tmd Mtrmr gefllhrt; t^enn du» V«irltiilt<^n der Körper gegenMi^ 
dem Fmivr und die ßnsiturdt^ili^^ in welche ida dqrch diLuvult^ 
AufgalAst wxirdßiif wAn^n t^r dt^wi- 8u1^iaiiK4;nl«f1iro cint«ch<iideD 
Dom gegcnnber £«*igt B-^vle, <UD< nicLt allein du» Feitrr kfinat 
weg9 dM wirkitamste Agon« znr Zerlegung d«r Korpor n 
soodoTTk AUek, diLfJi die dadurch erhaltenen Heaultat« durch&ar 
nicht diejenigen Bestandteile ZQ lein braucheuT welche d«B 
Eöq^er wirklick zusammeofieuten. „'Es ist kemesvregs so im- 
sweitVlhat)^ als AurKToritLi* and die Spaginker annehmen, daik 
tine durch Feuer vom £6rper getrennte Sab«taaz nU Element 
in ihm in derselben Form pT9exi«ti«Tt habe, wie wir üie nach 
d<ir Ti-ononng finden.^^ £« werden auch durch da« Fi>nc*r ana 
demMlbeu Kürpi^r ganz verschiedene Stoffe (lUitgeKohiiidQn, j» 
nach den Gradtvi und d^^r Daner der Hltxe, wel^o man an- 
wendet, und je nachdem die SOTper b«i freiem LuAcntritt 
oder im gevchlocsenec DeetülatiODskolbeii erhitzt werdacu 
Andre Uittel der Analyse, ab das Fetter, z. B, die Sänren, 
ntfaren anch aof andre ZerEetznuf^eprodnkte. Endlich ^md die 
düToh Feuer aofiß^schiodenea ^ubetanzen keine^weg« homogen.* 

rcl|«B teciaae- llduer« yiiiUeopliK^o Bcsrifffl der Chomikcr tdm raa dar 
^'ti^k uid 1[*dtilB Mi^reDüaiinan irordn, aber nian »U« ddi ear hfl 
Eisc^ di« L«\fo Ton d«a drvi Gnwd*«b«uat«n iafcnbflmeik 




Sktvijf ¥»r\iciu IViiiiifi&cn. RtOl^Urcratttoa- 



ni 



Mi ftcboa der cmpihtfchc I^vcijs fctr die (!ni&cI.-sub3tatiKcii 

' ' ^-r rto mitten tae aoch wenig in dor Th«oric, dn »io nichts 

.i.^Tun Ycnaögoa. Wip die Farbea «ti4 tknca cQt«t«hozi 

t dArüEi«r Liirmoht üneitiiffkeil l>6i den Oheiijikoru. Die 

iftten flchreibeii aie dem Merkur zu, PAfiACU^ra dem B&l, 



Ssis^GCET — t,«iD Autor, dca ich übrigen« sohr hoch Bc]i£lee^ ^ — 

dtm äuifor.* Dagegen kftnn mau »cbou an der Wirktiiig des 

Msmtu 96hen, daß dio (>c5talt und nicht dio choinischo Zn- 

ttSUDeoMUtmg der Kvrpcr iui: d[<3 Farben mAfsgcbcnd üt. 

Udamc^n mag <^^ wohl dein, dar» man atu der groJjitrn fSaJil 

der Kör|ier g^tvibso Substanzen, ob nun drei, viiT, fiinf, mehr 

Ctier vremgerr d^irch dan Feuer vrirklich erbaltcn könnt?, welche 

be«ouddr>c3 Benennvmgeu Terdieneu und wolü auch Eleoieute 

«der Prhujpieci genanni worden keimen: ab«r iltre Anzahl ist 

vtdtf bosiimmt, noch ^uid sie di& leDsteu Beätandt^ite der 

ßtper. Oi&se äod viobiieUr durchaiu in den Kor|>u»kelii za 

t«bn (8, o. a 209), 

Am fihcT/engrndsteii fJkBotix ^rtll>[=l, tind ditier als Pim' 

kosDial versuch itimi BowcUf* drr Karpusknlartlienric iinmor 

vieder von ihm hnrvorgi^hohm, warrn Hirjonigi* Exjirrimi>]:t4f| 

r 1 »•* ifmrfi^Hehifii, «in»;] KfirjH'r iii wut iindn- Vi^rbmdnng 

^iHi4Lji4aitdi*lu und ariK ilIf^Hnr wit*i]nr lu Hc-iumi uratprünglii^bnii 

^Bitud zuriit^kxufllhrpu. Dicuu ThiOviathn bäh ßoVLR für dtu 

ecItUgewlBte Widerlegung der Lehre von den Biibstaneialeu 

Ftfrioen, da sie aus di«(?ien gar nicht zu eff'kijtren sei, uikI fir 

dir berE^ 8l.{ll2« der Korpupikulai'theorie.* ^Wenn ein getiaia 

md mit gn^fst^^r S^irgfalt gelöstrrr KörpM" nach schon voU- 

»g'^ni-r Aniily^rj indpri srine Tfilch**n we^bsplr^ wieder her- 

gmutllb vrrdi^ti kann, »o wird iliivn ßntTAcbtiing imm^r Tür 

Abhftnger <ler Mluim«ti3ic1ieti Lehre «rtwu« Hrfrouliuhnr 

nnd vielerlei Verborgen«! in der Natur in« Lii?lit HftziMu*** 

es kann Hich hierbei nieU nur um eituf >olch^ Modid- 

u der Materie handeln, bei welcher durth undra Änord- 

: der Partikeln andr« Körper mit andren Qualitäten «^ 

«md^ wodurch die Kedinc^gration durch Rdckkehr In 



'X ■• ap. 113. - * Ä> t- 0. ji. 112 
' A. k O. Mtt. XXXEll jh 15. 



BoTtT' IBttBl m9 Prodiit» 



biljv» 



dio iiJe1uUv«r4T(l]uiig oder die HerAU^hiag von HcillraittAln miü 
dio Aiif^ftbe ^^r €l«itiie s«iii, «toutteru vit*. soll kttiglich mm 
Zweck« der HrkäutiLuis aU jM]b^täQ<ti^« WifiAttUäcLail giHTiuWQ 

BoTLftf Verdieiube um dio experimmUoretK}« Chemie g«- 
hOiVD IQ (lio OesoLichto dimqr WiNH-ti^^^^liftfl und k^nn^n yi>r 
nicht mtfgi'Kfthlt vn^inlnii, Tnn WirliE.tgki-it Hlr iIim Lithro vnti 
rlm Ornri<]li<?Htnai]Uiil«ii wurd« dw F^rfVüning, wülcliv di« 
Kilti'1 dnr Autf.ljf'Hu duTt;b B-n'LCx iimrtuL^rKidin Tlilügtcnt or- 
Uidkion. Er erwwiert^ wesentlicli (üe Kiointiiis der Reag^^tiim 
und lehrte ihren systematischen Oehraueh keimea, tmd «rr h»< 
tonte namentlich die Vorteile, welxibe der sogenauut« n&Ka 
Weg darch 8Anr»n nnd LCeimgHinittel vor deni trockeii(«]i iJttrcb 
F'tnHr brMty«». Die Analjse auf trocknem Wege hatte die 
Climailcfsr xnr Anratet long dfrr (Vundvmlwbiiiz«!! &d, Snlfvr 
and Mirutr gnftlhrt; r1«nn das* Vprliallrn dpr Kftr]>wr " "'^pr 

dem Ffiicr und die ß<Jttaiidt«il», in velche n^ dun j •.\m 

aTifgelAtft wurdon, wan^n ftr di^^itd Sabatai]f«n1elire «utaM^hisidond, 
Dom gtfgi;i:äbrr zi^igt Bevf,&, A±t^ uidit allein da^ Fem^r k«*£niB«- 
«eg« da» wirksarnüt« Agens zur Zerlegung der Kör{H>r ««^ 
«ondern buch, dal^ die dftdnrch erhaltenen Besol'-ate dnrch&n« 
nioht diejenigen Bestandteile 2a sein branchen, «eiche dm 
Körper wirklich susammenset^nen, .£« ist kein^sweg^ so hch 
zweifelhaft. als AuJ^TorsLieH nnd die Spagiriker annehmen, dafa 
nine durch Foner vom Körper getrennt4i Snbütanz al« £l<unflnt 
in ihi:i in dorwilben Fenn prin^xifli^rt habo, wi^ vir si« nach 
dl»' Trcnuuug timton.*^' £» worden auch diiroh das Fonor «na 
rlomscLben Rcq>cr gana verschlodono Stoff!» auKg«»chioden, jn 
unoh den Gruden und der Daner der Hitxo, welche nun an- 
wendet, und je nachdem die Ki^rper bei freiem Lnflratritt 
oder im geaehloaaenea DeetülatioDskolben erhitxt werden. 
Andre lüttel der Analyse, ale das Fener, x. B. dio Sänr«Q, 
fUiren auch ant' andre Kereetsang^prodakt«. Endlich sind die 
durch Fener auegeschiedenon Substanzen keinonweg« hoiaogan.* 



vdgVD bcijaa^ UdirBn pbilAtopliiMhe Begriffne der Otttnilwr ni«a von dsr 
Phgnüt iisd Ucdidn viljraaoiaaua wonfoa. aber nan mMe «ob vor hli«ftt 
fttuh di« L«bre ti>s Jca ilrfii GrnEi'jicibtUDt«» Bufniadimea^ 

> Chtm, 0t<pt p. Ö9 ft 



Ist QÖxou der ompimciio iicwois Rlt die Gnindiubötanz«!! 
werlioe, EO DfUscQ sie mach «-«nig m der Theorio, da eio Dichta 
zu crklArcQ venuOgoD. Wit^ dio Fftrocu aus ihnoa enMohcu 
«oUcti, darüber hcmcht UnoiDigkcLt bei den Chfimikcm^ Die 
meutvD itchr«ihrn sie di^m Merkur su, PASACBLSca dem Snl, 
SB»!tXIiT — ^uin Autor, du<i ich ür>n^eaa aehr bocb ^chut»:^ * — 
dfiin SolTur«* DcgfiS^n k&nn toan achou an der VTlrkubg des 
Priunaa aebeD* dals dio GeaUIt imd nicht die chemisobe Za- 
0amm«ndcUuog der Körper für dio Karben aia&g«bcnd isb. 
Indessen mag 05 'vrohl sein, daä man aus der grtt&ten Zabl 
d«r £^r[>cr gowu» -Sabotanzcis, ob nnn drei, ri^r, fftof, mehr 
odttT weniger, durch dan Fcccr Y'irklich crhahon konno, irclcbo 
IxwondOTC Bcncunun^cn verdicncLi u:id woM auch Elomcsto 
odor Priurlpieu genannt ik^otden künuen ; aber tlire Arizalil iit 
wifdcr b^dümmtf uocb «ind aie die letxttn B«ätandtdIo der 
Ktjrpör. Dteae »ind vtelmebr durcbaus in den Kcrpiiakeln m 
ß^htu (a. o. S. 3!6U;. 

Am flberseagendalea fUrBoVLX 8elb«t, und daher als Fun- 
d»mentatversQcb zum Beweise der KorpuakolarUicorio iuunar 
wieder von ibm hervorgehoben, waröp diojenigo ISxpcnment^ 
welche es ormöglicheu, einen KJ^rpcr in eico andioTorbindung 
tmurawandelQ und aoa dieser wieder io acinon ursprütLglkhcn 
Znfitand znrückxuführen« Dicae Tliatsncbe hfilt B<]TLtE für dio 
BchlagrDdftU; Widerlcguug der Lchro von <lcii »ubAtan^ialni 
Fonneu, da sie aim dienten gar nicht zn erkUren sei, und für 
die beatt? Stütxo der Xoqniskulartbrone.' „^^'^'^^ <^i'^ gi^nau 
und mit grOlfiter Sor£:taU gelQttler Körper na\;I] «ehon voll- 
zogener Analv^e, mdem adine IVilchau wechseln, wiedtfr hi<r- 
g4«betlt werden kann, ao wird dieoe Detrachtung immer für 
dio AnlxAngor der atoiniatiscbon Lohre etwas Ki-freulichaa 
ba}>fiti und vMrtcrltti Verhorgcnes m dor Natnr ins Licht set-KeD."** 
Dt^an RS katin Mcb hlnrbot stet« nur um eine K.^lche Modifi- 
Itat^u der Mitl«rie h&ud<*tn, bu welcher durch »tidn^ Anord- 
nung der Parüketn aiidr» Ktirper nüi andri-n Quulit&tBit er* 
MDgt werden, wodurch dio Ht^diaiegratton durch Rikkkehr in 



■ A. a. a ^. 113l — ■ A. A. o. p. IIS 
* A- t. «Dc-- 13UIU p. i^ 



J 



278 



84Ti,i:; B«iiF«»^ dra- {[«dintc-irntioci 



Oie alte Anordüung möglich wird.' Ali IlAupt^versitck gdt 
Bovi.i: in clkao<r XlmHicht dU Wif*<J^bont«Uaiig doa Sa])K-ttfn 
»US den durch die Ajmlj»« «rtn^lteuün dorcluuii versclüt^^J^^- 
luiigm BcHtnmlUileii.^ Andre Bfiispide sind lYm Erlmltting der 
KoTpQfki-ln des Kupfers und der Salpotenftoro in dvm iw 
t>oid<Tti hor^tftelltrii Sabe, aowi« der Korpaskeln der SsIssAtm 
imd' dtu Bfii^hUgen LaogeusBitos [aallua urinae) Im HalmtalE,' 
(lold und QTn-ükflilber könn^u dorcti verachiadtmA 0[ieratijmcn 
in Hebr vei'scliiedeoo ForiaeD umgestaltet werden und auK 
ilio-ier wif^er «rb&tten werden, wu fTafAr spricht, dafs flin Kor- 
pufikeln ji7nnr KCipM* bni dicMin Umwitiidltuig^D inuikt blcäbeD.* 
D!o<K> Molekniu können in Bo«Jg aaf <lio cbemische Analysa 
ikLt Klttmente ongi^i^hen werden, obwohl tin siclier zu de» za- 
f^tnmengefteUteu Kürpeni ^1j6reiL imd nicht rinninl Ronkre- 
tionen erster Ordnung aind.^ Wenn %\i*ih die gegimwBrtigM 



■ Or. f^ dl. es. 

* An diaun Vtnnrti Imfipfl lirft «da fnfnriMinlir, Auch Oi- 
termilUlUr Bn<ruecl^»cl itul Bi'im>xa, wdeber Boru« BcWflro u» : 
1Vi«<f«rhBntclliiQg dM Sttlpttor« und Uttr den Ataig«n and fHl«D Agyrrgst^ 
lyttend (7c40<iMni jJij/noM/i<iiiiVwm c^, — Iliitnna fitudit^ti* H fftmOnim^ 
«xBg«b«Dd vom ctftrtniBEtxtcttn Stac-^pookl «Of kritiii*n, (Sb-iwoiuk Opfnt «d. 
Bi»rnj(. Kp. A. 3, 9, 11.} BuTu: brbt lq sciaor £rwiJetung bcrvor, r Imb* 
in Mtacr Abhindliing nicht (oAX^hl rcigcn millm, ihe d«r Silpcl^r ■•» tt^ 
iflbifdevcn ^tDffvD «UMHuaeitjEOctKt «irj, Bondcrs vitUfirlir cur ini OapnH*tt 
luf lAkn von d«a iiib>t«Mi«)J»n Fonneu dj« Z«ri«fDft; iiod WtfdMhfMMlIai^ 
^tvndbon 411* T«nclu0d«Q«n Tnldimi e« h«uilU »tdi ikm Htt dk l*bal«icli«. 
aicbt um dl« iiwImUmh Voiyinjr«' lil)9> » Op- li [il KU} Dlo tittUlt «kr 

ciQO cylindriiclta. CHitvic. rcKftlHai /Jt^V-^dUn. S«4l- &. ^ Smc. fy, 3. L^ U 
p, !lKL} CreycD die deduktiv« Hclhode DMi:^«Ard' bktcbt OumvtKA dk Kbarfi 
BMurkun^, Herr Botle gthfiro fa dotstfo, die inf ihr «JgcDOi DenkMi «icbt 
lo Test «cb vocUhbd, dftb *i< diu Übrmariiauaioic dfitdhttii nü% dm Srv 
KbtuiiBg«n cicdit 1« tfMaMtn braticht«!!. fir aei tu Bavug ««f uin bcuTguiy 
dtfr FArtikvIiL der «|>ikarciLKlLCii Aiukbt uefuls^» <]^ dlfselb« jcnvn fenprOa^- 
5ck i&nev^lino» w^il mi» di>?h mii «mvr HirpothM« bt^nibvn mutm, voUt «» 
■iHfr ciulit CS dar tttiaiKva nvsctivxi; iltr Vorfuiif Ima äcb itt4o^ ifu^ dimdi 
»« «rkJOna^ 

■ K»yy. BrUr, 3. SL 8. 174 Auiu- 319. 

* Ihtm. te^t p. 14. 

' C^tm. Krpl p. Ib. JsBi Ttn\ iivod lta«c de Mini »l iffVACf vItu 
fVOtQÜ, na vidMlur at— rd t a oonclpcrr. Um tvfQM primaru« BOtacoIu, H 
raococu. quäle« Ei«m pcvpoitUa ialeLi^l« latrvr« et jlaeac» tvEnaavw p^nm. 





Chomi«» flü^ nocb nicht z«rt^g<m k&nn^i, 00 ist «s dooli mOgltcb, 
d«Jji man Mr j^-n^i M^-talht noch <»m TrimEinng«mitt^I nulifiDde, 
»ow^io dio Ch^oitd üi« Z^-rlogtin^ dar L4)gi«mng voi; Ciold aad 
Silber, die da« F^tiat niclit ]oi«t«, dtirch Sch«idawA«s«rt)«wli-k«.' 
Die 2iiflammeiQg«««Uteu Molekeln selbst k^KUi«n aich "n^i^rjivi- ku 
Kör|>eni liöberer Ordnunjy zusaicicensetieB tmd dadurcli R»ja 
ii«ne EigenechafWii erhalten, vocn ihm beeonder« die Bildung 
der S^lze als Beispiel diwu* Ee ist daher auch die tJmwaiid- 
tnng d«T MetaJU nicht ab untiögUch von d«r Hand zc vräen, 
da iLra KgonsdiaA^n nnr TOn der rerschiMlen^D Textur ihj«r 
«na darvolbon ürmat^rio b««t«beiidciii Korpnsk«iln nbliftngoo.' 
Hierhin gehört abcnlall« di« eigCTitümltchdT f^intgCTt-mariKin an die 
ch«mi«oho Üborliofi-'nmg orinnemdi* Kcigtmg BoVLi:«, das Waa&er 
ala eEn«n Stoff aiuni*obea, dor «ich in aUes (natOrtiob dnroh 
korposfenlam Umlag^rnng oder Erteilung) ver^vandeln konit«. 
Br attttet« diösö Anatoht auf ein^ VoraiKh, bei n^^khem «r 
PfloDz^D in Topfen gesogen hatte und nach der Pfianaenbildan^ 
keinen merküchon G^wichtarv^lnat der £rdo Eiach2t:>weis«n ver- 
TBocht«. Daher nahm or an, dab dio FAanxe ve«entJich aas docD 
Waai«r «nUtacdAn ttr-L^ Solteamer Weise Aborsah or bior wio b«i 
Minom V^rhrennnngHTarifiicho don Einfhirfl der Luft, obv^hl 
«r doch »oDst der Luft kcino nnbcdcntondo Kollo im ^Natar- 
lanf^ sQBohreiht. 

Anoli die Boobaehtnng, dtkt* gowiAso Stoffe andre aus ihren 
VerbindiOigDC vorbreib«nf velchr «ur ICrkcnntüU d*?r sog. Wahl' 
verwandtecbaft oder ohenuschon Affinität fdhrt, »itoht Bctlk 
aiaf moclrnnmcho Wuao wa erklären. Er viU d^ qjibeetimmten 
Aiudmck der nSympathio' auf dio tjiostalt tmd Bewognng der 
Korpuskeln xnrüokführcn und dadorch den Yorgnng der 
PratH^i Imitation erl£utem, wobc; ein Körper dnroh einoit andcm 



^«tatamTiM iiri"nDi concntirnun cc>EniJ«i1ioc«ia iti^tTDtliutari cum Ann vi 
Jlvevtii cofTnuflnl«, tA«i lion «int primario« concr«tjon«« nitutünimamm 
fartf<B)«min B«i«rUi?, led corpor« iQHTJif^iio mixta, cvpkite concarrcrf 

atat ad ranoniR» vthl» <li»cr*p*ni.^Qn Mffponon 0ftBip0RtiOEi«n, tll&Ma 

lU IjMonm uiitunft, luitumv )irv|)rn, «ou ooli* <ri tf»o tltoruiu Iiariolata 
ptr dtroniaei pv-iiim, ttva tnirndi^MHioin utoduf jrtitii. 

' Bek«o bbo-mr b«l Korr. Sair. 3. St. S, ITl Aun. 313. 

< TM: fAyMM-ofcfM. p. ta D. i< * * Ot, bper. VIl p. tSG. 



^^B^S 




J 



ans »einor Losung g^fftlLt «rird. So wnfkte «r, dais Kupr«Ti 
welche«! Silber «ns dn^Brn T^mnng Otlll, e^hiH^t« wMer d«^ 
Zink oder Kinftn iuL*ignrhifH)r-n wrrdtui kann, T>w KorptiMkebi 
des Schwofel« bilden mit denen dcia QlUfobffilbeT« eaiM Uofftfindig* 
WrbindTing (Zmiiob«rj, a1>or di<- Partikeln d«K jhJ tattmi (Ealii 
Yereiuigvn nich noch enger mit denen dca Sohwefrfl«, ta da£> 
iU da« Qa^kailber aus dem SSncober vi^er ^i macbm. 
DaA g^wim« KCrper von gewÖBon LOnrngunittoln angi^nlf« 
vardeUi ^on andern nicht, sucht Burtir ebenfalls ans d«r Niev 
ihmr Korpuskeln an «rkliienJ So lünimt er an, d&Ja die Kor- 
ptukdlii der Sa1p«t«r«ftnj« zirar tn die Foren d«e Süb«r«p 
moht ab«r in dwjflcigen dos Golde« eindringen kennen. Dbe^ 
hsnpt wird den Paitikeln der SQare, namantlicb des Enigf* 
tpitcige Oaatalt zngeachrioban, vodnrch das Kindringen ff* 
le>eht«rt wird. In aliw dieaen Fällen ist kein Zweifel, daJt 
BoTUt die grC^re Verwandtschaft gewiicer HLoflTe «ich niohl 
ais ein« Art Auziehnng^ sondern durchaus mcclianuch "^orge- 
acellt batr In der Weiae, daXs die Eorpaekeln der Stoffe von 
grö&erer Ailfiiiität sich dadurch aassei^^hnen, dikt's ne infolge 
ihrär Gcatalt ein engere« Aneditte&ciL und eiiien fceteren Zu* 
eammenhang geetatten, Die Praecipitation beruhe nach ihm nicht 
auf einer qu^Utot ocmlbii ecndern auf der greiseren Kongmit£t 
m Bemg auf ASasfie« Goetalt, Bewegung nnd Poren der kleinen 
Teile de« praeoipiUerenden Körper« im Vergleich an de^jeiugeD 
dee im Löeungsmittel enthaltenen Körper«.* Seiner gaiuwo 
Thoone nach konnte er bei der AfBniUit nur an mucbanisebe 
Vorgänge d^nkcnn* 

£ei der mechaui»chea £rk]£raiigf welche BMaB aUeo 
ehemisohen Verinderongen zu Omnde legte, i^t ce nicht sa 



* Or. Eip Vir p. las 19^. 

* Jk locAawtcM chymiMriinu i i f ita l knU cea**» c- 1. Korr, Btitr 3. gt 8. 1T6. 

> De mHhamea awriMritiihM i/fifi^ «sper, XL Clijmin pler^u« quJaM 
i^Satlioue ac »yutpalLta lutor auutrmA corporit Jimnlitinili ««litlioue* yrilci 
velonl« acqas na* mgavwnai ^nemdue qujkn cooMagtuoitat«», civiMlnivMi 
intcr Gpor|«M|a« dMaeltcado» iotdrocika« iatordain, nc com mlpliar ole« irre 
atptüaiirtiliitabta 4i— aJvpmL HqJo toea opiowai ita pp|M>m*t >onii » owt 
Dcfveo, bua ^ Elia in lacü* »ulvUoibbu« aUiaque phKUConeiii» luciua oM habet. 
Ina (|ub Mian ibi. «b« m*ior ^m orut «Bfee ridvtur, eflectai a meehanieu 
priodpui pvaJvL Evrr, a k. 0. Tfl, hüvnu ober ic:«QR^ »l>ra &. fifiS f. 



281 



f^rwocdem, d^A er den WiMi 6er quantitutivon G^wichtob«- 
mramimgen botout«, in d«u(-n er «in ZUittAt erkanntOf nm xu 
entscheiden, ob es ^icb in einem bectimmteu Falle \xai oi&e 
Z«»rl^iiifE oder eine ZosaameDmetsimg bandle. In dorn wichtig 
di(*s«r Fftlte, der Erkljiraiif; d»? Vorganges der Terbreci&imgf 
or jedoch in der praktisch>?u Ansfillinuig nicht glückliob» 
indem ur übenfah, dafs bei der sogonannten Cftldnation Tcn 
Blei in einem geNclitQw;«nen Kolben dio in denuelbeu ent- 
haltene Lnft alvtorbiort worden m'ur, obwohl er beobachtete, 
«iaÜB beim Offnen dea Kolb4.^na Lnft eindrang« Infolge deeeen 
schneb er die Zunahme des Gewichte nicht der An&abme 
eine« Stoff&s aus der Lnft, sondern aus der Flamme xn^ deren 
hnikmacUende KoqjTuk^In als den Kolben dtirehdriDg&nd an- 
ge»«ben wnrd^n Daf« bcä allen G9wicht«rverdj:diwitDgen ee 
sich mir am Hinz-itr^ten nin^« ncuon ätoffe« hand<*ln konntet 
nicht mn du qtiddit&tiviM ächwi.<T«rv<^rden, war ii^ ßcTLi: iielbvt' 
vetvtaiidlioK, d«m dio Erhaltung der Maate al« «in Orond- 
06t2 galt.^ 

£s mag Doch erwähnt werden^ dafs die Bestimmong doa 
ipeoÜlBchen Gowiehta einor Sothe Ton Körpern und die Ein- 
dtbtt daiä BoTLS im apeü&ichen Gewicht ein Mittel zur Be- 
eron^ einea heAÜnimten Korpe» erkannte, ebenfalle 
tragen hat, den BegritiT dee ohenüsdieii Stoffea an 
lAatem, So sehen wir, «to Botlb in jcdor Hinaicht dafür 
wtrktOf den modtymon B<?gxiff <les cbemiechcn Eli^meute vorzu- 
bereiten; empirisch war dasn notwendig dio Anfetollung be- 
»tinimt«r Merkmale, wie eio im apczifi^hcii Gewicht und vor 
aUem in dvr chcmidchen Rcaction gegeben sind, deren Keiintnia 
BoTLE« ITuteKnehungen do auTtferordentlich förderten ; theoretisch 




H. dt<:a. VM<rHcJ,t, 1$^. Jlt^. 1, S. ^13, Bti diMC- GdefeiiMl 
der VariLt'iitUt Juv Rmr« {"t- IGlfi) um qtumtitMiv« G«iricbub*- 
ttnata Üi der Chcfnio durch »ämt IG30 cnchieiicuen £tm^ aicr ta 
4e la <n«jr. pcmr ^udU fKiiam ei U Fkmt ang^t^ttni de pwäi 
fhl nordni, Bereiu or do«t«4e bkr die GfinicbUnteakme dcrllebJle bei 
diF CaleiuJArmtig aif den BifuuCnU ixun Luit tum M^Ullktlli«. Au4b t#br1« 
Lbt. dali ftQc KCpj:|wr Scbuere bceäUcn. tiucb die Luil obi] das Feuer, und dtä 



S8S 



hTias: ChMi 



beruht derselbe aai' d«r Gleiohardgbcdt dn Um 3Jji«sg 6m 
Stoff'ßs 1>iMeDct^t] >Toleke<lD, und dies« AutJ&mtti^ wunl«* (iure)] 
BoYMs Korpn^liü^artlieorie nicJit uur verbreitet, sondern fttjcfc 
in nbersflugender W^Ue gestßtxu Je genauer die Kenntnü 
d^ chemi^h^n V^rfitidoninK^ti wurde, um so v^td^ 
VAF es Ei(!tg\ich. BW in andrer als korpnskiilsuror W«iae su vt- 

&i»1b«t btn auf die Donnün«, vdoh« dio» ^uolilatfit occvHm 
mm Itegsten boLaupteteai, dio «igentihnlidien Wirkungen giv 
trivier Subetuiziua, ervtrecki Boylb die Aui'kli&mng dor Korptu- 
Iralartlieorie, indem er »neli don Erfolg der speaäechuD Heil- 
mittel in der ^ödisiu In molekat&rer WeiM n&d mit Hilfe d«r 
Hypothese von dec feinen Efflavien mechanieeb sa erkUiM 
euoht. Er erkennt ttu, d&J^ ee sc^onarmte Spteifiea gebe,' wob«t 
er aUordi&ge in den Th^itFiioli«!! nicht ßleichmttfgig kritiech vtf- 
fiihttj denn neben der «peoLfiEctt&n H^ilwirknng der Cofirx ¥t- 
r*ivi&na g^an doM Fieber triti auch der xorriebeiK Körper dm 
Skorpions aU Sjioctfioum g^g^^n doRtfcn Stich anf.' Ihtroh die 
Humigfalbigkeit der mögliülien Einflüic»« t^^igt BotlS| dMa die 
Corpasknlorihcorio ic^eeignet ist, oIh rine aUjo^emeino Thoori» 
der Hat<frie die bc^ondoren Richtungen der iirzt^ohen Schulen 
SU unif&säen» Die Methodiker sowohl wie Galsnuh und die 
Anhänger der ohemiaoban Theorteoi finden in der Korpisknlar- 
theorie eine Btütse, velehe j^estattots ohne die beeonderen 
ErkUron^weiaen aufgeben m mfteeeat ^^ ^^ allgemein« 
mechauisohe Grundofttae aortickznfQhreii' 



' Df aptafkorm rtim€4iantm <vm cen^M'ioe'iBn jMtHUpübü cD«<tniM, 

* A. ft. 0. p. (. Um Art ond Weise, in wvlcher dk WirLu:»r d«w Spe- 
etflee n deol«e f«l, «rttiutart er d«r^ Mfeade ^ii«. DioMdho k«iin NniMfi 
I4 eof J«ni S!«nUif*en omI Lö«n ^er kjsnkbnUvmfendni lUtcrit, ntdt^i difM 

■aiceati>r<ttC) tritd; ^ «ef Z«m^rvac <i*f ^e «cfaerTiui uij »cltiJlichea PaitikvlD 
tfnn^ KoeigelMkn odv auf ttidro Woito ; S, ««f <k» PneMptteti^a der ■chttd' 
Höh«» Sloflb eiw dna Btuto «4er »nd«»! Huaorea, 4. »af der Mrtmf 4« 
Berns« odrr fUohMibjr <l4r f^urlODg em4rvr M^nnvTmHi i^ Aof U^rH«^ 
■leDaBff dncr gttels*>^> DiifKaidoa der Blstnww dereb Emvuiis ti4cr Vir 
dfinaongi fi. anf der X«atrelitior«a; der CmekhetiifMrtihahi dorch V«riiüid«af 
mit dcaiclbea 4& a, Q. pu 11 ft). 



it(D. 



3. DiB A^grsgatnutuitlQ. 

Viej dftB <:h?ini«ch« Iiitere«^« ein vecontUohGe Motiv für 
BoTLEc KoTpTx«l£ii)«nh4orio, so biötot ihm doch ÄUch di^ Physik 
m oinigcD ihr>cr T«ito OcJcgcoheit ^a »vaRlhrticlier Bcgrikndo&g: 
dar KonBtittjtion dor Kdrpcr auf korpnsktitArihoorotiscbo 
Pnusipieu. 

In der Histcria fltti^itati^ et firwtt^ü^ bo^hiftigt er aiob 
mit dor Erkl&mnf: der Aj^gre^uUtutdnde. Em E^rp^r öob^iot 
ihm bftnptei^blich aus dem Qnmdo äüiwig am sein, woit a«iiio 
Korpuskeln mb gogcasditii; iu nur weatt^cn Tqücq ihrer Ober- 
diLcbcn bcrühma, m dou übngen über ohne lt«rQhrat3g sind, 
•o dai'fl au, ciazcln hier nnd dabin gomobcn, wegen der t^I- 
reichon Kwi^ob^u tlmcu boßndUchcn Por^n cuid Zwt«chcnrätimo 
Wicht an thron Oberfläcbon roUen nnd iliror Bowcgang wegen 
iich TiAch ftUen Sciton zontroaeD kOtitKm, bia sie Auf oiniMi 
barteu od^ viderstohonden Körper treffen, doaseu iuiior«r 
Üb«Hlfi^o eie sich vegon jener Bewegimg und ihrer Kleinheit 
lod 8cbwt!re oder ans analogen Ursachen genau (wenigstens 
ilr dio siniUiche Wahroebmung] anlegen.' YenDntlich sixid 
di^e Teilchen bei den F luftig tceiton rund und vabtBcheuüich 
l^tt and Bohldpfiigt jedonfaJJ« sind sie eo fesi^ und hart, dai^ 
fio von den darüber bctindhcbon nicht susammongedrückt 
Verden können, weÜ nich FIÜjtHigkcitcn nicht merklich verdichten 
kueu.' [udetfseu bimucheo nicht in a!len Fläiptigkeiten die 
Teilchen ao genau xiiaanunenzostolWen wie im Wo^iiter. Äuob Luft 
und Feuer, obwohl nicht tropfbdTÜflaaig iliquor»), sind doch 
tfe yiuida ansiwehen, bei deneu die Teilchen veib atueinander- 
imiJiea klonen; Tennutlich habm diceelbeu unregelm&£rige 
Oefltalt; auch der Weltraum ist mit oinor Atheritohen. dünnen 
mxi ÖÜMigcn Snb^tans erfüllt, wie aus der Beobachtung der 
Astronomen über die ungehinderte Bewegung der Kometen 
hervorgeht.^ 



1 Id den TfflAuniM ^n^tdmrt fA^iuA^ir^i- Gteev. 16W' 

* HiM. fimiri *^L It p. £4- 

* 1. M- a J^i^W^uu hyär^tat G<m«T. 1680i Appmdix I. |^ ». 

* Hiät ftmüi. ., fll. IV. p. M, Ä 




2M 



Uvi^: RdvukuUrc EomtUodlvD d^r FJGnickdt 



Dm die Blig«u«chAftoii der FI(U«igkeit«n zu erUlreu, isib 
loan drei B«diiigaiigcn Annchocn, wolcho ihre Korpuskel In n 
eritüloii hal>eiL KrMeiut mO^Hcu die Tcilchc^u sohr klein 
oein. Dies folgt aus der Auflt^uug fciter Körpor in FlQwi^ 
keit«]L, trobei «ratere in 90 ftuJkerordeiitüolL kleine Trtln «erlügt 
worden, dais no atch wi« FlÜAsigkf^iiea verksltou. Boro bo* 
Ivgt dica, wie all? s^e Behau jiiiiugeu, durcb KaUr«iclL« titsd 
oft aus der Cliomie entnoiüiiien& B4>ispiele. Auch vott tler Luft. 
Ut «u boh«tipteD, dafa acfscrordcutlidi ^iel feine T«ilcUtfU toc 
den Anden: Körpern in nie fi hergehen Tmd m Uir bUKjn!D- 
di«rt flind. 

Zweitens mussea die Teilchna der FIIto«igkeiten sehr viftle 
leerd Zwischenräume xvri^clini »ich ontl^alUro. DiE««lbe«i 
sinä notwendig, nm die PorttuitEUitg der Agiuiinti van Ober^ 
flftobc am Oberfi&che au ermöglicJieit. Sie braurlim Jrdnt^ 
nicbt eigentlich leer zn fieln, e« genügt, w«uu nur uicUi«! dftrin 
befi nd lieh Ui, was der freien Bevegnng binderKoh sein kuui 
ond nicht leioh( jeder Bewegung nusweicht. Dal« Lierm Porea 
DOiwendlg nind, ui^lit man iliirau«, d^fs lockerer Schnee 
leicht der Bewegung der Hand weicht, komprimiertet d*> 
ge^GH nicht. 

Die dritte und hünpUächlichittr Bfdtngimg i«t die Ter- 
acbiedeuartige Beweg itug di-r PartikMn, DIa Korpuskeln 
der F111««igkeic Hind in ruheloser Bewegung; da« ixt die nner* 
iJiriiliche Kig^n^chaft derselben^ vrelche den dflsugen vom festes 
Körprr itnuTfidieidet, AVenu man auch freüicli ditH« Bewegung 
nicht Aehmj katin, no kann man sie doch leicht aus ihren 
Virknngeu «rknmiftii,' Düa Rrhmeliten des E^iMa oder des 
Salpeters seigt, diah t\tLA Fltbeiigwfirdfii] in einem Obergnag 
dex Teilchen Ton dur Rvüie «ur Bewegung beetebt. Hierhin 
gehurt der Terandi mit eddtxtom AUbEtsterp der doh wie eine 
FlUcftigkeit verhilt (vgl. II S. 309) Vor altern aber kann die 
BuflCtaende Wiriinng der Flflasigkeiten nur hik der B9veg;ung 
der Wwi«erLeilchen erklärt werden, indem die Waaweru^tlchvQ 
die Korpntikeln der fe^^n Körper ebeniatlt in Bewegung vor- 
^iiUf^u, »K> tlnCf «ie in die Poren der Flüsaigkeii hinetndring«tr. 
Auch die HelbetHBdige Vermengung zweier vericLIedenen mhcn- 



■ iWn^ hjf^r^Ht. App. I p. es. 



dm FlQtf^gk^it«]!, z. B, die DifTiisioü von Wein und Wd£««r, 
kfitint«* nicht vcT «ich ß'*h<'nj wenn nicht cti« Teilchen jener 
K5rp^ Vi B«wfgniig ^nart^u. Beün Sc}un«b:ui d«r K«Vrp«r be- 
vrirl^ & AgitkUoti der FDuerbCLldlioD, wokh« in die Poren ^er 
K6ri>er cüidriugi^ia. rl«fA rlio Kor^iüiikulii clur loUt^ron in Bo- 
wi>gung vürfi«t2t werden. Aus Üor Verdunitucg der Küri^^r, 
AUS dem &rmvjj»en der Sftlae durch Ajiüiahine voa Fou<:hUg- 
kidt atis der Lolt mid aud vielen andern VeriJidenui(;:en der 
Körper kann mao ersehen, dafe die vereohiedeoea T^Dch^D der 
hxUi in fortwährender lebhafter Bewegung sind, ja man kann 
£ee aogar direkt beobachten an» den ruheloeen Tanz der 
Sonncn5tiU:l>L;ln^u und aiw don ;eittomdi3n Bowegusj^on. welche 
ODtfeTnu* G^gcn^dÄiido bei tcleitkopiifchcr Boobachtung nach 
Sonrnmaufgang «oig^n.* Wo die FläiitgUoiten in Hnhe er- 
«obeine«, findet dieso doch nur ftir dio aianlicho AVahmohmnnß; 
stAtt. und ebenso boet4^ht die KonünuitAt der Fmcbigkoiten 
nnr einnlioh.* Worin die Bewegung der Plüseigkeitäkorpuäkela 
ihren Qrond hat, will Botlb nicht definitiv entscheiden. 
Entweder ist aie ihiien ureprünglich und inb&rent^ oder sie 
wird dnrcb oiao feine Subetans er^^ngl, welche ido dnrob«- 
M^tat und hin- und hcrwAbtt. In orBtorm Falle wftro di« 
Bewc^nng för die Atome Übf^rhaupt tmvcrliörbar, im zweiten 
Kallc w^irde tno von wncn Korpor zum findora mitgeteilt. 
Lctstrea würde auf Prötung der Frugo nach dem Vacu\im 
ßKrmif <iaa iii ^'ormuidcn man den Athcr acgenomniea hnt.' 
Dio Fertigkeit. iJErto oder ätat>UiU&l der Xorper, welche 
di« Chemiker dem Salse ala fcetcm Bestandteile rquchricbent* 
ivt ebcnfallB korpuektilar zu erklären. Sie besteht vornehmlich 
darüif dafs die dou Körper bildeuden Teilchen, welche flir ge- 
wQimlich gröber eincl als die der Fiüaaigheitont entweder sich 
in Bohe belinden, oder ao nntcr einander vcrc<;hlnngen ittnd, 
daf^ 010 infolge ihre» wechselseitigen Zn^mmmcnbangctf £iua 
Ftiofacn und aibcitigcn Zerfttrencn nntjvngJich werden, und 
datier die Oberfiiche dea Körpers, wenn man von der An- 
wendung Ton Otiwalt abftiehti nur durch den eigenen Mexns 
der Bartikftln nach Grenze und GeetaH bestimmt wird,° 



EV. IL r>t fimitair «, f i>, 50. - ■ X a. 0. i. 11 p. U> 



S86 



Adh^iOf < 



Ks siad «ozmt «1« Unachen d«r F^^egkeit drei H&ujx- 
«jgMUcliaflm xn tmtonohetden: Die Grobheit oAar Ditik^ 
(cntMitiM) d«r T«Uclian, die Eukd der Koq>uskelii niiH rlip 
Yftrfftltti&g dturaolboiu Jede von diesen dm £ig«<Q«ohiiflvii 
getiügt idion für sich xur Krsengüng icr Starrlipit^ gawöUif 
lidi »bcr wirken sie susamoion. Woixn lii* Tiiilchun grtsW 
and« eo trerdeu eie vonig^r l^cbt bowegUcli aeic TJnt«T 
gifibtt^Q Teilen sind dglMti »otclic Korpuskeln m verttvlies, 
velobe snr Bildung ctP6> Körpera oirfif cusammenLrecen und 
dup^h die Agitation der umgebenden Luft, de« Ächer« oder 
andrer UrsAcheti nur soJiweir (vix) m kleinere geteilt und xer- 
«treut werden können.' 

£e kann nbngena auch eintreten, djük die Zerlc^gnng Uleicer 
Teile einea Korpers in noch winzigere dieselben geeignet tnaelaV 
mr Festigkeit des Körpers beizutragen, indem dieeelbon eU- 
dan& in eine dicbtere VerfiJznng gereten ki3nnen.* 

Auf die EiiLe als Ursache dc^r Feetigkeit sei ancb DsS' 
CAXTBS verfalkn, doeii fahle Ix^i ihm der genügende Beveis am 
den Beobachtungen und £x]>Miinent6n; dagegan fiel dieser 
Grund der Feetigkdl von den Atorataten Übergangen ond so- 
gar aU der ureprtüigliotien Bewegung der Atome viderapreobend 
Terworfen vorden. eo da& eie nor die VerHeebUing der Teü*- 
eben ab Ursache der FeetigkeU kennen. Kach BotLS eait 
Bpheht jedoch da« Beharren in der Rahe der Geeamtgesetc- 
1iobki>it <Ier Natur. Ein veMntUcher Bovreiegnuicl ans der 
Erfahrung amd die Adhiaionjiertehoiniuigen. Da» Haften glntt«tr 
Flachen aneinander spricht damr, daJ« bloläe Buhe nnd An* 
eJttanderlttgerniig der Toüchen bei ausreichendem Sühut£ vor 
der Einvirknng der Luft n. dgl. smn Bestände der Festigkeit 
gendgan können. AllodrdingB können bei den Adbasionser*. 
Boheinungen ^ou Platten anch andre Ureaehen beteiligt 
nA&liüh in gewissem Grade eine Art Ton Verfleditung 
flbulation) dor Oberditüh^Q, namenüieh aber die Wirkung 
Luftdrucks. Für letaterc Ursache spricht tnsboaondcro 
leichte seitliche Vereohiebharkoit der AdhAsionsplatton.' 
diesen Verenob mit geachli^Tuneu Marmorplatten beanjiprtichl 



• A. a. O, m. IV. p. SL - ■ A- 0. O. f. 
> A. s. 0. r fiä-». 



0«. 



BoYLB die Priorität.' Er boBobräbt cüten Yersucfa mii der 
LoApoinpe, hei voIclLeni «e ihm ^ehinj;^!! tt&i »u x«i£im, dA& 
di« PlftUeD im Vacunm von cdnaiider abtauen« wfthrefid ihm 
d«rMlbfi frUhor mit voiügor voUlvcmmffium Äp]>arat«ii aller- 
diag» nichc gvlongon n^i.^ VivUoicbt hfogt nncb dio Fostig- 
Juit d«« GloMii von dcUAOlbcu Urj;ucli€<Q ab^ iri^ dio AdM«ioa 
der PlatUiUt da die Durcluiiobitf^kcib dc-^clbon kcooD Vgt* 
Kweigtmi;;, &ouderu cm ßlaU^ AuL'iuanierll^geii der Teil« vrahr- 
ioheinlich maohU' 

Di4 Erkiamtie d«r Kdrparfestigkcit durch did nibstansieUo 
Fonn Lat überhaupt keinoti Slns. Aber aueh dio imt&r neueren 
^iaturforsohom vorkommende ErkUruagswoiee m abuütihnen, 
bei vreloh^r diosolbon Ihro Znflocht zu einoiD Spiritus nehm«!!, 
dar alte körperlichen Subatanson durchdringt und vorbindet, 
•0 dar« ihro Ttitc (;lcichaam dtirob dnon Loim SEmammoD- 
b&ngtn. Dio Fr&jc" fC^^^ tiiiinlich in dionoiu Falle 
an rück auf dicKohößion der Teile doa Bindexni ttcla- 
Oi«0O erforderten wieder ein Bind«nutteL und 50 würde dio 
Fraj^ immer weiter anrOekgeheiii wenn man aber von den 
Ueinstf^n Teilchen achliefAlioh sagen wollte, daTs sie ohne 
Kndemittel kohSneren. so kann man diea auch sogleich von 
den ^Olaeni xugobcm. Der Spiri4aa mala doch ebenfaÜB aue 
Tcdlon beacehcn> rmd wodurch «ollen dieae in so feeter Kohfi- 
«on anaammengcbAlben werden? Wollte man hier antworten, 
diaaer Spiritus bo«teho auA untrennborciL Toüen, vioUeioht von 
^^oniürmigcr <^ctitalt» dio nie geoignct macht eich mit den 
^^^pem, die sie tunfaueu, au \'enichnüreu vu vmcr gc^en* 
adtigeu ZudammenilügunCi »o hiefäe di&i einea neuen, 90 »olir 
von dem ÜbLehen abweichenden Begriff des Bpiritu» nuter* 
Bchieben, dalji diea wohl den Urhebern jener Ansicht nicht 
einmal im Trauma eingcl'allen ist. Aulaer dieser Hypotheea 
mülair man noch dasu annehmen, daiä in den dichteaten 
Eärftem eine ungeheure Ifeoge diceer dünnen äpiritus enthalten 
aei; dae Wasser mü&te fast cur HälfW aus thnon bestehon. 
DoDD die Partikeln den Spiritus könnten nur di^enigen Körper* 



' Anütutdtmmiwt tu HMii lWV«mrm «fr Vmcvit. p. 37^ Tgl_ Aom 
* A. a. 0. IL 49. — ' De firm. p. SO, 




dttr TcAcbdii. P«itmi4ctt' 



UiLclieti sujsatmneiüialcet:, welch« aJe Belbwi berühren; sDon 
Ic&imtAii ja di« T^üe eönei andern An Tkfateri^r füll u« nv 
bttiaohbart sind, suob ohtK den Spirittis leohürieren, wo« d«f 
HypotUedo widerBtreitet, Ee mO&ten also s^'ücheu allca 
Körperteil eben Teilchen dea Spiritus seiQ. Wie ab»' »nllea 
weit«rbin die Korpu^ftln dteaor Spiritus ODteiltvar 9eiD f Wu 
könnte v^rhindem, daT« die Teilchen des Spiritus e^vr anv^ 
die a»g<;l>barviti ToÜel^i^n dor l^orp^jrlicIiaD SabsUns, cla ai« 
doch in Godunkcrti teilbar «ind, nicht imiiii>r Tor^int ^^'. V" 
und auch ^'iiunal (wirklich g^treunt werden? Oie« kam: 
bar nur die Buhfi und die unmittelbare Berührung; der Korw 
puvkeln l«i8t«n. Man wird fteilich zugeben mOasen, daJj B4 
der Teilrmg fast immer ent|^hen werden, ab^r ee fUti doch 
laickter, den Omnd darin zu vemmt^n, dais dcb ihrer Klein- 
boit, BuoQ tmd engen Bertihnuig wegen kaum ein Agens finden 
Urst, da» foin und cubnell genug bewegt w&ro, nm ihre T«UuBg 
SU voUaivheii. Ee bat wetiig Wobnchotiüichkeit für dich, da& 
ein untcüburM Körperchen mit Haken vvraehen aei, nnd wenn 
an<^h, Ao wärde die Frage auf die Toilofaen der Hak^i zurück* 
gehoö, und «o ini» Cncfidliohe.* 

Wenn auch dio NcboDcijiaudorlacomng nnd EuLe der 
Teildion vielleioht allein 2ur £ncugmi^ der FcGtij^keiC ata- 
reichen kdnnt«, ae Beheint dooh für gewöhnlich die Ti*xtar 
der Grund derselben au aeiD. Kamentlich wird eine Ver- 
indorung der Testur als TJr««ebe dea Eratanrena äflasigar 
Körper ansuat^heu sein. Die« dClrfW a. B. beim nortaiadon der 
Kior eintrotcnt wobot jn nur WlLnnoatomo und höchntci» etwa« 
Waasor in das Ex eindr.nje;^n icOnnen.' 

Der Übergang de« ddaagcu in den featiMs Zn^fand kann 
veraokiedene Ursachen haben, Grateoa kennen die Teilchen 
de« K&rpers (^eetalten haben« die zar Verknüpjiuig geeignet 
aind und iminandor passen; aladenn kennen dtoeelben dnreh 
die andanemdo Agitation der ^'lUaaigk'^itsteUohan mit oinandar 
verflochten werdoru vio etwa die Taue durch Ver^ohttngung 
der Fiden foet vcrdeu. Die« durfte der Fall tn^in, wo iwai 
verachiedono äUango Körper beim Zcuammcxibringcu eratatre&t 
wenn a. B. ein Sola «ich ans der Vcreini^^nug aweier Ldautigeit 



* A a, 0. p. n-^. — * A, ft. F. 6^ «C. 



am3ich4>idal ; od^^r vro «4u PuK^r diu-cli deu Eintritt i-iiM>r 
F1(i«iugk«il slarr tFtrJ, wie der gebraoute Oi^w.' 

ZwflJi«nii kiiiui^ii Korjiufikelti iti dio Poreu dps flflsij^D 

KOrpvrt wntreten imd ihn ^iadurcli anm ErstaiTen bringen, 

Hlftrbtti unlArscIi Bidet Botlic vier Pftilr, du er dorcb Bai- 

«^ete atw der Krfabnn*g «rlftiüort-' Docb fOgt i*r vorsichtig 

hinzu, dafs ^Anitlirlni Hypcithrnrn in itinzKlui-ti Falli* nur Wr- 

nntintg blMb<*n^ Rinn Süibi^Hnfit (tWr dl*? (fnctjüt drr TAilrboin 

kann raan dimkt nirbt grvxiitiiHi]. MiL iTeuj bnsL'-ii Mtknutkap 

r«nnoch:o «r cui dt>m feineu au» tJui^ckaiUber geworuieii(<*i] röten 

Pnlv^ (Qu«okKilh«roicyd^ mobta za erkennen alii amo unn^al- 

' GeAtftlc der TeilclieD, Indessen kf^nne man aus dun 

.x.:iii^inT d-r PraecipitaiioD d^* Qnei^ksilhers dnrcb sicli (d, b, 

*fer Oxydation des Qno^rksitbera an Ty)tJ'm Queckalberoxyd; 

lenpii, wa« man vt>ii ditr Mninnng ^bprftbmhHr nnuer«" Philoso* 

pkfn*, nKiTiHch HontKii, vn halten \\nht% dafit Flnuxig^g in 

iniEMT wied<*r yi'\iu»igi»a t<*ilbar w»i- Ksi neigt Hirli virhn^hr, daü 

so(^ das Qi)eck«i]bur tkua hitrt^rn Kürperr-h^rri he-itcho.' Das 

XiTtulTiiirnfci dar Körper in hnstinimter Form iiti BoYLE auf 

^ORStalt <li>r Toilcb^n 2 unlckxufCtUr 011 geneigt,* 

Xm d«r Qfia^hicht« der Physik Ut bekannt, mu gr^üK^ 

VfT^nxt« lieh Bori^r nm dl« Kenntnffi des Gevichis, dm 

Druckes und der £Iagttdtfit dor Luft ^nrorbeti bat Hit Hilfe 

wn«T Verb*»fiening der GrKRTcjcEsohnn LuApumpo filhite er 

eine Reifa^ von ncn^ti Vorcnch«n an«, welch* fOr j^ne noch 

iiDEnar von violon Phyuiki^m bfEvroifoltAn Ktgeusch&ften dor 

Lcft tieuf» Bew«i«> buibraohteu. In d«ui ätreit^ g^g^n Fran- 

CWTE LiHim, d^r zw di««ea Gegnerp gehörte, v^urde «r darauf 

gePObrt «Lse Tabelle tu ermitteln, die Hat» YerbAltniK angab. 

in vrelcbeEa daa Volomen einer abgesperrten Luftsftnle m dem 



* A. a. 0, p. M-tr 

* A. ft- O, |L Tl f, rbN Grmtrrcn ^nn ffHchvtifin 1. durpU Auiiir«Ib*o 
•rtUcr Partihclb ou doo Puto, wdbhft ledobt bcwcgUcl 'rolnhilj vqkd, 
£ earck Vtf-tloilpranQ ^r Bmiüßiiits der Koqtuibchk ieLI>«l 3^ ilnnh Vffs 
«taisnaf mit 4ca Tiild)CD dc> K^rpcrv la KorpaALtln, die vr«aigcr tut Bfr- 
wegvng ttnd tt»br mr wcv^kMlteidffvn Kobhian ^««i^el iind: 4. 4arcb ciiw 
dMvt^t Mitbcwtfuajf nut 4ea Kävpctteilobeiii M% dieettbco **3h ia gitölkna 
FULclut] bo^ümt 



i 



«QgetvaudUvn Quccknübordrucko rtcht; an« BoT£.a« 
gubcn cntTL-ickcIto umi Schüler BtctiAR& T^v-nl&y daa vi' 
DKcb Mariotis gonumto GisuL:. Aach diaaK atiic« i „. . 
tactuDgöD Qber dio Eladtioitit d«r Luil vermichtc Boxia 
korpuakaiftTtheorelUch uod mochftQisch su bo^rfkodon md 
ihrä^oiU sor SUIU0 BiÄnex Theorio dsr MAtem sn 
Worten. 

Dio Luft boflUht n&ch BorLS üos P^irtilEcIn toq At 
mtn&igiUiigcii Fortneu. weleho in fortwibrendior £ow< 
dorcbetnuidor bc^iiTen ^d tmd cmo groläo JUongc »ehr vi-r- 
•ohiodoniirtig^ Korpuskeln mit eioh amhertreäben. W^hr- 
Bohomlich wirk«a hiorbei auch noch ieinor« ÄtU*M^ücheai imL^ 
Wievchl im Unmdo cor oitio ILypotheso richtig aein ka&u« 
eo kt OB doch möglich, vicAc J^rscheiuangcti a^icb noch vcr 
scbicdonun Hypothoion zn orklüroii. Da o« hanptflftchlirh aof 
dio ^^osUtclhmg der Thatdacb<*, d&iJs die hcH cjaetitfch «fti, 
aakomoit, bc^ü^ ätohBorLE djunit, snrKrklänitigdcrKlasticitib 
swei Hypothesen als m5ghcb lüiunisteUeit, 

Nach der «rstea H3-pothoäe kauu man aunohmon, dals Üe 
Eljiftticität der Luft (elater, potesUk^ olastica, sp\TA a^irü) aot' 
der QesUlt der Teilchen beruhe, indem diceelbeb durah den 
Dnick der darQber lafiteudeu Teile der Lnfl (denn Mich die» 
ist sohwerf oder andrer Korpor eine Krümmung oder eme 
Zusaauno&pressting (vie Schiräname) crleidou» eo da& tie nach 
Aufhören du Dmcks sich wieder ausdehnen» Die» erkUrt 
nicht nur dio grorfloUewalc der küui^dich zuMunmengcprefsteo 
Laß, doodem auch dto Au-sdehnung der LuJ^ bei Verringerung 
d«d gew&bnlichen Druckea. da ni^n annehmen am^ dftlb schuu 
bei dem geirdhnlichcu Lul'ldruck die Teilchen in einem teil- 
weise £Lsamm ellgedrückten Zuetande sich beiluden. Uotlb ver< 
gleicht die Luft uüt einem ilaiifen Wolle, dcdpcn Teitchea 
dfüralfönnige Geatalt haben. Er bedient sich dieser HypoihMQ 
mit Vorliebe kut Krklilruiig dor Grscbeinungen, wei) «ic leichter 
verständlich ist, aber er gibt jcu, dtJk die von DBecAinv^ an* 
gewendete, mehr mechanische Hypothese, obwohl sdiwcpTr 
dvobsufUhren, vielos f^r aich ha&t ^ ja die Wiederhentellutig 



t nt <e»- fual o. VT j. fl, 9. 




r*nn- 



II davtUchor K&rpcr selbst oinor meobauischen Er- 
TOng bedarf. 
N«ch d«r cweitea Hj-pothoBo kommt 09 auf die Gestalt 
der eißzeüieu Teücben nicht au. Die ICIasticiÜlt berulit duirauft 
dab difi Lnfcteilcli^ ihre lebhafte Bewegong von den Ather- 
teiJchea empfangen und nun ihrersciu in liefü^er Roiation be- 
griffen sitid, vodurch eio etct« einen möglichst grorsea ItAnm 
erfonlcra nnd verhindern, did's andre Teilchen in ihre Ro* 
tatkiitssph&re eindnugen.' 

Die AngrifTe t^egmi steine Vemiche durch BosBBs, wt^lcticr 

in aJlenUngB ^n£ unhAltbarnr Weise die Bracliciiiutigen an 

der Loflpumpe <brau-H hutUs erkJ&reti wollen, dals Jv^r HesipienL 

iauner n<N<üi Luft euü^alt« imd dieaA ijj ibn eüiäUüme. W4?iat 

Borti sehr ener^fach zurück.* A)leniiug& mäiut Botlc nichts 

iab der Besipieiit abeolut leer »ei, aber er «ei leer von Laft; 

«verteidigt sieb eeg:en den Vorwurf, dafs er „Vacuist" sei; 

sr bftbe nii^mals f^lr oder gegen du VAcmim P&rtei ergiißen 

und eut»chWdei «ich wieder t^ dJf; frPk^Tiislea'^ noch ffir die 

»&atip]en iti t rm ^ .^ 

Im (legPiifiiU'K Till ViEMiAKiKu unri G^KviRKiii, wolcbv diu 
Stugvn dnilmtih a^rklJlrt vtKKfiii wollt«n, dafn difi l^rwuiteruDg 
äta Thi>ntt di« Loft niirb HiiTHnu tri'ihi'j wndundi dj« Fhliwig- 
keit von der Ijifl in diu R^din- g«drilt-Vt wenlc, föhrt Botl« 
TOt*T VoraiisseUuog der El&Htkitflt der Luft die Sauger- 
flcLciuuiigeu richüger auf die Siömng des Gleioh gewichte des 
Luftdrucks xurflch.* 

T)ie b^vchrätukt« OrCfee d<*3 Lnftdmclcs, ± h. die Tbat- 
Mcliit^ ilttk der sogenannte AomDr vacai eine bevrtimmt^ Orenne 
halju, gilt iftin &U ^in Mupf-Ail'iblirhe« R<T!ttpli»1 und ein w«ih«iiI' 
Uckef Bewi-isgr-ind f;lr din in d*»r Nutiir liprr*<;lnMide mechaniiehf 
OesetKÜchlfcnt.^ 

Ea ver^tuht ttieh von selbvt, daJk ßfiTLK auch in den übrigen 
Tsileii der Phyük, welch« er unter« ckJ^Ic, »eine Korpudkiilar- 



' XfJVt* crpcniw, f^tfetc wne Khaniat jv 9—11. 

• 1- ■. 0. p i3. VkI j» 35, 36, -W. 

* JL %, 0. Dr ranHi nf'rur'^^ pVT tu^Mmm, p. 67. 
' A^ «Mif. p. -II. 



S98 



JUIfNMtoe W«cliHhnriciniff. 



theom Mtm-etiikt. docb kam ea tiieTbo« mrgeods za eiiter ett> 
g(ilif^iirli-r«tj B«^;rÜDÜluig, wie sif sich in der Chanüo oitd dir 
I^hr» von den Aggr«g%lsii£taiid«ii nudct, 3cmi^ Erklinuf 
de« wei&eo LicUt«6 ist bereit« orwftlint wciidnii, die Failim 
hielt er Air Modifikationvo de» wcüjmo lichU». B«a0rkiui|:eft 
Aber eiDsebio pb^ikali«obo Boobachtungea fiodeu nidt viel&ch 
nn^r cl«n ßoUpt<ttivn, w»ib?be «r für die koqjuiikulareu Grond- 
antehanimgtm nnftihrlf von dttimu aelu gatuE«8 Denken durcb- 
dmngnQ iid. V>^h Priiixi|> seiner Erkl&rottgen b«ralit bei den 
bMWudnru ßr«tibeicituigi^ii darauf, daTe jeder Kötpor nic-bt nur 
von den umgebenden, sondern ofo auch von noch onbitkaniitca 
tmd aelton beobaehteteo Ägentien Einilllme arfährt. niorfitr 
gdien ihm folgende Sfttsce als maCigcboiid : 1. Vt«lo Könxr 
virk^D in vielmi FLllnu nur Imim Anlrlnbc! durcli andre; einige 
b^flrfm^ d«K AiiTTirlH^M der all^minuen Kaiur. Die Brecbung 
dM LiiOifj'H in Litmcti und die nmgueüat^bt? Ind^Lion tiud Bei- 
spiele aolclieu EindusMis. 2. Es gibt gewisse feine Rurper in 
der Well, die durch das Biadringaii in die Poren nndrer wirkec, 
EUnal wenn damit andre Ursachen xusanmum treffen. Der 
i.tber, die Lu(V und die magnetischen Krauvimi der Erdkugel 
sind in dieeer Weise «irksam. Ein erbiütUtr Suhl^ab, der in 
der Nord^SndrichcnDg erstarrt, wird magn^ÜHtrh ; da:t Wamn- 
st^gt im liiftverd(\nnl4*u Raum auf: aufjjii'JInndH H<ihnf*n ver- 
mG>g6n grofso Gowichttt xn bol)4>n ; P^üer wird durrdmiahtig 
wenn di« Porwu iiüt Ol er^lllt werden, u. a. m. 3. KOrper 
ktanon durch nttwhaalsobe Andenuigeu der Texlnr di« Fähig- 
keit verlieren, daJs jen« Bub^tanzen auf sie wirfaen, oder Sa 
Wirknugen derselben kennen nach Mafsgabe der Textur sich 
fitdem.* 

Äufser des Ätb^rkorptuskelu gibt es auch noch besondre 
KoTpogkf'ln. din nur ffir 6ip Poren bestunmter Kürpar paaien 
und daher besondre Wirkttngi>n ansübfln.' Beiii|ÜQl« dam sind 
bei Qelegenhwt der Wirkangtfii dtv Kt'^uvii'u und drr medi- 
zinisoben «^hvi/Fm gegobeu worden. 

Man sieht, dafe Botls die Korpuskulartbeorifr auä eugstii 
ail der EzpoiunenialwissenaGbaft eelnor £^t verknüpft bat, 



' Dt 9ysim^ td cenKKu quatit. p. 2—7. 



dftTd ea üch aber überall nur darum handdt, die Erklärung 
all «ine platisdbde, nicht als g'xrq uotwendige darzustellen. Eine 
FürdeniDK der tiefer Uegeuden Seiten des KijrperproblomB 
^toun wir daher bei ihm nicht fiödon; er vroicht gcfliaeoot- 
dtn iVa^en au«, ireL^e ober das G-ebiet des Physikers 
khcc. Indem er aber m Chemie luid Physik die Korpue- 
loorie als geschmeidige Hypothese handhabt und ihre 
l^thtbarkeit auf^reistj trägt er auch £U ihrer Eutwickelung 
tüich bei. An den Problemen der Naturwiasensohaft 
\e sich zeigen, vras für Au nahmen zur Erklärung der ilr- 
i^uDgen notwendig seien« Dann erst konnte die erkenntnis- 
^cho Unter sncLung weitoi^ dazu schreiten, aus den 
Lten Sljingeln auf die Notwendigkeit einer weiteren 
Liemng dea Körperbegriffs »n schliefaen. 



Dritter Abschnitt. 

Otto von Guericke- 



Unter den physikaliBchen Problemen, welche für die Eut- 
ong korpodknliir theoretischer Anfiichten einHulsreich 
, hAlten wir schon -wiederhoU die Frage nach dei Her- 
keit einea leeren Itaumes zu erw&hueu> Es i^t hier der 
mich der theoretischen Ansichten des Mannes zu gedeuken, 
er «]b Experimentator in die Untersuchung über das 
am mit so grofsem Erfolge eingrißl. Zwar hat Otto yos 
Gc&ICKB keine ausdnickliche Korpuäkuln^rtheorie anagebildet, 
An yrinc Ansichten stehen doch einerseits in indirekter Be^ 
4*hung zur Atomistik, andrerfieits sind sie schon ilaium Tcn 
Ater^ase, weil aie ein BUd der unter den nnbefaugeneu und 
Vorgeachriltenen Praktikern der Physik geltHnden Natiiniuf- 
ftaiKDg geben, 

Sein erst 1672 ersehienenes Werk' war bereits 1663 voll' 
bidet* Die darin beschriebenen Vorsucho sind aus der Ge- 






2M 



Ounttnut: AuMaftn^ d«r W«lt Vanmm. 



scliicbt« der Exp«rimeaMliUijrsik bekannt; wir uvlitnen bot 
hier G«le£«ßlieit. «uf «üuge aUgenieüter« DatuqilüluxopkiK^ 
BeiraditungeEi 'm ddtDMlb«n bmauweUeiL Die genaoerai 
£€«mtaÜ8B der GrÖfiwiidimotiinoiMiii rUfv WdtgebfLndee, w^cIm 
der ForUohritt dor Axtronoini« ermSgli^Tit lintW, wirktm «if 
.GcKarcxK bovoodor» ums^ad; mit Vorlirbr^ vrTM«ukL er airk 
brwundjirud iii di» g«^wftliig4iu ZftUteu, tveliUiit deu &t«nicnhiiiiitMl 
snvin«KHKii. IViu iiii^flbt!iiJraii Abstüiidttder Pixalnrtirt wiAnla&ttfa 
ihn ziitfntt, ülwr di«f Fi&ge nach dem Vürhandeucitün oiiii« 
JiNfrim RauiD«« riaclisudenken. Wbqd uum bei «lneui FUatvni 
ein« P&nkUaxe von nur auieir Sekunde becbacJican i5nuL«, no 
w^e <Ur Abstand nach OmcHiCKBs Oechnting if^MSOaiMO 
deutsche Ueil«D betragen; nun hat mau aber Qberbanpt noch 
gar k^itie Pamitftxv ^itdricVon kAnnv^n; vrin ung^thnu^r w«it 
DilttinQ aUo dift FixTttJ^n^ft ii<itfrrufc m>iiit Tu Brrxnt^ »nf difltMi 
ILaiun, dirHf» .^tiMMititiiigt dicMe« nnertimr^lii^hr Bi^hAliJiiJ« nitA 
aUe dM«e 'WeUkörpar, von denen manche wohl z«hu< and nudir- 
nwl grftfaAr ab die Sonne sein nif^geu, wie Atome tu er&Ghbm.^ 
Man mufa aich daher die Frage vorlagen, ob jene >o unge« 
heure Auiw[MuiniiDg, welche man den Himmel nennt, leer aei 

Der Ort Ooc^) bedeatet nach GrimcK« nnr das p."Wo* 
der Kdrper und Jet als solaher relatir und blol^ Id der Totw 
atdlnng (imaginftr). W^nn nnn Vacanm derjmiige Ort heiiM, 
weloh^r nn KH^lInng gi^ignet nt, «o raufs a« anc^ ein Vactnim 
gob«n. Dan Vaenum »c alJardings qot PriTatton, wie der 
Sehatten: aber e« badentet doch eben den Raum, in w^^em 
daa ErfWende fehlt; insofern iti dar allgemeine RatuBT dai 
imivenalo GeftA, ein Yaonum^ Kobold «ich kein ECrjvTr darin 
befindet. Kimme man alle Körper fort, ao bleibt der leare 
Kanm übrig,' 

Die Wein ist nichi: unendlich im Sinne DK$rABTEfi\ g*gc>L 
deasea GIei<?bietxung von Körper und Atud^mnng Oviaiott 
mehrfach poWiiMiert, Aber d^ Uanm, aU Voratellimgai aum 
(Rpatium imaginoritiin) int nnondlioh, nnd invofom gieiobbe- 
deoteud mit yihü und spHmm t^^mm^* Dteee üsandHchkait 

1 A. » p. &S 

' A. a O. p, 57 V^ aiKh den BrioFvoolitol OcjuitrEai aidi I^taan, le 
Lr^tt DUM« Bc9tn/7tK. kena^. v, ihatHtuvr, B«r)ia 18». I S. M f ft. ICIL 



flWnuigt in Bonir xmt\ 7Mt (mflDiCiiiD?=aet«mum?^]iiifii^tL3iim) 
all« lufttuchlichc FfiMiuigvIcraft.^ 

£>u Itit«r«-HM>, mit w^lebom OcEStco miabq Blick »uf 
ili« ttiumdliela« Atud^linmig das l^elLraumM rlditot, Uihtt Um 
den B«gfi£r Am Grrofaeu in »«mer rdUdven Bedoutimg vor- 
atfrhen und anüfocseiL Dleve Hörvorhelmng der it«Iativiut 
fliler GrörBeabmohaDg, die ivir auch bei Hobbe« AuvmQi.M'keTi 
bettt^n^ Mt fcir die KorpuskaUrtheori« d^bitlb von Wichtig- 
keit, weit eie geeignet Ut, lur Animhnap von Korpuskeln ver- 
KUif!«ieii«r Ordnnng hin^iiUiitfiti nnd du Fold off^nhAlt für die 
#twft ni^tw^rndig w«rdon(!4> Hj'potlioA« oiacx voUoireii ZusAmnien- 
MtJEung der &!• Minimn ong^rnommonen Korpuikelu hu» noelt 
kleinGTen, 

GrOi^ bt uacU GrERicKs niclu .^Kcwas", sondern aie kommt 
tjur einem „Geectaffenen" (creÄtom; Äufterliob tmd bewchDnße- 
veise za. Denn in der Natur gibt es nichu, was au sich f^ts 
«der klein, bcg oder kura, hoch oder tief, weit oder eng 
«. e< w, f^iiftnnt worden kannte, es ^i denn in Besug oder 
Vrrglotcb mit eiii«m andren Dinge. Di« Veraimft Tehrt abor, 
diA nlle gonekftffeDexi Dinge irgcndwolche bettinunte Orr^ns^n 
ikr«r GröfN« oder Eleijüteit kaben, so dftJÄ «e in Kleinerem 
oder Gröberem nicht ^in kruin^n; deim ein uneudlieb groraoa 
oder kleines Sem kommt kc^iiicm j^^ohaffenen Din^c sOf aon» 
dem nur dem nn;jetfcUaffeueu.= Waa anendlicli und unermoisUeh 
it%t kann «eh wedor «uf ein GrdJetee nocb ein Kleinet^ be- 
ciebent weil die Unendlichkeit keinen Vergleich xulftfet. Mit 
d>cr Beobachtung und Teilung kann mnn zu immor Kleinerem 
forUabreiten, von den Wcltkürpem bis su den mikroskopiMhen 
Stänbchon tind kleinsten Bmehstdeken« nicht aber ina Unend- 
liük<j- Es mufc also kUin£te. nicht weiter t&ilbare Teile geben; 
die&e kleinsten Teile werden von manchen Atome genanm,. 
Amvwui* huttviöM^t, id rM^ altfriv» park« non haijtMtia. Wenn sehen 
du Mikroskop uns an kleinen Tierchen biaher gänzliek V«r- 
borgenee entdooken Ue(a, so ruokt «a dock nicht bis lu den 
Teilen de« Waeaerti, der Luft, do» Föuers und andrer Fl'issig- 
ketten, die wo iuTserst kl«in ^ud, daJa sie jeden BerfnS~ uber- 
ateijit^n. Aber trots ihrer Kleinheit kOnnen aie immerbin (irlae 



■ A, &. 0. p. C4. - * i, ^ 



0. p. ^. 



'A 



^ 



296 



GtrrBiOLv- LafL V^outt. 



tind ^«tAlIo nicht darclirlringen; um «t^vi«} klvtlner rofisi^u flI^ 
erst jene T^ile der EfHunen i?d^ im k4^rper liehen V^rmc^^«!! 
(vtruttain) «elOi wekliQ »Uo äUK«r utid Sletalt« za dtirchdriiigcn 
imitande «ind? Wt« di«s nbor »nvh s«in iiwgT it«t1>«t das kleinsU 
Atom, «eJbvt dieFcinhoiL irgvnd cütcjt körporliclion Auaflttit«««^ 
Treibet cic Sjfirilüit hM.t dotOi in jen^m niicndlicii<f]i Hnn!nE> Bd- 
«tftod und 3tull«J 

Di« Luft kann nach Gubhkkk mcht eig^entlich ein Elomom 
gonAnnt werden, eie ist eia Xffuviiuu^ eine kör^ierlioLb Aua* 
«trömniig der Erde^ goraohloj, weU wir darin kben cmd 001 
Juj;ecd 9Xkt daran gawOhnt sind^ korperlioh, dfton, tur Am- 
dehniing g^eignaC^ Sio ist atisct«hiibar und zusajam^ndruck- 
bar, JAdoch nnr bw xti gi^^wiits^n Granzen, «^ hat Scbw^rar 
drückt anf Hieb sdbirt otü.' Folgonde äitaa gaban ihre Banpu 
•Igena«haft«n an: 1. Di«Lufl Ut dcrOdor od^rdi« k^>rp«rlkha 
AiuatrOcaung dOT Erd-Wassetkug«L 2. LetzUro hfilt din Lull 
za ihrer eigenen Urbaltnng fest, und xvar in beitimmt^m 
Gewichte. 3. Daher iat dieeelhe sehr aEuaammeogödraokt, und 
kwar unten ta^hr als oben- 4, Das Lnfcg«vioht ändert aiofa 
oft. & Ba vaehselt mit der Höbe. ^ Die Luft staigt in- 
folf:e ihrar Sohwere in jeden niohi erAÜlteii Raum. 7. E» 
l^bb in der ^aiar kerne Flucht vor dam Leeren, sondern dia 
AnailÜhuig des Vacutunfi hangt von dam Gewichte der nmg«- 
banden Lnft ab. b. Dio Luft kann ana Gefäftan AnagaecliJoafian 
und dai4el1>£t cm Vnconm erzeugt warclanr ind«««en kann nicbt 
gehindort wordcu, dafs «ine Eienc, aut dem Wa«Her und ana 
den GeflLben seJbet antatandene Luft ointret«. die abhf^öna 
fttüTverat fein ond »o gut wie fürnicbta zu halten i^t. £a kaas 
<iab«r auf der Erde, wo ee Überall EfHuvien ^ibt, keinen im 
matbeiaatischen Sinne leeren Raum geben.' 

Die Wirkung der Erdkugel «retreckc aich jedoch Dicht ins 
Vnondliche; dort^ wo sie atifh9it> da Ut wirklich leerer Saum. 
Doon der Raum nntoraobeidet moh abeolut vom Körper- Dia 
Srhworo der Luft reicht nich^' bia zum Mondoi ja lucht an* 
mal bia cor iUIftc seiner Kntfentung' 

An&ür der (atmoaphiritcbenj Luft gibt c« noch ein 



• X. ft. li. p To, — ' A, • -» |. n. - • A, «. o p. ja 
' A. fc a p. w. 



r, UniuvUs. Wfrrmi 



Jioft, 4cnn &Uo Din^ babcc omcß Odor, der Luft iat^ Gfebickb 

irfiaclt^ ofTäDbjir dcu Nfimcn OHor^ um dis £d bezeächnau, 

wir nach UkuioN7 ciu üas nenr.eo. Der Odor vorinag 

feste KOri>cr nicht zu. durcEdringen. Oadtirch onbec- 

«oheidei or sick von deu uukärperlioii«ii AuH!ttrdmuug«ii, wolchfa 

80 foin aiod, (l*£i aäe aüe Körper z\i dLirohdringen] verroögoii. 

Das Wort. nOnki^rperUch^ ist hi^tb^ von Guiuüks in ua« 

«igeuüichcm Sinuc gcbmncht, es soU nicht« andre» beiEeLcluten, 

ikifl dnn h6ch!«trin Qr»d der Y«rdUiuiniig ; denn es wird &ii»- 

drüclclich hcrrorgchobcn, djifai auch diese Aiuströmungei:! skit 

im BatiEuo brfindnti, tiud ft^in der D&rvtüJlnngswf^ise Oukkickes 

g«ht hfrvor, dafs rr aicli dio rou jeciea unk<)rpr(rlicli«ti Vwr- 

iDL*g«u abhiufcendeu Entclicinupgeii cliircliauü n^frchAiibch (hiebt?. 

Alle J^aturvorgäDK® führt «;r Auf Kl'tltivit;» xunlck. ^Dic nr- 

tfprflnglicheti EigeofichafLtui siud ««dar SubBUiDZüu not-h Acui- 

dwüeiDt ecndern EiSuvatioueu der Weitiöriier icori>onuu imm- 

dbownua], wc.cbc in die^eit Körpern ilirou äita hftbeD und von 

ikii«o aujMftrömen-"^ Dieaw Ati«#trÜiuiingeu und tirfprQnglicb 

den ROrp^m ;eug(;horig, und nur grwbtmi Bigmsclmffrn ffind 

Bü^idifuUell, in^iororu nie vou Kiiisirrmiuiigen in fromdo K&r* 

per herrdliren« Das Yrrlialteai dhr KßrpHt winl dsmuacb auf 

^fi/w'abe VermOgeu (virtiiUHj zurüc^kgerdhrL, welchn jedoi^h uir-bt 

alt verborgene QualitäLeu, sondern als tnedi&ni^ebA AuAhtrA- 

aungawirkougeii zu denkeu röiid, unil im oben angegdbeueu. 

SinDe ID k6rpor)iche und unkJ^rperlicbe ^rfalleu. 8ie bilden 

Mvoht um d\*y "Wf^lf.kvrqx^r als aacb iriDKebivt Ki^trper mif den- 

•eibon o'mva Wirkuiigstkrrü*^ phin AktivitAt^vphtLrn, wi^uhe 

in der Nälie dtw Kriri>ifrt< duhinr und wirk^^unnr ixt al« in 

grdrMrer Euifcirniing,' BäiiiUJtihc- Virtitlts wirk»» in diu Pi^nit» 



' A. A- O I. 4, & 1 [>. I3ft, 

* Ab »uf fcuk«rp«rt^Cib«D Aui)tnjiaoiivtiEi b«rij}i«iKj wcrdcit für JU £rdc 
■■%*fllkrt^ 1. dU VirttiA imfMlM-a, ivol«ha nadi %\lon BEchlangeo vHrbt i^rl« 
1. B. d«nin Kflit, Jr& ScLhit*c1iv}ili£iiffir T<iich Jeder Rii^htuojf hin ilireii 

8ch a/fmc^ii^ *oodera iM^tfKtitHs onJ ro<i;'unc/io, d. b> die VcreükJjFBng ciid Er 
balliuig <lMCörp«n tulbil alt lOlcZi«!); dii^ tjrpu^M »trd bil 4«b e]*b1nKii«0 
AlritorHa;^cr»cb«ai(iffcu be^b^chtct; fk die ^rfu diJYcfim triU b« den 
BSfiwtiMihtfn E7Wt«inuj]gprmr: 4 dr« VVr^ rrrf/iM ti«tierT«cht (1ii> rcti«mi(fea 

lalMtut ftaa (wfa> ^Jv/Mnnv n bMltuo. 



299 



Gt«bcvi: P^ ni g iriwm g. Sinflttii 



(ta dtstausi und worden von den K^rp^ra rofli>kti«>rt. Jt mrir 
Hatene ein KCrp^^r hAt, um so mehr rtrhur kann er aaibRhmfV.' 

AiJe dictse Angaben «pndtoD datttr, d&fa GCBftlccE b«-i in- 
ErMJLrang drr Nateircncbemongon «no iUt F^rDvirkoiaf 
vorgeschwebt bat, welch« dijrch rinen SoTtferrt f«mfrr ^' -^ 
tüicn AtJkcr, aic<;hankQh vcrmitt^^U wird, ozul d»& diMrr l 
MM Atoaec, und swar aiu den kieinaton. dit detdcbar asd, 
coiammeDgoMUt fi«i. Ab«r mehr ab di«Bo Cb«r£«agimg UM 
sich bei Oceeiccb auch nicht koii^t4ti«ire«i* AiLWOinchrag« 
em«r Korptukalarthcorio odor VeT«iiobe sa bestoamt^n &^ 
kttnmgeiL ditrcb dioielbe macht er •bffnsow^nig, wio er genaocc« 
Aügabon fiber diA Wirirangawau« a^inor riVorm^cn*^ m bie4«a 
vrrcaag. Er bcacbrinkt noh anf ettH^ Beschreibung g«wtaaer 
Tbat«ach<in, bewegt sich aber meint in allgemeineit An<)AatuSr 
gen &ber die mögliche Erkl&mng. Seine Anfa&hJnng ▼■» 
Viftut€$ erinnert anwjllkürüob ui die Zosammeutellatig dar 
verachiedensten ^ Bewegungsarten '^ bei Baoo». Lnitxix hatte 
Outaicca vor der BinfUbmng dieser nichl näher d«finiefteB 
Vki^^ wegen ihrer Verwandtschaft mit den acholaatbolMB 
QnaJitJiten gcvamt, deren nsan jeUt anfange „aorial ala mdg- 
lieb xn entbehren^.' 

Wenn et klar ist^ dab Güinucss iint«r den Korpnsknlar- 
theorBtikem von Bedeutung nichi genannt werden kann, ao 
darf doob nicht verkannt worden, claiiv »einn Aniithtvti, aalbat 
in der von ihm gcgc^benen unbrtMimmteii Andeatting« ein 
Zeichen sind TOti der Herrftohafi, wolchti din Korpuaktalartheon« 
aick bei den Ffa/sik(*ni bereit» geoichart liatte, nnd dafa aia 
ftnch b«ä dam grofAen AnBt<)*en. deft-teai üoh Gc^rKaicia ab Gx- 
perünentator mit Ut^cht erfreute, xnr Anregung iu weitem 
Kreiaen dionten. Fr^otich lAfat aich die direkte Wirkung ««itier 
ihci^retiachen Absichten nicht mit dem KinllufÄ vergfeieben, 
den »eiun DomuuMrationen Über den lufUeeren Raiim indirekt 
auf die Korponkutartheorie geAbt haben. OLaaiCK»« peraOn- 
liohfl 8l«lliing EUr Kurpmdcularth'Miria kann lum ntcltt ntahr 
ale eine intereaoantM KrlAnUrniiig xn dmi ventrliirtlt-Eieu StrA* 
mongen geben, wt-lcbA jcnr Atubildutig «iner pliysikalivt^h ba* 
grAndeteo, me^huiiachen Atomitük Kuaamm^iiili«*rAfiu. 



* A. . O f i'j»; _ * rnti^ir %n Gnaicct, Ä, Äftr. l 8. 9». Vl>. 




i 



OriiBiri:!» jiktlMMphSr« mä W«diadw(rkDAf- 



S9» 






Äb*r Mut m« in tW TKat aI!^ di« 
KUHHmmiMi, wiiU'liu in df»r UifloroiiMtlMHi 



Phyatk jener Käii t-iiit« RoUff spielUm tiiul in 9iyHt'*mftÜSfTb«r 

Wei» ontwedor Bck<m enivricktflt waren, oder m Ihr«! BaU 

wickelnng noh vorberait^A^it. \U GiiKKiriCKB nnrh erschien, 

wvrai die boidon epoQheii]&ohend<*ji tlnUle^knogen der Uioo- 

Totijwhni Pbymkf welohc» tli« Portlitlrlting rlfir«<>ilhmi fwtdftm 

ItnhftrrKnlKpn. xwnr txnrh nirlit xur VrniflVDilHt^hung giTfift, 

ftbttr ua Cftftst» ihrer Tlrh^lii-r hcrei^M lciJii/Üpi«rrr, ditf Äth<*r* 

thflorie HrroEicft' tiad di» AttraktiüHBtheorie Nkv-tobtü. Wfc* 

das OeniF dieser grofsen Malh^inatiker auszugeatalten ver- 

tnocLte, diifs 89 BeHitEtiim der Vifesensolrnft wnr<tp, dms 

^bt« BQich in dem l^bhntten Geiste OmtlCKSs. Es war die 

VomteUiing ^Uu^r WiTrhunln-irkntjg i^lW Körp»r vivm^^gi* mnor 

AkLitnisaphür«. wdchi? ninh ring« um Ji^dmi difrHr-UM?u nuft- 

brtiU^i iiUid mit der EntfrrDurig vvn dem wirk<?ijcIiTii KCrj^er 

n lBt«DsitAt der Wirkung etnbllftt, mochte dieselbe nnn 

ni*c)LBni«ch veouiitHLek se<in oder auf eiiiem andren noch nnbe- 

lnnnU*ti NAtuigp«f*tx bemheiK Daxu war, wr^iin vine tatcchB^ 

in»cbe KrklÄnmg diorh Athemtorafi, wie m* TliiT<iiix*i anstrebt«, 

!>««bKic)Ltigt wurde, eh^n jene ÄnMshmiutigiiwijisii nbor dui 

E«i!ativilAf, nlEnr CVrJtfiiAnHr hell 711 ng nnil dii? nrah!tc:hlirtitbAn» 

&Utfnnrt*ih4? dnr Gri^rMULcirdiEnitgrn niflwi'iidig, dit- Vn Odbuoeb 

ebenso lubhüft via bei Hoaafs h<TrvorlTilt Und wie bei HovnV' 

die FeniwirkuiLg durrli die Fohpl^EtnvTiiif; des Con&tnn mocitioit 

war, m iftt aut:h (iiHKiCRK dei' Oediinki« e4iieT arih i'u Ji«Ai« 

g«lttnf1g, freilich immer beruhend itnf «iner mechitiiiHcheD V«r- 

mtitelung, weJrhn jpflooh so bes<'haffpn ist, dufs «n auf dem ^Vfigp 

rvi^him item aktiven K^'^rp^nnd dem Objekt Kellxct niohL^inEdtcb 

KQ^rkbar und durob «wiiiclionlingeudu R{^rpt?r nicht bnbindnrb tat. 

Wie lebhaft dioKe Gediinken nm das Jahr 1070 alla phyaikaliaoh 

Intflranfffrten Chtitttnr b^^ihAiligtAii, zeigt Hißh bei dem jungen 

JjitBHtXp de««an raacb produetereDde« Talaut als lltfpoth^si^ 

ffttfrifv iwm mn6 von gleicher Anffaasong getmgene Wnll- 

«rfcllnutg in die Öffentlichkeit wurf.' die ebpnan Kt^rk ntit^r 

CliTt««ijichota wie nnter hobb<vGiHrhrm KiiLflnm^ Hteht, In ilir 

voTOicht I.Kiuxis dio kinoCiitfcho ErkUning durch di« Agit«tioQ 



' A«fahrlkh«i «UrdJm- im 5. B«eb*. 3. JUiwlmUt. 



3W 



IMt StBttd d«r KofpB|lu]|tttlt«oH». 



de« Äthers mit «inifr BffgnhDcInng dtn* TbwÜtAt iW B#weg;iDg 
im OnnhtiiK vm v^tirmmi. T)i«vi^ Prublnm d-tr VrntiiUi^!qng rlcr 

wcnügslenK üLrebt« nach einer fVeUkii uocli nnlelaran Vor«t*lluiig 
von der WechMlwiriiang der Kürper. Ehe abetr hier neoA 
BahD«n emg^sefalagea werden kounten, liailu die GorptukuUr- 
tbeorie erst noc^b eineii ftndren We^ bis ttis Ende tu gebet 



Vierter ÄlKt'hnitt. 

üiovaDüJ ÄlfoDso BoL^lli. 



1. Die Struktur der KorpnakeliL 

Obwökl die Korpuskulartheorie dorcli die BegrUcduiig 
auf das cliemücbe und physikalische Expeximen:, welclie ihr 
Yomehmlich von Borui cntrei) geworden war, einen luigleicli 
bOliereD Grad von Sicherheit gewonnen hatte als bei den «rttMi 
Eraenerem, nnd «irh nnnmehr in Beztig auf ihre Oberein- 
stimmung mit d^sr Erfahrnng vi«I breiter fimdierc fan^ aJa bei 
DncAKTi?^ nnd Oass&vdi, %o könnt« doch anch jetst von einem 
ngenUtchen Beweite Hlr die Ri^^Jitigkeit dor gegebeoAii Er- 
lüftrmigeoi nicht die Bede sein. Abgegeben davon, daCt Botls 
die VoTBteUitngen, welohe man sich von den Sorptutkeln zu 
machen hatj im etnjcehten siemlieh uubesummt \&M^ dienen 
dieeelbec weeentlicb nur 2ur Veranechauliohung der Vorginge 
imd gestatten dabei dor Phantasie noch reichlichen ^pielranm- 
Sollte die Korputtknlartbeorte tu einer wie^enscbuftliohen 
Theorie d«r Enidieiiitiiigeti vidi erhebeUf %q amJVten die Oe- 
■taüen und die Bewegungen der Teilcbon bi« ine Kinxelne «o 
beaunnt weiden, da£< diu Gevotzo der Iklechanik auf fde 
sngewendet werden konnten, und aiu dioeer Anwendimg akh 
die einnlicben Tbateaehen der Erfahruvg notwendig 
ergebeir Erst dadurch konnte «e gelingen, Beweise Air die 
UnerlATicUclikeit der aoigeeteUten Bypctheoeii beianbringen. 



iÄJt 



D«n ersten Versuch, eino donurtigc voUsUndigo nnd «un 
eil raaüiematisch t^^grüiidct^ 'J'hcorie der Korpuskeln «iu 
eciiauifchor Umndtogo aufsastcllcn, miicht« Giovaxxt Alfo^i^ 
»LLl (1603^—1*179), dor bcdcotenditte nnUx don Uitgürdon 
«r Ac^kkwia dtt Civtitnto, lo Act Geschieht« d«r Ffayeälc ittt t^r 
h«b b4:kaRiit darch ««nc phyvikalUnhe Theorie den- JupiUrs* 
ut«!!,^ welche der NEirtox»chen GravitatiouAtheorie die 
Wege er^foete. indem er dAxin eeiste, dftls die BeweiptDif der 
BimmebbdT])eT aicb erkl&rea Lu9o ans dam ZodAmmenurirkeii 
Bmer AUrftkUonakrsft des UenUalk^rpere nnd aoa dor Kraft, 
welche dnr^ die Behwrutkg de« KGrper« in »einer Bahn hervor- 
g^emfen wird; tVrtn^r rfnrch j^fine Untcrsiicbniigon llber die 
Bewegung«"» der TicrOt namentlich nbcr durch aciao Entdeckung 
der KapillariUi, deren vricbtigntcn PhÄnomene er »orgtUInig be- 
vchreibi ücd m erklären veTHacht, 

BoBBLLia KorpttäkuiaHheorie findet fiidi haupU^hlicJi in 
leineot Werke / her die 9\ntiirlkhen üctc^ytmt^mr teeii^e i-oti dft 
8(kw<rkfitfl flAAö'ii^ßi, das zuerst 1070 erschien.' Der Grund- 
gedanke desselben ist, am ecigen. dals alle Vorgllnge in der 
K6riierwelL sieb aUetn aus der Schwerkraft erklHren lassen, 
ireoa tnan nnr den Teilchau der Körper pas«endo Gestalten 
siDolireiht. HO dafs sie durch dir nach dem Zrntmm der Erde 
gorirhtete Schwerkraft nach mechanischen Gesetzen gmivtmgon 
werdeo, je nach den Umatinden auoli in andern Richtntigcn 
awli cu be'ff'egeu. Die KOr|>erl milchen »ielit er dahnr v^a Ma* 
«chinen an, welche durch die Schwere bevrngt, aber durch ilire 
Konstruktion in ilirer Bichlmig besUmuiL wi^rdeih Da die 
treibende Kraft somit nur dex Druck der Köqter auf andre 
und a»f sich selbst ist, so fafst er sämtticfae Bewegungen anf 
der Krde al)^ ein liyd ro» tut isr h^^s Problnm aaf. 

Ka x»t nehr klar, bt^giniit BoTtBLLT noine ünteryiichimgen, 
daiä die Bewegiitg der fiublanaren Körjter in eineui Batime 
gcflchckcn mMt&, der keinenwegu von harten, fehlen und all- 
■titig kontinuierücken Kfrjteni erfüllt »ein darf, veil swet 



' Tktmita atdicnnm p^itutwvm er tttmit ;t/tjfhi€t* ttttiuiU^ Florvot IfiGA, 
VfL h. BmfV l. AUctin. 

' Pü «nr Tntt d*r Snitfmtafcl Wntj^^hnet^m Citat* b*il«k«tt «ridi tnf: 
lo«, Aurmnnitrp Btitrux^^ S*if«lJv HriLm^ ProfcwoT; Ik ^fotkinAii* itofH* 



3Üä 



ItOEtiut IHe TanuMtiDogvo. Rydraurik. 



Kfrqwr nob nickt w«cbaebeitig darohdriageii kGim«ti; «a ül 
ilttlit-r botweudifi, dia£) der B«am «otwedor g&niliob Ie«r kt. 
Oller daifi er wcmtgaceii« atir von oisom Körper erfiillt mir 
clArl\ der Incht Mis Min«D Orto veiixioboa werdcfa kmnu^ ««I 
er sorUiibar (divtrabilnlis) und ÜitaHtg oder iu TeilduMi yqU* 
BtiUtdig zerleg (ffaUürisiui) i&t Der^tige SOrper und Wmmti 
Luft tmd Feu«r. Burelu hält es desballr ftir ttdii» Aufgabe, die 
Bbwcjgitng der Kiiqicr in FlfleeigkeiceiL dioacr Art tu unteiv 
Huchen^ worUber scinca Wisoeitf noch iiismuid gebavdeit luL 
Die VorAUvi?ictziiiig«n räd dabei: 1. daß( JmIat fe«t« odv 
fiftsii^ Kdrper ddiwcr ai und eine Krftft odvr oin Streben 
(Conftitu) seiner Scbwero Auaübl, &aob weuti er ^cb in '-:r--t 
ihm bomogeneu oder nicbl bomogeneii Fluidum bri:. 
3. da& die Erefi oder dsa Stirebeo, wodurch die öfiauf^un 
Kürp«r der Erdwftsscrlcogel sich tax veiemen anclien, in xma 
Uomoat p«rpc»dikul&r«r länio gerichtet i«t; 3. daCs kdcM 
sponiauR und nftCürlkbe Bowegnng mö^cb üit fdr Rürpvr, 
vek'br* ^ob dem Erds«tiimm nicht uAiicrti IcODuen, and dsfii 
«oichu in di««e9n Falle rahi?n mäfiieii.* 

Daa von AjUTHnrEDEs vuraiugrv<rtxii- Pnnetp vom Aufi^nAb«», 
Wttlobnti dnr Drurk dcir Flfb«igk4TiU--ii ffrrcugt, wird cUrauf von 
BaiLKi.Li ftl^tflcitet tiod «ine Aujuhl S&ix« über Oleiubgiivielit 
und Dowe^^uug von FlQsügketteo hiBzugefiigt. 

Alle FltläHigkeiten &n( d^r ETttcb^rfllcbe sind sdiwer und 
ftbai ihre Schwerkraft aiK'h nua, w»nn »6 Mch in pruprit* hca 
und ituiprhalb der allgetncinfiD Flüssigkeit ihrer An in Höh» 
beßndeu.' Diigiigrn imwirkt Waimer, wtnti «n durch diu Luft 
b*:rab!«trJ3int, kinmim Dra<^k nnrHirb »fibvi vrAhrrnd dvs F1i»iitiitie, 
weil uch all« mdiiH Tvilr glrti^i »chiiftll nach utiu-u btfiri*g«n 
nud dadurch di^r Wirkutig der danlbar btiutdlic]»en oal^phrnt^ 
wohl über Qbt es einen l>nick aua aof das Walser, Qber 
wetobem e« mht.' 

Daf« FhlNÜgkeiten, wie Wasser, QuocAstiber Q. dgl. schwer 
siiul, wird aIlg<*ia<iLn sttgeioandAn ; daTs abar gvwiRSi» FldEsii^ 
kelteu, wie Lufl und Fmifr, hu^Oi in di» Hfib« xt^-ignii, ?tch«nt 
scbwienger au erklilnm. Mau gUublR allguinRiii, mit Aoibtoielvi 
bierför «ine iiesondere Eigeuscbafl d^iselbeu, die Lelehügk^fi 



' p. l-ÄL - > |L »- — « p, dl, p. a<. 



Luu«htiie& SU iDüta^tL. DcebdocIi liegt <Ue Frage kciufr^wogs 
»chfriohficrf &la bei dem Aufdt«i||^ei: von HoU u. dgl. in Wn^ifcr. 
blmo positiv«! LeichÜgkut gibt e« tiioht.^ Üod Au&t«igeii 
»cbwercT K'>rp«'r ist nicht weuiger natOrlidi ftls ihr Nieder* 
it^^a.' Dimlich eb^afalU eine Folge der Schwere qikI svrar 

R Nieder steigern« schwererer Körper* 
Kachdem die ^positiro Leichtigkeit^ alv soUsaige Kibtor^ 
: abgewie^-ten iät, haudclf. e^ sich darum, Schwere* Gleich* 
gowicbt and el&siifichcr KraA der Luft «lu ihrer Struktur sa 
crkllreii.* Ui^x Uitb die Uypoth^ae d^r Korptisktüartheono 



> II. fta — ■ ^ W 

^ 80 Wir«! ilu Feuer dttrcb ^ic Luit \m die Uäbo ifcArJctxm; »a unil lÜr 
«kh ül <• nnflb uhvi*r, ilcBD Im Vtcuum nik dsr Kanch td Ro^Ub ip. &l>. 
Ekiuh Mt doo ilichtc HoHQ Uttucr imöbcti de» Ob. der Er^e «Ad de« 
Wsttpri^ irdcbD diilnt nnil vaii«ii)iind«r gvutnnt lin^ cnid, rfavotil >elir 
tMUi, Docb oldit enirtiodct »nd. Die Diakenti&uirrUeKkeit dt« TeidiCD M 
SB bttflAn »m XeboJ fniohtHoh (p, W). fW© FlnDimo itt ifzitEttnd^ter und 
TwdO&Qier Baqc))» der 4ttTth di« oro^hendc lAift pohr fli^bncH nach oben 
gelri*b«ik vird^ TK« EnUdudnn^ n^l^iit tKwI<lit tn DichU «ndrvm ata in il4*r 
UdMco Aiudckntutir« Vcrdümiuaf ubd h(sfUji>t«A AyiUliou -3« wbr klciitea 
Scb«efctt«ik4ioD im B^nc^h« (p, 6^ Cca die G^itah ^er Flamm« t« erlcärai. 
«ird die Bvtreinajt eüifT FiSnigkeit in einer uidrei) ilberltu^pt untcniicbt, 
iPChJW V* tnlol^ doi AnltrieJ« aammmt Bioriof gibt Bomr.iJ ^n«n au^ 
ßblicfaffD «nrt tuil£liU>dli<hfU Bcwtii ilolUr. da& d» Aufatvifon dffr K6nj«r 
IMI >nf *>r4f petiüvaii I^iditigkuic denvlban bertihv. Wir b«b«n luei- ttar 
die JMaitioa hKirur, «elchv doii Brifiif^ dvr LriobtiKlifil fosllvst. Sie UftWI: 
Bbb bmnc^ntr od«r bte^ififnor Kürpcr beiTit «pviifHch l«iebtarCdtInMr> 
tlp «io HoJnv, «vua «r Wi ekiubiu]] Vkdumuct (EUultr») «Iac ifirrlnifciic Ucngv 
ttftUrioliar )u>rp«rticbAr tuid ninnliclu^tr SutttUm la ffleiobcm Kagjue froUitlt; 
dW* kvin in der Ttat IcunfTvJi nmluii, nvtin luita iVk AuaUTlinoDs der gerin- 
fwen MttogB üimlieb »nhmtbRÜMnT IdAUn« 10 dem gr^furvn iUunt« dei 
TtfRUastcft El^rpm üt donli die ZirlicSicjili^renuig loorei Bi>uin-:h>!]! v««* 
Brawlrt anEfufil (p. Mi, XlS^ 

* A^üt hier BcbTTÖtet Bubkuj iuiUcb>t vur upcn'mentolloa Vnit/UÜn^ 
4tt TV«iHch«c cod fhr«r mftüieiafttiflcheci Erortamiig. In der (orrltu^lbicbim 
iffhn iit r^ diit I.uftv ndclie deai QueiikAilbcr dM Olelchirrwi^ihi L£lt Wenn 
Lift fi^vr d«* (jtjMfcKlUr In dan iMrva Itaau ^ahLngt, ao dr^okt n» dort 
dMMllHi iiScLl iii^ltfv ILrir tvliiiffn}, sümforn itdolg« iW« IClutidtSt hcrtkh. 
IN* B«Btmmviig tk« UawjdiU der Lofl dureb Uu^ieincx bilt BiintLu fdr 
«afduu. Dunh RH B«Dc« Ripcrlmobt, w«l«li«« «r Ui d«r UrdiOtflicheB 
AbriffPiit IGGO aitfftbrte, findet tr du ipaLSiek« 0«wiebt dtr Lafl wio 
1 I« 1175Vi. I^ VerbUlAii dur Diciligkelt der Luft in ZiiiUiidi- der 
|Afic«n TodÖDUm^ n dt^eiiifen bei >IJErk«Ur Verdiohtmig ainnt or «n» 



{in«chiatiU]9)r welclio ewor dnroh Anfrendons: roii Qi^walt m* 
iiagiinong6drücIct trordoD« al>OT D44khör von »o4bät wie «in Bo;^ 
AurückjprinfrGQ könneiL^ IhUaclimeii mOsMii dk Teildien adn, 
um t!A9 Zurackdpnnsfon so orklärcii; denn doUEt mOistö nui 
ihn«!! eino gewisse intwro Bewegirngslarafl 3tQ8ohroib«xi. sit 
ma&tai durch oiii«D gewiss«^ «ooJcaartigim Smn den Nftchtoil 
wahrtiehm«a und erkonnot), wokhoD äe in ßomg auf ihn» V<r- 
dichtung «rUidcii; denn venn sio oincn aolobon niofat wabr- 
nehmoo, waram »olU«o w nrh dimn ku cmer Wirkung anf' 
Taffoa? Es tat daher viot TeriiiLnftg6iiUtr«er, d«a Llnfl1f^iLch«a 
cino derartige Stmkiur s-jj?uscHreibeu, dufs ate infolge dei>«lb«£ 
mit blinder Notwoadigküit geewungeu w«nleci| ateh otif i;&« 
«li'olgto ZQ^uumeodrQcknug medf>t eu ihrer früheren Lage tu 
taitblier., ifutUtchst ivt Also atiziiiiohin^n. dafs diG Lnt^ avi 
nnsShIigcn aob^nomancer gclagcrUiti moschiaenartigcn Teil- 
eben bosvcht. 

Woa nan die Ocvtalt dcrtolbcn anbetriin. b*o v&re dna 
m&gticbe Hypothrne die, dafa die LufitüUohon die Figur sehr 
dünner Ilohlkcgel bitten, welche magnetiftabe Eigenscbafieu 
1>cüts«n, iLpd zwar ao, dai^a die beiden Magnetpole je an der 
Bpitze nnd in der Mitte der Ba^is Utgec. Ea mIlJkt«n dann 
die Nordpole an den Spitzen stets nach den Südpolea in der 
Mitte der Bads hingessogen Verden» während die Hohlkegel 
nch dabei &ei nach den Seiten bewegen k^nnien. Die Zn- 
»ammendHkknng wi^rde dann b<^stehen, dafa dorch eine ftu&ere 
Erait fite magneti5che Anjcichnng ubf^nrnndon und die HohK 
kegel wio Tdten ineinander geschoben wUrden. 

Eeeser jedoch werden die EigenschafteD der Luft doroh 
Tolgende H^otfaeae erkUrt. Mau nehme an, daTs die Lnft« 
teiJchen aarte Bahren aind, die mau aich anf ver^liiddenfl 
Wei^e elaatiach wirksam denken kann. Ziief^l kann man Tonut»*- 
aeuen, d&b me ans einem sehr dflnnen BUtto bestehen, daa 
«»«mjnengeroUt nud in sich geechloaeeai Ut, Wenn ein auiclier 

wmfthr t ta MAO vi Dw »u>atnfnniig«i]TiidiiB Lsit ilflkftt dcb Mn Nidh 
hmtm ie» Druoki odt n&aBbcurcr Gcvnüt ■■■ «od ttnükl Um i.-t<: fvi« Ter* 
^AHnuB^, wenn >4e lnAcre RiovtHnmp (««c^ d«r Drvtk d^r Luft Mif tidi 

' /V. m, ^ ist 





Keane A&»«IaBir- 



HohloyliDclor ni»aaimut^ffe|>r<*Ut wird, geht soano Bncis mohr 
uud mehr vou der KreU^c^^I^ ^^^ cUiptl^chon Gbor imd wird 
ilatm beim Aafhüren doe Drualctt wio dn Hoffen KUTuckfipnttg^n, 
A&drereeiU k6mito man jedoch acdi amuHmön, d^Ts die oylin- 
dnsoben LafUeilobcn aus einon iiicbt eosoJüodeoncn H&ntot 
bc«t<ih«ii, «0 dAÜs dideer msAnmiotig&drUekt imd daboi x.^ enteren 
Windnugon f^chlosroa werden kann; dios würdo ein« noch 
gräCiMo El&AticiUt bcwirlton ucd aDf^ordom das weitere Zn- 
KAvuDdndiüekoii durch VeriLndomu|; doa Quei»dittitte niobt ava- 
aeUMJ^Gn« Die dritt« aber und Tortrilhafteato Anoahmo ist, 
dofb die R6hrcheii der Luft axib ein^r vor%vci^cn fiuto oder 
4U8 8ohr dümion und, ^lattou BAndem uäcb Art einer Spiral- 
feder gewundtui sind, welche oin ^usammciidriLokeia von alkn 
Seiten und ein enUpre^ihondoü Zurückbringen guföiBl.^ 

I)ie«e An:mbmGti gonü^on naub Borelli Eur Krkiintng der 
^^igcncöm1:chkc?ilru der Luft iu Bozuj; auf die Iciobte Voraobieb- 
bvkeit der TuUobea and ibre E]&«ticitdt. K« eind jedoch damit 
dicKoinplibaüonenimBauderLuftparükela noch niebt eraoböpft, 
und«» diese mOasen aufe^rdem einige sottenartige AriäütKo 
H^Di) beaitsen« welobc in d<tn innem üoblrAum dea Cyliador» 
£wei^ hervorstrcckon tiDd durch die Wftnne erveiobt und bic^ 
ttm werden.* ZurBegründnngdioeerilypotbcäeflindindeäscnerst 
eine Keüuy von Fest^irtsnDgcn notwendig, welche tax ErltUUnag 
des fiÜMigen Aggregatxusüukdoe dienon* 

Znnicbst bat man fdch klar su mocben, daT« der ZuMimmon* 
hang der FlÜMigkeii^n aucb nur mechaniseh £cdacbb werden 
kann. ENgibt inderNatur keine AnKiebung oder 
siebende KrafL" Man spricbb wohl ven Amdehongv* 
kr&ßen bei den magnetischen qimI elektrischen Krecheinnngen, 
euch beim Sangen. Aber wer mOehte ce veratoben, dafä dnioii 
äna ttnk6rp«rhcbe EögenacbaJ^ dnroh natOrliobe Kraft und 
unmittelbar ohne hßri»erUchea WorkÄeug irgend ein Körper 
bewegt und gebogen werden könne? Ein natürliche« Agend, 
doa eelbst nicht bewegt ist, kann nnmöghcb einen andern 
Körper xbcben» und eufserdem mafstc es mit einrin Seile oder 
Ilakcn daran bofestigt soin. £a Ist daher keineswei{8 geatattet 
KU «ogon, dn Körper könne, wenn er aua einem ansgedehnten 



* Pf. 13a, p. !(S r. - ■ IV, ^4. p. UL — ■ p 16«. 
f4.Av.rt II- 30 



BoKKi^Li . Keioc AveicfauQg. FUsat^dta, 



ZiulAno zurückgeht« einöü ihn berühreud^u Körper «l>«uiö"' 
Uichi mit »ich führen, wio «in ^oh anddchiiender einen «oldtvi 
▼cm »icb entf^ra^n.' Vielmehr nind Mo KOrp«r» vrolohovch« 
h&r &ng6£og6n werden, in der Tk^i «mtireder tou selb-it oi 
doich eine iuiäere Kr^tt angetnebeii. Magnet und Eiaeu wi 
(wiö in dem Buche Vl/^ dir Stoßkraft gc«iig(i durch 
BBtflrliche Kraft in «pont«wr Bewegung gegeneinander b»- 
wogt, grade wie dir ncfawert^n Körper cor Krdc« Die elektriftobuL 
ADsiehungverB<:heiuungcn düril^n auf Aasütrömnngeu hemlieci, 
da dir cickbnftohen E5r|ier durch da« Betlxtn warm WM^eti 
und dadurch öch mit einec Atmoephi»? ron wannen Ri- 
halationeu umgeben» welche leichter bt ab die urogabrnd« 
Luil nnd daher von dieser albeiüg gegen den Körper mi- 
aammengedrückt wird, wobei die leichten Kdrpor miign> 
fuhrt werden. Da» Sangen beruht auf dem Dmeke dar 
inbereu L^ift.' 

Kachdeni fostgMtellt isl, daJ« Waxser und Loft an der 
Krdobcrtii&olio Gewicht beAitxrn. «in*? imriehettd«* KraH aber 
Dicht exisLiert, kann nnnmebr zur Fentateltung de» eigonlLi^l 
WemuiH der FlQaatgheit geachritten werden. 

Kin fmAäiger K&rper uL eiu M>khe-r, hei welebam 
der im &]eichgewiehLbeÖndlii?henTeilHdMLwIb«!m ran einitrinijicnB 
Kraft bewegt werden kaun. während die übrigen uk^Jit Imwi 
sind oder doch in andrer Weise in Bewegung gMetti werdi 
aJ« diea bei einem harten KJSrp^r der Fall ist.* 

O^en dio»e Dpriiüliiii^ die M>gar von der arätotelii 
nur wenig abweii^hl. dürfU? niehbc eitixtiwvtndfkn nein; aber 
entsteht die HaupUirhwierigkHit, v^n rnt.^^b<»ir]iti], nb der ß1 
KOqwr ein Konliuuuui iitt O'ier ein Dim^f^lmn, d. b. ein Aj 
gat onaäbliger voUeUtidig getreuuti^ Partiknln, wie nüi R«ni 
Römer oder Sand. Bokv:lu uDteminiint ^ da« leistre !ttR<n^ 
nacbx<iwni»fn. Mit einer Reihe vou BÜfäsfttseu gi^ht er daran| 
da« Qruarlprinjnp der Atomistik mare yeomrfrm im demonsitni 
Dcrr GrdanknngHfig ixt folgrnder: 

E/t wird xaTiH^diNt feKtgr-^Utll'^ dafic nin mbittansieller 
dohi au3t untjiilliureu tiud itwar dnr Z^hl nach anartdliclien 
Punkten guwun mangeeetgt üein kann. Denn unteilbare Pnakta 



itnef^^ 



' p. 1»4 - ' f irtfl - • p. i»j 




^ 



r«i« d«4 U«kpUaU*t 6tr t^rftAt 



^:d»iwmn nur in di^ Vor«t4fUmig tind Im Donk«D (fi^tion^ «I 
üMniü cogiuUon«). Au» <nfinitis nnm tjuantie kftxio «bonxow^oig 
90X1 QaMQtam ünUl«!h4>ii^ wie au« imeDdJiohviftku NoUad oin^ 
Zahl.' Der K5rpor ka&u &b«*T auch nicht «um unendlicHvMJon 
eiidlich«D Teilen bestehen; donn tinendlichvi^le ptwtes ^anU* 
bilden icitnw ^ine unendliche Aii«d^htitingT tnOgon sie outer- 
eiuanrior glnich odftr imgloich it^m. Di^^h wird tnnthamatiicli 
l>«wi«*oii.* Hiermit HCvht iiIm7 fiwt, daJV di9 Zalil it«»r T«U« 
MC« «cdHchtf t«ifi ma&. Ea ^g^ sich abur noUf ob di»^ 
Tau« ot/u gotrormt und od^r ein Kontinumn bUden. Dm «in> 
dgo Ko&nseid;<eti hterfQr Hegt, wenn die Teil« zu kleüi oder 
dnrobsiohiig f&r die direkte B^b«ohtuiLg nnd, m der B<^- 
v«gimg. Vecin die Te4l«> KtuuniDenhitngen, ao kOnaeci sie nur 
w> b^vcgt werden wie b«! einem fA«tevi Ki>r]>er, d. h. entweder 
mit gliüchcrr Ooschwindigkc^it, oder, wonn mit verscbiedeaeu 
O^echwindtgkAitDii, dum nur «o wi« b«i robierondon K&rp«niT 
d' b. ihre G^ohwindlgkeiton m1)«Ben proj>ortiou«] der Kiit- 
femuof;: von der J>reh&3ce sein. Piud&t sieb ein Tei]oh<rQ aader« 
bevegtf so kanii ee mit den tlbngeii nicht in feiern Znsammeu- 
h^ngp i«in, Venn also bei «in«m KOrper Bewegungen der- 
•rtjg stattfinden, daf^ gewiem* Teile bewegt- «ind^ wfthretid endre 
rcilien oder solche Bewegniigpii b^^it^en, wie eie mit den Teilen 
eiDW linrten nnd t'fvtnn K^q^^nc riic^ht in Übereineummung ku 
bringW Bind, to rooTH der KCrpvr ein Aggregat orff gvtr^aDter 
T«iliclion eoin. DitninB t~o]ßt, dab dio Teile von FlQuügkmtAn 
thacsichliob unt4.-ro< in ander geO'ejint sein tnüaaen und kc»iti 
KoniitkTmm bilden können.^ Jetzt ertl 1ä/et aicb dev' Haapl- 
eats der Korpuskulartheorie beweLeu^fi : Die ursprUngli oben 
ersten Bestandteile oine*^ fliifsb-igen K6rp»r« tind 
cteht flnifcig.^ Wiiran nämltt^h die kkintiten Be:ctaiidt«ilo 
d«r ytrbvigkoiteu M^lbsl flüssig, so würd« mac bei fortgesetzter 
Taünng dcnslban immer wieder zu flüssigen Teiku gdangeu, 
DiMelban worden abo nach der Dei^nition der FlILasigkeit od- 
atähAngige Bewegnngen ihrer einselnen Teile sulasseo, also 
■albat wioder Teile besiticcnr wekh« tbatMchlich voneinander 



JV. 181, p, 181 - * JV. VA, \U p, 181. IS». - * iV. 137, ^ X«A. 
* ft tlO, p 164- IWtM floldun corpo« fdmtmi ciDinf«c<«1e« fldiliM? 
war 



gcbr«tiTit sind« -nie chon tMvno8«n. Es kOimtd also kein noik 
fto kjif^a«! F)üflsigkeit«teÜoh«D beE-»ii:lm«t werden, da« okkt 
wieder n^tu i^eteilt e«i ; deowacb mu/Kte di« Flttaviiikeit *« 
tui«ndüchvieleiL Teüou beet^fa^m, vn« unmSgUch ist^ 

Abgesehen davo&T d^fM c« auch Akirtothlu widerapricll 
dio Toil9 (lor Flütvigk^it ü\a ünmor vi^di^r lltiMig oikEQva^ 
«^ noch ihiD bei fortKA&ot^tor Teiluttj; koiu Nnturk6q>Ar mim 
Xatar bobalUi — ubf;c«eho& abo von derAutoriUlt Aor^ibb rldi 
ki«ft dftr Vomotift aiKh aöoh ein zweiter Beweift aiu folg«a- 
der ErvftffonfE. 

B«atte(loQ die Flü^iKkciton au« beliebig kleinen Teüuliu, 
die sich von den andom unabhängig bewegen ki^nneo, oS 
mü&t«, da allo irdi«ohe& Körper von sahUoeen Poren nid 
Ö&ngen dnrohM^i^ oind, do« Wa«ser alle K^rpor dunK* 
drinf^cor kdnnon: denn c« gdbe keine nocb eo kleinen Porci, 
die uioht von den hls ioA Unendliche teilbaren flufsigen Teä- 
ohen duTfhetrCmt werden kOmiUfit, siinal auch die klTtin^ 
Kraft geaOgt, ein Waaec-rteilchen itu verAcUieben.' 

Nachdem eomii die korpnekulore Konstitution der FlOnlg» 
keit^n crwieeen idt, entsteht wieder die Aufgabe, die Eo^ 
imekeln «o xu geetelten, dnl^ ihre Eigendciiaften sor Hrkldmni: 
der Er^chcitinngen anardclien. i£ur Bildung einer Flüeeighöl 
isc erforderlich eine IVermonf aller Teile in flc-hr kleine Par- 
tikeln von aoleher Ueitalt, data sie leicht ftbereinaAder bin- 
ftieJsen köunL-u nnd alle gleiche bewegende Kimft di^r Scbwtfe 
haben, d. h. also die Tuilchen innMCD aem 1. roneinandor tut- 
abhängig nnd Snl«erat klein, 2, nahesu ktigelßnnig, H. spiegel- 
glatt« 4. gleich schwer.' Denkt man aioh eine Zahl von gana 
glatten, gicioh achweren UloakngeU), und diese adserordentlioli 
klein, «o würden diese etwa die Kncheinungen einer FlOaaig- 
keit zeigen. AUerdinga wird sieh ap&ter ergeben^ daJh di« 
Eonatitnüoa der Wa«eciteilcbcn keine ao einfacbe sein kann- 
I>agegeu m eine andre verbreitele Annabme nicht not* 
wendig, nämlich die ron Descabt^ nnfgeitellte Bedingung 
daia die Fiflsaagkeiteteilchen in leblwfter Bewegung »ein raürvtvn.' 

Ab Beweiae für dtieee ourteuche Ansicht »ollen h&ipt- 
stchhch Bwci Tbateacheo dienen: I. daa Schmelzen doroh 



' J\. tll> p. IW. - ' p I9&, - • 



II. 190. 



Bnan.ijT Vct^äHiigunff. Ge^-vn Dm^^nTiE«. 



309 



1*1 cIas fiieiJer^T 2. Hie Anflösiirig von Kürjinrn tu FlüAsig- 
kötcd- Es »ei jadoch dagegen zu br^merken, dafc die blofs« 
Ttahfii gbitter und InichLbrnvAglieher Teilcben lcemi?j{wngs g«- 
Btgt, um Pe«tigkejt zu bswirkeiij daft alsa ein Körper, d»r 
lu solcheu TcUclien busLebt, wenn dieaelben nii^ht i.u Be- 
ireginig sind, darum iiouh nicht fe«t zu »ein braucht- Wau 
naht di«9 Bchon jtn dem eiiiffifhen Baispiftle eines 8andl;&uf«nii, 
«rlelier keinMi feslen Körper vorst-ellt^ obwohl sii-h die (*m- 
irJnnn K^rfier in Bnb« befiuiJpn. Es gebdrt. vielmehr zar 
FflriiglcKit, djL& die Teiluben das Kfirpers untere! riiiri der ver* 
boudKii sind- BokkllI widerlegt df^n cArU^siscb^n HtlfsSHtse, 
lUiHfriiiAm bew^N^n Kfir|ier lint-btf^r Bewegung mthgf^tPJU werrf^n 
fatnn», aJfl «in#tm mbends^n, und K^igt, dafa die l«i«htpre B^- 
"«egbcbkeiL der Fl ÜKiiigkeiU Fei leben nicht damit Zusammenhang«*, 
■Itli sie schon agitiert sind. Er Hucht darauf die oben ftnge- 
hbtan Erw-hpinnngen ohn*» di© curte^uhs Hypothese mi er- 
Ibmn. ß«im ärbniplzen W4^rde die FlllssigkeJt nur uIh Äcr^ideiiH 
iriangt, indrni die eckigen Teil? des schmelzendön Metalls oder 
fikata dun^h ZwUt^h^^nlügt^rung dtr Feiierteilchen getrennt und 
Fliafaen gebracht werden. Er banift sJoli dabei »uf 
Is Tersiich, bpi welchem «ich pulverisierter Alabaster in 
Ukace wie eine Flüeeigk^^it verhielt und beim Erstarren 
Inp äufsersL kleine Körnchen bildete (», oben 3. 2g4). 
h di« bewegende Kraft der Schwere, welcbo Bokklle unter 
Bi^dinguDgcn der Flüssigkeit anfuhrt., sei nicht darum 
bnixU3ciefa.en ^ um den f^ftssigen Zustand zm ermöglichen« 
sie sei nnr die Ursat^he^ da& äioh stet« die ebene 
ntale Oberfläche herstelle. 
Weniger gificklich sind Bokkm-is Versuche, ohne Znhilte- 
» Ainer inneren Bewegung der FltUaigke itateil eben die 
Hchen der Auflösung au erklären. Er bestreitet^ dals bei 
dem Walser das aufgelöste Salz sich sogLsieh durch die 
Wassennaase verteile. Die cbemi5c>hen Wirkungen könnten 
ohne Agitation der Tetlcben uieht zustande kommen, 
»ei IViLgUchf ob diese Agitation die Ursache oder die 
irkung der Fermentation, d. h- des chemiechen Prosesse« 
. Von BüMKLMä Bemtihungen, die Vorgänge in den Fltlssig- 
ten ohne Kigeubewegung ihrer Teile ^n erklären^ führen wu' 
AD, da& dvs Eindringen des Wassers iu Scbwuuiuie und in 



310 



Bo««^u; Aufltt«!!^. KipilUritdt 



BhnsvUin auf di« Scbvörbraft xiud das Oewicbc dm W 
a:aräckgo führt wird, wodurch dsstölbe in die leeren, ri^ vcb 
Luft orfllllujn Poren (ttnt^r Vertreibung der telxt»r«i) alnrlritip, 
AmJm also die beobachtete Bewegung eine Folge, nicht. XJraariff 
dor FlOBsigkeit »ei Daes^be gilt von dei- T>6iaiig von KOTp«n 
im Wn^acr, indem dnvch die Schwer« dp9< leurt^reD die dUnnvo 
Winde der Pcreii der K<3rper dorcbbrochon oder di« Teilcbvi 
der S&be vont>inaiider ßetrenci werden. NacH vo1Ignile4«r 
J^iösaug werdet) di» Partikeln de« Habe« nicht durch inner» 
Bewe^njz doi Wmhat« Mohwimmond orhAlUm^ aoondom durch 
eiii<i Virknng der Waamrteüoben »uf die Oberflitohe der Stk 
teilchen. Eb ho«iu«n n&mlicfa dio Teikben, wie uch noct 
nBher scdgen wird, von Natur eine gewieee anhutuide KnA 
tglncenj infolge der Gestaltung ilirer OberflAchen, welche um 
<o stärker wirbt, je kleiner die Teilchen flind, weil «ie pro- 
pOTtiomal der Oberfliche i«1, während die Schwere dem Volumen 
proportional utt, aW et^ker abnimmt ale die Haftkrafl dir 
Teile, vrenn dieao vorklr-inr.rt wnrd<in. Je kleiner die Tetli*, doelo 
gr6(i6T demnach du Hindi^iiic ^«!^c<q ihr Herabcinkon ^ wir 
würden GAßon. die Brihung — , »o daTi o« oino Gretine gibi, 
bei wekher die? Hemmung an den Obf^Hlät^hc^n ^h-ieh der 
Idchwera wird, nnd hA fc^^^R<^>>^^^ Kloinhoil der Teiln dae 
Herobcinken aufhört und Siübtand eintritu Beim Brennen 
deM KnlkeA drftrkt. die Schwere die im Kalb enthaltenen Fener- 
t«ilchen heraue und bewegt dadurt'b das Wosuer. linaaelbe 
4ndet bei der Lüimng der Metalle durch Sdaren ttatt.^ 

Den Urklamngen auf Onind der ^hwcrkmfl aGboJnan am 
b«denkU(^ten die Erdchoinungen der Kapillarität su «ridet^ 
aprechon« das Aufsieigen tlM Waaeon» in engen Eohrvn und 
die Trcpfenbildung, da hierbei Krafle amireten, welche dar 
Sdiverknli gerade entgegenwirken. Vergeblich wäre ee in- 
deMOD, au9 dioaem Qrunde die oarKisiaohe Annahme adoptieren 
sa wollm, nach welcher die Wa«aerteilchen UngLicb and bM||- 
«am «ind wir klotn? Aulo, »o dolir sie infolge gegeiiaeiti|far 
Ter«ehtinguttgi?ii rhe Kapillarunoheinungcn, welche der Sohwara 
entgegenwirken, hervorbringen. Uonii duiu würden Bo- 
wegnngen der wurmartigen Teilchen nOtig sein, welche Bo- 



MI: Eriülmj; 4er Kapillm 

kbtbiTit afld Überiejfuni; der W&eeertdlöliMi vorftOMioUc« 
wurden.* 

Coi dio K«püiar«raobeiiiti[3geai m^diauidofa aa etUären» 
inftggen di« WaBBcrtoiloboa «benfalh als oigtMitümlicb gc^Ultot» 
]f 8soliu)«Ei b«trficht'7t word4}ii. K% eoigt Aoh, dafa dio w&aangeik 
IltaB&gkoiUD 6mQ gdwuHo Vi«comtlt boHiUoii. Oaf« dtooe von 
«buun ZQMUDmonlWQgo, oincr VorbinduD^ (glnt«Q) anriachon den 
Wtt9«rteücb^a ubhiLQ^t, folgt dftraua, data eie durch Zu^at« 
s&Ker SubvUfiXi wie Safl^ vormohrt wird, indem dio Troi>fen 
Alsdann grOfaer worden und die Flflaali^Git au Ffideu ^[eaofi^n 
and in BUecn aufi^bUht worden kMin. Ein solcher Zusammen- 
hang Icann nur duroli die Aunahnke biageamor und elaatiaohor 
Uainor Uaschinchoii orklirt wcrdda« von weichen dio Waaasr- 
teilchou wie von oinotn Flaumo omg^bcn sind, Uoiu:iit.i nimmt 
dabor an, dafs jcdo«< nin^clno WassorteUchcn ewar innorlicb 
f^C ttnd bart, von oktacdnficher od«r oinor andron onUpr«obcnd«n 
UoKüilt urt, daftf M aber infscrlich lnngob1^n i«t von einem »ehr 
dflnuen Klanme, d«r üch nach Art einer Maachioe biegen 
nnd wieder surftdurpringeti kann. Beaagbe Maachincheu mfhaet^n 
jedoch kurz, gewunden tind von geringer bULrke »ein. ao dais aie 
aelbfftveretftndUch nur eine »ehr nnbedentende und uumerklioho 
Kraft hab^n und dem iuner>^ Fhiscie der Teile dte Wasser« 
keinen morklichen Widerstand cuLgegen^etaen können.* 

Die m erklirend^ Schwicrigkoiten sind namentjicb; K wia 
und woflialb Hie FlÜBsigkcit^t>r^iIclieii leicht tlboreinandrr Hon- 
giaiton nnd doch von der ganaon FlCLssigkeitsmasso nur schwer 
getrennt warden können; 2. wcaholb ein dünne« ßUttchen, 
das Dahenu ebenio schwer wie diuf WaxAer t«t, tfkh in ihm 
anT nnd nieder bewegen kann, ala beoitxe daa WaMror kein« 
Zähigkeit ; 3. warum gewisrte Flüoaigkedten aioh nicht mischen 
und geniaae Körper nicht benetsen.* 

Di« erste Schwierigkeit IfiM sich dadurch erUircu, dafa 
die ToiJcheD dea Flamnee, welcher die Waflserteilchon über* 
Ekaht, imsammen hängen. Ja weät«r nun bei einem Vermache, 
die Teilchen voneinander zu entfernen, die kloinen Maschinen 
de« flaomca aangedehnt werden, nm so grijfffer wird, wie dieü 
bei eUdUflchen Krirjtcm der Fall itst, ihr Widerstand gegen 

* p »Ö. 506. — » p 308. - ' p. «Ä 



312 



dAS w»iur^ Bi«goii uttd TWiiD^a- DE« T«iIc1i«iL, ftttf 
aiD« nuJjMTV» Krftff wirkt, hiagon' daher f«st«r suMmmMi, tb 
diojraif^n, volcb«» nch blc^T* barttlireii, <^iti« gex«m itu vr«tdtn, 
IHo l»tct4»n>fi köniiMi icomit wogen der Bi^^mkmt dosFUtun» 
hMckt Qbor^iniLDdet gteiun^ iudom bejm Fli«b«n iitebc 
Wideovtaad irio tHÜm Zeiroii suftntt.' 

tlBOme« tuuis aact daxn dien^n^ die übrif-«i Schwi^^keiti>D n 
Idsan. X>As Wose^r widdnt^ht ia cl«r Tb»c iofolg« diotü 
Zasanunenhuig«e oiiiigOTnuTMm, wt^nngl^ieU nar tn g«h&g«m 
Grmdtff dtrr IhircbdriDf^ong darob fo«tft K6rpur und lüWt «iob 
«ttt dattfdboo Otiindo «in w«tug ftumiDoiidnLokeB. Por dk 
£xi»t4nw dieatti rwbindoiidoD FUumftc spnoht femer, daft di« 
WikAMr aoa einer oiiuägea engen Öffhauß nicht in die LuJI 
aoftdiorst. Die Ki»ohung verschiedener FlUsdf-feeiten wiH 
ebenfftUs dnroh den FUum verhiDdert. 

IMe BiJdung kleiner nindcr Tropf<>D beniht niobt dunvf, 
d»ft dieeolbon allseitig yqb der Lntt cosunmengedr^ckt werden, 
<jniefa nicht naf d^^ vereohiedonen Bewegung von Lnü und 

WMr, noch anfeiner iDneTenoBttirlichenEnft. £be>Qw>weciig_ 
int die Unsollnglichkeit und Knge dor Peren der Luft 
Urnoche, dafs die WaMerteilohon der kl^-incti Tropfen ^ieh 

die Luft £cr«trenoD; denn die WaMorteilcheu bewegen Mcb 
tehi durob die LuA, nicht weiJ nie dnroh die Poren der Lnfk 
andern weil üte die totieii und beweglieben Lnft- 
len laicht aus ibren Orten verdringen kennen. 
Dio Kepillarerecheinungen beruhen Tielmehr dnrnnf, daiji 
an dor Grcnftc von festen nnd düssigen KArpem eine V 
^JUidranng den hydroetatiachen GIcicbgowiohU ciatteten u 

■ecn infolge de« PiaonuMf welcher die Waa^erteüchett 
gibt, ptütxen sie sich an den Unebenhoiien d«d fest«n KCrp 
an wutchi'n sie gresven- Botnwbtet man nnn dieaen 8tQ 
punki ult [>rt-hpunkt eine« HebeU and daa Gewicht dea Tetl- 
cbena «elbjit als die sti hebende Lub, eo iat klar, dafa je in 
iVoriiAilnin der Dimenuonen de« Teilchens jeist an dem fr 
le eine geringere Kraft erforderlich aein wird, da« Gewt 
SQ tragen, d. b., dafs e^ einen geringeren Druck aef dio tul* 






* fv in. p. üo». 



iluu: 



my. 



bftr bon&chbart<^n Toilchon ausilbun wird. IntcljE^v^d^snou 
T<^ilchrn durch den WÄsaordruck g«lLob«<ii und SndH 
it «cinrn Äntchon an dorn Mhet gelc^n^u T«i]e d«^r 
Wuid «inen 8tütxpiinkt. Jn dieser Webe worden die WanHer- 
lioti ftn den Wiiod4-n gcwU«cnnal'»oti ^Lbcrcinftndor in di« 
lir c^ewftlxt, bi» dofl Gli-icbgi^ wicht eing€trct<in int VEvi;icho& 
dom Druck dt'n fn-ion W»Mt^m und dem Gcwicbto d«*n an der 
Wftbd hängeiiden. Auf diewlb«« W^iae ist da;* Ai]&teig«n in 
ea^a it^^fareu su erklären. 

Boi der nVopfeubildung kommt hJnjni, dafa die Waatter* 
Uilchon an der AurAeoseit«^ welch« durok ihre Ifaachi&cben zn- 
«vDmetihft£L|^ti, T0& der Sckwere der im Innern befindticben 
nach anJaMi gedrückt, alao geserrt werden; dadurcb wird aber, 
VW iVöHfx geengt, der ZusammptiharLg der Mascbincliea ver- 
atärkt, nie kAngen jotict fester zu^amm»» and bilden gleich&am 
aiito Uaub oder etn^n Sack, w<ilcher dnrch di*> Schwere der im 

Sera frei buwegliohen Trilcben gn<t[i&iuat wird. Wir liabra 
r die ErkUrung di^ TTO]*rrttbU<lung ana einer Art Obor* 
kenfipaitimii^, welche auä d*r kün&llieheu KouAtruktion der 
Baer]tArliLt-li] al3gt*Ht#-t hl. Dikh« ()}irriläcUriiFij»aiiuttiif( wird 
von BoRELLT BU «diier Rnib« vcn Erklürungeu üb«r die au 
TropiWi beol>jurbleU*ü Ei^ubpinuii^eu Lt-imUl- Auch dofe eiu 
Teil de« VatMn^ iu der Kapillar rubre li&ngen bleibt, wenn 

Bdieaa ma» dem Waaser emporhebt, wb'd au» der Verkettung 
ObprilUrhi'-nteiln abgeleitet, welch*» durvh den Or^Jck de» 
ibrnrn Wa*>er* «nge0p»nnt werden und daTiurcli u-ir? vin 
Nrils ntrkf*ti. 

Bei Gi-Iegttnhiut drr Wif-dertnjbing de« GiLBKi*tiiciht*n Ver- 
■nobeet, magnet-iüirrtr Nadt*!ij &itfWft.<i«nr -iilinluimen zu laaaeii. 
ntd«ekte BoßKLU die TiiAts&4:hf^ daß« Iei(.-hr.e auf Waiuier 
»cliwiminende Körper in der Nfibe sieb anziehen, rp«p. «bütofAen. 
Hr nn^ersochti^ di»**^ Kröi-bein^ingen nSher ati Rlitirbon von 
ing und Holz und erkannte dln Urxitcb«' dnr ATi/ielmng 
Abrtnrming in der OMtalt dnr dttnrh dir GAgnnwart der 
n Kftqii^ vi^nUiderten Ob^mÄrhi'. T>i<-Hi* Kntdetjkung ÖUt 
MÜnrr Angab»'' etw» Ä2 Jahn? vor AbTaftHung fieinea 
De nuftälnut itaiuttdihiiJt t^tc-y nlso «pAttMtt^iH L<j3S; er teike 




BoMLu: Vah, Tbrorifi der KspüliHdiU. 



sie vei«cht<'drDtn PrmindAB mit und 2ni^^ mö im Jalir^ 1^ 
vor den H«MXT^grn von Florcns nnd Toakatu und lieia Kikrdiiul 
l^oPOLPj t^-Kic vtJT di^n ?hlit^liedeni d«r Jfwtnnift (ie£ Oüvi«nlo.' 
Di<< BorKiftlt t»eiiier üiiUrHUchuufcen und dio AtuftUijliolikntt 
a«üier Theorie würden, obj^leicJi ]etet«re unnchtig isi, woU 
verdieneu, dafä man ditM^n Teil d'^r kApillnn^n Phänomeß^ w\m 
BoftKLLifiche b«seu)mete. Auch den GinilnJ»^ wdchcn dor Km- 
pillardraek auf das EinÄnkcc schwimmender Körper nbt, liat 
er bereits erknnnt-' ^^ 

Mati wür^r die K<ir|>unku1iirtlify>nn ßcKKLLLt &]tfcb bni^^^| 
Ivilcn, wnnn mAu glaubte, dafit eÜo etwa g<;rade an diAften AiT 
zir1iimgneif<i'1iE>iuung«a getadwitert »ei, Hir iiii< ubrii^n KapilltLr- 
i-mcbriuuuKeu jedocli auagenicht h«be. Bohklu luit xui' Er- 
klärung seiner Beoacbtungen seinen frUhoien Uypotbe^en kein« 
neue binsugefQgt, e« genägbe ihm die Thfttsache, dafs nch ftn 
den teei^n Köipem Erht^hungen oder Vortieluiigen der FlÜasig- 
\mi bihlt^n. Auf dinstRH TJntAUnd stätxio er «eim* Tbciorie, in* 
ilrrtTi fT XU b^witiM^u ^iclit'1% düßt Von xwitj glfiicli boK^tn 
(kapillarL-ii) Wit-Haor<Trlir1jungrii dii^jenige einnn gnOf^en^n Druck 
ttuf dütt ftanintnr lirgr-iidn Wawtt-r ansiQlM«, wHi-Jie die gntHirm 
Npignng besitw^ Bein» Fluuinlhatonis wonnt'.h diA Obi-rlläi^hpn- 
üüV nnli^TviirtibiiiJrr /u^nux mm: bälgen und mn itnro feHiei) Kiirpcir 
adhürien^n, war wolil f^ttf'igaetj i*ine V«rftr]Oi*rung dea byttro* 
tiAtitieben Dnickes %n motivieren, aber er konnte nkht atifdaa 
richtige AbTiHTigigkfriUverblUni)« dieser Vei'ftDdernng vau d^r 
Hiclitung nnri Krilminiing iler OberllAche kommen. Mjtrt wird 
ilim di*»i»e nntt viel npJltriir erfolgt« Entdeckung verfüUlt xn 
Imbnn nirht v.nm Viirwiirfi« itiiu^}|pn k'^nnnr^ «nndi^m d«ii *<miit« 
und k<inMi-c|uentn StnOx-n ftiuirktinnifn ninw&irn^ »ufOniDd ütnovr 
V»niuHHotEui]gi-ri dim cmtiMi Vcntucb xa uui-r roatbouistiiu^hen 
ThfMjrie di*r KapillanUL gemacht xii babisu. 

Für BoKSLUa Korpuskulartheorie ist die Annahme aina« 
Vacunraa unentbehrlich. Er geJiL dalier an eine wrgf^lUge 
teegrUndnng der Berechtigung dieaer Annahme. Er xeigt, dnik 
die Bewegung im LM?ren mit ^nHlinher OMchwindigk^it vor 
«irh gehen mQ<se,^ und widerl^t nuxituhrbHi «i»* von AuiJirtiraLW 
gegen die Udglichkeit d«« leeren ßauman vorgobraoht^m nr4od«|' 



» f lt« - • r »ö, - » p, 1«. — • p «1 ff: 



BiifUitJi: VacBiifs .Starrheit Jer Al£tfn^. 



aift 



WWift AÜift lUili*^ Atidrvr EinwJtiid« g^em das Vacuiuq. Du 
AufsUiigoD dc9 Wosvcn im hiAtofrcii S«am fiihrt er uatÜTtich 
ttür dexi Druck fl«« nntrr dtsm Druck der Luü st^hendeti 
Auiiu<rni3 W^^A^r» jcurftck. Din DiiDrtmiotiitn dn» V&cuntun «ind 
uacli BoiBLLi uic^ht n«l, Mndt^ni blof^ Privationnn, al>rr r^ 
ü<t lUrum uiiJu wahr, «I&la xicU aües iH-n^Urn, wun koü^i'A 
Kjirjter jcwisclieu m)i bat: sondum ßerüliruii^ findK uur Ufi 
VerbiinhiDg Jor Eudec iiAtt^ der leer« B&iun alwr Ijöwirktt Höhr 

Kt geht iih^T such darari, oinen dirnktcu Dowoi« fQr da« 
TorbatidciuH-iii dte* Ifwrvn RAamrs xii gobt^n. W^^nn n« mAgUch 
ut 2U xrigni, ilnfrt div* IrUnti Trilolirn lirr Körpt^r ftbitolui Hiair 
cuid hart. .Mud, imd w<^nn sür nicht rtolc-lio Qt:ntAll«n halx^ 
kfiniiMi, dttfs MV hti üllfii vcirkonmti-ndeii Bc^wtf^ii^i^n f^ni aa- 
t*]uam)t-r fliKUeirttejj. ao wüni«n ofTeutiai^ Wrö Efium» uaver- 
me hl lieh »ei II. 

BotUtltLl x<eigt daher xnnücTtst, duljp dt<^ Ict/^tn» Tf-ile der 
Flö»?igTin?<?ii rhenfÄllö ninn nind. Da <*i' jvhon htwiftnrrif dafr 
ak nic^h^ flän^ig siud, bleibt tinr noch zu zr-igtii, dal» ai« 
auch nir-bi woiirli unH nicht b!i?gMiin nrln kötiniii. Darx di« 
lrt«t<'ii Tml« dfT Wflir1i<»n und binigi^umpti K^rpiir n'u.-ht mWyat 
wüv}rr vi>trh und bit^HHUi »tnd, wini dabri mit dptiH(flbi*u 
GrAmiit» bi^WLiTarn, wir lU-r i^ntMjtrpi^hi ndr 8atK (^Ir du« flitHriigi^ii 
Kftp«r. Die DtTfinitiotH'u tlr** WaigIii*«! und Bit^giianiou -nt^tz«!! 
voraUH^ ilafA dio Tt^ih* soluhfr Kfirjier ht^wegt werdttn k&imtrn,, 
ohn*T daT« die nbrigi^u Tf-de t\esi bt-tr. Kfirp&tH in d^r WeiM 
mitb^wpgt. w^rden^ vi^ es \m haneit und atarren Korpem dtur 
Fall wt Daran« ab(*r folgt, dafi di«» T^ilo nri« ^^trennt hn- 
*t"hen- WÄn>n tirm iVu^ t^rhtJivxwii Teile KtObitt wierler wi.fich 
oiliT Lii^gHaai, »u mOratiMi diimu ««Ib«^ wi«Mlfltr gutivanüi Tsila 
faaWu, und divxor ^^chlnH: wUrdt- uu (inandlithün Tnih-u ^hr6i 
wav nii-'ht BtaUhaIV wt. R« miiis aUo xulrtzt hart« tiiid ätarra 
Teilehen gebttD, w^<>h4- ^\\M mt^ht w)eih<r iniK^ru V^ntilüebungEoi 
qimI somit ftelb^Andige TeUe xnla^en.* 

Als «tarr nzid ban nil^§goD dio l^tM^n Teilchen di»r K^rpnr 
ata«! beElimmt^ lud imveräiiderliobe geometrische Figiir btf- 
iitt3r4^n; >«< frugt ^h dali^r, welche Kignreti den Hmam voll- 



^ Pt. 9^ y>. Q90. ^ * J¥. 9W, il61 p. 33S. »7 




316 



Boauü KAaBMadTUlui^, Ponn 



«tAiulig P>rnilT«fn kAnnmi, btvAglicIi vriijf?he Figuren bei 
B'^wtigiifig ilii* v^illiiUlndigii ItnaiiiiTrfllllnrig t>«*J7ubi!ihalteti \ 

Zu iloi) AnUrrAu gubfiTAD «uDAehst Mvi primnatiicclt^n Figuno, 
difTttn Gmndll&cließ dio KWi« vorUiAniHg ftiuniUnfu Von r»gi>* 
Uran Kdrpem erOallt nur eiu eiüzlger die«« Bpdingnng, oftmlt^^ 
der WUrfel l>ie« hskh^ M^ticm.Tci;« (I4&t— 1676) nftohgowiM^f 
in Heioem noch nicht h^ransgegebeneit Werkcbeu iV fiffnHf 
f^tium mplmtihitx; ft d4*ckt^ auch rlie HallucmAtiooen (k# 
AiiurniTEi.i» und Avkkii^kh «uf, ilaf« t^ PyrnrndeneclEftii dtn 
Raum um ^infm Ptinkt orf^tlliAii^ und x^igt«, <f^ dftxa 6 Pynt- 
raidAiLf^f^ltrn und 6 OkUi'*d'>nH^k^n gr<hflriiin.' 

In ßi^xiig auf di^ Bi*nvngung kimn tUn KAiunorftÜbitig 
i^rtiaLUn w^^rden bä d«r Vonchl^buiig pruinotUclwr K 
in de<r ßjchltin^ der Äx*> und b*i der Bocalion von K 
Kegehi nnd UctaiionfllcOrpen^ aberUaupl um i)ire Aaut, In a 
andom PAlI«n müB&en Trennungen von den b&naoiibvt«in EOrp 
und daher leer» Kiturn» f^nuteben. Ee sind also boi det- 
fnttigk«in der in der Ni^tnr vorkommenden Bewef[aiigeJi 
KAame gans unvencDldlich, Es konnte ubrigoiM, wenn nun 
»Ibat di« BrfOllunß aller llAnin« durch elno feine FIussigkeK 
«iigeben wollte, dag vonibergob«nd9 FinUrr^h^n leerer BAume 
nit^t v[vnm^«in v«rden, w^iJ b<ri der Tnnitit:ng nn^nande 
iehlier«atidor itairer K6rp«r vODotnaad^r ptötKÜch und in^bmi 
eine Öffhung ent«Uiht, in welche die «UAnklUndo Flüe 
doch nur flUOcoMiv einlreten kann. Daiwdbo gilt von der 
reirenng bieg««]iier Körper' Auch bei der Bewegung ei 
Fiaaajgkeit swisohen einer Flüa«igkett «nutehi^n kurze Zeit 
dAaemd« leere Ränmohen, Der cuieu»che Äther, w«loher 
Atieftüliing der Zwi^henriiame immer bereit »ein boLL, 
wenn man einen solchen h^Jch^ feinen and durchdringend 
Stoff xngeben wollte, doch «olbet ebemiowonig wie ein an 
Körper ohne Zwtaobenlagemng von Leerem bewogi werdaitp 
Sogar die ruhenden Körper müiiiien atwieolieu ihre^n Tischen 
wegvn der OetUlt dereelben aablloee leere Zwbohenriume 
hatten.* £a ist daher awoifelloe, d^fe es nkht nur auCscr 
der iinnlieben Welt einen leeren Bmud, eondern eiteU inon 



^ Pr mt p ta^ IV. 26d. p, 39» - < p. Ml. 94^ > f SM^ 



Bomii 



Ar* Wnmm 



Qtftvim- 



317 



Cfi 



cienif<ibi9]> iioLwäaiJigL'r«ii*JHti uiixäldign vollkoiiimi*n limm AUilW 
yilt.' 

OlMtr die Kotietniktion uml d&£ ^uNAitimt^tinirVt*)! d«r LtiAr* 
und WA«sor^iIcli^D gibt ein« tjp^ztetlf^ Fra^ iuter^^öautti Aua* 
kocft. w»nini DAmlich anter dcni FtO^igkeii^ii allaän di6 
wto<rtgrTD Ki^rpPT Oi(< ErMcljpirnng Xf:g<itt. Wim G*>fri^reii uiiLer 
mign}if-tirifr KrKl\.fiEi1wirk>')img iiri Vi>luii:fin ii»i>!flMr «nviun^tiinitn. 
Hau muAt ilii^ Bi-grifTi^ T)irhtigk<*tL uiitl HikrtA woht aiiNmniLnd^r 
t4*u tiud uii'it gltttitivTii, wih im ^^^nwi'thnlii'lii^Ti l/i-lum äii gn- 

heo pi^egi, cUfti ein Körp«r. weidn-r vtrclichtöt wird, fUrum 
«uch notwendig iLÄrler^ oder «n »eh au«deltniuidAr KdqMr 
wenigor liart wAnlßn inQäse. Wenn Wa^twr gärrtert, so vird 
H« darcim iiirlii. v^rdiftht^l; <I«r VB«wi<*-b xi:<igi vi^tniuhr, dafit t*^ 
stich iMsm KnrtJtrrpn aiiÄiphnt Wii* i^ dif« ku erkUren'/ Nicht 
damk flii< KiiiniiNcTiting iiud Kvi«ch«ii lagern ng KftJtd onMngwn-^ 
dtt* Tvdlchen, wii; O^fiAKNix innint; di^nn i^ miirnrj* Hii-h tuiiiart' 
cti« KracbHnnng Wi hIIod gi-fn(^ri<Rdi*iii Körpern vnignti; auLb 
mclit dun!b din Brimiüuhuiig von aufs^n koimnftndnr LufY, dfinc 
es g»f^ebi*4!ii uurh imter LunHabAL-hlufT«. Kbi^iuiowenig kann di« 
Erklfirang Dk^^cahtuh' an» der Äuüttt'ukuug aem«r aalartigen 
^hilrh4»n gebilligt werden: denn abgesebon von der Äbaurdit&t 
diih^tfir Annahme über di? GeetAli der WaAserkorpuskoliif die 
«dltüti frClb^r stnrackgewieaen ward^. Ewigen sieb beim ErataireD 
^iae groik^ Menge vorher nkhc wahrnehmbarer LuAteilch^n 

Zur T^Offung dfn Problems ist aronftcbst sn bemerken, dais 
«it^h tin Wu«):f>r iinmnrmne gror«A Anzahl Liifttf>i leben bt^finden^. 
wie das Hi-r^Utftivtcn d^^r Luil an« dem Wsüaor üu lufUoerca 
Ranme beweii'., Aach im Eiso «aigt der Verbuch diu Vorhan« 
denseiD von I^ft. Haa wird uob dm Sachverhalt am beste] 
folgtnidemiarHen vorstellen. Die Waseerteüchen sind bedentend 
kh-iner ab die LcAtetlcJien- Bokülli meint, es gehe dies 
■Uran« bwrvor, dafs W'as&or no^-h diirchdriogen k^nne, wo di< 
Lnh uioht mehr dcrch^ru dringen vermöge. Man rnnf« nun an* 
»ehnicti, dal« die nmi glatt<^n Fikden cd&r Astehen Kpiralfönnig 
g^wundonan Köhr«& dar LuAteÜchoa nbonsio wii> die WaaiMw^ 
panikeln einige Motten f villi) b^iilzor^ welche in den tnni 
fiehirflum d&r Cyhndvr Zwirige vorstrecken. JH& Abtoq>tio] 



^ p, 3*7. 




clor Luft im Waafier gwobietii nun oiobl durdi did Aufnubmt* 
der Liiftt^iklieii in di« Poren clor Was^erteilche», sotkderu Ji^ 
Wa^neri^ilcljKU 8l«<^Len im Innern A^r rCfaranftiTmi^ii tmfLkor- 
puskrln. Die S^ti^ii der LtiftteiLclinii «ind in der '^nne weicJi 
und hipgjiLni infolge de* ZutritU der FeiH^ririlclien; wMtn »Iwr 
dve Fminrlrtklira l]rrjui!«trrl4<-ti, wir fhkn liftim O'^fruTiea geavcliioht^ 
Ml W4-nla'tt jrtir MUirr iiwl ftmt- I>ft4)ttriTh trr-l}]t>ti «ir tlw Ld dnii 
flüWfi [|pr Litrtlfiilirlinn li<<ilutllü-ht-ii Wa^c^prtt^ilßlipn hervor, 
und ififol^rdt^äiii^n tiirmiiL (Iaä WfiAÄer ji*lj5L emtui K''"f^''™o 
Baum ein; dii? nuimielir leieren HAbreD der L i.ifl Lei 1 dien bilden 
die LnllblAHen. welche nun beim Gr^taireii 4^ Wassers neu 
imfireteD 8>eht^ Die Aiii^dehniing des WitK^em heim 0>^fri»ren 
bt^mhi hIm* nicht Kuf ileni AiiBniiiJiiiilfirtTvUtn nntwt T<>ilr-b«ui, 
»mdpm jinf dur Kfit«tehting von Ptm^n innftHiftlh di-r rVlhren- 
ffirmigrn Tiiiftt^ili*hen. T^tpn bindprl mrhl i\mn Vv»iwrtr^rak^ 
vtnhnehr Wruht ili<< Fi-j^iigkeil di<?< EiiuM vrAhr^nh^inHrh iinf 
der Vwfli^chUmg ib^r iitfA-n^u Ki>tlvii und deä PUtnmv« di-r 
Luft- wnd \VaK«eri«<ih<h4>n, di<* flureh den Austriti der Feuer- 
fceilcbeii iftArr w^irtlrn. Er «rklftii die« auch, wanim aniJn* 
KOrpvr^ wie Luft, VWingvist, Queck^ber, nicht erelarren, weil 
nlLmiich üiron Koq>u»kelii jene «eigentümliche KonatiUition fehlt, 
welche die Bedingnn;; -i^r gegeG<^itii^n Vers^'hUtignng Her Twil- 
ch«^n und somii d«« Erstarren« der Körper )«t- l^if» boim 
O^Morrm de« Wusers ein« so ungieheitre KraA der An«fl<^hnuug 
eutwiok«lt wird, beruht ftuf der HnfiLcninUtitlirh grcfuria AmmhJ 
der z[nianiiTt^nwirki>ndAn Tailchpai/ 

J« mi^hr Kor]>uvkiOu von foU^^n K6rp<*ni, RrdtöUcben, einer 
Flüssigkeit xug«mivcht find, um ho zAlu^r wird si«; Ihre Teile 
leiaten den VerecbjebiiDgeu gröt^nfn Widerti*nd. Bei den 
testen Körpern endlich -tind die Teili?hen so miteinander ver- 
tnnden, dab aie noh nur durch bedeutende KrftiW hxn ihrer 
l^age v«rdTtiig«n losoen. Die« gilt jedoch nur, in)tof<«ni m «ioh 
um «ine wirkH<>be Trennung der Teilchen h«ndalL S^hr wohl 
aber IJttKvn noch dk Korpt))ik''ht d«rr fMten Körper klein« V«r- 
iohiobangttk zu; ohn* dio««1hi>Q wäre m nicht möglich, dafs di* 
Körper ffuv&mmendrtLckbttr und d^^hnhar, iovri« el^^tisch sind, 
und daTi nie heim Sto&e in Zitc«rungen genteo, welche aioh 




^ 



Ftrte K^i 



4<r ToibbotT. 



319 



I 



■D die Liiftti^ücbeo fortpflatixen un<l &I» Schall watirnAbinbir 
lan-' D» swli Dun viu Stofs durcl» dou ga[»«B Körper frtn> 
■X, unJ (lie*«r selbst in Sohwinguugen j^ratc^Q Ic&uu, »o 
iDiUfl innn atmebmeii. d»f6 <U<* Korp^t Me iia« niixiihlij;eai Li^g- 
MBiAn Teileh<>n bpst^^h^^n^ w«>kho di^ Cr^^talt von nlWIei PUlt- 
chen, Button, Bo^^n, Keilen n. dgl be«it3t<>n und nicht nlh^iiig 
üpDt mil^mündor v^bunit^D »ind, M>Ei4oni sAhllo«« l^^ro Hohl- 
fAii04.i «wigchca «ivh In^iit^iif no dal« lio wip kloiiif* «]AS-tii«cli-> 
Harbin PH «u»aTuni<^iig«vlrüvkt und gobogon worden köuuMi, 
djuin nbi-r in ibrv tViihcrn I-af^f «iH^^r ?!UriickfpnngüU-* Aiuili 
di« B)«^arak«it <K*r Körper b«wei^ ddfo Uir» Ti>Ucb«<ii einen 
govrlM^fn Spielmun für Uirii &>wegiu:g^n bi^alu^^u. oline Wüleb*'» 
•JB» Gr01^vetfind«nmi; der P.>rfrL nicht mOfi;tich wÄre* In 
di« Por«n selbBt vermOf^^n di^ k^i]fbrmig«n Pftrtik^ln d«>a Feuen 
(WftnnMtoi^) mit ^olc^r (><>>;rhwindi|;k<^k mnzudrin^en und 
di<«MLlbftQ an Arw^it*»m, worauf dio Aiwdfthnuiig durch die Wärmo 
boruht.* Anch hier gv>ht BcRRU.i nor^Altig auf Eins!(*]b«it('n 
«in. Wem von dru I<Vtirninlobon in ß^^n^E Auf dia IJiuvbdrin- 
pmg df»r K^rp^T gilt, f^ilt Kttm Ti*i] in noch höhorf^in Grade 
von den mugiKMiAcihf^n Effluvir-n- 

I>u ücwuntbild der BoitBLU^chcn KorpuAkiUnrthoorio stoUl 
«fcohaJao Inder WeiKe djir, dAr*di«- Koq>itnk(>ln der 1m1i>u, flüiuu)t«n 
vnd gaeförmigT^iE Körper oiiicn krui^tUohrji Ban n»oh Art von 
Muobinon beaiueu, welcher ao «inj^icihtet iat, daJÄ aie umtM* 
dam EinfloTs von Krfif^^^n nftcb mochftnisf^hon (#f!8QtK«'n di^ ^r- 
iMlt^flKtn BcvegTicj*?n fortpflaJizc^n und dadurch dio sinnlicbeii 
Ervohninnngon hervorrufen. Uic«e KOrpcrkorpuakcIn aolb^ 
iMBtiL«'!! U»'iinr ICig^nbcwcgiing. mit Aiipnnhmc ihrer Hnliwrqv, 
volche MC Kur V«rcfim|iEuiig noch dem Krdmitt^lpunkto hiutrinbti 
£a fr»fft «ich d^innAch* wil^ flii^Ho 8(<}iwf!rc xu denken int. 



I 



2. Die Bewegung der HAtp^rie. 

iloiuu^U Ut der Atmung, c« m «aznnchnieiit dufe c« util««' 
dfin trägnn und rnhcrdon Körpern in der N»tar aiicb noch 
^wÜH &thenjtcbe and lebendig« (»pihtuo«» ti vivida) Körpi^ 






J 



däo 



B«UmJ- BfTvngmjF de« Äthan. B*«CbU«iiK«n9, 



golw, w^klut fin« £ig«iDb&w«<gung besiueii, die ibnAn von Gou 
b«i der Soh^pfting mitfetQÖJt worden, «o dar« sie beim Zit> 
■ammeDtreffen mic den erat«f^n riie^^n ein^u g&wu$eo Örid 
dos AntriebB e^t«i)et^ knfb d(«Mn dienet boD sich bewagne. 
Die Bewegung diev^r ftth^riM^Wn 8i]1>Htmi/f'n <'!(lrft« oiii« glßi^b- 
förzttig^, nicht b04<'HI«un:gtii mihi, wiäl bri tbiiim dar oüttlrlickM 
Antrieb xnr V«irmobrung ihrer Oei^hwtndigkeit fortfällt. Wc^no 
tut auf ilirom Wogo auf t>m Hiiidemiü trefT^a, #0 wird zvnt 
ihro BowugiiDg Tertang^auit oderfiueh nufg^h&lt«Q, ihre bewegonib 
Kr^tt «bor wird d^urch keiiie<4Vreg8 geechwiohi od«r nnM>rt, 
Modern sie treibt da« Hindernis immer mit eben denuelbeo 
Drtnge (eonatns) an. E« entsteht keine trige und tot« Be- 
rUhrangf fondem die im Gleicbgdwiobt bofimtÜchen Krttfte ^t- 
zongen <tine gewiaaü Spannung» wirktuig (tonk* actio), and bei 
Bexoitiguiig d«v HiDdcrmikM^ tritt wieder dio bewegeiute Kraft 
firei liBTVor und 2eigt kicIi im Durohlaofen des Weltraumu.* 

Die Sesobtdunif^unfE der Kdrper nach der Erde m kann 
dorcb den Stofa aDtreibeoder Körper Lervorgebrsobt werden, 
nicht dadurch, d^a die bewegende Kraft inteoBiv aunimmt, 
«ondem dadurch, dafs die exteoave Virkunj^ durch die gleiol^ 
bleibonde Wiederholung der Stdfae «ich vervielOütigt. Wnnu 
dabi>] die etofBeoden Kttrper dem ^»etofsenen nachfolgen, eo 
Icann die Beaofalenni^ung k^\n& ^eichmiCsige ^in, aondara m 
muCtt lUlmfchhch abnehmen, weil die DiffereniE der Oeeohwindj^ 
ketten zwischen den stofsendcn Kt^cm und di*in boacblmnigtcii 
«oh fcrtvihrend vonni&dort; und wenn boido Goscbwindij^ 
keäten sicieh jn^fa geworden dind, kann eine weitere Bi^aohiati' 
nigunß nicht ciiatt&Edao.' Eine gleiohfbmüg beschleunixte B^ 
wegung katin nur dann eintretcD, wenn der Kerper von räicr 
Kxafl &ng<4Knä^iJD wird, die ihn aof seioom Wege stet« begldleC 
und ohne ihn an verlaceen antrabt,* Bei der Schwere kenn 
di'* Bo«chleiuügung ihre Drsaoho nickt in d'>m J^ffachsttLrten 
der Luft fajsboa, soDst mflrsten auch dio in dio Hi^b« gcworfimea 
Kör]K.T hMchlounigt wcrdm.* Magnotiache Effluvion der Erde 
künneu dioeolbe aaoh nicbt hervorrufen, denn dieac raüfsten 
eutwodci aelbet wiedex nach der Brde hin benhleonijit worden, 



■ ißt n jifvr p. i:H'-]3G — * 

■ A. s. 0. p. 138- 



A. K 0. p. X^. — • ^m-Q. p, it» 






BOHKLU; Onvllatloft. Xihft tinä »drvrra Halrrir. 



Ml 



oder si« kdimt«ii, vdd obcu Kei:eif{t, keÜH- gl«ii:1if^mgv B«>- 
•chJeimJtpiujc är£eug«u.> Uii& blol^ Ajin&henin^ oii di«» Erde 
kimu ubt^ndowt'iütf ict Grutul sein. 

Uaa kfitmte daher xmr EHüämiif d«r ürdviutiou «u* 
uofam«!], da& all« KO^rper iii ihreu Porea eine Menfpe eicli be* 
w«gcaid«r dtberisclior Kocpiukeb eingeachlasBen eutbAll«]!, 
««lebe durch iiiro natürlicb&, ewige Uewegimg der Erde t,ih- 
tmbrtt and, du sie in don Por^u de» trlig«iu EOrpera gleichsAio 
im in «iupin UctUugniasc rerstrickt siodf die Wdiid«> ^le^olbeu 
mit glrüib]ij&JVig<Mu Antnr>b<i naob der Rrd<^ UinKttifnco, W<*nij 
dieat? Hvpothirni} duit^b tticbt di^r Wnhix^bcJuIicbkt^t tnUlii^irr, 
»o IuiIk* mq üuch dir 3cbvrirri^kvit> duftf, wenn dio UH~>fiie dnr 
ticliwen! vou di*r lliMigcf dr.n m dnu PortMi t7iiihAli«ucü ÄUu-m« 
ablunge, g»rAde tue Ktif|wi Diil vW ^riirj<U}U Poruoi dt« «Kli«Yr»leQ 
<«mm£liflteii, tvälireiid im üegei^teil t^rrabruugt^enj^lVdiejt^uigeii 
Rörprr Mpnxifisch schweizer aitid^ wcloiiv iu girichdm Vijluiueti 
dio grAl^tm Mr^age Mat^^no eiithnhcai, «tri»!» s. B- Qold iiud 
Hii^ti- Uiiit müfHCA flr.iui ^1jinb*-ir, diüV drr Atbvr wpgciii 
d«r £xifc<> (irr Porttti nt^i'ke.r itUrribl» wftti nicbt tfJÜirechitiu- 
ticli ist, 

E^ bltftlit dabrt imr tul^eud« Vrimutitu^ tAn dio b«^ 
IriedigtiutLiii! ütrriK- Wt^ui itiiii uiL-bt «i^iii^buteu wilf. ciafn die 
dtifu jualt^iiellit^ti T«d« cU^r Köipei- tduf^uptUuKteu Ätli«xt4?ilid:t-ti 
durch ifiiio ihiiMj siukommcnd« Kraft gloiob «itter Form luoii 
M|Ufl^lUHl ^e eingetbnute MnU^m- bewege», «o Ist. e« veninnft- 
P^^^V vovwLiixi»t'tx«n , daf« iJln T«ile der ßrdv «icb 
3i«lbKt livvmgHD. WiTtin tm, wü? gnn-A rxiihv.T ixt, OhfrrliHn^. 
Koqirr Ifibt, din «äub vun Hellit«! En-wrgvm, :tnd diii sobwirntii 
KOrper, wia «raif^hüicbr iiiebi vou frvuLdeiu AuLrieb bewegt 
«w4ent was loacbl ea dauu A'Iw, ob di«? akh bewcgvuiltfii 
Körper der Atber (spiritus) od^r die kCrp^rlivhe tiikwerä M^iten^ 
«nllMt und, od«r beide in Verbincliiug £iigf4<tcli? !^ind ja beide d<»cli 
K5rper and mÜMen vich mii besidik^umgU^r Bowc^mg be- 
Wf^cm, kAtiQ««ii vomii jiuoK b<>idii vun dfirmllmti Imwi^eridvii 
Kraft »flG^if^n «if^Jn. B<j wi^irli'u altrt Hi liwirrigk'rir.<*ii vrrmitTdnii, 



laiuttta 




auch tku mat«rie]|eu TtrilL'Ueu ^uiKtischmbeii. 



> 1. u. 0. p. 139 

UJMvIu. IL 



'II 



3S2 



BoarLui 



H^n bat demnach \n den Bcliwervn Körpern otai* 
Kraft auxunohmi'n ulcht xar Bewegung alu solcher, 
«oud^rn zur H4>r!flr1luas der nOtigeti G)«»ichgAwicbt»- 
lagc mit der ganieu £rd^: ttttd so Uoj^ un K^rpar dEeM 
nicht «rf^klil hau ii3U& ^r mit immer demMlbaji Anträbt 
boTftbfft^i^cn, abo väbj^Dd der Be«'«j^iif* äch f^Uichf^Ttai^ 
boeeUenniji^D und in dnr Rah« 9i]t4n I>rni:k BoaliWn.' 

I>ie Boft£LLi«ob« Hypotho«^ <ieT Gravitation kommt aoiml 
darauf bmauflf d^o T«Ü4& d^r Jiat^ria «in«n B«w<af^n;;äantneb n- 
nechroib«», w^ehor amoh dorn Mitt«lptmkt d<<r Krdo hin ^hcliM 
Mt. Maa kann nicht leugnen, daCit in diofter Annahme in 
Fortechritt über die oatorltche Bewegung der Sehwm, wie ä« 
AftrnoTBLKfi lehrte, im weoentUchen in niobte andrem beeteht, all 
daJä alle Körper in BestiA aiif die Erde graritiereti and aieb 
dabei beecbleunigem, Cin^ Ansi^hnng d^r Erdo ist rUirin mch 
Msgesprochen. obwohl di« Yoret^Uun^ die«f« sich immt>r gleifl 
bloibendoG Anthobf>«, ^er nuob wAbrond der Bttbe nicht aof- 
bört, dor modernen Anschaunngfwciiu« i^hr nahe kommt. KtiT 
iai nicht die Krde uU «clcbi^ in ihr^r WeebimEvirkuu^f eonden 
die acbwcren Körper nud als dii^ Triger der die Aiu&hamf 
bowirkendon Knft vorge«teUt> und o« iitt acich noeh in keincf 
Wäae davon die Eorlot daf« alk Teile der JUateiie gegontiu- 
ander grü^-lt3c^eu. Die VoTHtoliungeweiac Borbexu greast awar 
dicht an die dynamieche, aber ttie ist noch durchaus kinetitfch, 
nur erweitert durch die V'orauseetcung, dafjs der Qonatna der 
Bewegung mit der akt^iellea Bewegung al» gleiobberecbtigt 
erkannt wird. Wir beben bei Hobbri dieee AnBklit «nsgc« 
bildet gegeben. 

Wa< die Bewegung der Ätl)o^t<^i!chal anbetrifil, welche 
ihren Impctui oDTcrAndcrt beibphalt^n, auch weno sie aufge- 
haJten werden, und nach j<^dem Hindeniis mit der konsbamoa 
ureprüngliolien Oeecfawindigkeit weiter gehen, ao onnnert die» 
ToUsl&ndig an ÖAsesNni, nur daA bei dieeem die nnprftnglich 
bf^wegten Atome nach dem Stofee »ofort eine andre RJclitnng 
einachlagen, Borelli vßm-chtnt. wir gesagt, auf dir Mitbüfv 
dieeer Atheritilchtrti xur Krklämng der Schwere. Aber tir be- 
darf ibver eil einem andren Zwecke. Zu den mit lebemliger 



* 1h ri perr. |^ 140^ Ml 




9dbw«n iK anprttngtfcbe Alfierftevr^if. KlirtiVEtlt 




^ 



Kmhy il, h. mit Kignn1>ovrt?giing aungvtiUtUiUiiL T^ilcbttn der 
Matv-j-it: gnliöi'efi di« inagn«tuclieu EfQuvieu imd aoch die 
FwiteriMuiibelu, auf welclie aicb die Th«ori« ilei Wftrm» &t£iUt, 
Vor allem ab«r toud ue ootweiulig sur Srkl&raog iter Kla- 

Wir liaben bUjeUr. uner&rbert gelasMtn. iPonuTjoue Gegeu- 
wirkimg gegea ficit Druck fQoh grDndot, w«k]to dt» olmstLiclwn, 
von dw Schwere zuHiimniningi*pr»r«t4*ii KorjTU3tk<Jn vriftdor in 
thr>< amprlhiglirbf* Tjign imd Gtuitidl s^iirilr-knibrt, Di» Afnin«^ 
aas dourn dm Kor|>iDiWn bnxtrlmtLj Kitid ^iHrr iin<l nb^cjlnt 
kut« tkm Taibi wind nicht tnvlir vontchtobbor, Ditian oditr d«ti 
Kcrpuitkela dt« Fftlügkmt sniziutckrftib«i, von atch ^lUct wi^dv 

QU iVQkereu ZuHtau^l KitrIlokKiikäliTen, du kie^io iUiic^n «in 

ufkU^in ihr^r Lage oder eig«D^ LebeD beilegeu itud wiflar- 
«priclit der ganzeoi m^ckiuiificheD Grondricktaug derBoaBLLucHoti 
T^fttarAnflTfLSflaog. Ks muJ^ hIj^o einp< andre l^^g^nvirkuBg giegfio 
di* Defomuiüan durch di« S^iliwere g^ucht werden- 

Dio gan«rulii»chi> Krkl&nmg dor BliuticiUlt will Botuelli 
nickt anttrkenr.ifii- NiK^li Oai^exdi lolltffr MOwiif di« B^floxion 
aU etno FoTtvttxung ditr ur^prilnglickon ßeiwegmig mit ver<* 
Iud«rt4)r Hicktimg inMgt' mznr Art Gluitoiut ttuf «Qgg4«krUiiiinUpr 
Bakn ci«ckion, auch da^ Zurückupringon «iae« «la«ti>clMn SUbnv 
ana aaiaor gabogonaa Loge uuf om» basondern Form dar E«* 
d«xion »ein. Bobilli dagegen «ncht die Unacku in dor Gogca* 
wirknng einer unabkiDgigen Bewegung. 

Irie ^bkezide Kraft kanu dabei unter tTmatänden die 
Schwer» selUt sein, wenn nänilick der eUatisohe £5rper skk 
in einer Flua&igkeit vte Lnft oder Wasaer beendet, eo dal« 
di« T«ücken der letxteroü in «eine ftiisammengedrackt-en Poren 
kinoindringan und eie vrieder iTweit^m.' In der K^ge) aber 
wüd iltoae BoUe don mit Kigonbowegung begabten Anlaentt 
ttiaimaleu Partikttu den F<mcrH, de« Liohte« <jder dor laag- 
nulücken und andrer EftluvJcn stifalloQ, wolcko durch Uire i»ekr 
rajM>h vriderbolt«» StOiVe ditf durch den üuf^aren Druck ver* 
engten Poren aunoin&ndcr trei1>cn,* Daraus erklärt sich die 
gmfee (ind unverminderte Kraft der Sladticität» wekke sofort 
d'äiii Aufhören de« Dracka in Tlutigkeit tntL £a iat 



* Ik n JKTC, > 191. — * A. a. 0. p. \9t. 



iV 



nnviirftnflnHirhRn liiixUm BoMtiu)i)t«il«i vier Molekulamu^^ ' 
anch rlif? Hil fidiy [lotb**«» «lUiittiuthor Korpuskeln xalc^ist md 



3. Rechtfertigung und KriUk der Borellischen Th«oH«. 

BoRf!i,us KorpusIcttUrtlKTorio gilt wi^'^^n <U^t komplüaerun 
O^etaitODg MiDor «lMtiiiclifr& Malokiii&nuasi:hiiL«a gewölmlick 
ab d«r Gipf<ol d<r Ab«on<loTlichkeit, zn welcher kftnatlittie 
Hypothc»cnbiUinng «ich vcnrrcn kßnno. 

Dajcs dtn- <:it;|ti^<!hlagctto Weg tbats&cliLich %\x k«in«m Ziele 
führen koont«, Ififfit aioh beiite ikbcTsehen: ab«r «iue f<tti|t^ 
h«n<i«r<i HetrJi^ht^ing zei^* <laDr yvir es b«i Borut.u keiiieawtfi^ 
mit wUIkürlickcu Ph&iit«uftitMi »u thitn 1j&b«n, i^ocd^m vi^mekr 
mit t^ini^r noiweiiitigeu Konsocjmsiis gA.^m-tidiHrHer PriDKiptoii. 
Der Sobom, aJs lAgeii hier Qiib«recl]lif;t« VoratinHoCzangen vor, 
cnlHtf-ht nur datin^ wenn mau Übtr^^telit, dafa jene ktInJiiliVIifii 

tlftfii &1hi) ili« iirA[irr1iifc)i<^Ii«u Atonit? w^rTr hIm «lUatiiich ttnJ 
hu^f^ani noch eelbitt ala ahsondt^ieh ^e?itaItM vomtiHgns^nui 
«iiu]. Jona H|i]rali^ ku Ti5liren gewitnil^ntni o^ler mit waD- 
artigetn Flaum 1>es«tzteD Korpuskel d rdml viel mehr bureiu 
Kolekelii, Er« [legt aber an sich kein Qmnd ror, dio niüleku* 
lar^n Konkretionen der Atome »Ja bcKonderv cinfAch ansii- 
Dfihnien, iwtiitem hW kunti nur d>n llniiin1:1i>ttrk**ii titi'I dar 
Erfolg der Hypoth««n «niM?WtdeD. All*« 3t|>richt dal'dr, lUra 
milch din Molnicpln dnr miidrniPti Phyi^k in rli<n Fl&K«igki-il(*u 
hereit^ veninclcclto Kompl<'XfT siitH, ttud tiamentliHj vtie rirgaciv^hA 
Chemie mnh ja aiifsTOrdi^ntUi^h tuaaniinejigeiietxb* Sjutitnifi 
rOTi Atomgrnpp^n unni^hmcvi. Der Unt*r*chied Iw'rjht «la» 
nur in dor EigL<ntümlickIctiit don Baues, hei velcheni BoECLLi 
aU Analogen dio rti t«c:kiLli«hen S^vecken dien«nil9D Mb^^^binea, 
don Modomon da^g«n mehr daa am der At^tronomi'« entlehntw 
Bl4biJo System Vf>n IfiBsaenpunkt^n vorschwebte. Beid^ Vo^ 
»teUuDge«! i'md nur HilfVmitt«] der Veranechauttchtuig, 
Wohl Jedoch ein«« tieferen Hintergrund hat, nftmlich den Cal 
Rchiod in der mechuiischen und dynomiechen Obertragunj 



^ 




ireW von B^wt-guti^ii, welcher ctie antike Mechanik vom d«r 
piodvTTtcrn QbrtbsmpL Lreunt. 

i BolTJiE^bhTl uiBu iutlenai^ diir GnindtMistaTidUtilo der UAt«rirs 

Uo «ielit mau, dafä Bi^killi in drr voUrn Eodmm|ui»ix d«r 

lihUoAophtscU rimdi«n«ti Alomintik »iohb. Er wiAA nach, daf» 

kIIf* Kurjjer xitleJ^zl hus ^atarr^rn ParüWla von abw^>Iuti^ HJUto 

«uuuQm^uge»<«txt Hinil, und niaii kann für flioWIu-n ji^nmi Bi»> 

griiT der SotidiUlb m Anicpraiah nnhninn, dtiasiiin wiMi^iM^liaft- 

licht* R**n»rlitigttrig OA^SEsni itAchgi>wti-»p]>, Inmifi^ni inr, alttn 

Boiuio-i durch di«^ p]iilo.<«>|^ü?tc)id Arb^jjt ile» Jaiirhuuderts g^* 

trennt und hüiauft^^fanbi^u üb«r die« unbotvobttgtou und der 

bloFjf^ii VemnnbililHfihtiDK di^'ii^tidt.^ti Annaltwen ^d«w A[Aei«BM's 

tum) andrer, tvelrW den Atoiufiu 4^1bsl wlvder verM}ki«bbare 

Talla od^r Qualitäten zuschriebeu. 

Man wird ihm dflb«r das Verdi^n^t niehi abqprddMn 
kennen, die kineti^chF» Atomistik, d^^ftc Gmnrfla;;;en GaffiuiDi 
wtrai, an einem Hyi^tom der Karpa^kiilarpbvflik aue- 
Kebaot EU hab»n mit all^m Hilfximiitpla, wplcho ihm d^ FoTt* 
»britt der Kxpi-ntn«^ntiilphyKik au (Ti>b'>u> i;Uillt«, Cr nnter- 
nahm e>, der KorpitKknlanlioOTie na mathomaüach^St auf 
ni*icfaanisoba Gvoitzo tx»grUiid»bm Fnndanwnt an aohaffen, md«oi 
ar aicli nicht damit bognflgt« anatngviban, wia «icb TioUvicbt 
di« korpiukularoti Torganga mit «inor gewü^icen Anscliaulichkait 
vorit«UaA li«ijwn. «ond«ru indi^ia er matbaront Tioh nachscnvoiMn 
■liolit«» dar« «aina UTpothesen in der Tbat 'lia beobaoliuiton 
Erveb^inangMi icm* Folge ha1>^n mnfet^n- Er iMinttata hiami 
swei CtmndkraA'e oder riohtiger zwei Graodlbnnen der Ba- 
w«^(iuig, nAmlich di« nnonehfipfljch sifih erhaltende EnerRi« 
«inar litharittoJien Maton« von fcuj>>>r«t kleinen Atomen, und 
die» EigaüKohaft der <itgoutlich^n K(>rp«rkorpnekoln» oinen bo- 
fllimmteti Gl«k]igoviohtiffUitcand in BeicDg anf dio b^rdo anan- 
itroben, ihr« Sek war». 

Aiif dio Wech»clwirkutifc diener ^clitrörr, aU r^inc« Grand- 
gmiöUxe der Katar. miL der A|ntation atbcrtAolirr SnbiFtanaon 
■ollen nnu alle Qbrif;en Bevegoni^n äer irduoLm KBrptr bd- 
iftckg^f^liri werden. Man moA anerkennen, dar^i «b ein f[<t- 
nialar und 'woitr^tchoad«r Bhc^k ist, mit welchen Boaatxi in 
di'r Manni^oltigk^it dor Natarkrii^ eine m^hanische Kinlieit 
uakt, nimiick ain hydrod^^nftmlschcs Probleu, dl« Weokael- 



wirkon^ fW Ti^pn, flnioigrr« uml gimfurmigKii KArpfir. Tn iW 
Arl, WM- er mii itii* Atifl^KUiig (li*9«ip|lien ini ■^inKi^Intm g^Kl, 
^gi !CcH Hrengvi MqÜiuiJ« und niatlieniiiltSL'lio Scliultutgj wi^a 
ftuoh fWilicJi iluü matliefRaLiftoh« Genie eiut-a Hitaess, Nkwtox 
twler Lkibs« f^tOf^T '"" ^^J* weiterführend©» Gesichupuakt 
zn flnden. IVkKKLLi bewe^ mcIi in de» Gr^nzea der aurik^a 
Mathematik und xam grofserj T^ile, troiz seiner SutJ]ath*v>r;*, 
noch in denen flor alt^n Hl^ohanilt, Alli^rrlings hatte «r fii«h 
Oai.ilx:« AnffnK-sring dnr Pow^giitig 7-n nig*<n gfimacht mir! di« 
Ablehong dor P«iiiditt1>Awegtitig richtig diu-auf gegründet. Anch 
hat «r dw gaxftCTidiKchn Vor«:olh]ng von d^r Dt«kontimi>ATlii?h* 
koit äer B^w^gung (Ibrrwiindvn, er h*bl l»?rvor, dafw iHJrt^ra 
in tfiuen) ^ucceaiveu Pajwiar«u uUer Haumteü« 1>»'.<>bt^ dab 
sia zn den kontinulerlich^D OrJlfften und ^ir GalCuii^ der 
flidfaenden Grorae gebi^n.^ Die Gescbwiodigkoit ©rieiflrt «r 
AUfldrflcIclioh fnr «ine mt«»n«9iTe, nicbt ©^Etensttre GriMW nnd 
siebt den UnU-rgcbi^ d©r Gwrcbn'indigkdt^ii in ei&(tr in1«ik< 
siven Starke oder Energie.' Anch veiA «r cehr wohl, 
daä die En<'rgie dw StoTwi*!« nnd der sun«chii Druck iwai 
Begriffe venchiedener Gattung ^nd, dio gich deswegen niciht 
aneinander messen lac«en. Iti Minor Korpu^kularth^rM berrtoht 
ti^todem dia Anichanung der Statik vor. Er ]4M dio rä* 
a«lnaii Aufgab^m in oinu Uulcrvuchting von Druck untontchiodan 
auf and führt t^ie Veräud«rung der BicJttung von Bewagnngeti 
oder KrafUn nicht auf den Stofa oder auf aUgenaine meoh*- 
nü^ho PrümpieD zurcck, Bondera auf daa Etugretfem von 
Jlaaohinen^ eilen nach Geeetsen dea G]eichgewicht& Ans dicftam 
Mangel einer weiteren Auabildnng einer «igentlicben Djnaauk 
ergibt Mich die erfolglose Riehtong, welebe eaine Theorie ein* 
whlng. Denn infolgadecaen molste or eeino Korpnakeln «hi 
Uaaohincn konsttniionja« deren Toita ao g«baat woren^ dofi «da 
die gowünvobton Ri ob tung«iLnd orangen ergaben. Daher nchtnt« 
noh Min Auganmarh auf die Konatruküon paaaandGT Uolekolai^ 
geauüton, Voraprüng« und Windungan, die ineinander wi« 
Hebe) und Sehranb&n eiagreöfen, uitd die federnden KrilU, 



■ Ik n pfrc p. I, 2. 

* Df n' pert. p- 2. ** Bio fAi«t t^nöd moCoa T*loi ft/nr% tt^Jor 9M aMia 
anlo D«a «aunii^m ifnaatHato, «ed iaUadvo robonr «t «D«rti*> bI ita la^aar 



welch« in rfor&rtig«» MoohMusmon Aa«g^d«t werden konnteii. 
Jo kosf>lmi,Tt«r aber <iiti Korpuskeln wtvdea, uro so sclivri€rig«r 
ward «r, m*tLcniatiiKho Bctxttcbtnngen anf dieselben ansQ- 
veudeii. £0 gcloc; ilun d^hor in ilcr KapillariUtfitboorio 4TkIi 
bicbt, Ton dcincu cxpcrimenteUea Ectduckiugen gcaUgeade 
theoretische Becbe&dchft^ ftbxulogen. Indensen war« die« nocb 
kein AtilaCs«, ^eiae TheoHis oli&e wtiteim Abzalehneii ; *te 
fa&Uö in den Grundrugeu immerhin berechtigt »ein können; 
Vielieioht wären andre Annahmen über die Konstraklion der: 
Korpuskeln and eine »char^iinnigere Anwendung der Mathe-' 
Buitik imBundo geweMn, die von der KrteJ^riing geforderten 
8Atzo absCTilcit<in. Die Tcclinik der matbcmatüfchon Phynk 
vchreitet nur longdun fort, und daJs ce einer Thcoho der 
Mnterie nicbt gelingt, die bekannten Eracheinongcn nogleicli 
alle absuleitoQ, tat noch kein tiruod £u ihrer Vcrworfnngi denn 
er wQrdü für alle uns bekannten Theomn xu b<-.'<tiimnten Zeiten 
gölten. Sehr h£nSg ist eine derartige Ableitung orst in viel 
fll>ftberer Zeit gelungen. Aus dem Mangel an Krfolg sebeint 
uns daher die BcESLuaclie Theorie der KorpiukularmoflcliineQ 
noch nicht ohne weiteres absuweisen. Man kann ßoAKLUs 
Korpuskularthcoho aU die Probe der Fh^reik auf gAsacndiKilio 
PriQJÜpi«n ansehen, und man muts zugeben. dttCa sio nich;; ge- 
lungen war. Aber das mochte immerhin an JburAoren Unut&nden 
liegen und wJirdo tLbei ihren Absclnton ^Vcrt noch nicht cct* 
schojdcin , wenn sich lücht 1^0 innis^ Lücko zeigte, die BoEELLr 
nicht musiiilleo konnte Wenn dio Kcqiujikdn juut Atomen 
beat«hcn, ao ciufs mftn fragen^ wotJurcb dio Verbindung JiotMir 
Al&me untereinander gew&br leistet ist^ so dn& dieselben 
durch Druck gegeneinander venfchoben und durch die Ätiier- 
agitsküou in ihre Lage surückgebracbt werdeu kennen. Oa 
nicht anjsanehmcai ifit, dafs jen« kUnitlich« maschinello Ver- 
biti^ung nelb:EL wieder durch den SmiPs kXvj* Äthers ctuanraen** 
goliftlten wird, mi müfst« uwu dcb dio Atunie etwu wie die 
Olieder einer K^ttv od«r eine« Pana^ers ineinander veruehiänki 
denken, so daik dia blegnameii Korpitakehi herau&konuneoi. 
Ihre elastische S|>annung kannte d&nn durch den Äther be- 
wirkt werden^ Unter diesem Geoiohtspuukte aber erscheinen 
•lle AuusbiQcn Absr dio Alomgeatalten und Poren unt«rge- 
ordne4f ea kommt alles auf die Bewegnng des Äthers an, und 



«9 ^Ii6rt:o daher zur Vollstiodigkcifc der 7'heom ti«cL thrtt 
prineipiellon S^ilo , doXe di« Bowegung xm<i Wirkim^ der 
Ärbcratomc auf diD Körpomtorao und imfcmAnder octfireodit 
und fcfrt^^cllt wiirdo. B> IriU ü\so datin die Fordernag 
ein, dioüo WochMclwirkuns kq begründen. BoJl dMiMi mh^ 
witid<>T luif dio Stor»^era«tx« Eurüokgonihrt werden, tto orgebea 
»ich nll« di* }3cliwitnf:kt^ite«i wie bei GAB6txtt, Dio Über* 
trai^inj^ der B^we^nuj; wird nnbMtimmi. Nur die AiifuAhm« 
TOn FeetactxuEisfeu über die Ab&adenui^ der BdwegtmcTt welche 
staltfltuiel, soMd twei Atome in BAumkonkurrem Lrebeo, luat«- 
die AucHtQ« der Atomistik, d. h. die Verbiudmig des Gnmd- 
s»t£e« der Wechselwirkui^g mil derajenigei: der Subetanr dtircb 
du Denkmittel d<ir V«n«t>ilitAt, wolchc« dos Oeset« der Vei> 
änderung FtndiimeiitieTtT bietet den Ausweg aus dem Dilemma 
der Theorie der Materie. Die km^tiAch« Theorie ßndet ao Ung* 
ikre Schranke, al« nie nich^ auf Fnaupieii der UeGhanik g^ 
gründet werdeu kann. 



Fünftel' Abschnitt. 

Die Vibmtioüstheorieii. 



BoRCLLl hfttti' die änfHf^rAte Koi]£i«(|iu*tic dr^r g^MratdiMAimn 
Atrimintik ^vTA>ff;pu iiud Oe^Httilt, ()ri'>r-H:T um) rnB|Kitti4 d*r 
KorpU!tki-ln »o vu bt^^itimikkeii ^flucht, dmßt di«! Kn(rh<*4iinDgMi 
«al^-iAH ii'rr<tt5it. Im leUten Gnui<ie blieb datwi iin(iii*r difi 
VerAiid^rtiTi^ d^r SabätaDKTerteiliMkg im RaoruB (1a!< i-inzigo 
ErldAmnfCAmiHeU SoUl« die von Oalium entile«kto Ifi^THit 
der B<*xve^unß iii fniohtbare Verbindiinfj; luk <|por Atomixtik 
trete» und als die inteiuive Oru&« d^r kineüi^kt!ti Kner^o die 
qnatti^tativ b^sciminbare tinuidlage der modetveii PhyRik werden, 
40 miiffit^ der ZnBammenhang zui<<*heD Sub^Uiizv^rteüungnnd 
EiiprginvFrtf>ihiUf; oricannt wenien. 1li«*nru war «n nOttftt 
zQ iintrrj&uchenj inwieweit Bewegnag imntiu.d^ »ei, dm* m 
leiatHU, war man bisher atur Objekt] vicming der Kr«cheiDunfrei> 
Jediglith d^T körperlichen SiibKtiuix icug^tntitnl Hatte- Inwieweit 



thront ^ ffOWT ffoincv 



liAim du «SoUditjil^; relohe die Malerin iii<üvidiialisitinui itnil 
JDi Kaum«? K^t-iiüfiicieren aoU, durch Bevreguüg Pi>wtxt werdwi? 
|i|:MAiitJCä liM'ici Bicli in d>«a^r IlmAJchL allerdings ventuobi, 
WiLr «Wr nicht zmn U<=>Ie gekonuncti. Wi^nii jvdoch d>« Bew^ 
^u^ M*)lMb ntchl «itin translatcrifiplt«* ivnr, wie bei Dmecart^, 
f<<iQdt-ni ritw ?icli *«-Ihnt »b!*eljli'.'r*<'ndr urwJ gewieepnn&r^Ei 
itidtvidujüUii-.tinjdf< wurd^, din «!h Mtlrdi" von dr^r Bitwi-gutig 
jvilca uiilmii in«tiirip]]rTii TiMlcbf^nx imti'ncbmilbftr bli<>b^ so 
M^binu «in nfltinr W<'g j;»»ilfli>iil, ihn Srliwif-rigkoilnn d#*K Körpi'iv 
pfTibl^ms tu flbervrmtlt?u- DiäsiMi V<*rMttch tunclit eui» Vor- 
fdüjluugb weise von der Materie, wvkhe siab am liAvUtn iüji 
Vibrai ionHlbeoriA beieii^]iD«<Q IftiM. HoBBKä hat lo ««tndr 
rrr^>ro€aiit/ die Acwendtiiig einer solchea sur Slrklärtui^ der 
Hirl« ang^ont-ot (t, fl S. 'i^^); dn« Verdienst^ nach dieser 
8«!ite bin div FrBgf« Q»f<h rb-m We«pn de< Koqien eingehender 
bfhnndfilt xii hAb<-n, dtlrAp Ro(^kk ^ik<iinin«in^ 

RoBkifi HoCfKP >;it>äö^l7<kHj i%i «'tttn dor nig^atOmti(7-hi»t«u 
£ritch<tiintug«tn tmt^^r dt^n bftrvcrmgr^idi^n ForMlii^n: Hi^hinr Z«it- 
An alh*n wichligr-n-a Fnig<*ii litr Aislrrinumii*, Mo^diititik und 
Ph^-ulc bt-u.*lligt and nU Sokn^tAr der Royül Sooiety ini AtittvI- 
pcmkt d«ft wl««nvha!Uich«n Yorktfhr« «wbond, macht «r mit 
nuUovtr Arl>eiulcmtl eine fproiW Anxahl woH voller Er^dungeu 
und £Dtdecktuig«n und niimut acir»<»rdem die PrioriUt fllr ein«? 
ai«ht geringe Zahl andrer in Antpruch. Er mag dabei in 
Intern 1>]aubea gehandielc babeu. I>eiui er ^i^r in der That 
ein 00 9r6ndungtireicb'>r und anschlagiger Kopf, daTs er 9ioh 
aber dl» verschied^iisi^n (!T«geiMUlnde firühxeäug selbständige 
Aaatchtett bildet« > dio jedoch nur hingovorfeno Gedanken 
btieben, and tni>ty woim «i>> von ^inonj andren ebenfalb 
ergTi0V*n und mtc Glbck bcbaudolt wnrdon, ilun oIm Muin geiNLigee 
£ig«atutn etwrhieuon. 

In df^r O^Mtcbichto dov KorpUAkuUrtbeorie vertii'-t fiouKK 
dunsbau« anf::inellen Gedanken, dcrr von weiuragen dater 

ciitoiLg gowe^n wäre, wenn Hoosk «eibst Aber eiDe 
Skitst^rnng desaelbeu au anafUhrüoher Theorie hinaii«gegangi*n 
wir*', odiT wenn eeine Ideen dnn^h HctoksJs* Prinaipinn der 
Ml^cLauÜl dafi jua^be malische Bürgerrecht in der WiABonicbaft 
impfangen hätten» Uie dnrch Ni:ffT<»x« Eutdookungou b<:dingU' 
Abttt^ndung von den kinetischnn Theorien lier« mit po vielem 




)i«L->'.liiigL«r» Anualtmeo vorläufig v«r»cIiwiiideB, Die Lt^brv, 
um <lieieuwtllt*n wir lIooKB hi^r xwi«cli«rn BomcIiIJ und IltYoiafi 
zu Qeitii<^it hab^iif ist sein«« VibrAtiünstheorie der Materie^ 

Der Gmodgedanke der HooKt^cbflii Tkeorio üt dor, dtb 
di« Ernillni3g de^ Raumfr» nicht btoix von dvr GrÜf»« dir 
KurjmKVi'tn^ H>iidrrti troM-tiÜi<ih ittioli %'on dor Art itirr 
NchwingMiidnn B#?we^ing abhAngt, und daTu aiif Avr Übrntui* 
HtiDiiiiung udfir N[rMil1)i^n*ittHtiniinuii^ diKwrfHrtiwiji^UDgoii kta^ 
ttL*beBigeT)^]iHOt?ii dcrKflrj>er b^^ruhen. Er ummt diese elfimw 
tare Eigeuftcbanr der Ifacene Canffruittf ami fttronffmifif ttftiodiff. 

KaeL »^üter ei^enfu Angabe^ bat HifOKE s«uie Theoru' 
Kcboii im Jalire IClW beaewen, abvr in eiu«r Abbandlung flW 
die RrblAmng dnr Bewegongf^n de*« WfUMors in pngpn Porwi 
anf dir Prinzip)«^ deriielben nur bingndmitet (An Attrmft (ir 
tM*" rjpiinitu/it of the P^nommn eUr. p. ^\ und in diT latpä»- 
AcJtr-ji AuttgaW in d«r CbontiHzung v<m HuhüMj AmtU^rdam 
IC1I2 p, 3d}. ßtnn WfriUiro ATbviuUnnng liat. er MUi«r Thfvrip 
in dir miiroyn^hü^ gitgabM>, vro 4-r «be v«nchüd«iuton 
Ei«elu.>inuiig«n darauf uirüokfälirt^ und auch auf di« Annabnut 
derartiger Scbwiugung<Aii im Äch«r isixtn Ündnlationstbeoriii da« 
Liclit«« gründet* Am ktantten atetlt er jadocb «eine Tbeorinu 
in den Vcri69imgm Über EhsMUXt dar <l<^7d), womaob wir hitr 
b«richCeD.* 

Da« «innlich vrabmehmbam Uuiv«>rBnm bQat«bt acut Köipar 
und ßavregong, K6rp«r b^$m«t nichts andns, al« dasSnbs^at 
dor Bawifgungt ^twa«, das gecngn^t ivt, B«w«tguiig anfcniialLtiMQ 
Qd«r fortxnfäliran. Wvdor Anadabnung noch QuaniitAt, w»d«r 
Hin« noch Weichheit, wed«r Flanugkoit uttA F««tiglc«dt, 
YcrdJobtnng oder Terdünuung ütid Eigutixchalten ilo» Körp4itT, 
aobdem sie gahüreu viohnohr d^r Bewegung oder dem Bi-wegt«n 
an. TTni^r Bewegung verateht Hooks niebta a]s eine Kraft 
oder progresaivo Tondeu» dea Körpera nach AfaJägabe der 



* I^ttuFTA Dt i^*1fntin rvflifaiifia er i/ J^imtf upAuiUay llu /bs*r tf 

London 1Cti7. CDnokonir« mm ^ Nov, IGIH). 
■ J/ht«^. p, 11 ff - ■ ai>rtii^. ^ 57 t 



». 



iz- BsanibdiinptnirdsTt'li^faviiT^Dtrva 331 






vetsohi^<'iiCFii Gnid« der üoBoUwjariißkoit, Körper imcl Bow^g^ung 
luLhm 5ioh bIcIo dop ücgcngf'Wicht^ iu allcu Wirktingen^ Erschet- 
nnng<^ti und JOpcTAÜonon der N«Uuj-, und da^rma. ut ea mcbt 
tuimdgttch, lUfif «D oinanddASflelbo am<I; donn ein klaiticr 
Körper mit gn»s>cr Bcwc^ng iat rinom grofATQ iförprr mit wcMiig 
Bewf^giin^ üijtiivnl^nt hijisiohtJich «einer «innltch wohnieliiii- 
bftrcn Wirktifigri) in der Nuttii'- 

Körper und Bcwej[uii]; »oU«i vorUafift ^^ vpn(obied«»n6 
Easeuxen aiiK^Doiiimen wi^nlej], obsleicli sie vieJl«;chi später nur 
ob verscbi^Uene Aulfasatuigen einer und detselbea Esaeox 
eriutmt w«rdoD kj^nnen. Aiu ihnon «ind all« Dinge im Cni- 
vernun, die Crcgcn^tände unsrer Siime werden, Eus&mmengi>* 
«AWt, 90 daSn e« in der lUteri« kein dnnUcb WAbmehmb&refl 
Teilchen gibt, do9 nicht den gröfcteti TeÜ scmn- vrohmeLm'- 
baren An-ndehniinc; der ßewf^gnn^ TcrdAiikt, prjÜirend nAoh 
der gewChulicheii Anüchanung die AnsdehnunjEc allein auf der 
EtgenscliAft d«Ta KOrpnn brniht, eine begrensU? Quunütäb Eaum 
cd^T Ausdehuimg so anszttfuüen, d&i» aus demaelbeu Baiuae 
itfe andein Körper uotweiidiK ausßeaclJoasen worden. 

DeaDonacb definiert Uuoke einen sinnlich wAhmebnibaren 
Efirper ab einen begrenzten BaDm, der vor der Durchdringung 
durch einen andren mittels riaer Kmft von innen ge«chütxt 
wild,' Unter dieser Kraft von iimon versteht jedoch Hookä 
keiuesvre^ eine snbstanzi&lisLorto dynamiache Kraft im BJnne 
ODCT AbHt4>f9iung, «ondrm er faf»t diu Kaumorfillluiig durc?h* 
%uä kinetL-«c]i; d«r Rattm wird behau|)ti*t dnrch dit? aktuelle 
Yibnilioi:!(l>ewegiing drn dttr'm beflndliehtir Kdrjvent. Diira wird 
enicfaüicli aus dem von ihm gegebenen Bei&jiieL Kr denkt 
«dl eiutf Mehr dBum* Kiseiiplatte von der Grüfae tiicc» Quadrat- 
fufse» in vibrierender Bewegung vor- und rückwärts senkrecht 
mt ihrer Eb«ne so ra^oh bin und liei^ scliwingend^ dAfs en keinem 
Edrper mr^glich ist, in tlen It&um ein^ndringenT in weldiem sie hin 
und hm* vibriert lalsd Ann vi rd diese Plat.t'^,w<^nni}ire Schwingungs- 
weite eint-n Fuf* bfttrAgt, die Wirkung her\orbringen, dafs 
ne fniien KnbakrnfH «inrilinl] wahrtifflimbarrn Krirptrrs a;j>d^llL 



■ A- n O, p- 8. I Jo tb^rofoT« ärfin« i it-nriSIfl Bo^ff tA b« S itM«mlftalS 
Hn iffilMo. 




Ifi dtMom Sinne nimmt HooKE vi, iija dt« rüTimlic-h« Aw- 
flchiiTicj^ der süuüicht^ii Koipcr von dixr vibnfircad6& B^wtifivsf 
ihrvr T«Ü« abliingtv belobe, venndfie diwer Bewen^g, «boa 
Tiol gröCaerfiu Teil d<id XUomea ror dem Kadhn^cn ttjulnr 
Körper wliQts^B und «lao sintilicli f^rfdUoii, &l8 äe anbeveft 
eümebmoa wArden. Oi« VibraUotLebevägutig ist den Körpar- 
pArttketn nicbc lohlront oder yith ibnoa imtronnbor, Mudcvn 
w wird ihnen dorch jaLunt^JM nütgotctl^ dto von «Ad«« 
Eörpcm im Univetvoio kiu^hcn. labftrent iüt den PoitikdB 
nitr ihre Uröfru^ oder Ma»»« (tulk), dio vie d^Jor dDpftugUcfc 
nuie^t« d&Jj ihnen ^erftd^ die*e eine tiud k^ioe Andre Jtewegnag 
mitgeLeilt wird, d. h. jede materieUe P&rtik«l im nur filr 
fewiflse ei|;euifliiüiclie BewegnnfOD empf^nglkk, so dAfa UrOi^M 
(lOBfmbikte} imd Bewe^ung^mpt^&tigüolikeit (reeepLivttj of 
motion) dftAselbe sa scui schemoc. Zur Kri&ntonmg denke 
mn,tt »ich eine J£ciJie von ISeUini J, if. C. J> olc. jede auf mdck 
bctftimmten Ton gmtimmi, nnd oönc zwoito Beihe n» £»> f, d ele. 
ftuf dieselben T6ne ntrgcvtimoit. »o wird ^ empflufilicU sein 
fSkv die Bewegung von i?« »bcr nicht f(^ di^ von 6, r, </ n, s. w», 
ood dem entAprectiend dio übrigen. Dies also ist d««, 
flooKK KongmiUlt und InkongniitJit neimt. 

So wie wir findvm, d^f» die Saiten von MostkiDstnimcntm 
dtircfa OleicHkUnge ttnd durch OkUrcn, oder auc.h durch 
•odre h»nnontnclin Acoordo in Bowrgntig gi^^rUi worden 
kennen, wenn Aach nicht m donivillwn Qraile, mo nimmt Hoon 
ftn. dtü a&ch die Partikeln fi«r ]ifat«rir liaupt^clüicb diucli 
eolche Bewoguugen erregt weiilan, wi^lobcf wio G]eii:li1 
BSbd ^ nm aio so sa nennen — oder durob ttoluhei weh 
gleiche ächnelligkeat ihrer SßW4>gungen udier andre 
niache Bewcrgtuigcu in einem gitritigeni (vrad^ zukommen. 

Zur Vonniltelung und zur Quoll» dieser Hcbwingenden Bewe* 
gütigen dicnidvr Athcr. Hookk nimmt eine finfs^r^t feine Mat^ri«^ an, 
wflldtn alln andern Körper umgibt und durchdriiigt und dai 
Uiilrl (hmUrlH, in wrlchnm «lo Hchwimmen; Ate erbiiU all« Körper 
daunnid in tlirrir ßnwfigting iinit lai dan Mi^dium xxiv VermitLelmg 
all«r homogpumt nnd hanitvnixi'hnn Bnwi^gnngen ron Körper 
zu Kf>rper. AU« bolcrhun inatvriMlen Panikfrln, welch« von 
^icber Natur aiud, blelbeii, üXIm sie nfcht durch andre von 
Tvrackiedener Katar getrennt «ind, snaammen und rofitltken 



qiucli 
.kUnn- 
retoMH 



^^dpimama Bo^f^gnuf; im CtefseDsau zu dam abwetehnvivu 
gen der nni^l>otKl«ii Köqj*?r» Denen t^ri>Ghend 
•ich <la0 gQ««mC0 UniveTfruTtt und alJe Parükoln in dem- 
mIIhhi in ZtwlAndo f6Ttwühn:iiidf*r Bowognng, uini jedes vod ümen 
b«hftupt<it Mänon ArN-it nn Rntim gcmif« ««t&or KCrpormosse 
oder dt?r rig^utüTnli^^liivii Kmfl, mit volchor os m>iii9 b^ondeixi 

Wetui tlioh K^'ei oder mi>breroM>lcheTPai-tikdii unmitt«übAr 
miteinsmlor verbmden und xq itmer oinziji^un ^tuEtamnicnvacbson, 
erhallen aio eine acdere Natiir uud werden ft\r einen «u<truu 
G»d der Bewejjtifig und Vibration empfUnjcUcJi; sie büden ala- 
dann eino znAamuif^nr^OF^elzte Partikel, welohc von der Natur 
leder anderou Partikel nbw^cht. 

Alle U««»n nud «iiiiiLi<^li wahmehmbarcm KJJrpcr sind dub 
donrtigoa PAfttkcIn jnißammrajcstMiotxt, wokhe ihw* bcsonderoa 
md jinf^eQie^^e&c'n B<-VL'Cfptngi:u haben, die (iarch die nnders^ 
Artigen odrr di-^»OTiit*rMiden Vibrationen de* luncebcndcn Ki^rpent 
oder FlaidumTi Kitr^amnti^iij^^halteii werden. KntapreclienU der 
Vt '; nhtiil der Vibr«LionÄbewo;r**'^K*^^ ^'^^r uniffebcnden 
U.t . iTÄTh ÄÜe Körper mehr oder weniger die J-'^higkeit, 

tu ibren besonderen ÜestaJt^^n zu verharren. 

In der Nähe der Erde aind alle XGrper von oiaer tHiMigen, 
»ehr feinT^u Materie oragoben. welche durch die Tertiehio4ene 
Schnelligkeit ihrer Teile alle festen KJ^rper in den ihnen eig«n^ 
ltUnl]<:hen üeataKoa erhült. die w hntten. nU nie flicb zuletxtj 
im jlllsngen Zu»tJ^de befanden. Und alle tlutiAigcn Körper jedco* 
Art tinri mit diesem Plnidain vennischt, welche» erst dann von 
ihnen «UKgeHtort^^ winl, wenn sde. feof. werden. Flüwiii^ Maäaen 
itntentchricVii »ich von den festen dadurch, dafs olld Fliiaaig- 
lmt«ii au-i awpi ArttfU von Partikelu bestehen. Die einen bilden 
dw» gemmnaame Mittel in der Nahe der Erde und aiiid xwi»chcn 
die vibrierendrn Pftrtikeln geiuia^ht , welche «u dir*er Mnn«fi 
gehören und ilahcr an iliren Bewegungen und Vibnxtionrni tril- 
nehmen; die amlem »cliIiefBen vollatA&dig die^ Bewegung ana 
Ulli E>chiiicii daher nicht nn dcrwlWn teil 

Obgl^'c^" die Partikeln der festen K-Jrper dnroh ihre vibrieren- 
den Bvwrgnngen dif^^^x Flniduni verlündem, zwiaoben aie zu 
gqlangvn, wo iliri^ Beur^gungen BJi;h unmittelbar bertUireu, ao 
ipbt ^ doch zwiat'bm ihnen gewisse Kiitme, weiche nicht durch 



SU 



Mao*.K: Uuoe and 6c1i«iJVilBX*iVnit<b LufL 



dio BcTTf^utigen der Panüc^ln gf-GchCilKt ein4 tuid tfomit durch 
dft5 hoti^n>^<Mii^ fiiUäit^ Mittel durchr^rtst «rt^rdrn- IJiuito vot 
dfin K5i-peni uitd der Vibratio&sbrwr^ug ihn^T Tvilchcti nkM 
gi?HcbüL2t«ii ttnd demaach voä dwn mibttlon lungcbetidciit h -t^r"- 
^en«Q Ftuiduiu durcbdnmg:on<^Q Riitinkft -timt dua, won wut ilit 
ftiunlich munerklicKcn Porrn drr Kcrivcr iLfMU^m. 

Kit der Qi^fffo dm- Köipt^r »teilen ihre B6vr«gung««n m um- 
gt<keLri^m VcrLJl!tni5!.o; jr sKwMT o<kr »tfirkcr der K&rfwr üii, 
dcbto laugsamer i»t »ciiie B< n«ffun£. mit welcher er dio P&rtikobi 
B;nj«imn«adrhokt; uiid je kleiner der Körpor Ut, nie «o echncUcr 
ist «Pino Bevp'Gffiinic, Je kleiner di« Partikeln dor Körpr-r mqeL 
uro u> mehr uShem &ie sich dem W«seii de» ftllgeincincrti Flai- 
dums, uiid lim so lichter wcrd«a «e Atch vismÜMh^ti und aa 
aeijiex Bewegung tcilnehm«iu' 

Die« sind dio ftU^emein^D OnindzügG der Theorie der M«t«net 
mit dorv^n Hilfo Hoosk di^ jLLlg«m>eiu«n Ei|;enflchafteQ der EUr 
piT nnd rill« Iteihe liesonderer ErAcheiuungen erklärt* Je DAcb- 
(Irin difiHchwiuguQgeu der Teilchen QÜUi&Aoder üboreinaUmraea 
oder sich gv^otHettig atOreii, äud«m sich die Zurt&adc der Körper, 
in dp« fiistflu Kflq>em benlhrou «ich die Tcilchea aumittclbar 
und 3ichvriii^t-[i Ilbereiit^itimmeud, Immor sind c» die Unrcierea 
HrhwJti^im^cu, welehe durch iliren Dnicfc dii« Körper lo ihrcoi 
ZiuLaiide hiikeu: ohne deii»clben vürdeu die festen Kt^qwr 
flOssig» die flrUsig^n gAsfi^mii^ wrrdra. 

7>ir litifl M gr-wi^ArrurnfHeii oiue Lösung der WftS^aet- uuu 
Erdtoilch>*it in d<*r .\gitätii>ii di^ Äthers,' Ihre Teilchen siiai 
»o klein, daf» sie fait gleich den Pftriikoln des bet«rogeiLeu 
6ri«^Mgei] SledtuniH sindj weIi:hi-> die £rdc nmgibt Wi*gon der 
KleiuLeit die«r TeiliheJi sind ihre Vibrationsr&nmo mIit grab, 
um sie mit d«n übrigen irdiKhvn KArpom im Glrich^wicht 
211 bringen, and dv^mtMch 1^1 die Genchvriudigkeii derTrücJicu in 
diva^cn Hcliwingungpii vebr bndt^utcnd- HooKS nimmt lui, daA 
dii* SchvrtDgungiwritu «W I^iAtcölcheu im gew{»lmUcben Zn-^ 
■taudn tiumitlHibitr im iU^ Enlob^rÜAehH SOOOmal ao groSk i^l wis 
dii* d*-f SinLlt^ih'liru, und imihr mh lOOOraal bo grob oh die 
der WAa»Trtrik'lt4-u.' Wenn tum lUne geviftse LuAmenge tu 







ontliMria (bvr KIj 



IC«rppr «ingsschlofiaen oud dt«e^ u> «tngeriolitet 
man di? Luft in ^in^u klfiai^reti Sauqi xusftmmen- 
proGsm kasn, co bl^bt dio B^wogung^ nnt«r d«r Vornnss^taung 
daJjB dio W&roiA stell nicbl Ändert b^MAndig diosolbft. Infolgo- 
doMon mflAvcD die Vibrationen und Zu»amta«iutdriio in i^mg^ 
kthtttm V^rhältniA^d annehmen, d. h, in der ftof die HAlft4»dc« 
Bantnoe komprimierten Luft wird die Auulil der VibraüoDen 
und Zuttummen>rtöt^e die doppelte, u« 6' f. — Ist dagef^en daa 
Qflfäi^ 80 einfcericbtot dafe die Luii sich &ufid^lin«<n kann, so 
wird di« LAnge tlei' Vibrationen in gleichem V^trh^ltniBee ver- 
grOfw^rt and die Zafal der Vibrationnn und Zasammanstörs» in 
omf^kobncm VnrliAltniM*? vormindtTrt, JiUo boi doppeltMU Vo- 
lumen die Vibration« weite doppelt und die ächwin^n^szabl 
balb HO groCi. Die Folge daron ist. d&fs oucb die Spannung 
oocb aoTien nur halb ao fi;tofi wird^ In ühnliclier WoiM> liUat 
seil anohf wie Hooia bemerkt,' mtUatis mut<^is die Klasticitilt 
j>r(t«« andern Körper« erUtären. 

Bei diesen Anaichten Hookbs über die Vibration der Teil- 
cbeoi ftts einer ali^meinen Kf^enachatt aller Uaterie iat ee 
BatnrgemttfB, dalf <^r aucb dio \V4nno aU Howogung der K6rper- 
teilchen und daa Lieht aJa eine ^hwinguag der Ätlutrlciichen 
ansah, wobei <*r sogar gologoatlich (l&T:f) ouae^iacb, dal'« dio 
Aichtong der bcbwingnngen anf dor FortpßanKungsriclitun^ 
äe$ Strahls acnUreeht At<:hc.' 

Die UoriCF:j;jhrn Vibrationiitheorie bean^mcht eine Stelle 
unter den A&lbMändigcn und onginAlen Gedanken, welche znr 
VoUendonf der Korj>uekulartheorie gcJi6ren. Sie ist eunidi^ 
dar Aufdruck eines rein kinetischen ßegjide der Materie. £<« 
lEibt nur Körper nnd Bowegnng. und beide kCnnon sich s^ß^n* 
s«iUg in gewiesor UiBsicht cr8*>tÄeu, Soweit sich diese Er- 
ganaung nur anf dio mocboniscbo VVii^nng besioht, haben wir 
darin de» oartcaüchen Ciedankcn der BcwcgiingsgroUo. Aber 
der Sinn dieses gegeiwcitigon Erftat«o« wird bei Hooice ein ganz 
aadrer: nicht nur dio meehanütohe AVirknng, auch die Uaum- 
erfQlluafi wird von der Bewegung abhängig gemachU Der 
Körper eriöllt den Raum nicht durch seine blobe Existenz aU 



A. m. 0, Tft %9^h T-rr. // f^jprw«A, ti ^mt S. »ti-dTK. 



I 



i 



SS6 



ek; Winltgiujf «isjwr VlbnlkntthMrii. 



ut- Di« k^rporlicl»; Uu;» <li«iit nor aIs d^ Subrirac dvx Bt- 
wdgaQ^T ■^l=> ^I^ nnbckumto Etwas, w«lc]ic4 '\io Dow«<gqu£ 
übenailiolt uu<l ti-igt. FGr die nuiilicbf) Wafarmubumtig kni tf 
g&r oicbt zu iuit«n»ohuden. waa ijk der Empfitulnti^ d«r Kflipft^ 
anbstAiiz ucid w«» d«r BeweguoK mtkommt; alle £ligeaftoIwft«i 
liKng«» all der D0vregui]g. Vud so erbebt ücli Hdokk bui so 
der Bemerkung, dafa Kürper tuid Bewegung vivltfticlit. nur vrT- 
ecJtiedeue Au(TAs»uugeji «ioer und d^fvelben Raaenz siml« Di«« 
M der bülinbnvhonilo Sehnte scar reiten Kinetik^ kut Üliar- 
fÜhniiig iW MiiUirio »i kitmirtchr ßniirgi«. IIuhick tib«r var- 
meidni dvn F<-liW, dict sabNtiuuuKll«ii Teik« v<^llig tmbeacuuiul 
eil Iiuiiwu, DaA r 11 V (prämier liebe an jedoni ijiaUtiuJI'^u TttiEi'Ueii 
iKt 9tHwa QflwegimgTwmpn&tigliiibkeil, v,-«lcbM an »tinor OrOtka^ 
tmd, wie man woltl anueluu«n darf, aii in%a^ G«t«U bofVfft 
Hier iaH «üu aubtlAUiiieUiw Fundameul gri^ebau, «üno fasi» B»- 
slimmung znr Individualisierung d^r Ualerie, und doeb mglaidl 
eio Kitte], die Veründprltobkeil -kr Dewegong nacb iHmt immtiiii 
OcsetxCQ zu ermfVg lieben- IIookk bafreit dadureb d:p Mitivrie 
von dem bis dabin unflbervind liehen Dilemma, «nLweder «tnne 
Atome anzanehmen, fUr welche ea an der Variabüitac der Aus- 
dehnung nnd Bewegangaübenraguni^ tehli^ oder xnr Flnidiülu- 
thoorie nbermgeben, w«1che die IdeiHiiAt der matenetlen Ein* 
hriit^n finfbebi- 

Dift Ti'ilob^n «ind durch ihre ludividualit&i im bnmirammft 
Biiwf>guiigiati ditponiertt wfthrend w fBr andre ntuvigftiiglub 
idiid. Da« Hclittint die V«nnitt«lung oinosc ge«eUUchett An»* 
Unmh«a dar Ben'e^ußg erkJiren zu kÖnuMi. Und ci« «rfiilten 
d«n Saum nicht durob ihre Autdebnnng, sondern durch die 
grOAere oder geringere Weite ibr^r Schwingungen. I>aii er- 
mOglkht t^ ein uud dasselbe Teilchen eine Verftfideiücbkari 
der Rauraer^UuiLf-. Damr. in mit einem Sohlago die arbwierige 
Frage uacb der Verdichtung und Verdünnung der Ma^rie g^ 
1{M^ Uan kann die Partikeln aJa einea v«reohied«n j^ioftifi 
Ranm ansfttUend betrachten, olme die nnm^^ehe Vorttethmg 
eine« Weohaela der «nbetansiellen Ausdeb&iug volM«ditfa Kn 
mümon. Zugleich bwitaen dia«o Vibrationjatome eine daatiffcbe 
Krftft, eine innere Energie, mit welcher tio nicht nur ihren 
Raum behanpun und verteidigen, »ondem ancb eone) Baum 



_^ 



t'. BiTirimiifl (Ur VtbrDÜouÜitton* id inod«ra«n. 



3S7 



SU «Tobem saoheiit »l# ilinan djn Oc^mrlrkiing dtrr Untgf'bnng 
MMtettot- DiiTK orrnAglirtht RixikK fllr diu Spunniing tlpr I.nfV 
^he Tbw>nn a^tf^isiuillrni wirlo-he im R^muIlAtu diir modnmua 
tna«tL4chnn Gm«lli«onc4 itchewbar sehr müid kofmnt, mdom uio 
flea I>rack ti>ii d«r HAuilgk^it der Störse ^bbiogig m^Lcht. 
Indowwa diirf mau b«i die^tem Vergleiob moUt vorgeA««n, dalk 
«s ikh bdi Hqokk um seJbvUndig^ dnrcb dt« Katur der Kor- 
posV^ bestimmte ScbwlDgnngdn handelt, dais al^o sÖD« veiv 
ADdariicbe ScWitigQtigfiweibe d«r LuftU-ilchBii etwa« guis andre« 
jfft ils did mcdome mitÜirn Wnglaiigc*. Die ScbwiDgan^nmlo 
igt ftll«rdm^ vom Tcirbaiidonwi Haumi), jü. h. vom ItüVu-ii I>rtic;k, 
abbftBf^gi nbhr nA i«t' dniAolbo Air jiwiui Luftti^ilcbifn: irHUnfud 
di« WegUiigo und dii? f^jthl <li^ SUlßw lo der modf?nii?n Thi^rlu 
m^t am «iiiKdiieii T«i]ob«ii )iaf\dD, sond«rn fFLr jedes T6ili2hea 
fortwÄbreud wechveln, cind die coittlere Weplänge mir eine 
macbomatische Fiktion aos dorn Gosämt verhalten des Gases be- 
seichnet. I&sofeam darf man di« Hooi^Rscbo Theona nicht mit 
das IdneLiuhen Theorien der üaae zusammenE teilen, 

£a i^ ntm der grofse Vort«iJ d^ JIoOKi^chen Theorid, daJ^ 
BLH did Korpuslnilanheone von den Uypotbesen tlber di« 0-a- 
atali der Korpuaketn beSrait und an Stöll« darialbon achwin- 
gaada B9wegang«D e^lst, walcha die Möglichkeit einer mathe- 
matieolien Daret^Ubarkeil nicht gans aassinhtsloe (triich«itioii 
laaeeB- Hior wii^ dor ^V»g gewee<(D^ die Korptuknlanijoorio 
ircohtbringond ir«tt4ir xn fiihron, wia aa denn anoh HtJTGEKS 
vnnigHtan« nach ciiior Soitu hin vcrvuchto- 

Die groüee Venni'andtfidiafbderVibTationsthccno mit modiMiien 
Vortftallnngen lieg*, auf der Hand. Da» Gaieta von dor ßdadahung 
STviachen Absorption und Kmisston dea Lichte» und deor etrah- 
lendon Wannö hAngt ja eng mit der Voratellang v<>ii der Über- 
eioatimmnng der SohwingongsvreiaQ der Äther- und KÖrpormo- 
lekeln TUKammen und wird nach am «dnfaohat^n durch den Voi^lojch 
mit den Soiitringungon bonaoniorondev Körper vordontlioht« tri« 
ihn bereiui HoosB ang«wr!n<l^ hat- I>ot Erreger und BeguJator 
jüler dar anab1&e«igeu Scliwingiingcn. wcloho die Körporvolt 
dantall^D, ist der Alhor, uitd dit* Sobwiiigungen dieses Athun 
tragen unter dem tarnen des Lichteti und d^ Wärme die 
finargi« von Welti£J>rpeT eu Wt^ltk^rper. Somit bietet sich aJaf> 
raicbe Oelegonheit, in der ep&teren Entwioifolung der Fhjnk 

ÜUvftl. IL ^ 





'HooKsMie (Hdasken viedenodndeti. Er hat in <lor That «b* 
VontdlUDf; omkipiert, anf welche dl« Molekularphysik inir4ek< 
k^nuneti moiste. Aber ^r h^i sie ^b^o eqt tniioipiert und vftr 
nicht in der La;^, veiter« Folgen clsrans z» siob^ and in«kr 
ab eino sinnlicho V^ronvchnnliclinng gewtssor Krache iniui|f«]i 
SU geb«n. Hbtto ex uuch nit^ht. in Hookks Art zq «rbeit^b g^ 
1«|(^, Kragon m^br anarunfgon und Oodonhon hinzuirorfen, ab 
aie syatoroatbch durohzofolnrenf «r wftro doch mit Minor Thoocio 
flb^r dor. Wm-t» i^inca fitrlstrcichen nnd aor^ozxlfD Apf^r^wi 
nicht hinatj^olaiißl) da« dl« ihm innewolin^d«^ wiAsons^hoft- 
lioh^ Bedeutung erat in viel 8p4t«rer Zeit errcicbfin könnt«. 
Daani fpHltm Kunichal, wa^ »elbal Hrvots? hindeTte, die ana- 
lyti^hcu Mittel dee Calcüb. Ks fehlte aber anoB daajeniget 
waa errt HuTOKsw ira begründen vermochte, n&nükb die Prift- 
sipicn der Mcichnmk, welche fJloin der VibrationsAbeone daa 
bcenfTlichc Fiindanicnt that^ftchlicb gt»bcn konnten, daa aje bei 
HooXK nur scheinbar bevaCn, 

Gewiffl war r« ein wraentlichcr Fortschritt, In der Energie 
der 9chwingenrl<'n Bovregon^ xuglmh die Raumerf&llitng tnid 
die Übcrtragnng der Bewegiuig, die Ordnung und Ge^eCsUoh- 
keib, die gegenseitige Cinnchr&nknng der Vibrationen und Be- 
wegungen ni begründen. Wie jedoch war die.-io Mitteilcng der 
Bewegung niöglieh? Bei Hoosa wird eie Hb vorhanden vormu^ 
geaetEt^ und bei dieser Veranschaulichung bleibt ea. Aber 
nach welchf^m Of^aote findet die Obertragung statt? Noch 
welchem M^f^ mifeL sich die Energie der Schvringnng und 
die GrÜ^r»e der Kraft, mit welcher sie die Nachbarechwingnng 
einengt oder nch mit ihr ^rosammenftH^ct? Dnd wenn wir di« 
OeaaintencTgi«* fU-n WriltalU tn der Agitation de* Alher?i H'*nkrtn, 
fo bleibt imm^r die Frage, worauf gründet aich die Krh^Uiung 
und MiUeüung der Bewegung fteiner Teilehen? HchltefaUch ifi 
es doch der Zosammenstors der körperlichen Partikeln, welcher 
ihre Schwingnngen begrenst. DndurchdringÜcbe kt^rpertiche Tau- 
chen bleiben ßbrig. die sich gegenseitig irelTen und dadurch 
die Vibrationen fortpflanzen; denn die Umkehr der I^wrgung 
und da« Zurackschwingen tst nicht and-n^ eis dnrch do-r Hi(»fs an 
erklAren, In diesem let^t^n Betracht sind wir aluo wieder bni 
der?«elbeu nnanniV4lichruPrBgnangrkouiinrn,an wülche^OAüSKvni 
wie BoftSLLT stellen blipb^rn. V&ren di» Schwingungi^n d«n 



^^^b mhftr^t ab ein« ^ifientQiiüiohd Daa«iii«&u(iwniiig, «o 

^KF iMit r)t<i Annahtn«* «i&ea anerklftrlioben YoT^an^«, dut? 

|Vhfrv^ lobcnrÜg» Agitation der Mmt^ne; abor das sollen täo bei 

BoDcs lucb gHT Dicht Mtn, ai^ werden von aaJ^en übertraft«]). 

^hd lii«r EHQ/iA nia QfiMt« d&r Wochiu>JwiHiDn£ cintreun, olmi> 

^WcliMi jcd«^ kinotUcJko Atomistik if^ich in i^in nnbetitüiunto« 

^äJ eu]cammruLaug<li>«i>r T^tiJj^ unflöNt' Djib<^r därtV>i] wir 

I Mek dj« VibrutioQjrtlicono HooKßa Dur aU ein vnrlockciuii^ 

Uiifiwhiofa aufTaKitoia, das wold dasu boiti'af[0]i maj;, die Aa- 

^BNieinigen zur BeaiUnakio« su beförd«ni, diu aber den fo!<tc& 

[ ü-DUrbAn anf vtsseusehafclicliein Boden eni in d«r Zuknitfl 

cttpfuigoc koimKv 

Dio VibiuttoDrtb^orie HooKKai «übt in o&gmi KQeaiiim«ii- 

hi^l« mit dpr TJndulntiviiNtbftom do« Ltchte«, D«r <w^Ce, 

■lAclwr otofl !*olch<^ AufHtrllte, ist biyhumiUicsh der J<*Hnit KiuK- 

f«KO Uahia GaiMALDi > i; 1618—1603), der dorch die Ebtdcckiuig 

in Ihtfhiktioti und Intorfcroiu^ am di« Optik liobe VoitiiciwU 

biotBU Beide Erwtbeänimj^ Bind weaeniUcbe Statccn rttr 

Vüd^'Mionebjpoiheaa und sind fiticli ft^r Gkiualdi obne Zweifel 

•Ib Vi^TBiilaflgnDg fUr s^tbe tLndcdatorlsobo Auffae«nng der LiohL- 

Wv^guog g"we»)i].' Er vci^loicbt da« Ltoht und 9oiDo Bewo- 

tfiing dnrchaiiA mit einer Flüssigkeit und thr^Mi Eigo^«;haKi*n,' 

jMoch dr^tikt er sich riic Teilchen Jc9i Lit^iitfitütJuma s^cJbvt 

frTtdiurrtnnd, dabei ^wr o«i:dJlutoniioh bovest, eo dafü aiv Spinü- 

IhiKti U^cicbrttibcn und bddtfchnoller, bald laiijC^amor tV^rtrückfMi.' 

£r batt« rialx^i <^cttaoHüd«Mi korpufikuEftro VorstolIunpceD oiid 

«pricUt oft von Poröu und kleinen Partikeln, Ruch hi&h er das 

Licht für eine Snbstane.* Por^^aäut und subsianzielle Eßluvien 



pvo fUlBUntlAUiiic Ltudnii- In 3ccuuJo putvm dinoliuntur AfC^'iivaL» i^ 
PHflUi «ddufta. fli probaHIittr mtirtfn iKHti* flacutur iWntaiiUa PtrlpftUtic» 
d« AoddenUtiUt« Lomifti«.--. Aitt^rv P- Fkaucvoi II1K14 ffhiiLtuK) $. A, 

■ iJv Im, 1 |ir, M p- IWr u, «, Dip HjMpttteUan lur div ÜDdulatianvibMino 
0Bifea tieli 1 pr. 2 aunu 16 p. ti C, pr. 21niiiii. $ p. 107. pr, 43 ^ :M1 fi. 
'• A. «- Ü. I pr 3 p 19 C 
« A. ■. 0. Pr 49 nu», S m p. 313, - ' A. «. 0. p^ 179^ 



dfti 



hJtlt or tiir botwetifliic« Annabm^n/ «bcr «Uc <li>ae Ansichl« 

dcnkliüh. iui<l <fT fcuehl daher — aofderet bea«icfan«nd — a 
svcdton Buche sein^ W^kM na^hmweiaeiu d&is «lies, wu «r 
ün er»t«ti hOch^ ftb^rsfrn^nd ToTgHng^n hst, doch s«b 
isweifelhaft dei| tind g«iuE bMocden v^nrahit er sich ^tigtigin, 
aN AnbAnger dor Atoroistik betrachte «n werden,' Soim 
wiä&«ii0ehafllicbo ObontMigiin^ i«t jodonfrdU im «mUn Biicbi 
sn findi^n. Dir Brct^bims 4>rklftrt rr ftadnrcb, dftXb die HauHi 
d«« LiohT'ftnahUi, d«n er als oin &ch.T dümii*« Prisnift denktv ndi 
in don <^Gf^T^Il PoroB d^rs dicbterea Uodinma asiim ForUcommKi 
seitlich mßiir ansbreit^i tnlLs»? ; mfolg^e«»en fllllt dioaelt}«- Ul'^^ 
menge «UK^n dkk^r^n Htrabl sne, und da di/o GrundÜftcbcn 
de«- PrismMi, w^lcb« an der Gremco der Mittel zuBAEEunenlMgvH« 
glotch nt'm intevon, m> ksob die gr6l5«re I>irlto nnr dadarcb 
amtii worden, dnl« der g^brochoao Strahl «ch dem Einfall»' 
Jot< mf?hr cnn^i^-' 

Die Ut^dtiUtionsUie^rift de« Liob«^ wird Mifgonomm«^) vo& 
dcaa Ord«)iisbnider 6tumalm3, Iokacs QhSTOit Pabm» (1636 bu 
1673), vrloh«r in umetn Brnfw^chsel mit Xbuto^ d>t> Dif- 
pemoD d4w licbt«a aU «iue Diffraktioa tmt Hil& der Anaahm« 
m erkJ&nn sucht«, dafa die Fcrt^flaitEiiiig dt^ lichte« auf 
tt&or WoUenbew^gQUg bercüie/ »päler jedoch, von Nbwto» b»» 
l«hrtt 9emeci Irrtum snrfkcksog (9, Jdi 107?»/ Er b^ä«fbt «kh 
auf die W^UenbypotbMMi von Gai»AU>r und Hoocb und mräitf 
dafit triff der »ciiügcii Ahnlich «eicn, irelch« er im '>. Diat^mn 
aeiaer Mechanik att&U>IIfi. Er wollte ein grofaeM Werk ftb«r 
Slocbamk (hii cor/Kt <fe J/moiiü^) nach dem Vorgang« von PArrv> 
achreib«n> von wdcb«m jftdoch nor der 7. nnd ^. DiscowM (dv 
»ifTuvroi«^/ fdciil* und la aUttvjvt cv la xcien<t är^ fimvs imiaMiilf»^ 
erschienen atnd. Dar r». Di^cfiHra »ollU übtfir dir Bnwgung dcv 
Vibrationen, der €. Über diejeuig«* dar TJndnlaüüU(*ii handeln 
und die FortpflnnEong <lea Lichtea aovii^ dio EuUitrhung dnr 
Farben aof aine allgemeine Wdleol^re und die Wellnnbov»» 
gmig dM Abberi gifhiden. Paictb» aUrb imleaaeu arbcm 1^73, 



' jL •, 0. p. »4, - » A. • O. II pr C, |i, fcM t 

* A. a. 0. I p. 180. ' ■ 7%.i» TV«*t/ tCT9, p »VTS: 

* A B. 0. p, SOI& — * Ziunt Pvift tatO — * Zii*r»t Pute IfiSt, 



inritAK Qrvoftu. 



341 



in deixifieJbeu Jakra, in woläh«in eeine Stauk erauhkii, äettsi 
VoTTcd« jenen Plan entvioJielt.' 

Ihren wirkauaen EinÖoTs auf die Entviokelun^ der theo- 
retischen Bhymk und der AtomUufc erhielt die Vibration*- 
ÜMorifi ent infol^ ihrer Aufnahme durch Ht^roVüB bot Be- 
grtadong der OpUk>' 



Uuygeu^^ 



1. Die Theorie des Athen. 
A> Die Gravitation. 

CmsjfrtAÄS Hdyoexb (1620—1695» bce«ieJmet durch eeine 

irbeiten den UChepunht der Kc^uskulartheonoi bevor sie 

livch Verschmeteunjc »>* dynemiachen Vonteilnneen von der 

Moteno den Charakter der reinen Kinetik verliert- Zvrvi gpniale 

AnwctHlan^:oD rind ea, welche er von der KotpuBkuUrphyeik 

macht, die f beono dee Liohtee und die Tboorio d^t Behwcre. 

In beiden warNsiriP!« «ein ousgcoprocbcncr G(^gn<ir, tmd beide 

Theorien vnirden durch XnirroHs nnfseroKlcTitltcho Erfolge vor' 

linfiß verdi^ngt, zum Teil \-eTge»ü^n^ Die Undulatioi^atheorie 

dea Ltchles iai inde»en, in Angomf^s5eii.er Weise mo^liHKiert, 

sur allgemeinen Anerkennung gelaugt und em unhestntt«nea 

fi«9itstnm der Wissenaobafk ^wrmien; für die niechanificha 

Tboorio der Schwer© steht dietttr Erfolg noch aus- 

HüT0E5« iBt ein SchflJ^^r DnsciHrrs', dessen Wirbolthoorio 
auf Mine Auuehten von nacbhaltigeiu Knflasac gewc^n isL 
Ab«r der Atombc^^nff, weichten er sn Omudelegt, i«t derjenige 
GAdasNPUf da> im If^eren Baume frei bewegliche, durch aein^ 
Solidit&t als anb^laneiellee rndivtduimi geüicbert«? Atüui. 

* Onnvrt itt maithiMtä^a «CC 4. C£d. A la Bt^n 1710. La ütal^. 



* Dbir dim Vj1ir«11uMlkc«rie f» 



«. 11 S. 426. 



Di« Vonedo 211 aeitier Abban^titif aber dl« Un»Aclie dl 
Schvem ^ üt so charAkberäÜMh ftlr fiimiBSCfi* StelJim^ ci 
Theori« (kr UaUne, daid wir «o tibverktaEi luor wüdet^febo 

,Di« W4«D, ivtk^ ^m N4tar UIm Fkll der «ofiMiuiftUft Mfavcna KJf| 
IEiB«ii dl« Bnk T«riil|^ füid (■:> dunkd it&i Tonohlunfvs, dafk avob 4 
imiwrrMiifwfi YMb Ihran Siaa osebi f« «MdoclECtt vorm^. Km» DmliJ 
faM dk PbÜOMpbM (AWtufisii, dio rnsdia jtam taertv4M%VB Enoluiiad 
ttlktii in dea KfirptifD •«Abit n iiwImii uid «• irgond cUtor Oim« iftMitt 
ncdoHend«« EEjftntcbift iiiau>chrei1ien, «icIcIm dk K6rp«r tutk aatta m 
gQtpta J«n Erdmittcipiatit t^truil^ ockr «incr Art vod VertmfMi der Ttil 
«uh ilem (fanMTi ra Tfrcinmi. Dm hb«r Ucdk ninhl tTnMiian Uuitilb 
•ond«m dnttUI« und tod ni«iDBiid v(intM;d«bd Prtaa|doa MteUaik Vl\ 
nwfaM ttnriUhib nis für wich«, dte fCr |«w5bnlkli «dt dnsrtlfMi IiAm^p 
idAüdcitt fOrt«Dt mrMi, it^dH ftk^r für DacmtT ud wtM fiobal«, «nW 
vriUiraid wia vkuI nlln« ftllciTi i'cta den Atomen fthEaldton ottttniiHBniAa kM« 
I«dif1i«li die Sohwfrfe ut die irdicebcA Körp«r «Dd dk Atobe »«IbM kaOfA 
ticd ilff^ii iii«l^lkhcn IJnqpnuQ nKontcnnidit Ueft^ Dtfcg«) bnbcn vkl* v 
d«n Lci;li<«a Aatoron und BccHtodortt dtr PhiI««ophi» lioli daUa >wci^iioit< 
dftl> irgpflnd «Nru ■ofiei^Alb dflr KSrpflr umnAluMD «n. vom* dfa m il 
E<Srp«ra kemcrkliclt^ii Anc«liiu^a und AbrtoXnngon oiMvpmigvn , «bcr in i 
Vnscbfii Bod tw %üch nidtti rjH tidVr cintEVilrunipm, Mb Jan« UtervQ Km 
|^U»«^hrD Dil t^afü aünilicb &ftbm«s ihc9 Zuflodit ta i in« d dair M 
Dnd Mbvnm liOfUit« vaIoK« di» K&r|iMr drürlim u^ u^kAi tan BCfiMdl 
nrioctCL nlk ; (da* ab«r bdffi nicbta acidsre», ftU dk ficbwm «cbcm T«a 
»Uad: anch vid^nfirlfhi « it^n Ci*iii\r9n dir HitrJiiiift, dftli Atn« lUbaipi 
■ohvcr« ÜAterk di» Ki>r]i«r, wldic «k ufaeil»!. b>«k ablan irdb«Ei loD«^ 
^ diaelUn Im Oa|[cnl«^l ntch obm trvlbui mOXifA, *anuwfn«Ut daß di 
■IL akh mLIkI kclt «ccnnci Gv^lchl Mi±s> jflfkbvia dt» Wmmv elae k 
Flaachf, dk mm dmr ui&irrUuclkt. «Tnpnrhthc)^ Dtk tnd*» ktinrv s«r ' 
Spirifma turi^ck, i>dcf »uf immaterielle B&ftnfttiöDea; die* «bor biBBl 
AU<^ kviii I.iclil iti die ^b«bv, «LaUiittk» vir nkfat b »greifaa kÖnMA^ vi 
kf«ad ei«u IfnmitfHellea eke körpcrlkbe SgWIsbs i« be^tejr w* 
mId mU 

Bo0<r tb ftlU 4iid4n vor ihm hat DEsc^rrv «iiitCMbta, 
dfrT npilr äb«rb*«iFt ketn« Rr1i*iirtlnü flU ««rMr diuvb 8«ng 
Prindpieft, vtlck« ilu mecucUkbe Ikt^ibTcnDSir'^ii xUehl A!Inntoi|[ca; i 
dM irisd dkJrniff-Ti, vcldte ftbhftAgon «liurwiu to« dm Cürptfn. tiiijftui H 
«u objM jede l^LialiUun WtrHihAet, AudreMeite von den BevQpoifts dk 
KHrper. Alwr infolff* d<r groUen fkfavvristöt wkb« dirk kg, ««• dkl 
Prucipien ^Ikk dk Falk und Meiinig^tigkeii der Dinge «bcnkiktt nad i 
fttUigen, Ml ihn der Krfolff in d«Q meiiUn Prvg«», dw« PrCfnaf «r «M 

reobt nciiMtif jcnoetn. und gma bevondan — mwum 



^ 



MMrMbdrnNBBpmiikttr OHxwJepMlp.Sl.tA. AnMkki 



^ beÜB Prvbkm d'.T Gn^iialioft. iHn «ir4 livli ■uv il<;tj Porair 

V9 iob ibncoi» sucli auf luxb luolir bilk* «ufiDtrLauD ruwZwq kStmi:». In- 
4MMn raul« iob KV^en, iMU »Ir Mine — tttüteh «afWdtlWkn -- VM«uOb* 
^an W«g fu iMtiian «tffuicn Biicilcckuiignn cncblMHn fc^beii. 

Dm Toriiagfonda Votüffttitlkhiuiff MMehiU ick jadoch durcbvi aiabt ^ 
ftllta Zwnflelii t«r* und lUcii BcdcoLen oaihohoa: djüiiu ta feJuigve Ut 1i*i 
derartig«» CutcnaotiaDgCD viol tu acbwer. I>£3QOQb m^^tc tab b^UhImb, dftfi, 
wCDD die graniJIvgCTiilc: Hfpothrie, dvreD fnb mlcb bediono. nUbt 
riobtig int, nur v-ectg Hoffpmig bleiben wtrd, otoc riobtif » «af^ 
iafiud«a, n buigc itir LDimrlialti der Onnxctt einer wtbnv «od fonndaft 
l'büoaopUo HOB ballen «oUao. 

Wft* iidi hier rortngi», wird, »uwril c« tich HWin auf rilc ünndbe ds 
$«b«vr* bc»«bt, d«4;fnigm L«*cni cioht neu onobdae«, vrclobe di« Fljeik 
roQ BciiiiiiLT kenii^. iri>i) ÜB<oI1>i>f Twc &i»W ff*na# Tb«ort« b«*cibTi>*^«n irlid, 
Dion- mioMpb biell, wi« er ■«Ibtl frei k«ikIiI, nhchilcm er meiD BvpvriuMnt 
ibn die WlrtmtbevA^n^ dfti Wflivinn gfuihnii rind mafn«» ATi;iiu«nn^ devtlbM 
IS die GrATiUÜ:>iielbroria rcrnoniinen lialtc» ifti>iiu> Hvjiiuiiif fir lo wtbr- 
wiiritltich. duCM «r ihr KU Mgca bnrMofb^ 1^1 nr joiloph rnfiinvTi Artilrbu^n 
vrfMivibdM und «£f«iR L<iniU«bt uui) vioTu cur Siebe Grb^rig« iIL>or|rflbi, 
•oroD er nidi vinlg^ nicht uisipn konnten *ff baTip irh nffb mein« eigene 
B*titi>dlns|^«füe dte Qtjfeaifand^H danatitcllm e^tfichlMicti-^ 

Dflb M dto Thcorion der Sl^Iiwcto und des Lio]it4Mi sind, 
welche für HcrroBNti das UoUv bilden* der Thoorie der Mmtorö 
oiKer SU trv^Q, ao liegt deiD Aiußdjitßapiinkt nrntuT^nkifft in 
Featst«Qimf^ii aber die KoüEtitution d«^ materi^eu Trikj^dr 
jener Krscboinungeti, d. h- in HypotböaGE über die BesoUaflen- 
boit deo Atber«. Bs gibt in der Natur k^no andern Körper 
ol« diojenigoD, welche ««« »in und d^rselbon MAterie best^ben, 
and ci darf bei 6tr Brkiämng der NaturDr«ch<*mungcn kein« 
andre Annobn^e gemocht werdrai, als eben die Kxi«t«DS diosor 
KOrpcT, iLre ver^olüedenen Grarsenr G^oetolteD und Bf^wcf^un^cn, 
ab«r niebt i>twn ir(;end eine innere Neigung deraetbeD xur fC'gen- 
i4iiig<en Aunihenini:. ,,!>» die Scbwere ein gewissem Stroben 
oder Neigung sar Bev^fninf* ist, ranfs aie wBhrecheinlicb aueh 
»00 irgend einer Bewegung enUpringon.'* ^ Man wird also die 
Gidb« und ijcfitolt der Körper tmd ibro Bowcgnngon so va 
definieren babon, daJle daraus die Schwerot oowict aLk übrigm 
pfajmiMhen PUsomone hergolcdtet worden kennen. 



^ ymz. s- 97 




itifA' QnTititioe«QMfna. 



iltux Ut non gün&licb nnbesohTftjikt in d«r Animhjno W 
liobi^ kloiiior Taüo dtar Mat«no. Wenn uni» Audi dio ktina 
tiehtbATOD KdtpoT aohon &o fem vi« mdglidi scheiaon, so Uhn 
mu do<)li daa Donken, dafs üd «ol^h kleinfia BandkömaLen «k^ 
BD cduem andren immer txoch v«rfa&1t«n kann, '«rio ein Ben; n 
eorstdresDi da« swcite Ql)«n90 txx einem dritt«n, und $o fort, «>■ 
v«ii man wüL^ Eine grofae Hailie Ton Naturent;I)einnnc«i 
weisen darauf hin, dafa man eine ans sehr kleinen nnd Auisent 
aehnell bewegton Toüehen bestehende Uaterie ansuneLmen hAt 
Auf der Wtrkong dieser lebhaAcn Aviation därfbe die FlOsai^ 
keit des Wauers/ die Wirkung des Polven, die ElasticitAt der 
Köq>er, auch die MuHkelkrafi der Tiertr, resp. die FertnenUtioA 
dea Blutes, wovon Jene abhingt« beruhen, überhaupt oUo di*- 
jenigen Wirkungen, welche wir heut Ansltenngfterscheinttngai 
nennen. Hier tritt überall eine Kraft herror, von der man 
nioht weilÄ, vroher sie kommt, und da Kraft dock immer nur 
von auisen aus der Bewegung ätr Materie haraUunmen kami, 
so muie man einen derartigen iufJNren Uotor annohmeu.* Von 
allen diceen Uaierien dürfte nun aber jedenfalls diejenige die 
Ueönabeii TeUe besitseo, welche die Bchwero der Körper be- 
wirkt; denn diese mois 4Ue Körper, auch die feeUicten, mÜ 
derselben Leichtigkeit wie die Luft durchdringen.* 

Wir betrachten xun&chst die HcTosriSsche GraTitationa* 
tlkeerio. 

Abgesehen rou jnner Eigenacbaft, wekhe man Schwnv 
Dennti haben die Körper von Natur entweder eine geradlinige 
oder eioe kreisförmige Bew»t((utig. Die ervlere kommt ihnen 
aUf sob^d sie sich ohne jedes HiDdemla bewegen, die swette^ 
sobald sie um irgend ein Zentrum herum «urttckgehaiten werden, 
oder um ihn^n eigenen Uittelpnnkt rotieren. Wir kenneu nunmelir 
«imgcnDafD«n die QeseUe der geradlinigen Bewegung und ihrer 
gegenieitigea Uitteilimg beim Zusanmentreffen dri KCrpor; 
nber aolnnge wir nur dieee BDWPgungvart und die djuamc reaul* 
tierenden Rftflexitmei] bnrückjiietitigrQ, boiunrkuu wir k^nerlei 
Uraacbe eines Antriebw nach dem Zrntrimi hin. Ea bleibt 
also niehta Qhrigr ab ku imtemicheii, wie die Eigenachaüen 



' Dt ffrac. IL TO. — * il« Jumne. Op, rr^vd 1 p dt 
• th gr^t. p. t09. — • /^< ffm. p lOfl- 



der krfti9f5rini|fcxi ßowe^ttn^ anr ErkJirting der Sclivoro 
dioDda kOnnoiL^ Hiubei iet folj^cnddr von HrTOXjis ft&ge«teUto 
Vermoli ^ttgw^AmmA, Ein allMitif: it««düoaMD68 oylindn^chcs 
GUs£«GU}a von tt bis ID ^It Durchmoaeer und eiiv& halb bo 
hoch, m^t woiT^m und ßlftttom Hodea, war mit Wosoor ifeflUlti 
m welcLom dich kloin« ^ieeolifrokstückehen befanden, di^ etvaa 
«ohwor^r als Wümme war«n n&d daher zu Boden sMikon. 
AqF diA Rot«tioii#mii»chioö ^hrftcht« begaben «ich die Stegol- 
lAckt«ikh«a ihrer grdlftoroo Contnfxig&lkraft vcgos ou den 
Rand. Sobald ab^r da-t äefafd an^chatteb nnd dAduroh intol^ 
d«r Beibung: am ßod«n ntich die Bewegung der Looktoilohen 
venögerl wurde, wührend das Woster wcit«r rotierte, wiovieii 
iHeaelben nach der Mitte hinsedrAn^, „Dios licfs mich die 
Wirkone der Schwöre sehon^, J)a die Teilehen der Bewegung 
dee Wasser? noch oinigonDAiäen folgen kounten, gir^goii 8ie in 
Hpix&ien noch der Uittc^ Kin Kör^r, der eich uur radial be- 
wegen kann, z. B> eine Kngicl zwischen go9pannt«n FAdea, 
würde jedoch direkt noch dorn Zentrum hin »ich bewegen. 
Derselbe Effekt würde eintreten, wenn der Körper du«elbe 
•pezüischc UewK^ht wie doe Walser h&tto, ^«o dafi ohne jeden 
Cnterechied der Schwere der Körpen welche äcfa im QelUrae 
befinden, die Bewegung allein hier die Wirkung der Schwere 
hervorbringt.* ■ 

Ein ZuAonuneßhong der Schwerkrafl mit den bei der 
Bot^Uon auJlrutendMi KriUlen wnrde b«reitd Ton Dbrca&tcs 
vermutet; jedoch aind «eine Auf«tellangeii ooe Terschiedeaen 
Gründen nicht h^il>ar. 'Ks mub befremden, dafe bei ihm die 
weniger dichten Ktlrper noch der Miete getrieben werden, 
pnyrvLs man scbUeCMn müTs^ doT» gerade diejenigen Körper 
^&b sobwereren seieii, welch'' wenig*^r M.^ti'HiT nntliÄlien.' Ffirnor 
vMkttt eine mo »chnelte Rotation divt ÄMi^ni um dlo Erde an- 
geootiunen werden^ dibis, Ihü der Einsritigkeit derselben« ver* 
in&iHch diti KfirpAr »n ilcr Erdoberfliobe mitgerissen wtijdoD, 
im beel^n Fal!« aber dooh nur die Gravitation nach der 



» » r^. p. 97, 98. 

' Jk ?rac. p- 99, 100. 31u lioht, ü«£» dar ErTac^iicIic Tcnu'ih tia gßim 

* Tfi dl« TliMria dar Dicbtigkoil b«i DfM-AttkR, U A. $$ H. 




846 



Hi^tcim' GnmtelünithMiliL Di* TonuMCMogn. 



Ax« naJ nicht nach dvin Eentrutn der Ertlo «rkUrt ma 
wörde.' 

„um die BcbwerkriLAv vi» tcli ci« anfVa««», w nrkUrEo, 
oeluBo icJi Ulf dfri« es m «ineia kqgolft&Tmigon EjiunM, iv*klitf 
difr £rdd tind di« ue omflioiMiidoii KCrper «^ntMlt, naoli ftUra 
Seiten bis xu «mem grofou Absiando rdue gowUzw fififlüg« 
Kaceni^ K^be, wöLcb^ au« doc fömsc^ti T«iloheD be«wbt» mtd 
m mftniugf Alligor und ftuJkorst eohnellor Weise iiaoli jedet 
Bichto&g aich uintroibi (m omnem partem agitatoi). D» di«» 
i^b» jcnoD &tumt wdlckeu andr« KOrper mog^bvD, nicht rur* 
k«Mii kann, so bebaapto ich, daJji ikr« Bew«gcuig stun Tdl 
knuf&iiEÜg am das Zectnun «rfblgaa mal«, abor uiobt <knatt. 
daia BW als ein ifaax«« in denslban Richtung roUart, ioadara 
nur 00, dai^ die M^hnahl dor maniugCdligan B«w6gimg«ii der 
aalben auf EogoläAohwi stattfindan, v«lo^ ein and denaelbea 
HitUlptmkt mit junam Raum befiitsan, vodardi dieaer eb«n 
XUS) Zcutrom dar Erde wird Di« Draacha dar kreuförmigaa 
Bawagung liegt aber darin, dafo sie in dam gasckloaMnaa 
Raum« leicbter stattfindet, ala w«nn di« Materia aicb gamdUiiig 
in cntgogcngoftetsion Riobtungon bewegt«, und aus der 
U*Utorcai durch «rechsckeitige BefldXio& achlia&lioh bervor- 
gehcn mu^^ ' 

£d mheint zwar, dafs dios« kraisfönnigeo ß«w«gangon io 
demselben Räume bei ihror grofi^en UoDg« und Mauügfdldgkait 
sich bogognon und hindara mür^tan; indwian Itt die Uat«tie 
durch ihr« groJjo BawagUehkoic und dia Eleinhait ihnr Taüa^ 
wolchc koino Einbildungskraft errcichon kann, imsumde, die 
Vanchiodouheit ^cuer Agitationen leicht cu ertrageiL Ihn 
Ftössigkoit ist bei vraiteta gr51aer als diejeniga des WacMn. 
Ihre Taikhen, die ja selbst keine Sohwero baattaan, bawegao 
sioli frei nach allan Saiten und empfangen aobr leicht vor- 
Bohiedeca Antriebe von den voraohiadeoan gagMueitigan Ba- 
gagnwigen, »owie auch durob den Aastob, lelbift den li ris a ato ai« 
andrer Körper; ohnodia0k61u1tes.fi. dioLofl nieht so latohi jadar 
llondbcwcgung ausweiahont wio aa crfabningagam&f^ gasohialit- 
So vicliach und b4u6g daher auch dio üntarbrachungon and 
AbändonLugen der krtiHfonnigun Bcwegongan jenca Fluidums 



' Ik ^n», p. UO, lOL — ■ /^ f^r. i'. lOK lOtt 



mOgoti, fio wird do^fa l»i veitcci dio MobrzAbl dor Teil« 
ihrem Wef^ bobair«!!, atäii ab^eleiikt vq irerdon; ODd 
ist für imardD Kveok aafT«ioh«iidL 

W«iui Äoh dah^r it&ter den T«UoheD jecos Fluidunu diclrai 
ftus m(«hrcir«ii xtia>suQe&ge^t£t« Teilobea b«ß&d{>n, welche 
>r roif«cad^ii Belegung deaeelbeQ nicht folg^Uf werden difMe, 
^oiv'codig sogen dfts Zentrum godrflngt irorden und daselbsb^ 
Ifirde büddD. Dw Schwer« alxir beotoht wibhr^cheialich in 
ihti uidrcza b\s in dura Bcstrobon fConatue) jcnor Bnoh 
^hto&get) um djkt ^ntmm rotiorcad«n Materie, von jc&4 
Zentrum mioh xu eutf<;m«a, wcdureh m dioj«aig«ii Kdrpexti 
lebe di«0«r Bewegung nicht folgen, dahin treibt. D&fa abcrl 
Körper der seitlichen Bevregiing des Fliüdmns in kein« 
WeLae folgen, beruht deruif, dafe die anlderordentUeh sc] 
tu alleD Seiten cri'olßeoden Anstötaa oicb gegenseitig atit- 
tbeii- Dio K5rp«r könoeu sich d&hor nur radial be- 
wogen.* 

Neben diovem Flnidam wird der ans umgebende Eaompj 
id Ew^ zct Minem gr^firten Teile, nucb noch Ton uii 
itenen ertnilt, die atu dickeren PArtikelo beatehen. Dioi^ 
find viuidcluft die Partikeln der Lnft- Anfftor dicaen aber mufa 
ca noch eine andre Materie geben, deren Teilc^hon feiner sind^ 
diejenigen dt*r Lnil, jedoch gröfser als die dca Gravitation^ 
Inma.' Die Exisleux derselben folgt auA den Veraucken 
'anter der Laftpumpe, wo sie Eraohainungett hervorroft, wie 
ftonat die Lult. welche doch hier aQ^g:eech]oueD ist, Ihre 
Teilchen mftsseii daher das Ola^ dco neapicnten dorchdringen 
kflimaii. 

Jener feinen Materie, welche zwtachcTi Lo^ und Orari* 

_jatiQnj fluid lim in der Mibte ^ebt, bedarf HtruEiffi noch z\i 

andren S^ wecke, nSmlicb um durch ihren Druck die 

»tigkeit der E6r|>er su erldfiien, Die tou ihm entdeckte 

LOnaerscheinung von Waaaer tu^ Queokaili>cr an Glas, 

wenn erstete vClUg von Lufi befreit sind, gilt ihm daher als 

eine nauptstillse semer kinetiMhen Theorie. Der Versuch be- 






348 



HrTQ«»: OffMtUtimioUni». 0*wJakt uad fli 



itand dorm, dafa völlig lafUrde« Wa«tftr in «inar im:*ii offttvn 

D'fä auisc^rordcnüicha Klfiinbut dfrr Toüchon dmm cH« 
Sohvera v«rQr«aoh«&diui Fluiduzos i*t iür die Th^on* im«r* 
l&Cdidit da die Seliwore der Körper noh dnroh den EiiLeohlnfi 
lA irgend ein Gef&i^ nicht ändert; es muCa ftbo vcrmiu^^eeeUt 
weirdttt, d&Ts die Teilohen dee Fluidums unj^ehicdert durob die 
Poren Ukr Ei^rpeTf wie s. B, Olae und Helal), bindnrcbdriB^feo. 
Dietelbe Vomas&otxnng ist ftber anoh notig, nm sn erklttrwi, 
warum Körper Ton gleichem ftojjemn VoSumon d^h ver« 
■obiodenon Gewicht hjhbon können j denn es tobeint snn&olatt 
ali mOifle naob der löaetiMliQB Hypothaee eine HchLku^ Vttn 
Gie« eben »a eobwer «ein wie eine VoUkugel, indem ja d&a 
Gewicht eines Korpars bestimmt i^t dordi di« Qii*nüt4t der 
flciden M&t«He, welcho an »eine Stelle im £anme ftoisteiRt. 
DkB Fiuidnm dttrobdrin^t also leicht alle Foren, mcbt aber die 
Kdiperteiklien »clbat. Demnach hängt des epegjfiscb^ Gewic ht , 
der KOrper Jedigiich ab von der Grüieo doe Raomos, welcl^^M 
dtuch die Korpaskela doe botreffendoot KOrpere wirklich la^R 
mit voller SobdiULt aoseefUlt wird, alM abettjElich der swieoben 
dioecD befindlichen Poren. i>ie tiohwere ist genau prc»- 
portional der Atcngo dor Alatcrie* wekhe der Kdrper 
«enthält. 

Der Beweis die?*oe Satsc« i»t grundlegend für die kinetiA 
ThoorJG, weil er die GldcbbRtt der Ifaitde Enr^okfülirt, auf die^ 
Gleicbhoit der Bewegungswirknni;. Wenn swt^i KOrper 
anf horirontaler UnteTlaG:e aicb bcgeen^Ut eo kann ihr gegea- 
•«ätiger Wiilcrstand nicht herrOhrw von ihrer Gravi! 



* fhttt dt LtmiM p. S9, S3^ Prtxiocu* tat«» c«i«Hori> mieime 
gende eat pre« ri o vkk^ ijum« aoa tatlvtret. teä aln <tDud«to ■bttchec ■Unjoi 
ffubtüiorif, qn»« pnene «t mwiJnUt in cvrta eipBTigmtM ^nue forteeh 
jam 4aJiixn obt«Iit. »calicct h^ aqnft eSrc eipiirs*U, qoee mpeaie NUMi 
tnbo *iir«v cujt» ronuiMk laforiai f€tct, liott oduotu« *it ttfr twc^Io. in 
ioduililur tabai. — Hotuucs »talJt« iIdd VvnuchBuleO«OT«burlMl ■&.«{ 
bolUihn i^ATdat Heyel Sooivtj m Levdea JC£3, wonuiribn tl^vu viE (^Df<^ 
■ilbtr uedtthml«. Kipwiwta$ia jJ^ghoott in 0^ uuitg, LugiL BbL. 17^1» p 7 
nt. ÜMRikdi tit dift au« i\>o«t»oerreDta«aam«iw rCotis W Hru.«* ,U S. 
cu eqrlBuin. -* Ba Ut efTeober dtr RoroRJCwebo Tennch. Ohar Helcbtu 
WBO uifQbHkii »n Sn]&<^f.4 unttm Sl. Juli 1668 berichtet« (ärry, <;)|f. ei. 
B4?i>» n p, 17G r Ep. X. Kit« N>4ni. Br^«. S. 40). 



BoToaBii 



XOun 



,e Erdfs dft j» die»« für beid» 4Ut^g:ehobe]i ui. 
Lg lehrt QQn, ^«1»^ wenn swei Körper mit ffleiclier 
»ohwindigluit «ich begeben, sio entweder gleioh atarlc surück-' 
■priagea oder sar Btibe kommen, je naclideiii üe liarl c-dar 
iN'eich smd, «ab^d m<^ das gleiobo Gewicht beeitzen. Da 
in dievem F&lte die Menge d«? Uftt«ne da« emeige i«t, wi 
flio E0rp«r noch nnU^rachcadcn k^unt«, ein 8ol(>ber üüI 
Äcb aber im V«rhfr[ten dnr Körp«r beim Stofso nicht aceigt, co 
moTA man M:hlioC>en, daf-s Körprr von gleichem Qewiob 
die gleich» Menge an Matorin iinthaltfin, d, b- 
die (1-leiohbeit der Katerie die ITrHaclin ihnw gleichen Ver* 
lialt«na beimSto&e und demnach identisch niit der erf&]trung4-| 
m&Tsiiten Gleichheit ihit^s Qewichtea aei> 

DucA&TKfl beging den Fehler, daia er den freien Duiob- 
g«ng der SfAteric, welche Ür»che df^r Schwere i»^, dorüh dio 
Krper nicht vorau«9et£t^, indom er aniuihm, dtt^tt tvnU^re durch 
Ervin aufgnb^t'TJi wfinln itud Hich tnro]gi^i>^«»ii von dnr- 
Iben mßglicbict vrmi vi^dnr lUibfernc. Daran.« würdn abnr 
L, dtSn Kfirpi'j, ir il«r Eni** odrr in Metallen «tc. t^ingfr-j 
ilfXMsn, an Oi^wirhL vflHirn^ti nirir3it.f^n, vran d^ Errahrong' 
shi ttnU[im!bi. \amr-nÜIi^h ahnr hat DiKUurnca die <3a- 
iwindiglu-it dm GraviLaUohsflfärhimK rjir-hl beachtet; er hätte 
iflt finden mfl^^ieti, daik die GrutchwiiidigUeit derTeilchBti de« 
^ftjiaer« nud andrer Flüsfligkeil«ii gar nicht mit deraelben ra 
rglfiichon mi« „Tch aber habe anfbierk^nm den C^rad jen4*r 
(Ghwindigknb iint^er^ucht^ »o da& ich glaabr^ liav OrAfira 
iwam ajig<t}v-n tm ItTmiu^i^ ' Hctnicni« fiibcl«ih nach dnm vnn 
«■nidtKiUtnn Grsntxn tihar din OrVtfjfin dnr Ci>iitrlftig>i1](nilY, 
j*»nrt QiwHThwindigliril minrWFi^iu gh^ifb si-in tutiC^ drr- 
I euit*s um den Äjiu>wr dt^ Krd*' roti«reTi(l*u Kiir^ir», 
Centn t\iga1 krall gleich ist d»m entgegenge^tteut^n An- 
rbe der Schwere. Ein solcher Kf3rp^r niüist« ah^r dm 
[tiator in einer Stunde und 24'/t Minntau durchlauieu. also 
fto «chuftll, als ein Punkt der Erdoberfläche, wobei die 
il*n dhT PiCAÄnfli.^hon CJmdme^jnng Toransge^etÄt sind, 

"Dil* Orrtf«*». diennr O^achwirdigkeit, wdch^ die etner s^nk- 
thl aljgeHchoiMfatrn und dann herabatOnpuH^n Kanon^nknj 



I — 

< IV ftmf, fL 10*. - * Vt ifrui\ ^. 108. 




vielmals übertiiü), ist ntm uuth imstAud«, dio ron Gaulii ^nt«- 
deckte Besohleonignug der Schwere zu «rktirMi, du d«r Druck 
jetter Hat«ne auf die fAllende Eii|[et fa«t nngoAttdoort bleibt^ 
die oitutelneu Wirkungen tick «omit aummioren mtlsMtfi- Vit 
Be«cbleuiugimg vürde fredlick anfhOi^D, v^erm dia GASobwindig- 
kvit d«« faJJ«iid9n KOrpen d«r dw Flniduma nahokfim«»^ aber 
die« lt»gt au£Mffialb onsorer Erfehrnng, 

»Dcuiueb habe »b vu oia«r Hypotb«iv, ndcb« nkto UnttSfcticW am' 
kUIcIVl, «ri^llrl. wiruai <1i« ird»*beD RGr|>er atob dam Xiutfnitt «tivNv: 
«rwum dio ^irkonjj; <la T^chrore doKli Zvivcbtniaffeniig ■ndro' K9rp«r bIo^I 
l^fAiiDderf «rvrclen kaDn; ttHnim i1(« jrin«rii Teil« frincK KAr^en «d ftatnMt G«- 
ftuut^jEmicIit titiiUBff«&i «ndlifih wv-iim diu FtUfMcbwiadigkeit rvDfiortiOaid 
^«r Ztli «KdiRt; ucul (n«hr TBS|fviiubAften *Ur Sahwviv Kind bifb-r mÄi b«ol^ 
«abtat vrordanT' 

Die durch Ricrbr beobftohteU Abnakme der ticbv«ro aid 
Äquator führt^i Jiinrauia btkaimtlicb »of die Zouakme dor 
CeninfugalkraJl znnlck.* 

mütJtamtica können geJonit hatt«, fügte er fiOcL aiuf-u Anhnng' 
seätitrr Ahba&dliing hiiixiL Er erke&nt voUaUindi^ die mAtk^ 
iQAtisiclw AblciiLting der NswT058oh«u Theoiie an fUkd gibt 
ikr gegvjiDber üiM 'Wirbel Lbeorie DbscjUITES^ aaf. Aber t^t kann 
die EypotJieaa der gegeuselügeu Attraktion der UaaaeDteilcbeu 
nichi sngeben, weil dieaalbe sich weder aiu Priiunpiea der 
Uecbmnik noch sxl» Oesetz^n der Rewi?^»ng rrklArBti Uwe, er 
ivt vielmehr lüberzeiigt, dafs ^Hue Tlirurie dnr trdiwiinn Schwere 
Mit din kostinisichF Qb^rtrugbiir kki. Sobcin früker bette er gr** 
gbiulit, d»& diu KagolgiMLalt dnr ffunn« >iuJ die gleiche ür- 
«ftohA vin <iin dnr Knie lULrilckKufilhnTU ftei, aber er war auch 
zu MbT in der cartiuöitoben VonduUurig der Wirbel bef&QgeD 
geweaeii, z\b daf« er die KraA> der Schwere waf 00 gro&e 
Entfernungen wie die dor Planeten von der Sonne Hasmdehnea 
gewagt kAtt«. Naok Xbwtoss KnUleckmtgen mufir di» jpdoch 
gaeobekeD. Er hat daher doxchanv nichtü gi^xn die xnn 
SlWTOK etngeftlhne Centrifwtal kraft, nnr rnnr» mnu sie nirbt 
auf AtUaktionT sondern enf oiuo rnfv^UHniiK^Mi TTrv«<!h<t Eurfitdi- 
ftihreDy lind die? wird vennnüich g#Iingi'iif wiie eH ihjn fdr tlie 

IM iirw. p. UO. * * De grm. p. Hl l — ' AMf.mit^¥m ^ llfi f. 



irn«n^. 



351 



irducb« 6chw«re gelnogoD ist.* Dftbci hatto es sich j» gezeigt, 
d&ft die Körper uich ihxtn QAch irgend omem Zen'sum gra- 
vitiereo würden^ w^nn »ich dAielbett gftr kein«» Mftue wie di« 
der Erde be&cde. Kh bleibt j«docJi Qoch ein« a&dhr h5cli«i 
wiohtig« Eigenschaft der Gravitation zu erkl&ren, nämlich dl« 
von Kkwio9 entdeckte Äbnalune der^^elbeu mit dem Quadruti^ 
der EntfemoBg. Wie diese zu begründen iat, daral^r Ätjfnerl. 
mcli Hirrasifd oicht- Er nimmt swar iin^ dais sie mcL unmittel- 
bv AUS dar Toraussusetomdcm Ocechmndigkeit dee Atbora 
ergebe; jedocl] nußht rr aber d'i« Ablitt&gigkrrit) der letiMrMi 
tOH der Eubfemnng der roüo'cndm Mnterie vom Zentrum 
keine bestimm ti) Angabe. AUerdiiiga mtiff^j wi« er in einem 
Briefe* au LstBKiz aagl, die üeechmadigkeit der kreieandea 
Hateiie gegen das Zentrum bin in einer gewiesen Fro*^ 
portion gröfser »ein als an den entfemteren Stelleu, um 
die vfm Nsvtos »o aicher gctUellto Abnahme der OraTiMtion 
mit dem Qaiuirate der Gntfemnng 7^ wkliLn^nf u&d dj««e Pro* 
poTtion k5niie er ancb leicht bcetimmen, oabor ich finde 
bivhv^r nioht ä'iv Ur»achn dirmer Torvohiedtsnlieit 
di»r Geschwindigkeiten^^ Di«s int aImi der Grund, wiw> 
halb HtroRjrs genjinnrA Angaben nrlri^Tdrnckt; «ir wollte auuh 
filr die AbiiaHme der Omchwindigkrit di-j4 GravifatioTi!<niiidiiinH 
Tom Zeatruiii eiuo mecbauisotiv ür^ju^lie luibott. Auf glcicbriß 
Oinnde kann er sich nicht für die von Lkibnis aufgeatellte «oge- 
nannte „luirnionUche Circulation^ erklären, nach welcher die Ge- 
schwindigkeiten umgekehrt proportional den Radien f^ein jwllen.' 
Kr ii*gt nur wo vipl, dafn dip OeBchwiudigkfit rieht Iccnst-nnt 
Bt ID der Nfthit und Feme des f^entmms^ and dafe im Erd- 
inn^m diu Gta^ch windigkeit ebtrofallii «iinn VeruiiudeniDg durch 
den WideratWid der Erde erlUirt.* 

Dagegen mofe er im InLeresae seiner Theorien der Ora- 
vilntion nnd des Lichtes EiTivpmch erheben gegen die An- 
nahme Nkwtoks, dafs d^ir liimmelsniiiin mit eißer gewisaen 



• IV. ^0. p. 1:^1. 
> Ui»u. :if^ik^ StünfUn. td. QK^ntivT, Bj. 11 p. 197 <1I. JsU 1592^ 

* UivKU, MiOk. Sdmpcn hd. Vi p 167. 

rlla 1991 S. IW 




SM 



Ept«in: itt«rui Vi 



AufMnit fttinen Matenc »rAQlt m, Oadnrcb wflrdfiu aeifW 
^igtnou Thtoarian g&ncLich hinftliig werdcm-* 

Di« itlMobclM älattfri« oder der Athar — diwm Nun« 
gebrauclit HtrrosKfi nanmebr B«b«ti demjenigeD d«r lOHlMto 
/futiia — kftnn &af zweierlei Art fttüiidrA donu sein; «Dtwdder, 
indeiD Beino Teilcheo Tcmouunder ftbst«b«a und l^are Zwisohei^ 
rttume brntsoa; od»r, hid«iD sio sieb swat Iwrlüir«!!, abor «o, 
d&TB ihr Znfi*intn«iihaog nur solir klcht nad mit mahrcroo 
le^roii Zwi«ch«iirluiDttn durcbt^tst i»t. Om Yacanm will «r 
gom iQgvtb^u;* «N scbttüit, daii ohno davolbo dl« Bew^;uag 
d«r kl«iD«Q Korpuiik«lu unldreinatidcr mcbt m^^liob M!» 
hiorin itoi «t gmnx uidonr Ifeinoa^ 4^ Drscüu-bs imd gUub« 
iiicbt, dft& da« Woaaii dea Kj^rpaia in der AtudehnoDK allem 
beatebe, oonden dab eine vollkoramene Hfirte ftolaerdaiD 
als zma Wesect dee Korpers gehörig auninebmeii »ei, durob 
w(>lobe der Körper nndorchdrixigLich wird und weder »rbrooben, 
noch verkleinert werden kann. Diu erste Art der Baeohaffw- 
beit des Ätbera {mit Korpuskeln^ die nob nkiht berCütroi) 
eobeUkt HuTäiv» nicht au«reJchond tiber die 2kti>gliobJteit der 
Sehwore Bechenacbaft zu goboQ, wührend sie die Eriüfinaig 
der grofsen tiesobwindigkcit doa lacbtosi die naeb Rnmaa 
60ÜUU0 mal gröEser ab die de« SebatU iat, gmna ounegliob mache,* 
£a dflnkt ihm d^bor wabncbeinlicber, die sweite Hypotbeae 
anzanebmcn, unter VorauäMteuag oinctt ao ecbwachen Zunanuaflo- 



^ Z»ei titfoen BimouiniifCD c^voa ilio ÜnTiUUomlfce^irie von Hctod' 
dörfLc« im veMolticlMo naS unvolUUikdigfr Ui-dbUiic^ J^r (Ju«IE«p b«r«k«B. 

Aber dl« l>af<b«viii|i|Ek(-iE^ ilftf «üomIdmi Atli«rt«ikk«a Mg«- Wir habvn etiMi 
(9. W) ganlKD. 4ib Urrvc»» (Ihm C>mhvMi||Mt Mbr ima ift OtMr%wv 
ff Of n hat, er bat lio für dm Ub«r#äcL« <lra Ent« «u Aqimor l>«äJvml nul 
km»t ^ Ibr^fm «alDe Gribid«, üoi> rdrÜtbflr kk^icIi nJcht cUiftr es &JLtea. Luv- 

dafi ftLr lUe Binngiuig de* Ki'rpiTi in roüarondcti Jilltr kü» OmUH mti^ 
gobeiid Mi, iftfh di« BciicU«iuu^sir q«? Rtr Knfftb fpiHea vMr^. Dirftiif 
vlitle Bi'toiaii cinfiuh crwülFm, iU& lueliU MdfegCKi Mcbo. 4«« Alonica 4tt 
•nfavvnB K6r^r eioo pMtrada QoU lt sa orivilta. D«d« er h«M qiedwbcdt 
in JM Xhvhk LttvoTh (WT* die TslaliBn slUr KSr^ir iiu kn« ■iiMmnwn^B 
fOfUn Atocfe«« btvUlMEt, Kvi«cb«n don«fi d«r Alh«r ft«l cinftltfrl i <IU TT^ 
kmig d» Uutoron hin^i dAb*r nur vnn ibr ftwUk dlour AMm uAl 



d«r Teilclien, rlof^ n^ trotx ihr^r Bf^rilbnuig Aar Bewe- 
gung (icr PlAuct*»n Isrin nirifli*nü« in ^tn Weg »uUi^n. Zu 
rhrer Irtrht/rit DnrrbdriTif^burkcit könne ihre Ubhaftc* AgttA- 
Üofi vi<^ lM«trAg<'ii. UQTesKfi l>ek«nrtl äich liier noch zu Act 
CATtfuditiilinii AnstoUt, dafa ilie lebb^ft« Beirergtuifi d^r WojuvfT* 
th^a di«T leicbte Duix^hdriogbark^it des Wft^it^rs bef^rrder«. 
ilwa«!" KonHithiüOD des Alheim scbeint es freiUub, ab ob 
NrvtOK loil seiner BeliAuptnug recht bfitte, der Äther inüshQ 
«ehr wenig dicbt s^iu, ircil er sonst sohr ecLwer sein wtlixle* 
Denn dm sieb di« 9prafis<rh<in Ocwicht«» di^r Kifjrper verhalten 
wi« Aim von ibnffii nosttirUI) nrfftlHrn BJLttm«, und da bd der 
ronuugrsetAMin Rprilltrung d«r At.h^rrtftilchfrr di« Poicin nur 
»übr kl*in Wn köitoRnj eo wiirrle drr Athor drn ron ihm •Jn- 
gv^noDimHimn Raum xnm grür&lenTeile ab^ohU erfülli*!!. I.rtgctifrfrn 
üt Kwar riohUg, aber es folpft darana lüclit dl« Huliwn' tlm» 
Atbera. Die*^ würda nur dann folgen, wenn die Scbvrerft rin« 
inlilrent^ ßigeu^^lmH dr?r Rör^mr wtlre. 80 aber gilt dusj was 
yoti den RArpem richtig rät^, nicht Tom Äther. Vielmp!ir iat 
rn ja i*l>rn d^r Atbnr, wnln.ljw vnnjt?mr1it, dnfs iJip Körper 
narh VTliAltrii« ihrör Afassn «chwnr Ktnd, «r sflllrtt nbnr ist f^berhaupt 
nicht Knhwrr, )v>ud«Tii Mimbi mfulgii Keiner rajntlen "RntiLfion 
sieh viim Zflntium mf^Hrhnt mi iritfi^rrnn.' 

Atu dnr tticlit vfilli^rn ITbcri'instLimm^ig d«r Pund^d- 
b<"*>Ti«ehtiuig am Äijuator mH der astronoiniArb gewAhrteUteton 
AbnabiDe der Söhwere nach dem Quadrate der Enlfenumg ifft 
HnitOEX^i gen^i^ 3^ i^hliefAeti^ dafs die Geschwindigkeit des 
GravitadoTiaduidum.? in unmittelbarer Nähe dor Erde sich ein 
woiig findere. wie die« in» Erdinnem eb^nfalU stattzufinden 
aoheine; f»^ wftrde ja son^r; auch di« ^hw^rp mir dnr AnuHhfrnng 
an den Erdmittelpunkt in« Un#*ndljoh<^ wachsen mt-s^^^n* 

Die R4*«itmnning«i Nkittonh ober dtn Orörwi der Orari- 
tation nnf d^r 8ounp nud d<m Planetnn r-rr^gwi da« bt-ttTjndere 
Intcrtno HuKiB^s'. Unter Zngmndt'logung etiler grZirHcrt^ 
Sonnendiataiut aU U-i Xhwtc5 findet er «Ite Schwere auf der 
Oberft&che der Sonna fnloht l^fnia], wie dieser, sondern) 36- 
waI so fiTOft, als auf der Erde. Hieraus folgt, da& die 
Oeüchwindtgkeit des Äth&rs in der Nähe der Sonne 41>a]al so 



854 



udiiiiw. 



l^roJV ist| bJs Am Äiaator d«r Erdo.* (iüi vir9di«<«ii&9 0«»cbwi2)* 
digkeit von migef^br itdT Kilom><<t«r) DU Gr^rM di4««r 0«»Gbwto- 
digk^i nihrt« ibn anf d«& Geduik«&, ob mobt vielleicht cl» 
eci&orordfiDtlicti4> Helligkeit der Sonno üir« Drsaehe d&rin heU^ 
indoip die Teilcbep «kr So&ue. wüche «ich in der feineren OBid 
heftig bewegten UaUrne beftntleo, aof die sie omSierseoditt 
Partüceln dest Äthers stofBen. 

Dieee BeinerkoDg^n Ulyokscr' xuxa W^rb« Kinrtoiv« geet^tUD 
emeti genfttier^n Kinblick in dio VorstollungeD, velche er cick 
vom Athcr mcichtn; wouo «ie antih noch cuncbea Im Da&kela 
leueQ. & eabtteht die Sehvtmgkeit, aeh die Alh^* 
tpliftrezi nm jeden eiiuielD«a PlAueteo in ihrer Zomnueit- 
v-irktmg mit der sie «m&aeeiiden Athersphäi« der Sonne vä 
denken. Andrerseits «oheint aue ihnen hervorsugehMi, delli 
er nnnmcbr dmi Äth^r, welcher die Gravitation hervorbringt, 
alfl identisch mit dem Äther ansieht, welelier der TrAger die 
Lkhtea i«t Wenn er im G^ensotse 3eu Kcw70V die Äthnr- 
korpTutlceln ein «ich gegeneeitig berährend anfgefaM wL^sen 
will, so geschieht die«, um die grofne Fortpäanctmgsg«i>ohvin- 
digkeit de> Lichteti sn erkläriän; imd von derselben Uatarie 
sagt er, daJs sie nelbst nieht schwer mü« weiJ sie vialmdir die 
Schwere der Ghrigen Eör^Mr verarsaebe. Hier ist awieoliea 
dem Lieht- uod dem Schwere-Äther kein Unterschied gemacht. 
Auoh deatct die Stelle, wo er die StJUse der Teilchen dar 
Sonne gegen die Äihcrkorpnskeln ale Ursache den Lichtes 
anspricht, auf die Identität dee Äthers mit der maktiti flmd^ 
hin, zumal er fbrtfiLhrt; nüCDn wenn die Agitation übender* 
celbeo Materie bei dor Bewegung, welche sie hier anf der Krde 
beaitst, da« Lctnchtcn einer KemenÜamme bewirken kann, um 
wieviel glönzondor wird das Licht »in mQssen, das von einer 
4fhnal reiAienderen nnd erregteren Bewegung hortührL'* ' Zik 
dessen kannte man anck hier muner noch ennehmeu, dals dit 
Teilchen des Gravitationsflnidnma durch Vcrmittelnng der Körper* 
korpaakctn die Ätbcrt^ilchen im Schwingungen anregen. Jkleiut 
aber üure£<cit^ vio os scheint, dafs die Teilch^^n d^^a GrmviU^ 
tionsnoidnms sich selbst rlur^^h den Anetef» au den Körper- 
teikhen in Schwingangen verfetxeo, so wird man diese sieb 



^ IkfT'P^ 13?. 



Der LicbtMÜier. Srine 



I 



ieraiu erfcelitmde Identiut jene^ Flnidom» mit dem Licht* 

i&tb«r als «no ep&tero Modi&k&:iozi ^iner araprflnf:Uclien 

HypoUt«»c a&soheji ic(u*«n. D«tu) in der üra\-iUU€ti3theorio, 

wf^lcho vor d«r Bmsafbg^ng dee vli^ffftoinntiiirjvi geaohri^b«!! 

ist, <)r«tr«c)ci väch dfts Gftviuuoiud^uidum bot bis am einer 

goiruMA Diffunc am din Knlo and iiit dort TOti itndorn K^rpom 

cing««ehJc!tJ»<iii, alao jod«ntAtIji mit docn d«i gana«^ Wottraom 

«rfÜIIuQdeu LickUktlier noch cioht idontiach- Auch iit in der 

AUundlQng vom Liolit dio Eueteris ciiier nocli foueroai, 

fcsiMnt s^^bneU «j^itiorMi Siacerie swiacEen den Tcilcben de« 

LKhtSthers bOAoncer« vorfc^seheD. 

B. Das Licht. 

Die AUiaadlung vom Licht, welche über Hutobs«' Thoono 
H(f MaUriA niheren AufschluDs gibt, halle er Im Jahre 1076 
<lcr Pohtfer Akademie vorj^eleg^t;^ eie eraohien 1690 und enl- 
Uli die bekannte UndiüaUoustheorie, saeb welcher die Ans- 
ittm^ dee Lichten auf der Fortpäaneong von SohviDgnn^en 
Teilchen beraht. Von jedem lenciit^nden Punkto gehen 
tct^elfljTmijte Wellen an?, die piob bis snin Auge fort- 
^£acnien und analog den Schwingungen gemocht worden, veJebe 
^4 LaftceilchoD bei der Ausbreitung dc3 bchalls auafthreti, 
nnr dai^ aie in «inom viel fcLneren und echnolloren Mittel statt- 
finden. Dieeer Atber intorcmicTt uns hier jnuütch^t, 

,Ee hindert uns nichts,^ sagt HcvoiiKft, „su glanben, daJe 
die fithomchen Teilchen aiu einer Materie beetehcnt deren 
lUrte und EladticitJtt sieb der VoUkommtinfaeit nibert^ »oweit 
wir woUeo; und ce ist nieht notwendig hier su iirüfen, worin 
die TJrvache ihrer BUaatictUit und Hirte beatobt, weil diea £u 
veäfc von onarem Tbeana abführen würde. Nur nebenbei sei 
bemedct, man kann «tch denkoc, dafa jene ätherischen Teilchen, 
ao klein ?ie sind, doch noch aus andern Teilchen beatebeSi 
und dab ihre EtastidtM bcmho auf der AuJ^rvt »chnellon 
Bewegung irgend cin«r feinen Materie, welohe sie allereeite 
durchdringt und ihr (Zeitige so anordne^ daA aie jener äfi»gctti 
Mftterie einen offenen and leichten Zugang bietei. Dies atunmt 



i)€ Im- frMf 



W 



ftber überoiD iDit Aar von Descakt&p ftti^^fuhrtcn Crvoobe dvr 
Klasnoitüt, nur HaI« ich nicht mit ihm Potvn iii Unitalt ruAd«r 
Tind hohkr KaqM^ voniUtiMtziä- Auch lir^ncbt ra mnia&nd n^^'v»^ 
oHor mniiiOglictj joi «rnch^tmeu, da e« üd GegeuUitl »ehr ^Ll . 
Mt, dnCn tlin N»tur bei de<r t(ervortinugaiig so vieler wutidtirboivr 
ViVkuiiffm üicti eines uueüdhchcu Progreflsia» iu der vt»* 
üchii^il^iiifii Ontf^e iiodiif^chwindigkcit dorKoi'puskelQ hfnlir'.iii.'' 
Di»«« tilaaiiacben Partikeln wordoD eiDCH otvra «rlialteu»*!! 
Anbrl^l» All dio Naclibartoilchpn mit gror^er, obvohl eDdliilifj 
tieBcbwindi^keit fortj*llÄnwBT ww> tnan dira an diOD Wrnaclip 
mit in oiner Ri^ilt« nargvtlilngtrn «rWliwlirti Kii^lti JMilii^n knnii. 
Ef brnncbt jrdocfb dmfajiJh für ilie AthttrUülcheii wi^dtir wine 
rn^nJio&r«igr AiiordaiiRg. noch «iiif^ kugol form ig« 
GetitftlL «nfc^uoiniueTi zm werden.^ Dagflf(«ai »ohii^iiit di«> 
GlejcUielt Üirer QrüfMe eine notwendige Vorausttetaung sti 
»«in. weil sonst uacb den IEef:filii dv6 Sto&e« eijie UDgleinb» 
srugn Verli?ilung d<rr <4«'«rhtvin[ligkoi:> «rrfolg«^ würde; wenig- 
BtenB ist diese lHeiohliot% fi5nUrlich {fir die Inicfater«« rmd 
IrtArkar« FortpiTnnsiing d«M Lkhtm und daher ti'«*nigMflQs im 
'Wdtranm wAhT>ich«inU(ih- K« hA- ilnhni r-ii Wachtvin« dab. 
DUwohl Tntin «in« furtwAhrand» B<TW4fgiing ilttr Aihi*rtoilokvti 
iinn<diini<rn nniPsif din luici vi«h<ii HrOnden wahmc^htrinliiTh tsi, 
«Hus« rlenitoch dit« buuuefisive PortfitlanKung der W«llnii nicht 
hinfleni k»!iTi, weil dieae nkbt in euier TrAOfllaUon jener Taü- 
crh'TD, HOfideru nur in einer leichten ErMchflCtening bmitvhtv 
welche sich nebr wohl Hen Nach bar teil cbeii niilt«ileii kauD. 
tfhn«* dtirch die lebhafte Bewt^ng tind den OrUwe>ehBBl g«9t6n 
7-n irenleii. 

Kim* drnvriigr VnrauHKnlf^ung Aber die F(>HH|iHanatti^ d«a 
Licfites Mii g»iiign»i«r, dt« gruto tiesdiwiiuligkeit de« Linfat^a 
begreif lieli »i maGh«n, «lif <lio Annabma einer Tr^iutbitioii dtr 
nuUerielJen Teilrheit i^elh^f^ mit ao grofaer Oenchv - 
& gelingt nunmehr IltY^iuifi die Reflexion and lit^ü^^Li^i. 
l#icht«e AAcfa teiner Theorie xn erkllren, wobei er Anninuar 
'UTk die Geaobwindigkeit d^ Ltchbeg im optiach «Uchunoi 
Mit^t ein'' gf>ringere tmi, im Ong^nHatK xxtv Kmiaflionfctbeoi 
Fnruar ArkJ&rte er die njarkwitrdign Krw;hamnng der Doi 



' Ih 



p. ji. — • A. ■. o, r- 1^ 




Pto KoMÜtiitJ««) d«r £orp«T. IXbl 

bnpcliiuig ha KAlk«|«t, könnt« je^loob Ober die PArbf^n»'- 
«trottong uud cüv Polorlmtion keina B«obeti^h<kfi gnVrr], 
lMst«n«f v«i1 «T div S«h«inAQ]ifc«n der Ärhf*Tt«ilc}[pn mU 
lo&gittidiiiftlft iu der Fort|)äaiisiui;;^riclLtting ttnvML. 

Dil! Äthi'Hheorid dett LkUt^^s f\lLrt Hrvi^iKscs dikza. anoh 
gQWiSBO Aii<icutvin^eii Ub^ die KonHiitution dnr Kciq>ttr icu 
j*«beD. Kr l>emOT-kt, dafin die R«1texion nach der £nii«Äoi>s- 
tkeon^ deshalb bicbt erkUrt w^rdAn kcinnif, wcÜ die Licht* 
t^ilcheD kleiiMr sind üIib dinj<inigi»u il«r TVll«kui>rdnd6ti Kt^rper^ 
2- B. dw QuAckuilb«»: vic wünlen abeo au d«r Ob«rfiftohe d« 
Quocksilbont nicbt «ino obono Wand tinden, vi« ein Ball* d«n 
m^n an ein« Han«r wirft, acndcni yn^^noxt der vorhandnRAn 
Uiieb«tib«iUn KtMi^ allan niöflUoUui Hicktunf^n zurAt^kg«- 
ivovfeo «erden mOewii,^ Für die Undulationetheorie dagegen 
ma>>b£ es mchtd auä, da& 'üe Oberdficke in Beinig auf die 
Ätkerteüoben immer eine ranbo ist; «s werden troud^m 
Wellen frntongt werden, deren Mittelpunkte to nake in einer 
Kbeniv liogeUf d^t^ «io mit. binroickendar Genauigkeit ein« 
gerovitnKanio TarfCMit* boflitÄm- 

Tu Bcziig «uf den Dai^ckgacg d« Li<^kt<'« darch die Körpw 
«ind dn»i Fälle möglich« Uio darcksicktignn KOrj>'*r k<ftiuien die 
Wellen durokIa«uicti, indem eie nntvmior ni*Il>Rt ftckwinß^'n, oder 
inrhitn der zwiiichon ihn<Mi b^rfindhcho Athei' *cbmngt, odor 
endtidi, indem d«r Äther nnd die Kuq)eTkorpTBki>1& beide die 
Schwiugunfton foHpflanxeu. Die FortpHau^uuc d^v WMIen 
durch die äobvnngui>f;en «ier KörpcrUrilohi^u würdft vorauw- 
Ketsen, dals letEbere rlaHÜacb aind : dioa wSre keine bedenklitihi^ 
Annakmo, namentUch ttlr die durchsichtigen Fhlittiigk^^iceo, 
deren Tfik-kon nicht zitsammcn hangen, Öchwion^r eeh**int 
die Sache bei d<^n testen K&rpcrn: aber auch b^i rlicdon ist die 
Festigkeit keine«wrgfl eine eoldie, yri*" sie* un-i erscheint. Denn 
diteelben bestehen wahrs^^hf'inhfih nn^saneinander^elafTertenTeil- 
oliem vetohe durch <io^ Druck einer uuf^ernn nehr 
feinen Jiaierie und die Unregf^lra&fsigkeit ihrer 
OftfteJtfn nnrinanrier gebalten werden. Uie ForonitÄt der 
leftten Körper folgt, ja schon daraus, dais sie von der Mäzene 
der mafznoiiarhen Wirbrl antf von drm die Schweiz hinwirkenden 



X «. ü. f, ii. 




J 



aotf 



UitTcc««; DnxbaKkijjckait. 



Fluidum rinrchdmsgon w-^rdcn. IiKtcsvoo kötmeu sie nicht & 
titmktQT wie Schw-Ämmc oder l^ckoros Brot tiontsdo, weil «* 
doreti dio W&rme flüsaij; werden und iich dakbci dJG ge^ta- 
Mitigc LftfT^ ihrer Teilchen ^ndori. Es bleibt aUo nur Qbh^ 
defa ftie «ine Art von Heufen der Teilchen bÜdeOf die mst 
c^ftT berrihrci). aber nieht m eolidea Kontinunm jctuvnnwi 
ftiumaehen. Unt«t dieecn UsurtOndai werden die Teilchen *icl] 
Schwingungen Ubortngoo k&nnon, ohne das OofUge dee £$rp«n 

SU etören«' 

K» kOnnt« »Un nnf diivcr* W«<t>a(? ^m dnrchifiohtiger Kürp^ 
gedacht werden, ohne dafii di« atherischA Uftt^riA d«i»ribo&, 
r B. du( Qlas, durchdringt odßr Poren raia Eindnngen findet 
In dm- That aber dnrduetct der Äther nicht nur du^ K&rp«r. 
90nderu dies geschieht sogar s^^hr leicht wie schon atu da 
Dnrcluichtigkeit des ToctairKL tischen Vscunma fotgt^ welch« 
tuimittelbar nach dem Sinken dee Qnecksilbere aoftritt. Äbar 
auch folgende ÜberlegTing beweiet dia leichte thirchdriiigbai- 
keit der Körper daroh den Äther. Da dch die ÄtherteitcLe^ 
gegeiueitig b«rahren und die Poren d^r Kerper nahezu ftu»- 
fnilen, so müfslen alle K4>rper, gleichviel ob sie solid sind 
oder Hohlraome enthalten, bei »onat gleicher Form und QtoIjk 
der Bewegung nabesa gleichen Wideretond eotgegenaetaea. 
Eine hohle Glaskugel s- B. meiste neh der Bewegung gegen- 
über ebenso verhalten wie eine solide oder mit Quecksilber 
gefüllte, da do ja offenbar ganz mit Äther angoiülh ist, and 
der Widerstand eines Eörpoi« nur von der Menge der Uaterie 
abhlngtr dio derselbe enthalt. Ee muia daher ungt^nommtui 
worden, dafs bei der Bewegung der Körper der in ihnen ent- 
haltene Äther nicht mitbcvcgt wird, soudem die Körper dnreh 
ihn hindurobgoheai und dies »etat wieder voraiu, daia der 
Äther ohne jeden merklichen Widerstand dareh die Porfln d«e 
lUrpers strömt.' 

£s ist daher auch wahrscheinlich, daDi die Wellen in di^ 
durehsichtif^iMi K^r]>cni »oh im Äther selbst fortpfianzen. Die 
mit Äther drlolheu Poren der Körper nehmen riel mehr iUnm 
ein, als die Kör|>er1eiIohen selbst. Diee folgt ans der Ver 
schiedenheit der speäfischeD Gewichte dear Körper, welche je 

« A. » O |u ». * > A. •. 0. r> tt 



Lt ÜucrUhftBrbvluft Kr d, ÄUiar, Undurdüklähoic 369 



er M^ge dtr In ihnen «tif gleich« RAamuUe ot^tbaltetMii 
ie entaprecheu; w«iia nun da« Gold schon Poreb kit, 
nmen die Partikeln des WaBser« einen veThiUnüinftf^g v\&i 
«r^n Batun «'irUioh erflllle&, Kan vird fr6i1i<i}i &ag«n, 
ntm dann da« Wanüpr nicht ziagaramenditlckbar sei. IHos 
ratirt vQtx der inllwirst gc1in^ll«n und 9rr^«n B«vegung 6*üt 
f»&n«i Mat^e her, volcbo da« WftK«or durch Ersohöttenoig 
•einer Teilchen Ail^jög macht nnd dorn Dracice wtdoraC^ht.* 
Vaob alUdem ut kein Orand mehr vorhaitden, an der Dttrah* 
drägbaikait der Körper dnrob den Äther und an der Fort* 
pfianzung der Wellen durch dieaen innerhalb der Körper x^ 
inreif»ln< Xa wird jedoeh der Fortsohriil tier Wellen mner- 
bnlb der KOrp^r ^ej^en der rorückKulegenden kleinen KrOm- 
aanngen verlan^fsamt werd^n^ nnd diee g^rado kommt der £t^ 
kUrung di^ Licht hr^x^hnng cnetatten.' 
^^—Endticb kennen dio W<il1en «owöHl dorcb dieTeikh^n dei 
PBac* aU durah di« doe Körpor« gtolcbmiilRg fortgepflanitt 
'wijrdcn, nnd die« kann snr Erklitmng der Doppelbrechung 
dienen. Der Einwurf, <UCk <lie KOhr Icläju^^n ÄtberteÜcben den 
grClkcr^vn Körptirt^ilcben keinen Anstofs erteilen könnten, er- 
ledigt eich dadureh, daJ^, vio schon bei andern Gelegenheiten 
bemerkt, dio Körpertetlehen Gelbst aua andem sehr kleinen 

Rikeln bestehen. 
Pi« GrQnde fClr die leiohie Darchdringt>arkeit der tinroh- 
dg^n Körper durch den Ätbor kt^nncn indeeaon anc^ auf 
die nndurcbsiobtigen anegedehnt worden ; auch dorcb ihre Porva 
mnfo der Äther leicht strömen kdnnoo, nnd cn cnteteht daher 
die Fragi-\ vramm nicht alle Körper dnrchftichtig seien. 
Worauf beruht die Opacitüt der Körper? Violleicht auf der 
eiohlieit der Körperteilohcn, die ans kleineren beatohen und 
infolge der A-tberetölee ihre (Jeetalt Andem, wodurch 
die Belegung de« Äthor« aufhalten. Aber dic^ i«t kaum 
annehmbar, veil> wenn ihre Toilcben «o weich würon» Silber 
und Queok^bcr doe Licht nit^t so stark reflektieren kdnntuL 
Walintchcinhr^b kommen aUo Hern Metallen, welche fast die einatgen 
ginsdicb tmdarchfiichtigen Körper Hind, harte und weiehePaitÄkeliL 




■ A. B. V. ^ *H 

■ A a 0, f. 86 




flvtosMi iS« JTofpdbvMlunig, Krihldi^ 



imUrvitiuidM- ß^mUcht am, wihrdnd di« dur&hsiobti^on EArptt 
Qor »US hüten TftilchdQ b^fit^bdo.' 

In doo KrteUlUß änd <ü^ Teüobea gleioliartj^ in Or&lj» 
and üfiBtcüt and regotmArAig ang^ordtieu Im wISadimAw 
Dopp«lirpat hiU>on di^frdbon, wie Hctokk^ 4tifi dean PhinciuM 
der UoppoJbro&hnug folgort, di« Üostolt von fltcb«ii Botaüoitf- 
Apbäroidcn mit dtm AxenverlULltnb 1 : 8-* I>io Dopp«lbT«<^hn&^ 
lEcmmt rlAdurob mstando, dATa «ich im Knstiül zwüi WoUan 
mglckb fortpflnnun, ein« kiif^oli<kuu^ durch den Abb«r alkin, 
und cino Hphiroidale, bei weloher auch di» T«ildion das Kn» 
«Ulis mitdchwinf:en. Auch hier erfordert di« un^eett^rt« An«* 
breitong dtr dirokUa Welle durah den tnUiücorposkuIaroD 
Äther, ebeiuo wie die relativ springe Mea|^ der eigentlichen 
K6rpernut$rio int Vergleich zum Kaum der Poren, die An- 
nahme, di&re die l£6rp6rtoüch«n von »ehr lockereou Gefifo 
(textorae rAnflsönoe) und aus noch klemeron FariikeJn miMOunen- 
CeaeUt sind, swiacfaen welchen die atbertscho Alaterio voltolfittdig 
frei flieOflt,' 

Die VorMcltuDg, itreJche sich HCYQQtd von der EonslituUoa 
der Korpudkcin macht, ist ubo diejonigef dob aie keine«wegi 
0oUd und unteilbar sind^ soudom «ii lockere« Oefilgo kleinerBr 
Korpuskeln doraUllon, jnriichen dciicn «:Uo hewogUchcn Toü- 
chen de« LtcbtILtherJt frca circulicrcn. Wa« hält non j«na 
Ideuwn Kirrpuakeln iu ileu gröberen xu.iAmci«!! und bewiilct 
s. B. bei deti KriMalku d'it» rtnAatäÜifie üe«talt derselben? 
Hierüber gibt uiu HrvcEX»' BnetVeobael «iuige, wenn anoh 
keine auereichende AufkUrung. 



C* Die Kobfteion. 

AuAur der Materie, deren TnilchtMi die Splilroide dea 
KaLkspttta £unammoiiiiritj:«&, nimmt HnGE.'tfS riue awedte feine 
Katcffir? au, wntchr lÜr um die Spharotde bleibenden lulervalla 
«rftÜIi und daxu di«mU jvnA Kiuia!nu>eu veibutiden av halteo. 
Aber auuh dwee SdaUrii« besLehi, wie di« äpliAroidi% ans sehr 
kleinen und feateu TeULbeu. Zwiacben den Teiloikra dioeer 
beiden TIlRtenBn nnd diejenigen des Äflipr« in noch feinerer 



■ A. «. 0. p. 9G. — ■ A, L 0. p^ m — ' Jl- L 0. ^ 4T* 




Hftt*rte, w^^lchA <lw K^Ügk»^. <ler Körper tiMlinj^i. bt &ko 
mcht dvr Lio;LiAther, sie ifit ab«T ftuch nitUi i4ic-aij^h mit dem 
(ir^viiKLioQsiLth^r. \S'i«»d«irholi beioDt Har^its*^ dü£a die Fea^üg- 
koÄt der Körp<*r darch d<in bW«on Druck «mer Unl'«eren 31a- 
t4Mi« nicht zM erkl&]*on ut, Papix g«goiidb«T bowwt «r, d&la 
der bloIWtt Druck oinor üuJkoren UAt«no nicht g«iiögea kf^uno, 
die FesCi^oit der ßediüukteu M^teri« za bewirkoo. Papim * 
wollte gAnc nach DasoABTCS d&a We«cn der Kat^iio nur in 
di^r Ans^leloittiij; findeu und glaobt« von der Birte «Ja einer 
nraprbnglioben Eigansobaft der»«Lbeu abaebeu zu kennen; «r 
m«uita, ü0 sei swar äohwierif;, aber aüdit onmögüoh, die U&no 
d«- Körpor aus d^^r Fioidttü^ miv Uilfo unee inTaörcn Drackee 
nbeuUiton. Dem gegenüber weUt liutai:7i# tolgf^ndes 
nftch. 3iAn denke »ich ein Stuck Mai:eric (&. B. £i»enj 
AB ^». Fi^. 12), de«»0Q unten; Ui&lfle ß in einen 
£>c^raabftiook f^oklemint und au j^ider Bewi^ffung ver- 
Undert ist. Dann wUrde« wenn dedoelben niobt dne 
ijxoi?re F«8tiKkeü zukäme, kein Druck ausreiob^u, um zu be- 
wirken. daüB die obere HaUU Itogs dor Linie £/> nicht gleiten 
kOna». Denn der Druck von oben kann oin dervtigee (gleiten 
nicht verhindern, die DruckkrJ&Aovon den Seit1^n müascn eich 
ikber noiwcAdig »Ueracita das GlMcbgowieht haiUm. i^^a ^ür^o 
alM> d>o geringste t>tdruug des ^itondmcks dio obere Hdlf^o 
bffwegen milssrn. D»gcg«n würde vich dieser Widerstand gegen 
die Gc5talt4!|hnderun£ sc^hr wohl erklären laMcn, wenn man 
neben dem j^ufsoren JDruck auch noch die Uürte der PiLrtikc^ 
vOTiin»:seU:te, und JiutaBNs glaubt aioh nicht von den richtigen 
Prinaüpieu dcfr Katur sii enttemen, wenn er die Härl^ ebenso 
tri«) die Autfdt^linung aLn eine ^^^entÜche Kigcnacball der Ma- 
tene ansieht. ÄUerdinga kann mau in Jedem Atom dj«tinkto 
Tei^ uDL^Tsobeideu^ abär deuwegeu brauchen sie weder getrennt 
noch leicht trennbar zu aein.^ Kin Körper i«t seiuer An-ticht 
nach uieht Körper, wenn es in ihm uicht etwas gibt, da:« jieini) 
Ausdehnung aufrecht erhJLlt, und das kann nicht wieder die 



Bvln 1811. & ]€D. 

* i. a, O. 8, WK 163, 164. — * A. s. 0. » 157. IM. 



J 



M2 



Benimm am) liUnu fibtr dw £o^iob* 



Aiiiid«hiiiiBg aolbflt sein. Und .wonn os ifo '»'An), so wflHon Jm 
K6rp^r immer nor voükoiDmcn flö«fli^ ftcUt kdnnon, weil kcii« 
Druckkraft von auJjftGn bindom köonto, daf» ein tokbcr Körp«f 
bei dfir gtihng.Ht^-n B«rühruiig himiio Ge«ta]t ändere; ftber dw 
ut ge^D dio £rfAhrunA.' 

CJogoniiber LKIB5CC, woloher th& Bunduns der TropfeD «v 
d«ti Dm€k einer äiUftem Materie zuitickfUhren wollte, schreibe 
Hmr^BB^ dioielbe einer inn«rMi Ä^jutdon der Flüm^keit la 
Der ifleicke Andrang einer &nJBer«n Haterio wUrde in Bcmg 
aiu doA UinointTeiiwn der Teile tmd die GwUhaindcnsng d« 
Tropi'oui geoira dieselbe Wirkung hervorbringen raiLatcn wi« 
der gleiche Druck einer thn ftlUeiiag nmgobcDdeo Mftteria 
Aber ein soloher Druck kdnn'.e nach den Prinzipien dor Meobi^ 
nik doroHau» weder dieOeflUlt de» Tropfen« ftndem, noch ib& 
«phärUcli machen, vi-iewobl mehrere diee fälschlicher Wei«» 
glaulren.^ LEtB-stK sieht darauf Heine auf DBeoiBTV geetQW« 
Ansicht sEurauk.* Dagegen gelang es HrTOKTra niclit, Lktwh 
sa aemer Annahme eiDer absoluten Undarchdringltchkett «nl 
Festigkeit der 1>-Utcn Teilchen der Materie, an den AbovaeP- 
und dem leeren Baum Gasszxvib su hokehre«. HinfOBNS »hrabl : 



„Ihir tfRind, vndohtr iridh twtngt luitcrtrivdilklitf Aurnin mmnehMWi^ - 
tl«fft dirik, daC» fr:li mfcH cbouicweniff vrio Sic der turUttM^«» LAn 
BBlnqaeniüa kann, vonhch du Wesen d« KArpfn in d«r AupUiOBair 
allvi» bcvMbt« uad «Uft ich ea daher BOtwndig find«, d«n K«rp«tm, tadt 
ide ibn> OcsUll Lririhmi diuI der Bfnrgub^ ^r^matkÜg wfdeaiMMO. 
Uiidarchdnaiirlkibksit otid WidmUad |:(^c<n dw ürtotMO «dor Z ot am a Mai' 
driklfij iuxii«o1irwilwn. Nun muf« iniLU divwii WtdnnianO >1« ucccidllch vor- 
■vsactrm, iTflil <* AHunI crtch<iiil cin«n jp wüten (inMl df««Ukoi< UjrvDckaMn, 
«Mn gUch dHn dm IHmnanU»» ndor de« Rlimii: dma ilua kBaald hdoe 
Daac^ ia tiaef Jl»tmc Ikgva, tob der mta jm »kiiU ala lü» Awdehaeaf 
ranianaUt . - . . Dlo Hj|>i>tbw d«r aneadbdbm F»li|k«U Bohtfial mir lUhar 
•ihr aoi*cn^. «Ad ich begreife aieht« wtnin 6i« dkavlh« le ^cfrvndaad 
finden, ah oli lie rnn betliniüg« Wunder inniUtra.* * 

Cnd nach einigen CinwAnden g^gea Lxinxii' Erklarnng 1 
der Fealigkeit durch den iUfjtu« tjrmgptraH** £ihit er fort; loh 

< A. a. Ü. ä 170. I7L Da> Setaik^a hinter nllMduwniJ M dbafear 
«« riroidieo. 

* LciftHu^ Jrn4k .Seknftm. U p. t«>. — * A, a. I>. p. lU. 

' A, a. p. l»9. 

' S MMk Sfflr VT p. «7 Vgl 5. ß«<k. S Ab>A S. 400:. 



BrTGCVt and Iiiimcu' Kohliio« AtAm& 



363 



i%ht «ine Art, die KohAaloo der saaamm6nga»etc- 
Eörpei zu erkUren, welclie ron dem Druck 
ttur^en und nocb vou eia«r audeiu Sache ab- 

gt.-' 

Li M-inpr Ai^tnort giht Lrirscis zu, ämh os nbuird wt, dmx 
K5rpvni einen lii^.s Lim tuten FestigkcäUgrati xu gtbvn, weil 
fid«r Grad gl«iuliti«rdoLtäf[i nt^i: aber er liftlt fi« aio>ii Hlr 
ilftü vetTMchiRdt-uen Küriitim verscbiadeue Feetigkeit^ 
EHZtupreoketi, hchisI kCiimle iiiaa mit demaelbeu Geokte 
daOi die Ktjqier gar keine oder eine nnendlivlii« 
liwindigkeit b^^säfAeu, .Wenn man eagt, daTs die Vatur 
variiert^ ao will d'm Verhnnft« d&Ta ee kerne Alom« oder Körper 
uaeadliober Fertigkeit gibt, sonst tnüAfU-n all« derartig 
waN ntabi nutwpiidig ijiL Bie »icibeiuro Auch nioht gv^ 
de HfiirkidoliL atif diii AMim« xu »»biiii^ii. dl« «loU lAn^ 
Obtffrflflo!!« Iirnibrrti iitid deuuiufulge Für immer uuimnn- 
verbuiideu bleiben mQlsben. Denn au leugnen, daHi ea bei 
n Atomen ebene oder ancb nicht im geringsten Teile kon- 
gruente Oberä&chen gebe, ist ein grof^ea fhaiMtatunK** ' Denn 
oian mOase aucb anf dasjenige achtbaben, was imnierhJn 
mOgticb bs, daf« >. B. alle Atome ebene GrenxilAcliitn hurten; 
defihsJb sei die Hypothese von der unendlichen Fnnligkeit uißht 
Htatthai^, Von »ndpm Bfldf<nknn grgnn (iir Alcimr hebt TjxrBKa 
h#rv0r, dafii n« don Bewfrginigng«)iiitzon nicht nntttrllegen 
k^nQt«n; deun beim g^radoii Storni* « w eier gl« iciber 
tind gleloh«<>hrti'llfTr Atome inütate ihr« Kraft ver- 
loren geben, da es scheint, daTs es dann keine ßlasti- 
oitdt gibt, welche die KOrper «iir Qckspring«D 
se. Femer kCime die blofse BerDhning nicht die AdhJUion 
«s mtLTBte also diese durch »in bn^tAtidigc« Wunder 
behmi. f,Wenu aber di« Featigkeit eine «rkUrlmre Eigen* 
ft ist, w) mnls sin notwßndigttrw^inp xttn der Bewegung 
ran, v«U nnr die Bewegung die Körper verschieden 
ht. Demnaeh kommt alles, was iah fib«r den ui^rUnglicli«D 
mmenhang der KOrper sagen kfiim, darauf surück, dafs ea 
r Krst^ flur Trennung der Teile der Materie voueinaader 



' M, MO^, n ji 140 

* JLa.0. f, LU V|L &, Bccb, & UT. 



394 



JIcTdKVi BTil Luiaxix n%nm vtA SlMtküit dir kWm^. 



badarf^ w«iiid rli«ftit Tr^tiiDung t\Ut Bewegung mtd tl«n g«^TO- 
wÄrdg^fii T#atif ditr KrrjK-r vcrräadttri-^ ^ 

Auf itic«* Kjnirüirit «rwiiltM^ iIcTOBK!}:* „Glaul>eii Sie ehu, 
bitt«, clftTs ioh mioh kein^wegs daran klaianiere, f>iiun&l g»- 
tbfute Hainungen f«»iBu1i&lt«D, soDdem BtDzig und allein nm^-b 
einem HtnUiI der Wahrheit mcbe, den oiuer MeüinngswecIivW 
SU Tage bringen kannte. Wa« Säe ftlier nimne AUirm von 
nnFindlirb«r HJIrU* Hagttii, hnha toh wob) ilurcbdji<ibt, uuntfnrc 
8>r «tfi iiiltLHi-.b ihr aiuH Abxtinlität trrkUrfli], alW iirimlUveu 
KOrpani «suieii g» wissen Grad tlur FtstigkeiL Auaus^reobeiif 
aber niclit, verscbiedene GTade in nielirareB Körpern aiasii- 
nebmen, wobt £u vtfnjE^heu^ iii urapranglitTbeü^ denn dämm 
biuid^lt es sich- Deunueb scbeim e« mir, dafs es leicbufT ist, eini? 
vollkommene nnd tm^ndlicbe Httrt« fßr alle 3tn«ugi»t>fii, »Ih diev 
VecvchiedHnbmi; d^r h'rlft*? f[\r Vf^nfobiedene Kflrp"r. Di-nn rw ist 
Mobwarar du» Giittirtr i\\r «liiuii viincchied^neu HiLrtittt mh iH-gmi&n, 
ald eine eönaciga vauüaflaeD. Diea bief»« mehraro Arttifi der anOmk 
Bfaterie vurftUUen, w^breud iirb deren nur uiue eiuEige 
ufiüg habe-'^ In dem „grofücn PüatulatüW, dala (lie Atoime 
keine ^beueu oder kungrueuten FiAohen beäUwn «ollen, aiebt 
HüftfKN^ nur einen Vorteil d«r Hypotbaoe, der aber auch allen- 
l'alk eutbehrt werden bann^ well die Aneinanderlagerung der 
Ai:^>iiw* imnaerbin ein« genaue Anpaaanng d^r FUch^n im Un-* 
teilbaren vorau«a«txen vttrd«»^ wofßr bei <toT gT0J>aii Aow*- 
gug derselben kmno Wabr«cb«]iüictLkei& beaUbtv Oaraof tmu 
gegnet HuroeNTi auf den obigen EUnvanil, daib die Aiomn nidit 
d^i Stofageaetx«» folgen köunun, weil aio keine ßlaatldtflt 
beaftfaen: f,iob glaube dies keinoweg», ana Giaudan, 
welob«! icb eines Tagea pnblixieron werde: und welebe 
Erklärung Sie aucb von der Uraache der Slaatloiitb geben 
wollen, Sie wUHeo immer sehr in Verlegenheit geraten, wann 
Sie annehmen woUt«n, dafs die letzten kleinen Körper (deou 
diejaoigan, welche Rückstofe ausüben, sind lOMmnungeaetalj 
beim ZnHamui^rntrvffen nicht aurHokepringeDt eondem vurbqndan 
blieben; denn darann wlirde der Verlust aller relativen 
Bewegung in der Materie de« Univeronna herrühren-^ 



* 1^ Ju, IflPa. A. a. 0. 1^ 160 t 



rdhruug allein uiclit äIä läas Ümdpiuiliel tgluten) fUr ilte Featig- 

Ihnck and noch ninvn a.nikcn ümst«n<] ivt ]>nr qu«lqu^&titro 
diosA} orklAro. 

Lkibxez oTur^i^ri iioi^h i*iuituü in Diuer Antwort' aaüidÄtif* 
tiutttittg i)m^ 5lnlKrie und liitl^t HirroE^iF« wierivL-hol^ ihm Aeiui* 
A^uaicihl QbfiT die Alome klanBlegenf* »ber UrrüKKs hatte keiu*» 
2faiL EUvLi dAraof eiiiMigüljeu. Der Tod nef ilm ab, ehe er di^ 
GiUnde fcriDiiü^irte, die ibii an «eiaer Theorie der Ufttorie f<wt- 
hAltnn lierAon. Wir i?rfii1iroa «»^«r, w^lob^» j^ikt «tuidn? Um" 
«tftDd* Sri, dor QQrrwr ditin AuriuTrii Dnick tVtti KoiiA»i(;ti brclingv, 
noch di« GTÜnda^ wolidm «r |iubltxinri4i woIUot um di« Mög- 
licUceit di<r Auwt^ndung der B«w«tgttiigKgiwetxp auf die Alom» 
%a bBwdavii. Ein unerft«43dicb«r VerluBt, v*enu man b^denkii 
<|jdA HöTQEKS dAutil die kuüeti^rh« Atomtetik OfTenÜicb mathe- 
matisch bL-grfiiMiet liätl«. 

Was j^ineii .andren UruHUnd^ betrifft, so dilrlrü wir viel* 
I«ic1ih ans dem Briofe «» Papix «chlieJlMn, daia or damit din 
fiestait' d«T AM>in« g^cn^int li^br; dimn er npDMi dijrt dt« ur* 
vprünglirhn Pfixtigkiüt iW Ati»inii aIh d^^it TTtmitiinil, wek^hnr Dtfbt-n 
*l*?id AurntTU Drturk dii^ Kubision i^rklärt-n kütiiie; diäne FtHiLig* 
kdit. kauu abvr mit dein Hrnok zuturnuwu nur tiul^^r gc-wiA»fen 
VoraiiMteizuLLg^n ober die AtomgeACalteD die Kohädion erklftreu. 
Glitf ilia VoreuH&^tKungen. urelcUe ia dieser Hinaicht zu machen 
MJea, war jedoch HiT^ict^ noch uioht mit »ioh sinigf uud darin 
niug dpr Grund liegen, tM's pr sich so anheHtimini »und dick b* 
mid dip gffnauiir« 7fclit<«ihing vorschob. Es spricht filr din^iAiu 
Miidit, dai& vr »-inr Sl^ftln itu Rri^ie an f^KiBSiz Tum 12. Jainiar 
lÜ^S uut^rdrOckli^, tun wtih in diwn Koniurpt Ü^det, tla_4 der 
Awignbe von TTtlexbhokic au Gruade liegt' Fr hatte <ia*elb»t 
«gesagt, daf« ihm bei der Annahme von Atomen am meisten 
Ullho dor Umstjuwl vemnauhef dafe er geivungen xei, einem 
j«d«t) Mne G^Ktalt xnauachr^iben ^Und vna wird die üiwuthH 
and ditt nti«nd)trh« VfuntohirnlAnhnit diwwr Figuren npin? Ab«r 



^ Vu. Ukt. ltiB3. A- >. 0, FW 1>^ — Vi,. Sept. IG^. 
> A- a. 0. p. lai, Aan. 




A. a U. r- 1»L 



j 



in ErUlnajr 



vrw urt dÜ3 Dmcbe der TCT7«Htod<Tii«ti Fifcur^ti de« ll««r«»- 
gasdc«, diij ioli j«d«imAl bcvitndcre, wenn loh um iwter- Uta 
Mikroskop b<^tnoht4, da jede« Eom tm ExisUllkidsol »t, dai 
yirtder irächat noch ftboiDimt und ao coweeett bt, dnreb wer 
veiis wieviel Jahrhunderte? iJ«r Schöpfer hat sid «imaal «o 
werden leestn, and übenaa bei den Atomen.^ Ke stimmt gftus ca 
HcTGBNs' UhfiT&kt^r, dafa er oa vertnicd, sich über tiegmurtAwh 
SU fiuiaeni, mit denen er bei doh eolb«t Doch nicht völlig ud 
klaren war, nnd eo nag er es lohlioffüch vorgeMgen haben* 
Lkebnts ge^^über die Frage nech den Atomgeetalten noch 
nicht so berühren. Ebeneowenig wie für die Vertehicdenb«ät 
der Qei»hwindigfceiten des Sehvrev«9itherB wuTste er Ißr die 
Vonchiedenheilder AtomgeetaJten eine mechanische ürmohe 
ansugeben; und nm nicht anl' das Wunder dorr nreprünglicbee 
Sch^pfimg sa rchurriorcn, sog er ce vor sn schweigen. Aach 
die yTago nach der ErkUroLg der Farben, dio ihm Lcis5n 
immer wieder «teilt, hat er offenbar nu.i gleichem (jmnde n tit 
Stillschweigen übergangen: aber wir dörfeu wohl annebmi^H 
dafs er bereit« einen Weg in allen diesen »figon in AnädidR 
hatte und daT» er denselben ana vielleicht geführt hätte, w&te 
ibo picht »elbflt der Weg de« Lebens am ^ Juli 1696 abg»> 
(•chnitten worden. 

Von den verechiedeneu feinen Materien oderÄthern, vrel 
HVTdB^fa SU »einer Theorie der Materie brauchte, hat «r 
.awei einrv genaueren Uni^erffuchnng unterziehet] k^naeo, 
LicbtAtber and daa Gravitationddlnidnm: die dritte Vntarie^ 
welche er aavgeeprochenermaleen als Ursache der Kohiajoa m- 
nimmt — man kj3&nte »ie den KohÜsionsftther nennen — bat 
er nicht behandelt Die OeAchichte der Physik ist über Hct«M|| 
nieht hinausgekommen, was die mechaniache Ursache der 0^^ 
aoheintiBgen betriSI. Sie hat die mechanische Theorie das 
lichte« anegebiklet, dtcjenige der Gravitation dagegen nodi 
nieht, nnd &^ diejenige der Kohüsion fehlen uns die Anfinge, 
die wir fllr die beiden ersteren wenigstens bei HrroBSe fanden. 
Die mechanischen PrinsipieD wurden dnn^h dynamische ab* 
gelJbt. 



» 



Utrrni^^^l^^ 



367 



2. Die Einftkhriing der Präsipien der Uecb&nilL 

AngeionuDeD, ea wäre IlvTnnrs gelungen, in fthnlidter 
7mm «m über das Licht tiitd dl« Schwere dtirch di<i B^ 
vgimg ein«« «lomifJtWhf^n Atlier^ (ibrr dio KohiUfion Rochen* 
Üutit Vi gitliATt, Ml bl^nif. niirli dt» ßnitidfr)«g« alW IcinetiKohAii 
tomtsctik 3CTI erledigf^fi : Wi>diiToh ihL dti* Bnwr^iug ilrr Altiine 
avftlirtnjnlfL? Dlt' ietEteu TcUb (Iht Matni-tö mtb«Mi uuver^iidttr- 
oh iiud voa absoluter öoliditjll sein; das iil durt-b GAT^siCMif 
itid BoiLKU.1 festgeatellL Lkibn» bekämpft lüese VoraUKHetAODg; 
nr ßndoD bei ihm denselben EinwAnd, welcher noch in der 
•genw^ri, immpr wie^Ur äpt Al.onü^ik gnmtKht wird- W<»nn 
I die Tiin BLTaKsiA i(iiulnckt«m Oe^f^Jt«* dest Stobm und, wnk'b» 
i# B^vrogimg dnr timpiilnglirlinii Imruin Atcnni« n^ln, ko 
nftrsl^ri diitfti Atxjnie <intwed«r Kittbsic wit^dnr nTantiviati 
ain, oder e^ uiarnLe bt^i ihrAm ZuKAitimonatofae alle 
elative Bewegung na(.<h und nach verloren geben. 
>u erstere isti nicbl indglidi, d&s Ie1f1«re widersprieht dem 
Utce von der iLrhaltung der lebendigen XrnA. Damm, sagt 
jfuxiA nnd «lagt man Allgemein^ and ftb«>hit miTerlndfirticIift 
Itome ein Uikding. 

BtTVinexA, d«r Ent3«>ck«r der StoJVgeseUe, der Soh'^pfer dw 
Jndnlfttioiistheorio du« Lichuuf, d^ Begrtt&der der Prinstipt^fii 
■r ^etdiiimk, war anderer Ansicht- Er gab dieeea rrilemmü 
lieht xn. AUerdinge sind die pnmitivec Atome absolut fe^t, 
LÜerdiogs b^eitzen m kleine ElutioitAtf und dennoch — dftfi 
ie ihr« Bewegung wie unela^tinch« Kirrpor verlieren, ^das glaubt* 
ch keineswegs" — gagt HuTOSKS — „anw Gründen, welche 
ck eines Tages pnblisieren werde". Ui die^r Tag et- 
■ehienen? Oder eind nns diese ^Tflnde ftlr immer verborgen 
geUiebea? Wenn es steh hier nioht um uns unbekannt ge- 
Jkbene/ oder üherbanpt nicht von HtJVOKxit ftuene 3chhi\- 
lUlcko handelt, eo glauben wir, dafs dieee in Ansicht gestellte 



* l>ie PaUilc^tio« il«« vülhUnliffco Bri«rv««}iKb HrrgioBi' Iit aocb 
d«fci bteiuM itorr Prot Biov» m Haxh Uitt« ntir vtt eive Aaftvge 
lfiii|[Bt nJt, cU£r ikni Sbcr veit«rc AiüÄtfuo^«» to«i Hut^kx^ ia ^cecr tUmicbl 



36$ fIrT£iE>4- Dl« PHs^rtiian «lM^ Il0<4i«nik tio^ <Iifl Sto fl g— i U ^. 

Publikation vorliegt in dtMi D«wci«oTi kq 9ir?iaen Stvif«* 
g^seisoD, ireLcho erst n^\i s(>iiiciu Tode entchir^ikr*n ' ZJuJ 
es ocharißt un^ k^nn Zweifel» dnfs ^uxqshs die (irunill^gcti^ 
d<»r kSikotiHrJu-u AtotnisUk daduruli voDotittel hfti, doi^ er sitmt 
die BfiwcgQUg der Atom« »i iJ;t« wi« «» Lbibxix f^ uClif; löflL 
von den Stobgeftetx«!! ftMiaui^ifi macbl«, Aoudem difls«Jh« 
grfindtft« auf Pritisipiea d«r M^ckauik. Die ErliaUang 
dttr ft]gebr&i»cKeKi Summf* der Dev^gangsgrörson m' 
dit* Erball iing der Energie, dm« sind 'iie beiden PrinziiWi 
d«r Uechanik, welcbi^ «1j« GmodsKtKO d«r p])}r«ik4hach4m 1^ 
fiübnipg KU di?r Vonniufetxung itidividonll nnveHlndrrttcLfT, 
»ub«UiuciRU'r, «U gnnzo» büwi^gtwr, di:ik<nilit;ninrHrh"T Rniim- 
tvil« — dc<r Atome — TünEtitn^tm, um din kirmündbr AtuiiLi^Til 
VII buii^tiHl^u,* TTnd HtTaBsrfi witr tw, wälcJinir xelglb, dafn din* 
Piiiuü|Meii d«r Uecbaiük dl« ßt<l[tLguiigi5U Biml KU*M%UcUk«it 
d«>r AtomiMik uud daCs uu» ilitieu di« SlobgmetK^ ftbjj^^ldM 
w«rdeQ, Dicht luDgekebrt, dafs die Bew^gang d«ir Materie d^ 
Sbofsgev^iz^ vorau»ietz4'. HrvGEVS grtlnder^ü sein» Ableitung 
der ätofagKiretse auf da^ Prinzip d«r KrltaltoDg der Kmfl. 

Als Hypothesen bezeichnet IIurotTm einig« BAU«, welchr 
er dem Bevm«e seiner ßeseise des SiofiMS «i ßmnde legt 
Sie lallten:* 

1 Ei» E5rjic7. riamstl in D«veyuiif, babanrt, vrcjui keuj Uindcciüt «uK 
)i«irt. ilfTti in fiftvcgung vdl dtrKJboQ Gc«eli«riDdigkcät vm4 ic gondor Link. 

S Wa «vcIi iuiiiicr dir ün«ch« «n, WMbfttti b^He Kürpv, wenn Mt 
•ieb Ui'flWn, i-^ lin v>cbi«lMihg*a Bfrfihroug coriKfcipriugiCTi — wir iiihnna 
«». Jiif», vciiLi Rmd irkiobo COriMir vvft jtltichtfr Or«cli«indi|rk«il »kl» ri^ovlv^ 
dirrkt lwJV9llar^ jod«i- mit lUntll^vn tivacttttiod^gt«!! jurvclraprizift. nuL 
«düier er «akun, Skk direkt bnrqivtiii tbvr k^ittC dib l^vn^t^uje vml B«- 
rührnnff in dir VorMbdoififmdftD d«T SchiNrpualitfl botd^r Eijrpw ]iaf«&, 

$ Die BeiwvuBC der KOtper und Jl« Oltlchhdt oder CniEldchlicil dar 
(^«•etivtindii^icMt«^ lind aot«r BcrtokMoktigaiig ihrer Biwohang %mf tnir^ 
Körper tM renkbcn. «elcbc gUkbatn »U rvlioud bolra«klct «trdm. o^lcArk 
tütldclit »ovoht dicM «1* JQDO fta cia«r »aclna pcm<na«ebalUi«lMa Bcv^fDog 



* 2>r mofb oirpvwn «r |>«neu«nc«K, In Oj>- rflUvmi, Ton. II. Aiwtel 1TS0;. 
^amt ITOa.) 

* In ptir«lk»Jiii:Wr HiMlchl tifl hUrra 0. B-Hrru. Kirnt Tfcrar.rf. Oait 
& »», MO, WO. 

' /ir Mim otfTh 0^1 'aT- H. |>. T&, T9. 90. 



I: Dtf ^ix TOQ der BtbUluBjr Jor fimfgif Un 




pM^ ndicncL- 

(> Wmd fB vorlon»!, 4a& bei d«r B«f[cnt]if«f rvei^r h»rt«n Rörpn' 
«iaff di« f«D8r Bcwofiuqc, dio er t<^fl> ntKh dam Stnte Wwfltirf. io 
tfiddtt aocb 4ia Bair«g:itac des asdrcs irvdor «i»e Abnahm« uocb «nee 

ii9ts* d^ Stcfs«« hut«r Körper tb. Er xdigt, daXa niolit dio 
^hulcung d«r Bowof^ngsgrOl's« im cart^ifioheo Sinne stob er- 
gibt, »ond«m di« ErbHltcng d&r ftjg«brftischati Somme d«r B«- 
«ru^uagvgrör««! qoc^r ßcrUokeiohtignng d<<r Biohttntg, w^dd 
mfij) dio entgograg^sotsten Kichtnngoi) daroh Q<f sota wind i£- 
keit«a mit •atgAgwgovoteUin Z«ic1ion r«prti«atä«rt, od«r, was 
ilaw^bd bt, da& der Sefaw«rpankt du Bj^tam« sieb ^hftlt. 
Und «r formuliert aoadrüolilieb den Sats von der »b^^tang 
d«r Enerici« (wenn auoh ohno EinA&brnng di«ser B^nonming) 
ik yföp^tilio XI: ^Boim gog«n9oitif*on ätoTse svoier 
K6rpor findet man die Bumnio aus den Produkten 
dor 6rAf0O der einisolaen Körper in dio (|uadrate der 
9eeobwindigkeiten vor und naoh dorn Stofse gleich 

Die Vorati08eu;ung«>n von UvTOBJfs sind aJso A^nivafe&t 
diesen boödon Pnncipion der M^^cbanik, dem Sau von der £r- 
haitong dos Schw^nnkte ttnd von der Krboltung der Energie 
Wenn diceclben ancb bier aninfichft in der Form von Lm^* 
lAtsen ertchi*men, so iftt di«*« doch nur ein ucbcQH&chlicher Üm- 
siaiui d«r FormniieniDg. Da» WcMcntlicb« und EntscJieldende 
in d«rThai Rtnios:<a* uts dal^ er nlcbt von irgf^nd welciien der 
Rnnücben Vcraunchauliobung entnommenen oder aiitbr<>pomor- 
pLifftjicb geljirbten Vo^steUQIls:«^n nusging^ sondern von mechani- 
johen l^auachen, die ihm al» grundJi^gende GoseUo darum 
galboii, weil eie notwendig und ausreichend sind, die 
Bewegungen der Körper eindeutig su bestimmen, ibre 



^ A. ^ 0. pk. K, DvobQi ««Tfonbo« cibi mutuo ooatirMilit«», id ^aad 

■unl ftdibhun, oato ot po*t cccemm oorporum Mquai« iuTiin^liir ; at rid»licrl 
«t tPAgnitndiann ci reiöcilatum ntioci«» in auin«i'i» linfM^vn jjouuilur. <- VfL 
aix). DuamvD. Gtarh. d JfccA ä, 1C7. - ¥. A. Mclluk, I'nU rf. r«if.S.S7 f. 



370 HcTtti»- DU PyfDii|«Mk 4«r Jtcefairik vnil der dMäibh« Stolt. 

Oo»oliwitidigkeit«& uml BieUnmg^ü vct b&recUoeii, w^tm it^ 
jcnigen vor rJem 5irofse g^geWn siud, Nicht weil dit^ K":\ 
eUftisoh sind^ erbäk sich ilir^ lebendige Kraft nsch de[n ^ i ^ 
«oodMn w^ dkl ß«w«gat]g incb erhalten nnU^, erfolgt fUr 
Stols so, w\9 mui ihn b«i KArp«m h^obacbt^t, dio vir plnniiKl)« 
DO&non^ Ab^r difi AUntUchtk VorEchiobbiirkffit dir TeiJo, tli«ir 
sinnlich« TkaiMchiN irt mchi «ine B^dingong dtfr StofsgoMiU«. 
HnvoKys Q«ikiit di^Kcrper, von denen «r bandolt. nicht #liutiA6h, 
•ODddrD hart : und diaf bleutet keine nunlich« GigetudiAfi, 
«ODdeni den gaaseodischieiL Begriff d^r SoU<Iii&t, die Eigetuohall 
ddrSabsUQ2,ibr^RAumtinv9rft&d«riicb9nib«hAiipt«D(ftJlSJ70C), 
I>i«BAnmb^hiinptiiiig iiidiviihK»!)^ Stib«tAnx«Diind di^ PnnzipML 
d^ Mechanik amd djihfr durch Hltuixü zur irrundlAg^ il«r 
ThooriA dor MAtorie genuoht. and ftu* ih&*n folgen 0«MUi 
fUr dio Ab&Dd^mng der Bewegung von Atoaaen- Dafv wir die- 
«elben ßwette b^im BJDuUch^n St^fite elnAliRcher Kor|>«r wieder' 
ände»^ iMi debei ganz DebeavAchUch« ^Wee auoh die OrweciU 
«ein mag, defs harte K<3rper nach d^m Stofae ffurtLclupnng«!, 
wir seiaten die Thatsaohe voretLs,'' 

Defa aber Bc;vokk>^ die Berochiignug za dwaer Vonnii' 
Botsong Dioht Aoa dem sinnUohen Betaidel der eUetiMbe&- 
Körper, «ocd^m aus dem raüoDaJen BedOrfbia gesLoherUEf 
Nainrpi'keniitnifi ablAitPiet er^bt sich aus aeiner gtiksen SlellanjC 
cor Ueohactik' Kr orfafietrt die«olUr durchaus im Geiate G^ULKIfl- 
Die« ^1 nicht nur von dem Inhalt «eincrr Arbeiten, voria aa-, 
wie Laorakub aftgt. betUiEimt atn i^in «chien, den grOlsten Ted 
der galikiacheü Entdeckungen au vervollkOTaiDnon und m vef 
voUBt4Ddigenf eonderu auch von dem Chotnkter der prtELKipicUeu 
(bedenken, auf welchen aeine Erfolge fuiäten, Oalilki hau« 
dorcli seine FeUgeaetco featgeeteUt. daia die FaUraucne der 
Körper steh wie did (juadnite üuvr erlaogcen üeschwindig- 
keit^jn verhalten, und dais ein Körper vercidge einer ihm et- 
ceiltcn Oeechvtradigkeit au derselben H6h& an&asCeigen ver- 
mag, von welcher er hi^rabfeilon mOJVte, um diese Oesohwindig- 
kcit XU erlangrEi. In diceen bdden Sateen h^gt bereite der 
Sota von der Krh^lnng der lebrndigon Kräfte ineoferu da« Mab 
deraelben proportienftl tsl deaa (Quadrat« der öeafibwindigkeÜt 
FaJIa man die A^rbcitaloiatung aL» dieeee Mafa atiÄeht. EPTttnü 
vrar aich über den ZtuammeDhaug vcUaländigklar, in 



Hr»B«ri* EtdltigvnfE«3 dvt HCs-lirhMt der ]f«i 



371 



U ErliAltuug «im- Sutame d^r PrcdtUiUi itu« MaiEMi tmd QuHdrat 
ffT Q««cliwiui]i^«iL beim Stoi^ tuiL j^ttou Ot«6taeii ä.AULRüt 
ci, uml vr b«tzielil uioii auädrücltliclj Auf dteaelb«n bei clt>r 

bleicung der ätofs^wetsei.' Er ilberirfigi njchi empirische 
tofiigMetse der eliwtisohen K4b'[i«r auf dio Atom«« eonderu 
T ichn ^^it r> eilung der Bewegnug von Mnleri^^ zu 
rhiiiipt iHt ihm Piiir Br<M tigii tig diir Tkr^^glM^hWit 

T M«ch«nik, rm^ dim^i RncLingimg will m' in «ninmi ^H3rpn- 
hwuim" rnmitiliHrnn, AU «iuH xnlnbi^ tinLwniiilign V{jrEiii)iiDAtxTiiig 
üT des S^t^: iriu^ [Iaü* d^r S<^bu-crpimkt vh:v9 laiuimmt'ii- 
■fim^t^Um Syninamj witlohtfi um fdne Ato jiciidiilt^ nicht li^hw 
nfst^ugnti kiuin, nÜtt «r lif^rcibgAfallen Ut. Diaftnr S«tK gilt ihm 
^alent luit der B^fh&tiptuDg d^r UuinögUchlc^it aiuea 
hea Perptiitttw ntobil/; und mit Hilfe jcn&r FaUgecQtce 

Aiiut» Aud«& er daraua deEi m&thenutlischea Atudrucb ftlr 
K« MiUeitaDg derGeschwinrjigk^iten von KOrp«rn. welcbeo vir 
Is d«D Satat von dfir KrbAiiiing der Kn9igi(> be^^ichnen. Wir 
ilnrAra daher mit R«cht dAg«nT dnfit di« Stof^Motx^ bei Hu^okx« 
fttno Folge iiU)4 clAin Satx von rli*r Kriijiihmg Hc»r t^tiorgit« Kind, 
Bud dflijt er sieb Hieiios Zus«mu>cnhAugN b^witliit wir, ^eil ?r 
M ftli ftln Prinzip der Mechaüilc Ptnfübno, daf« der Scltvor- 
pttnkt dofl xiuiiinm4Tng«A0tct«ii Peud^te oicht höbcr «nfstmgc» 
kum, bIu er gofLillusi ist Znr Eiiifilhrung tlioäf>« PriuKi|)tf gab 
ihm dit> von ^[E3^£?en£ boreit« IG4G g«ät«llti.< Fiagi? tuoh di<iu 
ChMiUAÜoii«c«iitram VeranLawong; man Tdratttht darunler Im* 
kaiuuliefa denjenigdn Pnnlcc eine« tun eise Axo drehbaren 

ohweret) K^^rpon, deeeen £ntfenituig von der Drebaxo gkich 
ist d^ Länge des matb^matucben PendeJa, da« out dem diuxh 
jenen Körper rep-ä9enii«rten phyi^isohen Pende] gleiche ^hu-in- 
gnngedAuer hat. Die oinzolnou Phi^ea dioflee Problems bei D£B- 
«lAHTCi nnd Robxhval g^fhöi-en in dio GoBcliichto der 3kUohanik. 
Für ttcB kommt nnr der priudpielte AuAgangttpuukt in Betracht, 
von welchem HcYQBiEd xar richtigen Lt>stinj; (erlangt«,', iiidom er 
fond, dai)» dar Al>«t&nd dea Odcülatiouftcentrtiiaa von derDreh- 
B3ie gleioh M der Summe d«r Produkte &U3 aUen Slaeeen- 
tedohen iu die (Jvudraie ihrer Eutfemungeu von der Drehaxe, 
t duroh die Summe der Prodakle aünr Ua^sonteiloheii 



Vt nK>tm corporuR m ptrt- rrof- VIl. p. iC. 




W 



in ihre omfAchoo Entfomuagoa von dar Drohaohac (fc—Jhir^; 
,ZkMr). Damit üt du mcohBai^clie Problem sof Gin rein matbe- 
matiBobee 2urüokgo1iJhrt. HuircsNä »dbtft bomcrrkt, dttja aat&i 
VorauM^tzung ^ im GniTtde nichtn ondr«« ««gen wolJe, ml% dtb 
die ickv«ireii Kdrpor nicht titkch. obon Micc — yrsvia mtrstm 
nmi ftrri —^ wiui dogIi aio jt^iDUid golengDQt hab«. Dtr Stlt 
ist f&r d«a cmawlnen tfcbwcren Punkt MlbsiTcriftändliGla nid 
fär «in Starre* Byatam lacht b^vreiabar. Er Ut aaoli, im 
HüTes:» hiti£ufilfrt? nir ÜQBaiire Körper auw^odbtf, bei danw 
lar sum arcliim«disch«n Gesetz« fährt, dowi» bei vielen aadoii 
mecb&niftcben Problemen von Vorteil- ^Und v&hrlich, vean 
dcb die Fabrikanten ncttfTror Werke, welche eine perpetnelle 
Bewegnng mit vcrgcbUchor M^ilie erz^t^gen wollen, neb jeu«« 
Satzes an bedienen würjitent so würden aio loicbt aelbat ihre 
Irrttkmoi' begreifen nnd etn^heu, defn eine solche oof mechaniaehe 
Weise keineswegs mißlich sei-'" 

Kitdiiuh ergibt tich. buk ciiii^m Brirfr HirrriEXs' an Ijuiixa 
direkt, dafn ihm der ß&U vou der Erbaltong der Kraft als 
ä<|uivalcut ^ilt mit der Unmöglichkeit fiiio« PtT^rtnmm mMk, 
Litid btiido l^ür iliu Ait9gaugK|)unkt, iiJi^ht Pvilgr» vttul in Baciig 
anf die 8ftixe vom Stofift der Körper, mdeta or isrhrrtbt: 

mtfliUa, nH aiui Mlxm wird, vkuo idi null« B««eiM üb^r die SujAnailA 
Teri9ft|iitll(l[«ii wtnU _ , , ^ ich w«ikE» lUrin naUr andm« di««a cowwrwho 
rtKnin iwpmImmi oad des Gchlufi mut dii pcTT«tueIl« Bcwunoa, d. k eaf te 
ütimOglicho ta, wüdnrcb lach Sie ilw H«f«In Dv>f a«tek' «Mericsvo* *^ ^^- 
S«u oU ilurcbuu fdscb und oIiem Onud ftjiffc«l«Ut crkuMl aiad >nil akht 
4ie Mühe vnrditfnleti, die Si» im)] («mkcbt htUiii*' 

Die Parallele, m i^-elcho HtnraHXs neinoc tirandsaU, den 
er der Ableitung des Sehwiim^uDgAmit'telpanktoct z%\ Oniode 
legt, nnd das Prinzip von der Krhalbimg der leboadisen Kraft, 
«oraos er (Üc Stoßgeseuse folgert, mit der Uam^lichkeifc dtf 
Perpeiutun mobile stellt, beirast nun aofe deutUübaie, d^ 

' DicmILc 1««Ut H^vot 0*07/ Op. «vüi Ufd. BftL 17^. I |i T3I 
8i pniuUra, ri irnvilatii iiuo, i»<:'(«n iftoipiint, tmn pu«M <«Uinn graviUtn 
CS j|m« coraptMLUtf aIiIiw, ifuftin vbi liid|iA«aK «wUi f«pfn*bftUir. »Mimdg* 
Di« «nt« V«r3«oiitli«hflEi(t rUk iuJtSir 1073- 

■ A. » .^ 123. 

- Lnsra, JtefJk. JMr. U ^ 110, lir Bn^ Hvti}»*- v«b IL Jidi IG». 



BFTAW- IMf OnHnMrtf Av RT14rpiAbMTtftt|pHlAf 



778 



1>p^«k 3iltxtff bei ihm iler Aiih11o& «inMc mllgamainna Onmd- 
gMÜtttikims »tnrl, ä*iT MiH'lt4mk tll>Kr]iaii]>t möglich nuichen »oll, 
[^ilinliclt dm in niu» ge>i« Lzinifslg«- VarftndpruDg d«r 
|0««ohwiftdtgkeib6Q d«r in Weoks«lwirkuDgstcih9nd«n 
Daat«rivill«n Toilolieii b^-ilehea rauf», ftlr w«li^ der 
loathcilMlüwltB AaJidmclc ku finden iri. Kit ergibt Mch aWr 
MS MlUMT mechanischen Ttieorie der Gravitation und dficn 
ltT«iig hmotischCTi Cbanikt«r seiner Theorie d^r Materie, daib 
&r hierbei ni*>mTdii an mnn Vorftnrlpmiig der Energie in dem 
piime gedacht hat, in walchem <]ie moderne Physik imt«r 
kngnmd^Ugang von Cflntralkrifban von eiuMn Obergang 
kiiMtücher in potitntirlli« Knargit» und ningokQhn zu fprm^han 
pflegt. I>M>' Prinaip, dafit die Stingh6h« dns PondoU gleich 
iaiQ«r Falihcha üt, bedeutet bei Hcyoe^s nur d«tx abgulcürzt^o 
Aa«(iritok fOr eine Cbertragung kiDetiacber Energie d«r Atoma 
laa OraviuuoasfliiidiiiDB an das fallende Pendel, und wiederum 
laa at«if:enden Pendels au die er^eran: immer aber ist die 
bändige Krai\ aktuell in der Materie vorhanden, nur an top- 
eaen Teilen der TlUt<>ne in verschiedenen Teilen dea 
ea. Die Einfilhnuif; j^nes Grandsatsee kann also gegen- 
ber der Äthertli^orie niobta gegen die rein kinetifohe Gnmd- 
ge der Hu yasN tischen Meehnnik beweisen; aber allerdings 
t die Vora^iflKoUung lUr nnvc^rttsdorliahcn diskreten Atome 
bei «no im^rUriliehor ohne welche Wechselwirkung in der 
atorie nicht möglich wAre. Dio Wechite! Wirkung gründet 
ich bei Hltobks auf die Dbertragong lebendiger Kraft von 
tcfioUen Teilchen atif andre mnteheUo Teüohrfii« Die ge- 
to EuL'rgie de^ Weltalls erhält noh aktuell in der Matern» 
ber »ie rer&ndert ihre räumliche Verteilung. Es gibt einen 
bergang von Energie von Baumteil au Baumteil, 
Die« Ui der Gnmdaatx. welcher die ErhaUiuig der Enei^o 
und die Erfinlluug dor Substanz vorbiudeti 9,U daü Fnnxip der 
kontinuierUchen Verftndemug der Verteilung der Go^hwindig- 
ke4t«n an dio einselnon Atome, Bewegte Atome aliein können 
«ini? Wecbfrolwirknng Üben, wenn nur der Gnmdaat« von dev 
tnng der äubstansfi gilt; eboneowonig kann w eine Weobeel- 
irkong geben, wenn dio Ti^ile der atnnhohec Körper immer 
rlte*elbe Saaune kinetiachor Energie beeiraon mOlaten; aondem 
damit WochselwirkuDg m5gtieh aei, mul^ » Äthemtome geben, 



l^TREVr TK» 



id^sf wJ^ »hI 



wctlcba tlie Kof^gi« der »riimliolifTii Kor^i^tr ftiifnnhmnn imd an 
aiulre Slellejj Ju< ßAuuien Qbertniji^ea ; sie KUf1It>ti Jam gTofs» 
G««ervoit d«r Biiergie Jatt aus welttheia 'Jiesell^i? dpii Kör|Mn 
wieder sufUefti^. Das hat Ucvtifix» AiudTftckÜcIi anurkjuitil, 
veiiD er herrorliebt, d&fs die AnnAJune At1ieriif*}i«r Flmd«B 
uotveitilig isi^ um dM plöizliehe Anfti^ten von Energie boi 
AitalAciuigaonch«innEigpri cn erklären},' und diese Übertragang 
kinedscher Eufirgio an den Äther und ftnrflck an die Rorper 
bedingt die »»:i>]ninni>g<*r dcrr Ontvitalion. K« mars abo noeh* 
nab betont wordm — tU^nn «s hingt davon dm VenModiib 
der erkenn in Ukritinohrn Fnndi^tmng der Phy»ik Übi^rhaapt ab, 
— die QreWtmtion ist nickt begrfindot auf dio 8tol>rgeeetie der 
Atome imd d>c»o lünd tucbt begrflndat auf die B1a«tiottAt der 
letzteren, sondern sde xa* begrUndat auf einen genatizlicben 
AiutauBoh von Geschwindigkeit nster den Atome»; md vom 
diceem GmDdBal£ der Variebilitfit der Gea«hwindigkeiten leiten 
noh die Oeaeue des StoJses imd die EbstidUt der Earper 
sla Lehr^tze der Physik ebenso ab wie die Fallgesecz^.' Jener 
Austausch von GeschwiDdif^eUen aber ist mathemati»:h do- 
timerl dnroh diePrinaipien der kriech anik, dafä ^mv und 
£m9' konsunto GrüfHeu sind. Was dahoi an den Alotoen vor 
^h j;eht^ wenn dieselben znaanunentreä'en, tet eine als nn- 
etailkaf^ llberfaaupl abznwoieonde Frage. 0ean aie eetzt vorftna 
eine sinnlicho Anschauung von den Atomen; eie echreibt «ioli 
daher, dafa die Atoine vorgesteiU worden eia kleine, Itart« 
E6rper, die zuKammenprallon. wie wir e* an den abmlichan 
Körpeni bemerken. Da« ab^r oben ist der ForUchiittf durch 
den HmracKS die Korpuskulartheorie sar Wiasounchaft pieiiacht 
hat, dafs er dkee «innUehe Vorstellung Qberwindot nnd diiroh 
rationale, und £war mathematisob formulierte Begriffe ersetzt* 
Dos abeolnte Atom nzkd die Gceamtheit der bewegten Atome 
sind t^grid'Uche Gebilde; ihr Zusammentreffen im Hanme be- 
deutet nicht mehr den Anthropomorphiamna det Storseus. 
aondem die goometrieche Bestimmung dea Orte au 
gegebener Zeit; und ihr Verhalten nach dem sogi.*nanntv& 
Stofa wird nicht geeehloasen nach Analogie dos linräckpiallons 
iiiuiiit^.ber K&r|>er, sondern bestimmt durch die matheinati>H:1]e 



■ IH jrmv. p ICe. Vfl abca fi. Ui. — > VgL n d. ITk 




fcd, welche ito VcTuilung der GcttohwicdiglEdtt«!] T«{j;xiliert. 
Bfifc mau tUrüboT gröbolt, wu wohl eiati«t«n m^to, 
B^mrcr&ndfirHcb«» K6rp«r nch traiFeti, md^m mau cUboi 
lio AiuJcigib dar »puliclieii K6n>eT xxk Gat« ziebU 00 luDge 
tovrogt mui ndi tu voilai&Ddig uiil'niclilbar«Q Sp^kalaüoaan. 
Dbui nmciideoi man durch Absirakdon von den iumlicbcn 
BigftuäcL&iWi ifLüi^klicIi den DegriiT der bewegten, absolut nn- 
vtf!f£]iderli(?1>en AUitiiQ ervt^ugi liaty Tftm^tet mau «ich vieder 
tait d^m gaux«a Apparat drr sitiDlichon TorHi^lluij^ 1» die 
Atome bia«m, am zu sehcu, was drim mm beim Suill^c^ ^Msaürai 
lOdsI«* Wann mhor vitmuü die Bedingungen der &aaaimaam- 
rflsetxtcii KtiinUchtm Körjiriwdi Aiifgch^rbeii amU, kann man 
ruhinrlich k«ma vtrrbmdUchiui Fulgi^nrngoD mabr daraus zicben- 
Es wird dann jt^dv Aon&hme aiuUvwig, weil die CigenschaftcJt 
J«r Atome unlcr der Haud wieder ihre begriffliche Fiiierung 
verlieren und aU äieigemngen der nnatichcn Biger..Hcbal't«n 
üu nneDdlicJic oIpt A1»^oIuCo vorgcaitollt «'rrd«Ei. Jtdi^r selche 
GreEizUbergang abco' fUhrl in« UobtistimniiUs. Was iaO £lfr- 
■ÜcitAt? Dio AufhtrbiJEig dvr Deftfnuaiioii. Die üiuiUBammea- 
drQckbailhfiit ilnr Atumr kmin u\* Orrfn^rsll der voUbuiiinieitcn 
BUaticitAt win der vidlkimiittciuin Uiielaüücitül aufgefaGit 
wanioD- Dnnn mnn Icnnu sAgvn, div üiuituiainmendj<lckkaTk«at 
•t «no unendlicli kleiner ZuAamuendrüokharheJt mit unendlicb- 
grofifrcr ttlaatischer Krsit, d. b. eine un endlich klein» Dcfomkation 
mit UmtattUuer Aufhefaung derselben; mun kann aber aucli 
sagen^ di^ üujuiaainmendrllckhArkeit i^t ftbsoIuU^ Njf^bitfilaaüotfit, 
weil keine Verechiebfing drr Teil*» nii^glifh iJiL Im trfitcren 
FaDe worden di^ Atotnr xurttckspriugvn nnd ihn? Energii* be- 
baltemj int letset^fu nirht. Hir^r ist nlvu* kein Weg, £C einer 
B«stiinmnTig Über (l«n geneuliclu-u Verlauf der Wecb^eLwiikung 
SQ kommen, und dieota gaiiiie yunft^Uungeveöse, mechanisclie 
Printipien Ka \'«'rsi(i!-ch»i)!i<-'henT miUk verworfen w^^rden. Ea 
gibt nur einon Weg, Ph^^ik zn konstituieren; nÄmlirh durch 
PrinzipleD, welche die Veränderung der Bewegung gejwtdich 
fvatiteUeo. Diesen Weg h&f> !Ii:ti;k?v>i er^fTnnt durch üi« Auf- 
ffiellnng des Saizee von d^r Krhaltung dnr 1eb<mdigc?u Kx^l 
ilU des maibfzn&tJMchen An*draokev für die Hi^^uliei'uiig der 
Ueschwindigkeiten dor Acoiue. Er hat daniit di«« KouveqQeujt 
au Gauuuk AtifT)u«uDg der Bewegung gezogen nod der 



37t% 0M»Ob9«lLtiv>fnui!rdfrEiBpBiida«sdBRdiGftu»Bi, GjLiji«i,BrTcj«M. 

Sorpuflkol&rthoon« ihrta AbBohluftf ite^eben, indom tr & 
«inaiioho Th^tsacho der Wc<)lLsd Wirkung d«r Eörpor m iö« 
iQ«obftuschcin Prinzip objektivierte. 



S. Ruygecf aIa Höhepunkt dtr kinetitchcn AtomlttllL 

A. i>ie Bogröcdung d«r W«cha#Iwirkaag sobstas* 
si«IUr Atom« ditroh dfts En*rgi»g«Afttft. 

Di«! Objektiricriuig dtx Empfindung snr gnwtKlioIi Iw- 
WAgton Atomvrelt voltnokt aich in der Entwickelnttg, welrU 
iMueichnei ia£ durcb die drei Namen: GAE^mrot, Qauu3. 
HüTOSVS. GABOKiif objektiviert« die «innliche T[;At«achn Hfr 
Emp&ndung als Oftomerfilülang in der Emb«iL d«a doinoknlUobno 
Atoms von konstanter RaumgrOr^; G^ULKr objektä\'ierte die 
jnnnlicbe Thatsacbe dor Empfindung als qualitative Ztüim- 
fQUang in dem BogrilT der Bewegung a1« intensive R^olitlt; 
Hcnrasite objrktivi«rtn die ninnlü^he Tb;i(AJicbe der Verandemiig 
der Körper in den Priuxipieu fl(*r MrcJiu:ik ak die kontiDuio^ 
tiobe kanmln WnrhHAl Wirkung, Da« int nelbstvenri And lieh niekl 
so «ti venU^hfin, aIm tili r^innr dc^r OnindsAtj^n Her QuantiUit. 
der Qn^itnr. und dnr ReUfJiin tQr tätzh xnr "stbeN-nitebafUiohtfi 
DarHi(*t}uug i]f*ir Kmpfindung&koinptexn tu Omlall' dnr Veohamk 
aosgereioht hätte, sondern erst in ihrem ZTuamtnen vemAgwn 
siedle Objektivierung der Empfindung tu liefern; nber dk 
«nalysiersude AbiLnktioii der erkenntniitkntiai:hi*ii rnUrntuobtiBg 
entdeckt durch dieee Trennung in die Grundsätste der Qnantittt, 
Qualität tmd R#>Utif>n diejenigen Denkmittel in der Geift«»- 
arbeit des Jahrhunderts, 2U deren Ausbildung die genanniAD 
MttnxMr am weseutlichscen beigecr&geu haben. 

Nnnmebr vermögen «"ir die abschliersende St^lluDg cd 
l^bflrblicken, welche Hvvat?(i« in der Entwiokelunj:; derKorpoa* 
kuLsrth^orie emniuunt, indem er derselben den Wert eiDar 
wisse uschafUic heu kinetisohen Atomistik verlüht» Bei ihm iet 
die AVe^^haalwiilnug d^ Atome aom «raten Male durch matbc- 
mattache Begrifft fändiert und Galilhis Deukmitlol dar Varia- 
bititlt sur Objektiviera^ der Braohoinungen bonutA, oln« die 
IdaatJaoh-atODiistische Grundlage anauta^ten, wo)che cor LOmng 
de« Körperproblema u&e&tbehrheb ist. 



GxiuKrtti« Bo«ti.U| O4U1.B1. 

Wir h4ttan bot GAHdEsDi getebcn, dftfs «s douselben «b^nso* 
«Muj( wie der antikon Atomistik gf^Inngon wftr, dt« WVcbsel- 
•Hrtctmic dor Atoiao bu bogrEhulüii. Axxch Borell!, obwohl seine 
pbysikoKscho Thw>rio bod^ctÄudo Forl>chritt« zeigt, vcrmochto 
weder zwe macbt^mAtiacben Pormulienin^ d«r VcrtCLliuig der 
G^cbwitidigkeiteii der Atomo noch «« einer erapiriuch vvx- 
wortibvcn Theorie 01 komiDen; d^nn wenn er «ach rüit Hilf« 
kompLimort^r At^mgcaiaJfen über verschiedene Phänomeni^ 
B^chonacbftft sn geben v&nmchl, ao bleibt doch das letcte über- 
tTftgnngsmittcl der Bowegnng drr Stofs der starren Äth^ratoroe, 
nnd di<s Schvrierigkciten, welche hierin liegen, konnte er so 
weni^ wie QA^Eüitr äbcTwiDden. Wir fafttton gefunden* dab 
bin diesen Denkern el>ento wie bei OBE*CAaTBfl die kinetiiohe 
Atomiatik daran echetterte. daCi aäe den von Oalilii ge- 
aeh&ffeneD Bewegun^bcgrifi^ nicht z\x benqtEen wnfsten^ tun 
die Healitdt der Bewegung mit der Erhaliunji der Sub»1.Anar zit 
einer gesi^tslicheci Wechseiwirknng txi Tereinen. üSne kauiale 
Verbindong «wiechen den individnellen SnbaUnzen bedarf der 
Rontintiitft t der Verändenmg in der Körperwelt. Dieise 
KonliEoitlt liegt nicht in den bewegton Atometi^ sie liegt auelt 
dann nicht darinf wenn Slo&regeln über die^elbeiL aufge^ftellt 
werden, weil dieee Stofsi'egeln aelbs'. der Begründung eutbebren. 
Vidinehr können die Btobgoaetse nur abgeleitet werden, wienn 
ihn«» oin Prinzip d«r Kechanik als Bedin^ng gesetzlicher 
Verindrntug sngmndi? gdegt wird. Ei> handelt sich aW dämm, 
die Üb«Ttragting dnr Bi*wr^ng dnr^ diu D^nktnitW d^r 
Variabttit^L %u hK^TniCfn. 

Qaulki hattt« di« Objtfklivirrung der Kiiipßtid^mg nr< 
mögUcbt, indem er die inLeniive Realität im Zribiionimit als 
dae Charakteri?i tische der Bewegung entdeckte. Dadurch war 
die VerKndemng begrifTlich gemacht, iiitiem im ZeitmomeDt 
das Oeaetx eines Bewegungsverianfn gedacht wird, also dar« 
Kontinuuni im freschehens mit cier AbBtrakfion von der 
EitMuiioti uich; fortOlUt. Aber nr hatte die^e Anwendimg de« 
DfvnkmitI«]« H^-r TariabiVitat auf ein« AhstraVt.ion rtingiwchrllnkt, 
isdem er nur dtr- ß«w<rgung 4*iun< rii)XHlitf*ii und rtnl'Aebnn 
Körjtfr« lii«LmfjhLet«, Bei ilnm fallenden Bt^in od^r M^a^ni^ipitnkt 
bt in jedem S^eilmomeot der Verlauf der Bftwegimg als einer 
gesetuoifaigeti definiert; die Tendenz der Fortaetatung der B^ 



37Ö ^nmnonsrdu bmuui dv w«idiMiw»R^^^^^ 

vrogMnf^ ist sicherg^sUllt^ nb^r attr fUr dio3i«rii «inx«b«D K<ir|i«r; 
dt« Bow^goog txigt <1m GMetz ihrer Verikudonuig Id «ioli «Qlh«t 
Du war g9vntk olne notwidigti uiul fntcbtb«re Ktule id dor 
£ntwickulu&g jaL«r Decknreiid ; ftber «1« bfrdurf^ sur YoUetuIung 
d^ir Tlieorie dor M&t«ne oiner Aiudeimuii^ von der Bewegung 
de» Emxelkdrpera&uf die <^essmthoit der K6rper, vr«loh« 
üoh als SümeDwek darstellen; dieBealitit derBewagnug 
laulB auf die Wechäelwirkung UbertrttßftD werden. 
(JALii.Bi irtgte Hiebt noch der UrMch« der Gravitation, vif iat 
ihm m der BoftcblooiugiiAg realijfiorlj und mebr bednrt^ er 
Miob lüoht, da er nor den FoJt diM omgetKou Körpcrx 
imt«rmioht»- 

Kon üt aber dnroh Oiescspi, Borelu tuid HcrasHS fect- 
gestellt^ doCa die individaellen nnd «obetansiellen AUime da» 
Substrat der Bt-we^fiuiß amd, und die Phyeik erfordert diu 
(ieeetzlicbkeit d^r B&v>e;;unß derselben ak einer geaieinaaipea, 
Hier iet die ifVago nacb der Ursache der ürovitauon, wie Über* 
baupt nacb dor Be^<-gnug«ursache eines beBCiuuuUn Körper«, 
nicbt mebr absawoisün. Dio Veränderung der liewogung hAftei 
jotst nicbt an dem Euizolk^rperf und daa Bewe|:u&g4geMt* 
kann daher nicbt ieoliert für diesen als «elbaländige BealitU 
bctracbtet vordem, aoadoni die Vcotoderung der Bewognng 
besiebt «ich ouf sämtliche Teile eines nicht mebr vtarreu 
SyaLems, oic besteht nunmehr darin, dar» die vervchicKlcnen 
Teile Ter^hiedeue Q««obwLndigkfiit«n anndimen, ihr üwets 
iDUi^ aleo eine aelbetfindige fiealitüt nicht fär den Eiazblk6r|>er, 
sondern iUr ein Atomsyatem werden und die Bewt^tuigen der 
ciu^ehten Teile untereinander regulieren. Daa Deukmiltel der 
Vahabiiitdi: ist nicht auf die Verjiudenmg derGeaobv- r -V it 
oiaoa Körpers, »onderu auf die Verteiluug der Ge^ .l,- 

keiten in einer Gruppe von Körpern auzuweuden. Daa ist die 
VdUendvig des CSALiLKiscbcQ Dcnkcua, welche IIvvokn^ rolt- 
nobt, indem er dassclbo PniLzip einer gcvetJtlicben VorA&doining 
der Gcach windigkeit bei der Yerteiluug dcnctbea von Baum- 
teil XU Rflumtcil zugrunde legt, und dadurch den Sobwi&gtnBfla» 
mitt«lj>iitikt dc5 phyaischcu Peudcb und die Bti>f3ge«et£e n 
outdeckru vomiag. Sobald die am FallgOMtz nu'^dccklcf Bo 
weguugareaLUt auf die gegenaeitige Bewegung aweier uder 
mebrerer Körper ausgedehnt wird, erKtmgl dieaelbe dirp 3«u 



V0& der ErhftllDng d«r KnergiA, ab^r lu dem wettenfn 
Sitme. A^ls er ui Verbindunß mil fleü übrig^u Priimiätm der 
Mecbftbik zugleich d^n t) 1« e r ga n g der Euergi« definierL 
Oi«fl i«1 Htfr ittxi«ni ZusAiniUfuhaDg des F.uergiepriuxipB mit 
d«m BcTgri^ di^ BnrlilcTrajgnng, dnrEntdeckiitigvD von RttvoEN^ 

W>*i1 alHTT lii-tra f^AiJiJtiHrhivn Fall «tm**i K^rp^re nnr di^uHvr 
mnv Kt^Tprr Iwtriu^litjTt vrinl, tri't t\» Konliiitiitttl- ilrr B«* 
wr^'niiga&itilt-rEUEg ilmiÜiL'h f*rkfTiiTiT>ar bmcir; \m <W TTat.tir- 
»ucliTifig der Vertöiluug der Qfttofcwindigkeiteii auf kwäi Kdrper 
eine» 8^'i*l«ni8 dml j«docH die KiSrp^r aU diakontinatarlioli im 
Räume gegeben, luicl rleswegen aeheint ati, als sm hier fiie 
Koiitiiitiitalt fler l^wegiingHJinileruiig gestört, als f^d^ b«im 
S^BMtnmentt;ori; «wpl^r harten Atom« eine Unt^rbrechimg des 
koDtinnierltch«!! GovacliHlifinii sditt. Dealialb bat maii aich so 
hflrifig ^^*^n ilir ^in«itW1in AloTuiUik iir'k1|,rf.. Diu OUknntinQitttt 
Jintgt jv>cln:-h Hiebt iTi rli*r Bnwflgniig: daat ergibt «loh, «o- 
bald man ftieb klar iDa^ht, daf^ die Verteilung d«r G««divrinc)ig* 
Witfm rlwuao u-iä diu YeriiiKlerung der GeAchvindtgkeiL dnjt 
Rbscttlkürpe» auf deniaelbi^u Denkmittdl berah«ii. Die Dt«- 
koüiinuitiK li^t cur in dem Substrat der Bewognng; 
de lii&Jert aber niobt die Kontinuität dai &eaohehens, nnd nur 
darauf kommt es an. 

Die individuellen Subetanst«» der nnverftndeir liehen Atotue 
sind notwendig, um mm^ Buwi^gung dm RauiDt4»ilaa zu prAdi- 
ci«raD, so daüs Kinbnit der bewcgt«D Tail« Torhaadan iit, 
D«ns wadar die Auadobnung nocb die GT«ichheit der Boweguiig 
raicht da:ru auK, woU obno den änb^^tauxb^gHtr ni^Tmal» eCwaa 
da ist, wovon di* Bawogucg an^^Kagt wi>rdüu kaiitt. Da nun 
dio Vielheit boTdgt^r Subatanzen im Baum ftir did Pbyaik un* 
acUiUich iati muT» die VvTbinduug dar»alb«D durch «in b^aon- 
dvrw DanlEniittel dvr Et^atiou fiebert seüi, n&mlich dnrrh 
din kaunala Weohtielwirkunf;. Diese wird von niemAnd beswaifelt 
niid selbstVL'ratindlioh auch von der Floidiiitetheana voraujt- 
g«aat£t, da ja auch hier eine Tietbeit der Bewegungen der 
Batunt^iÜe unartäfslicb tat, nur dafa die lUuiataila in jedem 
euu«lnen Falle &U Volnmeoelemeubo mit verechiad^noDGascb^-in- 
d]ak«ctdn gedacht wenkn. Deshalb ist iuer aino kontinuiar- 
licb« Änderoug der Geschwindigkeiten von Rauin<r1«n«nt £u 




3dO Kt'atiaiäat d- W»ihMlwiffcB08 m. 4« PaatawUJ dar VwiAlJtft, 

Baam«J«mdQt Uklit koii0trai«rb4r. X>%£b die« in d«r AtomwtiJc 
nicht ftm T&ge hbgt^ wird ihr als totUcher Defekt uiücnohiiet^ 
Aber di«8er Vorwurf bembt nnr ftof d«OL ftltec F«hl>r. di« 
«iD&lioli» Aaechfruang in die B^weg&nff det rfttiooftlen (>«bild«, 
du wir Atom« nennen, wieder Lint^mzutrugen. In jadm FkU« 
hukd^lt 0« flieh jodooh om dio FMUtoUuQg dos 0«4otft«s. 
Wf>ohfl<^i Wirkung zwischen SnbetoiuKm im H«tim ut äborbftQpt 
nicht ADidich vonteUb^r, sondam ein tr^nACondent^Uer Orond- 
«ats dfr Erfahrung. Um indees^n d«nsoib«n mit dem BofrritT 
dflr Qr{>£n srx verbinden und die kaii«ftl« Vmlndenuig ttuthe- 
tnati«cli d«TttoUbftr nt inA«h«n, um obo NatorwiMoivaliafi sa 
ermd^iohen, dazn ob^n dient daa D^nkmiU«] der V>riabilim, 
nnd das gilt för die Ui>moini«h«ft der Atome til>&nM> vi« Ar 
die Bewölkung eine« K5rp«rfl oder dio Riobtongflindemnc oi&^ 
Linie, Snoht m&n sich sw^i Atome im Moment ihree Zo- 
flMttmMkBbob«* rorzuctell«!, so verfthrt man (c^iede k>, oIb 
wenn man sieh den fUegeodeii Pf^it tu einem Punkt« jeiner 
Bahn ▼ovmatdlen «ucht. Mnn greift dieaen Moment otu dem 
KontinuuB herouA, man ItM ihn von der Geeamthett de« Qc* 
echeheaut von dein KadaniQjind<>ir dfir Z^tit nikd dem Ztuammen* 
hange der EatuttliUt; djtht<r «rbtll mau notlkliob BuIic, I>ii»- 
kontinnitAt uud ünbivljmmtbpk. Alwr doji TTusni&wige diftesr 
Abitraktion wird im Diiikuiitttd d«tr VariAhtlitäl Aiifgvbobeo, 
"Wie dift 1ticht.Qng »iner Gurva noch im einssluein Pankt« durch 
da« Vorbftltnifl des Diffenmziala der Ordinate sn dem dw 
Abaci«Me definiert ist, wie die Oeechwindigk^it einn beweigten 
Punkt4w noch im Zeitmomeet mb da ; d/ featg^halt-^n wird, so 
Im. andi r1«r Übergang der Oeit^ windigkeiten, von «tniim Atom 
xHtn juidmn, der kontinmorliche Aimauech von Energi«» Kwijicban 
dirii Tf^ilen eine« System» eindeutig feetgesteUt durch Prin»- 
pien der Mechanik eelbit in demjenifi^n ZeitmomBut, d«it man 
ak den AogenbUok de« Zu»ammenBtcrii«B be^eichni^t. Der Mo- 
ment dee Zusammen treffens iet emSlement der Zeitreihb» wel- 
ekcdü man niobt aus derselben liSeen dort', ohne den Ketuna- 
eonunenhong m seretörcn. so gut wie mau nieht einen Moment 
der Zeit aus der Bewegung lösen darf, ohne diese au&uhebeu. 
Und dsa Denkmittel der Variabilität lehrt hier, in dieeem 
Moment doe Geeet« der Verftudcrung sn fixieren, ekae ee 
atia dem Koittinuum su heben, der VerAnderung der Geeehwin- 



dtgk«iUverteiltijagörör0e zxi gebeii, üideu di« Uesamtt^udenj: 
<Im fiftarsi«v«clueU initc^dacht wird. Innerhalb cüms koaü- 

ttiMriiokeD Hitiela ist die ttteor^tücli« M«>chAniic b«i der Au- 

^eudnw^ der DiÜ'crcnzi&lrechQung IttQgit gowobnt, diese Denk- 
fttt sc üben; ober <w chut ^at nkht^ jait BacIii), ob die 
Oescliwitidigkcit?übcrtro^D£ in einem konünuitrJicbcn oder in 
emeiD dUkont^iDtiiorlithoa Mittel «t«.tt£ndet. Denn die Eonti* 
nnitAt tiKagt oa der Venuidfinixkg der Bewei;^itig. nicht au <1m- 
Form dM SabttrAU; sie tat durch 'Ias ratioiul« UesAtos gwrihr* 
leintet, nikd neben dieaem noch die AtJdohftuimg in ihren Mo- 
menua xu Y^rMf^tu, isl gäiutUcb utmfito. Ja letzteres iat ein 
darcliatL^ vergebUch«i3 und et^rendes Beaflhen- £9 ist ebenso- 
«enig vantoUbor, wie ein Atom ftos seiner Bichttmg in die 
«iLt^egengofittiaLte' übergehen soll, als wio cid VoLamenelement 
«ÜHKa beoaohb«rtea einen Oeschwindigkoit^grAd übertiagen, 
oder etuni eine EreA ein m&terielleof Teilchen ^crgrcifeD*' «oll. 
X)wi«Ilftf «ind AutLrojKJDiorjihijimta. dir wtr libflrvindrn tnttv?H!aL> 
Allt^ lUneto Venindemufcen leiten ihr Recht alt Mitti*! der j>hyf(ikA'' 
lisch en Eikecinlfib uur ans dem Gedanken ab, data di« Wecliiw]- 
Wirkung der Kfirg^er n\it eine kouLiunieriiob« VenliideruDg dtirxüi 
«iu Ooflot« de« VeniLaiideH verbürgt ivt, aber wir linben keiu 
BttiJii und keilte M&f^Uclikeil, ^« einxelnc; Phaae in diesem 
Geüehelieit herausxiigreiftftif es sei denn unter gleichzeitigem 
Mitrilenken ihrer Bedingung tmd Folge, Die Welt ist nii^ht 
wenig'^r konünüierlioh, weil sie aus Atomen besteht, wenn uar 
WWtgcschehtTii kontinuierlich ist, wenn nur die kausaln 

.libaugigkr^it drr AtaiEikornliiriitionttn, witi «In »lutliri]; vnrlatifavn, 
dmkbor nnJ g«wi*txliiTh dnrvti-UlNir ist. 

Siillt» aber JKiiianil liit^rMif uiii WürFragi» eiitgegnaDf wanim 
wir, wfiflin dur Sto& dodi niobt AiincUfitilich »u mtu^hen i»t, über- 
banjii unveränderücha Atome feslJialtan, »o haben wir die 
Antwort SLihon anderweitig gegeben. (Vgl. 1 3. 884 ff. - — 
S. 02, 100, 2^^,} Eine iilasti^che Materie, ins Unendtiehn 
EJg. widerstraitet dem SübstanacbegrifT unri hat aicb Hlr 
din Phvick uU mibmnrhbjLr »^rwiesens »obftld sio tlbnr diu 
t^amik hoFtiog^inin' Sy^t^^nut liinanicgnhmi will; wir habini 

rielmnhr guMi^hrin, wie jode Fluiditiktjjtheorifi Kur Atonmiik 
enrflfiks trabt. Binhoitlieh bewegte Teile flest RaiimiKr ina««»FJ 
ler konatmiL-Tt werden, ond etwas andres solUu die Atome 



rX>y%^ 



i 



38S 



Vtrbii 



KftUMlätt. 



EÜcht ma. JHe Atom«> «ind uiditf vle dfts , Einfach«^, clas 
Rn^ogBu «inev Ido*^ sondern di« Kftt«gorJ« der Sabstuu 
gibt ihntti Vitv0rftQdert£clik«it und Dauer. Ihr BegrilT iat 
nieht regulativ, soudeni kouBtitutixv Das D^ukmittel il^r 
Variabilität ab^ b^wirkt^ dafs die ^mheitliehe Baomgrcfse, 
deren IdenUtftl der SuUtanzb^rÜT varbOrgt, üire KealUAt kIs 
IndividtiniJa, welche ihm der Grundsatz der inteusivan Gv^iatt 
veileiht, und die Wachaelvirkimf; mit deinesgleichen in j o d e m 
Zeitmom^nt behalt, so daJJs di« Kontinaitat de« Woltg«- 
whohDQ« dadurch gesichert i;!^ da Ja daa Gasotc d«aKalb«D, 
wclohoa caa VerhaUeti daa IndividuTuna wie dar Q«Hamthoit 
beatünint, mit der Substanz deaaalbou in anauH^ialioham Bagiitfo 
varbundan Lit Hierduroh «nt iat die Varbindang dar 
Snbatftns mit der Kauealitiit selaiBtct, Doa Denkuütt«! 
der yariabilitätf wt^lchoa anf der Grundei^^enaohaft des Bewofdt- 
aaüks ^Eontinuiut" beruht, maohi aa möi^cb, das Atom im 
aunelnen Homf^nt sovohl aJa ein bewegtes, mil Energie be^ab- 
ton, ala auoh die Logcvcrandenrng andrer Atome bedingende« 
aufsufasaen. Oie Oe«aju(verachielHiag der WeJieuergie ist 
keiitinuietlich. Damit sind die Bedingongeo nur Objektivieniiig 
der Kmplindimg voUsttodig. 

Hiermit ist die Au^ba gel^aU welche wir bei Crolegea- 
heit doa rattonaten itooliimiia £HiOKVAa vorgraifoud akunartan 
(a. I B. &6)ala Bedingung der Vollendung de« Denkproseeae«. walcfaer 
sich in der Eutwickelung der nwdcmon NaturwüfaonftohAft offen- 
bare: die Verbindung von SnUilanaaLtAt tmd Katnalitdt durob ei& 
Donkmitt«!, weJohos die Sinnlichkeit zu objektiver Koaliüii im 
Becrilfe erhebt. Die H«alitat besieht aich nicht mehr allein 
auf die AUgemeiDbojcrifre. wovon aua ea kciaa Beetimranag dai 
Kioxatnen gibi, noch allem auf die Atome, deren Zaaammatt- 
haag nicht aufweisbar iaü^ aoadem auf die VerAuderaagr 
und arat d&okit ist der ph>'«ischo Kötper kon^lituicrt. Die 
Vciiadarung dcrKorporwolt, wie sie in der nonlicbon HrtAhmug 
gegeben i»t, hat ihre Darstellung als Orfifao arhalCcu and Ut 
damit aaa dem nibjektiveu Krlebni^ zum objaktiv4>n Paktuoii 
snm tiegensUnd der WtiuiuuchafV erlioben, Bic int matfc«^ 
mattach dan»t«llbar ab Lagevcrnndcrmig derAtuuw; aber iliea« 
iA nicht mehr blolä |)horonomische Verachiehoug, sondern aifl 
iat mgleich beaUmmt ala inieasiva ütOfae, nimlicfa ab Energie, 



3 



and dk»c öolbtt wi niohl jc^ncLt aJs boliuTeadG SabttAns, 
sondoiti ihre Reatitftt bi>&tohi iu d«ia G<s»eüw ihrör T«ruad«r- 
tiehkeit im B«nmo. Jede ÄiomkondtoUadoii hat ilireu Smn 
ntarüdurch, dalseie Bodingunf; in einer b«8tUDffiteiiftudr«a Kon- 
atellAttOB im folgenden ZoitmomenU Der Äoadruok dat'flr sind 
die Prioxipi^D dor Uf?cliftnik; $ie voll&iebon dio Objoktivioruog 
cUt Empfindung. lnd«m sie du Vcrtoilong dor Energie regn- 
li^r^n, lehren eie die VerAudenmg d<ir KmpfiDdnDg durch 
t.Frft&eii iingt^beu und «ehafTen daduroh mothornntieche tfotnr- 
vriMoni^chftft »Is WüsentclLat^ von der Empfindung. IKe 
KftUsiÜGrkläning des Weotia^la der Em pfindnngsin halte ifft 
ennCfilicHl: und dieser Anpitasungapro^eik <lea Detfikmittela der 
Kausalitöi an doe^nige der Snbeteusiahtät durch don BegniT 
der VariAbilitAt iat identisch nait der KntwiekeluDg des moder- 
nen Denkens, 

Alle lilinwö&do gegen die Ibnetiacbe Atcmisttk mA:«»on nun- 
mehr verBtummen gegenüber den Qnindtagen, welche HureKffs 
denelben gegeben h&t. Kr bat geceigt, duh die SUrHieit der 
i'offUiD Körper^ die Iwohfi^ou, nicht ohne VorauteelxTing unver- 
änderlicher At^me erklärt werden kann. Er bat au^ der 
Oleiehheit der Wirkung der Atome anter VoranuetKung ihrer 
gleichen Ge^hvrladigkeit auf die GleicliLeit der Gr^fM 
gedchlotieen; damit hat er deu Begriff der ^asae als tirö&e 
koHAtittüert, velche »ch aas det Wirkung beatönimt. Kr hat 
die Wechselwirkung der Atome im Satz von der Krhaltimg 
der Kr&t^ mathematisch formuliert. Er hat; endlich damit jm- 
gloich dieWandlnng der Energie durch gesetzliche Fesi- 
ateJJung als den Gegenstand dcor Phjrsik möglich gemacht und 
der Erkenntnis unterworfen, und zwar nicht durcb rin ^oriiuk- 
greif eti auf die flcboIaatiächiMi Begriffe dnr ActuahUt und 
PoteimaUtdl, aondem rein tnuohauiach durch ihre Verteilung 
auf reracJiSedene Bsumsiellen, indem er verscliiedene Ordnungen 
von Atomen, die AiheraL^^me, etnf&brte, iu denen die Knergie 
«ieb miifspeicheri und von denen sie den £or|)eratomcn wieder 
milipriit, Somit vcvciutgeti sich in seinem Oed&ukengiiuge alle die 
Begriffe, deren die Pb^ntik als Onmdlage ihrer Erklämngen bedarf. 

Au« diecMm Faktum iler Wixvftiffehaft icieht die Erkenntnis- 
kritik ihre Polgeruugeu üWx dio Dmkiuittelf welche der Eon- 
atituierung de« Körper begriffe ciigrunde liegen und 9te 



^ 




384 



DIt vkvnfttaitfaitMH« ümdlMCv) du- Thyiäk 




intooftiv«!! Or13&ft, der Sub«CuczUlitAt, KnuaftUtÄt xmd W^chstt 
virknngf und ihre Veroiniguag dtutib doa Qrund««;x d*r Kon- 
tisuiUt odor VaruibÜttdt, daik jcdur ZiicUncI miiM B««ltt4t 
bciffdtit dunsh d^n B^tgnff'f weleher ihn aIm Moment eJunr kon* 
Lüiuierliobeit Entwickelttagsr^o definiert. Biv Entvickolung 
de« Korp6rprob]«ms vom Hitt«klt«r bis Huyo&KB bat uub Ab 
«in |EMigB«to9 Hateiial «rvriw«n, um dar&a di« D^ukvAWttn m 
Kodkmi, Auf welobeii die DieoliAniwibo KAUirwij8>ciitohftft 
bflniht, und aas dienik die traasoendeDtal^D Bedinfiiioceai 
kennen ^ liuiien f^ dio UöglicLkcit einer objektiveu NftUtr. 
Die KnUiecknng dor Prinapioa der UechA&ik ist die empiriacbe 
TbatoBobo, auf wclobo dor kiitisob* IdMÜamiu vich stüUen 
koontc, nxD dio äedAakco Dsuokrtt« uad Platovb su ver«ineo 
ttbd die Mdglicbkeit <lcr XAturwiEfAcnscboft zq begrciron. 



B. Die m od er De Energetik und die kinetivoh« 

Atcaistik. 

M*a darf bebAUptcu, dab dio orkeuotntsknüscfaca Grund- 
lagen der Physik b«i HiTfasn;« voUettodig «i&d, und d&Ci die 
weitere Entvickelung der Phyaik iknen in phnsipieller Um- 
sicht niohtji hinzusufttgen vermochte. Dioeo Vohaopcung encbeint 
eebr kobn ge^enaber dei lliaUacbo der nngeheaom Erweiterung 
dee mafthematiflcbea und physikalidchou Wistene in der G^^- 
wart, velcfae neben der Anedehnung der AnaJysia und <lcr 
EjDpirie weaoQÜich auf der Kiuftlhrung neuer Begrißc berubl, 
wie 06 die der CoDtralkr&fte. der p<it«nEifil]eo KnergiOi de« 
FoteoEuls» der Cntropii?, der Strcmbtenaitlt u. ». w. sind. 
Aber wir eprecJieD von den fundamentalen Prinxipien 
und Denkmitteln, nicht vou den Formen^ welclLe dieselben 
in der Anwendung auf dit; Fülle der empirischen TbAteeoheu 
annehmen. Yielmehr xeigi gerade das moderne Benreben, 
welchem »*it R, MATfiB» end Hsuikoltis Arbeiteti Qbet den 
Satx vtm der Rrhallung der Kraft miA die dfidaich gegeben« 
KiE:;ui-bt tu die Einheit der Nauukra^ hervortritt, die Üeclia* 
nik von den Orundlngeu Nkwtox« zu befreien und in eine 
Energeük überxuftüiren, wie ndir m llt'YQ£.\f4' PriQei[jiiin d«r 
Xem nller heutigi^ii phjMkalijschen ^^rkennriiiit gc»chcn M. 



3 



Di«T Mannigfaltigkeit d«r smulicbca Erscheiotuig ist »o grof«, 
(laiii t« SD ibror Obj«kcLviorungj d. h, m ihrer Zur^ckftlluiuig 
ftuf di« leUten emfiiG}wn FTÜucipicQ dor Atom beweg uug^ einer 
grOiwrvD und mit dem pLirUuhnU dnt Kmpirin dcli stetA Teir- 
mohrend«!! AcxAbl von HiUabdgnffan bedArf^vetobemrBepTfts««»- 
UUon d<ir Tonohiodeuen Fünuoa dienen, onLer denen Energie auf- 
tretnn und »üb wandeln kaau. Für QtvaBacs and diu kineüifcltft 
AtfMsiiiLik dtt4 11. Jahrij änderte war ra ein ünmdwiU nWm 
ph^-atikaliiiubeu Erk«uiueius daJ^ ft&mtdkbe NaUirkrä^n. tiii>(;birn 
«i« moh «la KoliJLfiton od«ur Schw«rot ale WXnne oder Ui^lit. lUtt 
Blektnzit^t. oder Magneiismtui, »U ChemüfOiu» od«T phjüolo- 
giflcb» TbJltigkeit x«ig«n, in niolit« Audi«ni ids in der Uedi&mk 
der ÄtoiBbew«ga&g«n g«grtiii<li;t waroa; es untorlag aaoh gar 
|t«in<*fii ^vrmfuly dtt&( jüdi« dieeer Kniflr iu dus andern flb«^ 
ftlkrlmr war, nur tilitfb diüt Fi^ld d<Ti- RrfabmngHti Afthr 
bnvoliriUikt, iu wtilcliem t?iu derartigi?r tlbergan^ «ioL nac^li- 
w«i«dn tiefk Was wir die Einheit de«- Naturlirift» nennon, 
exintierle daher fUr die damalige kiuetiisohe Aiomi^tik gar mL*ht 
abi Problem lu unsrein äiiine« Dufcb IIi;Tvkx> waruu zwar 
ftinigeii der pbysikaliaclipn PbAnomono beegAdereAtkerarten nnd 
besondere ßpwegtingim dnri4«n>en xngescbrieb«^ vorden^ aber 
aein mechanii^lwM Ornndprinvii^i von der RrhalUmg der Enev^^e 
galt aUgem^in; e« lag ofTtirilThr ucoU iliir Mittnilnug der Bewo- 
gnng von Atoman den eiuen Äthers auf Atoniu de« andiVA, 
odar auf di« der Ivf3rp<?rinol ekeln tu Qninde, wie «öne Betracli- 
tttugan aber tue Vorgänge itn Eallupal beweisen; aber er war nocb 
nicbt bi« ra der Aufgabe vorgeschritten, dieae Übergänge von 
ÜSBTg^efonDen ineinander inj einaelnen nachsnweisen oder mathe- 
matisch zu fonnTilier^n. DafUr b^fiUid sich eben die kinetucbe 
Theorie der MnUino ar%t in ihran AnfUngnu. Die Aufgabe blieb 
Bodi zn ]ÖH«D, den einEjflnen bwtondnm Bewegungen, welch«» 
ala venobiod^nti Siunoc^iulitAton ua» «ntgagentreten, <laa 
adttcinato niathMinatiAt^hu G«9c«tx aa leibeo. 

Ee «ligt« «ich nun, da£i «^ hierbei tonüchat nicht m^gliob 
war, anf die letzten Bewegongen der ElementArfttome xurtlck* 
engfthan. »ocdera daf« man sich damit begangen mnrst*. die 
beobachteten Bewegungen dnrch aQsainm«tifm(<nd«ra matk^ 
uLaliache Forzaeln su be^ohreiben, Dav war wn wicbtigAr ttnd 
notwendiger Schritt der mathematiacbea Pbjsik. mn die 




■It Obj4lc1itii 



EnobeiDUQgcii d^r Rochnvji;^ ssu unterwarf««. D«r g te n u nJ» 
EHoIk ^Bw■r>^^1 war hwr eiitBOb«icl«<n<l Dm AttnktionflgeMti 
bot für das \'erhiiltiii der materiellen T^ilohtn gegeneinanddr 
die einheitliche Fonn«l, w^loho di« bÄObiobtetön Th»tWLc!w» 
der hosnuMhcn «uri irdtechon Orai^'itatiott dftnni«t«lleii goirtatMa, 
ohne dftfo fw notwendig w»r, ftuf die Bewegnng^m H^wiig«n 
Fhiidnza* «ioxtigehcit, doM die bei der Aimahorang od«r tot» 
feraung der K^irpor Auftretende oder vereohwiDd^nde Bnorgie 
lieferte oder dufiiahm. Der GedAnkd der Voti^ung dw 
Energie an Ti>rwchic*den<j Teile dor MaUrie in veraobledenen 
iUumen wurde ervetct dureh den a&atytisoheii Anadmclc der 
£evegang, und dieser in der ri>mvirkendeD konafAnten Kraft 
iijpo«taiiert. Die Erfindung; der DiffereanalrocKnung «rmög- 
Uobte nkitt nur, sie erzeugte geradezu die Hypostonorung der 
Kr^, indem äe lebrloi bitnsalo Bcniehnnf^ofi in Qostolt vob 
-Quantitfiteo dnnEuatelleo. Unter dem harttn Ringen de« eoro- 
p&iBchen Denken« mit den neoeu ProUtemen der Erffthnmg 
halte der Uei^t do« Mathematiker» diejenige Vo rrteUan g gw eii e 
gowonncn* welche do^ Finten der Erdcheinong, den lebendigem 
Bmjilitiii(mg«iuhalt des Momente, an die Uealit4t de« Zahl* 
und Banrnbcgriff» zu feaeeln vermag- Im Begriffe dea 
DiffercneiaU verlieh da« Denkeo dem Flosse der ainnlich- 
nlumüohcn Wirklii^hkoit den anbetaniaalcti Halt, ob ^chof dem 
Moment die Iteatitat, welche dem be^michcn Sein mathonu- 
tifloher Beetimmimgcn ankommt, ohne ihm dei^ «innlichen 
Inhalt zu ranWn. Der volle Empfindungagehalt, welcher dcf 
Zeuge ist, dafs Wirktuig geübt i^d rrlittim nird, hatte eecne 
B«praseatation im Orörftenbegriff^ gefunden, indem die UAtfae- 
matik nicht bloisi ßc-xiehubgen feetatellte. welche^ wie der SaUc 
de« pyTHAaoRAs, die subotansieüe Zusammengehörigkeit von 
BegiiFen beechreibeUf sondern kanaale Relationen in die Fonn 
von <lr5&engietchungen brachte durch die V^^rhiuüung dir 
DüTer^ivsiale von W^en un<l Zeiteu. Dadurch ergab mA, 
nicht ohne eine gevioae innere Berechtignng, der Seheinr aja 
genüge die Tnßutteni malte ebnung aUein, Sinnlichkeit zn objeh- 
tiriereo uud Phyük in der funktionalen Abbäugigkeit tnlen- 
mrt/r GTfifaeu xu begründen, Aber eben hieraus euuprang dk* 
HoCvendigkeit, RLr die einzelnen Gebiete der Sinneeesnpfla- 
dungau besondere Arten von intensiven Or^Gpon so konati- 



[tlrtlTltf lUi gt p roJaktc drrhZk. Ainljiä. SS7 



taicrftn QDd «ir smu 2wi>okc d«r JM5cliohkeii tiuithomatiAeh«r 
DAnt^Uuiijc ald etMOdOTid Yor»hied6i]« Naturkräfte zjl bypOQtft- 
Moreii. Ute AuHbiHtmff der hCihcre» AniUysis doroh die 
BiBKai:i.Lts n&d ihre VeTvollkomumung dorcb die imut^fli»cJiim 
llAthonutikor des 18. J^rhimdortfl Loferto dis Mittel, di« 
Qiwet^o d«r Beweg:uQg b«»oiuierer mfttcci«UoT Sy^trini? fcfvtani- 
itdlen. M«n legte för die oinaieliieii Oebioie der Phynk nigno 
iiypothesien za Gmnde und l>6k&m da^lurch matheaift tische 
Theorien &t die EivchetnunKeii detvelben. Je mel-r die mathe- 
mattsche An^ysia fort^hritt, ^ewaiui ilie analytische £*orni 
der X>&r»telluD5 an BedentuDg und InLerveae; dlamit wurden 
die Nfttarer9chmiiuiig:ea aber inuner mehr Tonotiuiiidcr ah 
WirktmgvwciBoa besoaderer Krt&ße geschieden nnd ihr gemein- 
aanicr ZnnatsinicQhang in der Bevregung der Atome und der 
Vart«ünng ihrer Energie geriet in VergeatBCDhcity wtü m&n 
acdner zuiiJkchjt nicht bedurfte. F^ gab auch genug xu thun, 
in den ge^uziaprtvD Uebieten der Physik die Vorginge tneclut- 
niacb darxuflteUeii, und die Wechselwirkung dieaer ao kon- 
atraierten NaturkrSfk« brauchte noch nicht in Betracht ge- 
zogen zu vrerdeUf xumal der empirische Nachweis fUr eine 
quantiUtire tieoetTÜchkett in denölben nooh fehlte. 

Die Kntdeckung des mechaniscleu WftmieJUiuivalenta in 
ditfaem Jahrhundert und der Kacbveifi der konstanten Bedehnng 
swiachen kinetischer Energie nnd Wiikaugsf^igkeib fOr alle 
Gnbietc der Phyiük, dJo qnantitiitJve V»rgleichung di;r Leiatnug 
der vcnpcrhiedetien NAtnrkr&fVft brachte ttTfi wit-d^r dmi BiLergie- 
begriä' iu iif<nt; Aufiialimr. K?s i^t vom griifsiten IitteriMitte zu 
aehau, via in den komiiü^ierLüit Vt-rbinlMil^seti und den erwei- 
t«rL«u AuT^abf*!! der umd^niKu Plivsik iioch der prindpielle 
GrundgedanktT wieder ganx derselbe ist wid bei der Ableitung 
der Stofsgesetze durch IIctok^s: die gesetsliutie FestotpUuug 
des Überguiga der Energii^ :Kwischea verachie>Jenen matimolleii 
äyvüvmen. unter dem Kiufluftnn der Vorvtellong fi^mwirknuder 
SriUta entatand ^auAchift drr Begriff der Gnergie dor Lag«? 
od<iT der |iotEU£i»l!«u Ktivrgte, ein notwnudigfTr Be^^p^lT för dit 
NjWTOsschB Pbjsik, der tbihef *eli0[i bui Dasiei. BE&BfoirLU 
aicih fiuiiel. Dömi weiin die Euitigie der Beuri^uug k«fin uia- 
terieUm Büttel be8ic£ty aji welches sie abgegeben werden kann, 
eo mitüi der bu der Leistnug von Arbeit auflreiende Vwliiat 



«n kiii^tmbor Ktercrio in irgeod «Iner andren WoiM als tirdik« 
<ldfiu«rt weHcn* nnd dies «b«n getdiiebfc im Umgriff der Wif< 
kangsAhigkoit odor potcimoUon Enorgio. Der Nuno rühn 
TOD JiAKKi^s her. Du Qcvetsder KnergJomitUüaiig eracbtitf 
dftDii in doT Form, dftfli die ßonuno von kiikfibiAolMr ««I 
pOiODzi^oT Energie konaUnt bleibt. Nun ist «Vor oichi 
UoCi ^ AtomboiTfigimg dea Mitt«ta lusbekaant, w«lcho« d«x 
Vorr&t4tfpeicb«r f^ die <7nkTilali<maeiiet^e bildet und d«A« 
uabekfttmt« Bewegung cmMr dem Begriff der potonxieflei 
Bnergifi qosntitfttiT r«pii96iitiert wird, aoodem aaeb ii 
d«Q ttnselAOu Zweigen der Physik seigen mob Wirlnugcfi- 
die auf noch imbokonnten Bewegungen dor Teilchen dar 
Körpor oder doa Ätbern bcmben, in W&nno, Eloktnntft 
n. s, w. Wwm V0& ihnen in die Erfcbeinnng tritt, ist nor £• 
Wechaolwirkticg der verschiedenen NaturkrÜte onl er einander t 
die ThatsacKe, daia bentimmte £nexgtel>ctrAge ver»chwtnd«Kl^ 
Qnobcdtteu cuid auvgelaoHcht werden, und tUf« Wärmeirirkmigei^i 
elektTodTn&nüflche Vorginge etc. di«eem Grüfoengeertx unter-^ 
liegen. Ea werden daher in Ermangehag der Kenntnia di^ 
ni«ehaiu»cheai Crrundlag« dieser Vorginge die Wechnedbeauahnn«" 
gau ala ein Obergaug einer Energieform in eine andra 
auf^CaTst, und ee entaUht eine Beihe von aolcbeu Eneri^ie- 
formeOf welch« sn BeprAaentationen baslimmier sinnlicher Ver- 
Anderangen (WJtrmeKnfnhr, Anadebnung etc.) dianan, indem aia 
utttenMoiuider Qrölaenbexiehnngec hi,-«it3c«n- Ohnu daf« man 
weiCs, welche Bewegung der Holokc^ln die W&nne Wirkungen 
^Hninttcht, weluhe Wevh«i4wirkimg imt«r üp» Atomr^n »«Ibü 
bei den elektriächeii Emcheiuuugeai »Utihai, kann mau die 
beobaohtliaren sinn Lieben Erechetnnngen refp. ihre Ver&nderungan 
(wie äQ, TdS. — jMiv, tlE eto^) durch bastömmta nualytisclia 
Zmcben ersetzen, welche eine Objektivierung deraelbvi 
darstellen, weil sie die Wandlung der F^ntchf^mungan inatn^ 
ander durch GrO&aagleichnngen uukdrürknn. AU Batttpud 
aei an den von CLAlitiiim atifge«ielh«n xvreiteu Hau}ilAaiz dar 
mecbjtniurhfin WlLrmRLH««ine ertnnart, hei wnlebiun daa W&nna* 
alanmnt. dQ nU «iiih GrOfHe unteir GrLir»t<n aufiritt, und ein 
neuer Begriff, derjenige der üiitropie, lediglich aiLalytitch de- 
finiert wird. Diese Objektivierung vollzieht- das Euergiegeaeia 
aoT Drund dea DenkntitteU der VuiahilitAt Ba ^riabl aivL 



reich« QJoichQng b««tofa<rxi mnrK, d> b. welche« Grölsengeoüts 
4ax Übergang von Wime in Arbdt und tiihg«kohrt bebetrsclit, 
m regülin^ dou Wandol dor L&cT:gii>fonnon. iltcrboi lg! aber 
hsT KnöTf^obab^ einM Köqxira n&out aufj^falat «1« di« Ten- 
leas d«r VerÄndcrnns «mthaltetid ; die Gleichnng zw»cho>a 
l«n ÜififerAiuiAldu di>r v^rKhicdonen Hni^rgiolormeD bc^i^ht 
aar dorcK daa llflnkniiU«! der Vftn&t>i]it4it, lirrlchen in jodom 
[loer4p«b«tr&^ dfta Q«a«ls 9«iD«r V^rftDdonuig miuJdnkt. D» 
Anvdudonf doa äauoB von der Erhallong der Energjo «if 
tlu> Wofidlungi der Korm dsrtelbeti bentbl in der Phj^ik &uf 
d^r ^«ieiixeitig«!! B^räckAicbtigrung d«s Vorhand enaein» von 
£rAfli3ii, wclch<> diom Wandlung nAch einer bestimmten Itichttmg 
hin boding^n. Jn der modom^n Kncrgei^k besteht doA E:iergi4)- 
phnsip in emer quAntitntiri^n ßclotion intensiveT Urör:!4;D, vgn 
di« eine, vc^cbe Helu die lDt«tiHit£tfiftinktkin nonnt, di« 
DS der VedindeTubg, eine sweiteT die QuauUläiAfauktion, 
das koustau^e KUmeut de« Grßifl«nkompI«3cee bestimmt >!vgl U 
IÜ6), Öo kt bei der Ausdehnnng einee »lastiscben Körpers 
d«r Druck, 1>oi «i&^r mechantflchen Bevegnng di« Geachwtndig- 
kokt, bei eiuei' WärtueveTtodenuig di« Temperalur diejeoüge 
QrAise, weloho die Uiclitung dea EnfirgieObergangea beelinuab, 
wiliroiid Volumen, Maa^o, Entropie QrO&ea darsWlcn« dor«n 
kmistanbe Erhaitting die Einheit dm Vorgänge« definiert« 
Jena dvD Db«rgan^ l>eiitimmen<leu (frdrjien sind tm^röngltch 
aoe der Kititilulieu Krfnhnuig <ler KiupfinduDgftftnderuug enU 
bonuaen.^ Wird di«M? ÜlM-igangnt.t?nitv:iz von der ainnlichen 



Oe w te TOB der Ufbvaudtuif (]«r £&orci« 0(J«r tuu d«r ^Evciioucnc^o* iKiidUt, 
hmt HlOM {IjXrt t ä. I^ttrrj/ü) ^htru^tig^^d QA«Tigawiauii VbI, »«niRntlioh 
& ItB, 59, ,Ift dtj Th*t iM fil>enl], wm dM EatrgtogcccU nur ErweiUrunc 
tut««' KcnainiHH o^n- dla clcmaninrvm V<irBlisgc bugelngcn hat, bnch 
«adrt GcMUe tut Spiel itgwmcd, «^chc dir Tviid«iurorttcZluiigvn lu bm-K 
mAiIUJW»- Bei den BogHUulffra d(^<« Kiierg;r|^telic« und in tUm «nt«ii tht^mio- 
4|Baiiü*eken Aii«reudimg«D bt mtwoder d» Bfwbi&idiait der üati« LerviiB«- 
M^cii vrordca» and ^Abei mvana Orurk uml T-fmp*i«Jnr di« l.'b#rgiuici^ 
Uadflueo, oder da« KatropMseaotx wuiUf xo Ujtft RtuuxniMa, and dunji dt« 
ToniSnd der WüTiuo dimk di« T«B)p#r«Mir (vmatMA, B«i alloa !□ duÖtUct 
d«r1I"iT*AiiLl «ÄDtEi^ifeiulvo AnwcaduiiKVP äat BciaD^g«i<Uef veriea fcndtca 
4i# L;"n TOA jkfttfl ttikd Unick lARnUt, und m «ifd *tUUeh«df«ad 

■b *c<u>tT(7iüuidliob cnK^Ut, dab die Umfanniukg von [WtcaMcIlcr and liuc« 



390 



Ke En fgk lWTOW tU HilftgrBfc W il«r OfejAktMaraAg. 



VoTsl^Icing gAnx abg^Mst tin^ aU Grflfitvi in i1«it En«rrgiagMcls 
mit Rufgimioaoni«!!, mi ii«4iJl!t rliimtlbo «rst. u-in« mint* Fon& ik 
«in n^Mtntxi, wftlcJiHi* lUn WrwAtiiUnng di^ Kthirgir von rtntf 
Form in <lii* utdre dttnt4[ll, und daflürcli ««in« Anwftndbujlr«! 
aJ« FunduneDlalgeaat«. Die EnergififonDan bedent^D tbbfi 
nur d«n qtiAiitiUtiv«D Aasdnick aiDnlicb verachieden^r Eii)|iflo> 
dongsaaddnm^ und ihr« Einf^rnng bietet den Vorteil, diec« 
va objektivieren, ohn« bi« nnf din «>lnTaentAr^ii B^wogongin 
sm^katagTeiiW. T)i«>M tf?cbnijc<4i«i Anvdf^hnimg df« Eo^gi^ 
gototaioo, vffluJio dcrcli <U« Vt-rvo11konutmnng der Analyxfl xad 
dj« gQvaltigu Erweiterung der Mesmuig und B«obachtniis 
iDOgLich u-urdfi, ist d«r «minente Fort^dmU Aar modmca 
Phvifiik. Aber im Prinzip enchüt derselbe beineci iMnes 0^ 
danken, sond^ni nur dl« ErnrMtemug tmd Kllnmg deven, wn 
HuYiwMt an i^n spesioJ) mochAidacben Vorgttngien nacbg^wieiMa 
hatte, Daa DenkmiUd dvv iiBod«niKn ISnergetik isc kein andi« 
ata du der VanalnlitXt, da« HcYnixs auf da« System d^ Atow» 
aQwandtn, ftbcrLragen auf i^in» R«ihe undn^r in di^r Er/ahran^ 
g«geb#n«r QrOfi^n, w&hrnnd bei enterem alUin Gntcbwindi^ 
k«it, IfasM und mechanisch« Arbeit in Betracht kunect. Cm 
Verilndeningen al« Grüfs^o, als Objekt« d«r maiJwmatiKbaii 
Naturnp-iaaenBohaft darxnstc'llenf ist es cocwendig, eine gegebene 
Encheinuug als die Tendenz ihrer Foitaetxnng in aidi ent- 
haltend aafmfaaaeD, jeden ZnAand ao denken aU Dedingtuig 
«ine« tolgwdmi Zuataindji^ dieeer Begnif vr^rieiht ihm die in- 
tensiv« RealiUt, ictofom in ihm jetxt «lin MflbatAndigei 8^ 
repTiflcntiert kt ohn«» Rücksicht auf die riumliche nnd zeit- 
Lichci Antdehnung, und doch ohne Ihn ana dem Eontinuam 
d«a ^nmet und der Zeit au löaon. Die KatisaÜtAt iitt nicht 
die Bedingung hierm, «ondeni Bedingung ist die Kontinnitll 
dee Bevtüateeinif die a3a Denkmittel der Vanabiliidt konstitutiv 
wird; doroh di«*ea Denkmittel erst ist ee toO^ich, die ZcnAfinda 

ikthtF EBttnk, WMB IM nnalidt bt. nurM otftttitt ia lUm dnreh di« Bkte«« 
JWr KnA beitlBmmi ffliuuu Xwh ilai PKrvlp 4rr TittaidtMi nfubwtartf 
Initm dl oba» weitcni «iakoabuad nar iamtJtrt tnui ftAfirKruit, 4«f> iWr 
Unw^lttiunuid rieh laitrt, wtan er thh iBpdora fcuin. dtfi rr Bi»fttr*b»n 
\ttt flur AiiilerQog. Die Aiiel]rw der BracfanDmiifaa nhrl üetocr «oT *o3eb 
Tirtn^n« Wlrkaagftn odrr Teadenvea ta VTirlciutfeii ; e« Ia iHe Caia«- 
fililt die B«i aütift« 4ie WiriroDfeei der riaeelocn Eoerflefbnnen aui ririacll 
yorhaadBB m Aenfcn ■ 




wradltk«it cia«r Protoph 




d«t Stimdon mIb kaiwal verknüpft« za denken; die VtriabUität 
üt ouA B«diii|;ini^ fQr die Katisalitit. sie b^d«at«e Dicht oot- 
vfif>dixkati8aloYeräDdexiiHf-,Bdiid^ni funktionale Verandening 
Qbcffhaupt, die fraliob m dc<r Natar tmm^r cugl^ich anter dem 
OrcmdAaCse der kin^AJon Woch^olwirkong «t«bt,^ 

Woim sich nun dio einuhoho ßrfaknnig in den OoseUeo 
dor Energetik raAthunatwcb dnrfttoll^n ncd «omit obj«ktivi«ron 
Übt, «o vird M »choinon, aJit nci dio Aufgab« dör Tlkcoriü der 
K»t«rici duoit erkdi^ und die Forderanfc der ktnetüchen 
Atomistik mmdestens überäiLsaif;. In don analytischcu Auo- 
drQdc«iL fUr die CentralkräfU nod ihre Potenziale, f^- kiu^tieche 
and ^loteiusielie Knerf^ie, Kntropie, StrometArko, Leitunga- 
widorsptabd u. b. w, sei ja dio Objektivität der Katar naoh den 
ÖnmdsAteeD einer kritischen Erkenntnistheorie gewi)irli>i«let. 
Ra hat sich jodech gcaei^t« dnfs dio Kmbcit der Wisscnscbibft 
dift Uö^liohkcit der Verein ifj^nns der npcoiiollon Gebiete der Phy- 
sik verl&agtT ^^^ ^^^ ^^<^'Kt die Aufjf^abe, «relolie KA2iT in aeiiiem 
navoUcodeteti Werke feai tlffr^anfti^ hinterlaaaen hat. Ea mula 
llber der specieUen Physik and aof timnd ihrer Erfahruneen 
eone philosophische Wiseecieckaft geben, eine JProptdenuk'* 
mr Phy^k im KaTHsohen Sinne, die wir, xaa den sohillemden 
Hamen der Metaphysik su Termetden, am besten oU Proto- 
physik boKeichnen. Und dait dieae nioht «rnf einer d>-na- 

BtgAatuaf von Uklii. ifi loi gs«tattai, daa Suob« teoUniJii 
au TuoxffuK (Oll th4 d^iawicul thoffy i>f hcati «u eiitccLjncn 
36)i .IK« El|fpii«aflrgi« «Idp* Ki>r}t«n in «^hveti g«g4bvQ4a ZaTtdad4 ti^ll 
UM den nfah&aiect«« WvH nT!vc Wirkuitgou bczcKl^acup H^klt^ Jcr KiJrpcr 
bifan Üh«i^Ui|^F Buir <Um (ctg^^ut^n /vtteitlu in den XormatiuEtand vrxtMj^a 
vQrdt^ oder üva in«cbuuob«a Wrrl ün lennfcu Lvi&tuuif, üic uijUji wMr«« um 
4fft X6rp«r aui Jocn Ni^rtn&kuvLtmU m iltn |t4g4bva-!ii >u t>riii|j( ii.** Uid hi«r 
ftfankrt« ZiMaautt<ubt*uDt£ «Ur LciUudi^sGÜiii^Mul iu viu^.-u UcuriCT 1>uruhl 
tb«aU1i iwf diMt OmQ^BoU« dttr ialouaW^D Gr$bo, woDAch Jjtiiclbo aia «ina 
an« Kotnenten crvnduonc sedicbl winl. Dadurcli bt ihre TcrllndcTJlcbk^Jt 
la den B«ffnfi >n%*ttoinM«e, „Dorch wttofae Bnvrifioromen nnd lo «r«blMr 
Wthti andi üamer din BigeTwaerslo cüim Sptemu Tcrlindort wrdo, lie in 
devh tUt« finc atir rcan ftiig«iib)iokluhba ZuMande d<a Sjitemt abbSagige 
TirinikrLchi: Ürüfw: vdt-r Ubb IJitTuraDtiiJ dar BigeuuerBlo» geoanimcu nach 
daa tiri>&«D, ««lolid den limoili^UTi «Snotftnd 4ea SytUant ohAfakUriiicrcn, iit 
tki felUt£i;di|CCT'' ;Hmji S. i?) Zur fn^^e oufh dwa Eoprjptp*«u tfl, a.a. 
äf4>up, Kuntt /&ivn« dsr J/nffriV, Uip&j^ 19SS ^. <J07— 31t» aad A Bu^' 




i 



399 



2#flMMg«ig dw Ao^üm dar IdattJwbi AiMiMik. 



miftGb«o FlaidtUuibeork, sondern nur ftuf eioer kiD«ÜJOh»D Au>- 
mivtik berah«!] kauD. dacvi hoffeoi vir iii dieoer hbtomdun 
T7lit«rmichtmf; einen Bewei^^nd beig^crEgeti so liAbeil. 

Man pflegt Sieb beotzatiige anch in dm* Philosoplüd g^gOD 
di? Möglichkeit einer aLlgemeaiMa Theoho d«r MAt^h» abloluKul 
zu v4»rbatton oder die Sacb« wAnlgwUmn kIs Doch airhc fpmcfc- 
reif Hoziurtoll«!!. Di« TbooHo dor Mat«rio «lü «in« tmvclk>od* 
bani A^a^abfi. Di«« aber iit nur ricbtif^, in*o««tt all« Er* 
konntni« üb«rhaiipt «in« unvoU«ndbai«, un«ndli«Ui> Aufgab« bt; 
e« acblio^rt nicht aiu, da& inn«rba!b der g«Keb«iuin Er&bnmgt- 
dat«n di« Einheit auffc^fande» w«rd«, watoh« dieselben nr 
Mögliclikeit der Naturvi«fl«nacbaft verbind«!. 0itd wenn wmä 
«rwagt, ob «obl auch auf «aneia Systeme gani andror Prinn- 
pd«a «in« widwvpniobilo«« Anffaaming d«r Eraobcitinngeo xa- 
«tand« kommen k6nnt«,' «o hftben wir in Ob«roiiutüuKing 
damit im «sratan Back« anadräcklich dt« R«Ulivttat d«« Katnr- 
begriffs Qberkaapt botcint. Eint* widorvprnclialo«« AttfTajniuix 
d«r Katorurschfinung^ü anf oinem andren Prinaipe b«ifat «ini 
andr^ objektive Natur sohalfen; w^tnn «in Zeitalter in <U««er 
Hinaioht Qh«r di« mod«mo Xatnrwirittocuichaft hiDW«|C9ahr«it«ti 
wie die«« über ABifiT4>TSLKB, tio Metet doch dies immar vorana, 
dafs erst jan«a Sjstem vorhanden ux. £e bleibt alao dl« Auf- 
gabe, itff «in« eegeben« NatorerlaUnmg das ent9pr«obeiid« 
83r«t«m au bestimmen- Wir haben die« ftlr die modemo Enl- 
wickrltmg Torancht, die von &aMlke und HcvoeirR «bhfingig 
ift*T und al« diesem System die kiaetiBche At^miictik giofnndt>n. 
Für die kincrUacho Thcvoh« bcatf>h«n «bar immer di« obj^^kti- 
vkrt«n Ersohoinnngou al« aktQ'i-llc Kuergic der rAuml&clum Be- 
wegung, und di« £Q0i]giofoTmon geic^^u nur &bi oin Hüfatmitt«! 
d&r ß^t-OiDung. Si« aind Begriffe von analytiacher Oelning, 
niekt von tnnsc<mdon1a1er : d]«Ae kommt alkin den BogrUfba 
der Sabstana, der GrOf^ der Iteaütai und Weebaelwirknng 
in, verbunden dumb die Vanabiütät, oud ei« at&d bomita in 
dem UuTaK!?sachen Qe«etae von der Krhaltung der Krafi «ua- 
gedrflekt, welche« den rftniulichen üb<Tgang der En^^rgi«, di#* 
Tandena denelben aur geMtKlichcn Verftndonng bof^unmt. 



• Vgl Winm, S^Hrm. S. 470. Ober Viz^mm Bodtmk*« gt^m dl« kia*> 



TrastoonHocUtc und hUtofüdie G«Ttiiagr der ErkoanlnU- 



393 



£a itt vielleioht, tUD MifsYdratäutlnisau um vermeidetiT nicht 

überdtl^g, «riederhott darauf liiuzuweiaeu, d&is diu tr^tiisoön- 

rlniE«]«! Bedingungen der Erl'i^hniDg iicd ihre bietoTiBoh sich 

tttvickelud« ETkenntnü zwei versohleden« Ding« Bind. Ni«- 

tfialf darf di* kritiBcbe Philtwcphie steh finmAf^an, jen« 

E«dingung<in und di« PritiKipion der Phy^ih a priori b^ 

•tmuaui z\x wollen, sondern iiio kitnii 'Jien immer nur an dtim 

Urtorisoh^ ProsaiW: ntid wi@ dio phycikalieclie Erkonnttüü «joh 

giiobi(!htlioh entmokeltf n^ird auoh iioiner dio Lr^bri> hiatonflob 

^ WADd^^in, welches dor Inhalt der traneoendenUten Be- 

difi^ngea der Erfahrung iei- Xicht, wie im Bewufsteeiii d«r 

Keuchhcit einer (^ßobntif'ti Epoche <\ie Prinaipien wi««oii> 

tthkl^hch^r Erkenntnis lormaliort sind, sotidom dftTs eio {pv 

lii3lli«rt »ein mti^fien, daf^ ee eine ewige Bestimmung für die 

Sichtmi^ des BcwirXfltaeins^ ei« oborate»B Gesetz drr Obiekti- 

^^^^TULR gibt» ial der WeßenfiuutPr3c)ii*?d der tranKcendontalou 

Mutpi^n von dem Wandel der ThöOrie«. Aber de sich di« 

Ibmalen Bedirgnngen der Erlahnuig nur an einem Inhalte 

dirvtoUen lnj>«eni so bleibt dio AiH'gabe^ die^on Inhalt an einer 

llAtMche, wie äiG die Entstehung der modernen N^turwiBgcn- 

Jkhttft bietet, lOÄtBUstolien. Erat dioae Untersuchung »eigti 

d&fit dii> Einheitebeziehnn^en des BewnfetprJns, weich" wir 

,I)6nkinUtcl nannten, emen Ciber den apeadellcn th^'Orntirtohen 

3lhah hinausgehen den (reltmigswert besitzen- Welche Donk- 

>Dilt«l nou entdeoktf welche mm dem Bewaf^tsein der Kensoh- 

3k«it vereohwiude« werd^Dj ist eine imlöBÜche Frage; genng, 

f*«m jede Kultur^poolie sich der ihrigen hewuial wird als der 

bynlhetisoben Kinheiteu. weU-be im Schwanken und Tanten der 

bpeaiellen Untereueliungeu und Hypothesen die Möglichkeit 

WiwtennchAfÜioher Erinhning gewährleisten, indem aie dea 

\rech»AEndon theorottiichen Lihalt ni<;ht bloltt vom Zufall der 

Xnpirir, tEH^ndmi ron einer dauernden Richtung dea BewuTst^ 

Rbd abhängig c^rweiaen. 
lUnter dieaem UmchtApunkb seigt sich der einhettliohe 
arakCer der modernen Physik »eit Hü7«BHS dnrin, dal» sie 
tmler dem Deokmittel der Yaiiabilittit im einzelnen te^tznatellen 
kocht« wie dift Tendeua zur gegenseitigen Veränderung gege- 
bener müterii^ller Systeme sich mathematisch darstrllrn latuie. 
ii^ konnte aber Erfolge dnriu rr»t dann erringen^ wtMin zuvor 




9H 



EiaeliMU Atomiritk «U BUtngtng and Ii1«ü 6tf' 



i& mer B^ibe vcu mftt^n^lleii Sjst^iDfii, welch» verscbi^ 
deDOD sinnliclien Bmpfijidiiag«Ui«U«ch«ii «bUpr«ob«o, ''Im 
inneren Verft&demngMi «rfoncht w^ren; die« wunl# durch cb» 
Aosbüdting der ÄDftlysU und di« Uy[M>thcuH> d«r C«ntf«lkrftfU 
«rmOglicht, ub<rr dadurch wurdoi ob«n «in« B^iho von > < 
kHifton getfcliftflV»ni din«u uimmohr diA Cnot^oUk h^HK^i.-. . 
Bncirf^tG tonnen zuschreibtn mufatc, tmd dii» ea AchUef^Uch aitf clu 
ftindunont&Ie Fona der kiu^tiscbou Eucrgiti stirüoksufiihreii f^L 
DcdwofECU orBclieint d)6 kineü»che AtomUtik £iip;l^ioh ala Ba* 
dinffitiiß und nXa Ideal d«r physikalisch« u Erfabrimc. B»> 
dioj^Dg ist m uuOfom, als ^io idenQsoh ist mii di^n ilniD<l- 
afttoOi daüi alle IC«alit&t da« Xainrgc«cbeheiifl nur b«nd»jn 
koaa auf oürait gMatdUiTsigou Wechsel der V«rtoilting inun- 
m^C€ Qr6£M Im Haamo, donm AU^licJikcit gokuQptl int au 
den 8tibstaii2i«ll«a Boet&nd riEuailii:hi>r [ndividaen- Ido^ ilt^ 
Physik i«t sie in^f«rn, alit «h die mit der ÄuAdehonug der 
£iD|>irie sich eteU vrw<ijlerjidG Aufgab» der WiawDMhaft btvibt. 
di« bftoboohtotcn sinuUchou firüoheiitiuigon »o &u »ergli^ofni 
daJfl fiid deu möglichen Bevef^uagoa der JUnmteil« BageordnfA 
vnd deu&ach durch mathematiflche Ue^feUe bestimmt verd^ 
kdim«ii. 

WeuD dif^ modoTDO Phyeik wenig interosae aoigt, die ietsML 
V«rhaltai39o dOT Atoinbew>egttngeii dtiroh pa«aoiKlo UypoibeaM 
aofinihedlet], um «ie der tirkl&nmg der ErscheinuiLgen m- 
grundo su Icgeo, no zeigt dies uxiTj dafM wir von jcnimi Idf«Jo 
noeh etitlcmt üi&d: dof« iiir ihm aber uns uiborn, ergibt sich 
geittde auH dem Boftnbaii, die in dio Fem« wirkeiideQ Krfftfi 
durch die Vonttellung von Energieübertragung am er*etK«i. 
Denn die Umwaudliang der vervcbiAdeneu Energie fortnen in- 
einander wird imioennehr da» BedQrfni» hervortreten laaseb, 
die Einwirkung der inatenellen Teikhen auf ihre munittalbant 
BeriUinitig im imeudlichkleiner EntT^mung) EiirAckxafQkreB, 
wfrd, wie &» scheint, dip> ekkt^ri^cheu Brseheiuungon auf euw 
Verindenuig dea HitteU hinweiten, m welchem nie vor sieli 
gefaea,' Wird aber für eüu» &iergiiofcnD ron konidi.-irbeT B«h 
detttung« wie die Elektnsiifii, eine Dbcrtrnguttg de« MjtteJtt 
von Teildwu xti Tcälcht-ii in dir Zt^it juicbgi? wiegen, m> ii& 



T|tL PtAnv, Brk. J. &W/9»^, & 243 ff 




uut ftoch iilr dio Gravitation ai^d dio Acdeni Ktä' Fom- 
rirknng bsnorton K«turiatfi« die AbhAngigbctt von cü)«iii 
mBitt«lndon Agoua tmliogcl^gt:, und der Hillabcgnff der 
^^ttiöUcB Energie wirxJ wieder cn«tzt darcli dio IdnotücbA 
locTgic rtf^A MiT^f^Irt. «Mag flohor LQun«rhin die mathcm^tifohe 
^hysält s'^gc-'ü^^^nig c,i für wwtlonc Spekulation emchtoD, 
l^pothtr^ipii über die Ndtiir «lor Atome untV^isUilIcTiu ao IcAnn 
iBB DJcbtd gegen das Interuae der Brknmtni'ikTitik b«^4geii, 
a der kiBetiscben Atointfltik die rationale nnindlage aller 
'heone der Uat«he zu aebej). Ui«» Phyaik hat durch -ba 
!D«Tgiceoa«U djft Möglichkeit, sich über die Uypothi^Bea dar 
btcini«tik hinwfiginiKtzc^ik, und «io iat vollkommen im R^rchi, 
rfiiui «io d«4 thnt und sich damit bc^nUgt. die KnergiGb^tr^ga 
n formutiereu, derfu AnataoKb den Wechsel der »mnlicheD 
»ntcbeintmg m etu^-in Gri^iitengeAeUe darstellt. Da aber jode 
ibjekttviemug der Natur im Bann« »taltfindea mufj^ üo wird 
nch immer dio Euargto an den Uaiun gabonden aein, und ae 
wdan daher immer diejeuigeu Betraiclttuui^ii das £iiergie* 
isaa4«: silbern, \relch« in domaelbeiL ein Gosets tlbei' die 
framliuLd Verteiiiicig der K^alitüt erkennen. WeiL emt- 
Hmt, HypolliBflen aber die Atome aulim!»t eilen oder der Phyäk 
Ifl üaiidwerk zn pilischen, will die Erkeoiitntakritik nichts 
bdrt», alji ■«* drm Fakttim der RntwickMang der Pliy«k 
nr Wiwenicbaft die nrnkmiUi^l hnrauifjKihkkn]« dir das«i^lbe 
nndglichtrn; und tlti koututt dabri »i dem R'i-fiilUitr, dnfn 
in»albeu tu den Pniisijnen fler kinetisehen Atotiüntlk sieb am 
uUpiäiidi^sleu 4^ T keimen laas«-u und daher iiuiuer auf diti»o 
iirflckwetwii. 

Wenn wir nun in der AnfftleDnug dea Satxea von der 
»bendigen Kr«ft bei HtJVt^KXü TUid dem o^iiomatischen Werte, 
reichen er demxelbfiu boüegl, den Aoadruck drsi ßedfirfniaM» 
rkeunen, dir Mittt'ihu^g di^r Bewegung von BAumteil zo 
kumifiil durch «tu HeHutx 9^11 b^BUiutnen, abgea«heu vfiu jeder 
nultcheu YorHtelluug über die dabei lich abeptelejulen Vcr- 
Ku^eT »o dürfeu wir aageu» daljt die ErkeuuUiUiiuitlel der 
hyiük im Priuxijie danüt volloudei aind. Aber wir sshen 
'DÜicb auch, d^fs dio Anwendung demelben auf die Erfahiiing 
o«h t4ef«r und umfassender Qeclaukenarboil beditrfi«i| wie sie 
Euiwickeltmg der höheren An«ly0Üi Torljegt> und dal« 




396 BfTuKSK b«ftriibd«i dEo KoiyufctdartUatfe ala Wiienirkafl- 



Hiese m&themfttincliii Arbeil auf JnhrlinndArtn hinfttui üiru 
piiazipiftUsD Untprong varrltwktft. Die AthertbflonaiD Hcyttss&A' 
IconDten ohn«» Jon* atutl^'tiflchd Hilfe niclit v«n'X)llkoiums«c 
uxLd fftir Dantellung der EiiuwleTAchemangQO an^gebüdM 
werden. Diefl ist der innere Grand, we^hfilb zunftchst Hi'rtiKM 
hint«ir Newton v«F8o<h'«indet. 8o d&i^ der kttt^ro cds der eigent- 
licha Nftchfolgcr Galilbicj ersoheint. Wir gUtnbMi «bur, djüi 
die NKU'iONsrbo Phy«ilf nur ein ÜbsrgAngftxnivtmidi Ut, TOt 
weWb«m ttUfi tniiii mit vervolllcommneten Hilfsmittoln und & 
fahruugeQ zu den Hu?aENB6cheu Prinzipien zurückkohirrc vdrl. 
Die Fmchtbarkcit dtr ktxteren hat boreits die kinebiMcho ih»- 
tlieorle OTwies^n, und ibr iiini|rer 2ustuumenb&n^ mit Aar 
inechauischen Wärro€tln>orie und dieser mit dör Energetik 
Uberb«,iipt wird sich«rJioh «u einer ümfonniinß derselben u» 
oben angedeuteten Sinne hinführen, 

Htv^ENS Huhni ah Entd<>ck^' in der experimenteUeu w» 
in d&r theoretiiioLcn Phynik ist so fes.i und begründet, dafr tf 
bier keiner Lobredo bedarf. Pie GeacHichte der Korpiuknlir* 
tbeori^ jedoch darf in ihm mi^ir «eben a!ft den groioen M«chi- 
nlkor, sie mui> ihn alti den Gcninä bätrackteo, welabccr ^' 
vom Aauge einer vi>raneichauJioh«nden Hypothese 3cur ^TOrd' 
der Wiäaentiubaft erhob. Aber da» Oeet^ok, velohee 
dorn eur(>püiHchön Denken waltet, wollte e«, doJa ei« ihr 
Amt nicht antreten sollte^ Die Geist^aarbeic, welch« t^ 
Behauptung di^sticlben notwendif^ pifoweaon wftre, WiiU ff^ 
uachnt auf Prcblomo, dt^ren giückliobo L5stmg die dynamieobi 
Atomistik zur Herr^ohaft bi-nohten. Huvoens' Thooiiec wurd»v 
weniK beachtet, abor emie Godunken gingen darQm niekt vo 
loren. Dakjei* Heb^oi^lli, i^vtZR vor oUen, Lbba^b und a&^ 
kamen auf aie zurüok; aber eine voilatändige Theorie (k* 
Äthers bleibt euie Aufgabe der Zukunft. Biaher hat die dyiu^ 
mische Theorie üli^raU die rm kii^etd^cheiL Prinzipien coci 
so stark durchsetzt^ dal« man in HtYDflV» mit dem Jiöbepun^^ 
zugleich den vorJäuiigcn bistonäoben AbvchlufEi dor Korpui- 
knlarthcorie gelten muis^ i^ie Kcrpuskulartheorio hat d»> 
mit wie vielleicht keine ancin) Disziplin düst GcpräKO einer ia 
sich abgeschlossenen Entwickdung gewonnen; ihre oiiUDOln<& 
Phaieii xeigen, trotz der Kom£>likation der G edap keng^yy 
welche sich im Problem de» Kürpei^begrÜTa krouseii, eine fMl 




Hmrona >1i Absohlnrs der Eorptukolartheorie ä, 17. Jhdti- 597 

UL die Formen eines KnnatwerkB erirmemde Steigenmg bis 
Kur VoHendung dnrcli HuYciBlfS. Sie bietet ücb daher der 
hietorieoben Darstelltiiig als ein äoTserst geeignetes Objekt dar. 
2£it HuYQKNs' Tode, mit dem Ende des 17, Jabrbtmdertfi be- 
ginnen die dynamiflchen VorateUungen die Oberband za ge- 
winnen. Hierans leitet der Geachicbtsscbreiber der kinetischen 
Atomistik das Hecht ab, mit HuTeBNS die Darstelluiig der 
KorpoBknlartbeorie abzabrecben« nVon allent welche jemals 
die Atome als Behauptung aufrecht erhalten haben, hat, wie 
ich glaube, es niemand mit grdiaerer Kenntnis der Ursachen 
gethan mid mehr zur Beleuchtung beigetragen^ als Sie, mein 
Herr." So schreibt Lsibniz an Huygbne,' und dieses Urteil 
wird beeteben bleiben. 



' Math. Schrifle^ U p. 1&5, '7»- Man 1S9S. 



Fünftes Buch. 



Der Übergang zur dynamischen Theorie 
der Hatene. 



] 



!nit«r Abschnitt. 

Die ßej*lität der Wechselwirkung io der 
Uiubililiuiir des Cartcsjatüsmus. 



1. Aoablick, 

U»i3 wird eteU i>in «insoitigee Biid von der GMcbtchtc 
der Plülodopliio im 17. Jahrhundert erhalten, w*nii man 
di* IQ der l'hyeik liogcndcn Wuns^rln ihre« Unrndproblem» 
&Uf«or ftcht IMety an« wokhoa dio KorpaükulArthcorio borvor- 
B^WociL^OQ wur. Durcb diosolbo hing die IVago nsch der 
R«4liUit der Wr (?*]?«! Wirkung in der Kdrpftrwelt auf* ongvtc 
^^it di^n ForUohiittOQ der Nftturorkenntnin xti«Ainm«Ki, 50 daf» 
'^^^ Tttaht uronigor vom ph>eikalisoben ab vom mcbiph^-^ifichoD 
^leroatte bewegt wurdi». Kretins mulät« der NachweLv 
gvffdKri n'crdcTit daJ'a dii> AntahmoTi über die Theorie der 
Mttterte wirklich onsToiclii'Oii tin<i notwendig war«nt tua die 
*VQpiriaoheD Kr»chciniingen der Natur za ertüäien; daa war 
Sache der Pbyatk und Motbomatik. Zweitetu mii&ten Jone 
Animbmen «U Wdtgr»et£o im Begriffe ftmdiert and mit den 
Fi>fdBfuugeu dcA Gemüts in Ei.uklang gebiochl weiden. Das 
war die Aufgabe twd das trvibescie Motiv der Philoeophie, 
Beide AnfgabcQ w^ren inuerhalb des hier von unsi beUachtetoc 
Zeitrann)K tirli/jibÄri erst die kritische PhiWophi*» vormooht^ 
die ß«rdiDginigt*n dor CrkeuntnlK zn nmiitleln, die s» einer 
fnachtbnri-u Btihandlong d«n Probleiuti erforderlicli waren, Und 
dies iifL der Uruud, wedbalb vir die Korpuskulartheorie, welche 
du Uaturiul far j^ne l Tu iersu Labungen dansubteten hatt«, Uuem 
Verfalle ent^ifgon0CJuml«n sehen. 

l>ft*lN u W 



403 



D» ^uulwii uugU der Hcftlilat dti Wecb«olvirkun|E, 



iß, WOlCQtfj 
in der B^ 



HuT^BNe^ batt« dif> der Physik cufalleEcdo Aufgabe BO frt«^ 
gi.^f&rdert, «.U <>.*i tii^cirltaupt m^f^Uch war; die vort&uüge B^ului- 
loeägkeit seiner Eutileckutigcii war durch dio noch fcUHid« 
Aafibildung d^^ mathem&ti;^clioD Calclllls im wcaentbchcii be- 
dingt. Uor Philosophid abrr maDgclto oiocraoito dio kritiiob« 
üiimdlage, Andrerjieita wAr «io dtucb dfts theologische luUresB« 
vielfach boongb, Di« subtftaDsicUcn Formen d«9 AßifnmstJA 
wweb iiwor itn Sinne ihr^ Urhebcri vorl&ulig voraohwuodeiii 
Abor 51^ inrATcii nuoh nicht er^etst. Hie halten dun gedienti 
r'4(b EfraLit&t In der Byntlieeia der KiJrper zu garantieren^ indoot 
sie <lie aabtttauKietleD Einheiten für die Vielheit der öinnli-rbü 
Vcritaderuiigou hergeben sollten. Die««» Band fehlt« noch dn 
mechani Riehen Naturorkl^rung, es fohlte der Begriö', wolcb^ 
die kausale Vor&ndemng al« eine auf Realitlt 
"Wirklichkeit erkennen licia. Dieeer Bf^ff nmr»te 
wftgung gi'Wofiiion werden, und wii- habf^ti g<>-w*hen, wie. mf 
Uaulbi geoitülKt, HtTYOßNa in den Prinzipien fier M*^chanik jtiw 
BealitÄf entdeckte. Da aber diese Erkermtnla der Vorbedinguu^ru 
£11 ihrer Fortbildiiüg und Anerkennung «^nibehrte. bo aehco vu 
gleichzeitig neben der wiaseoschaRlichcu Auabüdnug dar Kötpu»- 
kuLorthoorio Metaphj'sik und Nat Urion chiuig audr*' Weg« m- 
»chlageu, wolcbe im Vfrgleieho za der Ht7V0KJiäachei) tticTilittS 
nU rfkkiAitßge Bewegungen beschnei werden mflasen- Dil 
beiden grof^it^n Kamen, au welche sLuh dir-:«p1ben knnpfen, 
LiTDViK und Nkwto»h Diese Männer voüzü-bcn dirTTniwandl 
der Koqjuäkidartheorie, wslcbtj «ich gleicUxeilig vnnwil«!! 
Metaphysik wie der Pliyaik in der»e1beu vorbereitete, 
pfailosophiaobe UmwandluiTgsprozers der Korpuhkiilärlli 
ȟldicrH^t sieb in der lla[ij>tsttche an die Entwickelung 
Cartrsiauisinus an, der physikaliaohr an den Gebraticb im 
Milfihramih der Hypotheso in Physik, Ohciuin und M**<ii?J^- 
Dei oratt^re spielt sIcL in <lem Beiitrebeu ab. din \V«u<W' 
Wirkung der Substanzen zu ontdet-ken. und führt dnrrh ilfli 
Oceaaionnbamus und Si'rNnK^ zu LRittTfiz: dei zweite dekumi-ntisit 
di(^ Ohnmacht der Hy|iotkpHe der roiji mechauiaclien Wm^BmI- 
wirkutig x.\ii rirzeiigung i^Invr matbu:natiachen Natur wiaseiecfaiA 
nnd bewirkt in der mathematisulieu Entdeckung d<tr OraTitatiit 
dnrch Nfwto» die ReakUuii g*'U*'^i die kinetUeb-koi-pttsktilnr* 
Hypoth*-j'on, Beide Kiitwit^knluugen begegnen «ich in ih 




iATfiM dnr njpmBBTbon ^idqtpD- 



4CS 



tilUl4: in d^r Scbopfung «iner d^nainiHchvn 
h«ori« der U*t«ric Beiden gomoitisam ist die Var* 
tiickuDiE mii d^m tlk«olo^sch«D Iixt^^miM*. dft» «ich nur dann 
Irelriedifc^ erklÄr«ti völL wcsid dio Wochi^rlwirkung ii«r 
er durch dynamiftcfa«» EiuLeiteu garuiÜort wird, wtdoh« 
t i Q , sondcTL It i u t c r dor Materie Ue^-eu und »omit dv un- 
QÜtUsltiro ßctbätignng des sch&pferi&choQ Geijit«ü bej^nJTitn 
Verden kdatMn. Die fcmwirk^ndoD ContiaUtrAfi« NswTONä und 
die uiDtapliy»iacliet] Ttuikt«: Lkirnizi^hs tiittcrsclicideD ücb van 
dan mibattamielloD Formen djidurch^ duf» jnn innerhalb <ieA 
Empirbcheu dio ÄnwtrAduiic der MuthiMnatlk gcJtUUQn, Imowr 
Aber eleichzeiUg eiit^ m«taph>uacbe DtMiiuug im tbnologi^cbrn 
Intorwsc JEU. Ourcb ]ci£t«r«a Hlbren W6 vo» dno dirffktfrQ 
[fiitecliriti orkcDntniekiitificber GAtwxckelutJg 9h, durcdi t^r^Uirev 
wcrdoti «ic selbst l^cmcucc ciae« neuen PortacLritt^ iu- 
die Ati«bilduDgil^rii]at1iemntUclioiiPh>*Bik eine notwendige 
Läfe dttrbieLet um div von UtVOEX» prklünimon«^ n^ilii* xiir 
re4t«a UeeraU&rse der Xiiturcrk«^nntniH £it maidie». Der Weg 
otao, ou im Bilde za Uedbeu, mcbt :ui Kreiitu x^nm Aub- 
jiuukla ftorlkk, H>Eulent ateigt wit* «iim Srlirniibf-nliriie 
e HAlie. Dim innerii Ztia^mmeuliaiig jViier Entwicktituiigfiti 
DrchscLftuen wird durcL die OesiebuDg xur Mathematik 
llicb eriobwcit ; denn dicf^elbü Richtung diM Dekik^ua, 
Me L&J£»rx und NaWTOjf am i^mcr iiißtn|ih^-«ij!wlirn BegrUnrliing 
it&l dcc WücliscIwirktLiij^ fijhri, int in dtesoo FarHchem 
, wenu nie tleu B«^rill' den IiLfiniUrNimalru sum Ti:^tn]nii?!nt 
btiutig gebtakt-'u. Dit) EtiUkokung dr>!i DifTinMixtA]« 
i auf dem^elbea Deiikiuitlel, welche» dii* Hniditftt dvr 
gtmg im Prinzip der geaet^IiLheu Veriridertiiij; erkt^un In Li- 
eb sn tuji(iii.-reik venimg und Eiur unter d^Tu weHeiif.lN.heii 
inUnAi dw iheol'jguwhrn Tiit«rei^««i8 in den boiden gror^wD, 
iDcb atiUr dem lUnti« d^u ilogniatücben RMliKmas stehenden 
f*irti ttinr> Rirlitung t^rki^tlt, diu lü« xii ihrer tnntnph^iüjtchBn 
isifTiiiig im BftgrilTi- dt^r Kraft giifnhrl' hat, 
de Eutwiiknlutigfii. widrk« wir bin' kiu'a? xu skiÄxiftrmi 
. greifen Mflb^stves^tuuilllcb mowciM in dan dii«kut-jrrten 
fl in den |>eniüidichen BezicLungen aufs engäUt in* 
r. Dm die historische Obersicht xn erletcliteni, habaa 
Id der Damtelluug niGglLCrhsl za trvmi^ gesaoht. Wir 



404 



fncAitTtft' Sohuku — Kaoiui. 



belichten djüter 2imacli»t tlb^ d«Q Aungftng dor KorpuslniUr- 
tb^ono in flor cartoaisGhen SoluiJ«) und «c1ilklM& diofto EqV 
wiekdong mit d«m Üt^rgan^^, wolohen LRiuvti iu. ndfito 
eig^oea Syatfiin von der klDetischda Tbeom der Matene tor 
dyn^miBcheti Fimdi^mng dere^lbdo vollzieht. Sodomt verfolga 
wir don VerfWII d^r Korpuskularüiwrin iu dou Hjpothe86& d«r 
Naturfomohor nud b«Hu>d^n im»«r« Arbdit mit der SchOpfcag 
dur dynamiscbou KorpuxkuJiirthooria darcli NicvTOsf, 



2, C&rteaiaBer. 

Der Kmila& der cartedücb«a Fhüoao|3bie mJu^liUi nicb be- 
k.iujiüich sch€Q zu DiK':AnTi»^ Lebxeitcin iu dvn w«ät^t«n 
KreifiOB bomorklicb ; wir eriimt'ni au aaiae beöd^^u funrtlicUft 
SchQlermacu, dio Priozessia £MäA&KTti, Tocbtor FfttiDnicn T< 
voll dr-r Pfak, welch« wftbreßd ihn» gAnueu Lebfm*, «ucb 
noch &]a ÄbU»iii von Horrordttti in Weatrulru «tlar> Fn^unilA 
dcM CurtciöuiisintiN blÄob, und au dio Kötugiii CBKiäTiNR tüII 
tic^weden, Tcjchuir Ot£TA^ AitoLWB, ut d«re» Hofo don Pkilc 
M>pb«n d«r Tuil #in*iltn- Au d«ri TTniviTTMÜlUtU IwTrrüfht^ d*** 
CWrli-9mnii>miu itinmi in Hiilldiid. wo DfecAHiKiv^ uijmitU'ltmn^ 
Scdifilnr RtiKKKr XU Ulroclii lelirt«, Jcidofib Hisbu» ttill9 au twiu 
Hocbawitätag« * slarb^ OMchv-etli|:; aber wnr DKfiCABTSS' L^b 
daseibat dureli vab Roy, gewf3biilk-h Hbuiis g^uaunt, vertn^iAUff 
dor, EU^rat eiu eifnger ScboUr von liivKai iind Dn^Aattt, oij 
1«il3tnr4»m Kerßfi], »Ix Br thu dun^b Beinen tTberBift^r in unau- ' 
gPtmhiEi«» Streit igkeilcot mic Vii^itm tind Suwh^iil rftrwiclcvltjv'^ 
DKMAUia-^L lii<»U p« fllr ti6Ug, din FunJuairnüt ji^yjiiW (IfMH) 
vun HtaiiJrt iti der Vornfdv xur fmuxfWicbnii ÜWrHetJCuug iwinttr 
PrmcrjMfn uuvdrtl<?kUüb zw dtoAVOuieron, wl-iI w .einige m^t» 
pbTHiHcbi* Wabrbeit^Uf auf diu lüob dl4^ ^ttvam Pliy«ik »UlUra 
niftiue,'' iu Abrede gestellt liabe? Notih aatacbiedfloor iiDd 
aoitftlbrlicher g«Bchieht die« in der ZurOchweiaung d«a von 



* ABblübrJtchoa Abtr «lic 8lm1ifk«ltan bot BoctLLUa, Hii-Llt uai KnM 
Vi*itiii:k. Wir Uiu B«i fakr u»r di* iilijMktlbcW 6«l<; ilcr Ptifwi xa 



KtcGitis 1647 Id Ctrocht ^«rbreitetea Ai»cblftg^ Erpikati^n de 

DsfCAHTCe B«gt, OT halt«» Kich für rcrpÜLchUit, aU^ didj^nigeDf 
dio Biorus fikr ciumi gror««D VurUrt^igor miDAr AnKichtm 
biolt«"!!, d&voa zu b«niehnchtiguii, dsb u« foat koino «(ün<nr 
UfiinaugMi g4>be. dio joner iiiclit sohleclit darlcig« imd d^m 
Siuno TUoK Verderb«, nicht blofj* in den metapliyvUcibeD Sdbeen, 
•oudem aitoh in den Bi>f die Pbysik be«t1f;Ucben.' Jedoch be< 
etebt die weeenUicb« Abwdiohunp: in (Ur Auffasemiß des Vfr- 
bftltnüaeavoriG^nat imd K6i-pi?r,iawclch«<r Hinsicht ßsoiv» wklAit 
bMe, del> der Goist ein Modus der körperlichen Substans (lein 
k^tune. In ßesng auf pbysikeli^che J^bron, welche da« Pr^tbteia der 
Uatorie berAbron, macht DcfCARTHtt hier keini> epoxietle Angabe. 
A)l«rdin^ etebi RKotta in «Ainor Physik durohan* anf earbenLecboin 
Hbdmii do<jh findi^t vicb in ttuiDOm HeuptWfrrko* t^inc eig^oti- 
^ntUclie AbwcichuDg von DEscAaiEfi, W(?iche (dir da^ ProbleiB 
4« KCrpoT« von Bedtifutanß tat and bi^r nicht üb^rft4ikf;eD 
Verden darf. Es üt dioe die Au^fifinng» wolcho Bsoiöp von 
der Bevegong und Knho hkt 

Unter Bewegnng versteht Ugoiv^ wie Db8cakti» nur die 
rfiomliebe Beivogung und kwbt die Übertragung eine» K^rpen 
Ton eiDcr Nftcabareohün- in die andre, aber durch einen 
inhärenten Impetne, d- h. doreb eine J^raft in dem be- 
wegten Körper, Termdge deren er, eolange sie in ihm bi»itrht> 
¥on Ort TO Ort getragen wird.* I>ic?rr ImpHias der Trantdatioii 
eutetm^heidet ^ich von <ter Translation «clbfd wie datf DMikec 
rem Qedanken. Je nach der l^röJae des Imp^^tu» wird der 
Kdrper mehr oder wenifcer heßig bewegt. Der Impeiua unter- 
eoheidei den bewegten von dem aur bewegt ecbeinondtw 
K5rper, die abeolnte und die relatiro Bewegung. Dicker 
InapeUw beharrt in den Teilen der gesamten Matone, wie er 
ihnen von (ictt bei der Boböpfong in gewi«9cr Quantitut ^e^ 
geben werden, nach dem GoMtse der Unvcxündcrlichkoit der 



' Bmuci lt«mi UlUvniUai Mtoaaphia nofnrail». in guo toiu nrvm 
vmwtrtchin/ ptr clore H faciHa S^mtwiida «Jftfujialiir. AauUL If^l. Qb «ich 

keaat* iuh fckht f'^ttlUiaa, J« mir (Em ßvch nicht nffbs^xh m%f. 
■ J%ilß^ matur^ l. I e. 0. p. IS, 




i 



Katar in tlocasolben Grado dor Quantität' Er Inuin «i 
dtB öinselnen Teilen der Maiorio »nr durch HtiLxnlioi]iiii*<r: oilitf 
Abgang des Bewegung«] mpcbtM vorüudcrl Verden. 50 Kinits uhn* 
die« k^no Vorftndcrang in der ücwegimg «ic» KGrpera «In- 
tritt; or kann ftbcr von «ine^ca Teil der Mat«rio auf den »ndr«» 
db^rgehon. J)ieae ErhaUtmf; dee ImpoUifl betübt «iob ia 
j^«Loh«i W<*id0 anf daa anOTfiamacbe wie das oigamscb«) G«bäat; 
uemald wird ein noiior Impctt» gofchaffcap lYiffi tin Uo- 
•cifeoJfl einen äandba^en, ao g^kt der Impeta» nicht vtrlonA 
•ondem wird anf den ätanb, von da onf die Lu^ di4> br<U 
ftbi^Tiragcn nnd nur för die Sinne nicht mehr wuhmehinber 
llic ErhiJtniig; de« Impetus vtrd in TollkomincnL* j^rellrln möi 
der l:lrhaltung dar Uaterie geatoLH. I>er Inipetua bracekt 
jedccb uJcbt proportional der Gr5&e des KiSrpeTs xn oeb, 
ein kleinerer Körper kann einen viel befüjEeren Ixapetos haben 
alt ein gr^l^erer.* 

Daa Qceetc der Beharrung nud der ZasamEnon^etsaug der 
Bewegungen wird klar aiugcsprechen;' eine knunmlinigo B»' 
wcgung kann nur dnrch den Wid«r«t«id H«i>RreT Körper ent^' 
itehen.' Zng gibt ce nicJity sondern nur Stof». Der Dmcl^ 
bevteht in häufigen nnd Hchnell wiederholten PnUioneo, so daO^ 
d«r Körper nicht sichtbar vom Orte bewetgt, sondern nur un 
wabmehmbar «mchnttrrt aird. Dir Gf^jichwindigkeJt catitKfafctf 
durch AddiLLon den Iin|Mtnik^ 

Xlstfic« hat es also vermieden^ die BewegungegrfiJjM ab 
da« Mafii fi^ die eich erhaltende Bewegong ednsumhr«a; er 
bat bemerkt, daJä die aich erhAltonde intensive QrOlae der O«- 
aohwindigkeit nicht einfach proportional m. Aber ee friJt 
ihm an jeder mathemaiiacheb Destmimnng Aber daa Mafe dar 
Bewegung, und di«>e OnbeKtiminllii^it. .\acht er dadurch mit 
den Thateacben in Obere iantimmnug £u bringen, (Jafs «r dan 
LoipetOH auf'h ai<^hL propcrtiuiial der Ueiigo der Materie an- 
nimml^ 0er Imputua oder die bewc|^tidA Kraft iat rielnuJir 
bei ihm bereit» elwaa vollfltindig von der Mat«rie Unabh&ngigaa 
geworden, daa in v^^nichiedeuen Gradeu al« rfioe beaoudnm 
Boalit4t von Teil »u TeU b der Materie wandert. Der 



' A 







p.sa**A,ftOp.9ai 



ü. p. 17. - * A. a ^ 2U 



Rr<aiL»«ch(i Jsipetns kt der Absiolii nach fC*^'^ ^^'^i *^ ^"^ 
tJ9 Knvr^h boE^icIinen, nur mit cl«m BuaachJaggebead«» UnUir- 
«c.luod«*. f1ji£i Rkijmh d^ mAthotnatisuhe Ansclrnak fOtr diu M^ 
deMwlben, rliu fnnkiionAll« AbhttDgigk«if vim dor Oeechwindig- 
liaft. vollkommen verboi^n gobl>ob*D wt. Dt^ttn BiatbvmkUBche 
Sßbwäcbi* Ten^hn*^t ßlM^rliHupt citn R^nir^who PhjNik aor. Eit 
T«rle<iht ihr sher di« AofiiU^lmig vinoj ««IbsULBdig^u R«&liUt 
mk die BerÜBgucg der V«rftndfinmg in d«r Mat«ne ein« Kig«n- 
iamlirKti'4>tt, die ober DxMTARm Ixinaas auf die V^rvnobe Mn* 
v«t«t, in dDT Kraft j^m« Kealitftt su v^rselbetiLiidig«!). Dieee 
ü«ai*igthnit^ dif> Bewegt) ngsonach^ sn sabeta&siaJieieren, «eigt 
ttch noch ibiifrjinind«<T in d^r RBaiiM «dgmtnmlichpn Auf- 
faimting d«r Ruli«. 

X>iG RaLa Ut nnoli RBOtre otwu doiebfttut FoKitiv»«; m 
»t doa VerbarreD ri«H Körper« an deiosolben Ort« Icrftl^ «iBcir 
ibra inhÄren^en H^mmanft (Kufflunen) : diese Hemmung 
iet pin^ Krftit^ welche ein Meh^ oder Minder der Wirkung be- 
utst, d4D KArp^ ftti seinen Ort za i«sf}elii.* St« kt von Gott 
diff JlftUfri^ in b^sümmt^m Grade eiiigopUsmzt imd n^rhurrt im 
K^rp«T, solange eie nicbi von einem RtArberen Bewegungn- 
hnp^oi aai;g»in9b«ii wird- Wenn di» ßMcbi<thtf fO g«ht du 
J^/hmm an' d^^m bowogUn ic den b«w«gMnd«n KOrpor äb«r. 
Dio Riib<! biMtxt dahOT ▼•mchi^dcne Gr^fiMK, wie die Bewegung, 
«hoe dftüf di«tto1ba clor Grö&6 d«H Körp«rä pro^iorÜon^ joi Min 
bt«aobu Ein IdeJnnror Kbrpar kum untor UmAlUkden eis» 
grCJMr« Kraft der Ruh« haben als ein grOi^oMr, bo daCt er 
«elbat YOD eiti&m gröberon nicht bawef;t werden kann. 

AJJerdings hatte Dkcartkk* dteee Siefatiing in der Anf- 
faMOAg der Koh» veranlnfst, hud^m ^ von Aintir gewi«mui 
Crafi de« RahoncLoD spncbt, in ««»inor R^üio an v<;rharrtn und 
der Bovegnng z\% widor«t4>hen ; ob^r or hatt« di«Ma Widefatand 
nur von der GrÖfie d^^H Kürjttrnt abhinj^ gemacht, 
rnra geht darin weiter. Indem er des Widerstand gege^ die 
Bewegung als cwe poeiüve Eraftr unabhängig von der Menge 
der lUterie, sobetanziatidien, ala eine fiemmuDg oder hoa Art 

' A.a.0.p,4< Pw ifthMTWtj joCTmocb iDtaUigo Tim m e^rpora tni U ot«^, 
fi» Qttil in rodmi looa, vel mftgis» vel minu ratinvUv. 
> iVw«. U. 4$. 



3 



RAumadliAtiou (tun «inttn modgmou Adfedruek n gobmncliMk, 
uluo Erfi&dting, did hhso hior «iti«ti olton Vorgftngcir smHffth 
«etact «r üch ii^ den Stand, «inOD vielfach ^»gi^^n DeecAHTB vor< 
gebr»ohteta Kinwäcd fu w]deT]e)i;en. Descakts^ batt« <B« 
KobigioD Allein aua d^ Buh« der Teilchen gegenaiiiftodcr ib- 
gekitot tmd bonnl« infolgedessen nicht erklären, warum e< 
aDt«r UxDfltftnden vo vieJ scbwifihger mij von einem rnhendet 
KOrp^r «in#n ToU abatntivniien, al» d^n ganzen KOrper in Bo- 
««f^ng vn ver)i«tx«n. DoNluüb Hat LBifiXtx ^piitor eemea 
tMiut f^H^ran» erfunden. BfianiB aagt, da diu Rubu «ia« 
fMwitive Kigeascbaft üt^ die Quanlitai bcoitx:, so kann & 
Jlnhe der Teilchen eines Körpers gegen* nnd unterainandtf 
^^foor «ein, al» dte Huhn 4^ ganzen KOrpere relativ zn den 
ihm b4iuiu?liban«n KArpcm;' mit andern Worten, die gegea- 
Mieige Kohaalon der Toilo kann gröfv^r «ain al« di« Adhiaioa 
d«« Kf^rpera an der Umgebung. Ein oinfaoher K&rper braadtt 
darum ntclii tiuieilb&r «n sein. Was jedoch cUaaiAn Gcdankiii 
von der Tersohiedenen Intensiut der Hub« so keiner weiteres 
Entwickehing kommen lllf«t, ist der Umstand, daife m Bioict 
oben&lls an jeder matb^matuchen Fes tfit^UungeinesqiiantiUtiveft 
Geaetsee hierbei fehlt. 

Xocb eine scheinbar nebooMchUoh« Bemerkung haben wir 
XU erwühnon, die aber «f^igt, wie die uarMimhci Theorie dar 
Mateaio «^ vrae wir wü^derholt rh b^tonon hatten — inuiMr 
wiedor rar KorpuakulartheoTio imd isur reiuonn Atomwtik anrtolt- 
drfingt. Atome und Tacuum gibt e« bai Eeoidö eh«naoir«nlg 
wie bei PvoAaiw. Dennooh aleht er sioh TerantafaC an aageo; 
.Obwohl die onmerklidien Partikeln d^r Materie für gewöhnlioU 
Tucbt tmleilbar ssu sein sobeinen, so kann aa doch einige gehen, 
vroloho otne «o groCso £tubo ihrer TotU bosit«on, daJa tn der 
Kalur koiDo Bow^gong axiitiert, durch dta «ie get«iJt werden 
k&nncn; und ilann ftind sie in der Tbat A tonte, d.h. dnreh 
dio Natur tmtoilbaro Partikeln."' Hierin liegt nach Esarce koin 
Widerapruch; ihre Teilo beeit«^ aie natürllob, wenn üe aiioh 
nioht wirklieh teilbar Aind. Das ist aber «llee, was die pbjü- 
kaKnfae Korpnakulartheorie bran<jht und waa Bch)ia£aliok Jed« 
plaroUacbe Theorie angibt. 



* FtdL 



M. p. ir - • A. a 0. ^ ?. 



AlinHdh v/W Tvinirs gfgi^ ßicaiD» in TItrecbt, tratoii ni 
Iffiiden in dnniNnltHm JiüiTn 1G47 din Tlmotognn Riivam xLtyi 
Tutoi.AXDnn gt-'gi^n Hvehebob» unO Juati ux RAitr and ivr^m 
cart«BtaDisi^b(t Neigi]iigt<u anf; DiNtuttrss konnte dnrch penCn- 
UobM ^ugr^ifea nnd liohen Eiofinlt den Sturm bc-«cbwicHttgon; 
mit tn^br ^rfolf; t-rltob »Ich \€i*2 PLEUHtf^ in T.Owi^ g^g<'V( 
DBüCAini:!^ Im Jahre 16A3 iBurdwi D»wr*»i'rw>' pluiosDpliisohe 
Viirk^, (binintm' ftnch seine Krld&mtig gogctn RtQtim, auf den 
Inditx grMrit.xtj lfirt7 di(* Krriirhtting riii*w Denkmals in Pftris 
verw^ij^rt, 16tiy diA onrtj^becb^ Lidir« tixtfi dom CoU^. r^yn/, 
1671 von dnr TTnii^mtlt ^ Pam, 1H75 von d*t zn Angvm 
VfirbannL Tu Pari« nrnfst« Perhri: RTLVAiK-Rßeis sjoin« cart«- 
Biftiiis<?bi>n Vork<siuig«u atif BefbbI Jt?» ErKbii>cbt>ftf unt^rbrecUirn 
und ^bielt erst nach 10 Jabren (1Ö90< mit Mufa« die Erlaubnis 
rar VerAffentbchung seines Sifsthw dt phOtMophw^ tmtvr dar 
Badingung, d^n ffamen Di»<;4iltx4 aas d^m TiU*l im tilgen» Die 
V^rfolgangflu d#»a Cart9«iauisrine wia anch dor ganacmdit^^ltpo 
Atomistik grtind^ton «ich auf tbf^lngiiccbi* MotivA und xwar 
battptafWliTtob auf dau B<fd<inkrn^ ditTs dio LMitu von di^ Etif^ba- 
riati« daroh di« cartosiKba SnbHtandcbn g«fUlirdct »nL D^nn 
v«nn diu kdrpctliebo Subatans in der Ansdebnimg besteht nnd 
«« Imina snbataniü^Itan Formen gibt, m Ut die V^rvandlnng 
von Brot und W^in cicbt Im Siüne d«« TranssubetaiuLiation»- 
dogiD&8 möglich, weil aicbalsdaiün iimterBeibehahiiingdciiOe^talt 
yon Brot nnd Wein die Substanz nicht in l^ib and Blat Cbristi 
verOadom kann,' 



* J^piBhar <U fkikiL, eontmaM ta toffiqwe. ia mieaphyrfCqw, Ja ^fhgt4t ti 
Pirii IMl Im folffcadon Jaliro vrMhicc eiao Am^abo in AmiE«nlan, 

t^rtt*^ »aCrNinftt ta Jayjfiw, ta milaphiftiquf, Ar j^yfl^w. rt ta nvraif. 

' Vgl, M«AE^rs ,4«rrikiioniM OfiBti'n. Ha^ CoRi IßßV T- TV. ^ 2 Vf^L tnch 
obcnüS. l9Cf — Hetat >ifft in i\cT 'Vnmrti pJUf, caHf«, IkttnMUdii t€80, p. 93 

Vu <in OrcifK^f« AuvJitliimiif- rna^af^Lt, kfiit K^por bt, «n ^it CblüÜ Leib 
akcftt 4oH, TU nr Jceid Amdabniutg nicht bMtttt-" In th« RalrgoH» dv 
ifcwloci'ch^n Phyilh cckürt ouch da« Audiwiig b ilcn Bndie: GiutaaTt ^a 
fanoopi, Pralfworü Umrdfrrieaoi Mtäulta jiijrhni^ pmtniü. irinicrnd IfliS, 
f. 168, wo «9 boi£it, im Boii^rnvii köaalc e« mlkicbl diwi» loef«a iUma 



Di« vergeh icKleD«ti Verstnch« der AulüiDgcr Dh^oabtbs' dudi 
künfttUcho Dmitnugon ilire Ph/aik mit licm KtrchniKlogmft ift 
Einklang su briiigeii, glaubi^n wir Qb^^rgeben »i diärfen, da w 
das Problem dar EorpuakularLheorie oielit tiefer )>erülir«a, 
Intmerhiti i^l der £imfla& nichl zn uatM^cbit&eo, welcher um 
dieeer 8t«1«ii Bttckaicbioakme diefB« mid die Ziehaug dti mecli»- 
niacbcik Eo&soquoniion s46rt- Aber ongcAchtet aller Aufeio- 
dcmgaii blübto der Cartcawiufmtu und verbreitete sieb ia isuiwr 
weJterrm Mafvc. 

ZUtt \vThnii^»tA Lelirbucfa der Phi^ftik, vrdch«« «ich aof 
dtiTobaus tftrMftische AnschauuDgtm stütxt1^ war dar TVaiAr^ A 
ph^8iqu4. * VOD Jaqvks iifuiACLT^lÖSO— IG7ÖK ^aAur.TsS'liwii^er* 
Taler Ci.kii?äLIjck (Hil4 — 1604), Schwager dea CarU^tanüt^ Chaxiit 
(der ak Geeandter in Schweden Do^cartea dort eiuitUirtu), stAnd 
aU oiner der eifrigsten Carte^iauer im MilteljmuklQ der 
FroTiode und Aidi&iiger des Philosophen. Das Lehrbueh 
BeiiAtLi^ Qt«i;hien zuer»t %\\ Pari« 1G71, wurdo 1674 dnrch 
Bombt iiut Lateinische ttbcr^oUt iQeu&vme 1074), and von 
AxTi-HKE LE OftAXi>, dijT die orato Übemetzung frir vietfach vor- 
ditrluT:! firl^llxtit, uiifH unue labeioiitr.h mit AnmerkungRn heraoi^ 
gegi-ben (f^ondini 1^2).* 

Ba^ Buch wJiT <<ii) hAlbns Jahrhund'^^ im Oi^bmnch dtn* 
SchutttUy* bis div tarteatscho Physik dun^h dio NvwT05Mohi> 
wrdrbigl wnrd^f welche Ci.arüi: in daa RouAtUTsrhA Lehrbuch 
durch seuie Anmerkungen eiasuschmuggeln wuJkte. lu «Ui>* 
gantpem Vortrage uud ohne sich auf feinere phtlDsophiMihe 
TJnti-nrhmdtingivn pin2ala«*t>n, weifs Ri>ii«ult^ aus dessen Vor* 
IvMingim in Paria dasi Biicih entband, die cartAMtache Phjsik 
begreiflich an machitD. Die Frage nach d«r Unt eilbar k<itt der 



fetm. wiD nicht «Uoftbu «twt van ciacia lUasc« InMkaliakca KUrp'' 
«fftilll iit. „vfil toMi dfiri ninhu iii, womit dif» Hohkavm« ikr E4«pcT ikr 
fleligfu «rfttll w«rd»u kömitcu. wie Ifu«, Hund imd Oliraa/ 

■ Ulf lUgt (X*r 5ai3|idruclc tmj irmf^ d« pAfi»fir fiar /«pN» ffiflamH 
(B putiMX lABtonUn 16Tä CSi^r U Cufie imprimAa k Pam) sa»» 4n latal- 
aiMh« Anifiafc«^ J^fvrBi Boniiri^n j^Ayni^ CiMifW ivHi'l, nrfiiniil ri nrimiaifi 

«Avito. Cuait, 9. T. P, Irngd. Bu. 17^9. 
& ^leCii «raA. IfiM. r tot. 



MAt^Mib crmfaeint ihm alri eino »i^khi^ dlo zu nichts nutxc i«t; 
Ansdelitiung, Teilbarkeit, Fi^ur und Und urcti drin ^licbkeit gfi- 
tkügfn aU die weseDtlicltcn Eiei.-t££cliatten der M^tene. » tat 
dftbiu goiiei^ d^n Uut^^rsclüed gegen ÄHisrorBi.Bit «la wenig 
erfaeblicb darKiistellcQ; ohne «icb zu »ebenen, der Autorit&t deo- 
selboo eat^egeiucatreten, weiC« ci- drxb von der Neuerung 
nb«c)ir«ok»Ddc Schlrfen xn TcnDcäcton. Die Anadehnnug ist 
Snbtfiftßz; di«» Bewegung iftt mcbt« Abnolnt««, «ondcm ein 
Accidcn« dri? K^rp<^nx, vroduroh dem Körper nicht« Hinxngefugfa 
wird, I)iv ßnifnn der Bewegung ist der Menge dor M&Lme 
and dex Getfchwindi^^lci-iL pKi]>ortional und orbiÜb aieli. Die 
£or|>BBkul«rtheoric isl <li(9 carteeiscLe. In der Äbleitnng der 
tiravitAtion aItIIcI er eich' atif den ihm Ton üdtgsxs mitg^ 
teilten Verbuch, dessen Da rttellung jedoch ron lelsi«reiD in der 
ToTTcd« so Dt eatcM ffratiMit niclit gonz gebilligt wurde 

Daifi <ik< Rnho riti pOKUivnr ^iislnnd tlrv KürjxTH Üb, findet 
«ich, obwohl tue aln von »elb^t. birbarri^nd botraclilet wird, bei 
BotiArLT ni<:hb be»öudcni heTvorgrho1>KU. Dage|j;en aei hier 
erwähnt, dafs Ionacb Gash» P^aDlBS, <ier b(*reit« bei tielegpu* 
btU dur ITiiduljiliün.il^ivorieu (k, II S, 340) au^feftlbrt worden 
iflt, di<e« Ei{-eiusi'Uan der Ruhe als eineu |io3Hiv«a Zuütaiid 
(nn ^tntf en baen tirie ^rtWtiee) be80Tidera betonL Ste ist der 
SuMtand, demsfiafolge der Kfirper imiiier dt^mf^elben Orte ent- 
apricht« so dale die Bewi'gung etiennogiit als Aufhörten der 
Bohe, wip die Rah« »Ih Aiifhf)n^ii der Howpgrmg 1>csdchiiot 
wrnVn künn. T>iir K^iqjrr hat nii^ht wnnigt'r vii thtin, wrintin 
Zantarid dtT Kuhn al» d*Tn drr ßrwegnng in jrdiin AiignaliUcke 
ait erlialtt^Ti.* 

Auf ilie Gecelueht«? des C^irlesinniainiiH Daher einzugehen* 
ist biet niehl mOglicti* Wir sielien aU CariesiaTier nur in B^ 
iracbt anfeer dem obengenauDtvn Rd9i«(1<t32 — l?OT), der erst in 

* JVfltftf äf pAy.- T H, PL I», IM. 

* ItJüAVfc Ojutttr:* P*»uj>A, Thtfour* J« motmmfnl toctj, A UlIftjelTlO. 

* JlvIUutiüi bcrtobicct dardbcr im pli.LlosopbUch<^n Inlcrvuc: BovikUK«, 
JM; dt U pkit Cart 1 fk &1 It Vgl andh I>>wii«:, £m4U f. fMrI. 
* b |M. T, IL — Kt9o FuTiriii. i?««rA. d ■. J^/ I, T, 3. Batvan, 
T. V. p. 355 t. 



J 



413 



ntOB' SSQB 



trtgn ßWr ftie i»rtnä3ti;lin rhtWnpltin hielt und eine Wider- 
legung <i«a AngrilTs voit HuKT auf DsMiftTEA Dchrieb,* nock 
JoiiAidK CLiUBKHä (\6l22^\(^), sulotst in I>iiisbui^, A'ie bfi^d« 
das rou T>E£OAirm offengel&swne Problem der Verbindotig dfc 
S^Ia mit d^m KCiper nach d«r RichUtDg zu 10»?n ^uchnti, daD 
din 8(w1» Diwar den KAr|HiT nirtht xii hAwngon, vnbl atinr iltn n 
dingier«n und, wio d^ Rtibtrhnr in ß^uciig niif diA Pfdrtli^ dia 

R^ra «tichtit iti si<üiiem urnfftugrciehan Werk« dero C«rteäft- 
nümit« witt(enKcbaft1icb«n und syitt«Riatiachdu Cb^rakter n 
geb^n^ Id d^^r Phvnik b^rrftcht der volle VediaDismiH, niul in 
allg«m«miiii der 4<iighte AubcLIilss sü DnM^AKTKK, den Ribiin nur 
ToriAf^ wo diÄ itt/wigch^n erfolgiJ*n Kntdi?<Tk[iDg^n die« ver- 
lansfin. Jodock flnd«ii wir nbpnill dax Rtnibon nacb mbv 
KJchArfiinm Sch^idnng d^r Rf^grlTTi^ oud di^n nuurbh tdoli bMroa- 
dfin 1>ai dnr Briw«giiiigv)nhr<i bKfni-rklirJi^ in wolohtn' DBflCjinTW 
VaraiiloMciing gognbt^ii haUft. diu Bukit alfl i?me poKiüvo KnUt 
ftufvufaaii^Ti. Muri smkl 'Iäh Bestn-bi-n. der tmklari*» VoMtelliing 
oi&tr poHitiv^n Uuht>i wkbi> REorts zur SabAUiT^sualuit^rrmg 
•olfior „Hemmung*^ gofabrt hattOj «inen mdobamaehoA Sina 
imt«nutegi'ii. K« ift dabei bescaichnend^ wie bier an Stelle dar 
aktuellen Bewegung überall scbon der DegriäT der bewegMidon 
Kr^ft vorkorrscht. Ktoi» ujit^ncheidet AfmtvmHnt farmrt nnä 
MoHt/nrn-nf rffiricnt odor Forte mournnU. In der Ruh« bt Bttr 
din i'nttcTe aufg«hobon, abi>r die« labxt^m bleibt btstttAhuD; mi 
Ut dif^aolbo KraCt, wtdcbö Ruh« und B«w«gutig vortiraaohi. 
B^r Unt^rsebiftd iat nur dor, da& roan bei der Bewegung dU 
Krafi im bewegUn Körper aolbst betmckl^t, clag«g«a bei dv 
Ruhe die Krftft in den Aufoere& EOrp«ro, welobo dw mhAadi« 
«mgeben. Daher tat in der Ruke so gut wie in der Bev«gttaK 
eine positive Kraft und Aktion TortiAnden,* E^ isit jnd^i xa 
utiteracheideiL Ewiachen der Rubo, welche etwa ein ätuiu in d« 
Maner beeitatc, ond ^^wischen der Rahe «ines Kmlma, der mit 
d<m>vlbeu Kraft von der Str5mnng abwlrte tmd von doSi Wind» 



* Cm» MlMT «ir pJUAxi. cle 1601. ^ 900 308, 



vtromsiiArärtA g<rtrii>l>i>n wird- Dioxo AuJfajc^niig d^ Bow^^ung 
■Im OlotchgevricbUxuiUnd «titgogeugoMUEt^r Krftftd «rfclut, 
vanuD die Carc^ianer derMiben einen |KMdtivvn Choraktor 
Btucljteib^D. Rfüsts v^rsuc^t fiou auch eiod taalli^niati«clift 
BMtimmmiß der liuhe ftU C*röfoe aiiAlog d«r B«w«guiig«grdf0e, 
«bor faierb«! s^igt sKh. gerado aoch das Ucanmoh^nde der 
BiK^hatiigcbftn B^gTifiTo. Di« GröfM dar Bevegiuif; wird 
dtftlniirrt als Produkt atw dor Grdfao doH Korppr« und «wn«r 
Owchwindigk^it; di» GröfM« d^r Ruhtf, w^Jchd von d«r 
Sohvoru abliangt, uU Produkt uuit dör Or^Geo dci$ Kdq>6n 
n&d aciiwiD lidwit^ht. Di«« p:ilt jt^oüh, vid Eftora 1iorv*ör- 
b«bi, nur von der Bub^ eines K5rpars in jenem ertUn Sinn«, 
«ofern sw von der Schwer»? ablLüngc; di^ Rübe aie Gleioh- 
g^wichtssuetand bt^aiut keine b^etimmbare Quantität, -|WeiI 
ihre gdtixe Natur wie in einom nn^^Hbaren Punkte beet^bt', 
indem «i« durcb di? g^riugiti> Kruil, di« von irgend einer 
$4Uto tnohr hinimkommt, aittgohcb<^ti wird.^ 

Die Cf««utzo d«r Ziuüuumeuit-.txitiig der Beu-e^ngen, jna- 
besondere dM Stoffe«, gibt H&tI^ iu bericbtigur Weide ul 
DcAbdlb bat auch Cl^bki: bä soiner ueoen Aangabe der 
BoHAiLTAolitjQ Pbyaik L8.S,-lll>Anm. 1) dioeeOcMtse dem Werke 
von Eftai^p auf das orsioti abi*rtiaupt bäuGg bezieht, entnommc-n.* 

Ct.ArsfitiG machte dorcli eine ß<ihe von Schrillen die 
cartesiauisobe Philosophie besonders eobulgerecbt ti^e Phjffka 
eemUraett gibt den Inhalt der cartf^iAchcn Phyink in konsea 
Sfttzen «ynte^natiach g>>ordn€t- Lu di-n J}i$ftuUi*o%r» phgstcaA 
crliintert und verteidigt ^v einzelne >Vagi>n der Phyi*ik und 
lii^ert in dvr Pttra/tkra/tu in ItnutU dcx Curtea 3ifttUati^>nvi de 
prtm<i fh'hso^ha cino aiufübrlicbtt UinMchrolbniig mid Erklürung 
dar carteeiMhen Q^dankeu iin «ti«ugen Anachluit) un deo 
Urbober. Zu den Prinnpwn hat er kur«e Noten veroffenüieht 
«nd eine VcHciiiif^nug Dki^caiktk«* gt^^^n Jacod Hsvit« und 
CTitJAOtis Xj>:vTi;j.tK g<^&cbhi>ben.^ 

In der l'hjjttk weicht CLACBkno nicht von DB^AUffia ab; 
nur bringt ec difi «obaJmÄr»tgc DantoUting mit üoh, dafs die 

■ A ». 0, r 3S0 ' ' R04ui'i.Ti i'fc^^K« ti'J*4. p, 19 

* Alk ili-' liier enriliaUa duhri&(M> %tt^ ■ulIiHJtaa in J(>ii. CueButon 
i)fmu vmma ^.ttiimbphta, vorm Jvtt. l'Mfva. S<:s^ij«iwiDt. Aa'1^ IfieiL IK« 
Plppfiat wittnuin oncbics »«raS 16^ 




jM 



LvninHj. 



Snfi«. 



b4isltx&mung4Mi oucb %ieh lüobt und dalier mitunter hd «Üb Art 
«rinnort, n-i« ijio Physik de« Avikti»tiim7 bebandeH wnrd«. 
Obwohl eich Claiükko dftß«goci venmhTt,' kuin in«i Mioh do«li 
dam EiiiTlnit'k aicht vei-^f>)tL]ellMnf dafa nur DKS'-iKTK'i an 8t«ll« 
d^ ÄKiT*TuTiELK4i gf-^treten üt; «ino inutlKfnmlii^ÜKf ulW imijiiruirlN 
ErfoTecbnnß d^r Er«diftmting&zi MtlbA im Sinn« vicBonschaft- 
Uober Physik fioclot nicht »tatt nnd in clmar Hinsaht aoeli 
fcoine F6rdrirung dctii Körp«rpTCbleinv, Als die drei GruDdg^ 
9et«« dor Nutnr nUllt Ci^tiBHito folgende auf: L J^doa 0tiig 
T^hmiTt in winem Statas der Buhe od«r Bewegung. ^. Jede 
Bewegung tat ab sioh geradlinig, B. Ein Körper, der eineoi 
andren starkem begegnet^ verliert nicht« von letfimr Bawogung, 
einem weniger starken gegenüber verliert er*o viel, ai« or Ober- 
trigt.* Der Sat» von der Oleichh^iit iler Wirkung nnd O^geiw 
Wirkung ütt ilI«c> noeb nidit erkannt. 

In Bexng auf thtt BegriiT der Hohe konnten vir b«t 
Ct.Ai'iutia (lio Auffocarung deraolben als poeiÜTe GrO£}e nicbl 
koni<tati«ri>nf obwohl er »6 der Bowegnng als gleichbarecbugt 
gcgeuribomiUlt, wi« Edt^ntischett uud \>r£chiedenw, Unverftodev 
licboft nud Vunn<WUohe».' Euhe lei eo wonig iüraHo dar 
Bewegung, wie Bewegung I\'ii^lio der ßnhe. Sie iit dnr 
«nogatiTo" Widerstand und hat QuantitAt, welche in goviuer 
AVciae der Auedehnung des ruh«>ndoti Kdrperv ent^pnobt.* 

Üagogcn ßudoii wir die KE^ic^Kch^ Anffauuug der Rulw 
wieder in einom kloiiteu Komp<jtidiuui von Jeu. HJCsratcoa 
SvtCERrA, der di^ cartcijnMshe Physik mit den ansioteliechen 
Kuniftautfdrilckeu zu verbvümen auoht.^ U alerte und Form 
werden altf Beritinunungen cur üutereoheidung der Arten, alio 
mehr iua logbcheti Sinne, xageUeflen-' Die Ferm iet da« 



■ pjurrti p. m. nmi. lü- 

* lAJ^idjuMAi pkyt, DUp. le, |> 103. r> 91 T« iie. Dl 9f ^ tiL 

* A.B. u. p. 8 n, aui. p ti n. nt^ 

o^anwAi«. A^K«^ t»t >il aitsoin thiletopkia Obubetpuia in Thn«fiinnli tl 
Axiomota «aocmctc tlif««*«. BMälse 163üi 
< A a 0. p. 11 



StncKK- Ctrt«wta«r, 



416 



LÖTp*r Tiii-bt in Bezug auf 4as Sein Dbtrltftuptf 

lOuitAm in Rexiig auf tlKs bestimmte KirizeUein,' Dio Htihft 

it dor Bew€gQtig «ntfirfig^tigefiatst^ «ie ist «twas Positivem wie 

Ai& B^wegtmgj hftl v^r^chi^dt^ne Grßfte irnd halt die boDAch- 

Wtvn Körperteilchen zusammen. Sie verSndeirt die Bewegung 

ood bewirkt H^flexioD, wpnn sie starker i*t ala die Bewegung. 

TH« Roilexion ist nicht eine neue Bewegung, sondern eine 

Ufftmina/iii der Bewegung,* Der Wideret-atui der Rulie beiJkt 

dagegi^u Tiegtt!i\v I>ie vier amto teils c:heii Elemente bestreu 

>e« d«Q drei cKn^ii^ctioii." 

Xoeli niOgeti aJs Cartesian^r genaiuit werden der Thwloge 
HiLTiu^AR BekkjiB [1634 — IG^i^L der in «einer „Bezanberteb 
Wfh* (De iftoter^f ^vrr^W, L^euwardon löiiOj mit grofaör Ener- 
gie »tw CÄrtesisehen OnindsätÄen den Hcrenglfltiben bekftnipfte, 
^UtU«A3rDit£AK(]6l4 — ^li}T4/. der Lehrer CLAUBEUds^ endlich A^EX, 
Wki n8Q5-^171!4> und HrBCHGic m Voldgb {1^)4^—1709)/ der 
Hftruuegcber der Ojjci^i posthama von HuvOEXs (1T03), wekdier 
OöCiRTEs gegoii HCKT verteidigte-'' In Beeng auf die Physik 
fltiriea wir bei diesen Mäniieiii keine tur die Entwiukelung dar 
Eurpuakular^tiiloTfophie im ^pezieUen in Betracht kcmmenden 
l^lduik^D; aber ßie wirken fhirch ihre Kit-htung überhaupt fiir 
Hl AoabivitiiHg der mcchaniBch^n Auffassung d&r Natur. 
^HDie korpufkuUre Aufrasmiiig dt*r Kftterie wird als ein dsr 
^uicliftuiiDg genelimc^ Mittel »ur Ülrldäninp; acceptiort. Uio 
jAutohliornun^ dof^ VAi-iLnmä und der Atome hat sichtlich dor 
nrUn«ch«D Koipuskularthoorie di« Verbr«itiing w6«cntiiob 
^ai«icht«rt. weil sie geatiittete, die tieforen Fritgen nftcb dem 
TOblem dee Körper« aufser acht zu lassen tmd eine obt^rHach^ 
SAc' HypotheHenbüdung begünstigte, die freüiüh die Korpuä- 
'iuljirphysik ihrem Verfall entgegenfahrte. 



I 



3, Oordemof. 



Infolge der ursprün glichen Unsicherheit der Substansbe- 
timmimg durch DcscAara^ erwies sich ala wundester Punkt 



.' X. «. V p B, - " K.% Ü |>- *5-48 — - A. 4, O. p 72. 

Bai- 1^1 
■ JSrrroM^'oM» iiniiicMtOür clo. Amil. Iti9&. Vgl S. 43Qh 




410 



OoivavoT* D*r OegMiQfiftljMBi 



isncl Körper. Die Ton ihm voUftogonc Tronunns der denkend« 
und «ujE^dühnteti Sitb5LMrx batt« vt dur<>h diö AnnAbmc* eiDcr 
bc^ondorftn aiLbeUumelltiu VercimconK demottbcn im U^necliaa 
verßablioU auBeagUiohen versucbt. Dxq WoGlisi>lnirkQD£ d«r 
Qnr&umlioh«!! und doob in der ^irbeMrOdd tokolintnrtdo SooU 
mit dem Körpor konnte achon bei Dih<cARTXfl tic1b«t nnr ditrek 
dfn liinxnintt göttlicher KitiwirkuDg gc«chf*h(»i' Vöq dicam 
Qcdftnkea D*hcwn die «elb»tdudi^ron DcDk<;r acinor S«luili 
den Aangnngetpnnkt, nm die unter dem Kamen dceOc«As:on&JütD«i 
boknnnto Ldrfuni? deti Problems dahin £u gobciii daSs b«i jed«« 
dnxelnon AVülensokt und bei jeder einzoUien Dewcn^une aui 
annutt^lbun» Kin^rtüfen üottoe stattfindet. Der erste, vrlvki 
diese Anftih^sutig vertrat, war GKRAti» db CenDuioY (t 1^64), 
der br^reits im Jührv 30f)fe flomon Fr(innden, untCT ihnio 
nB LA FoRaE, i;rii>derhQU ^01:11; Aiuiolii mitlollt«. bitvor er »* 
(166^) in Minen Di99fri<UioHa phih^^pkiqMB verdäTenüiobieu' N^ek 
CoBDKuoT* beätehL dad Wceen der Subetansen darin» dab b»« 
v5Uig voQ(iDaTider utj&bhilngij; eind^ sie kennen dahor in koao** 
Weise aafeiiiandc;r einwirken. Demnach wäre Bewegung tiT*^ 
fforoit Verücdf^nmjc überhaupt nicht möglich, wenn nichi dor^' 
eine vennittdude Snbstauz, durch Üottp bei jeder G ^ 
lefienheit die Dberein^timmung de« Willens nsd der 
we£;itng unmittelbar veronlaist würde.* Dirito oocaaioiiftlintiMb^ 
Lösung dos l^roblcma etckt mit der Tbf^oije der äUterit^ 
engster Vor bind ting, weil düe di« Erörteroni; über die UO^Uch 
keit dcrr MiltrdLuDg der Bewfpiti^ überhaujit vorMw^tdci. Jed^ 
nchere und bestimmte J-'^aesung dee Begriße dor &ib9Uns %U 
des für sich Bestehenden mu& ecboD an der WcehMlvirkung 
der Kurper Anstola nehmen. Denn wenn die körpcrlicb» 
SubsUuix eine einsige ist und kcinrrlci Kinwirkun^ erf&bntn 
kuin, so bleibt es unvcrvtindhcb, wie die Xnüividualion d«r 



■ VfTl T.ITV*- dnaiG. Air Gataü 4ia Ovvm'flMii'Miw. Ar«k. C Q«mL & 

rhU. 1689. i a U. 

* übu die «nUprerhtod« Vn^rtNcliuEff der ßrtti-irinm il«roli OqU M 




r^inDFunv- Du F^bW i« lUUrk. 



Gokl man von i:mor maomg&ltig boweg^Uu k^rprrlicher 
SnbMatuE aa». yrit^ DiecARtES, so hat tnfto ebou k«men kkrcr 
Svbeta&isbefcriär, «ondorn man hai da« Di^nkmittel d«r Wwliwsl* 
w'trhjmg bereite nnb in doii ß^gritT nufgcnommeHH Ks fehlt 
•Isdatm in dKeet in dich xorvphtffiri<]n Suhntanz im der Ein* 
hei^vflchodcnvorbfUkdonen Teilen ibroa 9al>^Anrii^IcnC1i&r4kter 
jcumntürt. Uahcr führt diese ÜWHejrnug sq d©r Aiuahm« 
tiner Vi«lh«it tii^ppjnglichcr k6ri>erhchtT Bubstaiizeu tmd so* 
mit surfick za ÖAf<ft«XDi. Hier ab«r «ockt du Pi:oblera wicdrr 
ftu der Bcgnindung der Wechsolwirlnuig dieser Sabetancem. 
«c der Möglichkeit der B^wcgitcgaw^rmtUf^linig, Dm ist der 
Wo(-, ttiif solchem wir OonDKMov bf^rgriffon «eheD- 

Die&tr BcKftrhinnige Mann dtirch:(chiut4? du^ Scbw&«be in 
lier Theorie der Meierte DcR^AitrüB^ und vorMichUs dicsolbe zk\ 
yfvheme/n^ tun dasSyet^m des MeijilerST ilem er in den «igrnÜirh 
pliynkaliscben liVa^Eon Iren anlüng, in »eineo UmndlageD mög* 
liehet s« «tirken- Und dÜes geschieht durch den Obergang xnr 
Atomutit* 

DBacABTKS hatt« iielbflt, tun die Bcwcghchkeit Minor sub- 
tilen Materie ku «nn&glichcni von cöncr rrndlosüD Teilung dea- 
melbcn ffpnKheD möHeo, welche eiwaa Unbogretf hchea enthalt«.' 
An dieaem Fortgang in« Unendliche und dem mit oder ohne 
Villm anftgvj>rrrEi1en Qe^Änduis der Dnbegreiflicbkeit nimmt 
Coni>KUOT ÄnsfcofA. Anch wQrde fin:er Auüechterbaltnng der 
caxLeeincheu Hypothek die IndividtiaUtäL einen mbend^u Ki^rpom 
äcli nicht fäsbsteüeu lauften, da der Körper mit den ihn be- 
rflhrenden Eins wird, während andr^rscit« im Veilnuf der fort- 
wAbrenden Voründenmgen an d«n Grenzen v^n einer Daun' 
deo Kftrpont nicht gesprochen werden kann.^ CoBnmoT wiU 
daher nnU;r Mat^rin ^ivar din >innlkh wahrnebmbareB Masaen 
Tantrbnit imd ihr da:« Prädikat der Quantit^St susprecheu: 
der Kdrper ala aoloher aber mufa als einfache Substanz uti- 

|k 9. Vgl. bii»nx, S^fVUmf imw ft M dt la nain» otc. (1496), dvalscb ton 
A. Qjutt. LtfipcüfE' $ Ö. - J>>n. OiutT- Srvuit i^iyn^^ «tcdtro, Korimb- 1697. 
J ^ 36 E, p^ iSii 1 — BorruiNft I p. 5i24. — Diwitti» II p. 111. 

* L Duo. Be» torpi H dt la maiiht, p 7. 8^ 



^ 



418 



CoBosKOt lULMiB, it^mm, FbMa. 



ieilbAT &eiu4 also koino Grdfoc, sondern nur Ausdöbnqnf 
b«sits4u- UntfiT K^rpom vcmtdit er dajicr luobt« ondros alt 
Atome, aoflgedoh&t« ÖobvtAnMEi. IH sie eüie Tii^lhoit d«r- 
«t«Il9Q, muf» die Anndchnung emu jcdftD bogKraut edn; dm* 
Qrttnzc hoiAt Figur. Dko« Pif;:UT gehört snr äabstoiu. du 
dtth^r nicht teilbar nein kaun, »oudera wegen der UnTer- 
Kuderhulikett Ihrer (icMall Jeden andren Körper von aich aitt- 
achüvlfit; die««< KigöikBchaü h«ii«i Undorchdi-ineliobkcit. D«r 
Orb <lo lien) ist die Beziehung, vejohe die Körper dorob ihie 
Loge m einander hAben- Wenn dir^o Be£i<;hnti^ «ich Anden« 
smd die Körper in iJcwe^ing, wenn »ie beliarrt, »o sind w 
in Hohe. £^0 einzelner solcher Kdrper hni&t ein Teil dar 
JiA'tene, mehrere tmler »ich verunt und von de» übrigen g^ 
eoaderl bciracblet bilden eine Portion {porHöHt Molekeln, nno 
grfilbere Aiteammlnng von Teilen odor Jiolekeln ohne gegenseitige 
Kobäaicn einen Hauten Oof^). Wenn 8te untereinander gleiien 
und iD beelftndiifer Bewegung sind, bilden die Teil« eine 
Fliteeigki^it^ boi keiner oder «o geringer Bewegung, dafa aie 
nieht kicht getrennt kreiden, eine ^faeffc* Sm die Ifaterie ist 
mnlicb wahrnehmbar und tcJIbnr, die Euqier jedot:b uiubt. 
Weil wir die Uaterie ab t^iilbar kennen, ist der ItrLum eoi* 
fttandon, djtfs «tllco Ausgedehnte teilbar aei,' wihreod Tielniehr 
umgekffbrt die Maiiür nur durum iinxgi^ohnt ixt, vei] iie Atn 
au Mcb ausgedehnten KOrpum beeticht, und nur durum trillw, 
weil aie nictit eine eiusige, itondem eine Vi»1buit Ton 6ub>taiiM«n 
dai'stcUl, welche getrennt i?KisLL«ri-n nnd MOmil vonvitiAndpr 
tieunbar sind. Die Gr&ifle der MaU*rie liäugt uur ymx der 
gri^fscrren oder geringerei) Ansah! von lxOr|HTm (KoqiuakiilD) 
ab, die sie entlUÜt^' 

Zwijtrbeu dm zu llaufru, FlflBsigkeiteii und Kaa^uu xu- 
•«mmi^ug&M*ut4*iL Kör|H'ni nimmt Coiu»kii<>v Zwifchetiriiuini' an, 
woJche. sofern vie luchtbar sutd^ Oftnge (trone), sofern sie mit 
d(-iii Äugt? i;ii-bt wahnn^liDilwr ^iiirf, Ptirr'n i'ptireK, hr^fsen, Ka 
ibi uidiL iiuL wendig, diu« ilieHi^biui KÜuiUii^il) mit auilfirn ROrperm 
erf&itt aind. Sie sind unt oiehl Bubatana und habau initcAn. 
kniue waLiv Au^debnuuj;;, «oiideni aind uiL-bta, d. h. rninn 
Untii vrif Lage ud^r Eutferuung, welche deu ^rpem nur 

I ' a. Ä tt. p, ^ i * A, «. o ^ a, 4. - • 4. t, u ^ i£ 




OonticjiOT: Dio Wooludwlrlnuiff d«r Atodoc, 

mD« Besi^htmgeu kmsiifOfOn« Sie haben die BedenLong, d&T» 
Kdrpor von vabrer Aiiad«lmuQ|t ^^ch daaelbat befinden kennen, 
nicht aber, dal^ me «ich et^u daselbst betinden.' Bie erat« 
UaU^rie ÜMOAKTt»' kann nimm^bi dcfim«irt werden als die An- 
bftnfiuig der E^er (Atomo), dio «weit« «la die AnKüufuBj; 
g)eicb*rtigcr I'otticmcn (McJekoInX die dhtio oJf die An- 
biofuDg --»olclior Molokeln, vehbe ftitö d*ir Verbindung Ton 
Uolekeln vertcbiedener Art ent«i1&iidcii :iiiid.^ 

Mit dieeer Auiloenins der älfttetie in mbfltanzicUe Atome 
stallt Cou»EMt>v infolge? der Koi:j)«quen£ des Subütan^gedankens 
wieder vor dem vouOAt^BNDi vür^ellieii in Angriil'geuommeiiQn 
Problem der WcckaelvirkiiDg, und hier bietet sich ihm kein 
andrer Ausweg als derjenige vermittels des p^ipetueU durch 
Gott bewirkten Wunder», dem er mit dem Anedruck der 
occa^oDcUon Ursachen eine Art wiasenscb&ftlicLen tiewandea 
tm geben vrÄCx. Die iriecbnniüche NtitnritrklÄning will i^r streng 
-aafrocbt trrhalten. F^s »»11 ki?ti;e Veriiidonuig in der Xatiir 
goboD, die uich^ auf rÄiitalidiU D«;vregniig sich xm'uokiUhrijtL 
lieise.* Die feine Materie istb innerhalb der Natur die ver- 
miUfilaiJe llrMadiJ^, wi<)che allii Bt^wb^iug erhalt und Qbertrtigt,* 
die »ie von Gitit bt^liümmtfu Iml<. Abi«r diese Übertragung i«i 
nkiht weniger unerklärlicli wie der nni|iruug; anich sie er- 
fordert djw ü 11 Rusge setzte tiingreifv^ii <1ottes> l>er KMr|i<M' ktinnte 
saht wohl elä StibfttacK erhalten bli^Jben, und doch «eino Be- 
waffimg verlieren.^ Va« sie erh&lt nnd tinttt^ilti kann daher 
krin "Kfitjtt'T u?in, fn maCx nSn OniKt müh; ab«r aiK^h tiir.ht rin 
«ftidltchur Otiüit; vrir wiHüitn von Ltut^nn t^tgeurn Kiirjiur, wiia 
vinla Bna'ngtingnti, z. B, dr.H Hrrxeuti, durAtimiug etc. vtf gibL 
dte wir uiJlkürlifib wed^r tniter brechen uooh erxeiigon künneu, 
Rt muß) also ein imendlicbt-r Gej§t sein, der dte Bow^^gung 
bewirkt. Not Gott ist imstande, dio W^^clL-^elwirkimg der Snb- 
Manzen %n ortnöglichen, sowohl der denkenden nnd ntasg^ 
d<'T ^1 U d>»r aiLvgttdvluit^n iinU-minumb'r. Msui »ig- daln^r 
j>li!i 1^ snb richtigiTj diif« d»r Kilrjurr iinKt. von, jumdnrn 



' A. •, II, p. 13. 14. - • A. >, 0, [k U. l& 

' 7- l*iw. litt MounfKr^^ *f fin rrp^t, P- *?- 




i 



4S0 



CouMEyftT: ludmtnvc "^^ KiaBah. 



dnrr.li rinn Kfiqx^ buvrr^ wird. Bici BfirAKmitg flnr Kflrpnr 
wt ilin Otildgv^nht-it, bei wctlfiliirp *«n vwtiitrr Krtrfinr rlnrok 
di» UniAiib«, wt-Iolie d«n kt-mLuu bnwHjjtr, nbnijfnllK Ui*-ngi< win!, 
ubd mmn soll sie niclit ftlr ilie nrsaohe anftebea,' 

Wir *ah©n hier, wie die t^nbegreinichfeeil der Wectiset* 
virkun^ tl«r Atome rUsu zw'ingt», »uf da^ nmnittelbare Ein- 
greifen 6ott«s sa rokumernoi ; dies iet der Ortmd, wanim 
LKiKjtftx von <1f»r Atomütik hntiAtiptot^^ d&lk m ein nndiug«^ 
«etKte« Wimd#»r in AnMpnicK nA11rm^ Wer riiö Mirt«i1img dw 
B«iregung ftnderM bcgrirsriju will «In dtrroK mn GomtSE, dM setD» 
Realitftt in «im^m b<woii<lftroi] IVnkmitt4tl hMitxt, «t«ht bt«r vor 
d«iD HtlHfil. Der 1cou!«iM|u<'nUf Merf^hnniumcM «oblAgt in da« 
konMqoei^te Wunder um. Wi^u dicMir« Aa^wngM aiiA dno 
Düeicins. der Wech^elwirlctmg der SubvtADflttn lLttb«n wir 
Oo&HKunv in die R^ihe derjenigeu Cart^aianer eo s^ts«n^ wnlcb« 
ftir Äoflö^iing tii^r mechKni^cbeu >'acuniafCusimg beitragon. 
Dfls Problem d«r BowpgQDg, nm w«Ichefi es fiiob oaiunehr 
handelt, wird dtircb ihn nicbt gAfbrdvrt. Dagegen maJ^ tDan 
anftfUf^nnan, daAi «r drtn Bogriff« di-r kdrporlichocL Snlwtttiis, 
ofTeubar unter dorn £iEillu««o GjUiskkdiii, «inon viel ad&qnatan*u 
Ausdruck gibt al« DcBCABTKa. Ea i*t dor mnaig^» Wog, welcb«^ 
SU ciliar b«fyiedigeuden LOiong de* Körporproblcnnta fiibrt, da& 
man nicht von der Hat«rie, sondern von d«m Eiiur«Ik4r|Mr 
ausgeht. UtMi di«« thut Cordeuot. Subdtaru; ist dar Einäol- 
kOvper, daa Atom; die Materie ist ersi die Gcaufttheit dir 
AtOR3#. Dio an VQTTD eidlichen Schwieriglceitda der FltildiliU- 
tbeorio aicd damit «rliKÜgt. E« ist kein Zweifel, dafs dies« 
Fa«*ung der Einseltnbitanx von wefientlicheni Eii^uf^ auf die 
E&itt«htmg dei LBnsnuicben Uonadenbegriflfe war. Auch ecboft 
dio fohlethafte TercjTiickuug dur BcgHffiR dea Einfaclion oul 
dorn der SabetatiE findet doh bei Cobdbuot, Man d^rf dfther 
diesem Manne wohl eine grO&ere B«a€hbQii^ RttbilUgen, ale er 
bisher gefänden sq h»beD BcheiDt. 

Co&i>Baer ist ein beseiohnondofl BM^piet fGr die for^ 
wihren de Wechsel Wirkung, in wdloher die Theorie derMalerie 
mit den metaphyaiachen Fragen etebt. und aedne Lehre seijct 
aoifl neae, wie zwar im Gninde Ober Atomistik oder Flaiditau- 



CbRSUäy. GeriiMnc VuiosAKcn»:. 



421 



I 



lutoresK« ifBt^»ah<tid«tf ftbcr goradu durum der Zustsod d«r 
PhTuk, wt^lcliur ülj«r dlo V«rwtfiLdl>Arkoit dor eiiuolnAn Tboorien 
urteilt, ein bi^BiJudig wlrkM^mos GarungitLiiU«! für den meio^ 
piiyiiBcii^rn ProzeJ^ bildet. Hier seh^ti wir lus dtir Bcinigong 
d^ffStibr:anab^i;rit1^ddiiAto[aiBmasbervorß^lit*uuiidDESCABTBB* 
fotne Mft'.'.-ho^ ili« znigcU^n atomit tischen und KluiditAtsprinziplAn. 
«hwtnkt, in AiiWtatixidlle EinhditoiL acfgi^to^. I>er sweit« 
HfluplvortriÄor di>fi Occasionali«niu« — ««nn wir von Geclikcx 
ab^vhen, der für unt von kciaicr woiUrron Bodontung ifit ' — 
s«igt gerado dun nmgeiehrtc Bild. Boi MAi.>:RUAX(:jiif wirken 
mi^uphyBische Id^n »uf die cartn3c-Hcht> Pliynl; dorartig din> 
d&Tfl «19 i& FlutditatethKfrJo umsoblägt. 



4. ICalebrancho. 

du «igi^ntllclw imd rinxigr Prinzip dcx 3i?iiis und Krkcnncns 
«pj, bviiutixIjA f^tr da^>« gniiri« ViUnlAitnr die W«>rt1n>iigkrit dvr 
Physik. Nim »bur war dir hfnr-bL der Nahin-rWi^nnlni» riii^ 
Thftljiiftcbrt gowordi'ii, mit wi*Iubrr gnrf?ojjTirt w*»rrli?u mnCjttn. 
Di« Wabniug j«naTK aiigiiHliiii seinen nriifidgt.*dftiiki*jis uuCer^leioli- 
ccitlg*r Annrlc«imtitig und FfirdertiBg des NaiiuvrV&nnens «r- 



«M Tin dpT GvlerädMu »ufwir durtli Jj« Lrbn% daCb cU« Btwtfruof Dur 
diM«k OoU nälgvtcilt w«vd«ii Iluiu, tlur^fa ^iitig« fart ir*<"i^t* üaklfttli«it#n 

«uf di« UM»üflic^dt der Bpwo^Udg diircb «in? r-ndkicbr llBcht iti 
whTwCwa Bcwfuac di:ttalcrt er da c9ru«iK/w ncntiticra/^uc rAVlnnCMt <rw<£av 
<f. 41). ^Kin «□[! dutflbo kaiui togloich nhtn und bowagt «crrlni,'* 
EEi'ktiriiJki der Btweifunir festcöot bl (fl 87% 1W Jü^^nicr ktns 
fOD tiMta G9'M bcwüf^t wtnivn. der floün«, vi« (In^ i^OicdtMht, Ut 
i'f dt vcdfr Wiilc nucb liitelliL'uL Bcfwv|piuj£ Lit^urbriiifeii h£v;iic& 
107}, 2t Bcwcgotg g«hört «cuo aocDdliobn Kraft, «a^tn d^s Wider- 
•uad«n dift ii:)p7)iUidi TbeWo TeUe dei KürptriH J«lit-r kmm iiui Cott die 
BvvttgnfE bBTTüibrioBra Cp^ lU-liaj. Dm Mit dor BqT«<ffDD|E hio^ jim 
m« OMt «b (p. 1I!S). bUibf ftbfrr tri dor W^rh ^liaTl^n fp. 133)» cbtuo «r» £o 
T«rk»dcQa Rohe (p. 13C). Auch d^t KrrrRcnir dor StDMi«mpGQdiu«*n kn 
OtfhgvilWtil der ßtfwriran^ dM Körper« kEiift von QoU ab fp. IdT), 



428 



MaIhH^uvcio:: Dia Urwclic der 



laögUobt« Hcli UU0 d^rselbon U&bostinuntbeit iit>a cftrtcÜBcli«! 
SutMUnzb&griffs. «ekhcr Ooupkuot zxim fttomidtiscboik Occasio- 
n^iamu flUirt«T dagegen den P&tvr AlAL&ULANCiiissa einer gtut 
»oalog^n An? bil dring des HTibfftaaslM^gtiffii, wi« ih& Smvcca 
ftofst^Ut«. NicoLR Malxbiuvciji: (la'fö— 17I&) wat schon rrflth 
s«ätäg (1661 ;< in den vom Kardinal Bebullr. d^m Frimnil« 
DtfCARTEa*, gegründeten Ordni der „Kongregfttion 6tT Vit«" 
TOm Oralorinm Ji*sn" «ingictrcton, in wekhein vom Stand- 
ponktfl AuoirsriNB aus die wiaeienacbAiUicbe Ansbildang der 
Kirchenlehr« erstrebt i^ordo. Aid er spUar {1GG4} die ottrt«- 
BiBclie Philc^optiio k«DQea lernte, bot aich dem sdiariaiituigeD 
U4une die Oclc^f^nbcit. dos ikeclogiflcho Intere^e mit der 
mechanischen Nuturlchro im vcrbindon, wodar<ib xwar Üuit- 
•ioblioh die letztere aafgcbobon vnrde, dennoch nber in ibrodi 
praktiecheu Werte fUr die Physik besbehen bicabcn konnte. 
Diettt-s Verbin diingvglird bei drr OccMonoUfmiu dar, Nor 
legte MALEPHAifciiE da» Hnuptgowtcht uielit nnf die TTntentuchtmg 
dea äubalanzbegriffef sondern atif ^lie Zhlittetlung und ErholUmg 
dar Bewegnngf uud der Kunstgritf bestand darin, die EUUür- 
liute Uraaobe d« Htofaefl der KJSrper anfsufiiMen als »Qelegeii» 
heEil^nraoche^. Aucli uacb DfincAKHU stammte ja alln Bifwr^ 
gong von Oott> es kam nur darauT an, alle bewegende Kntfl 
unmittelbar oof Ogtt zurüekrufuliren, alle vermit4elnden KriAo 
in d^r Kator als üheidnisch^ amKiieehbersitn, MALncKAficatt 
betont <laher noc:)i auiad nick) icher als CoHDKKOYf ä^Cti jwle B^ 
«egung der Kdrpur, jmle VerÄndommg ibrar Bewrgimg, na- 
mittellar durch den Willen OotL« g«ecabinbt. Di*: nminrlioban 
TJrsacbtiii sin<l kein» n:*el]üu ITmatiben, tiuiKlem mir dia g^d»- 
gentlicJien, bei dt?uea Octt gtfrade tu dieser und könerandmi 
Weise die Bewegung des KOrpen wilL Gotl will die Ge&4»t«fl 
der Bewegungen, nnd eo ftnden sie statt. In den K^Srpeni 
««Ibst liegen keine Kräfte und keine ttnucbeu sn Voiandenm- 
gen^ die Rfirper wirken weder aufeiuauder, noch auf die Oräter* 
T)amit iKt nun freilüdi din KniuuitiUlt, din ßidingttng aller 
wnsenftcluiftlicdion XAtzin^ki^niitnbiT mim di:r Well unxgt^KrhlotfKeo* 
Ab^ der OI«rib'i (tihrt tna in Gvittalt *^in\s jrerpeUiellan Wun- 
dern wieder ein. Man mag ifiinwr die GeaeUDO der KOrp«w- 
velt erforxebeik, ab benihleu Mtu auf natar1i(!l>eu Cmohnn; 
der WnllJftuf wird dämm lüebt unbeslimml^ nur Ut s'iiiiA ffn- 



lliT-UMv<--HV- Ejftflufi il«r Tbnologi« tuf AUf PhywV 



423 



wtdslicbkcit kha der Nfttm' in die UDendUch« aod evig« Thtttig- 
keit Uobica g«rüokt. Dnd Mordnreh gsvinct in der Tbat, wenn 
aftn inch 6Dt«clilMli»eii k»nii> dioAo Klal^ doe D<Miketuf sa ftber- 
vpriagna, di« GrforHchuitg dfir Kater wiwior em» gewiaw 
O&r&Dti0 f&r dui Af^glirJikrit drr Erkonntiu«. Drnti f^m Kr-rper 
faftbau nonMclir ein Ptitidammt fnr dio OfWGtzlicKkfit ihrer 
Bewegungen in eler eiubelüichea Sub-cUtmalltät Gotlfoi. In 
ilua SLnd säe, Kw&r uicbt als Sürper, aber ab Ideon, TTiid da- 
durch gerade ist ibre ETkeiuUuA mfglicbt ja sogar eine adft* 
■^at«r« Erkenn tu 19, ab wir ne von onsrer Seele und Andern 
Oeislem erlHngen. Tn der ünendtichkeit Ooltea scbuuen wir £e 
Idee der AuNdcbnting nod üire Morlifikahionen, imd wfibrend 
vir von ansoni und aod^m GviKbr^m VonstoHungen nnr nach 
Anmlogifli iinvn-j< rigtumn Kjlrpiim hiibinir bnnititMn wir von 
d«n Körpern dnrcib diu Vt-mxif.fHlung in ftultn f?in »ilHjjiifttf« 
Wismm. Wir »-rkpimB« diH wirküt^b« Wolt, v/vW di» AUcwrbt 
Gottefl die Ideen derselben in 'WirkLicbkeit. umschaflf^ 

THcse Verlegung der kÖrperlicb*»n Wirkurgön in die un- 
itiitt«1barQ Th&tigkeit, den positiyoD Willen Ooit^e bfit eine 
Hodifikaüon der cartpjtüicben Physik zufolge, durch welche die- 
Mlbe sm einer konn^neiitfln Vtnidititsthporie wird. T>a« Zu- 
«aifiTnnnwirknn Uitkologbirbor und |ihy>iikRtiH<>b(«r Votivo iid. bot 
l^t^nir. und NKWT<kx nbi^nwt Kwnirnlhx^ w'ip hni KALiEaKAKCHfL 
Wahnmd nbnr b«l er*t«rfin di* Euldnßkung HyrÄrnJÄchfir O»- 
Mtz« — Im LBIB3CIZ dÜT FrbaltuTig d^r jiAvh dem Quadrat« 
der G«scbwtttfl]gkeit goMliHtxtitii B«wegimg, bei Nvwroir da« 
l^ra\'itAtion8gesat« — der wtUkommen« Anlafa cn inner meta^ 
phynsohen Denmcg im tbeologisolx(>n Interesse wird, »■h^n 
wir bei lÜALKftiuyatK nmg^kehrt die Verlegung der ph}««- 
solim üntachen in den Willea Gott«« xnm Bnwitggmcifli* 
wflrdrm^ dit (?nrto«ti(ch« Materie nrazugrwtiilton, 

Wir hatten gpimhen, dar« von Dkscartkh ^oihst wio nocli m*^br 
in «üiner S^lanl*? iU*T Hiih« der W<»rt HnciT pcwitiven Kraft anerteüt 
irordon war. Dar Zusammenhang der Körper war niohts an- 
dna ab die Robe ibK-r Toil«, nur die Bewegung differenn^rU 
die Körper. Dadurch war jeder K^er^ dea^en Teile nicht 
relativ an einander bewegt varen, starr. Wenn aber nach 
llALKnvurcMK zu jeder Kraftwiikong ein positiver WilU 
eott*a n4tig ist, so mtfeter wenn die Bniie eine nolch« 





4M 



ll4i.«t4Av<!fli: ßul«w EfluUwiif i4M S«WBfiinf«gr3<biL. 



jMxitavA Krmft bosAite, buaL üü RuH« von QoU gowoUl 

l^btia nun Gott vill, iiab lUtone ist, so braiusht er dank 
noch nioht sa wollen, d&r« ai« bewegt tfit> Die bloJ^ Existest 
d«r Hatwe cinr^h Gott» Willoa seut daher die MAtetie ili 
mh^nd: snr EJew«j^ng bedarf qb «önw buoDderen Willeimfcti 
Gott«8, uicbt aber sor RaLe. Eine filagel bewegt «teb* M 
lange €ou es will; h6rt Qott auf, die Bewegung xu woUei^ 
»0 tritt damit dip Rvlie von selbet ein. Düi Hob» liai keine 
Knt^f die sie veronmcht.^ 

Hfti aber die Bnlie kcdiie poütiv'e Kraft, ao kann aie aodk 
keiner fiowegung wideratehen; Mlbet die kloin0t4» Bewegung 
muTs imatande ecin, auoh dcu gröfaten EOrpcr ztx bewegen. 
Dies beweist AfALaBftAXCBX ans einer Beib^ von Eriabrangeo»* 
£r gewinnt liierdurcji offenbar eine richtigere Auffaasting voft 
der Obertragnng der Bewegung und erUlrt daber die vi4rtei, 
aeobite tiod siebonte Stoikregol DEdOAiTft£' Hit &laoli. So m 
der oivt^m Auflage der ItßtAcrc9u de h vrritfi^* in welnbttf er 
noch gana au deiQ c*n<^<;bßn ^uu von der Erbaltung der 
Bewegung^grülao beim Stofoo foetbält- Spfibcr bi^^nnnt ^, 
offenbar unter dem £intluH«e von Huronre und Laoufix, dann 
an Evoifobi/ .^Vah ich jodocb vor 30 Jahren ü> dem lAUtpn 
Kapital dnr V»ittfufktmff Über du Wchrkeä geachiieben Uatwf 
scb4unt mir jetzt niohe mebr dvr Wahrhcil f>DtoprecbBUfl. Siohiot- 
liob kann man in diesem Fall daA Wabro nur iluroU die Er- 
fahrung ontdeoken. Denn wir vcrm&gen ^och nicht in die 
Abaiehten des i^Opfert oinsudringciv, und t» btogt lioeh 
eiuiig und aUeia von denk fVcien Willen Qottos ab, ob nr Hsn 
f^oboQuuutitiit der Bewegung in der WoJt erhallen will, oder 
nicbt. Wir können una also hictilbcr nur durcb dio Art der 
Offcobaning belehre d, welche die Verfuohe luu darbieten« 
FitLhcff achtete iub zu wenig auf die Versuche, welche toi 
gelebrien und geechiokien Männern in Bcsug auf den Stob 






pftri- 167& 1^ VL c IL p. -ua r. 



' lA dtm don f to wn AuA^en ngvIOgUii Anlungco; iMr gtmlnim dt 
h vonmtmicaHim da 



3E«iJau3iciE: CölifinOB- FloitfiEIUlicoric 



änx KOq*er iiigestellt mtä; und Ic^ traute ümon nicht, ve£] 
iob «o sehr f«r Ai^ rartesischen PrinzipieB eingenommen war*" 

W«il«r «bt^r folgt silb deto D«gativ«n B^f^lff der Btüio 
di« >l4>tw«indigk«ir. d«<r Umtedenmg elm» lUnptiz^enieQU der 
ciirliBJKcli«*n Thv'orio der Mat^i^, Di« Bnhe k&tin tucht mehr 
die DrsBche d«r Kohtigion sein. Kuh^ndo Mati^m bositxt tein^a 
ZuHuainimliAng d«r T4U9, »llu FnMttgküi* kauu nur «nfB^w^gong 
beruhen. Djunit Ut di« Tbvom der KAt^rie I>EscjLftrE&' in oin« 
FluidiUtnh^orle dborgefuhrt. und d& Halebh axcils keine Atome 
anerkennt, sondeni die Matene ins TJnoDdüclid teilbar ist^ »0 
stimmt Bein« Erklirung der Festigkeit mit derjeu^eii von 
Lkiiiiiz Qberein,' AU0 F^Ugkeit berott im letslen Gnmde 
•of dorn 9'ots und Druck der sie umj^benden, hefti|f bewegten 
Aoüferen Mtttorid.' Maliquanciii: wiJ[ j^och kein^weg? die 
Phywik Djcmjakti»' aufbeben, ^^Almi^hr spricht er es ansdrtiek- 
lich ol« Wne Ablaicht auf, da« AUgemeine eeines Systemfi zu 
vervoUkauunncn, iim auch phy«ikali«Qhe Fragen durch dtMelbe 
SU I^Mn, ^^-elchfl DüscAa-rKS nicht beiriiltigen konnte.* J^a 
diesem Zwecke «ueht er die Kilgelebea des zweiten KlemenU 
im retten und «ie zugleich für die Erklärungen de« Licht«; imd 
der Farben brauchbar zu machen. 

Wenn die kleinen Kügekhen des zweiten EJeniüiniB au eich 
eeibei hart wären, nnd dae Licht in der Fortpfiananing ihree 
£>nickee, die Kaibea in ihrer vcrechiedenoa Rotation bealinden, 



^ Hftiununcm pfcgieafflicr Edromt Lvibxie tut *inb umd den BopUader 
WtUUA KtLi (l^n^lOTÜ) dio rriontlit lo Bocug mof dif Erklärung drr 
XqUEmud durch dcQ ■otfM c«u^^>«rab< in Aiwpriioh (Brief »ft IIihtboiciucb, 
nif. äobr. Ul fiL 600} 

* Pf Ja rc^brrcAr dir In vMi (1078^ p. 4TC Je di« «Icmcquo oe qui ^ 

dM «orpt dvr*» et d« (v^i plita lr«n« doot j'ai p«rlp ■uronruit^ 

J«ft VDV «Tee 1h auUtb, c*c«t qa'il j a d'autrM |4tiU corp« 

oat plm •gitea q»« T^ir g:rjtiicr i^ie boim nipüoiia, qnl kt 

t et 4|iu It« eeiiiprim«iil : vl i|a(? cu qtil iul i^yv oouji Kit^tu de k pdnA 

A Sei «Aptrvr t/mI fW Ifnr r^poi, m*U l'a^taion d« ««• p^tiU carp« i^il let. 

aaTinxmert, vi gui i» cüui;irLuieiik 

if« fAr^tÜmir lU^ Ot^ Mincr/^ 1S90; p. 2% 18, l>J4«i>f AI))iMdhin)E itl Mif 
jfft^ommit» m d«* ii^favrännmf AfV- der ipiUrm A»K«b4n. jl^ria Ji^l* 
1 Tom, rV J 




SO würdoo sie das Licht und die verschiedenen Farben njctt 
durcli deOBelben Pimkt durchjusen, wo die Strallen »ck 
Icreuseo.' IhLii.vii]uxcfiK gibt daher oloe aorhre Theorie dai 
X^chtM, welche vom gröfäten Intor^stu« iirt. Zunächst sind di« 
£ag«]chen do« xir€it«n Elemcnat^t mcht »tarr, «ottdiTm sio sw6 
wnlbft nichu acdm als flufüorvi kloinn Wirhnl doi 
Äthur*, woloho dtircli den DrcicL ocd 6i<i Agituüon dM 
lu fK^m Xthnrv KobJUdon nud zugleich ElanticitAt besituc 
DaitLicht botttcblnklit&ndereiiifiQUeQFGrtpdanzungdaiDnackM^ 
tonderD in einem regelmä/sifir mit ao&erordentHd^er ^«Mhwift- 
dLgk«it intermittierenden Druclce, in Vibrationen dei 
Dmchs (Vibrations de prgsaion); tmd die Farben bestehen 
in der grAi'fleren oder geringeren Geschwind igkeü 
diesor Vibrationen.' Es findet beim licht ganx dasselbe 
•tAtt, wie beim Schall^ nur d«ü'« ^ ffioh nicht nm Scbwingnogecr 
der gTöboT<TnIjufl,!tondemd^r feinen Materie, doff A tfaen^ 
bändelt, welche, weil cie nnlcr viel grOAercm Dniclt nie di» 
Luft «tehl, aneh mit viel grj>r»eror Geftchwindigkoit schwingt 
und die Schwingnngen fOTtpflanxt. Wie dx« Stürkei des Toat 
von der geringeren oder größeren Kraf^, die Höhe von dir 
Sehn eil if^keit (promptitude) der Sohwingungon abhiagt, ebenso 
hängt die Holiigkeit der Farben von der Kraft der Sehwin- 
gungen de« Äthers, ihre Vcrvehiedenartigkeit aber nur von der 
Schnelligkeit deräolben ab. Kr nimmt an, da& die Schnellig- 
keit der Vibrationen im Wei& am grdj^ten ist, und die Farb«B 
in der Keihe: (ielb, Kot, Kau, äohwArs ihrer Vibration«, 
eehwindigkeit nsch folgen. Br ecfcliofat dies oua der Be 
folgo der Karben in den Nachbildern der Öonne. indetn 
glaubt, lintit dor t'arbenwochsol von der Abnahme der Vi 
tionRgGftohwindtgkoit in der Netxhnut hcrrfihrc. Doch noh 
w ihm weder durch dicMs noch durrh f in andrem? Mi(ti4 mS^ 
Üoh, die VerhÜtmsso der Vibraljon?g<:jtchwLndigkeiteu bf>i dm 
IWbea »0 zn entdocken, wie man mo bei den Tönen kennt,' 

Diese dbomsohend divinAtoriache Vibrationatbecrie der 
^PVirbos, welche die HuroSHsac^e Undulationdtheor^c vn erginsen 

■ J»jbx«MH, Hiff. de rAaU 1699 p. 91. :SI, 

' A. a. 0. \t. 33. Uki.mAnniE vfmvtbl tcrdta AsrHtmr BMrtfimt vgt M 

* Bißtx. p. Sa, 7t. 






d«r noIttbvWtra 



g««ign«b war, don n«aoni Ge«clitcht»chnibeni der Physik je* 
ioühj trotx Oomiü» B^noht übor dloNtillM»/ ganz «ntgaogeii 
va sein scbeiut, biotet offenbar ein« s«hr v<i»üiitljclio V«r* 
hmatnermg der cartedschaa Theorie der Materi«. Kalcbkjihobb 
benntst. s^iae molekularen Wirbel noch weiter zur ErklArnng 
d«« F«Twn, iodem «r anninuni, dais dU JCntxUndiutji; auf der 
Knvmrmg dimw Wirbel und d^r dadurch fr^i werden- 
den B4±w4;guixg deg in dun Wirt>Rln rotii>rciitd<rn Athont barnht,' 
Wichtiger j«dooh üb dütie phjiikoliscUvn Folgorungen 
in die »ngeaaeine Bemerkung, die aich an den Au^g^ng der 
cartesJAohen Theorie der Materie In blALKiuuxaiB »ohlit^lVL Eine 
Eorpooknlarthoorie. die nicht auf d«r gaBa^ndiachen Grundlage 
der Atooou^k ruht, kaun sich nicht halten. DU i^Udit^t der 
Korpuskeln iet nicht hentuj^teUen, nnd eo ergibt 9ich ala Se- 
«oltat di9 Fluid iutvtbttorie. A.b<*T auch diese kann wiederum 
der Korpuid£«]n nicht entbohreu; »in mnf« die Idontttikt der 
Teile der Materie, die Kohäuon der er«ten Partikitln auf die 
Bewegung zurUckftÜiren ; hier jedoch entstehen alle die 
Schwierigkeiten, welche wir bei EioBUKe erörtert Itab^u. Für 
die prakdflchd Vvrwuudung di>r Eorpuskeüi in der Phyaik bietet 
iadeaeen die Vorstellung uaolekularer Wirbel eine genügende 
AiBhilfe, um die Kohäsicn fester Tcüehen su orselsen^ und 
M ergibt eich dabei für die Biegaaaokoit der Hypothesen noch 
der Vorteil^ daJj diese Korpiiskeln nicht nur ale eLaatisoh vor- 
getteUt werden können, »ondem unter UnkeUnd^m auch aU 
anflOebar in ihre ^btilon Teilchen, ae 'iaJs die rot^htori^ohe 
Energie denwlbou nach 'Wunsch boxiutset werden kann, um da« 
Anftreten plotxlichor Kranütt&orung^n %v orkldron. In dieser 
Hlnaoht stoht UALEBKAiicaBa Hypot^cuo, die sk.-^h mit Lkibjju* 
Usetisober Theorie der Bl4sdi^^:j, welche niohtb andres eind> 
■Ig kleine Wirbel ohne £em (nudeo demto}, y ehe benihrt^ 
imaer noch bedeutend üb'ir jenen roheren An wüchsen der 
B^3Tpaakulartbeorio, dio sidi in der Anaachmüek mg der Kor- 
puskeln mit phantaitiicriLen Gestalten geiUt. -a 910 enthält 
•Ogar die Ueglichkeit einer uatbenmtisoben AUAbildung uud 
vfirde« abgcaelien vn der erkenntniakritier!.en Gnholcbarkeit 



* Mm ff. Otuh. (t 

* JU/kj. p. 3i r. 



vhml. Bd. X7. 8. 



JflK. Cknuvr. Brvwu. n^M roHctiiteMr. 

<l»r Plmilhm^hi-cini^n, in dir rortAihroituDifii Riitwiclci^tnfig 6ve 
Thüorit) der MalvHh su KtiaUtTii mtn, vcun nicht ?iALKiLiiA>ciiHi 

^egea die mecLauUchß NatUK^rUinitig erkeuiibi; liüik«. 



5. Job. Christoph Sturm. 

Dio S^:lli6tftttFI(59iiiis der i^artctütfchon *rb6oni> ifxt 
lA dio volUUndi^'« Gkichf:iltiKkeit g^^ir^m dio fand&moat«!« 
FceteGtsauf;«» dorsulbcs. tmter bloß«r Htirvorhf^hutiK dor 
Pn^ivitfit d^r ^Lftterio, kann man bei deta Ältorfur Prof« 
8TtTtH wahrnehmen. 

JoiiAXi« CitKi^Torii STVitu nää&~1T03), *i8 Mathemaiüt«^ 
und Physiker oin Uolohrt«r von i^nf und AnsohdU, bekonat 
«ich offon 2QIQ EkJcktiouiDUJ, berührt sich jedcoh in 9«üier 
AnSfueiuig d<M Verhftit&iflaes von K5rpftr und Uwt am n&chstcii 
mit HALOiitAHCHR. In aeiaor „vcrmittefndat Pitifsii"^ moint tte, 
daiÄ AkiarcmrLBii and DEScAMBa beide in der Frage mch dct 
Uatoho «if die von Uott gctcöltc Aowlohnung zurnckkommoo,' 
Da die Materie nnr dio AtlAcl(^fannn^ i^t, nnr der Teilbarkeit 
fiLhig nnd darcha«? pMviv, ao mufs » Fgrinr^n gf^bm, trod 
es mob «in gewi^^vsoit Wwen («rn»^ Qbor and aufcfer d^ Katur 
bestf^ben, um die atuifEedvlinte und Diib«»iimmie Malaria in nn*^ 
«ndlioh fein«» T«ilc zu teilen, die (E^t^^nnten in nnsahligtm 
Ifodia sa bewegen, za iransiioniert^nT au verknQpfeci; diauM 
WM*cn iat Üott. Di« Fonuou sind nicht abaolai« KniiUltaB, 
aoadrrn Ergnbnii^vn der wecLscleeitigOD VerknUpfaag tmd 
Besieh nng der Teilchen, joder Körpergattnog eigenl 
Jhfiitufimfji, angemeiwcn und ge*rignet. ftir jede beaondort 
tion.' Br gtnubt, dafr in difwrr WriM» die gewinte koqiaikifj 
larr KrklAnjng mit Aai9T0TELK9 ri*TVdinbiir net, und d&Gi 
«ich im Orundc! nur nni Katiu;i]«un1er«:liirvJo luindle, 

KriLisehi'T und mit B^ir^fulL ihh Kiur^iut* {-Kbend Hlbrt' 
aeäna kuuftiliatwiHeben Tendf^uxen dureb in seiner »dir umSk 



•uocsQcU» ftplLorinDii mdunüinte tl poblin vwlikU « li>P. Curiorvout Srvman 
raia« r<«L «l VmUi P. R »»rimlwrgu IGST. 

• A. 4. 0. p. 29. - ' A, «. 0. p, as-a:. 






reirliftti Thysifa ritriiva,^ d^T^n zwf^it<rr Bftnd m^ nach Broitiitt 
Tod« ofvolii«!!. Di«fli<dc Werk väfdittDt B«AGbttingT w^miggo- 
wegen der darin darg4>l«gtc'n AuxicliteD de« Yorftiu«», kl» vid-* 
melir vegon dvj FulU luitom^b^u UtLierialB. Sicru lijüt nämlich 
du ycvfabi^n inu#, dAfif or znnädiat die in Betraolit konameudon 
Ph&Qom^ae b^9chreibt> and darauf eüd DarstelluDg der ihm 
liokannt^n Hypcthetten aber die zn behandelnde Fra^;« gibt; 
tr bwipriobt zaent die aristot